14.8.23

Taupunkt 21°C

Heute war ein heißer Tag mit Höchstemperaturen um 30°C. Nachmittags zogen Gewitter durch Mitteldeutschland. Eines arbeitete sich an der sächsischen Grenze über Haselbach und Regis- Breitingen ab. Altenburg hatte keinen Regen abbekommen. Doch auch hier hatte es sich abgekühlt. In Horizontnähe zogen noch ein paar Reste von Gewitterwolken vorbei. 

Als ich mich 20:07 auf das Einrad setzte, waren noch 24°C. Allerdings lag der Taupunkt mit 21°C sehr hoch. Je nach Definition ist es ab einem Taupunkt 16,5°C oder 17°C schwül. Bei der hohen Luftfeuchte bringt Schwitzen nur wenig Abkühlung und die gefühlte Temperatur ist höher, als die tatsächliche.

Zum Verzicht auf Stiefel und lange Hosen hatte das noch nicht angeregt. Der Fahrtwind brachte etwas Abkühlung und so fühlte ich mich trotzdem wohl. Ich fuhr wie zuletzt üblich im Bereich Spatzennest, Pappelstraße und Buchenring herum. Dabei gab es keine Besonderheiten.

Die Zeit war heute begrenzt. Gegenüber Ende Juni geht die Sonne jetzt etwas eine Stunde früher unter und es ging auf eine klare Nacht zu, die ich für astronomische Beobachtungen nutzen möchte. Für Videoaufnahmen war es eh schon etwas dunkel. So beendete ich nach 23 Minuten um 20:30 das Fahren und dieser Bericht fällt etwas knapp aus.


7.8.23

Pfützen nach Schauerwetter

Der August ist bisher kühl und nass. Heute gab es tagsüber eine rasche Folge von Schauern, die plötzlich und fast ohne Vorwarnung losbrachen. Um 18 Uhr beruhigte sich die Lage. Es blieb zwar kühl und windig, aber es kamen keine Regenschauer mehr, dafür schien öfters die Sonne.

18:45 startete ich mit dem Einrad vom Regen waren noch einige Pfützen geblieben. Mit dem Einrad durch Pfützen fahren ist unproblematisch. Es hat zwar kein Schutzblech, aber ich hatte hohe Stiefel an.

Vier Einzelbilder aus dem Video: Von vorn sind kaum Spritze zu sehen.
Abbiegen vor der Kamera in einer kleinen Pfütze
Von hinten gesehen spritzt Wasser über die Höhe der Radnabe.

Ein weiteres Abbiegen vor der Kamera

Später legte ich unten auf dem Parkplatz einen Slalom mit Steinen aus und fuhr ihn mehrfach. Zwei Jungen mit Fahrrädern fanden das interessant und versuchten den Slalom zu fahren. Ein Fahrrad ist aber weniger wendig, als ein Einrad. Sie bauten später weiter hinten einen passenden eigenen Slalom.

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren.


 

31.7.23

Eine Viertelstunde in Stylos bei trübem Wetter

In der letzten Zeit ähnelt das Sommerwetter dem in den 70ern, regnerisch und kühl. Heute blieb es nach einem verregneten trübe. Als ich 18:36 losfuhr, war es so dunkel, dass ich auf Videoexperimente verzichtete.

Als kleine Herausforderung hatte ich mal wieder die Stylo-Stiefel angezogen, mit denen es vergleichsweise schwierig ist, die Sohlen optimal auf den Pedalen zu positionieren und zu halten. Einen Tag nach den Dafna war der Unterschied zu bemerken. Auf den Videos vom 18.7. fällt das nicht auf. Es ist eher mit den Füßen zu spüren und ein Training für die Balance. Wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind, etwas mit den Pedalen auszugleichen, muss ich es mit dem Bauch machen. Das geht solange gut, bis doch mal ein Fuß von einer Pedale rutscht. Am 18.7. war das nicht passiert, heute einmal.

Heute begnügte ich mich wegen Zeitmangel mit einer Viertelstunde.


30.7.23

Kurze Sonntagsfahrt

Heute sah es zunächst nicht nach Einrad fahren aus. Nachmittags regnete es und es wehte ein kräftiger Wind. Abends wurde das Wetter aber schön. Nach einer zweitägigen Party war ich nicht sonderlich fit, aber das machte nichts. Auf dem Einrad sitzt man ziemlich bequem und das Fahren ist nicht sehr anstrengend. 19:09 fuhr ich los.

Beim letzten mal hatte ich das Fahren am südwestlichen Zugang des Spatzennest von einer erhöhten Stelle aus aufgenommen. Das brachte eine Verbesserung. Heute probierte ich das an der Nordostseite.


Der Effekt ist hier weniger auffällig.


Ein zweiter Versuch. Um Zeit zu sparen, fuhr ich in einer engeren Kurve an die Rampe heran, als üblich. Das war dann wohl doch etwas anstrengend, weshalb ich einmal hochwärts nach dem Geländer fasste.

Heute fuhr ich eine halbe Stunde.


 

26.7.23

Stiefeltest nach kurzem Strafwetter

Unter Menschen, die sich mit Astronomie beschäftigen, ist ein Aberglaube verbreitet, dass die Beschaffung oder Reparatur eines Fernrohrs oder irgend eine andere Maßnahme, die zur Verbesserung der Beobachtungen mit Strafwetter geahndet wird. Hier im Blog hatte ich schon manchmal darüber spekuliert, dass es so etwas vielleicht auch für das Einrad fahren gibt. Wobei die Wirksamkeit der Strafe hier geringer ist. Man kann bei fast jedem Wetter mit dem Einrad fahren.

Nach den Reparaturen an den Black Forrest Stiefeln am Sonnabend gab es hier viel Regen. Heute kam nach Regen am Nachmittag die Sonne raus und nach 18 Uhr hatte ich Zeit für das Einrad. Es war zunächst eine Herausforderung, die Stiefel anzuziehen. Durch die Klebearbeiten waren die Schäfte verdammt eng geworden und ich brauchte etwas Zeit, die Füße hineinzuzwängen. Als ich durch war, fühlten sich die Stiefel wieder bequem an. 18:33 fuhr ich dann los.


Zum Fahren eigneten sie sich auch wieder gut. Der Slalom ließ sich gut fahren.

Ein Einzelbild davon. Weil ich die Black Forrest früher besonders bei längeren und anstrengenderen Touren an hatte, hatte ich mir vorgenommen, nicht weniger als eine Stunde zu fahren.


 

Ein weiteres Video nahm ich am am südwestlichen Zugang des Spatzennest auf.

Danach kam ich auf die Idee, es mit einer Aufnahme schräg von oben zu probieren. Da verdeckt das Gitter nicht so viel. Für den erhöhten Standort eignete sich die Wiese.

Ein Ausschnitt

Wenig später machte ich eine Pause. Mit den engen Schäften sind diese Stiefel nicht unbedingt Bequemlichkeitswunder, aber sie bandagieren wunderbar für ein ermüdungsarmes Fahren. Die vorgenommene Stunde fiel leicht. 19:35 war die Fahrt zu Ende.



22.7.23

Bequemer Sport und endzeitliche Basteleien

Vorgestern mangelte es an Zeit für das Einrad, gestern regnete es. Heute sah es wieder gut aus. Nach Einkäufen musste ich noch auf ein Paket warten. Danach bastelte ich ein wenig, worüber am Ende des Posts zu lesen ist. Dann saß ich 19:22 auf dem Einrad. Diesen Post möchte ich der Bequemlichkeit und dem Wohlfühlen widmen. Das war auch der Anlass, wie ich überhaupt zum Einrad fahren gekommen war. Ich hatte es bis dahin für abwegig gehalten, mich jemals auf ein Einrad zu setzen, weil ich bei Sport ziemlich unbeholfen bin. Dann sah ich zufällig eine Einradfahrerin zu Hause wenige Meter vor mir. Die Beobachtung, dass gewöhnliche Menschen Einrad fahren können, hätte noch kaum Bedeutung für mich gehabt. Ich hatte aber den Eindruck, dass sie sehr bequem saß, viel bequemer als auf einem Fahrrad. Dadurch bekam ich Lust aufs Einrad. Einräder sind auch nicht teuer. Es ist ja nicht viele Teile dran. Die Einradfahrerin sah ich später nie wie wieder. Was Zufallsbeobachtungen von wenigen Sekunden Dauer so auslösen können..

Dass mir Einrad fahren in hohen Stiefeln besonders gefällt, war eine längerfristige Geschichte. Zunächst ging es darum, Verletzungen zu vermeiden. Darüber hinaus werden Kräfte von den Fußgelenken auf die Schäfte umverteilt. Da gilt die Regel, je länger die Schäfte, desto bequemer. Nebenher sind Gummistiefel bequem, weil das Material elastisch ist.

Heute hatte ich die Dafna an. Die sind auf dem Einrad die bequemsten. In dieser Woche hatte ich Videos mit den niedrigeren Stylo und Equithéme gezeigt, mit den Dafna in der vorigen Woche. Daher war ich heute auf Einzelbilder aus und stellte die Kamera auf 4K mit 30 fps sein. Das liefert jede Menge Einzelbilder mit hoher Auflösung. Die muss man nur noch durch Topaz jagen, um das heftige Rauschen loszuwerden. Dann geht es.

Ich fuhr einige Minuten in verschiedenen Entfernungen und aus verschiedenen Richtungen an der Kamera vorbei, um in einen passenden Bildausschnitt zu fahren..

Lenken: Wenn ich bloß mal kurz díe Fahrtrichtung ändern möchte und nicht länger in der Kurve bleiben möchte, behalte ich den Oberkörper senkrecht und drücke das Becken in die Kurve.

Körperhaltung: Die ideale Haltung ist, wenn die Sattelstütze senkrecht steht und verlängert bis zur Stelle reicht, wo die Wirbelsäule den Kopf erreicht. Das ist hier nicht der Fall. Die Sattelstütze zeigt leicht nach hinten. Der Oberkörper ist aber auch etwas nach hinten geneigt. Eine Abbremshaltung. 


Beginn einer Rechtskurve

Beginn einer Linkskurve. Auf dem Einrad wunderschön für die Bewegungsfaulheit. Ich muss nicht nach einem Lenker greifen. Es genügt, den Sattel etwas in die Kurve zu drücken. Den schon leicht rissigen Sattel hatte ich nach der letzten Fahrt mit Glyzerin eingeschmiert. So bleibt das Kunstleder schön geschmeidig. Der Sattel ist der Lenker des Einrades.

Es ist bequem, so zu sitzen. Die Beine hängen seitlich vom Sattel herunter und das Becken steht aufrecht. So ist es bequem, gerade zu sitzen. Anders ist es auf einem Hocker oder der Bank einer Biertischgarnitur. Dort sitze ich zunächst gerade. Das ermüdet schnell. Dann sitze ich mit krummen Buckel, bis das unangenehm wird. Dann richte ich mich wieder auf usw. Auf dem Einrad ist beliebig lange gerades Sitzen am bequemsten. Problematischer ist die Sitzfläche. Deshalb setze ich mich ab und zu kurz auf Mauern oder Schlagbäume.


Hier steht die Sattelstütze senkrecht.
Nach einigen Minuten war ich der Ansicht, dass das Video für genügend Einzelbilder reichen würde.
Eine Pause. Eine Dreiviertelstunde verbrachte ich auf dem Einrad. Ein Optimum an Bequemlichkeit liegt für mich ungefähr bei 95% auf dem Einradsattel und 5% der Zeit auf den Arschbacken auf der Mauer oder sonstwo.

Nun zu den eingangs erwähnten Bastelarbeiten. Die Dafna-Stiefel benutze ich seit 20 Jahren. Sie sind sehr haltbar, was gut ist, weil es keinen Ersatz gibt. 2007 hatte ich einmal Risse im Futter geflickt. Das hält seitdem so, obwohl die Risse über den Flicken heraus ragen. Die Risse waren entstanden, weil ich damals anstatt eines Schuhlöffels einen Stab benutzt hatte.

In den Black Forrest Stiefel entwickelte sich ein ähnliches Problem. Die sind gleich hoch wie die Dafna und waren jahrelang meine bevorzugten Stiefel. Mit ihnen fuhr ich einmal 99 Minuten ohne Pause und meine längste Strecke von 24 km. Sie hatte ich seit Mai nicht mehr getragen, weil das Futter eingerissen ist. Beim Fahren war das nicht zu spüren, weil die Fersen auf den Sohlen blieben. Beim Gehen raspelte das gelbe Zeug an den Fersen.

Anders als vor zehn Jahren sind hohe Gummistiefel, wie Dafna und Black Forrest, in der Größe 46 nich mehr beschaffbar. Deshalb sind Reparaturen unumgänglich.

Vom Mikrofasertuch, von dem ich ein Stück 2007 in den Dafna-Stiefel eingeklebt hatte, war der Rest noch da. Textilkleber musste ich neu besorgen. So begann die Bastelei.

Diese Basteleien erinnern an das Buch "Der Untergang der Stadt Passau" von Carl Amery. In diesem Buch geht es um zwei Gruppen Menschen, die eine große Katastrophe überlebt haben. Eine Gruppe besetzt die Stadt Passau, weil sie dort intakte Wasserkraftwerke vorfindet. Im Laufe der Jahre wird es immer schwieriger, irgend etwas instandzuhalten.

Rechter Stiefel
Linker Stiefel. Mal sehen, ob es hält. In dem Dafna hält so ein Flicken schon seit 16 Jahren. Beim Dafna kann ich allerdings sehr leicht rein- und rausschlüpfen. Die Black Forrest sind bei gleicher Schaftlänge sehr eng. Ich brauche immer etwas Zeit, die Füße in die engen Dinger reinzuzwängen.
 

18.7.23

Eine halbe Stunde in Stylo

Heute kam ich nach einer Ausbildung bei der Feuerwehr spät nach Hause und konnte erst 20:31 losfahren. Es blieb noch ungefähr eine halbe Stunde Zeit, um nicht in Stress wegen der bevorstehenden klaren Nacht zu geraten. Nachdem ich gestern die wenig benutzten Equithéme-Stiefel an hatte, probierte ich es heute mal mit den Stylo. In früheren Posts hatte ich darüber geschrieben, dass deren Sohlen nicht ganz so ideal sind. Es war mehrfach passiert, dass ich mit einem Absatz auf die Kurbel gerutscht war und absteigen musste.

In den ersten Minuten ließen sich die Stiefel ohne Probleme auf den Pedalen halten. Für einen weiteren Test letzte ich wieder einen Slalom mit zehn Steinen aus und nahm ein Video davon auf. Es sieht nicht anders aus, als die Videos mit anderen Stiefeln. Nur die auf dem Video nicht zu sehenden Wenden hinter der Kamera waren wackelig. Ich kam aber jedesmal herum und auch wieder in den Slalom rein. Das Video ist ungeschnitten.

 
 
Während die Aufnahme des Slalom lief, tauchte wieder das Mädchen auf, das gestern Fragen nach ein Einrad gestellt hatte. Ich bat es, das Fahren von Kreisen u.a. aufzunehmen. So kam ich zum ersten Video mit bewegter Kamera seit vielen Jahren.

Die sonst für Pausen genutzte Mauer überließ ich wieder Kindern und nutzte Geländer, um die Stiefel auf den Pedalen zu lassen. Mit den engen, glatten Schäften sehen die Stiefel für Gummistiefel ziemlich elegant aus und es ließ sich besser damit fahren, als anfangs befürchtet.
Gegen Ende der halben Stunde war die Mauer wieder für eine Pause frei. Kurz danach musste ich noch einmal die Füße auf den Boden setzen, um die Slalomsteine einzusammeln und wieder in die Drainage zu legen. Wie vorgesehen, beendete ich das Fahren nach eine halben Stunde.
 

17.7.23

Eine Stunde in Equithéme

Heute war die Tageshöchsttemperatur unter 30°C geblieben und es war windig. Deshalb ging ich heute ein Bisschen zeitiger mit dem Einrad raus, als bei den Fahrten der letzten Zeit. 19:46 fuhr ich los.

Um etwas Abwechslung zu haben, hatte ich mal die Equithéme-Stiefel angezogen. Die hatte ich Monate nicht mehr an gehabt. Sie sind sehr leicht und haben vergleichsweise kurze Schäfte, weshalb ich sie auch schon als Sommerstiefel bezeichnet hatte. 

Einrad fahren war damit bisher sehr leicht gewesen. So war es auch heute auf Anhieb wieder. Es war ein entspanntes Fahren. Lediglich bekam ich zunächst bergauf weniger Wucht in den Antritt gegenüber den Dafna.


 

Nach knapp zehn Minuten nahm ich ein Video vom Slalom auf. Wie am 13.7. legte ich dazu zehn Steine aus und das Handy bildete die elfte Markierung. Bei den häufigen Richtungsänderungen sind bequeme Stiefel mit guten Pedalkontakt vorteilhaft. Mit den Equithéme ging das ziemlich gut.

Sollte das Video nicht aus dem Blog heraus starten, bitte auf "YouTube" klicken.

Ein Einzelbild aus dem Video.

Später war mir danach, nochmal Umrundungen des Buswartehäuschens in der Pappelstraße aufzunehmen. Dazu musste ich eine Zeit abwarten, zu der keine Menschen auf einen Bus warteten.

20:07 war es dann so weit. Den Bildausschnitt bekam ich heute besser hin. Heute bekam ich auch die Wende hinter der Laterne enger hin. Ob das an Übung liegt oder ob dieses Manöver mit den Equithéme besonders leicht zu fahren ist, weiß ich noch nicht.

Auf diesem Bild ist erkennbar, dass es Spaß gemacht hat.

Die Mauer, auf der ich sonst meine kurzen Pausen mache, war heute zeitweilig zwei Kinder belegt. Dann nutzte ich ein Geländer. Ging auch.

Eines der Mädchen meinte, dass ich der beste Einradfahrer wäre, den sie kenne. Wahrscheinlich kennt es keinen anderen. Es stellte dann die Frage, ob man vor dem Einrad fahren freihändig Fahrrad fahren lernen müsse. Das konnte ich nicht beantworten. Einrad fahren erscheint mir leichter, als freihändig Fahrrad fahren.

Das andere Mädchen interessierte sich für die Stiefel und wollte wissen, warum ich welche an habe. Ich erklärte, dass mir Einrads fahren in Stiefeln leicht fällt. Probleme mit Schweiß konnte ich verneinen. Ich schwitze zwar, aber solange die Füße in den Stiefeln stecken, spüre ich das nicht. Das Futter saugt den Schweiß unter den Füßen weg. Zum Zeitpunkt der Frage war ich eine Dreiviertelstunde mit den Stiefeln gefahren und fand sie immer noch angenehm. 

Ich machte danach noch die Stunde voll.

13.7.23

Slaloms am Abend

Heute hatte ich wieder Zeit für das Einrad und es sollte der kälteste Tag der Woche mit etwas unter 30°C werden. Sah also gut aus. Als ich 20 Uhr auf das Einrad stieg, betrug die Temperatur 24°C und es wehte ein leichter, kühler Wind. Schönes Einradwetter.


Die Auffahrt auf den gebogenen Zugang zum Spatzennest hatte ich hier schon mehrmals als 180°-Kurve von links gezeigt. Gestern hatte ich das erstmals als S-Kurve probiert. Das war nicht schwierig. Das Umverlagern von links nach rechts und umgekehrt fühlt sich auf dem Einrad schön an. Deshalb nahm ich ein Video von dieser schönen Sache auf.


Um die Freude an den Richtungswechseln weiterhin zu haben, legte ich einen Slalom mit zehn Steinen aus.

Das Licht reichte sogar aus, um Einzelbilder zu gewinnen. Später band ich diesen Slalom in Ausdauerfahren ein. Der anstrengenste Teil war die Wende an hinteren Ende im Bild. Auf der anderen Seite hatte ich eine Ausruhstrecke am Parkplatz. Anfangs war ich skeptisch, ob sich das lange fahren lässt. Für den Fall, dass es doch nicht aufhört, hatte ich mir vorgenommen, nach einer Viertelstunde damit aufzuhören. Das Einrad ist eine Droge im Sinne von süchtig machen.
Nach dieser Viertelstunde machte ich einige Sekunden Pause und hatte bis dahin 55 Minuten auf dem Einrad gesessen. Sport in hohen Stiefeln im Sommer? Auf dem Einrad ja. War dann insgesamt eine Stunde damit unterwegs.

10.7.23

Spontane Abendfahrt nach heißem Tag

Das Wochenende war heiß, mit Temperaturen über 30°C. Heute war es wieder so. Eine Gewitterwarnung gab es, aber in Altenburg blieb es trocken. Abends kühlte es etwas ab und das machte Lust auf das Einrad. Die letzte Fahrt lag schon drei Wochen zurück.

20:19 fuhr ich los, um einige Runden am Spatzennest und in der Umgebung zu fahren. Weil die Temperatur auf 25°C abgesunken hatte ich nicht darauf verzichtet, meine hohen Stiefel anzuziehen. Das Fahren damit machte wieder großen Spaß und fühlte sich sehr sicher an.


 

Nach knapp zehn Minuten probierte ich wieder ein Video vom Wenden am Buswartehäuschen in der Pappelstraße, diesmal im Querformat. Der Bildausschnitt ist so etwas besser.

Danach probierte ich, Runden um das Wartehäuschen zu fahren. Das erwies sich als ziemlich einfach.

Ich fuhr danach noch etwas in der Gegend herum, wobei ich die letzten zwanzig Minuten ununterbrochen fuhr, zwischen den beiden Parkplätzen am Spatzennest hin und her mit Abstechern zur Bushaltestelle und anderen Stellen. Dabei war mir heute danach, die Geraden nicht zum Ausruhen zu nutzen, sondern fast die gesamte so schnell zu fahren, wie ich kann, ohne ungleichmäßig zu treten.

Insgesamt verbrachte ich heute eine Dreiviertelstunde auf dem Sattel.

20.6.23

Kurzes Video am Buswartehäuschen

Heute waren die Wetterbedingungen ähnlich wie gestern, heiß und schwül. Nach 20:30 unterschritt die Temperatur 25°C und es wurde ausreichen angenehm zum Einrad fahren. 20:53 stieg ich auf.

Sollte anstatt des Videos nur eine Gebetsmühlen bzw. Ladeschnecken zu sehen sein, bitte auf Youtube klicken.

Kurz nach Beginn kam ich auf die Idee, einmal Fahren um das Buswartehäuschen der Bushaltestelle Pappelstraße aufzunehmen. Das muss ich bei Gelegenheit nochmal aufnehmen. Es war zur späten Stunde nur noch wenig Licht und der Bildausschnitt ist zu klein. Immerhin ist einigermaßen erkennbar, was ich da mache. Mit dem Einrad ist das recht einfach zu fahren. Mit einem zweirädrigen Fahrrad stelle ich mir das schwieriger vor.

Wie gestern fuhr ich zunächst mehr als üblich auf den Gehwegen, weil diese abgesehen von den ersten Minuten zur späten Stunde frei waren. Gefährden konnte ich auch niemand, weil ich von der erhöhten Sitzposition auf dem Einrad aus auch über Hecken schauen konnte, die sonst den Blick in Kurven verdecken.

Es wurde wieder eine halbe Stunde, wobei ich die letzten zehn Minuten damit verbrachte, zwischen den beiden Parkplätzen am Spatzennest ununterbrochen hin und her zu fahren.

19.6.23

Eine halbe Stunde zu später Uhrzeit

Heute stiegen die Temperaturen bis auf 29°C. Dabei war es schwül. Es entwickelt sich eine Gewitterstimmung. Ich war nun fast drei Wochen nicht mehr mit dem Einrad unterwegs gewesen und hätte heute etwas Zeit gehabt. Mit fortschreitendem Abend wurde es etwas kühler. Gegen 21 Uhr hatte es sich auf 24°C abgekühlt. Es war zwar noch schwül, aber ansonsten erträglich.

21:00 fuhr ich los. Schwüle macht Schwitzen wirkungslos, ich hatte aber den Eindruck, dass der Fahrtwind unter solchen Bedingungen besser kühlt. So fühlte ich mich auch bei solchem Wetter beim Fahren wohl. 

Weil die Sonne in einer knappen halben Stunde untergehen sollte und es bewölkt war, hatte ich nicht vor, Videos aufzunehmen. Weil zur vorgerückten Stunde kaum noch Menschen auf den Gehwegen unterwegs waren, fuhr ich öfters mal auf einem Gehweg und weniger oft auf dem Parkplatz des Spatzennest. Dadurch entstanden mehr entspannende Geradeausstrecken, die dann Vorfreude auf die nächste Kurve machten. So konnte ich kraftsparend fahren, ohne dass es langweilig wurde.

Zum Zeitpunkt dieses Fotos war ich knapp 20 Minuten auf dem Einrad. Weil ich auf den Gehwegen nie absteigen musste und auch keine Fahrfehler machte, hatten meine Stiefel seit dem Start nie den Boden berührt. Stopps, wie diese Pause und Wenden an den Geländern der Zugänge zum Spatzennest, machte ich zwar, aber die Stiefel dabei auf den Pedalen oder wie hier an der Sattelstütze.

Ich fuhr danach noch zehn Minuten, wobei die Stiefel weiter ununterbrochen auf den Pedalen blieben. So hatte ich am Ende eine halbe Stunde keinen Bodenkontakt gehabt, außer mit dem Reifen.

30.5.23

Zoom und gewollte Verzerrung

Heute hatte ich im Büro gearbeitet und war erst gegen 19:30 zu Hause angekommen. Das Wetter war wieder sehr schon. Schon auf dem Weg hatte ich mir vorgenommen, mit dem Einrad zu fahren und mich drauf gefreut.

19:41 saß ich dann auf dem Sattel. Zunächst hatte ich nicht vor, etwas Bestimmtes zu filmen oder zu fotografieren. Dann kam mir die Idee, mal wieder etwas mit dem Zoom zu spielen. Das hat schon eine Vorgeschichte.

Wenn ich Videos vom im Kreis fahren ohne Zoom aufgenommen hatte, hatten diese Videos den Nachteil, dass ich am kamerafernsten Punkt der der Bahn nur sehr klein zu sehen war und in Kameranähe waren fast nur die Stiefel abgebildet.

Hier zwei Beispiele. Sollten anstatt Videos nur Gebetsmühlen bzw. Ladeschnecken zu sehen sein, bitte auf Youtube klicken.

26.3.2022 Link zum Post

 

9.8.2022 Link zum Post

Einmal machte ich am Spatzennest einen Versuch mit Zoom. Das sah dann besser aus.


24.12.2022 Link zum Post

Zuerst wollte ich heute wieder aus dieser Perspektive schräg von oben aufnehmen, aber die Handyhalterung stand auf der Mauer nicht stabil. Deshalb probierte ich es vom Boden aus.


Ein erster Test mit 3-fach Zoom


Bei sechsfachem Zoom ist der Effekt noch deutlicher. Der Zoom zerrt die Kreise zu einer Ellipse auseinander. Seitlich wird gedehnt, in die Tiefe gestaucht. Der Größenunterschied zwischen nah und fern ist nur noch gering. Allerdings leidet die Bildqualität deutlich unter dem höheren Zoom.

Ich fuhr heute wieder eine halbe Stunde. 


29.5.23

Eine halbe Stunde Einrad zum Pfingstmontag

In der Nacht nach der letzten Fahrt hatte ich den Parkplatz am Spatzennest mit anderen Geräten genutzt. Zur Zeit ist in der Galaxie M101 eine Supernova zu sehen. Aus Bequemlichkeit testete ich den Parkplatz als Beobachtungsplatz. Seit die Kita die Außenbeleuchtung nicht mehr die ganze Nacht hindurch eingeschaltet ist, gibt es dort überhaupt keine Wegebeleuchtung mehr und es ist schön dunkel. Das Licht von den umliegenden Wohngebäuden hält sich auch in Grenzen. 

Links ist die Kamera, eine Sony 𝛼7 II und rechts ein Fernrohr für die visuelle Beobachtung.


Die Aufnahme gelang. Die Supernova ist mit dem roten Kringel markiert. Schräg darunter ist das Zentrum der Galaxie zu sehen. Sie ist etwas mehr als 20 Mio Lichtjahre entfernt.

Über Pfingsten kam ich zunächst nicht zum Einrad fahren. In Altenburg war recht viel los. Am Freitag spielte Stern Meißen in der Brüderkirche, am Sonnabend gab es interessante Veranstaltungen zur langen Franz Liszt Nacht und am Sonntag war der Garten dran. 

Heute hatte ich am Abend wieder eine Gelegenheit, mich aufs Einrad zu setzen. 18:44 fuhr ich los, um am Spatzennest herumzufahren.

Zu Beginn nahm ich ein Video aus der Perspektive wie am letzten Donnerstag auf. Als Zusatz legte ich einen Slalom mit Steinen aus. Die Kombination aus den beiden Gefällen und dem Slalom dazwischen fühlte sich schön an. Sollte es nicht im Blog angezeigt werden, bitte auf Youtube klicken.

Eine kurze Pause. Das Wetter war mit 20°C und leichtem Wind sehr angenehm. Zum ersten mal seit der Gartenfahrt vor zwei Wochen hatte ich mal wieder eine Hose ohne Sitzpolster an. Bei den kurzen und holperarmen Fahrten am Spatzennest ist sie wegen des besseren Gefühls für den Sattel vorteilhaft. Dem angenehmen Sitzen tut das keinen Abbruch.

Später nahm ich den südwestlichen Zugang zum Spatzennest auf. Das hatte ich bisher immer von der Straße aus gemacht, heute mal vom anderen Ende.

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren.


24.5.23

Wieder Parkplatzrunden

Seit Monaten haben wir ungefähr im Wochentakt stark schwankende Temperaturen. Das hängt mit dem Mäandrieren des Jetstreams zusammen. Heute ist ein mit 14°C vergleichweise kalter, aber sonniger Tag. Der nasskalte Wind von Gestern hatte sich gelegt. So war bestes Einradwetter. Viel hatte ich allerdings nicht vor, weil in der Galaxie M101 eine Supernova ausgebrochen ist, die auch mit kleinen Fernrohren zu sehen ist. Heute wird es hier die erste klare Nacht seit dem Ausbruch geben und ich möchte die Supernova beobachten.

So entschied ich mich für Parkplatzrunden am Spatzennest. Kurz vor 18:30 fuhr ich los. 

Zwischendurch nahm ich mal ein kurzes Video vom Fahren zwischen zwei geneigten Stegen auf. Sollte es nicht im Blog angezeigt werden, bitte auf Youtube klicken.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Minuten fahren. Weil es sich bei dem Wetter angenehm anfühlte, wurde dann doch noch eine halbe Stunde drauß.

16.5.23

Spatzennest und Wald kombiniert

Kurzfristig war Esperanto ausgefallen. Für die plötzlich gewonnene Zeit wog ich zwischen drei Alternativen ab: Steuererklärung fertigmachen, Einkaufen oder Einrad fahren. Da die Zeit nicht für die ersten beiden verplant war, entschied ich mich für das, was den meisten Spaß macht, also das Einrad.

Das Wetter hatte eine gewisse Besonderheit. Kalendarisch waren die Eisheiligen gestern mit der Kalten Sophie zu Ende gegangen. Heute war es aber noch etwas kühler geworden. Am Abend wurde daraus vorzügliches Einradwetter, 14°C und zeitweilig Sonne bei dünner Wolkendecke. 

Ich hatte zunächst keinen Plan, wohin ich fahren sollte. Bei der Kühle bot es sich an, mal wieder eine Hose mit Sitzpolster anzuziehen. Außerdem zog ich die engen Black Forrest Stiefel an, die ich zwei Monate nicht mehr an hatte. Für die Kurven am Spatzennest waren die gleichhohen Dafna auch am besten geeignet. Dazu nahm ich das Einrad mit dem schmalen Reifen. Ein Kompromiss: Ein schmaler Reifen der gut für Kurven geeignet ist und steifere Stiefel, mit denen sich auf holprigen Waldwege gut fahren lässt.

18:04 stieg ich draußen auf.


(Sollten die Videos nicht im Blog angezeigt werden, bitte auf YouTube klicken. )

Zunächst fuhr ich einen Slalom um Steine am Spatzennest. Die Steine hatte ich mit Absicht in einem Bogen gelegt, um an Ende besser bei der Mauer wenden zu können. Die Black Forrest erwiesen sich als sehr gute Slalomstiefel.

Nach zwölf Minuten war mir danach, in den Wald zu fahren.

Kurz vor der Abfahrt warf ich noch einen Blick auf die Wiese. Für einen No Mow May hat es nicht gereicht, aber immerhin wurden Teile der Wiesen stehen gelassen. Das Bewusstsein für Naturschutz scheint bei den Behörden zuzunehmen. 

Auf der Paditzer Straße bog ich ab, um unter der Brücke über die Umgehungsstraße ein paar Kreise zu drehen.


 Dabei hatte ich die Idee, mit Zoom aufzunehmen, damit die Größenunterschiede zwischen nahem und fernen Teil des Kreises nicht so groß werden. Das hochkant aufzunehmen, war nicht wirklich durchdacht.


Wie der Ausschnitt zeigt, wäre Querformat besser gewesen oder ich muss lernen, die Kreise deutlich enger zu fahren. Die Gabelung ist etwas uneben, weshalb ich hier mehr Kurvenradius brauche, als am Spatzennest.

Auf der Rückfahrt fiel mir ein, dass ich die Steine der Slalommarkierungen nicht in die Drainage zurückgelegt hatte. Daraus wurde der Plan, den Slalom nochmal zu fahren. Danach machte ich eine kurze Pause auf der Mauer. Fünf der sieben Steine sind noch zu sehen. 

Nach dem Einsammeln der Steine war ich 50 Minuten mit dem Einrad draußen. Um die Stunde voll zu machen, fuhr ich noch zwischen den beiden Rampen hin und her. Das machte mit den Black Forrest Spaß, weil sich damit das Einrad beim Hochfahren aus der Kurve heraus sehr gut beschleunigen lässt.


 


 

14.5.23

Gartentour

In den letzten Monaten hatte ich keine Einradtouren durch den Wald gemacht, weil durch häufigen Niederschlag die Wege verschlammt waren. Später kam eine Baustelle hinzu, die den Weg zum Wald mehrfach unterbrach. Diese Unterbrechungen sind nun beseitigt.

Im Garten gab es noch Unkraut zu jäten. In der letzten Zeit waren trockene Waldwege zu erwarten. Deshalb bot es sich an, mit dem Einrad hinzufahren. In der vergangenen Nacht gab es zum ersten mal seit Corona in wieder einmal die Kneiptour, das Altenburger Kneipenmusikfestival. Davon war ich noch etwas müde und erwog, den Bus zu nehmen.

14:45 setzte ich mich dann doch aufs Einrad. So war mir auch ein bequemer Sitzplatz sicher. Entgegen der üblichen Gewohnheit fuhr ich mit dem Einrad mit schmalem Reifen in den Wald. Das war teilweise recht holprig, Den Reifen hatte ich auf 4,6 Bar aufgepumpt. Damit blieb das Einrad nicht an den Steinen hängen, sondern hüpfte drüber. Zudem ist es mit dem schmalen Reifen wendig. Auch war die Müdigkeit wie weggeblasen. Ich fühlte mich wohl und auch dem Hinweg zum Garten geht es überwiegend bergab.

Ich wurde nirgends durch Verkehr oder Hindernisse zum Absteigen gezwungen und konnte so von zu Hause bis zur Gartenanlage durchfahren, wofür ich 23 Minuten brauchte.

Im Garten stellte ich das Einrad an einer Hecke ab.

Danach schaute ich nach den Knoblauchsrauken. Die hatte ich am vorigen Wochenende vom Wald an eine schattige Stelle im Garten umgesetzt. Danach hingen alle Blätter herunter. Einige haben sich in der Zwischenzeit wieder aufgerichtet. Das Experiment scheint zu klappen.
Dann stand der Stiefelwechsel an. Die grauen Stiefel hatte ich bis Ende 2021 noch gelegentlich zum Einrad fahren benutzt. Für Bilder im Dunkeln waren sie vorteilhaft. Nun sind sie in der Laube und zur Gartenarbeit da. Mit den dicken Sohlen sind sie gut für Spaten und Grabegabel geeignet. Die schwarzen Dafna kann ich auch nicht bei der Gartenarbeit verschleißen. Sie sind für mich wertvoll, weil nicht wiederbeschaffbar.
Ein zweites Wildkräuterexperiment läuft mit Gundermann-Pflänzchen zwischen vorhandenem Labkraut. Das Zeug schmeckt würzig. Im Wald wächst der Gundermann am Wegesrand zwischen Bismarckturm und Großem Teich.
Schöllkraut ist in der Gartenanlage wild verbeitet. Dieses Kraut hilft bei Verdauungsproblemen.
Das Ergebnis des Jätens: Bahndammpest (auch Goldrute genannt) und Berufskraut. Beide sind sehr aggressive, invasive Neophyten und müssen raus. 

Kurz vor 17 Uhr tauschte ich wieder die Stiefel und machte mich auf den Heimweg.


Um die Zeiten, in denen das Einrad bergauf geschoben werden muss, zu verkürzen, nehme ich Umwege in Kauf. So bleibt das Verhältnis zwischen bequemen Sitzen und Gehen günstig. So fuhr ich von der Gartenanlage aus am Südbad und dem Märchenbrunnen vorbei und kam zu diesem Feldweg. Hier musste ich das Einrad bis zum Wald schieben. 

Dort stieg ich wieder auf. Ich erwartete nicht, den Anstieg bis zum Bismarckturm zu schaffen, weil die Arbeit Kraft gekostet hatte und die weichen Dafna-Stiefel weniger die Trittstärke unterstützen, als die engeren und steiferen Black Forrest. Es klappte trotzdem. Vielleicht hatte es einen Einfluss, dass das Fahren mit schmalen Reifen weniger Energie verbraucht.


An der Zwickauer Straße musste ich verkehrsbedingt absteigen und machte danach ein bis zwei Minuten Pause auf dem Schlagbaum.

Danach ging es überwiegend bergab. Der Weg zwischen Zschechwitzer und Paditzer Straße ist die extremste Schotterpiste der gesamten Strecke. Hier blieb ich dann doch noch an einem Stein hängen und musste absteigen. Danach konnte ich bis nach Hause durchfahren. Gegen 17:30 kam ich an.
 

6.5.23

Slalom im Mai

Die Tage um das letzte Aprilwochenende konnte ich nicht für das Einrad nutzen, weil der Garten viel Zeit brauchte. Inzwischen begannen die Kastanien zu blühen. Das ist schön anzusehen, verursacht bei mir aber erhöhten Verbrauch an Taschentüchern und gerötete Augen.

Heute lohnte es sich wegen einer Feier am Nachmittag nicht, in den Garten zu gehen. Gestern Abend und heute früh hatte es geregnet und so war auch kein Gießen nötig. So blieb um Mittag mal etwas Zeit, mit dem Einrad am Spatzennest herumzufahren.


11:30 Uhr war ich draußen. Da scheint die Sonne noch quer zur Straße. Deshalb nahm ich zu Beginn einen Slalom von der entgegengesetzten Richtung zu sonst auf. Das hat den Vorteil, dass ich das Handy an der Bordsteinkante aufstellen kann und nicht irgendwo mitten auf der Straße. Wegen Spiegelungen auf dem Display ließ sich nicht erkennen, wohin das Handy filmt. Deswegen stimmt die Ausrichtung nicht. 

Wenn nach dem Klicken auf ein Video nur eine "Gebetsmühle" oder "Ladeschnecke" zu sehen ist, bitte auf "YouTube" klicken. Dann klappt es.

Bei einer Pause sah ich mir das Video an und sah das Problem. Deshalb wurde ein weiterer Versuch nötig. Zuvor freute ich mich noch darüber, dass die Wiese noch nicht gemäht war. In Nord sind sie schon durch. Zur Zeit gibt es einen Paradigmenwechsel. Bisher wird oft Anfang Mai gemäht, so kurz, dass es fast schon ein Pflügen ist. Damit soll der Rasen besonders dicht werden. Seit das Bewusstsein für das Insektensterben da ist, wird das Gegenteil populär. Man soll die Wiesen im Mai stehen lassen. No Mow May. Ähnlich ist es bei der Beleuchtung. Bis vor kurzem galt sie als Zeichen von Wohlstand und deswegen ließ man sich nich lumpen und beleuchtete, was der Geldbeutel hergab, sogar den Himmel. Das Bewusstsein ändert sich hier auch allmählich.

Ich nahm dann noch ein zweites Video auf. Hier stimmt die Ausrichtung und die Bewegungen sehen in Bisschen anmutiger aus.

Heute verbrachte ich eine halbe Stunde auf dem Einrad.

26.4.23

Bildmaterial aus 2008 aufgearbeitet

Ich habe jetzt das Label Rückblicke angelegt. Unter diesem veröffentliche ich altes Material, entweder zum ersten mal oder in besserer Qualität. Die vergleichsweise schlechte Qualität mancher Videosclips und Bilder aus alten Posts in diesem Blog sind u.a. der schlechteren Technik und Rücksichtnahme auf geringe Bandbreiten geschuldet. Das betrifft auch das Video im Post vom 23.2.2008. Dieses hatte ich damals sehr komprimiert hochgeladen. Die Originale habe ich noch auf der NAS. Mit Hin- und Herkonvertieren, Zerschneiden und Zusammenfügen ließ es etwas drauß machen, was besser aussieht, als das Video von damals.


Aufgenommen hatte ich das damals mit einer billigen Aiptec-Kamera mit S-VHS-Auflösung. Das sind 546 x 576 Pixel oder so. Weit entfernt von HD oder noch extremeren Sachen, aber deutlich besser, als im Post von 2008.

Im Video ist das Ende eines wunderschönen schmalen, kurvenreichen Weges zu sehen. Mit dem Fahrrad habe ich auf solchen Wegen Probleme, weil ich nicht räumlich sehen kann und dewegen nicht gut von weitem feststellen konnte, ob ich zwischen zwei Bäumen durchpasse.Auf dem Einrad kann ich mich durch Anziehen der Schultern sehr dünn machen. 

 Sehr schön fühlte sich das Ende an, zwischen zwei Bäumen hindurch zu fahren und über einen Huckel und eine flache Böschung auf einen breiten Weg abzubiegen. 

Im vorigen Jahr war ich noch einmal dort. Diese schöne Stelle gibt es nicht mehr. 

Mit Software von Topaz versuchte ich, Einzelbilder zu gewinnen. Damit wurde zwar nichts reales aus nicht vorhandenen Daten gewonnen, aber sie sehen realistisch aus, besonders beim Laub und den Baumstämmen.

Hier bin ich gerade zwischen zwei Bäumen hindurch gefahren und fahre den kleinen Huckel beim Lenken herunter.


Hier bin ich etwa ein halbes Rad, also ca. 35 cm weiter unten.

Eine zweite Serie mit geänderter Kameraeinstellung.


Und weil es Spaß machte, nochmal.

Hier erzeugte Topaz aus dem schlechten Material besonders viel realistisch Erscheinendes. Das Bild ist 15 Jahre alt und die Stiefel ziehe ich immer noch gerne an, wenn ich mit dem Einrad fahre.

Beim Verlassen des Huckels habe ich von der Beschleunigung etwas Rücklage. Darum musste ich mich nicht kümmern, weil dir Ebene nah war.

Zum Schluss ein Ergleich. Hier die Bearbeitung ...

 und hier das Original