10.11.18

Bei bestem Wetter Auensee umrundet

Der Monat November steht für nasskaltes Wetter. Der November 2018 präsentiert sich bisher nicht so. Heute zeigte er sich mit einem wunderschönen, milden Sonnenwetter. Die Wege waren trocken und so war es heute wunderbar, im Leipziger Auwald Einrad zu fahren. Nach dem Mittagessen fuhr ich los. Auf dem Weg zum Wald kam ich ohhne verkehrsbedingte Abstiege schnell voran. Zunächst hatte ich vor, zu den Lachen an der Waldspitze zu fahren.
Die Wege im Waldinneren waren mit Laub gepolstert. Das war schön bequem, barg aber das Risiko, an einem laubbedeckten Stein oder Loch hängenzubleiben. Auf dem Heuweg waren viele Radfahrer unterwegs, alle in westliche Richtung. Sie wollten offesichtlich zu Chemie. Weil alle in eine Richtung fuhren, verursachte das Gewusel keinen Stress.


Bald erreichte ich den fast laubfreien Radweg an der Gustav-Esche-Straße.


Auf der Nahlebrücke machte ich die übliche kurze Pause. Die Uferbäume zeigten sich herbstlich bunt.



Im Unterschied zur letzten Fahrt wieder eine Mauer da, durch die sich meine besondere Pausensitzweise besser machen lässt.
In der letzten Zeit hatte ich nach der Pause die Straße stets überquert. Früher hatte ich sie manchmal an der Brücke ohne Fluss unterquert, was etwas anstrengender ist. Heute war ich besonders leicht hergekommen und hatte mittags nichts Plättendes gegessen. Das hielt ich für eine gute Gelegenheit, die Unterquerung mal wieder zu machen. Besonderheit dabei ist, dass ich unter der Brücke den Kopf einziehen muss.
Vor dem Abbiegen entschied sich mich spontan, zum Auensee weiter zu fahren und diesen zu umrunden.


Blick von der Brücke über die Luppe

Brückenselfie

Wenig später erreichte ich den See. Dort war viel los. Die Gaststätte und Imbissbuden hatten geöffnet. Die Parkeisenbahn fuhr.
Am Südufer ist es am schönsten. Man kann zwischen dem Hauptweg und schmaleren Uferwegen wechseln. Die schmalen Wege sind schöner, aber der Hauptweg bietet bei Menschenansammlungen mehr Platz. Am Nordufer wird es stellenweise eng. Dort befindet sich der Bahnhof der Parkeisenbahn. Das letzte Stück am Westufer ist geteert, aber ungleichmäßig. Solche Strecken mag ich nicht, weil sich das Überfahren der vielen Kanten auf dem Sattel unangenehm anfühlt.


 Nach etwas mehr als zehm Minuten hatte ich den See umrundet und wieder den Radweg erreicht. Auf der Brücke ohne Fluss machte ich einen kurzen Halt. Dort unten wäre ich weitergefahren, hätte ich nicht kurzfristig das Fahrtziel geändert.

Die Brücke mit dem Einrad drauf. Um Irritationen zu vermeiden: Ich hatte mich vor dem Foto gegen die Fahrtrichtung gedreht.

Die Heimfahrt verlief danach weiterhin bequem und das Einrad ließ sich leicht fahren. Zwischendurch legte ich die Hände hinten auf dem Sattel ab und bemerkte, dass Erschütterungen und dadurch verursachte leichte Neigungsänderungen mit den Fingern deutlicher zu spüren waren, als mit dem Gesäß.

Auf vollständig mir Laub bedeckten Wegen hatte ich heute bisher darauf verzichtet, während der Fahrt zu fotografieren. Verdeckte Steine oder Löcher hätten zu unfreiwilligen Abstiegen führen können. Hin und wieder hatte ich auch einen Schlag von so einem Hindernis verspürt, was jedoch immer folgenlos blieb. Der unbefestigte Teil der Friesenstraße war trotz Laubdecke so eben, dass ich solche Rücksichten nicht nehmen musste.
Nach dem Verlassen des Waldes hatte ich mit den Blechlemmingen wieder Glück und musste nicht verkehrsbedingt absteigen.

7.11.18

Goldener Herbst in Altenburg



Heute verbrachte ich einen freien Tag in Altenburg. Beim Blick aus dem Fenster zeigte sich der goldene Herbst. Ein Bisschen Zeit war für das Einrad da und es wäre Frevel gewesen, nicht zu fahren.
13:13 fuhr ich los. Zu der mittagsschlafenen Zeit war erstaunlich viel Bewegung auf Straßen und Gehwegen. Deshalb kam ich nicht ohne einmal abzusteigen bis zum Wald durch. Im Wald waren die Wege durch freiliegenden Schotter recht holprig und die Fahrt war etwas anstrengend. Hinwärts ging es zudem meist leicht bergauf. Gut, dass ich trotz des sommerlichen Wetters Stiefel angezogen hatte.
Ich fuhr durch den Wald bis zur Zwickauer Straße.
 
Dort machte ich eine Pause auf dem Schlagbaum. Wie in Leipzig auf der Nahlebrücke probierte ich mal die Sitzmethode mit dem rechten Bein über dem Sattel. Das ist hier nicht so einfach, weil beim Trittnach hinten das Rad nicht an einer Mauer stoppt, bevor ich den Fuß auf den Reifen gesetzt habe.
Der Trick war dann, den linken Fuß nicht auf die Pedale zu stellen, sondern auf die Nabe.
 So sah es von der Seite aus ...
 ... und so von vorn. Es sitzt sich hier jedoch bequemer, wenn ich beide Füße auf den Pedalen habe.


Im Wald waren die Bäume wunderschön bunt. Auf der Rückfahrt hatte ich mehr Gelegenheit, das zu genießen. Es ging leicht abwärts und das Fahren auf dem holprigen Untergrund fiel nun leicht. Ich konnte mich nun wie bei der letzten Fahrt auch wieder darauf konzentrieren, wie sich Sattel und Stiefel beim Fahren anfühlen. Durch das andere Sitzpolster in der Hose fühlt sich der Sattel etwas härter an. Dafür sind die Stiefel sehr weich, wodurch der Stützeffekt für die Fußgelenke geringer ist. Die Schäfte sind ziemlich hoch und berühren beim Sitzen die Oberschenkel. Je nach Belastung fühlt sich das etwas anders an.
Kurz vor Verlassen des Waldes musste ich nochjmal absteigen, um einen Traktor vorbeizulassen. Dann kam ich ohne weitere Unterbechungen nach Hause. Die Fahrt dauerte etwas mehr, als eine Dreiviertelstunde.

31.10.18

Feiertags zum Schlosspark Lützschena

Zum Reformationstag gab es nach ein paar nasskalten Tagen sonniges Wetter, dass sich für eine Einradtour anbot. Als Ziel hatte ich den Schlosspark Lützschena vorgenommen.



Am Waldeingang waren die Wegeverhältnisse sehr gut. Deshalb konnte ich auf energiesparendes Fahren achten. Dabei muss ich darauf achten, dass möglichst viel Körpermasse vom Sattel getragen wird. Das ist mit dem Gesäß gut zu fühlen. Außerdem achte ich darauf, wie es sich in den Stiefeln anfühlt. Trete ich leicht und gleichmäßig auf die Pedalen? Die Leichtigkeit spüre ich an den Füßen, Ungleichmäßigkeiten sind an den Bewegungen der Schäfte fühlbar. Sattel und Stiefel fühlen sich bequem an. Eine schöne Übung. Beliebig lange lässt sich das nicht machen, denn nach ungefähr einer Dreiviertelstunde fängt der Sattel an zu drücken. Hier war ich aber noch am Anfang der Tour.

 Nach einer knappen halb Stunde machte ich eine Pause an der Gustav-Esche-Straße.





Zur Brücke über die Luppe fuhr ich einen Umweg durch die Burgaue. Dieser Umweg fährt sich wesentlich bequemer, als der Weg am Ufer und ich muss nicht an der Brücke absteigen.
Wenige Minuten später überquerte ich die Brücke und erreichte nach einem kleinen Stück Dammweg die Einfahrt in den Schlosspark. Im Park fuhr ich auf einem wunderschönen, kurvenreichen Weg weiter. Habe ich einen solchen Weg einmal als sicher, also ohne Wurzeln und Löcher, erkannt, kann ich mich auch hier darauf konzentrieren, wie sich Sattel und Stiefel anfühlen. Hier gibt es ein völlig anderes Fahrgefühl, als beim energiesparenden Fahren, das dynamische Sitzen. Das Gesäß ist häufig in Bewegung. Beim Hineinfahren in eine Kurve beschleunige ich das Einrad. Durch das Treten wird der Sattel etwas entlastet. Außerdem bewege ich mich etwas seitlich auf dem Sattel. In der Kurve habe ich dann wieder mehr Masse auf dem Sattel. Interessant fühlen sich auch kleine Huckel an. Hochwärts muss ich kräftiger treten, der Sattel wird entlastet. Oben sitze ich wieder mit maximaler Masse auf dem Sattel und freue mich, dass das Einrad sich wieder leicht fährt. Geht es wieder bergab, werde ich beim Übergang in die Waagerechte kurz in den Sattel gedrückt. Auch in den Stiefeln fühlt sich das Fahren nun anders an. Beim Übergang in einen kräftigen Tritt biegt sich der Fuß etwas oben. Die Belastung wird teilweise vom Fußgelenk über den Schaft ans Schienbein weitergeleitet. Bei langen Schäften meiner Stiefel verteilt sich das gut und der Andruck ist sanft. Auch bei dieser Fahrweise fühlen sich Sattel und Stiefel bequem an, nur anders. Wenn ich das lange mache, ermüdet nicht das Gesäß, sondern die Anstrengung ist in den Beinen zu spüren.
Energiesparendes Fahren und dynamisches Sitzen ergänzen sich. Ersteres ermüdet das Gesäß, aber die Beine können sich ausruhen. Letzteres ist angenehm für das Gesäß, strengt aber die Beine mehr an. Bietet die Tour abwechselnd beides, fühlt sich das Fahren lange angenehm an.



Den Abstieg nutzte ich für eine kleine Pause auf der Brücke. Der Graben mit dem kleinen Wehr sieht recht idyllisch aus.


Die Brücke mit dem Einrad drauf
Stiefel auf Pedale: Die dünnen, weichen Gummisohlen machen sich gut auf den Pedalen. Das Gefühl für die Pedale ist gut und die Pins drücken sich in den Gummi, so dass die Haftung gut ist. Gerate ich doch mal ins Rutschen, gibt der Absatz Halt. Muss ich doch einmal runter, ist der Absatz flach genug, um nicht beim Absteigen zu stören.
Das Wegesystem im Park ist etwas verwirrend. Ich wollte direkt zum Pavillon fahren, bog aber falsch ab und kam auf einen Weg, der es in sich hatte. Es ging leicht bergauf, feuchtes Laub und Wurzeln bedeckten den Weg. Über ein paar Wurzeln kam ich hinweg. Dann blieb ich an etwas Laubbedeckten hängen. Das Rad drehte durch und ich konnte nicht ordentlich abspringen. Der Fuß war zu weit unten und der Oberkörper zu schnell. So musste ich mich mit den Händen abstützen. Das tat nicht weh, aber den nicht gestandenen Abstieg muss ich als Sturz werten. Laut Blog der erste seit April 2016. Einradfahren ist ziemlich ungefährlich.



Ich fuhr zurück auf den richtigen Weg. An der nächsten Brücke war das Gewässer mit Entengrütze bedeckt. Auf der grünen Unterlage hat sich buntes Herbstlaub verteilt. Ein schöner Anblick.




Wenig später erreichte ich den Teich mit Pavillon. Der Uferweg fährt sich sehr schön. Das Ziel Schlosspark Lützschena hatte ich ausgewählt, weil ich angenommen hatte, dass bei dem schönen Feiertagswetter (Sonne, 13°C) am Rand von Leipzig alles überlaufen sein wird und der etwas abgelegene Park würde menschenleer sein. Das erwies sich als Irrtum. Auf den schmalen Wegen ist es schwierig, auszuweichen. Die Leute waren aber durchweg gut drauf und ließen mich nach einer Bitte durch, falls sie nicht schon vorher das Rollgeräusch vernommen oder mich gesehen hatten. So musste ich manchmal sehr langsam fahren, aber nicht absteigen. Ich nahm mir vor, so lange den Teich zu umrunden, bis ich einmal ohne Langsamfahrstelle herumkommen. Ich brauchte mehrere Runden, bis es es klappte. Allerdings musste ich in dieser Runde einmal beschleunigen, um eine schwindende Lücke zwischen zwei Personengruppen zu nutzen, die sich aufeinander zubewegten.
Beim Herausfahren aus dem Park erwischte ich wieder einen falschen Weg, fuhr an ungewöhlichen Bauwerken und Kunstwerken vorbei. Das war alles wunderschön, auch vom Fahrerischen her. Schließlich gelangte ich wieder auf den Weg, auf dem ich eingangs gestürzt war. Nun ging es jedoch bergab. Da kann eigentlich nichts passieren und ich kam problemlos zur Brücke.





An der Absperrung musste ich wieder absteigen. Da fiel mir an zwei Bäumen Moos auf, das isoliert relativ hoch am Stamm wuchs. Beim Aufsteigen spürte ich dann, dass die Fahrerei Kraft gekostet hatte. Ich brauchte drei Versuche oder so. Nachdem ich dann endlich wieder auf dem Einrad saß, nutze ich schon die geraden Abschnitte des kurvenreichen Weges zum Ausruhen.
Auf der weiteren Heimfahrt nutzte ich dann vorwiegend Wege, auf denen ich mich während der Fahrt ausruhen konnte. Nach zwei Stunden kam ich wieder zu Hause an.

10.10.18

Sommerwetter im Oktober

Nach einer kurzen nasskalten Phase Anfang Oktober ist das sommerliche Dürrewetter zurückgekehrt und brachte beste Bedingungen zum Einradfahren. Heute machte ich zeitig Feierabend und saß schon  16:50 auf dem Einrad. Bei ca. 22°C ging es mal wieder ohne Jacke.



An der Hans-Driesch-Straße


Im Wald regnete es Eicheln. Oft knackte es, wenn ich über sie fuhr. Die Fahrt fiel ansonsten sehr leicht. Die Wegeverhältnisse waren sehr gut. Obwohl ich heute wieder die schwereren alten Stiefel angezogen hatte, war ich ziemlich leicht, weil ich in der letzten Zeit versehentlich abgenommen habe. Solche Masseverluste machen sich auf dem Einrad bemerkbar, weil es nur mit einer kleinen Fläche den Boden berührt.



An der Brücke der Gustav-Esche-Straße nahm ich während einer Pause dieses Bild auf.


Vom fahrenden Einrad aus machte ich kurz nach der Pause diese Aufnahme von der Nahle. Die Fahrt dauerte etwas mehr, als eine Stunde.

28.9.18

Freitags zur Burgaue

Heute hätte ich in Altenburg sein müssen, doch der Leipziger Hauptbahnhof ist zur Zeit gesperrt und die Fahrt mit SEV bis Böhlen dauert ziemlich lange. Deshalb habe ich es vorgezogen, in Leipzig zu bleiben.
Das bot Gelegenheit für eine Tour mit dem Einrad. Ich hatte schon öfters darauf hingewiesen, dass ich gerne mit Gummireitstiefeln fahre. Damit fällt mir das Fahren leicht, sie sind bequem und schützen gut vor Schmutz und Blessuren bei unfreiwilligen Abstiegen. Dabei wird das Angebot in Schuhgröße 46 immer knapper. Zu Dafna Smart (Altenburg) und Black Forrest (Leipzig) hatte ich keine Angebote mehr im Netz gefunden und mir zur Reserve ein Paar USG Happy Boot zugelegt. Die testete ich heute. Sie sind bequem wie die anderen, aber federleicht und so auch am Boden angenehm zu tragen. Die vergleichsweise kurzen Schäfte erhöhen die Gefahr, dass oben Schmutz eindringt, was dadurch angemildert wird, dass die Öffnungen oben sehr eng sind.
Beim ersten Aufstieg bekam ich das linke Bein mit dem federleichten Stiefel leicht hoch, hatte aber eine Problem, dass das Profil beim Zurechtrücken des Fußes störte.  Das bedeutet in der Tendenz mehr Fehlversuche, die aber weniger stören, weil sie weniger Kraft brauchen, als mit schweren Stiefeln.
Die Fahrt verlief dann angenehm. Ich fuhr zunächst eine leichte Strecke zum Heuweg. Dort wird an den Gleisen gebaut. Ein Grund für die Sperrung des Hauptbahnhofs. Schließlich erreichte ich die Nahlebrücke und machte dort eine Pause, von der die ersten Bilder stammen.

Im Vergleich zu älteren Bildern von gleicher Stelle ist zu sehen, dass die Stiefel etwas niedriger und enger sind.
Hier ist es evtl. noch deutlicher. Die Waden stecken fest in den Stiefeln, was zunächst nicht unangenehm ist.
Ich setzte dann wieder die Füße auf die Pedalen, machte noch ein Brückenselfie und fuhr weiter westwärts.
Ich hatte drei Monate keine Videoschnipsel von Aufstiegen o.ä. gemacht. Heute probierte ich das kurz am Wehr, um zu sehen, wie es mit den anderen Stiefeln aussieht. Sonderliche Unterschiede gibt es nicht.
Ich nehme den Sattel zwischen die Beine, ...
... setze den Fuß auf die rechte Pedale, ...
... nehme Schwung und ...
... stoße mich ab.
Der Weg lag im Schatten. Deshalb sind in den bewegten Stellen die Unschärfen groß.
Als ich mich oben anschicke, die linke Pedale zu suchen, ist der Stiefel kurzzeitig in  Ruheposition, ...
... auch nach dem Aufsetzen auf die Pedale nach einmal.
Das Rad pendelt nach vorn durch und kommt zum Stillstand. Auch die Stiefel sind in diesem Moment entspannt.
Nach einem Zurückpendeln habe ich eine gute Anfahrposition erreicht. Das Einrad ruht einen Moment und mit einem Tritt auf die rechte Pedale geht es gleich los.
Ansonsten ist auf diesem Bild gut zu sehen, dass der Viscount-Sattel relativ lang ist. Das hat die Vorteile von mehr Führungsmöglichkeiten und dass ich mich immer mal anders hinsetzen kann. Ein angenehmer Sattel ist für eine genussvolle Fahrt mindestens so wichtig, wie bequeme Stiefel.
Nun fährt das Einrad.


Der Videoschnipsel, aus dem die Bilder stammen

Danach fuhr ich noch in der Burgaue herum, um zu testen, wie sich die leichten Stiefel auf Holperstellen, insbesondere unerwarteten, machen. Mit Turnschuhen habe ich auf solchen Untergründen Probleme. Ich musste nicht einmal absteigen, außer in einem Fall, wo ein Weg in eine Wiese überging. Dort hätten wohl schwerere Stiefel auch nichts genützt. 

Kurz vor Verlassen der Burgaue machte ich eine kurze Pause auf einer Brücke und fuhr dann heimwärts. Die Reservestiefel hatte sich als brauchbar erwiesen. Lediglich das Ausziehen hinterher war bei den engen Schäften mühselig.

13.9.18

Spontan ans Elsterbecken

Nach einem Lehrgang hatte ich ungewöhlich zeitig Feierabend und ich entschloss mich spontan für eine Einradfahrt. Günstig war auf das Wetter. Nach 30°C gestern war die Temperatur auf 17°C gefallen.
Ziel war der "Elementeplatz" am Ostufer des Elsterbeckens bei der Brücke am Sportforum Nord. Dieser Platz war einige Zeit gesperrt und ich hatte vor, nachzusehen, wie es jetzt dort aussieht.
Die Fahrt verlief ruhig und unbeschwert.  Auf den Wegen gab es kaum Besonderheiten zu sehen. Es fiel nur auf, das der Bahndamm von Drüsigem Springkraut und Goldrute befreit worden ist.



Bald erreichte ich die Luppebrücke. Schattenseite des kühlen Wetters war Dunkelheit durch dichte Bewölkung.


Wenige Minuten später erreichte ich den Elementeplatz. Er ist wieder frei. Ein Versuch, zu fotografieren, ging weitgehend schief. Bei angezeigten 25% Ladung brach der Akku beim Fotografieren zusammen. Dabei entstand ein seltsames Gemisch aus der aktuellen Aufnahme und zwei Teilen eines Katzenfotos und einem grauen Streifen.

Die Rückfahrt verlief ohne Besonderheiten.

14.8.18

Wieder mit Stiefeln

Leichter Regen hatte heute Nachmittag Abkühlung gebracht. Als ich um 18:30 losfuhr, zeigte das Thermometer noch 21°C. Es schien zwar wieder die Sonne, aber zum Abend nicht mehr so intensiv, wie bei der Fahrt am Sonntag am frühen Nachmittag. Unter diesen Bedingungen gönnte ich mir eine Fahrt mit Stiefeln, die bequemer sind, als Turnschuhe, sicherer auf den Pedalen stehen und ein wendigeres Fahren ermöglichen.
Beim Aufsteigen hatte ich zunächst zwei Fehlversuche, wohl weil ich die am Boden schweren und steifen Stiefel lange nicht mehr getragen hatte. Das Fahren damit war dann aber gleich wieder sehr schön, bequem und leicht.
Ich fuhr die gleiche Strecke zum Heuweg, wie bei den letzen beiden Fahrten in  den Leipziger Auwand und hängte noch einen Kringel zur Brücke der Gustav-Esche-Straße über die Nahle dran. An dieser Brücke kam ich 19:02 an. Für Vordringen die Nahle entlang Richtung Westen war da keine Zeit mehr. Vor der Rückfahrt machte ich, wie oft, auf der Brückenmauer eine Pause.


Das die Mauer die gleicher Höhe wie der Sattel liegt, ist praktisch. Man kann leicht vom Sattel auf die Mauer rutschen und zuück. Man kann ein Bein auf dem Sattel ablegen (rechts) oder beide Füße auf Teile des Einrades abstellen (links).
Zur Brücke war ich auf dem Radweg an der Straße gekommen. Zurück nahm ich den Weg an der Nahle entlang, der in den Wald führt. Weiter fuhr ich wieder so, dass sich die Wege am Heuweg, an der Waldluft und der Hans-Driesch-Straße kreuzten, sonst aber kantendisjunkt blieben. Nach ungefähr einer Stunde war die Fahrt zu Ende.

11.8.18

Kleine Verdauungsfahrt

Nach dem Mittagessen fuhr ich heute die gleiche Strecke wie gestern unter ähnlichen Bedingungen.

10.8.18

Freitags nach leichter Abkühlung

In  den letzten Wochen hatte die Dürre angedauert und es wurde zudem noch heiß. An den meisten Tagen lagen die Höchsttemperaturen über 30°C. Das war für mich zu heiß zum Einradfahren und an den wenigen kühlen Tagen war keine Zeit dafür. Erst heute klappte es wieder.
Kurz vor 18 Uhr fur ich los zum Leipziger Auwald. Weil es immer noch recht warm war, fuhr ich mit kurzen Hosen und Turnschuhen und ließ die Stiefel weg. Ohne Stiefel sind die Beschleunigungsreserven an Hindernissen geringer und ich wollte mich auch nicht sonderlich anstrengen. So fuhr ich gemütlich auf den breiten Hauptwegen zur Waldluft, weiter zum Heuweg und an der nächsten Wegekreuzung zurück. Dabei fuhr ich drei Karees, um nicht auf dem gleichen Weg hin und zurück fahren zu müssen.
Bei diesem sehr gleichförmigen Fahren kam es mir in den Sinn, über die Stabilität nachzudenken. Wenn ich mit Stiefeln fahre, ist es zeitweilig ziemlich dynamisch und es kommt zu Neigungen der Sattelstütze. Heute fühlte es sich eher an, wie normales Fahrradfahren, nur bequemer. Ich bemerkte keine Änderungen der Neigung. Auch nennenswerte Bewegungen des Bauches oder des Oberkörpers fielen nicht auf. Nur seitliche Korrekturen waren präsent. So war es wieder schön, entspannt und bequem auf dem Einrad zu sitzen und die Natur zu beobachten. Dabei gab es nicht die sonst Auwald-typischen Probleme mit Mücken.

9.7.18

Nach dem Abendbrot zur Luppe

Die lang anhaltende Dürre hat sich etwas abgeschwächt. Abends war es bei bewölktem Himmel mit 23°C angenehm kühl und ich bekam nach dem Abendbrot Lust auf eine kleine Einradtour.

19:10 fuhr ich los in Richtung Auwald. Um diese Zeit hatte sich der Verkehr so weit beruhigt, dass ich erst an der Hans-Driesch-Straße absteigen musste, um Blechlemminge durchzulassen. Danach fuhr ich am Westufer des Elsterbeckens entlang nach Norden und dann an der Nahle ein Stück zurück bis zur Brücke und von dort aus weiter zum Heuweg und dann ostwärts bis zur Luppebrücke.


Auf der Brücke machte ich Halt. Durch die Bohlen ist das Wasser zu sehen. Den Stiefeln verdankte ich hinterher das nicht vorhandene Jucken durch Mückenstiche und Brennnesseln.


Nebenan die Bahnbrücke mit Werbung für die BSG. Zu sehen ist auch das verdorrte Gras. Diese Dürrefolge ist sogar auf Friedhöfen zu sehen.


Hier kehrte ich um. Nach 45min kam ich wieder zuhause an.

25.6.18

Nach zwei Monaten Pause einmal wieder mit dem Einrad gefahren

Heute war ich nach zwei Monaten Unterbechung mal wieder mit dem Einrad unterwegs. U.a. hatte mich eine Arthritis am rechten Fuß abgehalten. Zur Schonung wollte ich die erste Fahrt mit Stiefeln unternehmen. Heute war mit 21°C die Temperatur für die Jahreszeit günstig dafür und es regnete auch nicht. Zudem ist 2018 ein gutes Mückenjahr, was die hohen Stiefel zusätzlich vorteilhaft macht. 17:45 begann ich die Fahrt.


Ich hatte vor, westwärts zu fahren. Wie weit, machte ich vom Wohlgefühl abhängig. Das Aufsteigen klappte ohne Probleme und das Fahren war angenehm. Im Auwald waren die Wege trotz Regen am Vortag fast trocken und das Rad rollte leicht.
 
Ich erreichte nach angenehmer Fahrt bald die Brücke der Gustav-Esche-Straße über die Nahle. Hier machte ich auf der Mauer ein Päuschen. Die Mauer steht quer zum Sattel und das Sitzen belastet andere Gesäßabschnitte, als der Sattel. Ich hatte bis dahin bequem auf dem Sattel gesessen. Die Entlastung war vorbeugend.
Zur Pausenbequemlichkeit gehört es, die Füße hochzunehmen. Einen Fuß stellte ich deshalb auf den Reifen.

Im Altenburger Wald mache ich solche Pausen gerne auf Schlagbäumen. Davon sind im Blog auch einige Bilder zu finden.
Besonders vorteilhaft ist das sehr kraftsparende Anfahren. Ich brauche dazu nur den linken Fuß wieder auf die Pedale zu stellen, mich auf den Sattel zu setzen und schon kann ich ohne Anstrengung losfahren.

Von dort war es nicht weit zur Burgaue, wo ich am Flutwehr ein Videoschnipsel aufnahm.






Hier kann man erahnen, dass der freie Aufstieg im Vergleich zum Losfahren an der Mauer anstrengernder ist. Eine Bildsequenz dazu gibt es am Ende des Posts.


Zusammenkopierte Bilder vom Geradeausfahren von links nach rechts. Vielleicht lässt sich daran erkennen, dass das Sitzen auf einem Einrad ziemlich bequem ist, zumindest im Vergleich zu einem Fahrrad.



Das Gleiche von rechts nach links.


Weil es sich so schön fuhr, entschied ich mich, die Luppe zu überqueren und zum Schlosspark Lützschena zu fahren. Dort war ich seit mehr als einem  Jahr nicht mehr.

Auf der Brücke machte ich einen kurzen Stopp.
Den nächsten Halt machte ich auf der Brücke am westlichen Zugang zum Schlosspark

Ich fuhr zum Pavillon, hielt mich dann aber nicht lange im Park auf und machte mich auf den Heimweg.
Auf dem Rückweg hatte ich die Sonne im Rücken und es bot sich ein Anblick wie bei van Gogh oder im Herbst. Verdorrtes gelbes Gras im Kontrast zum blauen Himmel und grünen Bäumen.




Der Zusammenfluss von Nahle (rechts) und Luppe (links)

Bei dem Anblick fuhr ich auf dem Dammweg weiter am Auensee vorbei. Oft hatte es auf diesesr Strecke nach einer Weile im Gesäß gedrückt, weil ich auf dem ebenen und kurvenlosen Weg sehr passiv gesessen hatte. Heute blieb dieses Problem aus. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass ich in den letzten Wochen abgenommen hatte und mich so weniger Masse auf den Sattel presste.

Trotz Sonnenwende stand die Sonne inzwischen tief und ich warf einen langen Schatten.

Nach zwei Stunden Fahrt kam ich wieder zu Hause an.

Anhang

Der freie Aufstieg am Flutwehr an der Burgaue




Wenn ich so ein Foto vor meinem ersten Versuch, auf ein 26er frei aufzusteigen, gesehen hätte, hätte ich es vielleicht nie probiert. Noch krasser sieht es schräg von vorn aufgenommen aus. Aus der Perspektive beim Aufsteigen sieht es weit weniger schwierig aus.

Man muss sich nur mit dem einnen Fuß vom Boden abdrücken, wenn man mit dem anderen auf die Pedale tritt.
 So geht es mit Schwung nach oben.
Das Setzen des linken Fußes auf die Pedale läuft dann vergleichsweise langsam ab. Der Stiefel ist ohne Bewegungsunschärfen abgebildet.




Der Fuß berührt die Pedale.






Das Rad schwingt noch einmal nach hinten durch.
Dann passt die Anfahrposition.



Los geht's

So sieht dann ruhiges Fahren aus.