In diesen Tagen ist es schwierig, Zeit für das Einrad zu finden. Heute hatte ich mir eine halbe Stunde gegönnt. 13:12 fuhr ich los. Nach einem Kälteeinbruch mit Minusgraden lag die Temperatur noch bei 0°C. An der Sonne fühlte es sich deutlich wärmer an, bekam ich im Schatten den kalten Wind ab, fühlte es sich kälter an.
Bei diesen Wetter wollte ich Stiefel mit möglichst warmen Futter anziehen. Da stehen die Aigle und die Black Forrest zu Wahl. Ich entschied mich für letztere, weil ich die lange nicht mehr getragen hatte und die Haltbarkeit des neuen Flicken (s. 31. Oktober) testen wollte. Die Parkplätze am Spatzennest lagen weitgehend im Schatten, oben an den Rückseiten der Blöcke des Buchenring bot sich Gelgegenheit zum Sonnen.
Die PVC-Mischung der Black Forrest neigt bei Kälte dazu, hart zu werden. Das schränkt das Pedalgefühl etwas ein, während die Stiefel im Innern noch kuschelig warm sind. Von Zeit zu Zeit wärmte ich die Stiefel an der Sonne auf. Das ging ziemlich gut. Ich musste nur beide Stiefel auf der Sonnenseite des Einrades haben. Diese Sitzhaltung war ein wenig instabil.
Auf der kleinen sonnenbeschienenen Stelle des Parkplatzes machte ich Videoschnipsel zur Gewinnung von Einzelbildern.
Weil man auf dem Einrad die Hände meistens in Körpernähe hat, kann man sie zum Aufwärmen mal in die Taschen stecken.
Für kleinere Korrekturen kann man dabei einen Ellenbogen rausstrecken.
Eine Kurve mit etwas Kurvenlage
Diese Pausenhaltung zum Aufwärmen der Stiefeloberflächen erwies sich als angenehmer. Auf dem einen Schaft ist der Schatten vom Handy zu sehen.
Wieder zu Hause: Beide Flicken hatten gehalten, links im Bild der alte mit Storm Sure, rechts der neue mit Langlauf Sohlenkleber.
Fast zwei Wochen hatte ich keine Gelegenheit gehabt, mit dem Einrad zu fahren. Unter anderem zeichnete sich dieser Oktober durch Fäkalwetter aus. An den letzten Tagen war es immerhin verhältnismäßig hell gewesen, aber etwas stürmisch.
Gestern Abend gab es Wolkenlücken und Komet Lemmon zeigte sich mit prächtigem Schweif, so schön wie nie zuvor.
In Thüringen ist 31.10. Reformationstag, ein arbeitsfreier Feiertag, ein Multifunktionsfeiertag, an dem auch Halloween und Allerheiligen gefeiert wird. Dadurch war es möglich, an einem Freitag zur Mittagszeit zu fahren.
Im Bericht vom 18./19. Oktober hatte ich mich zu Flicken auf Bruchstellen an den Black Forrest Stiefeln geäußert. Am linken Stiefel (im Bild rechts) hatte sich der Flicken aus Stormsure aufgelöst. Die Stelle habe ich mit Langlauf zugeschmiert. Mit der Kleberei beabsichtige ich weniger, die Stiefel wasserdicht zu halten, sondern mehr die Ausweitung der Risse zu verzögern. Zum Einrad fahren ziehe ich diese Stiefel sehr gerne an, weil sie für mich die ideale Steifigkeit haben. Mehr Steifigkeit (z.B. Stylo und Fritz Thiedemann) beeinträchtigt das Pedalgefühl und weniger Steifigkeit stützt die Fußgelenke bei Holprigkeit weniger (z.B. Acquo, bei denen aber für Alltagsstiefel zu Fuß weniger Steifigkeit von Vorteil ist).
Kurz vor 14 Uhr fuhr ich los. Der Wind hatte sich gelegt. Bei 12°C schimmerte die Sonne durch eine dünne Wolkendecke. Schönes Einradwetter.
Eine Pause 14:08. Mit den geflickten Stiefeln ließ es sich wunderbar entspannt fahren.
Die ideale Steifigkeit der Stiefel ließ genügend Beweglichkeit an den Fußgelenken, um den Slalom wie mit Acquos zu fahren.
Eine Pause 14:33
Das Wetter sah so aus. Obwohl die Sonne nicht wirklich schien, war es bei dünner Wolkendecke noch einigermaßen hell.
Nach einer Stunde beendete ich das Fahren. Beide Flicken sahen unverändert aus. Im nächsten Jahr werden die Stiefel 15 Jahre alt. Bis dahin werde ich sie auf jeden Fall noch benutzen.
Weil ich den Bericht am 18. Oktober nicht fertigbekommen hatte und am nächsten Tag gleich nochmal mit dem Einrad unbterwegs war, fasse ich zwei Tage zusammen.
Am Sonnabend, d. 18.10. legte das graue Nieselwetter eine Pause ein. Die Sonne schien und es wurden Wespen noch einmal aktiv.
Der Himmel war blau und Wolken, die fast zwei Wochen lang für Dauergrau gesorgt hatten, waren Zierde.
Bei Tiktok hatte ich gestern ein älteres Kurzvideo hochgeladen. Das hatte mir Lust gemacht, die dort getragenen Stiefel mal wieder anzuziehen. 14:42 saß ich damit draußen auf dem Einrad. Trotz Sonne war es ziemlich kühl und somit ein geeignetes Wetter für die hohen Lederstiefel. Es ließ sich damit entspannt fahren.
Nach einer Viertelstunde nahm ich ein Video vom Fahren auf dem abschüssigen Zugangsweg zum Spatzennest auf. Bei den für die Jahreszeit sehr guten Lichtverhältnissen wurde die Bildqualität recht gut.
Das Reel gibt es auch auf Tiktok. Die Coverbilder kann man dort herunterladen und die Qualität ist erstaunlich gut. Tiktok hat wie die anderen "sozialen Medien" das Problem, dass es in die Extreme zieht. Mit der for you page werden dort aber auch Beiträge zufällig herumgestreut, was zu interessanten Interaktionen führt.
So bekomme ich nebenher Jugendsprache mit, wie z.B. "slay" und "tuff". Ein hellblaues Herz muss nicht bedeuten, dass jemand AfD-Fan ist. Auch taucht die Frage, wie man vom Einrad absteigt, häufiger auf, als die Frage nach dem Aufstieg. Dabei ist das Absteigen viel einfacher.
Am Abend bot sich dann die Chance, den Kometen C/2025 R2 SWAN zu sehen. Er stand in der Milchstraße und vor Sternen war kaum etwas vom Schweif zu sehen.
In der mondlosen Nacht war auch der Andromedanebel schön zu sehen.
Weiter unten im Norden waren Polarlichter zu sehen, genauer ein SAR-Bogen. Das brachte mein Vorhaben, zum 30. Jahrestag der Kulisse ein Bier trinken zu gehen, entgültig zu Fall.
Der Himmel schmierte dann zu, aber das Wetter blieb schön. Deshalb stand Sonntag Mittag noch eine Fahrt mit dem Einrad an.
13:34 ging es los. Zum ersten Mal in diesem Jahr hatte ich die Black Forrest Stiefel an. Gemessen an der Anzahl der Einsätze sind sie die zweithäufigst benutzten Stiefel. Allerdings hatte ich sie in der Leipziger Zeit fast immer getragen, in der ich deutlich weitere Strecken fuhr, als in Altenburg. Meine Weitenrekorde habe ich in diesen Stiefeln gefahren, z.B. 99 Minuten ununterbrochenes Fahren oder eine Strecke von 24 km. Die Stiefel sind superbequem und stützen die Fußgelenke sehr gut. Leider sind sie an einer Stelle vor dem Fußgelenk gebrochen. Sie sind sehr kostengünstig, aber in meiner Schuhgröße nicht mehr erhältlich.
Der zekratzte Zustand an den Innenseiten der Stiefel ist nicht der Grund für die seltene Verwendung in der letzten Zeit.
Vorn ist der Flicken zu erkennen, der sich allmählich auflöst. Als Nächstes habe ich die Idee, den Riss mit etwas Textilem zu überkleben und das mit einer Schicht Langlauf abzudichten.
Ansonsten fühlen sich diese Stiefel ähnlich wie die Aigle an. Zu Fuß sind sie ein Bisschen schwer. Andere sind sozusagen hybrid, für das Einrad tauglich, aber auch bequem und leicht zu Fuß. Das gilt u.a. für die Acquo und besonders für die federleichten Noname-Stiefel, bei denen ich immer noch nicht weiß, wer die herstellt.
Zum Schluss noch ein paar heruntergeladene Coverbilder von Tiktok
Die Nacht war klar und mondlos. Bei Einbruch der Dunkelheit hielt ich mich gestern auf dem Altenburger Schloss auf. Die Anlage wird seit über 1000 Jahren genutzt und es gibt daher eine Vielfalt an Baustilen. Gestern Abend waren Saturn und Venus über den Gebäuden zu sehen.
Als ich dann gegen 23:30 wieder zu Hause ankam, thronte das "Kälteschwein" Orion am Himmel und weiter rechts oben der Jupiter.
In der klaren Nacht gab es leichten Frost. Als ich 12:38 mit dem Einrad startete, hatte es sich auf 3°C erwärmt. Auf den Wiesen im Schatten lag noch Reif. Es war nicht mehr so windstill wie vorgestern und dadurch fühlte sich die Luft kühler an. Trotzdem war das Wetter angenehm.
Zum ersten mal seit Mitte November hatte ich die Black Forrest Stiefel an. Die waren meine Lieblingsstiefel bis ich die Aigle hatte. Nach der Fahrt vom 16.11. hatte ich in den Knickzonen vor den Fußgelenken Brüche vorgefunden und geflickt. Gefahren war ich dann nicht mehr damit, weil ich erstmal die beiden neuen Stiefelpaare ausprobiert hatte.
Auf dem Bild ist die Knickzone am linken Stiefel gut zu sehen. In diesen Stiefeln hatte ich in 15 Jahren Hunderte Stunden auf Einrädern verbracht und mehrere Reifen verbraucht. Einrad fahren liebe ich wegen des angenehmen aufrechten Sitzens. Das geht zwar auch freihändig auf einem Fahrrad, aber ein Einrad ist leichter zu lenken und wenn die Strecke passt, kann man stundenlang oder kilomterweit fahren, ohne diese Sitzposition aufgeben zu müssen. Bezüglich Bequemlichkeit von Nachteil gegenüber dem Fahrrad ist die starre Verbindung der Pedalen mit dem Rad. Dadurch ist das Holpern mehr in den Fußgelenken zu spüren. Stiefel nehmen die Erschütterungen auf und machen das Einrad auch für die Füße bequem, verschleißen aber.
Diese Aufnahmen ähneln denen vom 27.12. Die Lichtverhältnisse waren ähnlich und die Black Forrest sind den Aigle optisch etwas ähnlich. Das Fahrgefühl ist auch fast so gut.
Die Kreise ließen sich leicht und entspannt fahren.
Eine nahe Vorbeifahrt. Der Stiefel knickt wieder an der geflickten Stelle ein.
Beim Abstieg ist zunächst der Flicken über dem linken Fuß zu sehen, ...
... nach der Landung auch der über dem rechten Fuß.
Pause auf der Mauer am Spatzennest: Im Stiefel spiegeln sich blauer Himmel und Gebäude. Das klappt auch mit diesen alten Stiefeln noch.
Nach einer knappen halben Stunde hielten die Flicken noch.
Nach einer guten halben Stunde beendete ich das Fahren. Unter der Oberfläche zeigten sich die Flicken dann doch rissig. Lange werden sie wohl nicht halten. Erstaunlich ist, dass die noch älteren Dafna nicht solche Problemstellen zeigen.
Das Strafwetter hielt die Woche über an. Für gestern Abend war das Aufklaren vorhergesagt, aber das wurde von Zeit zu Zeit verschoben. So war es auch noch grau, als ich 13:43 losfuhr. Immerhin fühlte sich die Luft bei 7°C und Südwestwind milder als am vorigen Wochenende an.
Um etwas zu ändern, legte ich den Slalom sinusförmig aus. Den Abstand von einer Schrittweite behielt ich bei. Als ich das Video aufnahm, entwickelte sich plötzlich viel Betrieb auf dem Weg. Das zu sehende Mädchen in Inlinern hatte keinen Einfluss auf die Aufnahme. Nach der Wende musste ich jedoch absteigen, weil dort noch ein weiterer Mensch den Winkel verengte.
Ein zweiter Versuch. Hier fuhr ein Radfahrer ins Bild.
Später probierte ich, Achten längs aufzunehmen. Um die Lage der 8 zu halten, nutzte ich zwei Steine. Mit 3-fach Zoom klappte das nicht so richtig. Ich verließ oft das Bild.
Bei 1-fach Zoom wirkt sich die Entfernung zu sehr auf die Abbildungsgröße aus.
Nach 50 Minuten setzte ich zum letzten mal die Black Forrest Stiefel auf die Pedalen und fuhr zehn Minuten durch. Zu Hause wunderte ich mich dann darüber, dass die Steifigkeit der Stiefel nachgelassen hatte. An beiden Stiefeln fand ich Bruchstellen vorn bei den Fußgelenken. Die Stiefel hatten 15 Jahre gehalten. Jetzt gibt es sie nur noch bis Größe 44.
Es gibt einen alten Aberglauben, nach dem die Beschaffung eines Fernrohrs mit zwei Wochen Strafwetter geahndet wird. Heute Mittag bekamen wir einen Zwölfzöller für die im Bau befindliche Sternwarte geschenkt. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Seit Tagen schlagen wir uns mit Nebel herum, aber es waren immer mal wieder Sonne, Mond, Sterne und ein Komet am Himmel zu sehen. Nun wurde der Nebel aber dichter und es fühlte sich nasskalt an.
Ansonsten war der vermeintliche Bauchmuskelkater noch da. Wahrscheinlich ist es eher eine Zerrung, die sich beim Beugen des Runpfes auswirkt. Die dazu nötigen Muskelgruppen muss ich auf dem Einrad nicht sonderlich belasten. So war das nicht hinderlich und ich fuhr 13:49 los.
Mit der Handykamera nahm ich ein Video aus der Sicht des Bauches auf, wenn der ein Auge hätte. Dazu steckte ich das Handy in den Gürtel. Zu sehen ist, dass sich die Kamera etwas hin und her bewegt. Durch die Pedalbewegungen fährt das Einrad eine leichte Wellenbewegung. Wenn es nicht nötig ist, diese zu dämpfen, passiert die Stabilisierung des Oberkörpers innerhalb des Bauches. Der Gürtel hing dafür zu weit unten.
Bei dem feucht-kalten Wetter kam ich etwas ins Schwitzen. In den Nebel hinein Schweiß verdunsten lassen ist nicht möglich. Das ist wie bei schwülem Wetter. Ich berschränkte daher die Fahrzeit auf 20 Minuten.
In der gefühlten Erinnerung war in meiner Kindheit in den Siebzigern der Pferdekopfnebel das meist abgebildete interstellare Objekt in der populärwissenschaftlichen Literatur. Damals war es nicht so einfach, den "Gaulnischel" zu fotografieren. Heute genügt es, ein Seestar S50 auf die Fensterbank zu stellen und den Staubnebel IC 434 im Sternbild Kälteschwein (aka Orion) zum Fotografieren auszuwählen.
Der Himmel war grottenschlecht mit etwas Nebel und Lichtverschmutzung. Es ist erstaunlich, was das kleine Gerät da rausgeholt hat. Viel zu tun hatte ich nicht dabei, aber der Schlaf fehlte dann trotzdem. Zudem hatte ich Muskelkater am Bauch. Das erinnerte an durchkiffte Nächte mit Lachflashs, die Muskelkater am Bauch und im Gesicht hinterließen. Sobald dann jemand am Morgen einen guten Witz erzählte, tat das weh.
In die Innenstadt begab ich mich dann zu einem nicht lustigen Anlass, der Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom von 1938. Hinterher besuchte ich noch eine Galerie und aß etwas. Wieder zu Hause geriet ich in einen Zwiespalt: Einen ausgedehnten Mittagsschlaf machen oder bei dem sonnigen Wetter mit dem Einrad fahren. Die Einradsucht setzte sich einmal wieder durch. Wobei der Unterschied nicht so extrem ist. Das Sitzen auf dem Einrad ist sehr angenehm. 14:40 MEZ fuhr ich los.
Um mal wieder ein nachgeführtes Video aufzunehmen, hatte ich die Pivo eingesteckt. In den neuen, größeren Bauchgürtel lässt sich das Ding sehr gut verstauen, ohne dass es irgendwie lästig wird.
Zu Beginn des Videos hatte eine zufällig vorbeigehende Frau die Kamera unbeabsichtigt entführt.
Danach nahm ich noch ein Video von einem Slalom auf. Der Abstand zwischen den Steinen war wieder ein Schritt. Mit Steinen und dem Handy hatte ich mit 19 Markierungen relativ viele für diesen Abstand.
Eine Pause: Heute hatte ich die Black Forrest angezogen. Die sind zwar schwer und steif, aber schön kuschelig. Bei 5°C fühlte ich mich sehr wohl darin.
Auf dem Weg zwischen den Parkplätzen konnte ich heute auch wieder gut rechts herum wenden. Im Dunkeln hatte das ein Bisschen Stress bereitet. Heute bereitete es Vergnügen. Richtungswechsel fühlen sich auf dem Sattel gut an und wenn die Stiefel sicher auf den Pedalen stehen, ist es perfekt.
Zwischenzeitlich war eine helle Nebensonne zu sehen. Nach einer Stunde beendete ich das Fahren.
Nachdem ich es am Sonntag in Acquos-Stiefeln zum erstem mal hinbekommen hatte, am Spatzennest zwischen den beiden Parkplätzen rechts herum zu wenden und danach auch einen Slalom mit einem Schritt Abstand zwischen den Steinen schaffte, wollte ich wissen, ob es auch mit älteren Stiefeln geht. Am Donnerstag klappte es mit den Dafna. Heute waren die Black Forrest dran.
Seit ich bei diesen Stiefeln das Futter geflickt habe, ist das Anziehen eine Herausforderung.
Zunächst muss ich einen langen Schuhlöffel hinten in den Schaft stecken, damit ich mit der Ferse gut über den Flicken komme. Dann muss ich das Bein reinzwängen. Danach ist das Fußgelenk ein Bisschen wie geschient. Beim Gehen ist das etwas unkomfortabel. Auf den Pedalen fühle ich mich damit wohl, besonders im Wald.
15:15 fuhr ich los. Der letzte Tag vor der Umstellung von Sommerzeit auf MEZ brachte viel Sonne und 18°C. So kam ich heute wieder ohne Jacke aus. Gleich zu Beginn probierte ich die Wende rechts herum zwischen den Parkplätzen. Auch in den Black Forrest konnte ich sie fahren. Gefühlt fiel es mir leichter als in den Dafna, aber schwerer als in den Acquos. Die Unterschiede sind aber gering. Mit allen drei Paar Stiefeln fuhr ich das oft, ohne einmal absteigen oder mich irgendwo festhalten zu müssen.
Danach war der Slalom mit einem Schritt Abstand zwischen den Steinen dran.
Das klappte auch. Es war nicht ganz so leicht, wie in den Dafna, aber okay. Ich fuhr den Slalom mehrfach ohne Schwierigkeiten. Fasse ich beide Übungen zusammen, sind alle drei Paar kniehohe Gummistiefel gleich gut.
Danach fuhr ich in den Wald, um nachzusehen, wie die Wegeverhältnisse dort sind. Die Wege waren trocken, aber mit Laub bedeckt. Fahren ließ sich ziemlich gut. An Reifen und Stiefeln hatte ich heute das geeignetste Material. Das Laub bedeutet aber auf Altenburger Waldwegen ein Risiko. Es verdeckt die zahlreichen Steine, von denen viele so groß sind, dass das Rad hängenbleiben kann. Mein letzter Sturz, der drei Jahre her ist, kam auf diese Weise zustande.
Ich wendete auf der nächsten Wegekreuzung und fuhr wieder zurück zum Spatzennest.
Eine Pause 15:42 Uhr auf der Mauer am Spatzennest. Hier lagen die Beine noch im Schatten. Das Gebäude ist von Südwest nach Nordost ausgerichtet. Je weiter sich die Sonne nach Westen bewegte, desto weniger Schatten warf es. Obwohl die Sonne ziemlich tief stand, wärmte sie noch erstaunlich kräftig und blendete. Sie war somit fast lästig.
Weil das Sitzen auf dem Einrad sehr angenehm ist, verbringe ich gerne mindestens eine Stunde auf dem Sattel. Weil ich heute verhältnismäßig zeitig angefangen hatte, war das trotz einer bevorstehenden klaren Nacht mit Chance auf eine Kometenbeobachtung möglich.
Bei einer Pause zwanzig Minuten später war die Sonne so weit herumgekommen, dass sie die Beine beschien. Wenig später war dann die gewünschte Stunde um und ich fuhr dann nach Hause.
Das Ausziehen der engen Stiefel machte danach wieder etwas Arbeit.