9.8.22

Kurze Hose

Es wird jetzt von Tag zu Tag wärmer. Heute waren für 18 Uhr noch 25°C angesagt. Deshalb suchte ich eine kurze Radlerhose raus, um mehr Kühlung an den Beinen zu haben. Zuletzt hatte ich das vor vier Jahren gemacht. Danach saß ich auch im Sommer immer mit langen Hosen und Stiefeln auf dem Einrad. Früher hatte ich beim Einrad fahren mit kurzen Hosen immer Turnschuhe getragen. Mit denen kann ich nicht so gut fahren, wie mit Stiefeln. Deshalb kam ich auf die Idee, kurze Hosen und Stiefel zu kombinieren. 18:15 fuhr ich so los. Es war bei den 25°C und Sonne angenehm, den Wind auf den Oberschenkeln zu spüren.

Zu Beginn nahm ich ein kurzes Video auf dem Parkplatz auf. Bemerkenswert ist, dass im Video herumlaufende Ameisen zu sehen sind. Es sieht so aus, als hätte ich keine überfahren.

Ein paar Einzelbilder:

Zu Beginn komme ich mit Schwung ins Bildfeld.

Auf diesem Bild sieht es so aus, als würde ich mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit eine Kurve fahren und das auch noch rechts herum. Die stürzenden Linien am Gebäude deuten auf eine Verzerrung hin. Von dieser 30°-Kurvenlage muss man ca. 5° abziehen.

So gab es auch am unteren Totpunkt viel Abstand zu einem Pedalaufsetzer.
Zum Wechsel in den Linkskreis habe ich das Einrad aufgerichtet.
Links herum
Der Wechsel in den nächsten Rechtskreis
Mit etwas Kurvenlage komme ich wieder ins Bild.
Hier sieht es fast wie umkippen aus, ist aber entspannt und wunderschön.
Der Effekt, dass ich nach dem Balaton-Urlaub Rechtskurven besser fahren kann, hält sich.
Kurz vor dem Wechsel in den Linkskreis
Den nächsten Wechsel auf den Rechtskreis ließ ich aus und fuhr von links auf die Kamera zu.
Nahe Vorbeifahrt: Die kurze Hose hatte ich mal zufällig im Ramsch für weniger als fünf Euro bekommen. Es fährt sich damit aber sehr angenehm. Während dieser Kreise fand ich es auch gut, Stiefel angezogen zu haben. Damit war das Fahren entspannt und sicher. Unter die mittelhohen Stylos hatte ich dünne Kniestrümpfe angezogen, damit im Falle von Schweiß die Schäfte nicht kleben. Das funktionierte bis zum Schluss.
So ging es bequem weiter.


Noch eine gemächliche Runde
Dann der Abstieg.
Pause 18:28. Zu diesem Zeitpunkt stand die Sonne nur noch 19° über dem Horizont und sie wurde durch Cirren leicht gedimmt. Trotzdem war ich nach den 13 Minuten Fahrt etwas in Schwitzen geraten. Auf dem Areal gab es keinen Schatten. Auch die Pausenmauer am Spatennest stand noch voll im Sonnenlicht. Nach dem Losfahren hatte ich eine leichte Schwäche. Die schräge Auffahrt zum Buchenring erschien anstrengend. Solche kurzen Schwächen hatte ich schon mehrfach und danach fuhr es sich um so besser. Vielleicht ist das eine Umstellung von anaerob auf aerob? Habe nicht viel Ahnung davon. Einrad fahren ist schön. Wenn es nebenher wie Sport wirkt, ist das Zufall.

Ich verlagerte dann die Pausen an ein Geländer im Schatten. Dazu musste ich zwar immer vom Spatzennest die Schräge hochfahren, aber die Schwäche war längs überwunden.

Insgesamt fuhr ich dann eine halbe Stunde. Währenddessen fiel der Schatten rasch auf den Parkplatz. So konnte ich noch ein paar Runden im Schatten drehen.


8.8.22

Nochmal Cruisen

Die Temperaturen steigen in diesen Tagen wieder. Als ich heute gegen 19:30 nach Hause kam, hatte sich die Sonneneinstrahlung schon stark abgeschwächt und die Temperatur war mit 23°C einradgerecht mild.

Kurz nach 19:45 fuhr ich los. Zur Abwechselung hatte ich die Stylo-Stiefel angezogen und probierte, ob sich damit die gestern gefilmte Abfahrt von der Rampe mit Kurve sicher fahren lässt. Trotz des in vergangenen Post beschriebenen schlechteren Pedalgefühls fiel es leicht. Auch beim Kurvenradius gab es keine Unterschiede. 

Ab und zu machte ich eine kurze Pause an der Mauer am Spatzennest. Die engen Stiefelschäfte wirkten sich ansonsten gut auf die Ausdauer aus.

Heute wurde meine Fahrerei mehrfach kommentiert. Eine Frau meinte: "Du kannst aber gut Balance halten". Ähnlich äußerte sich später ein Nachbar und danach stelle ein Junge mit Fahrrad mehrere Fragen, u.a. wie es möglich ist, Einrad zu fahren und wie lange ich es schon mache.

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren. 



7.8.22

Abendliches Cruisen

Abends hatte ich noch Lust, ein Bisschen in Südost herumzucruisen. 19:15 fuhr ich los. Die Temperatur lag wieder bei 22°C. Das Sonnenlicht war schon gedämpft und das Areal um das Spatzennest lag großenteils im Schatten.

In dieser Woche hatte ich ausprobiert, ob ich die Rampe mit Kurve zum Spatzennest herunterfahren kann. Das machte einen leichten Nervenkitzel, weil nicht klar war, was passieren kann, wenn ich gegen das Geländer fahre. Bei allen Versuchen war das aber nicht passiert.

Heute wollte ich diese Übung aufnehmen. Bevor es losging, fuhr ich zu einer Wendestelle. Die tief stehende Sonne erzeugte Glanzlichter auf der Felge. Bei dem milden Wetter hatte ich die hohen Dafna-Stiefel angezogen, mit denen Kurven auf ebener Strecke am schönsten zu fahren sind.
 

 


Ein Videoschnipsel von der ersten Fahrt auf die Rampe


Ein Ausschnitt zeigt die Kurve besser.

Ein paar Einzelbilder. Hier komme ich mit Schwung an die Rampe heran.
Ich komme nah ans Geländer heran. Das will ich auch so haben, um leichter um die Kurve zu kommen.

Hier bin ich in der Kurve und habe genügend Platz.



Nun komme ich zurück. Das Besondere ist, dass ich gleich nach dem Anfahren in die Kurve muss. Wie ein Zweirad braucht auch das Einrad beim Anfahren einen Weg, bis es stabil ist. Die Stabilisierung geht also in der Kurve weiter, die zudem eine Rechtskurve ist.


Es klappt wieder und ich habe viel Platz zum Geländer.


Ich habe die Rampe verlassen und biege zur nächsten Wendemöglichkeit ab.
Es ergab sich noch ein Glanzlicht auf der Felge.
Nun fahre ich in den Schatten.


Nächster Versuch. Der Originallink auf Youtube steht unter dem Pfad "shorts". Der wird von Blogger nicht gefunden. Damit hatte ich zu Ostern schon Probleme gehabt. Heute hat Blogger das Video gefunden, nachdem ich "shorts" aus dem Pfad herausgelöscht hatte. Seltsam.

Wieder nähere ich mich mit Schwung der Rampe.
Das Einrad macht wieder, was ich will und fährt nahe am Geländer auf.

Die Kurve hoch ...


... und runter. So ein Einrad ist schön wendig.


Diese Kurve beendete ich mit einem Abstieg. Interessant an diesem Bild ist, dass ein Stück Reifen, Speichen und das Ventil als Schatten auf dem Stiefel abgebildet werden. Ein Klick auf das Bild zeigt es vergrößert.
Beim Bremsen verbiegt sich der Stiefel und die verformten Schatten erinnern an die Bilder von Dali zur zerfließenden Zeit.
Als ich mit dem linken Fuß aufsetze, sind die Schatten auf den rechten Fuß gewandert.


 

Ich fuhr dann noch einige Zeit in der Gegend herum. Hin und wieder machte ich für einige Sekunden auf der Mauer eine Pause. 

Wegen Zeitmangel hörte ich nach einer halben Stunde auf.  An den zwei Tagen des Wochenendes war ich nun mit zwei Einrädern und drei Paar Stiefeln unterwegs gewesen.


 

Bienenstöcke an der Wendeschleife

Nach einer klaren Nacht schien bei trockender Luft die Sonne. Das Thermometer zeigte mittags 22°C. Nachdem gestern die Bergabfahrten mit dickem Reifen gut geklappt hatten, wollte ich heute den steileren Hang nach Kotteritz probieren. Die letzten beiden Fahrten im August und November vorigen Jahres dort hin waren mühselig gewesen.

Wegen der zu Sonneneinstrahlung wollte ich trotz der höheren Schwierigkeit leichte Stiefel mit kurzen und weiten Schäften nehmen. Die neuen Equitheme boten sich an, auch wenn ich sie bisher nur eine Viertelstunde auf einem Einrad getragen hatte.

Hier ein kurzes Probesitzen auf dem Einrad mit schmalen Reifen.

12:59 war ich losgefahren und befand mich zehn Minuten später auf der Paditzer Straße. 

Mit den leichten Stiefeln war ich problemlos durch den Wald gekommen. Auf dem Bild ist die weite Öffnung gut zu sehen, die eine gute Belüftung der Wade ermöglicht.

Unter der Brücke bog ich rechts in Richtung Kotteritz ab.


Die Straße neigt sich hier schon allmählich zum Tal, während der Radweg noch waagerecht bleibt.


Bei den Bäumen knickt der Radweg dann auch ab. Auf einem kurzen Weg muss er zu einem Tunnel unter der Straße führen.


Hier geht es runter. Bei diesem Gefälle wirkte es sich aus, dass ich mit dem linken Fuß etwas schwächer bin. Ich musste hin und wieder das Körpergewicht etwas nach rechts verlagern oder den rechten Arm vom Körper weg halten. 

Unten geht es rechts nach Kotteritz und links durch einen Tunnel unter der Straße zur Wendeschleife. Auf dieser wollte ich ein paar Runden drehen, wie bei den oben verlinkten Posts.


An der Wendeschleife standen einige Quader, die ich zuerst für Baumaterial hielt. Dann fiel mir ein, dass ich solche Dinger gestern beim Freilichtkino im Garten gesehen hatte. Tatsächlich waren es Bienenstöcke. Sie wurden von Bienen umschwirrt und an einem war eine Warnung angebracht. Deshalb entfernte ich mich dezent.


Auf einer schattigen Treppe unter der Straße machte ich eine kurze Pause. Die Stiefel sehen noch neu aus. Im Laufe der Zeit werden sie so zerkratzt aussehen, wie die anderen.

Zum Aufsteigen musste ich wieder in die pralle Sonne. Mit diesen Stiefeln hatte ich noch nie einen freien Aufstieg gemacht. Er klaptte gleich beim ersten Versuch.

Dann fuhr ich der Sonne entgegen bergauf. Das war ziemlich anstrengend und in den Oberschenkeln zu spüren. An den Oberschenkeln war auch die Sonne durch die Hose hindurch zu spüren. An den Fußgelenken wirkten die Stiefel wohltuend, obwohl die Schäfte kurz und weich sind.

Ich achtete bei der Bergauffahrt auf einen alten Haltungsfehler. Wenn es steil wird, habe ich die Neigung, mich nach vorn zu beugen. Es entsteht dabei ein Knick zwischen Sattelstütze und Rücken. Das ist nicht bequem und verringert die Balancereserve. Sobald ich so eine Beuge bemerkte, richtete ich mich wieder auf und sofort fuhr es sich leichter und ich saß bequemer. 

Oben fuhr ich ununterbrochen weiter nach Südost. Heruasforderung dort sind die Auffahrten auf die Fußwege. Die sind zwar abgesenkt, haben aber trotzdem Holperkanten.

13:45 erreichte ich wieder das Geländer, an dem ich eine Dreiviertelstunde zuvor gestartet war.
 

6.8.22

Gefälle-Tests mit Bemme an der Umgehungsstraße

In der Nacht brachte Regen Abkühlung. Mittags war das Wetter bei 20°C, Sonne und kühlem Wind angenehm. Für die Jahreszeit bestes Einradwetter und gute Bedingungen, etwas möglicherweise Anstrengendes zu probieren. Mit dem früheren Leipziger Einrad mit dem dicken Reifen (Bemme) wollte ich das Gefälle an der Umgehungsstraße zwischen Zschechwitzer Straße und Tunnel herunterfahren. Das könnte evtl. schwieriger als mit dem anderen Einrad sein, weil der dicke Reifen hart aufgepumpt sehr leicht rollt und das Rad schwieriger zu bremsen sein könnte.

12:41 fuhr ich los, erreichte drei Minuten später den Wald und nach acht Minuten die Paditzer Straße. Beim Blick in Richtung Pleißental ließ der Herbst grüßen. Manche Felder sind abgeerntet, andere umgepflügt.


Die Brücke über die Umgehungsstraße war noch von Laub verhüllt. Die Fahrt verlief entspannt.


Das Einrad rollte mit mir auf dem Sattel leicht dahin. Dazu hatte ich die Black Forrest Stiefel an, mit denen anstrengende Strecken am leichtesten zu fahren sind.

Bald kam die Brücke in Sicht.

Von oben ist die Aussicht gut. Rechts ein Blick in Richtung Ehrenberg.

Links die Umgehungsstraße in Richtung Nordwesten

Unterhalb der Brücke bog ich südwestwärts ab und fuhr weiter an der Umgehungsstraße auf das Gefälle zu. Der Betonsteinweg war mit schmalen Reifen merklich anstrengender zu fahren, als Asphalt. Mit der harten Bemme ist der Unterschied geringer. Kraft gespart.

Mit schönem Blick nach Kotteritz begann das Gefälle zunächst leicht.

Die nächste Stufe war etwas steiler, aber immer noch leicht zu fahren. Die Kante bei der Birke deutet die nächste Stufe an.

Auf dem letzten Stück geht es dann ziemlich steil runter. 

Normalerweise ist das Sitzen auf dem Einrad sehr angenehm. Man sitzt aufrecht und weil man ständig leichte Hüftbewegungen macht, tut der Rücken auch nach langen Sitzen nicht weh (beim Gesäß ist es manchmal etwas anders). Bei anstrengenden Abschnitten oder nach langen Fahrten macht sich bei mir manchmal bemerkbar, dass das linke Bein schwächer ist. Dann sitze ich verdreht auf dem Sattel, um das auszugleichen, was unbequem ist und irgendwann dazu führt, dass der Rücken weh tut.

Auf diesem letzten Stück hatte ich bisher immer verdreht gesessen und mich gefreut, wenn es endlich vorbei war. Heute gab es das Problem nicht. Ich saß schön bequem, gerade ausgrichtet und spürte dadurch deutlicher, dass sich mich nach hinten gelehnt hatte. Wenn es nicht völlig ungefährlich wäre, hätte es vielleicht Angst bereiten können, nach hinten umzufallen. So war die Gewohnheit stärker und mir gefiel das irgendwie. Ob das mehr am Reifen lag oder dem in den letzten Posts beschriebenen Balaton-Effekt, lässt sich nicht feststellen. Auf jeden Fall komme ich mit diesem Einrad den Berg gefahrlos runter und das Experiment hat geklappt.

Unten ist die Linkskurve zu sehen, die zum Tunnel durch den Hang führt. Drüben geht es dann steil aufwärts. Ich hörte Traktorengeräusche näher kommen. Mit der Bemme lässt es sich gut bergauf fahren. Ich versuchte noch Meter zu gewinnen, den  bergauf ist ein freier Aufstieg anstrengend. Der Traktor setzte dann aber zum Überholen an. Er hatte keinen Hänger. So brauchte ich nicht abzusteigen.

Wenig später näherte ich mich wieder dem Wald. Die merkwürdigen Unschärfen auf der rechten Seite entstanden, weil ich versehentlich einen Effektmodus aktiviert hatte.

Der erzeugt mit dem Tiefenunschärfe den Eindruck von Makroaufnahmen. Der Vordergrund sieht hier wie eine Miniatur aus. Bei der Landschaftsaufnahme zuvor fehlen Vordergrundobjekte und der Algorithmus macht seltsame Sachen.



Noch während der Fahrt bekam ich das wieder zurückgesetzt und ein Bild, wie ich auf dem Einrad sitze.

Zuerst hatte ich vorgehabt, auf einem schmalen Weg zwischen den Bänken hindurch in den Wald hinein und nach Hause zu fahren. Diesen Weg verfehlte ich und musste absteigen. Es war die erste Pause seit ca. 27 Minuten ununterbrochender Fahrt, also auch ohne Geländerpausen.

Beim Anblick der Stiefel kommt der Gedanke, dass ich wohl vegan unterwegs gewesen bin. Das meisten Stück Tier, was man gewöhnlich herumträgt, steckt im Leder der Schuhe. Der Sattel hat auch nur Kunstleder.

Die Fahrt war bisher unerwartet unanstrengend gewesen. Deswegen kam ich auf die Idee, die Strecke durch den Tunnel nochmal zu fahren, jetzt in der umgekehrten Richtung.

Das Maisfeld nun links

Eine Kurve kurz vor der Zwickauer Straße

Vor der Zwickauer Straße bog ich links ab.

Am Rand zeigten sich zahlreiche Blüten.

Die Kurve in Richtung Umgehungsstraße

Das Gefälle in Richtung Tunnel begann sanft.

In der Kurve nimmt das Gefälle zu. Hier habe ich mit dem dreifachen optischen Zoom fotografiert. Der Anblick ähnelt so eher dem vom Einrad aus.

Normalbrennweite

Die Kurve zum Tunnel

Der Tunnel wurde sichtbar.

Es geht hindurch.

Danach bog ich links ab und fuhr nach oben.

Der Weg nach oben. Hier passierte es einmal vorübergehend, dass ich verdreht sitzen musste, um eine Schwäche des linken Beines auszugleichen.

Auf der weiteren Fahrt gab es keine Besonderheiten. 13:39 kam ich im Buchenring an und fuhr noch einmal über das Parkplatz am Spatzennest, um die Stunde voll zu machen.