8.6.19

Blauflügel-Prachtlibellen an der Nahle

Nach ein paar Tagen mit feuchtheißem Wetter war es heute zur Mittagszeit angenehm, sonnig mit kühlem Wind. Das erlaubte auch, wieder die hohen Stiefel anzuziehen. Ich machte fast die die gleiche Tour, wie am 26.5. 12:20 fuhr ich in der Friesenstraße los. An der Rietschelstraße musste ich verkehrbedingt absteigen. Das sollte für längere Zeit das letzte mal gewesen sein, dass meine Stiefel den Erdboden berührten.

Die Waldwege waren in einem sehr angenehmen Zustand. Die Niederschläge hatten den Staub an der Oberfläche gebunden, trotzem war der Untergrund hart. So rollte das Einrad leicht und es knirschte nicht unter mir. Entspannende Verhältnisse.

Als ich die Hans-Driesch-Straße erreichte, fuhren dort gerade keine Autos. So konnte ich die Straße überqueren, ohne absteigen zu müssen. Das ist äußerst selten, seit die provisorische Ampel wieder abgebaut worden ist. Später, an der Waldluft, erschwerten die windbewegten Schatten der Blätter das Erkennen der Schlaglöcher. Mit genauerem Hingucken war das kein großes  Problem. Die Bahnunterführung am Heuweg war mit den höheren Stiefeln wieder leichter zu fahren.

Wenig später erreichte ich die Gustav-Esche-Straße, wo ich auf der Brückenmauer eine kurze Pause machte und dann die Straße in einem passenden Moment überquerte. Um später nicht bei der Auffahrt auf die nächste Brücke absteigen zu müssen, fuhr ich einen Umweg durch die Burgaue, um die leichte gerade Auffahrt zu nehmen. Auf der Brücke wendete ich am Geländer und fuhr nach links herunter, um am Ufer zur Gustav-Esche-Straße zu fahren. Der steinige Weg dort macht mir immer etwas Sorgen um den Reifen. Der ist schon fast abgefahren und muss demnächst gewechselt werden. Unterwegs sah ich zahlreiche Libellen in verschiedenen Farben, darunter waren Standard-Libellen mit durchsichtigen Flügeln und Blauflügel-Prachtlibellen mit sehr dunklen Flügeln. Diese Prachtlibellen waren mir dort bisher noch nie aufgefallen.

Dann näherte ich mich wieder der Gustav-Esche-Straße. An der Westseite gibt es kein Verkehrsschild, an dem man anlegen kann, um eine Lücke im Blechlemmingstrom abzuwarten. Deshalb war ich bisher hier meist abgestiegen. Die alternative Möglichkeit, die Brücke ohne Fluss zu unterqueren, ist von dieser Seite her auch ungünstig, weil es schwierig ist, auf der anderen Seite wieder auf den Radweg zu kommen. Heute kam mir die Idee, an die Brückenmauer zu fahren und dort zu warten. Das klappte. So hatten die Stiefel seit der Rietschelstraße immer noch keine Bodenberührung gehabt. Die weitere Fahrt war dann sehr einfach, bis ich an der Hans-Driesch-Straße nach 65 Minuten die Stiefel doch wieder auf den Boden setzen musste. Von dort waren es nur noch etwas mehr als zehn Minuten bis nach Hause.

26.5.19

Mit leichten Stiefeln bei fast sommerlichem Wetter unterwegs

Heute hatte die Temperatur mittags die 20°C überschritten und die Sonne schien. Nach dem Mittagessen blieb noch etwas Zeit für eine Tour mit dem Einrad. Wegen der Sonne wollte ich diesmal nicht mit den hohen Stiefeln fahren und erwog Turnschuhe. Ich entschied mich dann aber für die bis dahin nur einmal benutzten Reservestiefel. Diese sind sehr leicht und haben kurze Schäfte.
Gegen 13:15 konnte ich starten, nachdem ich zuvor festgestellt hatte, dass sich die Lagerschalen gelockert haben. Also Nusskasten holen und festschrauben. Dann ging es los. Auf dem holprigen Fußweg an der Friesenstraße fühlte sich dass Fahren mit den leichten Stiefeln zunächst etwas ungewohnt an, aber es ging ziemlich gut. Auf den Waldwegen fuhr es sich dann auch gut und ich wollte nun ausprobieren, wie sich die zuletzt getesten und zuvor gefürchteten Abfahrten mit den leichten Stiefeln fahren lassen. Zunächst erreichte ich die Bahnunterführung am Heuweg, die ich am 5.Mai erstmals probiert hatte. Das Bremsen war  an den Füßen  deutlicher zu spüren, als bei den anderen Stiefeln, aber es war nicht schwierig da herunterzufahren.

Wenig später erreichte ich meinen Pausenplatz auf der Brückenmauer an der Gustav-Esche-Straße. In den Stiefeln fühlte es sich noch angenehm an.
Zum Vergleich die sonst benutzten Stiefel mit längeren Schäften.

Ich fuhr dann weiter an der Nahle und Luppe westwärts zur Abfahrtsstelle an der Luppebrücke, von der ich am 3. Mai berichet hatte.
Ein erster Versuch klappte sehr gut. Auch hier war das Bremsen an den Füßen deutlicher zu spüren. Die Abfahrt fiel trotzdem leicht. Hier bin ich gerade unten angekommen.
Das Einrad kommt fast zum stehen, weil ich sowieso gleich absteigen will.
 Hier beginne ich den Abstieg.
Bei einer zweiten Serie hatte der Wind das Handy verdreht und man sieht nur Nahaufnahmen von Abstieg. Hier beginne ich, den Stiefel von der Pedale zu nehmen.
Nun ist der Abstand schon deutlich zu sehen.
Der Fuß geht nach vorn.
Ich strecke die Zehen nach unten. Die Gehfalte des Stiefels knickt nach hinten ein.
Wegen den sehr engen Schäften gibt es bei diesen Stiefeln weiter oben keine Biegemöglichkeiten (vgl. Abstiege Altenburg 18.11.15 / andere Stiefel Leipzig 13.11.16 oder 23.3.19). Das sollte später kleines Problem bereiten.
Unmittelbar beim Aufsetzen ist sie noch mehr eingeknickt.
Noch ein dritter Versuch, auch ohne Probleme.
Die Haltung der Arme zeigt hier, dass das Einrad leicht und sicher zu fahren ist. Für Ausgleichsbewegungen wäre viel Raum.
Einen Momment lasse ich das Rad noch laufen.
Dann bremse ich zum Abstieg.

Ich fuhr dann am Nordufer der Luppe noch ein Stück westwärts. Dabei hatte ich die Sonne von vorn. Hier fühlte ich mich in den schwarzen Stiefeln immer noch wohl, weil die Oberschenkel die Stiefel meistens abschatten.
An einer Ausweichstelle kehrte ich dann um. Auf der Rückfahrt schien die Sonne heftig von hinten auf die Stiefel und es wurde einmal etwas warm. Sinnvoll wären nun weiße Stiefel gewesen. Dieses Wegstück war jedooch nur kurz. Dann war es wieder OK.
Einen letzten Schwierigkeitstest machte ich noch am Heuweg, ob ich den Hang an der Unterführung auch hochwärts fahren kann. Das klappte auch, sogar unter etwas erschwerten Bedingungen, weil ich eine Fahrradkolonne abwarten und deshalb langsam fahren musste.

Wenig später beendete ich dann die Fahrt.

Während der Ein-und-einer-Dreivirtelstunde Fahrt waren die Waden etwas angeschwollen. Dadurch war es schwierig, die engen Stiefel auszuziehen.

12.5.19

Schlamm und Pfützen

Nach dem Mittagessen fuhr ich 12:30 Uhr los in den Auwald. Ich hatte wieder vor, im Auwald in Richtung Westen zu fahren. Nachdem es gestern viel geregnet hatte, war es heute bei 12°C sonnig. Schönes Einradwetter. Außerhalb des Waldes waren die Wege schon trocken. Bis zur Hans-Driesch-Straße war es auch im Wald noch OK, feucht, aber nicht glatt. Danach fühlte es sich auf dem Weg zur Waldluft etwas schmierig an, aber das Rad rollte noch relativ leicht. Mehr Schmadder gab es dann auf dem Parkplatz vor der Gartenanlage. Hier hatten Blechlemminge Wühltätigkeit geleistet. Später, auf dem Heuweg gab es große Pfützen. Die waren noch nicht hinderlich. Ich nahm die erste Unterführung - die am letzten Sonntag erstmals probierte - und fuhr weiter zur Nahle. Dieses Waldstück war voller Menschen. Die meisten wollten zu Chemie.


Der Weg an der Nahle war zwar mit zahlreichen Pfützen bedeckt, aber sooweit OK, dass ich problemlos vom Einrad aus die Landschaft fotografieren konnte.
Auf der Brückenmauer machte ich dann die übliche Pause und fuhr weiter westwärts. Hinter dem Wehr bog ich auf einen schmalen, kurvenreichen Reitweg ab. Trotz Schlamm kam ich zunächst voran.


Dann verhinderten auf dem Weg liegende Äste die Weiterfahrt. Glücklicherweise waren es von hier nur wenige Schritte bis zum Weg am Damm. Dort fuhr ich weiter, überquerte die nächste Brücke und fuhr dann noch ein Stück weiter auf dem Damm, bis ich auf einer Schotterstelle absteigen musste. Dort kehrte ich um und hatte nun Rückenwind. Bald erreichte ich die Brückenabfahrt, die ich erstmal am 3.5. beschrieben hatte.

An der Gustav-Esche-Straße hatte der Zustrom von Chemie-Fans zugenommen. Zuweilen wurde dadurch ein Ausweichmanöver nötig, besonders am Heuweg. Die Radfahrer trauten sich nicht, durch die Pfützen zu fahren. Zunächst wunderte ich mich darüber und dachte mir dann, dass sie meine hohen Stiefel gesehen hatten, mit denen es kein Problem gewesen wäre, auch einmal in einer Pfütze abzusteigen. So ein Abstieg war jedoch nicht nötig.

Nach 1,5 Stunden beendete ich dann die Fahrt.

5.5.19

Bahnunterführung am Heuweg durchfahren

Die Trog-Wetterlage hatte gestern dazu geführt, dass es in Altenburg schneite. Heute war ich wieder in Leipzig. Das Wetter hatte sich wieder gebessert und bei 10°C fuhr ich kurz nach 13 Uhr mit dem Einrad los in den Auwald. Nach den gestrigen Niederschlägen waren die Wege im Wald feucht, aber nicht verschlammt. Passabel zu befahren.

Nachdem die Hangabfahrten von einer Brücke am Freitag so schön geklappte hatten, war mir eine bisherige Angststelle in den Sinn gekommen. Auf dem Heuweg in Richtung Bahnhof Leutzsch hatte ich die erste Unterführung immer gemieden, weil mir die Einfahrt zu steil erschien. Statt dessen fuhr ich lieber einen Umweg durch die nächste Unterführung, die eine flachere Einfahrt hat.




Bald erreichte ich die Unterführung, stieg ab stellte das Handy für Aufnahmen auf. Dabei hatte ich noch Respekt vor der Abfahrt. Sie erschien schwierigen, als die vom Freitag und der Untergrund ist härter, falls ich auf den Hintern landen würde. Für das Unterfangen sprachen die guten Stiefel.

Der erste Versuch. Ich hatte die Kamera auf die Mitte der Einfahrt gerichtet, weil ich angenommen hatte, dass ich diagonal herunterfahren würde, um es weniger steil zu haben. Das Fahren fiel aber auf Anhieb so leicht, dass ich an der rechten Seite geradeaus fuhr. Das war für die Sicherheit von Vorteil, weil ich nicht die Wege von Pferden und Fahrrädern kreuzte. Allerdings kam ich erst ins Bild, als ich fast unten war.
Zum Bremsen habe ich mich etwas zurückgelehnt und lasse die nach hinten zeigende Pedale mit dem Fuß kommen. Hohe Stiefel erleichtern so etwas und das Fahren fühlte sich nicht unangenehm an.
Die geringere Herausforderung ist der Knick in die Waagerechte. Dort ändern sich schlagartig die Beschleunigungsverhältnisse. Ich nähere mich dieser Stelle.
 Ich setze auf, ...
 ... bin unten angekommen ...
... und fahre weiter.
Nun komme ich zurück. In dieser Richtung durchfahre ich diese Unterführung schon seit Jahren. Hangaufwärts fahren kostet zwar mehr Kraft, ist aber vollkommen ungefährlich. Komme ich nicht weiter, steige ich einfach nach vorn ab.
 Ich habe den Schatten verlassen und fahre hoch.
Das Einrad fährt dabei sehr langsam. Deswegen und wegen der ruckartigeren Tretbewegungen habe ich die Arme ausgebreitet. Eine Gefahr, seitlich umzukippen, besteht nicht.

Im Unterschied zum Freitag hatte ich heute kein Geländer als kraftsparende Aufstiegshilfe. Ich musste immer die etwas anstrengenderen freien Aufstiege machen.
 Der nächste Versuch. Ich bin vom Heuweg abgebogen.
 Ich bremse ab.
Der nach vorn zeigende Fuß steht nur auf der Pedale und hat nichts zu tun.
 Ist der selbe Fuß hinten, muss er bremsen.
 Die Rücklage bleibt zunächst konstant.
Bei der Annäherung an den Knick richte ich mich etwas auf. Das Einrad kann nun nicht mehr zu schnell werden und bei mehr Geschwindigkeit lässt sich der Knick besser spüren.
Hier habe ich den Knick gerade passiert. Ist kein großes Ding, aber mit Bauch und Gesäß etwas zu spüren. 

Als ich bergauf anfuhr, stieg vor mir eine Radfahrerin ab. Mit dem leichten Einrad ist so eine Auffahrt weniger schwer. Ich hoffe, nicht absteigen zu müssen.



Ich fahre ins Licht.
 Noch ist vorn genügend Platz.

Die Radfahererin schiebt ihr Rad vorwärts und ich brauche nicht abzusteigen. An den Stiefeln ist nun zu sehen, das der vordere Fuß die Arbeit leisten muss.

 Hier fällt es noch mehr auf.
Am unteren Totpunkt ist der Fuß dann nicht mehr angewinkelt.
Das ist er dann am oberen Totpunkt wieder.

Zu sehen ist noch ein Stück Fahrradreifen. Ich kann bequem links vorbeifahren.

Weil ich befürchtete, dass aus den vorigen Aufnahmen nichts geworden ist, fuhr ich gleich nochmal hoch.


Hier ist ein Haltungsfehler zu sehen. Der Oberkörper ist nach vorn geknickt und steht nicht in Verlängerung zur Sattelstütze. Beim nächsten Mal sollte ich auf die Sitzhalten bei Bergauffahrten achten.
Ich nahm dann Bilder von der Seite auf. Hier lasse ich das Einrad rollen. Die Sattelstütze ist gerade, der Rücken auch einigermaßen und der hintere Stiefel ist kaum eingeknickt. So leicht ist eine Abfahrt, vor der ich Jahre lang Angst gehabt hatte.
 Vor dem Knick bremse ich doch noch etwas.
 Das Gleiche nochmal: Mit Genuss geht es schnell nach unten.
 Diemals weniger Bremsung vor dem Knick.
Die letzte Serie nahm ich von unten auf. Ich komme auf dem Heuweg an. Ich gucke nach Gegenverkehr.
Ich drücke das Gesäß raus, um die Kurve zu fahren.
Das Abbiegen auf einen abschüssigen Weg fühlt sich sehr schön an.
 Nun kann ich das Rad wieder rollen lassen.
 Dabei richte ich es noch etwas aus.
Der Knick kommt in Sicht.

 Knick und ich bin im Dunkeln.

Nach den Aufnahmen stieg ich wieder auf dem Heuweg auf, nicht nur, um die Unterführung nochmal zu fahren, auch weil das Aufsteigen auf dieser Seite leichter ist, als drüben. Ich fuhr weiter bis zur Bahnbrücke des Güterring und wechselte dann auf einen schmalen Reitweg. Dort stieg ich schnell wieder ab, wegen Schlamm. Das war auch sinnvoll, weil wenig später eine Reiterin auf dem Weg auftauchte, die schneller war, als ein Einrad.


Am Boden steht der Bärlauch in voller Blüte. Der Abstieg gab Muse, solche Blüten zu fotogarfieren.
Dann fuhr ich weiter an der Nahle und machte auf der Brückenmauer die üblichePause, wieder in der am Freitag entdeckten Sitzweise. Ist angenehm so.

Blick hinüber zur Nahle. Den Gedanken, zur Brücke vom Freitag zu fahren, verwarf ich wegen Zeitmangel und fuhr noch eine verkürzte Runde durch beide Unterführungen am Heuweg und einen Querweg von der Eisenbahnbrücke zur Gustav-Esche-Straße. Das dauerte unerwartet lange, kann zwölf Minuten. Dann fuhr ich heimwärts.


An der Hans-Driesch-Straße machte iche eine kurze Pause. Nach ca. 1,5 Stunden beendete ich die Fahrt.