19.6.24

Nach dem Regen

Heute war ein kalter, verregneter Tag. Es sah nicht nach einer Gelegenheit zum Einrad Fahren aus. Deshalb gab ich die blaue, ungepolsterte Radlerhose mit in die Waschmaschine. 

Nach Ende des Deutschland - Ungarn (2:0) der Fußball-EM regnete es nicht mehr. So bekam ich doch noch Lust aufs Einrad. Die blaue Hose war nun noch auf der Leine und die dicke Hose mit Hosenträgern wollte ich noch nicht unbedingt anziehen. Bei der Suche nach etwas anderem hatte ich vorgestern meine erste lange Radlerhose gefunden. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 2005. Sie ist von den Sätteln abgewetzt, die ich im Laufe der Jahre verbraucht habe und hat einen Flicken in diesem Bereich. Bis Anfang 2020 hatte ich sie in Leipzig verwendet und dann durch die Ungepolsterte ersetzt. Heute bekam sie wieder einen Einsatz. 

Ich nahm das Einrad mit dem breiten 26x2,15" Reifen und zog dazu die sehr leichten Equithéme-Stiefel an. Ich wollte mal testen, ob ich damit mit dem dicken Reifen ausreichend wendig auf den Parkplätzen am Spatzennest bin. 20:08 fuhr ich los. Auch, wenn ich das Bein nach unten weit ausstrecken musste, konnte ich stressfrei fahren. Das machte ich eine halbe Stunde lang.
 

16.6.24

Durch den Wald in den Garten

 

Ich musste heute in den Garten. Bei dem schönen Wetter entschied ich mich, mit dem Einrad durch den Wald hinzufahren. Ich wählte das Einrad mit dem breiten Little Big Ben Reifen. 11:19 setzte ich mich auf den Sattel. Zunächst kurvte ich wenige Minuten auf dem Parkplatz am Spatzennest herum. Dann machte ich mich auf den Weg.

Im Wald waren die Wege trocken, aber sandig. Der dicke Reifen federte das Holpern über den Schotter gut ab und ich saß schön bequem.

Ohne absteigen zu müssen kam ich über die Zschechwitzer Straße und fuhr dann bergauf in Richtung Stadion. Dann lag ein Baum quer über dem Weg und ich musste doch noch absteigen. 

An der Zwickauer Straße musste ich verkehrsbedingt absteigen. Die Gelegenheit nutzte ich für eine kurze Pause auf dem Schlagbaum. Es war nun 11:39.

Danach ging es 900 Meter bergab. Da konnte ich mich zurücklehnen. Um nicht zu schnell zu werden, ist das auf dem Einrad bergab auch notwendig. Dieser Abschnitt ist auch mit einem Fahrrad schön freihändig zu fahren. Im Unterschied zum Einrad muss man dann nicht in die Pedalen treten. 

Je weiter ich nach unten kam, waren im Weg tiefere Rinnen durch die häufigen Niederschläge der letzten Wochen ausgespült. Weil es beragab ging, waren diese Rinnen kein Problem.

Nach einer halben Stunde Fahrt inklusive ein paar Minuten auf dem Parkplatz, der Störung durch den liegenden Baum und der Pause kam ich im Garten an und stellte das Einrad am Tor ab.
Stiefelwechsel. Die Dafna eignen sich wunderbar zum Radfahren, aber für Gartenarbeit sind die Sohlen etwas zu dünn. Die weißen Gummistiefel sind da besser geeignet. Bevor ich sie in den Garten geschafft hatte, fuhr ich auch hin wieder damit Einrad.
Jetzt ist Erdbeerenzeit. Viele waren reif zum Essen.
Um 13:20 machte ich mich auf den Heimweg. Von der Gartenanlage bis zum Waldrand fuhr ich. Dann musste ich den 900 Meter langen Hang nach oben gehen. Oben war ich etwas matt und brauchte mehrere Versuche zum Aufsteigen. Dann verlief die Fahrt ohne Probleme. An der Zwickauer Straße brauchte ich nicht absteigen. Um nicht wieder vor dem liegenden Baum absteigen zu müssen fuhr ich den Weg am Krankenhaus zur Zschechwitzer Straße herunter. Die war auch frei. Ich kam ohne abzusteigen bis zum Weg vom Parkplatz am Spatzennest zum Buchenring. Dort musste ich oben absteigen, weil ich zu langsam geworden war. Die ganze Aktion hatte wohl doch viel Kraft verbraucht.


12.6.24

Slalom mit dickem Reifen

Den Arbeitstag hatte ich heute zwischen vormittags in Holzhausen und nachmittags im Homeoffice aufgeteilt. Auf dem Rückweg von Holzhausen bot sich Gelegenheit, eine Biene bei der Arbeit zu fotografieren. Zwischendurch gab es noch einen Feuerwehreinsatz. Nach dem Homeoffice besuchte ich noch zwei Veranstaltungen.

Dann kam ich kurz vor 21 Uhr zu Hause an und es waren laut Uhr 12.000 (oder mehr) Schritte zusammengekommen. Da kam ich wegen der Vorgestern bemerkten Reifenabnutzung auf die wilde Idee, mit dem anderen Einrad am Spatzennest Slaloms, Kreise u.a. zu fahren. Das hatte ich seit vielen Monaten nicht mehr probiert. Es hat mit 26x2,15" einen ziemlich dicken Reifen. Damit kam ich damals nicht um alle Kurven und nutzte es fortan nur für längere Touren ohne enge Kurven.

Am Spatzennest fuhr ich in der Zwischenzeit mit einem schmalen 26x1,5". Weil ich lange keine längeren Touren mehr unternommen hatte, fand ich das Einrad mit fast Platten vor. Ich pumpte den Reifen auf die zulässigen 4 Bar auf, zog die für Tests immer am besten geeigneten Dafna-Stiefel an und saß 21:03 auf dem Sattel. Der fühlte sich ungewohnt weich an. Der rote Sattel ist schon zwölf Jahre auf diesem Einrad. Wahrscheinlich habe ich ihn im Laufe der Jahre weichgesessen. Nach dem Abfahren schluckte der dicke Reifen fast jede Unebenheit. Es war so ein Bisschen wie auf einem Moped, nur mit ungewöhnlich hoher Sitzbank. Beim Fahren fiel auch gleich auf, dass der Sattel höher eingestellt ist, als bei dem anderen Einrad. Etwas höher sitzen fühlt sich wundervoll an. Unter anderem, weil ich an den oberen Totpunkten die Knie nicht so sehr biegen muss. Dieses Einrad hatte ich in Leipzig benutzt und dort war diese Einstellung für die ebenen Wege ideal.

Nun merkte ich, dass ich so weniger Druck auf die vortreibende Pedale bekomme. Trotzdem konnte ich ohne Stress alle Kurven fahren, um die ich mit dem schmalen Reifen gekommen war. Es erforderte nur mehr Baucharbeit. Diese Baucharbeit habe ich wahrscheinlich mit den Slaloms verbessert. Ich war mit dem unerwarteten Ergebnis zunächst zufrieden und machte nach fünf Minuten eine kleine Pause.

Eigentlich hatte ich wegen der schlechten Lichtverhältnisse am Abend nicht vorgehabt, Videos aufzunehmen und auch keine Halterung mit rausgenommen. Ich probierte, das Handy irgenwie mit den Hülle aufzustellen. Glücklicherweise war Windstille und es blieb stehen. Das höhere Sitzen machte sich nun noch deutlicher bemerkbar. Es fühlte sich sehr schön an, erschwerte aber, Korrekturen mit Geschwindigkeitsänderungen zu unterstützen. Also wieder mehr Baucharbeit. 

Auf der Wendeschleife hinter der Kamera musste ich absteigen.
 

Ich stieg wieder auf und erwog während des Slalom, den Sattel niedriger zu stellen, um mehr Sicherheit in der Wendeschleife zu bekommen, kam dann ohne Probleme durch die Wendeschleife und wollte erstmal so angenehm sitzen bleiben. Damit blieb der Sattel auf der Höhe, wo er war. Auffällig blieb der geringere Druck auf die Pedalen nur, wenn ich vom Parkplatz zum Buchenring hoch fuhr. Da wurde ich sehr langsam, musste aber nie absteigen.

Auf der Tonspur ist das laute Rollgeräusch des Reifens deutlich zu vernehmen.

21:33 meinte ich dann, einen gespreitzen Slalom probieren zu müssen. Wie gewöhlich legte ich jeden zweiten Stein von ein paar Zentimetern rechts der Stiefel in den gleichen Abstand nach links.

Auch der gespreizte klappte ohne Stress. Zu diesem Zeitpunkt war die Sonne bereits untergegangen. Die Qualität des Videos ist deshalb schlecht. Es reicht jedoch aus, zu sehen, dass mir der Slalom ziemlich leicht fiel. Irgendwann legte ich die Steine wieder in einer Linie. Nebenbei fiel auch auf, dass beim höheren Sitzen zwar der Antritt schwächer ist, aber dafür kann ich die Beine schneller bewegen.

21:58 schien der Mond durch eine Wolkenlücke. Kurz darauf zeigte die Uhr 20.000 Schritte an. Fünf Minuten später war eine Stunde um. Ich hatte eigentlich nur vor gehabt, kurz zu testen, ob ich mit dem dicken Reifen am Spatzennest irgendwas machen kann und es ging alles.

10.6.24

Späte Fahrt bei Regen

 

Um im Urlaub nicht meine drei Brokkoli-Stauden einzubüßen, hatte ich ein elektronisch gesteuertes Bewässerungsgerät bestellt. Bevor ich mit dem Einrad raus konnte, musste ich erst die Ankunft des Pakets abwarten. Es kam kurz vor 20 Uhr. 

20:17 saß ich dann auf dem Sattel. Vor dem Start bot sich ein unschöner Anblick.

Der Reifen ist bis aufs Gewebe abgerieben. Den DSI-Reifen fahre ich mit 65 PSI (4,5 Bar), damit das Einrad leicht rollt und gut steuerbar ist. Trotzdem ging die Abnutzung relativ schnell. Wahrscheinlich hat das kurvenreiche Fahren mit häufigen Slaloms am Spatzennest zu verstärktem Abrieb geführt. Von der Reifensorte habe ich noch einen Reserve.

Auf das Fahrenverhalten hatte diese Abnutzung noch keine Auswirkung. In den Wald sollte ich mit diesem Reifen nicht mehr fahren und bei Zeiten den Wechsel vornehmen. 


20:40 machte ich eine Pause. Ich hatte Dafna-Stiefel an. Bei warmen Wetter ziehe ich gerne Bambussocken an. Damit bleiben die Füße lange schweißfrei. In den Stiefeln Black Forrest und Equithéme hatte ich schon lange dünne Bambussocken verwendet. Bei den Dafna bot sich das noch nicht an, weil das Futter unter den Füßen aufgerissen ist und diese Stiefel nur mit dickeren Socken richtig bequem sind. Heute probierte ich vor kurzem besorgte dicke Bambussocken. Damit fühlte ich mich sehr wohl in den Stiefeln und zu diesem Zeitpunkt waren die Füße trocken, als hätte ich die Stiefel gerade erst angezogen. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber gerade 23 Minuten gefahren.

Die Pause dauerte nur ein paar Sekunden. Als ich wieder losfuhr, fing es an, zu regnen.

Mit Stiefeln und eng anliegenden Hosen bei Regen fahren ist nicht unangenehm, solange es an den Oberschenkeln nicht zu kalt wird. Am meisten stört, wenn die Brille so nass wird, dass nichts mehr zu sehen ist. Dazu war der Regen nicht intensiv genug.

Bei einem Stopp 20:56 sah es dann so aus.

Ein Regentropfen trifft den Stiefel.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regen nachgelassen und es zeigte sich eine helle Stelle in der Wolkendecke. Dieses Nachlassen dauerte nicht lange und der Regen wurde wieder intensiver.

20:57

Unter einem Baum blieb eine Stelle trocken. Der Reifen malte darauf Bögen. Ich malte einige parallele Bögen. In China hatte ich mal einen Mann gesehen, der in einem Park mit Pinsel und Wasser Schriftzeichen auf einen Weg malte. Die verschwanden schnell wieder. Meine Bögen ebenso.

Nasser Stiefel auf nassem Boden. 21:02, eine Drieviertelstunde nach Beginn, war ich abgestiegen, um die Bögen zu fotografieren. Was in den Stiefeln steckte, war trocken geblieben. Das Fußklima war immer noch so, als hätte ich die Stiefel gerade erst angezogen.

Jetzt hörte auch der Regen auf und ich fuhr nach Hause.

30.5.24

Abends nach dem Regen

Nach 19:00 kam ich nach Hause. Nach einem verregneten Tag hatte sich die Wolkendecke etwas aufgelockert und es ergab sich eine unerwartete Gelegenheit zum Einrad fahren. 19:42 saß ich auf dem Sattel.

Weil ich lange keine Bilder mehr hier gepostet hatte, probierte ich, mit feststehender Handykamera kurze Videos aufzunehmen, daraus Einzelbilder zu gewinnen. Wegen Speichermangel nahm ich nur mit Full HD auf. Höhere Auflösung bringt bei ungünstigen Lichtverhältnissen auch nur mehr Rauschen und Unschärfen.

Die Bildausschnitte sind im Original nur 600 bis 1000 Pixel hoch. Ich habe sie mit Topaz Photo AI etwas nachbearbeitet und auf einheitlich 1200 Pixel Höhe gebracht. Wenn man die Bilder anklickt, werden sie in dieser Größe angezeigt. Die Qualitätsverbesserung ist auffällig (links Original, rechts Bearbeitung).

Das der Boden so dunkel aussieht, liegt nicht nur an fehlender Sonne, sondern hauptsächlich an der Nässe. Auf nassem Asphalt fahre ich gerne, weil das Einrad dort kleine Kurskorrekturen durch Hüftdrehungen leichter annimmt. 

Im vorigen Bild ist der linke Stiefel am unteren Totpunkt der Pedalen ohne Unschärfen abgebildet. Bei nahezu waagerechter Kurbelstellung ist das nicht mehr der Fall. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass sich am unteren Totpunkt der Fuß relativ zur Radnabe nach hinten bewegt und diese Bewegung von der Vorwärtsbewegung des Einrades abgezogen werden muss. Dafür spricht auch, dass die unteren Speichen schärfer abgebildet sind, als die oberhalb der Nabe.
Hier beginnt diese Rückwärtsbewegung des linken Beines und der Stiefel ist wieder gut abgebildet.

Schräg von vorn aufgenommen.


Heute hatte ich nach längerer Unterbrechung einmal die Black Forrest Stiefel an. Sie unterscheiden sich von den gleichhohen Dafna durch einen vorn spitzen Fußteil und enge Öffnungen oben zum Reinschlüpfen. Letzteres ist bei Nässe vorteilhaft. Es gab aber kaum Pfützen und die Schäfte blieben trocken.

Auch hier ist der unten liegende Fuß in Rückwärtsbewegung gut abgebildet.

Die Nässe ist hier gut am glänzenden Reifen zu erkennen.

Noch eins von der Seite. Auf diesem ist der linke Stiefel am unteren Totpunkt wieder gut abgebildet.

Der Abstieg
Bewegungsunschärfe am linken Fuß. Zur schnellen Abwärtsbewegung kommt das Abspreitzen des Fußes hinzu.
Die Bodenberührung beendet die Beweungsunschärfe.
Geknautschter Stiefel


 

Ich nahm noch ein zweites Video auf. Das brachte nur wenige Sekunden, weil dann der Speicher voll war.
Nach Anschauen des ersten Videos fuhr ich nun näher an der Kamera vorbei. Das fällt eher dadurch auf, dass vom Gebäude im Hinergrund mehr Etagen zu sehen sind, als durch bessere Bildqualität.
Lediglich diese seitlichen sind merklich besser geworden.

Nach den Videos legte ich wieder einen Slalom mit Steinen und fuhr die üblichen Übungen. Das machte wie immer viel Spaß und diente auch gewissermaßen der Rehabilitierung der Stiefel. Die letzte Fahrt damit war anstrengend und ich musste auch einmal unfrewillig absteigen. Die Ursache lag nicht bei den Stiefeln. Ich hatte einen Slalom, aus dem heraus ich aufwärts fahren musste. Heute hatte ich nicht solche anstrengenden Sachen und fühlte mich in den Black Forrest auf dem Einrad wunderbar. Alles war leicht und nie gab es ein Problem.

Nach einiger Zeit hatte ich eine Unterhaltung mit einer Frau, die sich das Einrad fahren gerne anguckt. Hin und wieder kommt es zu solchen positiven Rückmeldungen.

Bei allen Pausen blieb ich heute auf dem Sattel sitzen. Die Mauer war noch zu nass zum Draufsetzen.

Ich hatte vor, so lange zu fahren, bis die Uhr 12.000 Schritte anzeigt. Danach fuhr ich noch einige Minuten weiter, bis eine Dreiviertelstunde voll war.






28.5.24

Dienstag Abend

Heute Abend kam ich früher nach Hause als erwartet. Gleich aufs Einrad setzen konnte ich mich jedoch nicht, sondern musste erstmal Hämorrhoiden ausbluten lassen. Das war kurz nach 19 Uhr erledigt. 19:25 saß ich dann auf dem Einrad. Bei 18°C und Sonnenschein war das Wetter nach einem verregneten Tag noch ideal geworden. Das Fremdkörpergefühl im Darm war vollständig verschwunden und auf dem bequemen Sattel saß ich beschwerdefrei. So war das Fahren angenehm und machte sofort Spaß. 

Weil die Parkplätze am Spatzennest bereits im Schatten lagen, lohnten sich fotografische Experimente nicht und für eine Tour in den Wald reichte die Zeit nicht mehr. So fuhr ich bis 20:00 in Südost umher. Zu dieser Zeit zeigte die Uhr auch 15.000 Schritte an.

22.5.24

Nach 21 Uhr

Heute kam ich gegen 21 Uhr von Leipzig nach Hause. Nach einem verregneten Tag war das Wetter wieder schön und ich bekam noch Lust auf das Einrad. So fuhr ich von 21:05 bis 21.30 in der Umgebung des Spatzennest. Besonderheiten gab es dabei nicht. Die Erinnerung an das angenehme Sitzgefühl auf dem Einrad hatte mich zur späten Stunde rausgetrieben und das Wohlgefühl war dann auch wieder da. 

20.5.24

Eine halbe Stunde am Pfingsmontag

Pfingsten war mit Veranstaltungen angefüllt und es blieb zunächst keine Zeit für das Einrag. Heute am Pfingstmontag gab es im Garten zu tun. Danach hatte ich in der Stadt etwas gegessen und hatte einen Mittagsschlaf vor. Auf dem Heimweg wurde ich etwas munterer und das Wetter war schön. Deshalb dachte ich darüber nach, doch noch zu fahren und machte einen kurzen Aufstiegstest im Flur. Zuvor hatte ich noch kurz überlegt, welche Stiefel ich anziehen soll. Bei 23°C und Sonne sind normalerweise die kurzen Equithéme sehr angenehm, aber die Müdigkeit sind die Dafna besser. Mit denen fährt das Einrad fast wie von selbst. Ich entschied mich für die Dafna.

15:35 fuhr ich los und kurvte wieder im Bereich Spatzennest/Pappelstraße herum. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich laut Uhr 9.000 Schritte zurückgelegt. Das Fahren machte wieder schnell munter und die Ermüdungserscheinungen waren weg. Ich legte dann noch einen Slalom aus, der sich auch problemelos fahren ließ. 

Aus Gründen von Zeitmangel begnügte ich mich mit einer Viertelstunde und nahm auch keine Fotos oder Videos auf.

14.5.24

Erschwerter Slalom

Heute wollte ich nur mal kurz Einrad fahren, weil es noch andere Sachen zu tun gibt und wegen einer bevorstehenden klaren Nacht nicht viel Zeit ist. Deshalb machte ich es mir ein Bisschen ungemütlich (von Gisela Kohl-Eppelt gemauste Formulierung). Ich zog seit langem einmal wieder die Stylo-Stiefel an. Die sind zwar nicht unbequem, aber passen schlecht auf die Pedalen. Man kann leicht auf die Kurbeln rutschen und muss vorsichtig fahren. 

18:09 fuhr ich los. Die Sonne schien am wolkenlosen Himmel. Mit 24°C war es noch warm, aber der Wind machte es angenehm.

Zuerst fuhr ich einen geraden Slalom. Der ließ sich problemlos fahren. Dann legte ich einen schwierigeren gespreizten Slalom und nahm ein Video auf.

Dieser Slalom war dann anstrengend. Auf dem Video fällt das beim Slalom an sich nicht auf. Auffällig ist der große Wendekreis, den ich am Ende benötige. 

Das Video ist ziemlich unsymmetrisch. Deshalb nahm ich noch ein besser ausgerichtetes auf.

Danach legte ich den Slalom wieder gerade in einer Linie aus und das Fahren wurde wieder unangestrengt. Ein Video nahm ich davon nicht mehr auf, weil die Schattengrenze auf die Steine zu wanderte.

Fünf Minuten nach dem zweiten Video lagen die Steine im Schatten. Ich fuhr dann ein Bisschen herum, bis ich 30 Minuten gefahren war.

12.5.24

Pendeln nach der Kneiptour

Gestern war ich auf Kneiptour. Das ist das Altenburger Kneipenmusikfestival. Das viele Herumlaufen machte viel Durst. Um 23 Uhr hatte ich noch Leute zu Renate gelockt, weil dort freie Sicht ist, falls nochmal Polarlichter zu sehen sein sollten. Daraus wurde jedoch nichts. Trotzdem war ich vormittags etwas träge. Von Kater zu sprechen, wäre aber übertrieben. Gegen solche Müdigkeit hilft Bewegung an der frischen Luft, um den Kreislauf nicht gleich zu überlasten, am besten im bequemen Sitzen. 11:57 saß ich auf dem Einrad. Bei 18°C und Sonne war das Wetter schön und ich fühlte mich schnell wohl.


Anfangs sollte dieser Post ohne Bilder sein. Ich kam dann aber auf die Idee, mal das Pendeln auf der Stelle aufzunehmen. Das hatte ich in der letzten Zeit selten geübt, ist aber eine sinnvolle Angelegenheit. Wenn man irgendwo warten muss und sich nicht irgendwo festhalten kann und nicht absteigen will, kann man eine Weile pendeln oder auch auf der Stelle wenden und zurückfahren.

Um für ein Video günstig im Bildausschnitt zu liegen, machte ich zunächst eine Messfahrt mit einem kurzen Slalom.

Am von der Kamera aus gesehen dritten Stein sah es brauchbar aus. Ich bin da nicht zu weit weg und habe für das Pendeln seitlich etwas Reserve. Bei dem recht großen 26"-Rad ist es schwierig, in die Bildmitte zu gelangen, weil beim Pendeln ein Fuß unten sein muss und das im Abstand von ca. einem Meter möglich ist.

Das funktionierte dann auf Anhieb. Ich kam von rechts angefahren, pendelte, drehte mich dabei langsam um 360° und fuhr dann weiter. Weil ich dabei ungeübt bin, sieht es wackelig aus. Immerhin musste ich nicht absteigen.

Das Schwierigste ist zunächst, das Einrad abzufangen, ohne Abzusteigen. Die Sattelstütze ist hier 32° nach hinten geneigt, der Rücken weniger. Bei einer ähnlichen Aufnahme von 2016 sieht es genauso aus. Glücklicherweise ist diese Rücklage auf dem Einrad nicht so zu spüren. Sonst würde ich vielleicht Angst bekommen.
Zurückpendeln
90° gedreht

180°

Der rechte Fuß ist jetzt unten. Es ist gut zu sehen, dass die Mitte der Pendelbewegungjetzt links neben der Steinlinie liegt. Die Bildreserve reichte aber aus.

270°: Gegenüber 180° ist zu sehen, dass ich mich etwas nach links bewegt habe.
Schließlich ist die volle Drehung geschafft,
Beim Rückpendeln lasse ich mich etwas nach vorn fallen und fahre an.

Und wieder geht es in den Kreis.

Danach war Gebrumm zu hören. Die Ursache war eine AN-2.
 

Später probierte ich einen Slalom mit versetzten Spuren.

Danach nahm ich noch ein Video mit entspanntem Herumfahren auf.

Ich hatte heute die Dafna-Stiefel an. Die sind meistens auf dem Einrad meine Lieblingsstiefel. Mit den langen Schäften sorgen sie für ruhiges Fahren und die Sohlen passen sehr gut zu den Pedalen. So kann ich sie im Wald und auch beim Slalom gut verwenden. Besonders gut geht entspanntes Herumfahren mit herunterbaumelnden Armen. Das sieht mit diesen Stiefeln ruhiger aus, als am 9.5. mit den Equithéme.
Auch von hinten sieht es entspannt aus.
Wieder von vorn. Es fühlt sich wunderschön an, so dazusitzen, fast nichts zu machen und trotzdem fortzubewegen.
Rückwärts muss ich nach der Wende noch kurz mit dem rechten Arm etwas ausgleichen.
Dann ist wieder alles ruhig.
Auch der Abstieg geht ruhig vonstatten.
Hier ist mal von vorn zu sehen, wie die linke Hand den Sattel ergriffen hat.
Bodenkontakt. 

Ich fuhr dann noch weiter, bis die Uhr 6000 Schritte anzeigte. Das war nach achtzig Minuten der Fall.