Die letzte Fahrt mit dem Einrad war mehr als drei Wochen her. Ich hatte wegen zahlreicher Veranstaltungen und Veranstaltungsvorbereitungen keine Zeit gefunden. Es entstand so etwas wie Entzugserscheinungen, denn Einrad fahren ist Quelle und Ausdruck von Lebensfreude.
Heute war zwar auch eine Veranstaltungsvorbereitung, aber die war gut organisiert und deckte nebenher das Abendessen ab. So war ich kurz vor 19 Uhr zuhause und konnte mich noch aufs Einrad setzen. Ich war schon etwas hibbelig in Vorfreude.
19:03 fuhr ich los. Nach einem verregneten Morgen war es nicht sonderlich warm geworden und das Thermometer zeigte noch 19°C. Ungefähr eine Stunde später sollte schon die Sonne untergehen. In den Wochen um die Tagundnachtgleiche macht sie das ziemlich steil und es wird schnell dunkel, fast wie in den Tropen. Für ein Video musste ich mich deshalb beeilen.
19:11 machte ich einen ersten Versuch. Das Video geriet am Anfang unscharf, weil die Kamera sich bei den nicht optimalen Lichtverhältnissen auf den vordersten Stein fokussierte. Deshalb nahm ich später gleich noch ein Video auf, bei dem dieser Stein nicht im Blickfeld lag. Später stellte sich heraus, dass das erste Video nach einer Minute doch noch scharf gestellt wurde.Die Lebensfreude stellte sich sofort ein. Das Sitzen auf dem Einrad ist ein genussvolles Erlebnis. Zudem hatte ich meine derzeitigen Lieblingsstiefel angezogen, die Acquo Greta+. Die sind mit ihren langen Schäften sehr bequem, es lässt sich sehr gut damit fahren und sie sind obendrein nach meinem Geschmack wunderschön.
Bergab ist der Slalom sehr leicht zu fahren. So kann man während der Fahrt auch winken oder sonstwas machen. Es machten sich dabei Bewegungsunschärfen bemerkbar. Am Endpunkt ist die Hand scharf abgebildet.
In der Mitte der Bewegung ist die Unschärfe deutlich.Bei der Annäherung an die Kamera ist das alles etwas unscharf.Beim Abstieg zeigen sich dann helle Reflexe an den Stiefeln. Das Gelände lag im Schatten. Das Licht der untergangsnahen Sonne wurde von einem Gebäude reflektiert.Auch nach der Bodenberührung waren diese Reflexe noch da.
Das zweite Video gelang - wie erhofft - von Anfang an ordentlich fokussiert.
Bergab fuhr ich die Kurven weit ausladend. Das war trotzdem nicht schwierig und fühlte sich gut an.Der Abstieg: Die Reflexionen vom ersten Video waren inzwischen verschwunden.
Pause 19:27, zehn Minuten nach dem letzten Slalom. In den Stiefeln spiegelte sich noch alles Mögliche.
Z.B. der Himmel mit Wolken.Eine Pause 19:44. Wenig später war eine Dreiviertelstunde um. Ich beendete dann das Fahren, um die angekündigte klare Nacht nutzen zu können. U.a. war eine Nova im Sternbild Pfeil entdeckt worden.































































