18.1.22

Licht- und Materialfragen

Zwischen Arbeit und einer Abendveranstaltung blieb um 18 Uhr herum etwas Zeit für das Einrad. Heute hatte morgens geschneit, dann geregnet und abends war es dann niederschlagsfrei.

Lust auf Fahren machte unter anderem eine kleine Materialfrage. Bei den Black Forest Stiefeln hatte ich die verschlissenen Original-Einlegesohlen ausgetauscht. Dadurch fühlten sich die Stiefel wie neu, aber auch enger an.

17:49 fuhr ich los, um ein paar Parkplatzrunden um Spatzennest zu fahren. Die Sonne war 16:37 untergegangen. Das ist mehr als eine halbe Stunde später, als Mitte Dezember. Einen Einfluss auf die Lichtverhältnisse hatte das noch nicht.

Vom Startpunkt am Geländer hinter Buchenring 37 sah es so aus. Der Nachtmodus des Handys bildet deutlich heller ab, als das bloße Auge.



Den visuellen Eindruck gibt diese Bearbeitung ungefähr wieder. Oben ist es ziemlich dunkel, während der Parkplatz ausgeleuchtet ist. Das bereitete aber nicht mehr Probleme wie am 4.1.  

Mit den Stiefeln ließ es sich gut fahren, bequem und sicher. Ich fuhr auch einmal den Weg zum Buchenring hoch und bog links in Richtung Bushaltestelle ab, um dann wie erstmals vorgestern in einer Rechtskurve auf den Parkplatz herunterzufahren. Das klappte auch im Dunkeln.

Nach einer Viertelstunde beendete ich das Fahren.

16.1.22

Mal wieder durch den Wald

 

Nach einer teilweise klaren Nacht gab es einen wunderschönen, sonnigen Morgen bei Temperaturen nahe am Gefrierpunkt. Dieses Wetter lud zu einer Fahrt mit dem Einrad ein. Noch bevor ich losfuhr, war der Himmel zwar schon wieder grau, aber auf dem Einrad ist es auch so schön, solange die Wegeverhältnisse nicht zu anstrengend sind.


Kurz vor 12 Uhr verließ ich mit dem Einrad die Wohnung und saß 11:57 auf dem Sattel. Draußen wehten kalte Windböen aus wechselnden Richtungen. Sie waren nicht so stark, dass ich merkliche Ausgleichsbewegungen machen musste. Die Kälte störte eher.

Auf dem Parkplatz des Spatzennest drehte ich zum Warmfahren ein paar Runden und machte mich dann auf den Weg zum Wald. Dass ich in der letzten Zeit oft Kreise rechts herum geübt hatte, wirkte sich jetzt positiv auf die Bequemlichkeit aus. Im letzten Herbst hatte das Einrad manchmal nach links gezogen. In diesen Phasen hatte ich etwas schief gesessen. Heute saß ich wie früher entspannt gerade und sehr bequem.

Bald erreichte ich den Wald. Von weitem sah der Weg verschlammt aus. Als ich ihn unter dem Reifen hatte, fühlte er sich befahrbar an. Das Laub war weg und der Schlamm war noch etwas angefroren. Der Weg war zwar holprig, aber nicht so sehr, wie im vorigen Jahr.

An der Kreuzung bog ich in Richtung Umgehungsstraße/Paditz ab. 

Auf der Feldausfahrt vor der Brücke nahm ich ein kurzes Video vom Fahrem im Kreis auf.

Wegen der Übungen am Spatzennest fiel das nach anderthalb Monaten Pause leicht.
Während dieser Kreise hatte ich eine Kurvenlage von etwas mehr als 20°. Die innere Pedale setzt bei ca. 43° auf dem Boden auf. Weil ich im Schnellfahren nicht geübt bin, ist die diese Sicherheitsreserve mehr als ausreichend.
 

Ich fuhr danach über die Brücke und dann weiter zum Radweg an der Umgehungsstraße. Die Pflanzen, die noch Ende November blühten, waren verblüht. Dafür blühte nun ein Haselnussstrauch. In den letzten Tagen wurde in Wetterberichten mehrfach darauf hingewiesen, weil diese Blüten allergen sind. Ich versuchte,sie vom Sattel aus zu fotografieren. Dazu fuhr ich mehrmals hin und her, wobei ich auf den Gabelungen am Radweg und an der Paditzer Straße wendete.

Ich stieg dann aber doch noch ab, um aus der Nähe zu fotografieren.
Das Einrad lehnte derweil am Hochspannungsmast.

Die Aktion brachte mir nasse Stiefel ein. Damit kann es beim Aufsteigen glatt auf den Pedalen werden. Probleme entstanden aber nicht. Während der weiteren Fahrt machte sich dann jedoch der kalte Wind an den Stiefeln bemerkbar. Das Material wurde härter. Das war nicht unbedingt schlecht, denn ich war auf dem Rückweg in den holprigen Wald. Durch das Futter war die Kälte noch nicht durchgedrungen. Die Füße hatten es behaglich in den Stiefeln.

Die Fahrt durch den Wald verlief unproblematisch. 12:37 kam ich wieder im Buchenring an. Weil es noch schön bequem auf dem Sattel war, wollte ich die Fahrzeit noch auf eine Stunde hinauszögern. Deshalb bog ich von der Bushaltestelle her kommend rechts ab zum Parkplatz des Spatzennest, um dort noch 20 Minuten herumzukurven.

Trotz der sehr ebenen Wegeverhältnisse am Spatzennest ist das Fahren anstrengender, als gewöhnliches Geradeausfahren. Im Kreis muss die Geschwindigkeit konstant gehalten werden. Richtungsänderungen erfordern Gewichtsverlagerungen und Beschleunigungen. Ich versuchte, das möglichst energiesparend zu fahren. Das klappte auch und fühlte sich entspannt an. Zwischendurch fuhr ich ab und zu zum Buchenring hoch und wieder zum Parkplatz runter. Manchmal machte ich auch ein paar Sekunden Pause an der Mauer. 

12:57 fuhr ich dann nach Hause.


4.1.22

Erste Fahrt im Jahr 2022

Zwischen den Feiertagen war ich nicht zum Einrad fahren gekommen. Heute ergab sich abends etwas Zeit. Es hatte zwar tagsüber viel geregnet, doch als ich um 19:35 losfuhr war es trocken und mit 8°C mild.

Ich fuhr wieder einige Runden auf dem Parkplatz am Spatzennest. Beim Start an der Rückseite des Wohnblocks des Buchenring kam mir der Fußweg ungewöhnlich dunkel vor. Der Weg hat keine Beleuchtung und im Dezember von Schwibbögen ausgeleuchtet worden. Beim Herunterfahren zum Parkplatz bereitete das noch keine Probleme.

Ich fuhr dann auf dem nassen Parkplatz einige Runden und fuhr dann wieder hoch zum Weg am Haus. Auf dem dunklen Abschnitt war ich dann zu langsam und musste absteigen. Ich wiederholte dass dann noch zweimal ohne absteigen zu müssen und fuhr dann nach Hause.

23.12.21

Nachts in Weiß

Das auf dem Video von der gestrigen Fahrt nur wenig zu sehen ist, liegt auch daran, dass ich schwarze Klamotten an hatte. Deshalb wollte ich es nochmal mit hellerer Kleidung probieren. Da fand sich auch etwas an, eine weiße Hose, eine helle Jacke und die grauen Stiefel, mit denen ich schon gefahren war, zuletzt im Oktober.
Beim Probesitzen war das okay, nur nicht ganz so bequem, wie das schwarze Zeug.

Um 18:15 fuhr ich los. Vor dem Start brauchte ich ein paar Sekunden, um die profilierten Sohlen so auszurichten, dass die Stiefel sich auf den Pedalen gut anfühlten und dann war es angenehm.

Kurz vor Fahrtantritt hatte es geregnet und der Parkplatz war nass. Das Einrad zeigte aber wie gewohnt, keine Neigung, in engen Kurven auszubrechen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich mit dem gesamten Körpergewicht auf einem Reifen sitze. 

Auf dem Video bin ich mit der hellen Kleidung nun gut zu sehen. Wobei zu beachten ist, dass die Beleuchtung das meiste Licht zu Seite abgibt.


22.12.21

Nachtrunden

Meine letzte Fahrt mit dem Einrad war zehn Tage her. Heute bot sich am Abend einmal wieder eine Gelegenheit für ein paar Runden auf dem Parkplatz des Spatzennest. 19:11 fuhr ich los. Mit knapp unter 0°C war es zunächst etwas kühl, aber die Bewegung wärmte schnell auf.


Ein kleines Video. Das Licht reichte nur für für eine schemenhafte Abbildung. Visuell reichte es völlig aus, um sicher fahren zu können. Weil der Belag trocken war, erschien er ziemlich hell.

Zweimal machte ich eine Pause an der Mauer. Dort ist es wegen an der Gebäudeseite angebrachter Lampen sehr hell (s. 23.11.21). Vom Boden zurückgeworfenes Licht lässt den schwarzen Stiefel hell erscheinen.  

Nach etwas weniger als einer halben Stunde beendete ich das Fahren. Das war zwar kurz, doch es war angenehm, mal wieder auf dem Einrad zu sitzen.

12.12.21

Kleine Nutzlast

Das Fahren mit dem Einrad ist für mich im wesentlichen ein Selbstzweck. Es fühlt sich gut an und deswegen mache ich es gerne. Der Transport von Nutzlasten kommt selten vor. Früher hatte ich in Altenburg mal einen Brief weggeschafft oder war durch den Wald zu Fußballspielen gefahren und hatte dabei eine Kamera transportiert, um Fotos für Spielberichte zu machen. Als ich in Leipzig fuhr, hatte ich manchmal Wildkräuter aus dem Auwald mitgebracht, um Salate oder Tees zuzubereiten.

Heute fiel mir morgens ein, dass noch ein Brief weggeschafft werden muss. Die bequemste Variante war, mit dem Einrad zu fahren.

 

Auf der Karte ist der Parkplatz am Spatzennest rechts zu sehen (Integrative Kindertagesstätte) und der Briefkasten befindet sich links auf dem Parkplatz unterhalb der Waben. Bemerkenswert ist das kleine grüne Dreieck auf dem Parkplatz. 

Eine Strecke sind ca. 600 Meter. Mit dem Einrad brauche ich dafür ca. drei Minuten. Die Wettervorhersage kündigte Regen an. Deshalb beeeilte ich mich mit dem losfahren und kam im Trockenen am Briefkasten an. Dort konnte ich mich festhalten, brauchte nicht abzusteigen und warf den Brief bequem sitzend ein. 

Der Parkplatz war fast leer. So konnte ich dort noch etwas fahren. Das o.g. Dreieck ist ideal zum Üben von Rechtskurven. Es ist zur Spitze hin leicht abschüssig. Man kann mit Schwung um die Spitze herum fahren. Erscheint die Kurve zu eng, ist genügend Platz, um den Radius zu vergrößern. Vor zehn Jahren hatte ich diesen Parkplatz öfters für Nachtfahrten benutzt.

Ich fuhr dann zurück zum Parkplatz am Spatzennest. Gestern hatte ich darüber geschrieben, dass eine gute Wendestelle am Müllplatz durch einen umgestürzten Container verengt ist und dass mir trotzdem das Wenden sehr leicht fiel. Heute nahm ich das als Video auf.

Früher hatte ich Videos oft mit 30 fps aufgenommen. Sie dienten hauptsächlich dazu, Einzelbilder zu gewinnen und das sparte Speicher. Die kurzen Videos auf Youtube waren Nebenprodukte und entsprechend ruckelig. Bei dem von gestern ist das deutlich erkennbar. Heute war das Video wichtiger, weshalb ich 60 fps nahm. Ich habe zwei Wenden mit MP4Joiner zusammengeschnitten. Zuvor hatte ich es mit dem Video Maker von Microsoft probiert. Der erkannte seine eigenen Codecs nicht und machte maximal HD draus:

Aus der 4K-Version noch ein paar Einzelbilder:

Die erste Wende, Beginn mit geringer Kurvenlage

In der Kurve

Fertig

In der zweite Wende komme ich fast auf der Wegmitte schräg an der Wendestelle an. Dadurch wird der Kurvenwinkel größer als 180°.

Nun geht es in die Kurve.



Fertig. Ich fuhr dann noch ein paar Minuten Kreise und Achten. Der angekündigte Regen kam nicht.

11.12.21

Wieder Parkplatzrunden

Nach trüben Tagen mit Schnee und Regen war gestern schönes Wetter und eine klare Nacht brachte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Heute hatte ich etwas Zeit für das Einrad. Nach dem Matschwetter erschien es nicht sinnvoll, in den Wald zu fahren. Auf dem Parkplatz des Spatzennest herumzufahren schien machbar.


Von oben war mittags noch Reif auf der Wiese hinterm Haus zu sehen. Das legte Vorsicht wegen möglicher Glätte nahe.

 
 
Wenige Minuten vor 13:30 fuhr ich los. Der Parkplatz war ca. zur Hälfte trocken. Die nassen Abschnitte sahen eisfrei aus. So konnte ich meine Runden drehen. Am Anfang nahm ich ein kurzes Video auf.

Zuerst fuhr ich langsam eine Prüfrunde links herum.
Vom Sattel aus war keine Glätte zu spüren.
So fuhr ich den Kreis ohne Rutschen zu Ende.
Dann fuhr ich in eine Acht, um rechts herum im Kreis zu fahren.

Rechts herum fahre ich nicht so gerne. Mit dem rechten Auge sehe ich nichts und muss mich deshalb etwas zur Seite drehen. Das verringert die Balancereserve. In den meisten Kurven ist das nicht weiter schlimm, im Kreis allerdings etwas unbequem.

Wahrscheinlich spielt hier auch ein Vermeidungseffekt eine Rolle. Meistens ist weniger Platz und dann fahre ich die Kreise lieber links herum.

Das Eindrehen klappte.


Das Fahren im Kreis rechts herum klappte, aber die verdrehte Haltung blieb.
Die nächste Runde

Dann lehnte ich mich wieder nach links.

So ist es schön, bequem und entspannt auf dem Einrad sitzen und ohne Anstrengung in die Pedalen treten
Für seitliche Vorbeifahrten waren die Lichtverhältnisse ungünstig. Die schwache Wintersonne brachte bei Hochnebel nicht genügend Licht, um Bewegungsunschärfen und Fokussierprobleme zu vermeiden.
In der nächsten Runde hatte ich mehr Kurvenlage.

Die nächste Runde
Schräg von vorn waren die Bewegungsunschärfen nicht so schlimm, wie von der Seite.
Ich fuhr dann noch ein paar Runden.
Die letzte beendete ich mit dem Abstieg.
Dazu richtete ich das Einrad auf.
Die linke Hand fasste zum Sattel und ich nahm den linken Stiefel von der Pedale.

Das abgebremste Einrad kippte nach vorn.
Der linke Stiefel berührte den Boden.


Denn Müllplatz nutze ich gerne zum Wenden, wenn ich an der Mauer eine Pause machen möchte. Heute war er wegen eines umgestürzten Containers verengt. Trotzdem fiel es unerwartet leicht, die Wende zu fahren. Ich machte das öfters, allerdings immer links herum wegen der o.g. Probleme.

Nach 20-25 Minuten machte ich eine letzte Pause am Geländer oben am Buchenring.

Heute hatte ich zum ersten mal in diesem Herbst die niedrigen Spiefel von USG auf dem Einrad an. Die Parkplatzrunden ließen sich damit sehr gut fahren.

Auf dem letzten Stück Fahrt bis zur Haustür kam das Einrad dann doch einmal ins Rutschen. Nach einigen Zentimetern fing es sich jedoch wieder.