14.8.19

Mit neuem Reifen ins Rosental

Nach einer weiteren Hitzewelle hatte es sich am Montag merklich abgekühlt und es wurde wieder schönes Einradwetter. Heute hatte ich nach Feierabend auch etwas Zeit zum Fahren.
Bisher war ich mit dem neuen Reifen immer in Richtung Westen gefahren. Heute hatte ich mir das Ostufer des Elsterbeckens und das Rosental vorgenommen.

Kurz vor 18:25 fuhr ich los. Der Boden war sehr trocken. Auf dem Sand triftete das Rad etwas. Deshalb hatte ich solche Verhältnisse schon als "Trockenschlamm" bezeichnet. Trotzdem ließ es sich leicht fahren und ich kam schnell zu den Brücken. Die Auffahrten auf die Brücken waren mit dem alten, dünnen Reifen immer anstrengend gewesen. Heute ging es relativ leicht. Etwas Respekt hatte ich vor der rechtwinkligen Abfahrt von der Luppebrücke. Rechtskurven konnte ich bis dahin weniger eng fahren, als mit dem schmaleren alten Reifen. Das klappte jedoch auch.

Der Platz, auf dem ich früher öfters Kreise und Achten geübt hatte, war wieder verschlossen. Deshalb machte ich mich daran, den Verbindungsweg zum Rosental zu fahren.


Dieser Waldweg ist schön kurvenreich und schmal. Darauf zu fahren macht Spaß, wenn es mit dem alten Reifen auch Kraft kostete.

Ich machte Aufnahmen vom Aufsteigen. Dabei wurde ich oft von Radfahrern unterbrochen. Diese haben inzwischen auch den Reiz dieses Weges erkannt.

Erster Aufstieg. Ich habe eine möglichst ebene Stelle gesucht.
 Anlauf
Nach dem Abstoßen zeigen Bewegungsunschärfen an, dass die Lichtverhältnisse nicht sehr gut sind.
In der Senkrechten lauert der linke Fuß fast ruhend auf die Pedale.
 Beim Aufsetzen auf die Pedale kommt das Rad kurz zum Stillstand.
Ich muss etwas zurücktreten und das Rad pendelt nach vorn.
Während ich zurückpendle, um in die Anfahrposition zu kommen, verlasse ich fast das Bildfeld.
Dann fahre ich an.
Um nicht wieder in die Rücklage zu kommen, lasse ich das Einrad langsamer werden.
 Noch eine Kurskorrektur ...
 ... und nun fährt das Einrad. Ein angenehmes Gefühl.
Ein zweiter Versuch, um mehr von hinten zu bekommen. Die Position stimmt noch nicht ganz.
 Also noch etwas korrigieren ...
 So fühlt es sich gut an.
Anlauf
Abstoßen
Und wieder sitze ich auf dem Einrad mit beiden Füßen auf den Pedalen.
Einmal vorpendeln
Beim Rückpendeln verdreht sich das Rad etwas.
Beim Anfahren zeigt es wieder in die richtige Richtung und es geht los. Bei der Fahrt auf dem schmalen Weg bemerkte ich einen Radfahrer hinter mir und fuhr deshalb schnell. Das ging bis wenige Meter vor der Straße gut, dann hob es mich auf einem Huckel aus.

Im Rosental fuhr ich dann zweimal rechts herum um einen kleinen Rastplatz. Das ging schon recht gut. Danach drehte ich zwei Runden um den Teich und fuhr heimwärts.

Der Weg zur Luppebrücke war auf dem letzten Abschnitt anstrengend. Ich hatte die Wahl zwischen Schotter und Betonplatten. Es ging jedoch gut.
Auf der Brücke machte ich dann eine kurze Pause und fuhr ohne weitere erwähnenswerte Vorkommnisse nach Hause, wo ich nach ca. 70 Minuten ankam.

3.8.19

Gewitterregen

Nach einem Regenschauer blieb etwas Zeit bis zum nächsten Regen, der auf dem Radarbild schon zu sehen war. Um diese Zeit zu nutzen fuhr ich um 12:30 nach Ende jenes Regenschauers los. Um schnell wieder zurück zu kommen, nahm ich mir keine weite Strecke vor, sondern nur Umrundungen des Wegedreiecks zwischen Hans-Driesch-Straße und Gartenanlage Waldluft.

Auf der Fahrt zu diesem Dreieck waren die Wegeverhältnisse passabel, nass, aber nicht verschlammt. Die Sonne schien zeitweilig und der Boden dampfte.
Auf dem Wegedreieck zwischen Hans-Driesch-Straße und Gartenanlage Waldluft war es dann merklich nasser. Das Einrad fuhr trotzdem schön leicht. Ich fuhr das Dreieck rechts herum, also zunächst an der Straße stadtauswärts.

Nachdem ich waldeinwärts tröpfelte es. Ich hielt das anfangs nur für Wasser, das der Wind von den Bäumen geschüttelt hatte. Kurz vor der Waldluft stellte es sich heraus, dass auch richtiger Regen dabei war, der schnell in einen Gewitterguss überging. Eine Weile wartete ich unter einem Baum und fuhr dann weiter. Mit hohen Stiefeln und einer anliegenden Radlerhose ging dass ziemlich gut. Mit einer Jeans wäre es problematischer gewesen. Diese hätte ein hohes Gewicht erreicht und durch Kleben die Bewegung eingeschränkt.



Nachdem ich aus dem Wald herausgefahren war, ließ der Regen nach. Der Untergrund blieb noch nass. Von oben konnte ich beobachten, wie Wasser seitlich wegspritzte. Die Tropfen auf den Spiefeln stammten aber direkt vom Regen.

Zuhause angekommen sah ich, dass sich der Rechner immer noch an einem Windows-Update abquälte, das ich vor Fahrtantritt gestartet hatte. Nach langem Warten griff ich zum Notebook. Jetzt, nach ca. drei Stunden ist dieses Update immer noch nicht fertig.

31.7.19

Spontaner Schlammtest

In den letzten Tagen hatte eine Hitzewelle mit Tageshöchsttemperaturen von über 30°C das Einradfahren verübelt. Heute brachten Gewitter Regen und Abkühlung. Um 18:30 Uhr zeigte das Thermometer nur noch 19°C, eine schöne Temperatur für eine Tour mit dem Einrad. So fuhr ich 18:45 los.


Die Wetterlage bot Gelegenheit, den neuen Reifen bei Nässe zu testen. Die Pfützen an der Friesenstraße vor der Waldeinfahrt ließen keine Probleme erwarten, da sie schon mit dem alten Reifen kaum zu spüren waren. Dann fuhr ich auf dem Wegedreieck im Waldstück Gottge. Der östliche Abschnitt neben der Friesenstraße war ziemlich trocken und gewohnt leicht zu fahren. Gleiches galt für die Westseite. Schlamm und Pfützen bedeckten dann den Südabschnitt. Hier rollte das Einrad ungewohnt leicht. Es gefiel mir, so entspannt durch Schlamm zu fahren. Dabei fühlte sich die Luft nicht mehr so schwül an, wie tagsüber. Ursprünglich hatte ich wie am 8.7. nur ein paar Runden auf dem Dreieck vorgehabt. Bei den guten Bedingungen war ich aber noch nicht ins Schwitzen geraten und fühlte mich in den hohen Stiefeln sehr wohl. Zudem hatte ich noch keine Mückenstiche gespürt. Das war schön und so nahm ich mit vor, bis zur Gustav-Esche-Straße zu fahren, um noch ein paar Schlammtests zu machen.

Der unbefestigte letzte Abschnitt der Friesenstraße ist bei Nässe unangenehm. Hier hatte ich mich oft abgequält. Auch mit dem neuen Reifen neigte das Einrad zum Driften. Dabei machte es interessante Geräusche, etwa wie beim Schlittenfahren. Trotzdem erforderte das Fahren wenig Kraft. Das Rutschen störte auch nicht sehr beim Halten der Balance. Die Fahrt blieb bequem.

Wenig später war ich auf dem Heuweg. Dort beginnen die Schlammprobleme meist hinter der ersten Bahnunterführung. Ich fuhr aber zunächste durch diese Unterführung. Der Bereich am Güterring und an der Nahle ist meist schneller und andauernder verschlammt, als die umliegenden Gebiete. Bis zur Nahle kam ich ohne Probleme. Am Flußufer war der sandige Weg dann ziemlich nass. Wenn ich langsam fuhr, verringerte sich der Kraftaufwand erheblich. Ich kam dadurch wieder gut vorwärts, bis ich steckenblieb und absteigen musste. An solchen Stellen entsehen Pfützen und Schlammlöcher. Estaunlicherweise konnte ich ohne Probleme sofort wieder aufsteigen und weiterfahren.


Auf der Brücke der Gustav-Esche-Straße machte ich eine Pause und besah die Stiefel. Sie hatten nur wenig Schlamm abbekommen. Anscheinend spritzt der neue Reifen nicht sehr.


Heimwärts nahm ich den Schlammabschnitt des Heuweges. Die Lichtverhältnisse reichten nicht für ordentliche Fotos aus. Wassergefüllte Spurrinnen lassen sich aber gut erkennen.


Manchmal spritzte es auch etwas. Das Fahren war aber wesentlich angenehmer, als es hier aussieht. Ich kam ziemlich leicht voran.

Als ich später an der Hans-Driesch-Straße wieder aufstieg, hatte ich ein paar Spritzer mehr an den Stiefeln, aber insegsamt nicht viel. Ob der Reifen tatsächlich weniger spritzt, wird sich wahrscheinlich erst nach mehreren Schlammtouren einschätzen lassen. Mir hat jedenfalls sehr gefallen, dass das Fahren auf Schlamm nicht mehr so kräftezehrend ist.

Nach etwas mehr als einer Stunde bendete ich die Fahrt.

8.7.19

Mal kurz in die Gottge

Mit einer Tageshöchstemperatur von 18°C war es heute für den Juli ziemlich kühl. Das bedeutete auch angenehmes Einradwetter. So nahm ich mir nach Feierabend etwas Zeit für eine kurze Fahrt. Dabei hatte ich nur vor, im nahen Waldstück Gottge etwas herumzufahren. Mit dem neuen Reifen lassen sich holprige Querverbindungen im Wegedreieck leicht fahren, so dass es nicht bloß ein eintöniges Fahren auf dem Dreieck wird.
Das machte ich auch so. Nachdem ich alle Varianten links herum abgefahren hatte, kam mir der Gedanke, auch einmal rechts herum zu fahren. Ich hatte schon immer das Problem, dass ich Linkskurven besser fahren kann, als Rechtskurven. Deshalb fuhr ich kurz vor Ende einer Runde über den Spielplatz und bog von dort rechts auf das Wegedreieck ab. Dann fuhr ich das Wegedreieck ab. Die eckigen Kurven fielen mir tatsächlich schwerer, als links herum. Ich kam trotzdem um alle drei Ecken herum, ohne absteigen zu müssen. Nach 28 Minuten ununterbrochenem Fahren stieg ich ab, um sicher zu gehen, dass mir nicht ein schnell von hinten kommendes Fahrrad die Kurve abschneidet.

Danach machte ich an einem Zaun eine Pause.

Wenig später fuhr ich weiter, um in die Gegend des kleinen Huckels am Beginn der letzten Fahrt zu gelangen. Vor einem Ast, der quer über dem Weg lag, musste ich absteigen. Ich entfernte den Ast und fuhr trotzdem auf einem anderen Weg weiter.




Am Ende dieser Lichtung wurde es anstrengend. Ich stieg ab und fuhr nach Hause. Bis dahin war ich knapp eine Stunde unterwegs.

28.6.19

Mit Bemme in den Sommer

Am 9.6. hatten wir einen Urlaub in Amsterdam begonnen. Dort ist es sehr schön. Es gibt viele Museen, die Kaffeeläden haben ein breites Angebot, die Zahl der Biersorten scheint unzählig zu sein und es gibt nur wenige Blechlemminge. Entsprechend machen die Leute einen entspannteren Eindruck, als bei uns, wo viele oft vorsätzlich schlechte Laune haben. Nur bin ich dadurch nicht zum Einradfahren gekommen. Danach war es einige Tage zu heiß im Osten Deutschlands.
Obendrein hatte ich kein Vertrauen mehr in den Reifen. Der ursprüngliche Originalreifen von Qu-Ax ist nicht mehr beschaffbar. Ich musste also eine Alternative finden. Von Oktober 2011 bis Juli 2012 hatte ich einen Schwalbe Marathon benutzt. Der mag für Fahrräder sehr gut sein, aber auf dem Einrad hatte ich Probleme in den Kurven und beim Geradeaus fahren. Deshalb hatte ich mir einen Originalreifen schicken lassen. Um einen guten Reifen zu finden, hatte ich nun im Forum nachgefragt und bekam von Thorsten (einradfuchs.de) den Schwalbe Little Big Ben empfohlen. Dieser ist mit 26x2,15 vergleichsweise eine Bemme. So hatten wir als Jugendliche Mopedreifen bezeichnet, die dicker waren, als die serienmäßigen. Woher die Anlehnung an die lokal übliche Bezeichnung für eine Scheibe Brot kam, weiß ich nicht.

Heute zog ich den Reifen auf. Die Bemme verträgt 4 bar. Das gefällt mir, den es verspricht leichten Lauf. Testen wollte ich, wenn es kühl genug ist, die hohen Stiefel zu tragen (Vergleich s. 26.5.). Das Thermometer zeigte dann 22°C an. Die lassen sich in den hohen Stiefeln noch gut aushalten. Also zog ich die an und los ging's.

Der Aufstieg klappte sofort, wobei sich das Einrad auf der glatten Gehwegplatte seitlich verdrehte. War bei dem hart aufgepumpten Reifen zu erwarten. Es war auch kein Problem, es wieder in die richtige Richtung zu bekommen. Der Reifen federte dann die Kanten schön ab. Beim Überqueren der Rietschelstraße zeigten sich auch keine Probleme in den Kurven. Vor der Einfahrt in den Wald ist der Weg mit einer Rollsplitschicht bedeckt. Die hat mit dem alten Reifen etwas Kraft gekostet. Die Bemme rollt leicht drüber. Gefällt mir. Zu testen blieb, ob das Einrad nun zu leicht rollt, um Abwärtsfahrten machen zu können. Also nahm ich mir vor, die seit April gemachten Tests zu wiederholen.

Im Walddreieck Gottge bog ich auf einen schmalen Querweg ab, um schnell an den Huckel vom 15.4. zu gelangen. Es gefiel mir, wie schnell und leicht das Einrad diesen sonst holprigen Weg fuhr.


 Schließlich war ich dort und ging den Test an.
War kein Problem.

Ich fuhr weiter zum Heuweg, um die Unterführung zu fahren (s. 4.5.19.). Hier musste ich gegentreten. Das war ungefähr so, wie mit leichten Stiefeln und dem alten Reifen am 5.5.
Ich fuhr dann weiter westwärts zur Luppebrücke um noch die Abfahrt von der Brücke zu prüfen.
Auf der Brücke der Gustav-Esche-Straße hielt ich für eine kurze Pause an. Die Bemme ist hier zu sehen. Ich habe eine helle Farbe gewählt, weil es mir gefällt, wenn sich die schwarzen Stiefel farblich gut vom Reifen abheben. Bei starker Sonneneinstrahlung wäre es manchmal angenehmer, helle Stiefel und einen dunklen Reifen zu haben. Eine Marktlücke.
 Wegen der Sonneneinstrahlung pausierte ich nur kurz.
Noch ein Bild von der Gabel: Nach oben ist n icht mehr viel Luft. Einen dickeren Reifen brauche ich aber nicht. Ich bin sehr zufrieden. Nur beim 20"-Muni hatte in den 2000ern einen dickeren gefahren.
Am Flutwehr machte ich einen Stopp, um das Aufsteigen zu üben. Bei 4 bar muss ich das mit etwas weniger Schmackes machen.

Der Sattel ist zwischen den Beinen.
 Der rechte Fuß steht auf den Pedale.
 Anlauf nehmen ...
 ... und ab geht's.
 Pedale suchen ...
 ... und treffen.
Einmal Vorpendeln,
 einmal zurück,
 nochmal vor
 und nun passt es.
 Das Einrad fährt.
 Hier komme ich zurück.
Danach kam ich eine Drehung im Pendeln hin und stieg zur der Kamera ab. Hier bremse ich.
 Hier ist der Fuß schon weit weg von der Pedale.
 Der Boden ist erreicht.
Der holprige Uferweg zur nächsten Brücke ist auch mit Bemme holprig, aber nicht sehr anstrengend. Ich erreichte bald mit Begleitung zahlreicher Libellen die Brücke und machte die Abfahrt. War ziemlich einfach. Ich wählte die schwierigere Variante, die im Post vom 3.5. von hinten zu sehen ist. Ich hatte kein Stativ oder etwas Ähnliches dabei und es gab viel Gegenlicht.

Weniger später war ich wieder in der Gustav-Esche-Straße. Die Pause währte nur kurz, damit die Sonne nicht die schwarzen Kleidungsstücke zu sehr aufheizt.

Auf der Rückfahrt nahm ich vom Heuweg zur Waldluft einen schmalen Holperweg als Abkürzung. Der war früher immer anstrengend, nun ging es leicht voran. Ich wunderte mich zunächst über die relativ hohe Geschwindigkeit und erfreute mich daran. Ich hatte auch die richtigen Stiefel für Sorglosigkeit an und genoss das, bis ich einen einem Stück Holz hängen blieb und einen weiten Absprung machte. Mit diesen Stiefeln lande ich solche Absprünge fast immer schmerzfrei und stehend. War auch heute so. Das Einrad kam hinterher und traf mit einer Pedale einen Stiefel. Auch kein Problem.

Mit der Bemme konnte ich sofort wieder aufsteigen und weiterfahren. Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.