2.12.21

Sehr kurze Fahrt

An den vergangenen Tagen herrschte Fäkalwetter. Es war stürmisch und regnete oft. Heute schien vormittags die Sonne. Das machte Lust auf eine Fahrt mit dem Einrad. 12:30 fuhr ich los. Der Himmel war inzwischen grau und die Sonne schimmerte nur noch schwach durch die dünne Wolkendecke. Trotzdem war es einigermaßen mild.

Als ich auf den Fußweg an der Pappelstraße abbog, bewegte sich ein Paar mit Rollator langsam vor mir. Um es nicht zu stören, wartete ich auf dem Einrad sitzend auf einem Mast. Die beiden bogen nicht auf einen Hauseingang ab und überquerten den Südschenkel des Buchenring-Hufeisens und bewegten sich weiter bis zur Käthe-Kollwitz-Straße.

Als ich dann den Wald erreichte, fand ich den Weg schlammig vor. Der Reifen des Altenburger Einrads ist nicht sehr schlammtauglich. Ich werde mich mal nach einem Little Big Ben umsehen, wie ich ihn ihn Leipzig benutzt hatte. Ich kehrte um und nach zehn Minuten war die Fahrt schon beendet.

26.11.21

Bei Sonne und kaltem Wind nach Kotteritz

Um 13:30 klarte es auf und von der Wohnung aus wahrgenommen, war das Wetter wunderschön. Also ging ich mit dem Einrad raus und fuhr 13:42 los. Anfangs wärmte die Sonne gut, was an der sehr klaren Luft lag. Die Fernsicht war ausgezeichnet. 

Ich fuhr zum Wald, um zu prüfen, ob die Wegeverhältnisse wieder besser geworden sind. An der Pappelstraße wehte ein kalter Südwestwind, der die Sonne fast wirkungslos machte.

Als ich den Wald erreichte, fand ich das Laub an Boden angepresst vor. Die Steine waren wieder zu sehen und ich konnte weitgehend sicher fahren. Ich überlegte, ob ich weiter durch den Wald zur Zwickauer Straße fahren sollte, um dem Wind auszuweichen. Die holprige Strecke brauchte aber Kraft und so fuhr ich dann doch auf die Paditzer Straße raus. Dort bekam ich den Wind von der Seite ab. So fühlte er sich nicht so kalt an. Allerdings musste ich mich etwas schief hinsetzen, um den Druck auszugleichen.

Nachdem ich die Brücke überquert hatte, sah ich weiße Kristalle auf dem Weg. Ich war mir nicht sicher, ob es sich um Eis handelt und stieg sicherheitshalber ab. Meine Stiefel hatten guten Halt und so war es kein Eis, vielleicht Streusalz.

Bei der klaren Luft gab es eine gute Sicht auf das Dorf Ehrenberg.

Hier eine Aufnahme mit dem Teleobjektiv des Handys

Um dem Wind zu entkommen, hatte ich die Idee, nach Kotteritz herunter zu fahren. Ob das richtig funktioniert, ließ sich noch nicht feststellen. Zunächst hatte ich Rückenwind.

Links ist Altenburg Südost zu sehen. Von dort war ich gekommen.

Ich näherte mich dem abschüssigen Abschnitt. Ich wollte zu einer Wendeschleife unterhalb der Umgehungsstraße. Die Umgehungsstraße ist abschüssig und zusätzlich war der Höhenunterschied vom Radweg zur Straße ohne Bremse zu bewältigen. Zum letzten mal hatte ich das am 9. August gemacht.

Nun geht es runter. Heute hatte ich dazu erstmals die stiefen Black Forest Stiefel an. Mit denen ging das ziemlich entspannt. Der Effekt, dass der rechte Fuß die Pedale besser kommen lassen kann, als der linke, war aber auch mit diesen Stiefeln da. Dadurch musste ich mich etwas nach rechts lehnen.

Schließlich kam ich unten an.

Auf der anderen Seite der Brücke fuhr ich auf der Wendeschleife Kreise. Dabei hatte ich auch am 9. August Bilder aufgenommen, die am Ende des Posts zu sehen sind.

Beim Aufsteigen landete ich mit dem linken Absatz auf der Pedale. Das lässt sich bei diesen Stiefeln leicht korrigieren. Bei einem anderen Paar hat sich das schon einmal schwieriger erwiesen.

Das ideale Sitzen auf dem Einrad ist, wenn man gerade sitzt und der Oberkörper die Sattelstütze gerade verlängert. So hat man nach allen Seiten Reserven zur Gewichtsverlagerung und sitzt sehr bequem. Das gilt auch bei Schräglage im Kreis. Anders ist es beim Übergang in enge Kurven. Da muss das Einrad mit der Hüfte in die Kurve gedrückt werden.

Hier bin ich noch weit von der Kamera entfernt und das Bild ist noch unscharf.


Mit der Annäherung wird es besser.
Die Wendeschleife hat eine Neigung. Kurz vor dem höchsten Punkt kommt das Einrad fast zum Stillstand und die Bewegungsunschärfen fallen weg.
Nächste Runde.
Beschleunigt und abgebremst wird das Einrad ählich wie bei einem Segway. Zum Beschleunigen lehnt man sich nach vorn. Beim Segway beschleunigt dann der Motor. Mit dem Einrad möchte man nicht nach vorn umkippen und beschleunigt mit den Beinen. Ist das Einrad sehr langsam, sieht das manchmal seltsam aus. Lehnt man sich einfach nach vorn, bewegt sich die Sattelstütze nach hinten und der Schwerpunkt bleibt über der Nabe. Man kann die Arme nach vorn nehmen oder auf die hintere Pedale treten, um wieder in Fahrt zu kommen.
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Nächste Runde
Nun komme ich mit mehr Schwung auf den höchsten Punkt zu.
Der Knick in der Haltung ist nun nicht mehr so ausgeprägt. Es sieht so auch entspannter aus.
Nächste Runde



Dann der Abstieg
Mit dem rechten  Fuß wird das Einrad gebremst. Der linke Fuß verlässt die Pedale und die linke Hand fasst nach dem Sattel. Um aus der Kreisbewegung herauszukommen, geht der rechte Arm zur Gewichtsverlagerung nach außen.

Bodenkontakt
Nun hat auch der rechte Fuß die Pedale verlassen.




Die Wendeschleife. Die Neigung ist zu sehen. Die Verschmutzung hat das Fahren nicht sehr beeinträchtigt.

Hagebutten sind im gesamten Areal an der Umgehungsstraße massenhaft zu sehen. Möglicherweise werden sie wegen der Luftverschmutzung durch den Verkehr nicht geerntet.

Die Brücke von unten

Um nicht bergauf aufsteigen zu müssen, startete ich erstmal in Richtung Kotteritz bergab. Vor dem Aufstieg zeigte sich ein interessantes Schattenspiel. Tief stehende Sonne und das Gefälle vergrößerten das Einrad zu einem Hochrad.

Dann musste ich den Berg wieder hoch fahren. Dabei merkte ich, dass der Hang den kalten Wind kaum abschirmte. Das war anstrengend zu fahren und auch in den Oberschenkeln zu spüren. Irgendwann wurde die Steigung flacher und vor der Brücke hatte ich mich wieder so weit erholt, dass ich die Auffahrt hoch fahren konnte. Oben machte ich eine kurze Pause und fuhr dann ohne weitere Unterbrechungen nach Hause. Ich war ca. 50 Minuten unterwegs.



23.11.21

Nachts am Spatzennest

Im Bericht vom Sonnabend hatte ich angedeutet, einmal wieder nachts mit dem Einrad fahren zu wollen. Die letzte Nachtfahrt war sieben Jahre her. Abends war ich draußen, um die Lichtverschmutzung am Spatzennest zu messen. Die ineffiziente Beleuchtung gibt das meiste Licht zur Seite ab. Der Rest geht zu gleichen Teilen in den Himmel und auf die Straße und den Parkplatz.

Bei der Messung kamen auf der Mitte des Parkplatzes 0,4 Lux an. Das ist weniger, als an der Mitte des weiter entfernten Gebäudes der Pappelstraße, aber mehr, als ein heller Wintervollmond auf die Straße bringt. Das reicht aus, um sicher Einrad zu fahren. Kritischer Faktor blieb die Blendung von der Seite.


Blick von der Pappelstraße, von dem Gebäude, das auf dem ersten Bild weiß beleuchtet zu sehen ist.


Die letzte Nachtfahrt hatte ich 2014 gemacht. Nach der Messung erschien der Parkplatz tauglich. Ich zog schnell ein paar Stiefel über die Jeans und ging mit dem Einrad raus. Am Geländer sah ich mir die Lichtverhältnisse an. Dann fuhr ich los. Die 0,4 Lux reichten trotz Blendung von der Seite für entpsanntes Herumfahren aus. Weil es schon auf 21 Uhr zu ging, fuhr ich nicht sehr lange. Die Gelegenheit für spontane Nachtfahten ist getestet.


 

21.11.21

Parkplatzrunden bei Nieselregen

Heute hatte ich bis 14 Uhr an einer Online-Konferenz teilgenommen und danach hatte ich das Bedürfnis nach frischer Luft. Weil auf dem Einrad sitzen bequemer ist, als zu Fuß gehen, machte ich mich wieder auf für Parkplatzrunden. Weil dabei keine kräftezehrenden Holperstrecken anfallen, hatte ich mal wieder die weichen Dafna-Stiefel angezogen.

Der Wetterbericht hatte Regen angekündigt. Als ich 14:48 am Geländer startbereit war, unterschied sich das Wetter noch nicht vom gestrigen. Bevor ich losfahren konnte, musste ich noch ein Paar abwarten, das sich den abschüssigen Verbindungsweg zum Parkplatz hinaufbewegte und oben stehen blieb. Die Beiden wollten beobachten, wie ich vor ihnen vorbeifahre und ich wartete, bis sie den Verbindungsweg freigeben. Ein kurzes Gespräch klärte das Problem. Der Mann erkannte mich dann noch als "Sterngucker". Ich fuhr dann auf den Parkplatz. Die Beiden guckten sich das an und der Mann meinte, das sei Kunst.



Nach sieben Minuten machte ich eine kurze Pause auf der Mauer. Es war bisher wie gestern.
Im Laufe des weitern Fahrens setzte leichter Nieselregen ein. Die nächste Pause machte ich 15:03, also acht Minuten nach der vorigen. Auf dem Stiefel und am Boden ist die Nässe zu sehen. 

Beeinträchtigungen entstanden dadurch nicht. Ich fuhr dann weiter. In Kurven neigte das Rad nicht zum Wegrutschen.


Nach drei Minuten fuhr ich hoch zum Geländer am Buchenring. Am Stiefel war zu sehen, dass der Niesel zugenommen hatte. Weil er bisher noch nicht unangenehm geworden war, fuhr ich nochmal zum Parkplatz. Das Nieseln nahm nun schnell zu. Das Fahrgefühl wurde weicher. Trotzdem brach das Rad in Kurven nicht aus. Bald störte jedoch Nässe auf der Brille die Sicht. Das war dann ein Grund, das Fahren abzubrechen.


Immerhin war ich 22 Minuten auf dem Einrad. Das hat gereicht, um den Kreislauf etwas anzuregen.
 

20.11.21

Parkplatzrunden

Heute war ein trüber Tag mit nur 3000 Lux Tageslichthelligkeit. Mit 10°C war es allerdings noch ziemlich warm und es regnete nicht.

Der hintere Parkplatz des Spatzennest ist am Wochenende fast leer. Vor einiger Zeit waren die Unebenheiten beseitigt worden und so ist dieser Parkplatz wunderbar zum Üben von Kreisen und Achten geeignet. Das wollte ich heute vor der Fahrt in den Wald machen und dabei Aufnahmen machen. 12:45 fuhr ich los.

Um auf den Parkplatz zu gelangen, muss man einen abschüssigen Wege herunterfahren. Im Vergleich zu den Bahnunterführungen im Leipziger Auwald ist das Gefälle gering. Trotzdem gab es auf mal Zeiten, an denen ich Angst hatte, diesen Weg runterzufahren und mich erst überwinden musste. Kurz danach hatte ich ein Video davon aufgenommen. Heute nahm ich ich nach 13 Jahren mal wieder eins auf.

Einzelbilder daraus: Hier fahre ich abwärts.
Auf dem Parkplatz biege ich sofort ab, um nach einer Schleife gleich wieder hochzufahren.
Dann geht es aufwärts.

Der abschüssige Weg von oben

Achten hatte ich sehr lange nicht mehr versucht. In Leipzig hatte ich mehrere Jahr einen Parkplatz dazu benutzt, der dann aber eingezäunt und später zu einem Bootsanleger umgebaut worden war. 

Rechtskurven kann ich schlechter fahren, als Linkskurven. Deshalb brauchte ich anfangs viel Platz. Dann muss ich in der Mitte der Acht die Kurvenlage wechseln und einen Kreis links herum fahren.

Bei den schlechten Lichtverhältnissen ließen sich nur wenige Einzelbilder entnehmen, die nicht extrem unscharf sind. Diese ruhigen Stellen waren die Wechsel von Rechtskreis auf Linkskreis. 

Hier habe ich noch etwas Kurvenlage vom Rechtskreis.

Nun ist das Einrad aufgerichtet.
Noch ein kleines Stück geradeaus.
Dann geht es in den Linkskreis. Solche Seitenwechsel fühlen sich gut an und halten den Sattel länger bequem. Bei Fahrtantritt sitzt es sich auf dem Viscount-Sattel immer wunderbar bequem, einer der Gründe, weshalb ich gerne Einrad fahre. Bei langen Geradeausfahrten drückt der Sattel dann trotzdem irgendwann. Hat die Strecke viele Kurven, drückt er wesentlich später.
Und wieder fahre ich in den Linkskreis.
Ein Abstieg mit Bewegungsunschärfen


Die linke Stiefelspitze hat den Boden berührt und ist nicht mehr von der Bewegungsunschärfe betroffen.
Ich fuhr danach in den Wald. Dort war das Laub mehr aufgewühlt, als bei der letzten Fahrt. Nach wenigen Mtern blieb ich an einem Stein hängen und musste absteigen. Ich fuhr dann gleich zum Parkplatz zurück und fuhr dort weiter herum.

Zwischenzeitlich fuhr ich öfters zum Geländer am Buchenring zu einer kurzen Pause hoch. Einmal fragte eine Frau von einem Balkon herunter, wo das andere Rad ist.

Weil beim kurvenreichen Fahren der Sattel dauerhaft bequem blieb, zog ich das Ende weiter heraus, machte nur hin und wieder für ein paar Sekunden eine Pause, ohne abzusteigen.

Weil das Hochfahren zum Geländer auf Dauer etwas anstrengend wurde, pausierte ich auch mehrfach unten an einer Mauer.

Auf die kann man sich auch hinsetzen, ähnlich wie in Leipzig auf manchen Brücken.

Als ich dann weiterfuhr, stellte ein kleines Mädchen mit Fahrrad einige Fragen zum Einradfahren. Sie sagte auch, dass sie mich öfters vom Fenster aus beim Einradfahren beobachtet hätte. Ich fuhr dann noch ein Bisschen auf dem Parkplatz herum, dass sie es sich noch etwas aus der Nähe ansehen konnte.

12:30 saß ich immer noch bequem und fühlte mich auch in den Stiefeln noch wohl, beendete die Fahrt aber trotzdem. Solche Parkplatzrunden werde ich wahrscheinlich an Wochenenden zu Zukunft machen, wenn die Wegeverhältnisse im Wald schlecht sind oder mir danach ist, Kurven zu üben.


Evtl. bietet sich das im Herbst und Winter für den Abend an. Allerdings sind die Lichtverhältnisse etwas eigentümlich. Diese Lampen blenden mehr, als dass sie den Platz beleuchten.