30.7.26

Schwitztest bei 36°C und Taupunkt 16°C

Am vorletzten Wochenende hatte ich beim Sturmwichteln das Wespenabwehrsystem am Küchenefenster eingebüßt. Einen Ersatz hatte ich zunächst verschleppt. In der neuen Hitzewelle mit 37°C musste aber ein Ersatz für meine Dachgeschosswohnung her. Zufällig fand ich noch einen Bausatz passender Größe, dem ich vor ein paar Jahren kein Vertrauen geschenkt hatte. Das Ding war schnell zusammengebaut und machte dann doch einen tauglichen Eindruck. Seltsamerweise nutzten die Wespen nicht die Öffnung während der Bauzeit für einen Großangriff. Vielleicht lachten sie zunächst über das Unterfangen. 

Dann war Zeit für etwas Lebensfreude.

 

18:02 fuhr ich mit dem Einrad los. Die Bedingungen waren schwieriger als gestern. Mit 36°C war es wärmer als gestern. Bei einer Taupunkttemperatur von 16°C war es fast schwül und weil ich zeitiger draußen war als gestern, war das Gelände am Spatzennest ohne Schatten.

Nach elf Minuten nahm ich ein Video von einem Slalom auf. Bei der Hitze war das anstrengender als sonst, war aber möglich. 

Hochwärts war es anstrengend, aber bergab kehrte die angenehme Lebensfreude des Einradfahrens zurück.
Bei dem vielen Licht wurden auch Nahaufnahmen scharf, ohne Bewegungsunschärfen.
Slalom hochwärts war bei der Hitze Arbeit, aber abwärts blieb es Lebensfreude.
Noch eine Annäherung ohne Bewegungsunschärfen
Die Pause danach machte ich an einer schattigen Stelle. Auch dort war bei 36°C keine wirksame Abkühlung möglich. Das Verdunsten durch Schwitzen ist bei einem Grad Unterschied zur Körpertemperatur nicht sehr effektiv. Das Schweißmangement in den Overkneestiefeln funktionierte dagegen gefühlt. Die dünne Radlerhose kann beliebig nass werden, ohne dass sie sich klebrig oder schwer anfühlt. Dazu hatte ich Bambussocken an. Lästiger war Schweiß an der Stirn. Der sollte nicht in die Augen gelangen.
Eine Pause 18:25. Die Sonne schien noch so intensiv, dass die Wärme ein wenig durch die hellen Stiefel durchschlug. 

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren.  


 

29.7.26

Bei 33°C in Overkneestiefeln - ein Test

 

In den letzten Jahren hatte ich bei Temperaturen ab 30°C auf das Einrad fahren verzichtet. Oft hatte ich abgewartet, bis es sich um Sonnenuntergang herum etwas abgekühlt hatte. Eine Ausnahme war mal eine kurze Fahrt bei 36°C für ein Presseinterview. In diesem Sommer herrscht Schaltwetter. Entweder möchte man den Glühwein rausholen oder es sind über 30°C. Weil ich süchtig nach Einrad fahren bin und es ein wichtiger Teil meiner Lebensfreude ist, muss ich mich dem Klimawandel anpassen und mit Hitze klarkommen.

18:31 kam ich raus. Die Anzeigen von Thermometern und Apps streuten. Es mochten wohl 33°C gewesen sein, im Bereich zwischen 29,2°C und 35°C. Die Sonne schien noch recht internsiv. In den letzten Jahren hatte bei Hitze kurze Hosen und kniefreie Stiefel angezogen. Heute probietre ich es mal mit hellen Overknees

Zu Beginn lag das Areal am Spatzennest im Sonnenschein. Der erste Test war, wie sehr sich die Stiefel bei einer Pause im Sonnenschein aufheizen. Sie erwärmten sich nur geringfügig.

 

Trotz der hohen Temperatur bereitete das Einrad fahren die gewohnte Lebensfreude und ich fuhr einen Slalom. Dabei rückte der Schatten eines Blocks der Pappelstraße schnell auf dem Weg vor und ich musste mich etwas beeilen. Der untere Teil des Rades liegt schon zu Beginn weitgehend im Schatten. Die höher gelegenen Stiefel tauchen allmählich etwas ein.


Pause nach dem Slalom: An den Stiefeln spiegeln sich Gebäude und der blaue Himmel.

Inzwischen war die ganze Verbindungsstraße in Schatten getaucht.
Auch oben am Buchenring war der Schatten angekommen. Der Test reduzierte sich auf die 33°C. Jetzt war es 18:52. Die Stiefel fühlten sich noch sehr gut an.


 

Auf der Fahrt zum Nordosteingang des Spatzennest sind Spiegelungen an der Tür zu sehen. Heute nahm ich die mal auf.

Pause 19:02

Nach 40 Minuten war die Lebensfreude noch intakt, die Kraft reichte und ich fühlte mich in den Stiefeln wohl.

Die ursprüngliche Absicht, nach einer Dreiviertelstunde aufzuhören, gab ich auf und machte eine Stunde voll.
 

27.7.26

Slaloms in schwarzen Acquo am Montag

Nach einem sonnigen Wochenende zogen in der letzten Nacht und tagsüber Regenschauer durch. Abends zeigte das Thermometer 23°C und Sonne und Wolkenschatten wechselten sich ab. Das schien mir eine gute Gelegenheit zu sein, die 60 cm hohen schwarzen Acquo Greta anzuziehen. Mit diesen bequemen Stiefeln lässt sich das Einrad sehr gut fahren. Sie sind auch wunderschön, nur heizen sich die großen schwarzen Oberflächen bei Dauerbesonnung schnell auf. Deshalb hatte ich sie ein Vierteljahr nicht mehr auf dem Einrad an gehabt.

17:43 fuhr ich los. Es waren wieder die richtigen Bedingungen für Lebensfreude. Ich saß bequem auf dem Einrad und die Stiefel fühlten sich beim Wechsel von Sonne und Schatten sehr gut an.

Acquo eignen sich gut für Slaloms und enge Kurven. Ich legte dann auch glich Steine für einen Slalom auf dem abschüssigen Weg zwischen Buchenring und dem Parkplatz am Spatzennest aus, verlängerte diesen aber auf dem Parkplatz und oben auf den holprigen Rasenplatten.

Von einem Treff im Senior*innenclub kamen eine Gruppe Frauen, die sich über die Steine wunderten. Eine sah das Einrad und fand die richtige Schlussfolgerung über den Zweck. Ich bot ihnen eine Vorführung an. Sie sahen sich das an und es klappte.  

Wegen der Verlängerung auf dem Parkplatz hatte ich wenig Schwung bergauf. Die Kraft reichte trotzdem, um sicher hochzufahren und oben auf den Rasenplatten den zusätzlichen Stein zu umfahren. Runter ist es dann sehr leicht, etwas zum Wohlfühlen.

Bei diesem Ausbau des Slaloms verlängerte sich die Zeit für einmal hoch oder runter von 9 s auf 11 s. Es bedurfte an den Steigungsänderungen mehr Kraft als sonst.

Ab und zu gönnte ich mir für ein paar Sekunden eine Pause, wie hier 18:11. Das Umsetzen auf die Mauer war prophylaktisch, damit der Sattel nicht irgendwann mal drückt. Nach mehr als einer halben Stunde Dauersitzen drückt der Sattel irgenwann einmal. 

Weil ich schöne Slalomstiefel an hatte, bekam ich Lust, auf einen seitlich gespreizten Slalom in der Ebene. Den hatte ich auch seit Monaten nicht mehr gefahren. 

Ich legte die Steine nach der alten Regel aus, zunächst von Stein zu Stein mit einem weiten Schritt Abstand und dann jeden zweiten Stein zwei Fuß breit nach links verlegt.


 

Das klappte auch problemlos. Bei äquidistanten Slaloms (gleicher Abstand zwischen den Steinen) kann man die Bewegungen synchronisieren. Eine Kurve leitet man mit einem Tritt nach vorn und dem Legen in die Kurve ein. Man muss das mit der Strecke in Einklang bringen. Weit ausladende Kurfen bringen mehr Länge und Geschwindigkeit. Reicht die Strecke nur knapp, muss man eng an den Steinen vorbeifahren.

Hier fahre ich teilweise sehr weit an den Steinen vorbei. Diese Verschwendung brachte eine Resonanz, bei der ich mich sehr wohl fühlte. 

Mit diesen Stiefeln hätte ich noch ein paar Stunden fahren können, musste aber noch etwas erledigen und beendete das Fahren nach einer Stunde.
 

23.7.26

Kleine Zipperlein und unbeabsichtigte Gleichgewichtsübung

Den morgendlichen Weg zur Arbeit legte ich bei Weihnachtsmarktwetter zurück: Niesel und 12°C. Dazu war es tagsüber ziemlich finster. Abends sollte dann einmal wieder Zeit fürs Einrad sein. Um 19 Uhr übergab ich einem Mitglied des Astronomievereins Sonnenfinsternisbrillen. Um diese Zeit riss auch die Wolkendecke auf. Die Temperatur war im  Laufe des Tages auch auf 19°C hochgekrochen. Die Lust aufs Einrad setzte sich gegen zwei Zipperlein durch, Sodbrennen und Heuschnupfen. Letzteres brachte ich mit Lorano unter Kontrolle, das Sodbrennen ignorierte ich, weil es in der Vergangenheit oft auf dem Einrad verschwunden war.

19:08 fuhr ich los. Bei dem wunderschönen Gefühl, auf dem Einrad zu sitzen, vergaß ich tatsächlich sofort das Sodbrennen. Einradfahren bereitet pure Lebensfreude. Bei der besonderen Abendstimmung nahm ich kurz nach Beginn ein Video von einem Slalom auf. 

Eine Pause 19:31: Seit drei Wochen hatte ich zum ersten Mal wieder Overkneestiefel an. Dieses Paar gehört zu den Stiefeln, mit denen ich auf dem Einrad sehr wohl fühle.



Bei einer späteren Pause setzte ich mich ganz auf den Mauersims. Mit dem Einrad als Leiter lässt es sich bequem hochklettern. So zu sitzen erwies sich dann als unbeabsichtigte Gleichgewichtsübung. Mit den Füßen konnte ich mich nicht gegen seitliches Umkippen abstützen. Ab und zu zuckten Bauchmuskeln, um mich im Gleichgewicht zu halten. Einrad fahren ist da entspannter und ich setzte mich wieder auf den Sattel und fuhr weiter.

Nach einer halben Stunde beendete ich dann das Fahren. Nachdem das Wohlgefühl des Sitzens auf dem Einrad vorbei war, meldete sich das Sodbrennen zurück und musste mit Flohsamenschalen beendet werden.

14.7.26

Eine halbe Stunde vorm Halbfinale

Die letzte Fahrt schien eine Ewigkeit her gewesen zu sein. Dabei waren es nur 11 Tage. Dazwischen lagen eine Hitzewelle und mehrere Ereignisse, die die Fahrt vom 3.7. in weite Ferne rücken ließen.

Am Abend hatte ich etwas Zeit für das Einrad und fuhr 20:00 los. Bei 24°C war das Wetter angenehm. Nach der gefühlten Ewigkeit war es ein wunderschönes Gefühl, wieder auf dem Einrad zu sitzen.

Zu Beginn nahm ich ein Video vom Fahren auf der gebogenen Rampe zum Spatzennest auf. 

Nach einer Viertelstunde gönnte ich mir dann eine Pause auf der Mauer. Wie beim letzten mal hatte ich die Aigle-Stiefel an.

 

Kurz danach nahm ich ein Video vom fahrenden Einrad aus nach unten auf. Dabei fuhr ich zunächst auf dem Parkplatz und dann den Weg zum Buchenring hoch. Dabei ist zu sehen, wie ich oben deutlich langsamer werde.

20:25 machte ich nochmal eine Pause und fuhr dann 20:30 nach Hause, um nichts vom Halbfinale Frankreich - Spanien zu verpassen.
 

3.7.26

Im Wald und an der Umgehungsstraße

Als ich heute 18:41 startete, waren die Parkplätze am Spatzennest mit Autos gefüllt. Grund war ein bevorstehendes Konzert. Deshalb fuhr ich spontan in den Wald. Bei dem kräftigen Wind war das auch gar nicht so schlecht.

Nach der teilweise verregneten Woche waren die Wege zum Teil etwas feucht, was aber kaum störte.

Vor der Paditzer Straße geht es einmal kurz bergab und dann gleich wieder bergauf zur ursprünglichen Höhe.

Auf der Paditzer Straße verließ ich den Wald und fuhr weiter zur Umgehungsstraße.

Bald wurde die Brücke über die Umgehungsstraße sichtbar.

Die Sonne stand tief. Das Einrad mit mir drauf warf einen langen Schatten.

Nachdem ich die Brücke überquert hatte, fuhr ich an der Umgehungsstraße wieder in Richtung Südwesten.

Wenn Gebüsch vor dem Wind schützte, bot sich Gelegenheit für Selfies während der Fahrt.
Die Aigle-Stiefel hatte ich nur zufällig an, weil ich ursprünglich nicht vor gehabt hatte, in den Wald zu fahren. Es erwies sich als Glücksfall, weil es sich damit gut auf holprigen Stellen fahren lässt.

Nach dem Unterqueren der nächsten Brücke ging es noch einmal bergauf. 

Vor dem Erreichen des höchsten Punkts war noch nicht viel zusehen.

Oben wurde die Aussicht prächtig.

Dann ging es auch gleich wieder bergab, zunächst noch mit wenig Gefälle.

Dann erschien eine Kante.

Nach der Kante knickte der Weg nach unten ab. Hier hatte ich immer Probleme, das Einrad auf Kurs zu halten, weil das linke Bein schwächer als das rechte ist. Heute machte sich das nicht sonderlich bemerkbar. Möglicherweise haben Slaloms bergauf und Kreise rechts herum das linke Bein gestärkt.

Unten bog ich rechts ab in eine Tunnel unter der Straße. Dort bekam ich starken Gegenwind und musste zudem bergauf fahren. Dazu musste ich mich nach vorn lehnen. In einem langen Halbkreis bog ich dann aufwärts fahrend in Richtung Wald ab.

Am Waldrand stieg ich ab und machte auf einer Bank eine Pause. Es war inzwischen 19:08. Seit dem Start waren nur 27 Minuten vergangen. Zu Fuß hätte ich mehr als eine Stunde gebraucht und es wäre sicher langweilig geworden. Auch, wenn das Sitzen auf dem Einrad bequem ist, hatte ich nach dem ununterbrochenen Fahren das Bedürfnis gehabt, abzusteigen.

Auch hier war die Aussicht gut.

Der Zoom zeigt die sehr gute Fernsicht an diesem Abend.

An den sonst wunderschön glänzenden Aigle sammeln sich an den Innenseiten Striemen. Bei solchen "ehrlichen" Gummistiefeln, die keine Lederoptik imitieren, müssten sich die Kratzer bei Bedarf wegpolieren lassen. 

Nach wenigen Minuten fuhr ich weiter und saß wieder wundervoll bequem. Nur war der linke Fuß beim freien Aufstieg zu nahe an der Kurbel und ließ sich nicht zurechtrücken. Irgendwie klebte der Stiefel auf der Pedale. Das kann dazu führen, dass ich mit dem Absatz auf die Kurbel trete und von der Pedale gehebelt werde. Das passierte nicht. Erst am Waldrand in Südost musste ich absteiegn, weil der Fußweg mit Fußgängern belegt war. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, ließ sich der Stiefel wieder normal auf der Pedale zurechtrücken. 

Nach knapp 50 Minuten kam ich wieder im Buchenring an und hörte kurz dem Konzert im Seniorenclub zu, das in der Zwischenzeit begonnen hatte. Ein Mann sang Lieder aus Opern und Operetten. Ich bin nun in einem Alter, dass ich mich da hätte reinsetzen können, hatte aber kein Geld für ein Bier einstecken.
 

2.7.26

Dunkler Abend

Das Wetter zeigte sich in der letzten Zeit extrem. Die Hitze verstärkte sich zunächst und erreichte am Wochenende 38°C. Dann kam in der Nacht zum Montag mit Regen Abkühlung, aber es wurde extrem schwül. Alles kein schönes Einradwetter. Zudem gab es einige Veranstaltungen, die am Zeitbudget geknabbert hätten. 

Heute war ein angenehmer sonniger Tag mit 27°C und verhältnismäßig trockener Luft. Als ich nach 19:30 nach Hause kam, hatte es sich geringfügig abgekühlt und Wolken waren aufgezogen.

20:10 saß ich dann auf dem Einrad. Obwohl bis Sonnenuntergang mehr als eine Stunde Zeit blieb, war es recht duster. Ich versuchte mal ein Video zur Gewinnung von Einzelbildern aufzunehmen. Das Ergebis war wie an einem Wintertag. Helle Stiefel hätten dem Bild wohl gut getan, aber bei solchem Wetter ziehe ich die abgebildeten gerne an. 

Der Abstieg

Gelandet

Nach der letzten Fahrt hatte ich von einem halben Sturz berichtet, bei dem die rechte Stiefelspitze tiefe Risse abbekommen hatte. Die zugeschmierten Kratzer fallen erst aus der Nähe auf. 

Diese Aufnahmen entstanden nach dem Aufbau eines Slaloms. Der wies keine Besonderheiten auf. 

Nach 17 Minuten machte ich eine Pause auf der Mauer.
Obwohl Regen heranzog, wurde es zwischenzeitlich etwas heller, was durch eine hellere Straße und mehr Glanz auf den Stiefeln sichtbar wurde.
Die Zeit mit dem Einrad begrenzte ich heute auf eine halbe Stunde. Zu einer letzten Pause setzte ich mich nicht mehr auf die Mauer um und fuhr dann gleich nach Hause.