Knapp drei Wochen hatte ich keine Gelegenheit gefunden, mit dem Einrad zu fahren. An den Wochenenden waren Astronomietagungen und wochentags wurde es zeitig dunkel, so dass es nach Feierabend auch schwierig wurde. Für den heutigen Sonnabend gab es am späten Nachmittag einen Baustellentermin auf der Sternwarte. Die Mittagszeit war frei.
Zur Zeit haben wir eine Inversionswetterlage. Dabei schiebt sich bei Wind aus östlichen Richtungen eine warme Luftschicht auf eine kalte und es gibt ein kaltes, trübes Wetter. Das kann sich hartnäckig halten und viele wünschen sich dann eine Wiederholung des Urknalls mit anderen Parametern herbei.
Am Vormittag strahlte die Sonne jedoch den größten Teil des Hochnebels weg. Mit 2°C war es zwar noch etwas kühl, als ich 11:01 losfuhr, aber schön hell.
Nach zehn Minuten Warmfahren legte ich mit Steinen einen langen Slalom bis zum Müllplatz am Spatzennest. Daraus entstand eine Kombination aus diesem Slalom, einem Kreis rechts herum auf dem Müllplatz und einem kurzen Slalom auf der Blechlemkingschikane.
Hier fahre ich gerade den Kreis. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich Angst, den rechts herum zu fahren. Inzwischen fühlt es sich so leicht und wunderschön an, dass ich die damit verbundene Lebensfreude mit Grüßen in die Kamera weitergeben kann.
Pause 11:18
An Stiefeln hatte ich wie beim letzten Mal die Acquo Eva+ S an. Auch wenn das Spiel der Oberschenkel in den Schäften nicht groß ist, kann ich in diesen Stiefeln bequem sitzen und fahren. Auf den Oberflächen spiegeln sich der blaue Himmel und Häuser.
Die Stiefel fühlen sich gut an und tragen zur Lebensfreude auf dem Einrad bei.
Beim Video mit dem langen Slalom lag der größte Teil der Strecke im Schatten. Deshalb baute ich den Anfang in einen kurzen, seitlich gespreizten Slalom um und fuhr den im durch Nebelreste gedämmten Sonnenschein.
Als das Video schon lief, bemerkte ich, dass ein Stein bei einer vorherigen Fahrt weggeschnippt war. Den legte ich noch schnell auf die Strecke. So bin ich in den hohen Stiefeln auch mal zu Fuß zu sehen.
Dann die Fahrt. Zunächst pure Lebensfreude. Das Sitzen auf dem Einrad fühlt sich wunderbar an, dazu die Sonne und die bequemen Stiefel.
Das Ausstrahlen von Lebensfreude beim Einrad fahren wirkt sich auch auf andere Menschen positiv aus und führt zu kurzen Gesprächen. Auf dem Einrad fällt das besonders leicht. Ich habe die Hände frei und das Gesicht oben.
Dann stellte sich heraus, dass ich den weggeschnippten Stein nicht genau hingelegt hatte. Dadurch musste ich dort eine weiter als üblich ausladende Kurve fahren. Etwas Stress, aber wenigstens glänzten die Stiefel dabei, wie ich es so noch nicht gesehen hatte.
Der Lebensfreude tat das keinen Abbruch, denn ich musste deswegen nicht absteigen. Ich kam nur zwischenzeitlich einmal aus dem Takt.
Pause 11:35
Ich fauhr dann noch ein wenig in der Gegend herum und kam nach einer guten Viertelstunde wieder an der Haustür an.





































