22.9.22

Schattenspiele

Der Herbst zieht heran. Von Tag zu Tag wird es merklich zeitiger dunkel. Auch bei den Temperaturen macht es sich bemerkbar. Am Wochenende gab es einen Kälteeinbruch mit viel Regen. Im Laufe der Woche hat es sich wieder stablisiert. Als ich mich heute 17:27 auf das Einrad setzte, waren 14°C. Durch die Sonne fühlte es sich allerding wärmer an und war ein schönes Einradwetter.

Am Rand des Parkplatzes am Spatzennest saßen drei Jugendliche, die das Einradfahren interessant fanden. Einer fragte, ob er einVideo aufnehmen darf. Das wurde nicht schlecht, mal ein nachgeführtes Video. Allerdings fanden wir draußen keine Apps, die es ermöglichten, das Video vom iPhone auf auf mein Android-Handy zu überspielen. Vielleicht lässt sich das noch per E-Mail klären.

Die tief stehende Sonne ermöglichte interessante Schattenbilder. Hier eins, als ich eine Pause an einem Geländer machte.

Heute fuhr ich 40 Minuten im Bereich Buchenring/Pappelstraße herum.

15.9.22

Parkplatz wieder frei

Der vorgestern angekündigte Wetterumschwung kam. Gestern hatte es den stundenlang geregnet.


Nach 22 Uhr war ich noch in der Innenstadt unterwegs. Die neuen Vorschriften zur Energieeinsparung wurden noch nicht überall eingehalten. Die Regel scheint zu sein: je blauer, desto schädlicher und desto länger an. Wer sich vorher bei der Beleuchtung keine Gedanken um den Naturschutz gemacht hat, tut das jetzt auch nicht zur Energieeinsparung.

Heute war das Wetter wolkig, aber wieder trocken. Als ich um 17 Uhr draußen war, um Bier zu holen, erschien das Wetter ungemütlich. Zu den 16-18°C wehte ein kühler Wind. Ich entschied mich deshalb dazu, zum Einrad fahren eine Jacke anzuziehen. Das hatte ich wohl zuletzt im April gemacht. Dazu trug ich mal eine gepolsterte Hose mit Hosenträgern drunter. Damit sitzt man auf Dauer bequemer. 

17:34 fuhr ich los. Der Parkplatz des Spatzennest war wieder frei. Ich hatte die Vermutung, dass ich mit der gepolsterten Hose weniger wendig sein würde, weil sich der Sattel mit den Beinen schlechter greifen lässt. Die Vermutung bestätigte sich nicht. Das Einrad ließ sich genau so gut lenken, wie mit einer Hose ohne Polster.


Ich nahm ein Video von der Fahrt auf den gebogenen Zugang zum Spatzennest auf. Der Videoeditor des Handys ist inzwischen soweit, dass man aus einem Video Teile herausschneiden und zusammenfügen kann.


 Man kann nun auch den Bildausschnitt wählen.

Gute Einzelbilder ließen sich bei dem schwachen Licht nicht gewinnen. Von oben an der Tür sieht die Kurve etwas eng aus, ist dann aber leicht zu fahren und fühlt sich schön an. Untern ist das nächste Abbiegen auf den Weg dran. Dann kommt der kleine Slalom (s. 1.9.22) und die Wende auf dem Weg.
Nach dem nächst mal stieg ich ab.
Im Laufe der Zeit kam die Sonne raus und beschien durch eine Lücke zwischen zwei Häusern Teile der Pausenmauer. Dadurch entstand diese eigentümliche Belichtung.

Heute fuhr ich eine Stunde im Bereich Buchenring/Pappelstraße herum. Gegen Ende kam ein Familie mit vielen Kindern vorbei, die sich für das Einrad interessierten.
 

13.9.22

Unfreiwillig in den Wald, trotzdem schön gewesen

Heute bot sich Gelegenheit, nach Feierabend mit dem Einrad zu fahren. Mit 23°C war die Temperatur angenehm. Für die Nacht wurde ein Wetterumschwung auf Wolken und Regen angekündigt. So saß mir keine klare Nacht im Nacken, die wegen astronomischer Beobachtung auf ein zeitiges Ende des Fahrens gedrängt hätte. 

Ich wollte wieder im Bereich Spatzennest herumfahren. Das ging heute nicht, den der Parkplatz war wegen einer Veranstaltung voller Blechlemminge. So blieb nur eine Fahrt durch den Wald. Ich überlegte noch kurz, ob ich das Einrad mit dem dicken Reifen holen sollte, war aber zu faul dazu und fuhr mit dem geflickten, schmalen Reifen los. Rein zufällig hatte ich die Black Forrest Stiefel an, die für Waldwege sehr gut geeignet sind. 18:06 fuhr ich los.

Die Waldwege waren leicht feucht. Das war nicht schlecht. Der sandige Boden war dadurch etwas tragfähiger und dunkler als im völlig trockenem Zustand. Zudem waren die hellen Steine gut zu sehen. Die Wendigkeit des schmalen Reifens ließ sich dadruch ausnutzen. So kam ich zienlich bequem zur Paditzer Straße und fuhr aus dem Wald heraus, überquerte die Brücke über die Umgehungsstraße, wendete unten und führ wieder über die Brücke.

Ein Blickfang waren die Silberpappeln.

Weiter unten ist die Straße zu einer Feldausfahrt verbreitert. Dort hatte schon manchmal kurze Videos aufgenommen. Die Sonne stand gerade tief und es war nur noch wenig Zeit, bis sie hinter einer Wolke verschwand. Bei tief stehender Sonne sehen solche Aufnahmen am besten aus.

Das Video. Zwischendurch musste ich mal aus dem Bildfeld verschwinden, um einem Radfahrer auszuweichen. Ein paar Einzelbilder daraus:

Hier ist der zuletzt auf den Reifen aufgebrachte Flicken zu sehen.
Hier ist er gerade unten. Es ist die zweitstärkst belastete Stelle des Reifens, weil hier der rechte Fuß seine größte Kraftwirkung erreicht. Mehr Abrieb gibt es nur an der Stelle, die beim Aufsteigen unten ist.
Nahe Vorbeifahrt: Das Licht reichte noch aus, um Bewegungsunschärfen zu vermeiden.
Eine langsame Runde mit geringer Kurvenlage. Der Flicken ist wieder zu sehen.

Hier ist mehr Schwung drin, eine 25°-Kurve

Der Abstieg, etwas schräg aus der Kurve heraus
Fuß auf dem Boden
Am Wegesrand sind einige Spätblüher aktiv. Am häufigsten waren die blauen Blüten der Wegwarte zu sehen. Die Weiße Lichtnelke war auch häufig.

Der alten, größeren Flicken hatten die Waldfahrt auch gut überstanden. Die Rückfahrt verlief ebenso leicht, wie die Hinfahrt. Nach 40 Minuten Fahrt war ich wieder zu Hause.


8.9.22

Reifenflickerei

Nach Gewittern am gestrigen Abend und einer teilweise klaren Nacht regnete es vom Morgen bis zum Nachmittag durch. Am Abend war wieder sonniges Einradwetter.

Gestern hatte ich am Reifen des Einrades, das ich für das Cruisen in Südost verwende, eine Stelle befunden, an der er bis auf das Gewebe durchgescheuert war. Die hatte ich gleich mit Langlauf Schuhreparatur-Paste zugeschmiert.


Diese Paste hatte ich gekauft, um die Sohlen meiner Stiefel instand zu halten. Sie ist dafür das beste Produkt, das ich bisher für diesen Zweck gefunden habe. Im Juni hatte ich die Paste erstmals für einen Reifen verwendet. Obwohl es bei der ersten Fahrt ein paar überstehende Teile abgehobelt hatte, hielt sie bisher. Der Reifentyp ist nicht mehr aufzutreiben. Ich habe ihn aber gerne, weil sich Kurven damit sehr schön fahren lassen. Die Flicken sind auch alle in der Mitte und haben keinen Einfluss auf das Fahren in Kurven.

Inzwischen habe ich einen Reifen mit gleichem Profil aufgetrieben. Der ist schmaler (1,5 statt 1,75) und verträgt weniger Innendruck. Die Schmalheit könnte noch mehr Wendigkeit bringen, aber der geringere Druck mehr Reibung. Wenn der alte Reifen nicht mehr zu halten ist, werde ich es sehen...

18:15 fuhr ich los. Wind hatte das Gelände abgetrocknet und es war ein schönes Fahren wie immer. Der neue Flicken war nicht zu spüren. Ich fuhr eine halbe Stunde in der Umgebung des Spatzennest herum.


 

4.9.22

Nochmal abends

Nach der Fahrt am Mittag mit dickem Reifen auf holprigen Wegen hatte ich abends noch Lust, mit wendigerem schmalen Reifen etwas am Spatzennest zu fahren.

18:28 fuhr ich los. Oben, am Geländer, schien noch die tief stehende Sonne bei 23°C. Unten lag der Parkplatz im Schatten. Schönes laues Einradwetter.


 

Zwischendurch nahm ich ein Video vom Anlegen an der Mauer und dem Wiederanfahren auf. Sollte nur die Gebetsmühle angezeigt werden, hilft ein Klick auf das Wort "YouTube".

Beim Aufsteigen sind graue Flecken auf dem Reifen zu sehen. Das ist der Sohlenkleber, den ich im Juni auf durchgescheuerte Stellen aufgebracht habe. Das Zeug hält immer noch.

Dabei sprang auch ein Einzelbild von der angedeuteten Pause auf. Der Blickwinkel ist ungünstig, ich wollte das Handy aber nicht mitten auf den Weg stellen. Es kamen öfters Kinder mit verschiedenen Fahrzeugen durch.

Heute dauerte meine Abendfahrt mit 40 Minuten.


 

Bismarckturm

Während im Juli und August die Sonnabende oft kalt und verregnet waren, im Gegensatz zu den anderen Tagen dieses trockenen Sommers war der erste Sonnabend im September sonnig und trocken.

Das war auch gut so, denn die Berufsfeuerwehr Altenburg feierte mit einem Tag der offenen Tür ihr 100-jähriges Bestehens.

Heute war mittags wieder Zeit für das Einrad. Ich wollte mal wieder in den Wald. Dabei hatte ich vor, den Weg durch den Wald vom Zschechwitzer Weg zur Zwickauer Straße zu nehmen und das Geholper nicht mehr an der Umgehungsstraße weiträumig zu umfahren.

12:31 fuhr ich los um kam nach 14 Minuten am Bismarckturm an. Ich hatte auf dem kurzen Weg also eine Menge Zeit gespart. Der entspannte Genuss war es aber nicht unbedingt. Mal rutschte ich auf einem Stein einige Zentimeter seitlich weg, mal fuhr ich durch ein Schlagloch. Absteigen musste ich trotzdem nicht, bis ich den Turm erreichte.

Die Wiese war noch taunass. Ohne diese Stiefel wäre ich wahrscheinlich nicht in ununterbrochener Fahrt hier her gekommen. Jetzt bewahrten sie vor nassen Füßen.

Das Springkraut blühte und war bereit, Samen abzuschießen.

Ich versuchte dann, den Turm auf dem Einrad zu umrunden. Das war keine sonderlich gute Idee. Der schmale Weg rechts am Turm vorbei ging noch. Der Parkplatz am Waldessaum sah dann aus wie frisch bombardiert und war voller Blechlemminge. Hier musste ich absteigen.


Die Rückfahrt verlief ohne Unterbrechungen. Nach 53 Minuten kam ich wieder zu Hause an und machte eine kurze Pause auf der Mauer am Spatzennest. Trotz 23°C war das Fußklima in den Stiefeln mit Bambussocken angenehm.
 

1.9.22

Erste Fahrt im September

Im August war ich auf 15 Fahrten gekommen. So viele hatte ich zuletzt im ersten Corona-Lockdown. Der Grund für die jetzige Häufung ist die leichte Erreichbarkeit des Areals um das Spatzennest. 18:32 fuhr ich los, um dort ein paar Runden zu drehen.

Zu Beginn nahm ich ein Video vom Slalom durch die Geschwindigkeitsbegrenzer. Sollte es in der Gebetsmühle hängenbleiben, hilft ein Klick auf das Wort "YouTube".

Daraus ein paar Einzelbilder: 

Hier fahre ich zum ersten mal auf die Hindernisse zu.
Die Hindernisse greifen nicht ineinander. Ich hätte fast geradeaus durchfahren können. Das ist vielleicht dazu gedacht, um Fahrräder nicht unnötig aufzuhalten. Mit dem Einrad lassen sich die Kurven aber schön ausfahren.
Nun verlasse ich den kurzen Slalom.
Jetzt bin ich in Gegenrichtung wieder drin.
Zum Wenden nutze ich für die Rechtskurve den Müllplatz mit aus.
Ich komme nach der Wende zurück.
Diesmal ist etwas mehr Kurvenlage nötig, um am ersten Hindernis vorbeizukommen. Bei diesem Slalom nehme ich mit Absicht die Arme etwas vom Körper weg. So kann ich den Bauch freier bewegen.

Das Ende der zweiten Runde
Seit ich wieder mit langer Hose fahre, hatte ich immer höhere Stiefel getragen und die kurzen Equitheme vernachlässigt. Heute hatte ich sie mal wieder an. Sie sind eher Turnschuhe als Stiefel, sehr leicht und weich. Man könnte damit vielleicht bei schlechtem Wetter joggen, aber Einrad fahren ist bequemer.
Ich fuhr dann insgesamt eine halbe Stunde. Spaß und Kraft hätten viel länger gereicht, aber die Zeit nicht.

Für das Video hatte ich dieses Stativ im Scheckkartenformat verwendet. Die Idee ist nicht schlecht, aber die Umsetzung äußerst magelhaft.

Das Ding wird in zwei Teile zerlegt, die dann rechtwinklig aufgeklappt werden. Das Plastezeug fällt aber beim Aufbau leicht auseinander und für schwere Handys gehen die Lager zu leicht und das Handy kippt um. Hochkant geht schon gar nicht. Gäbe es solche Dinger solide aus Metall, wären sie sehr praktisch.
 

28.8.22

Nochmal abends

Nachdem ich heute Mittag eine Tour durch den Wald und an der Umgehungsstraße gemacht hatte, blieb noch Lust auf etwas Cruisen am Spatzennest und in der näheren Umgebung. Um es angenehm zu haben, wartete ich ab, bis die Sonneneinstrahlung zurückging und die Luft lau wurde. 18:43 fuhr ich dann los.

Zu Beginn musste ich etwas aufpassen. Gestern hatte ich die 20 Jahre alten Dafna-Stiefel zur Pflege eingesprüht. Dabei kam auch Öl an die Sohlen. Deshalb beobachtete ich, ob es glatt auf den Pedalen ist. Das war nicht der Fall. Die Stiefel hafteten so gut wie sonst auf den Pedalen und das Einrad ließ sich wie mit diesen Stiefeln gewohnt sicher fahren.

Nachdem die Sicherheit geklärt war, nahm ich ein kurzes Video von einer Fahrt auf die Rampe am Spatzennest auf. Am schönsten fühlt es sich an, aus der Kurve heraus auf die Rampe zu fahren. Seit dem ich mit den Rechtskurven besser zurechtkomme, geht das und macht Spaß. Das Fahren auf dem Parkplatz ist ein Bisschen wie Tanzen und die Bewegungen fühlen sich gut an.

Die abgenutzten Stellen um die Knöchel herum ließen sich mit dem Einsprühen nicht beseitigen, doch sehen die alten Stiefel wieder etwas neuer aus.

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren. 

Hinweis: Sollte das Video in der Gebetsmühle hängenbleiben, hilft ein Klick auf das Wort "YouTube".



Mittags im Wald und an der Umgehungsstraße

In diesem Sommer scheint es eine Regel mit Ausnahmen zu sein, dass Sonnabend der kälteste und verregnetste Tag der Woche ist. In dieser Woche war es auch wieder so. Am heutigen Sonntag schien wieder die Sonne und mit etwas über 20°C war es einradgerecht kühl. 

13:23 fuhr ich los und radelte die gleiche Tour, wie am letzten Sonntag. Die Wegeverhältnisse im Wald waren auch ähnlich. Da bot es sich an, zu prüfen, warum ich beim letzten mal trotz ununterbrochener Fahrt nur eine Duchschnittsgeschwindigkeit von 9 km/h erreicht hatte. In Leipzig waren 11 km/h üblich.

Nach sieben Minuten verließ ich den Wald war nach zehn Minuten an der Umgehungsstraße. Dort stellten sich die Abfahrt zum Tunnel und der darauf folgende Anstieg als Zeitfresser heraus. Den Abstieg fuhr ich vorsichtig, um noch Reserve für das Zurücklehnen zu haben. Bergauf ist man dann sowieso langsamer. Nach 25 Minuten fuhr ich wieder in den Wald. Dabei hätte es beinahe die erste Fahrtunterbrechnung gegeben. An einem Hindernis hob es mich einige Zentimeter aus dem Sattel und der rechte Stiefel stand nur noch auf dem Rand der Pedale. 

Der Weg bis zum Zschechwitzer Weg war sehr sandig. Bergab störte das aber kaum. Abstiegen musste ich dann an der Krankenhauseinfahrt, weil dort gerade ein Fahrzeug einbog. Nochmal absteigen musste ich bei der Einfahrt in Südost. Dort ist ein kurzer, schmaler von der Straße auf den Fußweg. Wegen der Kürze ist es unwahrscheinlich, darauf Menschen anzutreffen. Heute war es aber so und ich konnte nicht vorbeifahren. Trotzdem brauchte ich heute mit 36 Minuten vier Minuten weniger, als vor einer Woche. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h.