15.5.21

Schlamm zur kalten Sophie

An Abend nach der letzten Fahrt beendete Hagel die kurze Warmphase. Die Missachtung der Regel "Pflanze nie vor der heiligen Sophie" machte einen Einsatz zur Rettung der Balkonpflanzen nötig. Danach war es die Woche über finster, kühl und verregnet. Die kalte Sophie ist die letzte Eisheilige und arbeitet am 15. Mai. Nach einer teilweise klaren Nacht war der Morgen sonnig. Schauer waren für den Nachmittag angekündigt. Vorher machte ich noch eine kurze Tour mit dem Einrad.

Bei 16°C war es draußen angenehm mild. Der Untergrund war dagegen nach dem vielen Regen schwierig. Ich nahm die schlammärmere Route an den Sportplätzen entlang zur Hans-Driesch-Straße. Die Pfützen an der Kurve am Sportplatz des SV West 03 ließen einen schmalen Pfad in der Mitte frei. Das war noch sehr einfach zu fahren. Schwieriger wurde es hinter der Brücke. Am Rand des Weges gab es einen schmalen festen Streifen. Für Ausweichmanöver musste ich gelegentlich durch den Schlamm. Einmal blieb ich an einem Hindernis stecken, das unter dem Schlamm versteckt war und musste absteigen.

Auf dem Geländes des BSV Schönau blüht eine Ansammlung Beinwell. Deren Blüten sind zur Zeit oft zu sehen.

Kurz vor der Hans-Driesch-Straße zeigte sich die Bärlauchblüte in maximaler Pracht.

Um dem Schlamm im Wald etwas auszuweichen, fuhr ich auf dem Deichweg an Elsterbecken und Nahle weiter. Dort, wo noch vor wenigen Tagen der Löwenzahn gelb blühte, herrschten nun Pusteblumen vor.

Ein paar Minuten später hatte ich die Brücke über die Kleine Luppe erreicht.

Mit diesen Stiefeln machte das Fahren trotz ackern im Schlamm noch Spaß. Allerdings war es anstrengend. Deshalb machte ich mich auf den Rückweg und fuhr zur Gartenanlage Waldluft und von dort auf dem schmaleren Weg westlich der Friesenstraße weiter..

Der viele Regen der letzten Tage hatte das Laub sprießen lassen. Von der Mädlervilla war nun kaum noch etwas zu sehen.

Die Bäume am Weg neben der Friesenstraße durch die Gottge zeigten sich ebenfalls dicht belaubt, wenn auch das Grün noch sehr zart ist.

Nach 40 Minuten beendete ich die Tour.

11.5.21

Mittagspausenfahrt im kurzen Vorsommer

Vor den Eiszeiligen gab es einen kurzen Vorsommer mit 28°C. Als ich heute Mittag 12:36 losfuhr, schien bei 21°C die Sonne. Während der Fahrt an der Friesenstraße probierte ich ein Selfie mit der Weitwinkelkamera. Normalerweise quillt bei kurzbrennweitigen Objektiven die Bildmitte auf. Hier ist es umgekehrt. Am unteren Bildrand ist ein "Klumpfuß" entstanden.

Das Grün im Wald ist seit Sonnabend deutlich dichter geworden, aber noch hellgrün.

Wenig später fuhr ich auf dem unbefestigten letzten Stück der Friesenstraße.

Blick nach vorn: Bis zum Spielplatz und der dahinter liegenden Gartennanlage Waldluft ist es nicht mehr weit.

Zwölf Minuten später näherte ich mich der Nahle.

Hinten biegt der Weg links ans Flussufer ab.

An der linken Seite des Uferweges dominieren zur Zeit Buntnesseln.

Am Hang wächst dagegen der Japanische Flügelknöterich sehr schnell. Schafe werden später hier reichlich Futter finden. Am Nahleufer waren auch einige Maifliegen aktiv.

Dann war der Pausenplatz auf der Brückenmauer erreicht. Wegen der Wärme hatte ich heute einmal leichte Stiefel angezogen. In diesem kühlen Jahr hatte ich das bisher nur selten gemacht. Holprige Strecken sind damit vergleichsweise anstrengend zu fahren. Auf den ebenen Abschnitten sind sie dann sehr bequem. Auf den vier Kilometer bis hierher waren die Sommerstiefel so weit OK, dass das Fahren Spaß gemacht hat und keine übermäßigen Anstrengungen entstanden waren.

Die Zeit der Mailfliegen scheint nun zu Ende zu gehen. Zahlreiche Exemplare lagen verendet auf dem Asphalt.

In der Nahle schwammen wieder Fische. Der links unten ist ein ziemlich großes Exemplar.

Auf dem Rückweg fuhr ich an der Gustav-Esche-Straße in Richtung Leutzsch. Hinter den gleben Blüten ist der Weg zu sehen, auf den ich gleich in Richtung Heuweg abbiegen werde.

In der Kurve fotografierte ich eine lila blühende Pflanze, die mir schon vor Tagen aufgefallen ist. Evtl. ist es eine Nachtviole.

Vom Heuweg und der Gegend um die Gartenanlage Waldluft gibt es nichts neues zu berichten. Vor der Hans-Driesch-Straße hatte ich mehrfach von der abnehmenden Sichtbarkeit der Mädlervilla durch zunehmende Belaubung berichtet. Heute war nur noch wenig vom Gebäude zu erkennen.

Vogelmieren und Löwenzahn an der Kreuzung Hans-Driesch-Straße / Friesenstraße


Nachts sieht es dort so aus. Festbeleuchtung für Blechlemminge im Wald. Unter den Laternen ist es 17 Lux hell und die Farbtemperatur ist mit 4000K für die Umwelt arg hoch.


Am Boden krabbelten einige geschwächte Maifliegen herum. Weinig später war die Tour nach einer guten Stunde beendet.

8.5.21

Durchwachs-Gelbdolde und Labkraut

Bei 14°C und heiterem Himmel war heute wunderschönes Einradwetter. Um 13:30 Uhr herum fuhr ich los in Richtung Auwald.

Heute nahm ich den Weg an den Spotplätzen vorbei. Auf der Brücke über die Kleine Luppe machte ich kurz Halt. Am linken Ufer waren gelbe Pflanzen zu sehen, wie sie mir am Waldrand schon aufgefallen waren. Im Wasser spiegelten sich imposant Wolken.

Während dieser Pause blieb ich auf dem Sattel sitzen.

Blick nach Norden. Die Schatten der Wolken sorgten für ein interessantes Lichtspiel.


Nachdem ich wieder weitergefahren war, erblickte ich nach einigen Metern wieder die gelben Pflanzen. Ich stieg ab, um sie näher anzusehen. Mit der App PlantNet bestimmte ich sie als Durchwachs-Gelbdolde.

Ein paar kleinere Exemplare in nachbarschaft mit blühendem Bärlauch.


An den Rändern des schmalen Wegstücks vor der Hans-Driesch-Straße zeigte sich ein Bärlauch-Blütenmeer.


Wenig später fuhrr ich auf dem Deich am Elsterbecken und an der Nahle. Im diesem Gebiet haben sich noch wenige Löwenzahnblüten in Pusteblumen verwandelt.

 

An der Wendeschleife bog ich dann zur Kleinen Luppe ab und legte auf der Brücke eine kleine Pause ein. Dicht neben dem weiterführenden Hauptweg verläuft ein schmaler Nebenweg. Die verbindenden Kurven sind für mich nicht zu eng, deshalb fuhr ich eine Runde aus Haupt- und Nebenweg. Das ging recht problemlos. Deswegen hängte ich noch eine Runde zum Fotografieren dran.

Hier bin ich auf dem Hauptweg. Vorn geht es rechts zum Heuweg und links zur Waldluft und zum Nebenweg.


Hier zweigt der schmale Weg links ab.


Ein sehr schöner Weg, allerdings etwas holprig. Auf dem gepolsterten Sattel saß ich weiterhin bequem, aber das Treten strengte ein Bisschen mehr an, als auf einem ebenen Weg. Deshalb verzichtete ich dann auf eine dritte Runde und fuhr weiter zum Heuweg und zur Nahle.


An der Nahle bekam ich von einer Joggergruppe Beifall. Ansonsten sprießt dort der Japanische Flügelknöterich, was an den braunen Flecken auf der Wiese zu erkennen ist.


Die Brücke der Gustav-Esche-Straße bot wieder eine bequeme Pausengelegenheit. Auf dem Weg in die Burgaue unterquerte ich die Straße an der Brücke ohne Fluß. Zuvor hatte ich mich mal getraut, einen Trampelpfad zum Weg dorthin zu fahren. Mit diesem Stiefeln ist das eigentlich ganz einfach. Vor der Brücke stieg ich dann trotzdem ab. Sie erschien mir zu niedrig. Da fehlte noch die Überwindung. Weil mir das räumliche Sehen fehlt, bin ich bei so etwas übervorsichtig.

In der Burgaue ist die Taubnessel zur Zeit die dominierende Blütenpflanze.


Auf der Brücke über den Bauerngraben machte ich wieder eine Pause. Bei dem schönen Wetter war ich gemütlich unterwegs.
Ich fuhr weiter zur Kreuzung mit dem Kilometerweg. Das Laub hat sich in den letzten Tagen schnell entwickelt. Die Schatten wurden dichter.
Der Parallelweg zum Kilomterweg
Und wieder eine Brückenpause

Die nur wenige Meter entfernte Brücke des Kilometerweges. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Nahle. Dort schwebten viele Maifliegen über dem Weg.


Minuten später machte ich auf der Gustav-Esche-Straße die letzte Brückenpause.

Unten im Fluss tummelten sich Fische.


Über dem Heuweg schwebten auch viele Maifliegen. Es war allerdings nicht möglich, während der Fahrt welche zu fotografieren.


Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten. Kurz vor der Hans-Driesch-Straße fotografierte ich nochmal in Richtung Mädlervilla. Sie ist noch nicht ganz vom Laub verdeckt.


Am Rand des Weges an der Hans-Driesch-Straße ist die Verwandlung von Löwenzahnblüten in Pusteblumen weit vorangeschritten.


Kurz vor der Friesenstraße erntete ich vermeintlichen Waldmeister. Dieses Zeug klebte aber an der Haut und verursachte beim Abziehen Striemen. Schließlich war es Labkraut.


Nach ungefähr zwei Stunden war die Tour zu Ende.

Labkraut ist ungiftig. Deshalb kochte ich eine Kanne Tee davon. Der schmeckte zumindest nicht widerlich und verursachte weder Halluzinationen, noch Brechreiz oder Durchfall.