23.10.21

Unter dem Laub liegt der Stein

Am Donnerstag hatte ein Doppelsturm den Eisenbahnverkehr lahmgelegt. Auch gestern war das Wetter noch ungemütlich. Heute war es mittags bei 10°C, Sonnenschein und nachlassendem Wind schön. Ich musste noch warten, bis die Waschmaschine fertig war und begann 14:32 eine Fahrt. Zunächst war alles bestens. 

Wenig später erreichte ich den Wald. Der Weg war mit einer dicken Laubschicht bedeckt. Die darunter liegende Schottersteine waren nicht zu sehen. Man kann jederzeit hängen bleiben und absteigen müssen. Das Risiko ist im Altenburger Wald wesentlich größer, als im Leipziger Auwald. Es gibt ein bekanntes Lied "Unter dem Pflaster liegt der Strand". Darin wird dazu aufgefordert, die Steine herauszureißen. Dann wäre es wieder so unholprig wie früher.

Ich erwartete also, jederzeit hängenzubleiben und kurz vor der Kurve passierte es auch. Allerdings kein Problem. Das Aufsteigen klappte sofort, allerdings hing das Rad beim Anfahren sofort wieder fest. Wenn die Pedalen auf den Totpunkten stehen, ergibt das den Worst Case, eine Bodenberührung mit den Händen. Zuletzt gab es das am 5.12.2020. Weil aus dem rechten Daumen Blut tropfte und ich kein Verbandmaterial dabei hatte, fuhr ich wieder nach Hause und so war die Fahrt nach zehn Minuten beendet.

17.10.21

Noch ein schönes Wochenende

Der Sonntag begann wieder mit wunderschönem sonnigen Wetter. Als ich 12:34 die Wohnung verließ, hatte das Thermometer 13°C angezeigt. Sehr gutes Einradwetter.

Gestern hatte ich von Leipzig, die Black Forest Stiefel mitgebracht. In früheren Posts hatte ich darüber berichtet, dass diese Stiefel bestens für holprige Untergründe geeignet sind, weil die Schäfte ziemlich steif und hoch sind und so die Fußgelenke besser entlasten, als weiche Stiefel.

Die Altenburger Waldwege sind zur Zeit steinig. Da wirkte es sich schnell vorteilhaft aus, mit diesen Stiefeln zu fahren. Ich kam gut voran. Weil es am Freitag geregnet hatte, waren die Waldwege an den weniger steinigen Randstreifen nass. Ab und zu musste ich auch ausweichen. So musste ich heute häufiger über den Schotter, als bei den letzten Fahrten.

Auf der Kreuzung mit der Paditzer Straße bog ich waldauswärts ab, fuhr über die Brücke, wendete unter der Brücke, überquerte wieder die Brücke, fuhr auf der Landwirtschaftsausfahrt ein paar Kreise, überquerte nochmal die Brücke und machte an der Umgehungsstraße ein paar Aufnahmen.

Problematisch war dabei, dass die Sonne nur noch auf ein kleines Stück der Gabelung schien. War ich im Licht, war ich zu weit von der Kamera entfernt. Näher dran entstanden im Schatten nur scherenschnittartige Bilder. Die Kamera auf die Mitte der Gabelung stellen wollte ich auch nicht, weil hin und wieder Fahrzeuge auftauchen.

12:58 begann ich den Aufstieg.

Schwung holen
Auf geht's.
Pedale suchen: Wie beim letzten mal steht die Pedale senkrecht.
Heute rollte der Stiefel jedoch nicht darauf ab, sondern rastete mit dem Absatz ein.
Etwas pendeln, einmal vor,
einmal zurück,
nochmal vor
und nach dem nächsten Zurück fahre ich an.

Das Einrad fährt.
Nun fahre ich im Schatten vor der Kamera vorbei. Das Bild hat nun mehr Auflösung, aber weniger Licht.

Nächste Runde

Wieder im Dunkeln vor der Kamera
Nächste Runde
Es ist schön, so zu sitzen. Mit einem Fahrrad bekomme ich solche Kreise gar nicht hin, schon gar nicht feihändig und aufrecht sitzen. Mit dem Einrad ist es leicht und bequem.

Hier ist das Bild mal nicht ganz so dunkel.

Ich verschob die Kreise seitlich und fuhr auch mal direkt auf die Kamera zu. Hier fuhr ich langsam und hatte nur wenig Kurvenlage.
Hier war ich ein Bisschen schneller. Die Gabelung hat zwar einen leichten Knick, weil der Weg von der Brücke herunter auf einen ebenen Weg trifft, ist aber nicht holprig. Dadurch lassen sich die Kreise entspannt fahren.
Schließlich nahm ich den rechten Fuß von der Pedale, um abzusteigen.
Noch steht die Sattelstütze ungefähr senkrecht.
Nun kippe ich vom abgebremsten Einrad nach vorn ab.
Bodenkontakt
Verlassen des Sattels

Danach machte ich unter der Brücke auf einer Mauer eine Pause, wobei ich das Einrad als Fußablage nutzte.

Auf der Rückfahrt meinte ich, dass es vielleicht noch etwas zeitig zum Heimfahren ist und wendete vor dem Wald auf dieser Landwirtschaftsausfahrt. Sie ist kleiner, als die bei der Brücke, auf der ich die Bilder der letzten beiden Fahrten aufgenommen hatte. Sie reicht aber für ein Einrad zum Wenden aus.

Ich wendete dann nochmal vor der Brücke und machte mich dann entgültig auf den Heimweg.

13:25 erreichte ich dieses Geländer. Sekunden später war die Fahrt zu Ende.

10.10.21

Nochmal goldener Oktober

Morgens hatte es einen prächtigen Sonnenaufgang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt begonnen. Als ich 12:28 Uhr losfuhr, waren schon 8°C im Schatten, also die gleichen schönen Wetterverhältnisse wie gestern.

Zur Abwechslung hatte ich mal wieder die grauen Gummistiefel angezogen. Die hatte ich zwei Monate nicht mehr getragen. Wegen der kurzen Schäfte und der Profilsohlen lässt es sich damit nicht ganz so gut fahren, wie gestern mit den Reitstiefeln. Ein entspanntes Fahren ist trotzdem möglich. Die Wege waren auch trocken, so dass niedrige Schäfte ausreichten.

Wie gestern fuhr ich an die Landwirtschaftsausfahrt vor der Brücke, um ein paar Bilder aufzunehmen. Bei einer Serie vom Aufstieg fehlt der Oberkörper. Dafür ist die Beinarbeit besser zu sehen.

Hier habe ich den Sattel zwischen die Beine genommen.

Der nächste Schritt ist, den rechten Fuß auf die Pedale zu setzen.


Dann Schwung holen, bis die Sattelstütze 45° geneigt ist.


Abstoßen


Die Sattelstütze bewegt sich nach oben.


Als sie senkrecht steht, suche ich mit den linken Fuß die Pedale.

Unglücklicherweise steht die Pedale senkrecht.

Dadurch rollt der Stiefel auf ihr ab.

Der Stiefel kommt schließlich halb mit dem Absatz auf der Pedale zur Ruhe. Wegen des Profils der Sohle ist das schwer zu korrigieren.


Ich pendle einmal nach vorn. Der Absatz bleibt auf der Pedale.


Auch beim Zurückpendeln ändert sich nichts daran.


Nochmal vor


und zurück


Ich bekomme das Problem nicht gelöst. Weil ich nicht ewig Zeit habe, bleiben zwei Möglichkeiten, absteigen oder auf dem Absatz die Kreise zu fahren.


Ich komme schließlich in die Anfahrposition und entscheide mich, zu fahren.


Bei senkrechter Sattelstütze entscheidet sich, ob ich schnell genug bin, um loszufahren oder nochmal pendeln muss.


Es reicht zum fahren.


Ich nährer mich dem Wegesrand und muss sehen, ob ich beim Fahren auf dem Absatz in die Kurvenlage komme.

Das Rad neigt sich zu Seite.


Es klappt recht gut.


Eine nahe Vorbeifahrt

 Nun habe ich die erste Runde ohne Schwierigkeiten absolviert.

 


Ich beginne eine weitere Runde ...


... und fahre noch eine dritte, bevor ich absteige.

Als ich zur Weiterfahrt wieder aufstieg, landete ich wieder mit dem Absatz auf der Pedale. So fuhr ich dann in den Wald hinein, bog links ab und korrigierte nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße bei einem Halt an einem Schlagbaum die Position des Stiefels.

12:56 Uhr erreichte ich den Schlagbaum an der Zwickauer Straße und machte zwei Minuten Pause, bevor ich wieder nach Hause fuhr. Freie Aufstiege musste ich dann nicht mehr machen. So blieben die Stiefel für die restlichen ca. zwanzig Minuten bis zum Schluss optimal auf den Pedalen stehen.