12.6.21

Nach langer Pause in die Burgaue

Aus verschiedenen Gründen war ich fast zwei Wochen nicht mehr mit dem Einrad gefahren. Lockerungen des Lockdown ließen wieder Veranstaltungen zu, das Wetter zeigte sich tropisch - feuchtheiß mit Gewittern und Starkregen und zwischendurch gab es vorgestern eine Sonnenfinsternis.

Heute zeigte sich das Wetter wieder einradfreundlicher. Mittags betrug die Temperatur 23°C. Bei einer Taupunkttemperatur von 16°C war es leicht schwül, aber der kräftige Wind sorgte für Abkühlung. 12:50 fuhr ich los.

Weil ich damit rechnete, dass die Starkregen den Wald verschlammt haben, wählte ich am Waldrand die Route an den Sportplätzen vorbei zu Hans-Driesch-Straße.

Große Pfützen in der Kurve schienen die Schlammerwartung zu bestätigen.

Nach der Kurve war der Weg jedoch trocken. Nach fünf Minuten Fahrt hatte ich die Brücke über die Kleine Luppe erreicht. Nur der hohe Wasserstand der wies noch auf die Starkregen hin.

Von den Wegeverhältnissen her wären die Stiefel somit nicht nötig gewesen. Das Fahren damit ist schön bequem. Solange es nicht zu warm würde, wäre es OK.
Die weitere Strecke zur Hans-Driesch-Straße war gut befahrbar.

Wenig später fuhr ich auf dem Deich am Eltsrbecken. Die hohen Gräser waren in der Zwischenzeit gemäht worden.

Nach 19 Minuten leichter Fahrt erreichte ich die nächste Brücke über die Kleine Luppe, die zwischen Heuweg und Waldluft.
Unten blühte die Sumpf-Schwertlilie.
Bis zur Bahnunterführung am Heuweg fuhr ich weiter, ohne Probleme mit Schlamm oder irgend etwas anderem zu bekommen. Danach fuhr ich auf die Brücke des Güterrings zu. Dieser Weg war in diesem Jahr öfters zerwühlt, aber heute gut zu fahren.

Beim Linksabbiegen zur Brücke gabe es noch eine harmlose Schlammrille zu durchqueren.

Dann kam die Brücke zu Gesicht (51.361937, 12.322974).

Danach bog ich rechts in Richtung Nahle ab.

Hier ein Video von der Kurve.

Der Weg zur Nahle war oberflächlich nass, was keine bedeutenden Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Einrades hatte.

Schließlich fur ich am Nahleufer. Der Weg hatte es in diesem Jahr öfters in sich, weil Schlammlöcher die ganze Breite einnahmen. Zunächst war davon nichts zu bemerken.

Das Einrad rollte leicht.
Zum Ende hin wird der Uferweg oft schwieriger. Heute führten jedoch trockene Pfade an den Schlammlöchern vorbei. Weil der Wald heute menschenleer war, machte es nichts aus, dass sie schmal waren. Ich musste keinem Gegenverkehr ausweichen.

Auch dieses Schlammloch war leicht zu umfahren.

13:23, also nnach 33 Minuten Fahrt, hatte ich die Gustav-Esche-Straße erreicht.

Auf der Brücke machte ich eine Pause und checkte mit einer App das Wetter. Trotz der dichten Bewölkung war kein Regen zu erwarten. Die Temperatur wurde inzwischen mit 25°C angezeigt. Trotzdem fühlte ich mich in den Stiefeln noch sehr wohl und so stand einer Fahrt in die Burgaue nichts im Wege.
Die Biegung der Nahle vor dem Auslassbauwerk. Unmittelbar vor dem Bauwerk gab es eine problematische Stelle. Der Übergang vom unbefestigten Weg zum Asphalt am Auslass ist abschüssig und bestand heute teilweise aus Schotter, weil Regen Sand weggespült hatte. Bei einer Erschütterung verlor der rechte Fuß den Kontakt zur Pedale und kam mit dem Absatz des Stiefels wieder auf.

Das ging letzendlich gut und ich konnte weiterfahren. Nach dem Auslassbauwerk bog ich links in die Burgaue ab.
An der Kreuzung (51.369069, 12.297729) hat der Reitweg einen kleinen Abhang, den ich im vorigen Jahr im September erstmals probiert hatte. Hier eine Ansicht von hinten. Zuletzt hatte ich diesen Weg im November genommen. Heute fuhr ich einmal herunter und ließ es dabei bewenden, weil Mücken umherschwirrten.
Ich fuhr weiter durch die Burgaue bis zur nächsten Brücke.
Dort machte ich eine kurze Pause auf dem Geländer. Nun war ich 56 Minuten Stunde mit dem Einrad unterwegs.

Zwölf Minuten später saß ich auf der Brückenmauer in der Gustav-Esche-Straße. Eine kleine Verzögerung gab es, weil ich zwischendurch ein Hindernis nicht bemerkt hatte und absteigen musste. In den Stiefeln fühlte ich mich trotz der Außentemperatur weiterhin sehr wohl.

Wenn ich das Einrad in der Pause nicht mit Beinen oder Händen festhalte, muss ich es so anlehnen, dass es nicht nach vorn oder hinten umkippen kann. Heute hatte ich das Problem durch Auflegen des Sattels auf die Mauer gelöst.
Auf dem Rückweg nahm ich zum Heuweg die Unterführung vor dem S-Bahnhof Leutzsch. In der Unterführung stand etwas Wasser. Vor mir stieg eine Familie von den Rädern ab und diskutierte ausführlich unter Abwägung vielfältiger Argumente, was nun zu tun sei. Damit war die Unterführung blockiert und ich musste absteigen. Sie entschieden sich dann, den erhöhten Fußweg an der Seite zu nehmen und ich konnte wieder aufsteigen. Nach 77 Minuten Fahrt ist ein freier Aufstieg etwas anstrengend. Wie das Hochwuchten abläuft, ist z.B. hier zu sehen.

Auf dem Heuweg waren die Schlammstellen wie zuvor am Nahleufer leicht zu umfahren. Weil kein Gegenverkehr kam, musste ich auch nicht auf das Timing achten.

Später gab es noch Hindernisse, wie herabhängende Äste. Die bereiteten keine Probleme. Nach einer Stunde und 40 Minuten beendete ich die Tour.

30.5.21

Huflattich und Nelkenwurz

Heute war es etwas sonniger und mit 18°C etwas wärmer als gestern, dafür wehte ein stärkerer Wind. Kurz nach 13:00 fuhr ich los.

Von der ersten Kurve im Wald wollte ich ein Video mit dem Handy aufnehmen. Das wurde zu unruhig, weil ich einigen Menschen ausweichen musste. Die Pfützen waren im Vergleich zu gestern geschrumpft.

Einige Sekunden später hatte ich die Brücke über die Kleine Luppe erreicht und machte eine kurze Guckpause.

Der weitere Weg in Richtung Hans-Driesch-Straße war zunächst deutlich trockener als gestern. Ab dem Schießstand änderte sich das.


Vor der Hans-Driesch-Straße musste ich absteigen. Das bot Gelegeneheit, Pflanzen zu fotografieren. Hier ein Storchschnabel.


Huflattich. Davon könnte man sich einen Hustensaft machen.

Nelkenwurz ist auch als Heilkraut verwendar. Schöllkraut (s. 1. Mai) war auch oft zu sehen. Woran es in diesem Jahr noch mangelt, sind Knoblauchsrauken. Davon gab es in den vergangenen Jahren sehr viele.

Auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße fuhr ich zunächst auf dem Deichweg am Elsterbecken zur Nahle, überquerte dann die Kleine Luppe auf der anderen Brücke und fuhr auf dem unbefestigten Stück der Friesenstraße zur Hans-Driesch-Straße zurück. 


Bevor ich den Wald verließ, machte ich noch einen kurzen Abstecher zur Kleinen Luppe und nahm das Video von der Kurve noch auf.

Wenige Minuten später war die knapp einstündige Tour zu Ende.

 

29.5.21

Sonne, Wind, Schlamm und Storchschnabel

In der Nacht nach Pfingstmontag kippte das Wetter wieder um. Es kühlte ab. Häufig gab es Schauer, manchmal Gewitter. Und es wehte ein ungemütlicher Wind. Das Beste an diesem 70er-Jahre-Wetter waren die vielen Regenbögen. Erst am Sonnabend war es wieder trocken und die Sonne schien. Bei  maximal 17°C wehte immer noch der Kühle Wind, aber nicht in einer Stärke, die das Einrad destabiliserte. 12:58 fuhr ich los.

Schon am Waldrand war viel Schlamm zu sehen. Deshalb nahm ich wie oft in diesem Jahr die schlammarme Route an den Sportplätzen vorbei zum Elsterbecken. An der Hans-Driesch-Straße zeigten sich große Blätter des Klettwurz, hier im Vergleich mit Schuhgröße 46.

Blüten der Wegrauke

Der Deichweg am Elsterbecken war gut abgetrocknet und angenehm zu fahren. Die Gräser waren in den wenigen Tagen seit der letzten Fahrt schnell gewachsen.

Blick zum gegenüberliegenden Ufer

Unterwegs waren mir ab und zu Häufungen lila Blüten aufgefallen. An einer stieg ich ab, um sie näher zu besehen. Zunächst ein Blick zurück in Richtung Landauerbrücke.

Hier ist das Büschel zu sehen.

Vom Nahen stellte es sich als Storchschnabel heraus.

Das Abbiegen zur Brücke über die Kleine Luppe über den "Fußweg" (s. Video vom 2. April) gelang auch auf Schlamm sicher. Unter der Brücke fand ein Paar etwas. Ich nehme an, einen Geocache. Im Fluß haben Wasserpflanzen enorme Größen erreicht.

Weiter in Richtung Heuweg/Gustav-Esche-Straße wollte ich wegen Schlamm nicht fahren und fuhr eine Runde zur Hans-Driesch-Straße, nochmal am Elsterbecken entlang bis zur Brücke zurück.

Nach dieser Schleife machte ich mich auf den Rückweg und beendete die Tour nach einer guten Stunde.
 

24.5.21

21°

 In den letzten Tagen war das Wetter stürmisch und Kühl. Auch hielten mich andere Beschäftigungen von Einradfahren ab. So war die letzte Fahrt neun Tage her. Heute war es mit 21°C recht warm und die Sonne schien, als ich 13:29 losfuhr.

 Sechs Minuten später war ich an der Kleinen Luppe.


Ein Halo (22° Ring) warnte vor Wetterverschlechterung.


Unten war noch unbekümmert Sommenschein. Was in disem Polar-Frühling selten ist: Ich hatte mal wieder eine ungepolsterte Hose und weite Stiefel an.

Der Wald hat sich seit der letzten Fahrt ordentlich zugegrünt. Beim Bärlauch stehen zwar die Blüten noch, aber die Blätter verschwinden schnell.

An Blüten sind Sternmieren zur Zeit am auffälligsten. Die Wegrauke ist nun dazugekommen. Knoblauchsrauken machen sich noch rar.

Der Deichweg am Elsterbecken/Nahle: Bäume und Büsche stehen nun im vollen Grün.


Wenig später erreichte ich Brücke über die Kleine Luppe vor den Zusammenfluss mit der Nahle. Am rechten Ufer ist eine seltsame Schaumstruktur zu sehen. Früher gab es das in krasserer Form manchmal an der Pleiße hinter dem Wehr bei Kotteritz. Der Wind nahm dann Schaum auf und ließ ihn in Bäumen hängen.

Ich machte mich dann auf den Weg in Richtung Heuweg.

Die Wegeverhältnisse waren okay. So kam ich schlammfrei auf der Gustav-Esche-Straße an.

Gegenüber blüht nun der Weißdorn.


Ich fuhr weiter in die Burgaue.


Der Bauerngraben ist nun schon ziemich überwachsen.


Blick von der Brücke des Nebenweges zum Kilometerweg: Der Blattverlust des Bärlauchs ist gut zu sehen.

Meine Sitzposition dabei. Das Fahren in diesem Bereich erforderte wegen Schlamm etwas Konzentration.

Ich machte mich dann auf den Heimweg. Besonderheiten gab es dabei nur wenig. Hier eine Beinwell-Fläche am Heuweg.


Kurz vor der Hans-Driesch-Straße war durch das Laub nichts mehr von der Mädlervilla zu sehen. Hier war ich anderhalb Stunden unterwegs.