4.2.23

Sonniger Vormittag

Die Woche über hatte das Fäkalwetter angedauert. Ständig wehte starker Wind und alle Arten Niederschlag kamen vor, außer Hagel, der über Graupelgröße hinausging. Heute schien vormittags die Sonne und der Wind wehte nur noch schwach. Es war nur ein Bisschen kalt.

11:17 setzte ich mich auf das Einrad und fuhr los. Sonnabends ist der nordöstliche Parkplatz am Spatzennest leer, was ich für ein paar Runden nutzte. Anfangs nahm ich ein kurzes Video zur Gewinnung von Einzelbildern auf. Bei dem verhältnismäßig hellen Licht klappte das recht gut.

Auf dieser Nahaufnahme ist gut zu erkennen, wie der Kenda-Reifen mit 4,5 Bar die Last aushält, ohne sonderlich eingedrückt zu werden. Nach Klick auf das Bild wird es in der Originalauflösung angezeigt. Sonst verkleinere ich meistens an der langen Kante auf 1200 Pixel.

Ich hatte nochmal die Dafna-Stiefel angezogen, um mich besser an den neuen Reifen gewöhnen zu können. Das war bei den Bodenverhältnissen auch sinnvoll. Der Platz war nass und teilweise mit Sohlentötern (Rollsplit) bestreut. Das Fahren auf Rollsplit ist etwas unangenehm. Das Zeug knirscht und auf dem Einrad fühlt sich der Untergrund glatter an, als wenn er bloß nass ist.
Im Laufe der Zeit merkte ich, dass sich Kurven trotzdem sicher fahren ließen.
Hier war ich nah an die Kamera herangefahren. Ein Klick zeigt das Bild in Originalauflösung.
Hier ist es ebenso. Bei diesem und dem vorangegangenen Bild ist die Stabilität des Reifens gut zu sehen. Ordentlicher Druck ist wichtig, weil sich die Last nicht wie bei einem Fahrrad auf zwei Reifen verteilt.
Nun beginne ich den Abstieg.
Die linke Hand ist am Sattel.
Ich strecke das linke Bein nach vorn.
Gleich setzt der linke Fuß auf.
Die Stiefelspitze berührt den Boden.
Der Fuß knickt ein und der Stiefel nimmt einen Teil der Energie auf.
Ich probierte heute erstmals mit dem Kenda den gebogenen Zugang am Spatzennest (s. 23.12.22) hoch und runter zu fahren. Das ging ohne Probleme, obwohl ich die Kurven noch nicht so eng fahren kann, wie mit dem alten Qu-Ax-Reifen.

Ich verbrachte heute 35 Minuten auf dem Einrad.
 

31.1.23

Wegen Streik vorgezogener Reifentest

Nachdem ich zuletzt festgestellt hatte, dass ich für den Reifen 26 x 1,50 zu schwer bin, fiel mir ein, dass mit dem Little Big Ben des anderen Einrads ein zweiter, schmalerer Reifen geliefert worden war. Weil ich nicht das geringste Interesse daran habe, abzunehmem, suchte ich nach diesem Reifen und fand ihn im Keller. Es war ein Kenda 26 x 1,95 mit einem Label von Qu-Ax, muss also für Einräder gedacht sein. Als Druck stehen 2,8 - 4,6 Bar drauf. Das ist genug, um mich mit meinem Wohlfühlgewicht leicht tragen zu können. Bloß sind 1,95" schon eine ziemliche Bemme. Zum Vergleich: Das andere Einrad hat einen Little Big Ben mit 2,15". Damit lassen sich wunderbare Touren durch Wälder bequem fahren, aber die Wendigkeit ist nicht sehr groß. Für die Parkplatzrunden hatte ich zuvor 1,75" mit dem alten Qu-Ax-Reifen unf 1,5" mit dem neueren Vevo. Einen Test war der Kenda wert, war eh da. Der Zeitpunkt dafür lag aber in der Ferne, weil in den nächsten Tagen viel los ist.

Ein Probesitzen war schonmal drin. Ich hatte den Reifen auf 4,5 Bar aufgepumpt. So trug er das Einrad, die Stiefel und mich, ohne die Form zu verlieren.
Noch von der anderen Seite, bretthart. Die beiden Fotos habe ich mit der Sony alpha 7 per Fernsteuerung mit dem Handy aufgenommen, wofür die Deckenlampe mit 6 W ausreichte.
 

Heute hatte ich vor, Einkäufe zu erledigen. Das wurde durch einen Streik der Busfahrer*innen (gegendert, um darauf hinzuweisen, dass viele Frauen den Job machen) wurde das erschwert. Streiks respektiere ich grundsätzlich. Im Laufe meines Berufslebens habe öfters an Streiks teilgenommen. Ein Streik ist eine ziemlich aufwändige Angelegeneheit und wird nicht einfach so vom Zaume gebrochen. 

Bei mir war eigentlich nur das Bier knapp geworden. Der Laden, wo ich Bier hole ist der nächstgelegene überhaupt und für mich nur zu Fuß erreichbar. Also nach Feierabend noch schnell Bier geholt. Das Wetter war unangenehm, kalter Wind, der das Gesicht mit Niesel abstrahlte. 

Vor 17:00 war ich wieder zu Hause und die Wetter-Apps zeigten an, dass 17:05 der Niesel aufhört. Das stimmte ziemlich genau und verführte mich zu einem vorzeitigen Reifentest. 17:09 saß ich auf dem Sattel und fuhr los. Mit dem harten Reifen rollte das Einrad sehr leicht los. Unten auf dem Parkplatz bekam ich gefühlt keine engeren Kreise hin, als am Sonntag. Der Wind war stärker, aber das Fahren brauchte weniger Kraft. Der für mich wichtigste Kurventest ist das Wenden vor der Pausenmauer. Das bekam ich hin. 

Am südwestlichen Parkplatz des Spatzennest ließ sich nichts machen, weil er ausgelastet war. Sonst ließ sich alles mit dem Kendra-Reifen fahren. Der bleibt jetzt drauf. Schön ist das Verhalten geradeaus. Das Rad rollt leicht, auch über kleinere Kanten. Mit den weichen Dafna-Stiefeln sind die Pedalen leicht zu führen. Das Rad fuhr gutmütig geradeaus, ohne in eine Richtung zu ziehen. Das war nicht immer so. Ich hatte mal einen Reifen, der gern nach links zog. Dieser Reifen war auch nicht für Einräder gedacht, ist aber sonst okay. Heute saß ich schön bequem und es war entspannend.

Es war dann schon recht dunkel geworden. Ein Handyfoto. Links original verrauscht, rechts mit Topaz DeNoise entrauscht. Oberflächlich betrachtet hat die Rauschminderung keine Details beseitigt, nur das Bild verbessert.

Die Regenpause sollte ungefähr eine halbe Stunde dauern. Das übertraf sie. Ich werde das Einrad in der jetzigen Konfiguration so lassen und vielleicht mal mit anderen Stiefeln experimentieren. Die Dafnas waren heute wunderbar bequem und sicher. Das Einrad schien manchmal Lust auf einen schnelleren Tritt ohne Wucht zu haben. Wäre mal was für die kurzen und federleichten Equitheme.

29.1.23

Nach der Kometennacht

Zur Zeit ist die beste Sichtbarkeit des Kometen C/2022 E3 ZTF. Eine einwöchige ununterbrochene Bewölkung hatte lange Beobachtungen verhindert.

Eine Wolkenlücke, die für die vergangene Nacht angekündigt war, kam 2:00 Uhr bei uns an. Deshalb hatte ich nur wenig geschlafen und nahm an, zu träge zu sein, um Spaß am Einrad fahren zu haben. Das Wetter sah aber drinnen schön aus. Es war zwar wieder zugezogen, aber bei dünner Wolkendecke im Vergleich zu den letzten Tagen ungewöhnlich hell. So ging ich gegen 14:30 doch noch raus. Draußen war es dann doch nicht so schön, Temperatur leicht unter dem Gefrierpunkt und kalter Wind. Trotzdem war es wieder schön, auf dem Einrad zu sitzen.

Mit dem neuen Reifen kam ich heute besser zurecht. Ich brauchte zwar immer noch mehr Kurvenradius, als mit dem alten Reifen, konnte aber alle Übungen fahren, die ich hier in der letzten Zeit in Kurzvideos gezeigt hatte. Dabei konnte ich mich auch wieder daran erfreuen, wie angenehm es auf dem Einrad ist.

In den Kurven merkte ich auch, dass der neue Reifen etwas walkt. Auf dem Foto lässt sich in etwa erkennen, wie der Reifen unten plattgedrückt wird. Die zulässigen 2,8 Bar sind etwas zu wenig für ca. 85 kg Einrad und mich. Ich sollte wohl doch mal über einen anderen Reifen nachdenken. Den alten Qu-Ax hatte ich mit 3,5 Bar gefahren und Kurven ließen sich sehr leicht fahren.

Heute begnügte ich mich mit 20 Minuten auf dem Einrad.

23.1.23

Fahrt nach Reifenwechsel bei ungemütlichem Wetter

 

Wenn im Winter Hochdruckwetterlage ist, sieht das oft so aus. Etwas unbehaglich für eine Fahrt mit dem Einrad.

Den Reifen dieses Einrades hatte ich seit Anfang September mehrfach geflickt, weil das Einrad damit sehr wenidig war. Heute gab ich das auf und zog einen schmaleren Reifen mit ähnlichem Profil auf, einen 26x1,5. Optisch fällt auf, dass der Querschnitt nicht so schön kreisförmig ist, wie beim 26x1,75 Original Quax. Den Reifen wollte ich trotz des ungemütlichen Wetters (1°C und fast 100% Luftfeuchte) mal testen.

Zuvor machte ich einen kurzen Spaziergang und prüfte, ob das Gelände überhaupt zum Fahren geeignet ist. Am südwestlichen Parkplatz des Spatzennest sah es nicht so gut aus.



Völlig vertrauenerweckend sah es dagegen an der Nordostseite aus. Nasser Asphalt war bisher nie problematisch. 

18:08 fuhr ich dann los. Auf Videoaufnahmen verzichtete ich. Mit schwarzen Stiefel ergibt das im Dunkeln keinen Sinn und die hellgrauen Stiefel, mit denen ich zuletzt ein Nachtvideo aufgenommen hatte, sind im Garten.

Beim Herunterfahren vom Fußweg an der Rückseite des Plattenbaus zum Parkplatz war kein Unterschied zu bemerken. Auf dem Parkplatz brauchte ich dann größere Kurvenradien als sonst, besonders in Rechtskurven. Trotz der Nässe machte sich das neue Profil bemerkbar. Das Rad fuhr wie auf einer Schiene und das Lenken mit Hüftdrehungen war kaum möglich. Es ging fast nur mit regulären seitlichen Gewichtsverlagerungen. Deshalb war es nicht möglich, enge Kurven langsam zu fahren. Immerhin reichte es aus, in einer Linkskurve wendend an die Mauer auf dem letzten Bild heranzufahren. So wird es möglich, die Kurventechnik zu verbessern, um nicht von bestimmten Reifen abhängig zu sein.

15.1.23

Unerwartete Gelegenheit

Heute sollte es bis zum Nachmittag regnerisch sein und dann aufklaren. Vormittags hörte der Regen jedoch auf und gegen Mittag schien die Sonne durch die Wolkendecke und das Wetter war besser, als vorhergesagt. Deshalb setzte ich mich 13:16 auf das Einrad und fuhr wieder am Spatzennest herum.

Es war etwas kühler als gestern. Das machte hauptsächlich der kältere Wind aus. Im Windschatten und zwischen den Böen war es bei 8°C mild.

Die Slalom-Kastanien von gestern waren noch da und ich machte kurze Videoaufnahmen mit 60fps, damit es flüssiger aussieht, als gestern.

Eine Version von der Seite. Damit wollte ich es bewenden lassen.

Dann wurde es sonniger und ich doch noch einen kleinen Clip auf.

Der Wind hatte auch sein Gutes. Er hatte meine Pausenmauer abgetrocknet und ich konnte darauf setzen, ohne nass zu werden.

Heute gab ich mich mit einer halben Stunde Einrad fahren zufriesen.


14.1.23

Slalom um Kastanien

Die seit Anfang Dezember kaum unterbrochene Dauerbewölkung  hatte eine kleine Pause eingelegt. In der Nacht war in Wolkenlücken Komet C/2022 E3 ZTF mit dem Feldstecher zu sehen und der Morgen war sonnig. Mittags sollte es laut Wettervorhersage wieder zuziehen. Deshalb war ich heute schon 11:27 mit dem Einrad draußen. Es hatte sich zwar schon etwas eingetrübt, aber es war noch verhältnismäßig hell. Bei 9°C war es mild. Allerdings wehte ein Wind mit kräftigen Böen.

Hat man genügend Platz, muss man auf dem Einrad nicht unbedingt gegen die Böen kämpfen. Man kann sich auch von einer Böe in eine Kurve treiben lassen.

Am Anfang machte ich zwei kurze Videos zur Gewinnung von Einzelbildern mit UHD 30 fps.


Die Ergebnisse sind für Winterverhältnisse okay. Keine Bewegungsunschärfen, kaum verpixelt. Ich habe nur noch das Rauschen auf den Stiefeln mit Topaz vermindert.


Auch im Wolkenschatten ist es noch einigermaßen okay.
Dieses Bild ist mit 1961 Pixeln das höchste.
Die Sonne kam wieder raus. Ein Bild mit etwas Kurvenlage.
Hier ist schön zu sehen, wie die Stiefel beim Treten einknicken. Das elastische Material wirkt wie Federn, was das Fahren leicht und bequem macht.

Ich fuhr zunächst eine halbe Stunde. 

Dann kam mir beim Anblick von zwei Kastanien die Idee, eine kleine Slalomstrecke zu legen. Ich fand drei Kastanien, als vierte Markierung nahm ich ein Asstück. Bei einem ersten Test schaffte ich den Slalom.

Dann nahm ich ein Video auf. Dabei hatte ich vergessen, auf 60 fps umzustellen. Das Video läuft deshalb nicht sehr flüssig.

Dafür liessen sich Einzelbilder gewinnen. Hier bin ich gerade zwischen zwei Markierungen und wechsle die Kurvenrichtung. Das Einrad steht senkrecht.

Hier fahre ich eine Rechtskurve.

Mit dem Slalom hängte ich noch eine Viertelstunde dran und war heute insgesamt eine Dreiviertelstunde mit dem Einrad draußen.



 

8.1.23

Ein paar Runden bei Dürerwetter

Heute hatte ich die erste Gelegenheit, im neuen Jahr mit dem Einrad zu fahren. Der Wind war weniger kräftig, als in den vergangenen Tagen und mit 10°C war es mild. Schönes Einradwetter. Nur war es wegen dichter Bewölkung ziemlich dunkel. Nichts warf einen Schatten. Die Malerin Sylvia Gerlach bezeichnet so etwas als Dürerwetter. 13:48 fuhr ich los.

Nach ein paar Runden auf dem Parkplatz Spatzennest nahm ich ein dreieinhalb Minuten langes Video auf, um Einzelbilder zu gewinnen. Um dem Handy das Fokussieren zu erleichtern, stellte ich es auf einen Stein am Geländer des nordöstlichen Gebäudezuganges. Damit sollten wenige Zentimeter entfernte Objekte weniger stören.

Das Geländer nahm ich auch als Aufstiegshilfe. Deshalb kam gleich die Anfahrt ins Bildfeld. Die Tiefenschärfe war bei den gegebenen Lichtverhältnissen gering.

Der Sattel ist von unten zu sehen. Die Beine hängen an einer schmalen Stelle herunter und vorn wird der Sattel wieder breiter und ist wieder nach oben gebogen. So sitzt man sicher und angenehm.

Heute hatte ich die Dafna-Stiefel an. Wenn ich die an habe, kann ich mich gut beim Fahren entspannen. Sie verrutschen nicht auf den Pedalen und sind bequem.


Ein paar halbwegs brauchbare Bilder kamen trotz der schlechten Lichtverhältnisse zustande.


Der Abstieg, diesmal von vorn

Der Bodenkontakt


 Ich verbrachte heute eine halbe Stunde auf dem Einrad.