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29.7.26

Bei 33°C in Overkneestiefeln - ein Test

 

In den letzten Jahren hatte ich bei Temperaturen ab 30°C auf das Einrad fahren verzichtet. Oft hatte ich abgewartet, bis es sich um Sonnenuntergang herum etwas abgekühlt hatte. Eine Ausnahme war mal eine kurze Fahrt bei 36°C für ein Presseinterview. In diesem Sommer herrscht Schaltwetter. Entweder möchte man den Glühwein rausholen oder es sind über 30°C. Weil ich süchtig nach Einrad fahren bin und es ein wichtiger Teil meiner Lebensfreude ist, muss ich mich dem Klimawandel anpassen und mit Hitze klarkommen.

18:31 kam ich raus. Die Anzeigen von Thermometern und Apps streuten. Es mochten wohl 33°C gewesen sein, im Bereich zwischen 29,2°C und 35°C. Die Sonne schien noch recht internsiv. In den letzten Jahren hatte bei Hitze kurze Hosen und kniefreie Stiefel angezogen. Heute probietre ich es mal mit hellen Overknees

Zu Beginn lag das Areal am Spatzennest im Sonnenschein. Der erste Test war, wie sehr sich die Stiefel bei einer Pause im Sonnenschein aufheizen. Sie erwärmten sich nur geringfügig.

 

Trotz der hohen Temperatur bereitete das Einrad fahren die gewohnte Lebensfreude und ich fuhr einen Slalom. Dabei rückte der Schatten eines Blocks der Pappelstraße schnell auf dem Weg vor und ich musste mich etwas beeilen. Der untere Teil des Rades liegt schon zu Beginn weitgehend im Schatten. Die höher gelegenen Stiefel tauchen allmählich etwas ein.


Pause nach dem Slalom: An den Stiefeln spiegeln sich Gebäude und der blaue Himmel.

Inzwischen war die ganze Verbindungsstraße in Schatten getaucht.
Auch oben am Buchenring war der Schatten angekommen. Der Test reduzierte sich auf die 33°C. Jetzt war es 18:52. Die Stiefel fühlten sich noch sehr gut an.


 

Auf der Fahrt zum Nordosteingang des Spatzennest sind Spiegelungen an der Tür zu sehen. Heute nahm ich die mal auf.

Pause 19:02

Nach 40 Minuten war die Lebensfreude noch intakt, die Kraft reichte und ich fühlte mich in den Stiefeln wohl.

Die ursprüngliche Absicht, nach einer Dreiviertelstunde aufzuhören, gab ich auf und machte eine Stunde voll.
 

27.7.26

Slaloms in schwarzen Acquo am Montag

Nach einem sonnigen Wochenende zogen in der letzten Nacht und tagsüber Regenschauer durch. Abends zeigte das Thermometer 23°C und Sonne und Wolkenschatten wechselten sich ab. Das schien mir eine gute Gelegenheit zu sein, die 60 cm hohen schwarzen Acquo Greta anzuziehen. Mit diesen bequemen Stiefeln lässt sich das Einrad sehr gut fahren. Sie sind auch wunderschön, nur heizen sich die großen schwarzen Oberflächen bei Dauerbesonnung schnell auf. Deshalb hatte ich sie ein Vierteljahr nicht mehr auf dem Einrad an gehabt.

17:43 fuhr ich los. Es waren wieder die richtigen Bedingungen für Lebensfreude. Ich saß bequem auf dem Einrad und die Stiefel fühlten sich beim Wechsel von Sonne und Schatten sehr gut an.

Acquo eignen sich gut für Slaloms und enge Kurven. Ich legte dann auch glich Steine für einen Slalom auf dem abschüssigen Weg zwischen Buchenring und dem Parkplatz am Spatzennest aus, verlängerte diesen aber auf dem Parkplatz und oben auf den holprigen Rasenplatten.

Von einem Treff im Senior*innenclub kamen eine Gruppe Frauen, die sich über die Steine wunderten. Eine sah das Einrad und fand die richtige Schlussfolgerung über den Zweck. Ich bot ihnen eine Vorführung an. Sie sahen sich das an und es klappte.  

Wegen der Verlängerung auf dem Parkplatz hatte ich wenig Schwung bergauf. Die Kraft reichte trotzdem, um sicher hochzufahren und oben auf den Rasenplatten den zusätzlichen Stein zu umfahren. Runter ist es dann sehr leicht, etwas zum Wohlfühlen.

Bei diesem Ausbau des Slaloms verlängerte sich die Zeit für einmal hoch oder runter von 9 s auf 11 s. Es bedurfte an den Steigungsänderungen mehr Kraft als sonst.

Ab und zu gönnte ich mir für ein paar Sekunden eine Pause, wie hier 18:11. Das Umsetzen auf die Mauer war prophylaktisch, damit der Sattel nicht irgendwann mal drückt. Nach mehr als einer halben Stunde Dauersitzen drückt der Sattel irgenwann einmal. 

Weil ich schöne Slalomstiefel an hatte, bekam ich Lust, auf einen seitlich gespreizten Slalom in der Ebene. Den hatte ich auch seit Monaten nicht mehr gefahren. 

Ich legte die Steine nach der alten Regel aus, zunächst von Stein zu Stein mit einem weiten Schritt Abstand und dann jeden zweiten Stein zwei Fuß breit nach links verlegt.


 

Das klappte auch problemlos. Bei äquidistanten Slaloms (gleicher Abstand zwischen den Steinen) kann man die Bewegungen synchronisieren. Eine Kurve leitet man mit einem Tritt nach vorn und dem Legen in die Kurve ein. Man muss das mit der Strecke in Einklang bringen. Weit ausladende Kurfen bringen mehr Länge und Geschwindigkeit. Reicht die Strecke nur knapp, muss man eng an den Steinen vorbeifahren.

Hier fahre ich teilweise sehr weit an den Steinen vorbei. Diese Verschwendung brachte eine Resonanz, bei der ich mich sehr wohl fühlte. 

Mit diesen Stiefeln hätte ich noch ein paar Stunden fahren können, musste aber noch etwas erledigen und beendete das Fahren nach einer Stunde.
 

23.7.26

Kleine Zipperlein und unbeabsichtigte Gleichgewichtsübung

Den morgendlichen Weg zur Arbeit legte ich bei Weihnachtsmarktwetter zurück: Niesel und 12°C. Dazu war es tagsüber ziemlich finster. Abends sollte dann einmal wieder Zeit fürs Einrad sein. Um 19 Uhr übergab ich einem Mitglied des Astronomievereins Sonnenfinsternisbrillen. Um diese Zeit riss auch die Wolkendecke auf. Die Temperatur war im  Laufe des Tages auch auf 19°C hochgekrochen. Die Lust aufs Einrad setzte sich gegen zwei Zipperlein durch, Sodbrennen und Heuschnupfen. Letzteres brachte ich mit Lorano unter Kontrolle, das Sodbrennen ignorierte ich, weil es in der Vergangenheit oft auf dem Einrad verschwunden war.

19:08 fuhr ich los. Bei dem wunderschönen Gefühl, auf dem Einrad zu sitzen, vergaß ich tatsächlich sofort das Sodbrennen. Einradfahren bereitet pure Lebensfreude. Bei der besonderen Abendstimmung nahm ich kurz nach Beginn ein Video von einem Slalom auf. 

Eine Pause 19:31: Seit drei Wochen hatte ich zum ersten Mal wieder Overkneestiefel an. Dieses Paar gehört zu den Stiefeln, mit denen ich auf dem Einrad sehr wohl fühle.



Bei einer späteren Pause setzte ich mich ganz auf den Mauersims. Mit dem Einrad als Leiter lässt es sich bequem hochklettern. So zu sitzen erwies sich dann als unbeabsichtigte Gleichgewichtsübung. Mit den Füßen konnte ich mich nicht gegen seitliches Umkippen abstützen. Ab und zu zuckten Bauchmuskeln, um mich im Gleichgewicht zu halten. Einrad fahren ist da entspannter und ich setzte mich wieder auf den Sattel und fuhr weiter.

Nach einer halben Stunde beendete ich dann das Fahren. Nachdem das Wohlgefühl des Sitzens auf dem Einrad vorbei war, meldete sich das Sodbrennen zurück und musste mit Flohsamenschalen beendet werden.

3.7.26

Im Wald und an der Umgehungsstraße

Als ich heute 18:41 startete, waren die Parkplätze am Spatzennest mit Autos gefüllt. Grund war ein bevorstehendes Konzert. Deshalb fuhr ich spontan in den Wald. Bei dem kräftigen Wind war das auch gar nicht so schlecht.

Nach der teilweise verregneten Woche waren die Wege zum Teil etwas feucht, was aber kaum störte.

Vor der Paditzer Straße geht es einmal kurz bergab und dann gleich wieder bergauf zur ursprünglichen Höhe.

Auf der Paditzer Straße verließ ich den Wald und fuhr weiter zur Umgehungsstraße.

Bald wurde die Brücke über die Umgehungsstraße sichtbar.

Die Sonne stand tief. Das Einrad mit mir drauf warf einen langen Schatten.

Nachdem ich die Brücke überquert hatte, fuhr ich an der Umgehungsstraße wieder in Richtung Südwesten.

Wenn Gebüsch vor dem Wind schützte, bot sich Gelegenheit für Selfies während der Fahrt.
Die Aigle-Stiefel hatte ich nur zufällig an, weil ich ursprünglich nicht vor gehabt hatte, in den Wald zu fahren. Es erwies sich als Glücksfall, weil es sich damit gut auf holprigen Stellen fahren lässt.

Nach dem Unterqueren der nächsten Brücke ging es noch einmal bergauf. 

Vor dem Erreichen des höchsten Punkts war noch nicht viel zusehen.

Oben wurde die Aussicht prächtig.

Dann ging es auch gleich wieder bergab, zunächst noch mit wenig Gefälle.

Dann erschien eine Kante.

Nach der Kante knickte der Weg nach unten ab. Hier hatte ich immer Probleme, das Einrad auf Kurs zu halten, weil das linke Bein schwächer als das rechte ist. Heute machte sich das nicht sonderlich bemerkbar. Möglicherweise haben Slaloms bergauf und Kreise rechts herum das linke Bein gestärkt.

Unten bog ich rechts ab in eine Tunnel unter der Straße. Dort bekam ich starken Gegenwind und musste zudem bergauf fahren. Dazu musste ich mich nach vorn lehnen. In einem langen Halbkreis bog ich dann aufwärts fahrend in Richtung Wald ab.

Am Waldrand stieg ich ab und machte auf einer Bank eine Pause. Es war inzwischen 19:08. Seit dem Start waren nur 27 Minuten vergangen. Zu Fuß hätte ich mehr als eine Stunde gebraucht und es wäre sicher langweilig geworden. Auch, wenn das Sitzen auf dem Einrad bequem ist, hatte ich nach dem ununterbrochenen Fahren das Bedürfnis gehabt, abzusteigen.

Auch hier war die Aussicht gut.

Der Zoom zeigt die sehr gute Fernsicht an diesem Abend.

An den sonst wunderschön glänzenden Aigle sammeln sich an den Innenseiten Striemen. Bei solchen "ehrlichen" Gummistiefeln, die keine Lederoptik imitieren, müssten sich die Kratzer bei Bedarf wegpolieren lassen. 

Nach wenigen Minuten fuhr ich weiter und saß wieder wundervoll bequem. Nur war der linke Fuß beim freien Aufstieg zu nahe an der Kurbel und ließ sich nicht zurechtrücken. Irgendwie klebte der Stiefel auf der Pedale. Das kann dazu führen, dass ich mit dem Absatz auf die Kurbel trete und von der Pedale gehebelt werde. Das passierte nicht. Erst am Waldrand in Südost musste ich absteiegn, weil der Fußweg mit Fußgängern belegt war. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, ließ sich der Stiefel wieder normal auf der Pedale zurechtrücken. 

Nach knapp 50 Minuten kam ich wieder im Buchenring an und hörte kurz dem Konzert im Seniorenclub zu, das in der Zwischenzeit begonnen hatte. Ein Mann sang Lieder aus Opern und Operetten. Ich bin nun in einem Alter, dass ich mich da hätte reinsetzen können, hatte aber kein Geld für ein Bier einstecken.
 

8.6.26

Slalom auch mal aufwärts

Endlich bot sich an eimem Montag in diesem Juni wieder eine Gelegenheit, mit dem Einrad zu fahren. Der Tag begann sonnig und warm. Am Nachmittag trübte es sich ein. 18:46 setzte ich mich aufs Einrad. Da waren noch 26°C. Der Taupunkt lag bei 16°C, ein halbes Grad unter der Schwelle, wo es offiziell als schwül gilt. Ist nicht so das optimale Sportwetter, aber auf dem Einrad muss man sich nicht unbedingt anstrengen. Ich hatte mich auch dünn angezogen, eine dünne Hose, ein T-Shirt und ein Paar kurze Stiefel.


Wenn ich glänzende Stiefel an habe, fotografiere ich manchmal Spiegelungen vom Himmel, der Sonne, Pflanzen und Gebäuden. Heute brachte das nur Grau.


 So sah der Himmel aus. Das hat auch Vorteile.


Das Fahren auf der nordöstlichen Rampe des Spatzennest habe ich nur selten aufgenommen, weil es meistens im Gegenlicht oder im Dunkeln stattfindet. Heute passten die Lichtverhältnisse.

Ich hatte noch nie einen Slalom aufwärts probiert. Bei der ersten Fahrt nach oben kam ich mit Schwung rein, um leicht über die Schwelle vor der Rampe zu kommen.
Hier bin ich an der Schwelle. Mit dem Schwung danach kam ich auf die Idee, den Slalom hoch zu fahren. Das machte das Einrad auf dem ebenen Untergrund fast von selbst.
Der nächste Versuch, links um den ersten Stein herum

Die kleine Schwelle mag ich irgendwie. Sie ist leicht zu fahren, und fühlt sich auf dem Einrad abwärts im Bauch wunderschön an.

Interessant an diesem Bild ist auch die Spiegelung in der unteren Türscheibe. 


Ich kam dann auf die Idee, auch auf dem gegenüberliegenden Weg einen Slalom hochwärts zu fahren und beide Strecken zu verbinden. Das klappte auch sofort. Die Stiefel von Aigle geben einen guten Antritt.

Auf diesem Video ist zu sehen, wie ich in den Aigle sehr langsam den Weg hoch fahre und nahe bei den Steinen bleibe. Am zweiten Stein von oben ist immer ein kleiner Wackler zu sehen. Hier ist der Schwung aufgebraucht und ich muss kräftiger treten, um nicht stehen zu bleiben. Es war also etwas anstrengend. Ich fuhr das das aber vielmals, ohne absteigen oder Steine auslassen zu müssen. 

Die Aigle haben enge und verhältnismäßig steife Schäfte und ermöglichen einen kräftigen Antritt. Auch die Sohlen sind sehr gut. Damit sind sie ideal für Slaloms aufwärts. Mal sehen, ob das später auch mit weichen Overkneestiefeln klappt.

Stiefel geben mir auf dem Einrad Zuversicht und sind ein wichtiger Faktor für die damit verbundene Lebensfreude. 


Eine Stunde verbrachte ich mit dem Einrad draußen. Es war ein schöner Abend.

17.5.26

Farbige Acquo - ideal bei Sonnenschein

 

Die letzte Fahrt war fast zwei Wochen her. Heute bot sich wieder eine Gelegenheit. In der Zwischenzeit hatte Acquo farbige Stiefel im Angebot. Ich wählte die Greta im hellsten Farbton aus, mit der Absicht, auch bei intensiver Sonneneinstrahlung in Overkneestiefeln fahren zu können, ohne dass sich die großen Oberflächen der Stiefel sonderlich aufheizen. Gestern kamen die Stiefel an, heute probierte ich sie aus. 

13:11 fuhr ich los. Vom Fahrgefühl her gab es nichts Neues, weil ich schwarze Greta schon oft und gerne auf dem Einrad an hatte. Das Wetter war kühl, aber heiter. Dadurch bekamen die Stiefel von Zeit zu Zeit viel Sonne ab. Die Oberflächen erwärmten sich dabei erwartungsgemäß nur wenig.

Nach etwas Einfahren begann ich mit Slaloms auf dem abschüssigen Weg vom Buchenring zum Spatzennest. Der Wechsel zwischen ebenen und abschüssigen Abschnitten im Slalom fühlt sich im Bauch wunderschön an. Dabei ist das leicht und ohne Stress zu fahren. Ein Genuss ohne großen Aufwand, Lebensfreude.

Die hellen Stiefel erleichtern es auch der Handykamera, noch in unmittelbarer Nähe ordentlich abzubilden. 

An meinen Einrädern habe ich großflächige BMX-Pedalen, auf denen die Füße in ganzer Breite Platz finden. Das schafft Sicherheit an holprigen Stellen und bei heftigen Bewegungen. So kann ich mich auf dem Einrad entspannen und wohl fühlen. Wenn ich dazu bequeme Stiefel an habe, ist das Wohlfühlen perfekt.

Später legte ich einen seitlich gespreizten Slalom auf dem Parkplatz aus. Wie üblich, versetzte ich jeden zweiten Stein zwei Fußbreit nach links. 

Den seitlich gespreizten Slalom hatte ich lange nicht mehr geübt. Er klappte trotzdem auf Anhieb fehlerfrei. Vorteilhaft ist es, dabei gerade zu sitzen, damit die Sattelstütze senkrecht steht und die Hüfte frei bewegt werden kann. So lässt sich das Einrad leicht lenken. Unbequem wird das nicht, weil die Beine seitlich am Sattel herunterhängen und das Becken aufrecht steht.

Nach einer guten Dreiviertelstunde machte ich eine Pause auf der Mauer. In diesem Moment 
14:05: Pause an der Sonne, in diesen Stiefeln kein Problem. Bei der letzten Fahrt hatte ich schwarze Overkneestiefel aus mehr atmungsaktivem Material bei 27°C bei trübem Wetter an. Damit habe ich jetzt die Wahl zwischen hellen Acquos bei viel Sonne und Mikrofaserleder bei hoher Temperatur.

Auch an der Mauer kam die Sonne wenig später rum. Die bequemen Stiefel blieben kühl. Diese Pause machte ich nach einer Stunde Fahrt. 

Ich fuhr dann noch eine Viertelstunde und stieg nach 75 Minuten Fahrt an der Haustür ab. 

 


 

Der erste Slalom bei Tiktok



Der Zweite dort