16.9.11

Im Rosental

Heute gab es ideales Einradwetter, 18°C und Sonnenschein. Wie in letzter Zeit üblich, fuhr ich an diesem Freitag um 17:45 Uhr los. Weil ich mit einer Allergie zu tun hatte und der Arbeitstag verhältnismäßig stressig gewesen war, hatte ich anfangs ein Konzentrationsproblem und brauchte drei Versuche, um aufzusteigen. Als ich dann auf dem Rad saß, war es wieder OK.
Ich fuhr zunächst wieder die übliche Tour der letzten Freitage. Im Wald waren die Wege sehr trocken und ich kam auf die Idee, den schmalen Waldweg im Niederholz nochmal zu testen, insbesondere, ob das Schlammloch immer noch unüberwindlich ist. Die Fahrt zum Revierort Niederholz nahe beim Sportforum verlief ohne Besonderheiten. Nachdem ich das untere Elsterwehr überquert hatte, wehte ein gewöhnungsbedürftiger Duft vom Klärwerk herüber. So intensiv hatte ich das noch nicht erlebt. Als ich den Startpunkt des schmalen Waldweges erreicht hatte, war das schon vergessen.

Der Weg sah angenehm trocken aus.

Die Bedingungen für das Aufsteigen sahen auch gut aus. Boden trocken, Reifen und Stiefel frei von Schlamm. Der kommende Herbst ist an heruntergefallenen Blättern schon erkennbar.
So fuhr ich ohne Probleme los. Vor einer anstrengenden Biegung war ich vom letzten mal gewarnt und fuhr mit Schwung durch. Dann näherte ich mich dem Schlammloch. Es hatte heute die Form einer Acht mit Rand an der linken Seite. Dort fuhr ich entlang, bekam Probleme mit Gestrüpp und musste absteigen. Das verlief kontrolliert. Ich behielt den Sattel in der Hand und setzte mit den Füßen auf einer trockenen Stelle auf.
Hinter dem Schlammloch steig ich wieder auf und erreichte einen weiteren Weg.

Blick vom Betonweg auf den schmalen Waldweg im Niederholz
Die Böschung war zu steil, um hochzufahren. Auf dem Betonweg machte ich eine kurze Pause, um mich zu orientieren.

Der Weg führt zur Kläranlage. Hier stank es nicht. Der Geruch vorher hatte wohl mit der Windrichtung zu tun. Ich bog vorn rechts ab und gelangte ins dichte Wegenetz des Rosentals, nachdem ich die Staxbrücke über den Elstermühlgraben überquert hatte. Ich fuhr einem Weg am Elstermühlgraben entlang bis zur Leutzscher Allee und kehrte dann bei der Gaststätte am Wasserfall in den Auenwald zurück. Dabei gelangte ich wieder auf den abgebildeten Betonweg. Nach einem Abstecher in eine Sackgasse fuhr ich die Böschung auf den bekannten schmalen Weg herunter, ohne zu stürzen. Das Schlammloch hatte ich dann schon umfahren, als ich am letzten Huckel doch noch absteigen musste. Es wird noch interessant sein, das Rosenthal  mit dem Einrad zu erkunden. Man kann bis zur Parthe fahren. Allerdings wird es nun abends immer zeitiger dunkel, weshalb sich weniger Zeit für solche langen Touren finden lassen wird.
Dann begann die Heimfahrt auf gewohnten Wegen. Die schwierige Ostauffahrt auf die Luppebrücke klappte und dann war alles einfach. Mit den neuen Wegen dürfte ich ca. 15 km zurückgelegt haben.

9.9.11

Drüsiges Springkraut* blüht immer noch

Nach einer kalten Woche wurde es am Freitag wieder wärmer. Als ich um 17:45 Uhr startete, zeigte das Thermometer 21°C, warm genug, dass ich  keine Jacke brauchte. Für Stiefel war es dagegen nicht zu warm, was wegen großer Pfützen auf dem Weg zum Wald gut war. Erstaunlich trocken zeigten sich dann zunächst die Wege im Wald. Meist war es nur oberflächlich feucht. Der Staub war gebunden, aber das Rad rollte ähnlich leicht, wie auf einem völlig trockenem Weg. So kam ich bequem und ohne sonderlichen Kraftaufwand durch die Gottge zur Gartenanlage Waldluft, weiter über die Brücken über Nahle und Luppe zum Unteren Elsterwehr zur Wendestelle der üblichen Freitagstour beim Sportforum.
Dort hatte ich bei den letzten beiden Fahrten einen kleinen Nebenweg probiert. Beim ersten mal konnte ich im Schlamm nicht aufsteigen und beim zweiten mal war es für das Fahren ohne Stiefel etwas zu holprig.
Heute hatte ich die Stiefel an und probierte, ob ich trotz der Nässe aufsteigen kann, ohne dass das Rad durchdreht. Ich fand eine ausreichend trockene Stelle und fuhr los. Das ging zunächst ganz gut. Dann kam ich zur links abgebildeten Biegung. Die sieht schön idyllisch  aus, wird aber dann holprig. Ich brauchte am Ende viel Kraft und kam fast zum Stehen. Dann rollte das Rad doch weiter.

Der folgende Abschnitt war leicht zu fahren und ich spürte schnell Erholung.Irgendwie fühlte es sich so an, als würde der jeweils vorn liegende Stiefel das Bein herunterziehen und das Rad vorantreiben. So kam ich noch ein gutes Stück voran, wobei ich sehr bequem saß, weil Schlamm das Holpern dämpfte. Dann kam ein Schlammloch (s. Bild links) in Blick. Es erschien mir aussichtsslos, da durchzufahren und so probierte ich es gar nicht erst und stieg ab.
Auf dem Rückweg war es wegen Schlamm nicht möglich, aufzusteigen. Es wurde ein kleiner Fußmarsch nötig.
Als Lehre aus einem Fehlstart vom 19.8. entschlammte ich den Reifen, bevor ich auf dem befestigten Weg wieder aufstieg.















Als ich auf der Brücke über die Luppe angelangt war, hatte der Schlamm aus dem Niederholz nur noch wenige Spuren hinterlassen.


Wenn man das Bild anklickt, erscheint es in 1024x581 Pixel.
Auch in dieser Version ist das Handyfoto stark komprimiert.

Zwischen den Brücken über Luppe und Nahle blühen seit Wochen magentafarbene Pflanzen. Sylvia meint, dass es Wicken sind. Das wird wohl stimmen. Auf der Rückfahrt habe ich mich heute dazu überwunden, vom zu diesem Zeitpunkt sehr bequemen Sattel abzusteigen, um Blüten aus der Nähe zu fotografieren.
Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.

*) Titel geändert von: "Wickenblüte". Nach zwischenzeitlichen Spekulationen über Walddziest oder Sumpfziest (s. Kommentare) hat sich nun herausgestellt, dass es sich um das drüsige Springkraut handelt, s. auch Post vom 24.7.11.

2.9.11

Zweiter Test im Niederholz


In der Vorwoche hatte Hitze von über 30°C das Einradfahren unterbunden. Zu Beginn dieser Woche war es kühl und trocken. Doch dieses ideale Wetter konnte ich nicht nutzen, weil ich mit einer Bindehautentzündung zu kämpfen hatte. Dann wurde eine Supernova in der Galaxie M101 im Großen Wagen wichtiger. Gestern Abend habe ich sie erstmals gesehen. Mit 10m,5 ist sie erstaunlich hell. Die Galaxie M101 ist ca. 24 Mio Lichtjahre von uns entfernt.

Die Hitze kehrt nun zurück. Die 25°C heute waren allerdings noch nicht zu heiß für das Einrad. Ich verzichtete nur auf die Stiefel. Wegen Mückenterror riskierte ich es dabei nicht, mit kurzen Hosen zu fahren. Ich fuhr wieder in die Gegend zwischen Unterem Elsterwehr und Sportforum. Das oben zu sehende Schild zeigt an, dass dieser Revierort "Das Niederholz" heißt. Ich hatte mir vorgenommen, 18:30 Uhr umzukehren. Zufällig erreichte ich zu dieser Zeit die Wendestelle. Dort fiel mir der schmale. kurvenreiche Weg ein, den ich beim letzten mal nicht fahren konnte, weil das Rad beim Aufsteigen im Schlamm durchdrehte. Heute war der Weg trocken. Das Aufsteigen klappte und ich konnte den Weg nun fahren. Er war schön, aber ohne Stiefel etwas holprig. Wegen Zeitmangel brach ich das Unterfangen noch ein paar ...zig Metern ab und fuhr nach Hause. Ansonsten klappte das Fahren ohne Stiefel heute recht gut. Ich musste kein einziges mal absteigen, ohne von Blechlemmingen dazu genötigt worden zu sein.

19.8.11

Etwas Schlamm


Eine beginnende Hitzewelle wurde heute Mittag durch Regenfälle unterbrochen. Danach gab es wunderbares Einradwetter, sonnig und kühl. Ich fuhr wieder die gewöhliche Freitagstour zum Unteren Elsterwehr. Der Weg zum Auenwald war mit großen Pfützen bedeckt. Einige davon bedeckten den Weg in ganzer Breite. Im Wald gab es dann nur noch wenige Pfützen. Die Wege waren oberflächlich nass, wodurch der Rollwiderstand etwas höher war, als auf trockenem Boden. An kräftezehrende Wühlereien, wie sie in kälteren Jahreszeiten vorkommen, reichte das noch nicht heran. Wenn man das Blog nach "Schlamm" durchsucht, findet man ein paar solche Quälereien.
Ich kam gegen 18:20 Uhr an der Wendestelle beim Sportforum an. Das war ziemlich zeitig. Deshalb wollte ich dort einen schmalen Waldweg probieren, der mich schon lange reizt. Er ist kurvenreich. Direkt auf diesen Weg fahren kann ich nicht, weil die Böschung zu steil für mich ist. So stieg ich ab und versuchte unten wieder aufzusteigen. Das ging leider nicht. Auf dem Schlamm drehte das Rad durch. Es hat halt keinen Munireifen. So ging ich den Weg ein kleines Stück zu Fuß, um den Weg anzuschauen und nahm mir danach vor, ihn nochmal zu fahren, wenn er trocken ist. Wieder oben auf dem asphaltierten Weg schlug der erste Aufstiegsversuch ebenfalls fehl. Es klebte noch Schlamm am Reifen. Beim nächsten Versuch klappte es wieder. Ich fuhr dann ohne erwähnenswerte Vorommnisse nach Hause.

12.8.11

Freie Hände

Am Freitagabend ging es wieder auf Tour. Der Tag war etwas regnerisch gewesen und zum Start gegen 18 Uhr war es mit 21°C für diesen Sommer relativ warm. Ich fuhr die übliche Strecke zum Unteren Elsterwehr. Der Auenwald hatte den regen gut aufgesaugt und es gab im Unterschied zur versiegelten Stadt kaum Pfützen. Auch mit Schlamm bekam ich wenig zu tun und so fiel das Fahren unerwartet leicht.
Kurz nachdem ich auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße wieder aufgestiegen war, klingelte das Handy. Die Strecke war an dieser Stelle sehr übersichtlich und ich nahm das Gespräch an. Telefonieren geht auf dem Einrad sehr gut. Die Hände sind frei, man fährt langsam und falls man doch plötzlich absteigen muss, ist das für Mensch und Handy ungefährlich. Weil ich mit mehr Schlamm gerechnet hatte, trug ich Stiefel, die zusätzlich die Fahrstabilität verbessern. Damit verlief das Gespräch wohl in einer Weise, dass am anderen Ende nicht aufgefallen sein dürfte, dass ich auf einem Einrad gesessen hatte. Nach der Kurve, die mich in Richtung Gartenanlage Waldluft führte, kam noch ein Gespräch rein. Das bereitete wieder keine Probleme. Vorgestern hatte ich auf diesem Abschnitt eine SMS geschrieben. Das war etwas schwieriger, weil ich dazu auf das Display schauen musste. Dass man auf dem Einrad die Hände frei hat und aufrecht sitzt, verleitet manchmal zu irgendwelchen Aktivitäten. Wenn die Lichtverhältnisse kurze Belichtungszeiten zulassen, kann man fotografieren. Essen geht auch gut.
Als ich mich der Brücke über die Nahle näherte, fing es an, zu nieseln. Ohne Pause fuhr ich weiter zur Luppebrücke, weil es dort die am letzten Freitag genutzte Unterstellmöglichkeit der Eisenbahnbrücke gibt. Als ich die Luppebrücke erreichte, hatte der Regen nicht zugenommen. So bog ich zunächst stadteinwärts ab in Richtung Unteres Elsterwehr. Unterwegs wurde der Regen dann doch stärker. Am Wehr des Elsterbeckens ist der Weg etwas breiter. Dort kriegte ich es hin, ohne Absteigen oder Pendeln zu wenden. Dadurch kam ich schnell und mit trockenem Sattel zur Eisenbahnbrücke.


Unter der Brücke musste ich nur ein paar Minuten pausieren und setzte dann die Fahrt fort. Die weitere Tour verlief ohne Besonderheiten.

10.8.11

Mittwochs in Leipzig

Mittwochs habe ich normalerweise Esperanto in Altenburg. Einradfahrten sind dann allenfalls nur als nächtliche Blockrunden möglich, wie z.B. am 20.7. oder am 6.7. Heute fiel Esperanto aus und ich blieb in Leipzig. Das bot Gelegenheit für eine außerplanmäßige Tour im Auenwald.
Das Wetter war ideal, heiter und kühl. Gegen 16:15 Uhr stieg ich auf und fuhr die Standardroute über Nahle, Luppe und Weiße Elster (Unteres Elsterwehr). Weil es an den letzten Tagen nur wenig geregnet hatte, waren die Wege gut abgetrocknet. Die Fahrt verlief problemlos. Im Unterschied zum Freitag hatte ich wieder Stiefel an. Damit blieben unfreiwillige Abstiege aus. Auch bei der holprigen Auffahrt auf die Luppebrücke hatte ich keine großen Probleme. Bei der weiteren Fahrt gab es keine Besonderheiten. Auf der Rückfahrt gelang die Auffahrt auf diese Brücke ebenfalls. So musste ich den Sattel heute nur verlassen, wenn Straßen zu überqueren waren. Dabei entstanden teilweise lange Pausen, weil die Blechlemminge sehr aktiv waren. Das dürfte daran gelegen haben, dass ich recht zeitig unterwegs war. Möglicherweise hat auch ein enormer Preissturz bei Benzin dazu beigetragen.

5.8.11

Kommentare / Ohne Stiefel im Regenschauer

Auf die aktuellen Posts hier erhalte ich nur selten Kommentare. Erstaunlich ist, dass hin und wieder sehr alte Beiträge kommentiert und so mit wichtigen Hinweisen versehen werden. Vorgestern wurde ein Post vom 23.6.2007 kommentiert. Seitdem ist sicher, dass ein vermeintlicher Blutegel die Larve einer Waffenfliege war.

Heute war wieder die Freitagabend-Tour in Leipzig dran. Nach Regen am Morgen war der Nachmittag sonnig und schwülwarm. Es war zu heiß für lange Hosen und Stiefel. Wie zuletzt am 8.7. fuhr ich deshalb mit kurzen Hosen und Turnschuhen. Damit es nicht zwischen den Beinen zu sehr reibt, suchte ich eine Unterhose mit günstig gelegenen Nähten aus. So saß ich sehr bequem. Der Regen hatte nur wenig Schlamm und Pfützen hinterlassen und so ließ die Fahrt gut an. Diesmal fuhr ich nicht das Walddreieck in der Gottge, weil sich am 8. Juli eine Seite als unangenehm holprig beim Fahren ohne Stiefel erwiesen hatte. Statt dessen wollte ich die Tour zum Unteren Elsterwehr fahren. Die Strecke war anfangs gut zu fahren. Zwar musste ich noch vor der Gartenanlage Waldluft einmal an einem Stein unfreiwillig absteigen, das Überqueren der Brücke über die Nahle klappte hingegen problemlos. Bei der holprigen Anfahrt zur Brücke über die Luppe scheiterte ich ohne Stiefel gleich zu Beginn. Dann ging die Fahrt ohne Schwierigkeiten weiter. Als spätesten Umkehrzeitpunkt hatte ich 18:30 Uhr festgelegt. Die Wendeschleife vor dem Sportforum erreichte ich 18:28 Uhr. Am Aussichtspunkt machte ich zwei Minuten Pause und fuhr weiter heimwärts. Hundert Meter vor der Luppebrücke kam Wind auf und es wurde angenehm kühl. Dann setzte ein heftiger Schauer ein. Ein Baum, an dem ich mich untergestellt hatte, hielt nicht lange stand. Ich suchte deshalb Schutz unter der Brücke. Diese Idee hatten noch einige andere Leute. Unter der Brücke blieb es trocken.
Nach dem Regen fuhr ich weiter. Es gab eine besonderen Vorkommnisse. Allerdings hatte ich jetzt mit Schlamm und Pfützen zu tun.

2.8.11

Montagshimmel

Mit dem Montag verbinden die meisten Menschen in Europa Unannehmlichkeiten. Nach dem freien Sonntag kommt es am ersten Arbeitstag zu Montagslaune, Montagsautos u.a. Anders ist es mit dem Montagshimmel. Der ist nachts sogar in Städten einigermaßen dunkel, weil viele Lichtverschmutzungsanlagen abgeschaltet bleiben. Im Laufe der Woche werden sie nach und nach wieder zugeschaltet, bis am Wochenende die Nacht auch optisch zum Tag gemacht wird.
Heute war der Montagshimmel über Altenburg doppelt gut, weil es nach einem verregneten Wochenende abends aufklarte. Der Mond störte nicht und es entwickelte sich ein prachtvoller Sternhimmel mit für Stadtverhältnisse beeindruckender Milchstraße. Für astronomische Beobachtungen blieb jedoch nur eine Stunde, dann wurde es neblig. So zog ich die grauen Stiefel an und setzte mich auf das Einrad, um herauszufinden, ob es Spaß machen würde, ein paar Blockrunden zu fahren. Das fühlte sich gut an und ich ging noch mal mit dem Einrad raus. Bei jeder Runde kam ich an jungen Leuten vorbei, die bei einem Auto saßen und jedes mal eine Frage stellten, ähnlich wie bei der Fahrt am 18. Mai.

29.7.11

Gemütliche Fahrt zur Weißen Elster

Freitags ist die Fahrt zur Weißen Elster momentan eine Standardtour. Heute startete ich 18:20 Uhr. Das war deutlich früher, als am Montag und so ließ ich es gemütlicher angehen. Nach etwas Regen am Vormittag war des Wetter abends wieder trocken, obwohl Bewölkung für Düsternis sorgte. Es war warm genug, dass ich keine Jacke benötigte.
Vor der Kreuzung Friesenstraße/Rietschelstraße bekam ich ein Problem beim Stehen des Abstiegs. Ich blieb in einer Regenrinne hängen und kam mit den Füßen sehr zeitig auf den Boden. Es war anstrengend, loszurennen, um mich wieder aufzurichten. Ich musste mich nicht mit den Händen ab Boden abstützen. Somit gilt dieser gestrauchelte Abstieg noch als gestanden.
Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten. Der Regen hatte keine Spuren hinterlassen. Die Waldwege waren trocken. An der Kreuzung Hans-Driesch-Straße/Friesenstraße zeigte weiterhin ein Schild an, dass die Bahnunterführung Heuweg nahe Bahnhof Leutzsch gesperrt ist. So fuhr ich direkt zu den Flüssen. An Brückengeländern machte ich kurze Pausen. Bei der Abfahrt von der Brücke über die Luppe musste ich unfreiwillig absteigen. Nachdem ich wieder aufgestiegn war, folgte mir ein Jogger. Die 11 km/h, die ich im Schnitt fahre, waren ihm wohl eine gute Vorgabe. Erst an der Wendeschleife vor der Brücke am Sportforum trennten sich unsere Wege.


Kurz nach dem Wenden machte ich am Aussichtspunkte am Elsterbecken ein Pausenfoto mit dem Handy. Das war bei den Lichtverhältnissen schon etwas überfordert.
Heimwärts klappte die schwierige Auffahrt auf die Luppebrücke von Osten her. Einer von zwei Jugendlichen, die zu Fuß entgegen kamen sagte: "Das geht ja schon ganz gut." Auf der weiteren Heimfahrt geschah nichts Erwähnenswertes.

25.7.11

Abendliche Eilfahrt zur Weißen Elster

Auch heute war das Wetter trübe, kühl und trocken. Ich kam erst kurz vor 20 Uhr raus und fuhr zum Auenwald. Diesmal stieg ich nicht erst an der Kreuzung Rietschelstraße/Friesenstraße auf, sondern schon ein vorher an der Ostseite der Friesenstraße. Der Fußweg dort ist sehr breit und mit großen Platten ausgelegt. Oft sind solche Wege unangenehm zu fahren, weil Übergänge zwischen den Platten uneben sind. Hier ließ es sich soweit fahren, dass es schöner war, als das Rad zu schieben. Ich brauchte dann nur an der Rietschelstraße abzusteigen und konnte drüben gleich weiterfahren.
Als ich den Wald erreichte, war gerade kein Verkehr auf der Friesenstraße und ich konnte rüberfahren. Die Fahrt durch die Gottge bis zur Hans-Driesch-Straße war ohne Besonderheiten. Ich fuhr weiter auf der üblichen Strecke in Richtung Weiße Elster, wie am 15.7. und 1.7. Nachdem ich am Waldrand vom Weg an der Hans-Driesch-Straße abgebogen war und nordwärts in Richtung Gartenanlage Waldluft fuhr, war es 20:00 Uhr. Ich legte ich fest, dass ich bis 20:30 weiter die Strecke zum Unteren Elsterwehr fahren werde und dann umkehre. Diese Vorgabe weckte die Lust auf etwas sportlicheres Fahren. Die Bedingungen dazu waren bestens. Der Boden war trocken, damit der Rollwiderstand gering. Ich trug hohe Stiefel, mit denen sich holprige Abschnitte gut fahren lassen und für das lange Sitzen auf einem Sattel hatte ich in der letzten Zeit verhältnismäßig viel Training gehabt, u.a. durch eine gestern beiläufig erwähnte Radtour mit KollegInnen.
Auf den Brücken über die Nahle und die Luppe verzichtete ich auf Pausen am Geländer und fuhr durch. In dieser Richtung sind die Brücken vergleichsweise leicht zu fahren, weil die steileren Ostauffahrten abwärts gefahren werden. Nachdem ich von der Luppebrücke heruntergefahren war und mich am Elsterbecken entlang südlich bewegte, war es noch nicht einmal 20:15 Uhr. Auf diesem Radweg waren noch recht viele Leute unterwegs. Am Gesäß und in den Stiefeln fühlte es sich noch gut an und ich fuhr weiter über das Untere Elsterwehr und zur Wendeschleife beim Sportforum, die ich 20:17 Uhr erreichte. Dort hätte ich beinahe notabsteigen müssen, weil ich auf einen Weg fahren wollte, der von dort nicht erreichbar ist. Mit einer engen Kurve kam ich zurück. Die sonst gemachte Pause am Aussichtspunkt ließ ich auch aus und fuhr weiter zur Brücke über die Luppe. Heute schaffte ich es erstmals, von der Ostseite auf diese Brücke zu fahren. Ohne Geländerpause ging es weiter zur Nahlebrücke. Dort musste ich zum Geländer greifen, um mich hochzuziehen. Das bedeutete keine Unterbrechung der Fahrt. Es war immer noch nicht 20:30 Uhr und ich war auf dem Weg zur Gartenanlage Waldluft. 20:30 erreichte ich die Holperzone an der Gartenanlage, den Bereich, wo die Blechlemminge wühlen. Hier ist langsames Fahren nötig. 20:31 fuhr ich am Eingang der Waldluft vorbei. Die dortige Gaststätte ist übrigens sehr zu empfehlen.
Von dort aus ist es nur noch ein kleines Stück auf direktem Weg zur Hans-Driesch-Straße. Ich saß nun von dort bis zur Waldlust über drei Flüsse zum Sportforum und zurück ununterbrochen auf dem Einrad und war ohne Halt durchgefahren.Vom Gesäß her regte sich nun doch der Wunsch nach mal kurz absteigen. An den Beinen war es eher umgekehrt. Wenn ich genügend hohe Stiefel an habe, kann ich sehr lange fahren, ohne Ermüdung zu spüren. Der Effekt kommt dann erst am Boden, wenn ich mit den Stiefeln wieder aufsteigen muss. Dann kommt es häufiger zu Fehlversuchen. Heute blieb ich von dem Problem verschont. Der Aufstieg klappte beim ersten Versuch glatt und mit beiden Stiefeln auf den Pedalen ging es frisch weiter durch die Gottge auf dem Umweg über die Südwestecke. Mit Stiefeln am Boden bekam ich dann fast nichts mehr zu tun. Die Friesenstraße war so ruhig, dass ich sie auch von der unübersichtlicheren Waldseite her überfahren konnte. An der Rietschelstraße wartete ich an eine Mauer gelehnt ab, bis die Straße frei war und fuhr den eingangs erwähnten Weg mit den großen Platten bis vor. Dort bekam ich doch noch zwei Hiebe an Kanten ab, die ohne Wirkung blieben. So bekam ich die Tour mit vier Aufstiegen hin und musste nur wenig laufen.

24.7.11

Stiefelsommer dauert an

Auch wenn der große Regen ausgeblieben war, den ich am Mittwoch schon erwähnt hatte, blieb es kühl und wolkig. Am Wochenende wehte zudem ein kräftiger Wind. Die Nacht zum Sonntag war ausnahmsweise klar, doch heute Nachmittag war es wieder kühl, trübe und windig. So saß ich kurz nach 16 Uhr trotz Juli wieder mit Stiefeln und Jacke auf dem Einrad. Von der Kreuzung Friesenstr./Rietschelstr. startete ich in Richtung Leipziger Auenwald. Die Wege trocken und das Fahren fiel leicht. Als ich am Waldrand die Friesenstraße überqueren musste, waren weit und breit keine Autos zu sehen. So fuhr ich über die Straße und brauchte drüben nicht aufzusteigen.


Nach dem Verschwinden des Bärlauchs haben sich im Wald neue Pflanzen breitgemacht. Auffällig sind zur Zeit diese blattlosen Stängel mit Früchten, die wie Vogelbeeren aussehen.
Weil ich die Tour zur Weißen Elster zweimal hintereinander gefahren war, nahm ich mir eine doppelte Überquerung der Kleinen Luppe vor, wie ich sie am 30. April beschrieben hatte. Diese Tour bietet die Möglichkeit, mit einer minimalen Anzahl Aufstiege auszukommen, weil eine Überquerung der Friesenstraße auf der Rückfahrt eingespart wird. Weil ich hinwärts dort nicht abgestiegen war, könnte ich mit nur noch zwei Aufstiegen an der Hans-Driesch-Straße hinkommen. Diese Absicht konnten Holperstellen, besonders bei den Brücken durchkreuzen.


 Hinter der Gartenanlage Waldluft bog ich zur ersten Brücke über die Kleine Luppe ab. Ich kam auf der Brücke an, ohne die Stiefel von den Pedalen genommen zu haben.


In der Bildmitte sind am Ufer lila Pünktchen zu sehen. Sie stammen von drüsigem Springkraut, das sich an Flussläufen stark ausbreitet. Es stammt aus dem Himalaya ist mit dem heimischen großen Springkraut verwandt.


Hier ist eine Blüte des drüsigen Springkrauts zu sehen, die ich am Dienstag während einer Radtour (mit zweirädrigem Fahrrad) am Zusammenfluss der Zwickauer und der Freiberger Mulde aufgenommen habe.

Die weitere Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Überquerung der Hans-Driesch-Straße ist auf dieser Tour manchmal langwierig, weil es an dieser Stelle keine Rettungsinseln in der Mitte gibt. Ein freundlicher Autofahrer verlangsamte und gab Lichthupe, so dass dieses Problem heute keins war. Auch die Holperstellen an der zweiten Brücke über die Kleine Luppe und am Sportplatz erzwangen keinen Abstieg. So gelang das Vorhaben, auf der gesamten Tour mit insgesamt drei Aufstiegen auszukommen.

20.7.11

Erste Nachtrunde seit zwei Wochen

In der vorigen Woche hatte es keine Gelegenheit für nächtliche Blockrunden in Südost gegeben. Heute sah es günstig aus. Ich kam zeitig genug vom Esperanto nach Hause und ein groß angekündigter Regen war ausgeblieben. Dass ich wie vor zwei Wochen die grauen Stiefel anzog, war nur sinnvoll, weil sich das Einrad damit sehr gut fahren lässt und weil die helle Farbe im Dunkeln gut zu sehen ist.
Die Fahrt begann problemlos. Die kurze Hecke, an der ich am 6.7. nass geworden bin, ist inzwischen gestutzt worden. Es ist nun sehr viel Platz zwischen Hecke und Geländer. Somit ist die Strecke zur Zeit hindernisfrei. Das Fahren war somit durchgängig stressfrei und bequem.
Nachdem ich ein paar Runden gedreht hatte, kamen einige Leute aus einem Haus und fanden zunächst das Einradfahren interessant und diskutierten dann über das Rücklicht. Nach ein paar weiteren Runden beendete ich die Fahrt.

15.7.11

Wieder zur Weißen Elster

Dieser Sommer ist von Temperaturschwankungen geprägt. An diesem Freitag war mal wieder Kühle dran. Angekündigte Regenschauer waren in Leipzig ausgeblieben und so waren die Bedingungen nicht schlecht für eine Tour mit dem Einrad in den Auenwald. Ich hatte Stiefel angezogen, um es auf holprigen Waldwegen bequemer zu haben. Die Wege waren trocken. Feuchte Stellen oder gar Pfützen waren nur selten zu sehen. Weil ich an der Hans-Driesch-Straße nicht darauf geachtet hatte, ob das Schild noch da ist, dass auf die Sperrung der Bahnunterführung vor dem Leutzscher Bahnhof hinweist, fuhr ich dort hin. Von weitem sah ich die Absperrung und konnte ohne Pendeln auf einer Gabelung umkehren.
Auf der Brücke über die Nahle
Dann fuhr ich weiter zur Weißen Elster, wie vor zwei Wochen. Der Fahrtverlauf war sehr ähnlich. Nur war der Himmel bewölkter, dafür der Boden trockener. Auf der Brücke über die Nahle waren an Rad und Stiefeln keine Schlammspuren sichtbar (s. Bild). Ich hatte nur einen Klebestreifen angefahren, der ein schmatzendes Geräusch erzeugte, bis ich ihn an der nächsten Brücke entfernte. Auf der Hinfahrt klappten wieder alle Brückenüberquerungen ohne das ich absteigen musste. Rückwärts sind die steileren Brückenauffahrten schwieriger. Wie vor 14 Tagen musste ich deshalb an der Brücke über die Luppe absteigen und danach über die Nahle das Geländer zu Hilfe nehmen.
Gegen Ende der Rückfahrt nahm ich auf dem Walddreieck in der Gottge wieder den Umweg über die Südwestecke. Vor einer Woche hatte ich beim Fahren in Turnschuhen leichte Probleme mit dem holprigen Weg gehabt. Mit Stiefeln fühlte sich die Strecke an Füßen und Waden angenehm an und ich brauchte nicht langsamer zu fahren.

8.7.11

Sommerwetter

Sylvia geht seit ein paar freitags zum Pilates. Diese Zeit nutze ich für Einradtouren. Heute bewirkte das Wetter eine kleine Umstellung. Nach verregnetem Beginn wurde der Freitag sommerlich - sonnig und fast schon heiß.
Da wollte ich nicht mit langen Hosen und Stiefeln fahren. So zog ich an, was ich bei meiner ersten Einradfahrt in Leipzig getragen hatte: Eine kurze Hose und über die Knöchel hohe Turnschuhe. Das Bild stammt von dieser Fahrt am 23.August 2009. Vor der Fahrt schraubte ich noch die rechte Kurbel fest. Die hatte sich bei den letzten Fahrten immer gelockert, weil ich keinen 14er Steckschlüssel in Leipzig hatte. Mit dem Maulschlüssel ließ sich die Schraube nicht ordentlich festdrehen. Nun ist ein Steckschlüssel da und das Problem war schnell beseitigt.
Das Aufsteigen klappte problemlos und ich fuhr los. Auch ohne das Innenpolster einer Radlerhose saß ich bequem und mit der kurzen Hose war das Fahren angenehm luftig. Der Weg an der Friesenstraße war trotz der Regenfälle der vergangenen Tage nicht verschlammt. Bis auf eine konnte ich auch allen Pfützen ausweichen. Bei dem heutigen Wetter sollte alles leicht sein. Deshalb verzichtete ich auf eine längere Tour zu den Flüssen und begann, ein Bisschen auf dem Walddreieck in der Gottge herumzufahren. Auf diese Weise vermied ich Hautkontakt mit Brennnesseln und hatte keinen langen Heimweg, falls sich Hosennähte im Gesäßbereich einreiben sollten. Die erste Dreieckskante - nach Norden - war angenehm zu fahren, trocken und eben. Die Fahrt von der Nordecke zur Südwestecke war gewohnt holpriger. Hier machte es sich bemerkbar, dass die stützende Wirkung der Stiefelschäfte fehlte. Durch langsames Fahren ließ sich das Problem lindern. Ich hatte kein entferntes Ziel und die Geschwindigkeit, mit der ich fuhr, war gleichgültig. Die Gesäßproblematik machte sich dagegen kaum bemerkbar.
Die Südwestecke war schwieriger zu fahren, als zuletzt. Herumliegende Zweige ließen nur eine schmale Fahrrinne. Danach rollte das Rad wieder ruhig. Das ich keine Stiefel an hatte, bemerkte ich beim Abbremsen. Beim Gegentreten war das Aufquellen der Waden zu spüren.
Ich fuhr drei Runden auf dem Walddreieck. Weil ich ziemlich langsam bzw, gemütlich unterwegs war, kam ich  auf eine Gesamtfahrzeit von mehr als einer halben Stunde. Bei der Wärme reichte das.

Beim Rumstöbern in alten Bildern fand ich ein Foto von der Kleinen Luppe an der Brücke bei den Sportplätzen.


Zum Vergleich dazu ein aktuelleres Bild:


Es entstand nach der Abholzaktion vom Frühjahr und ist im Bericht vom 30.4. zu sehen. Die Abholzaktion stieß auf Kritik bei Umweltverbänden.

6.7.11

Nasses Gebüsch nach Gewitter

Als ich abends nach Haus kam, hatte ich noch Lust auf eine kurze Blockrunde. Nach Gewittern, die u.a. zu einer Zugverspätung bei der Rückfahrt von der Arbeit und zu einem kurzzeitigen Ausfall des Kabelfernsehens geführt hatten, standen Pfützen auf den Wegen. Ich nahm an, dass es zum trockenbleiben genügt, wenn ich die rechts zu sehenden Gummistiefel zum fahren anziehe. Die Stiefel erfüllten ihren Zweck. Statt dessen gab es ein Problem, bei dem auch höhere Stiefel nichts genützt hätten: Nasses Gebüsch. Es ist an einer Stelle von der gegenüberliegenden Wegseite so nah an das Haus herangewachsen, dass man nicht durchkommt, ohne das Gebüsch zu streifen. Heute waren die Pflanzen klitschnass. Deshalb zog ich die Fahrerei nicht allzu sehr in die Länge. Das Fahren war ansonsten OK.

1.7.11

Erste Überquerung der Weißen Elster*

Die Wetterbedingungen waren heute ungefähr so, wie am vorigen Freitag. Kühles Wetter nach Regen. Kein Sommerwetter, aber ideal zum Einradfahren. Der Abend gab etwas Zeit für eine Tour durch den Auenwald her.
Nach einem Durchfall hatte ich wunde Stellen am Gesäß und war froh, dass sich der Sattel nach dem Start trotzdem ganz angenehm anfühlte und nichts weh tat. Der Weg an der Friesenstraße zum Wald war mit großen Pfützen bedeckt. Pfützen hatten dort noch nie Probleme bereitet. Auch heute störten sie nicht. Ich blieb nicht in Schlamm stecken und durch Stiefel blieben die Beine trocken. Als ich den Wald erreichte, war auf der Friesenstraße kein Verkehr und ich brauchte nicht abzusteigen, um den Waldweg in der Gottge zur Hans-Driesch-Straße zu erreichen. An dieser musste ich erstmals absteigen.
Drüben guckte ich, ob der Baum vom letzten mal noch im Wege liegt. Der Weg war nicht bis zum Ende einsehbar. Weil ich von der Friesenstraße einen Abstieg gut hatte, probierte ich es auf gut Glück.


Vor dem Aufsteigen machte ich noch ein Foto. Oberflächlicher Schlamm ist zu sehen. Einrad und Stiefel haben davon noch kaum etwas abbekommen.
Auf der weiteren Fahrt machte der oberflächliche Schlamm keine Probleme. Wie vor einer Woche war es ein wenig glatt, aber das Rad rollte gut.
Weil ein Schild anzeigte, dass der Tunnel zum Bahnhof Leutzsch immer noch gesperrt ist, fuhr ich gar nicht erst dort hin, sondern überquerte die Nahle und fuhr weiter nach Osten zur Brücke über die Luppe. Die holprige Auffahrt zur Brücke klappte ohne Absteigen.


Blick von der Brücke stadteinwärts auf das Wehr. Das gelbe am linken Ufer ist kein Sandstrand, sondern dürres Gras. Dort fuhr ich später auf einem Weg weiter. Die Abfahrt von der Brücke dorthin war nicht ganz leicht, etwas steil und mit einer spitzen Kurve.


Sie klappte trotzdem und ich war auf dem Weg. Die Gegenrichtung hatte ich im vergangenen September erkundet. Der neue Weg gefiel mir besser.


Ich passierte das Wehr am Elsterbecken. Kurz darauf bog der Weg links ab und ich überquerte die Weiße Elster auf dem Unteren Elsterwehr. Der Weg führt an einer Kläranlage vorbei weiter zu einer Straßenbrücke am Sportforum. Davor ließ es sich leicht wenden. Inzwischen hatte sich die rechte Kurbel wieder etwas gelockert. An einem Aussichtspunkt mit Bänken machte ich eine kurze Schraubpause.


Die Schlammkontamination der Stiefel hielt sich noch in Grenzen. Trotz des sommerlichen Datums fühlte ich mich in den Stiefeln auch noch sehr wohl. Keine Probleme mit Schweiß und Überhitzung.


Auf der Rückfahrt machte ich ein Bild vom Parthe-Wehr. Damit ist meine erste Überquerung dieses Flusses auch per Bild dokumentiert, wenn auch von der falschen Seite.


Auf der Rückfahrt bot sich erstmals die Gelegenheit, die Brücke über die Luppe von der Seite zu fotografieren. Auf der anderen Seite hatte eine parallele Eisenbahnbrücke das verhindert.
An der Brückenauffahrt musste ich absteigen. Nachdem ich auf der holprigen Brücke wieder losgefahren war, überholte mich eine Joggerin. Auf dem holprigen Terrain hatte sie einen Vorteil. Auf dem Weg zur Nahlebrücke war das Einradfahren leichter und ich überholte sie wieder.
Die kleine Luppe wollte ich heute nicht überqueren, weil ich den Umweg auf dem Dreieck in der Gottge einmal wieder fahren wollte. Von der Gartenanlage zur Hans-Driesch-Straße wählte ich allerdings den direkten Weg und machte so auch das dortige Dreieck vollständig. Die Joggerin, die Anschluss gehalten hatte,  wählte den längeren und schöneren Weg, den ich hinwärts genommen hatte.
Die Hans-Driesch-Straße musste ich wieder zu Fuß überqueren. Nachdem ich drüben aufgestiegen war, sah ich, dass ich eine Schraube vom sattel verloren hatte. Kurze Bastelpause und Schlammkontaminations-Check. Keine Probleme. Zwischendurch war die Joggerin vorbeigerannt und hatte den Weg genommen, den ich fahren wollte und war außer Sichtweite. Ich kam auf die Idee, einen Schnellfahrtest in Anlehnung zum Altenburger Stiefelvergleich vom 9.6. zu machen. Der Black Forest machte dabei eine gute Figur. Die Schäfte sind relativ steif, wie bei den grauen Stiefeln in Altenburg und entlasten gut die Fußgelenke. Außerdem sind sie so hoch, wie bei den Dafna in Altenburg und bleiben so ohne Reibungsprobleme dauerhaft bequem. Ein kleiner Nachteil ist, dass die härteren Sohlen etwas rutschiger sind. Nach vorn ist das kein Problem. Die Absätze sind wie bei den anderen Stiefeln ein sicherer Anschlag und bei den großflächigen Pedalen bleibt der Fußballen noch auf der Pedalfläche. Mit eingerastetem Absatz lässt sich die Pedale am oberen Totpunkt gut nach vorn schieben, was einen runderen Tritt bewirkt. In größeren Zeitabständen musste ich ein seitliches Rutschen ausgleichen. Das ging bei voller Fahrt. Auf holprigen Abschnitten ließ sich die Geschwindigkeit halten. An der Friesenstraße hatte ich die Joggerin fast wieder eingeholt. Zum Überqueren der Straße musste ich absteigen. Das blieb der letzte Abstieg vor der Haustür. Die Straßen waren danach ungewöhlich autoleer und ich fuhr bis nach Hause durch. Die Strecke dürfte insgesamt knapp 10 km lang gewesen sein.

Die Strecke habe ich eine Google-Maps-Karte eingezeichnet. Weil das GPS im Wald nicht gut funktioniert, habe ich die Wegepunkte mit einer dafür präparierten Karte nachträglich ausgemessen.

*) Bis zum 16.9.11 hatte hier "Parthe" gestanden. Es handelt sich aber um die Weiße Elster. Die Parthe mündet ein kleines Stück flussabwärts in die Weiße Elster ein. Eine bebilderte Beschreibung des Unteren Elsterwehrs bfindet sich hier: http://www.leipzig-am-wasser.de/wehre/unteres-elsterwehr

24.6.11

Umgestürzter Baum und Zwischenweihnachtsbergfest

Über einen Monat hatte ich keine längere Fahrt mit dem Einrad bei Tageslicht gemacht. Heute bot sich nach Feierabend wieder eine Gelegenheit für eine längere Fahrt in Leipzig. Mit 17°C war es für die Jahreszeit ungewöhnlich kühl, doch für das Einradfahren ist das eine sehr angenehme Temperatur.
Um 17:30 ging ein Schauer nieder. Den wartete ich noch ab und dann ging es los. Zunächst versuchte ich, die Kurbel festzuschrauben, die sich beim letzten mal gelockert hatte. Ich hatte keinen passenden Schlüssel zur Hand, kriegte die Schraube aber irgendwie soweit fest, dass die Kurbel zunächst nicht mehr wackelte. Dann pumpte ich noch etwas Luft auf und konnte starten. Der Regenschauer und die Gewitter der letzten Tage hatten anfangs keine störenden Spuren auf der Strecke hinterlassen. Auf dem Weg von Lindenau zum Auenwald gab es ein paar Pfützen, der Weg war aber nicht verschlammt. Im Wald krochen viele Nacktschnecken herum. Häufungen von Nacktschnecken hatten früher im Altenburger Stadtwald manchmal das Fahren etwas stressig gemacht. Nach hundert Metern waren aber dann kaum noch Schnecken zu sehen.


Als ich mich auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße anschickte, wieder aufzusteigen, schien der Boden sich zu bewegen. Bei näherem Hinsehen wurden kleine, graue Kröten als Verursacher erkennbar. Eine ist auf dem Bild rechts neben dem Stöckchen zu sehen. Ein besseres Bild war mit dem Handy nicht hinzubekommen.


Ich fuhr weiter auf dem Radweg an der Straße stadtauswärts. Kurz, bevor ich beim Polizeigebäude wieder waldeinwärts abbiegen wollte, musste ich an einem Hindernis absteigen.


Hier hatte ein Gewittersturm nicht nur einen Ast abgerissen, sondern einen jungen Baum entwurzelt. Die weitere fahrt verlief ziemlich angenehm. Das Rad rollte leicht. Nur rutschte ich hin und wieder auf nassen Zweigen einige Zentimeter seitlich weg. Diese kleinen Rutschpartien endeten glücklicherweise immer, bevor ich die Stiefel von den Pedalen hätte nehmen müssen.
Ich fuhr weiter in Richtung Nahlebrücke. Kurz davor regnete es, obwohl die Sonne schien. Auf der Brücke stellte ich fest, dass es tatsächlich Regen war und keine Wassertropfen, die Wind von Blättern geweht hatte.
Um nicht zu sehr nass zu werden, fuhr ich weiter in Richtung Bahnhof Leutzsch. Der Regen hörte auf, bevor ich den Tunnel erreichte. Der Tunnel war gesperrt. An Schild hatte die Sperrung bereits an der Hans-Driesch-Straße angezeigt. Unmittelbar vor dem Tunnel befand sich eine Absperrung mit Drahtgittern und nicht bloß eine weitere Warnung. Ich wendete im Pendeln. Diese Übung hatte ich lange nicht mehr gemacht, aber es gelang. Es ist ein Vorteil des Einrades, dass es auf der Stelle wenden kann.
Auf dem Rückweg fuhr ich zur neuen Brücke über die Kleine Luppe und auf der anderen Seite des Flüsschens heimwärts. Während dessen lockerte sich die Kurbel wieder. An einigen Stellen des Waldes duftete es noch merklich nach Bärlauch.


Von den Pflanzen ist allerdings nicht mehr viel übrig. Als ich später den Wald am Sportplatz verließ, fuhr ich an einer Gruppe Leute vorbei, die rot gekleidet auf dem Grillplatz eine Art Zwischenweihnachtsbergfest veranstalteten. Bis Heiligabend sind es noch sechs Monate und der letzte ist sechs Monate her. Ob es Glühwein gab, konnte ich nicht herausfinden. Rein zufällig hatten wir beim Frühstück auf Arbeit eine Diskussion darüber gehabt.

21.6.11

Nochmal kurz nachts

Nach dem Astrovereinsabend hatte ich Hoffnung auf eine klare Nacht, doch zunächst war es verschleiert. Deshalb ging ich erstmal mit dem Einrad raus. Nach ein paar Runden bekam ich den Eindruck, dass der Himmel wieder etwas klarer wird und brach das Fahren ab, um ans Fernrohr zu kommen.

20.6.11

Wieder eine kleine Nachtfahrt

In der vorigen Woche hatte sich keine Gelegenheit zum Fahren geboten. Heute war wenigstens etwas Zeit für ein paar nächtliche Blockrunden. Weil ich schon 22 Uhr draußen war, konnte ich noch einen Rest Tageslicht ausnutzen. Die Rückseite des Blocks ist nachts nicht beleuchtet. Deshalb musste ich bei den letzten Fahrten am Ende der Ostkurve langsam fahren. Heute war die Kurve gut einsehbar und ich konnte sie mit maximaler Geschwindigkeit fahren. Passend dazu hatte ich die grauen Stiefel an (s. Vergleich unten). Ansonsten gab es bei dieser Fahrt keine Besonderheiten.

9.6.11

Stiefelvergleich

Wie schon beschrieben, ziehe ich zum Einradfahren häufig Stiefel an. Sie halten nichts nur vom Reifen aufgewirbeltes Wasser oder Sand fern und schützen die Knöchel vor Berührungen mit den Kurbeln. Sie sind auch angenehm für die Fußgelenke und verbessern so den Fahrkomfort. In Altenburg habe ich zwei verschiedene Paare zur Verfügung, die auf den beiden älteren Fotos zu sehen sind.


Gestern Abend hatte ich mit den schwarzen Stiefeln links Blockrunden  gedreht. Heute war abends wieder ein Bisschen Zeit und zum Vergleich zog ich die grauen Stiefel rechts an. Das Aufsteigen und Zurechtrücken der Füße erwies sich wegen der Profilsohle als etwas schwieriger. Danach fühlte sich das Fahren zunächst nicht viel anders an, als am Vorabend mit den schwarzen Stiefeln. In den Kurven hatte ich dann eine höhere Beschleunigung, wodurch die Kurvenfahrt sich besser anfühlte. Im Laufe der Zeit wurde das Reiben der oberen Schaftkanten an den Schienbeinen spürbar. Bei den deutlich höheren schwarzen Stiefeln ist das nicht möglich. Sie sind auf Dauer bequemer.
Nach ca. 20 Minuten beendete ich das Fahren.

8.6.11

Gefühlte Ewigkeit

Ich hatte den Eindruck, eine Ewigkeit nicht mehr ein Einrad gefahren zu haben. Es gab viel zu tun und manchmal hielt mich Gluthitze vom Fahren ab. Gestern Abend war in Altenburg ein Treffen des Astronomievereins. Danach war das erwartete Aufklaren nicht passiert und ich bekam Lust, mich auf das Einrad zu setzen und ein paar Blockrunden zu fahren, wie am 24.5 und am 18.5. Das machte ich dann ca. 20 Minuten lang.
Danach klarte es doch noch auf und deshalb ist der Post etwas verspätet und kurz. Die "gefühlte Ewigkeit" stellte sich dann als eine Dauer von nur zwei Wochen heraus.

24.5.11

Nochmal Nachtrunden

Die nahegelegene Blockrunde vom 18.5. erschien mir bequem und praktisch, weil schnell erreichbar. Nach einer astronomischen Beobachtung war ich noch munter genug, um noch ein paar kurze Runden dort zu fahren. Ich fuhr ca. zehn Runden.

21.5.11

Nach Regen im Auenwald

Vormittags hatte es geregnet, doch dann kam die Sonne raus und die Temperatur überstieg 20°C. Ich verzichtete auf den Mittagsschlaf um eine Tour mit dem Einrad zu machen. Der Weg zum Wald war teilweise mit Pfützen bedeckt, etwas weniger, als auf einem Video vom 15. Januar am Ende des Posts zu sehen ist.


Im Wald ist der Bärlauch nun verblüht. Optisch dominieren nun Brennnesseln, Sauerampfer und eine Art wilder Rhabarber mit gigantischen Blättern den Waldboden. Die Duftherrschaft hat der Bärlauch allerdings noch.
Als ich gegen 14 Uhr am Waldrand die Friesenstraße überqueren musste, war weit und breit kein Auto zu sehen. So brauchte ich erstmals nicht abzusteigen, fuhr über die Straße und bis zur Hans-Driesch-Straße durch. Hier war Absteigen unvermeidlich.


Drüben fuhr ich wie beim letzten mal den Radweg an der Straße nordwärts. Der Weg war mit einer dünnen Schlammschicht bedeckt. Weil das Einrad leichte Schlingerbewegungen macht, konnte ich mit dem Gesäß spüren, dass es etwas glatt war. Das störte nicht und weil das Rad nicht tief in Schlamm einsank, rollte es auch leicht.
Nachdem ich am Waldrand wieder waldeinwärts abgebogen war, fuhr ich zum Bahndamm und daran entlang in Richtung Leutzsch. Mit dem letzten Tunnel unterquerte ich die Bahnlinie. Der Tunnel hatte sich bei den insgesamt nicht sehr ergiebigen Regenfällen der letzten Tage nur wenig mit Wasser gefüllt. Drüben machte ich eine kurze Pause und fuhr wieder heimwärts. 
Ich nahm wieder den Weg über die neue Brücke über die Kleine Luppe. Drüben bog ich nach kurzer Fahrt auf einen unbekannten Weg links ab. Der Weg begann mit Betonplatten. Solche Wege sind meist unangenehm zu fahren, weil die Übergänge zwischen den Platten uneben sind. Wenig später war der Weg mit Schlamm bedeckt, der die Unebenheiten gut milderte. Nach einer weiteren Kurve sah ich, dass der Weg noch lange als Betonplattenpiste weiter gehen würde. Ich wendete, was auf dem holprigen Grund anstrengend war und fuhr zurück in den Wald. Bei der weiteren Fahrt spürte ich, dass die rechte Pedale wackelt. Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße wieder zu Fuß überquert hatte, sah ich nach. Die Kurbel hatte sich etwas gelockert. Die Verschraubung ließ sich mit der Hand weder festdrehen, noch weiter lockern. Das bedeutete, dass ich mit der wackelnden Kurbel nach Hause fahren musste und konnte. Probleme mit sich lockernden Kurbeln sind nicht selten. U.a. im Oktober 2007 hatte ich hier schon von so einem Problem berichtet.
Danach hatte ich ein Problem beim Aufsteigen. Beim ersten Versuch drehte das Rad etwas durch. Ich konnte mich zwar noch auf den Sattel setzen, doch konnte mich nicht in Vorlage pendeln, um anfahren zu können. Ich musste nach hinten absteigen. Beim zweiten Versuch drehte das Rad ganz durch. Der dritte Versuch verlief wie der erste. Beim Vierten klappte es. Vor der nächsten Brücke über die Kleine Luppe wurde das Fahren schwieriger. Die Auffahrt zu Brücke ist holprig und nach der Brücke kamen Schlammabschnitte, auf denen der Reifen einsank. Das Fahren war dort anstrengend und das Einrad war schwer unter Kontrolle zu halten. Absteigen musste ich deswegen nicht und ich fuhr wieder bis zur Rietschelstraße durch.

18.5.11

Schnelle Nachtrunden

Nach einem Astronomievereinsabend in Altenburg hatte ich noch Lust auf eine kurze Einradfahrt. Testaufstiege zu später Stunde klappten ohne Probleme. Als ich draußen mit dem Einrad ankam, hatte es jedoch angefangen, zu regnen. Unter einem Baum beobachtete ich die Entwicklung und gewann den Eindruck, dass das Regengeräusch leiser wird. Ich stieg auf und beschloss, erstmal eine Runde um den letzten Block des Buchenring zu fahren. Zuletzt hatte ich das im Dezember 2005 gemacht. Der Regen hörte auf. An der Telefonzelle bei der Bushaltestelle Pappelstraße begegnete ich zwei jungen Frauen. Eine fragte, "wie man das macht" und ich sagte, dass ich gleich wieder da bin. Das dauerte nicht lange. Der Fußweg ist inzwischen sehr gut saniert worden und man kann recht schnell an der Nordseite des Wohnblocks den leicht abschüssigen Weg fahren. Dann kommt die Kurve zur Rückseite des Blocks. Ich fuhr mit den grauen Stiefeln, deren Eignung ich am 11.3.2008 beschrieben hatte. Mit diesen Stiefeln kann ich das Einrad besonders gut beschleunigen. Das Einrad macht eine Kurvenlage von 45° mit. So war ich wenig später wieder bei der Telefonzelle. Auf die wiederholte Frage, "wie man das macht" antwortete ich, dass man einfach da sitzt und radelt und das es bequem ist. Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren. Trotz des ununterbrochenen Fahrens war es auch ohne Radlerhose superbequem auf dem Sattel. Das lag wohl am dynamischen Sitzverhalten in den Kurven. Geradeausstrecken sind unbequemer, als kurvenreiche Strecken.

15.5.11

Sonntags im Auenwald

Nach ein paar Regenschauern hatte es sich abgekühlt und am Sonntag herrschte bestes Einradwetter. Ich hatte Zeit, das auszunutzen und machte eine kleine Tour durch den Auenwald. Auf dem Radweg an der Friesenstraße fuhr ich nordwärts, überquerte die Hans-Driesch-Str. zu Fuß und fuhr auf dem Radweg an der Hans-Driesch-Str. nach Westen bis zum Waldrand. Dort bog ich waldeinwärts ab, um an der Gartenanlage vorbei zur Nahlebrücke zu fahren. Der Regen hatte den Wald entstaubt, aber nicht verschlammt. So waren auch die Fahrbedingungen ideal. Auf der Nahlebrücke machte ich eine kurze Pause, wendete und fuhr an der Bahnline entlang in Richtung Leutzsch. Den letzten Tunnel durchquerte ich und wendete auf der anderen Seite.


Auf der Rückfahrt bog ich auf einen schmalen Weg ab. Der erwies sich als Sackgasse, weil, ein ein Baum quer darüber lag. Ich wendete und fuhr auf den gewohnten Wegen zurück bis zur Brücke über die Kleine Luppe, die ich bei meiner letzten Leipzig-Fahrt überquert hatte und von dort aus direkt nach Hause.


Der Bärlauch ist nun weitgehend verblüht. Der Geruch ist immer noch auffällig. Nach dem ich die Hans-Driesch-Straße wieder zu Fuß überquert hatte, näherte ich mich der Brücke über die Kleine Luppe bei den Sportplätzen von Altlindenau. Das letzte Wegstück vor der Brücke war immer noch holprig. Wahrscheinlich haben Harvester bei der Baumfällaktion den Weg uneben gemacht.


Auf dem letzten Bild des Posts vom 30.4. ist der aktuelle Ausblick von der Brücke zu sehen. Dieses Aquarell von Sylvia aus dem Jahre 2009 zeigt den Zustand vor dem Bäumefällen. Bei der weiteren Heimfahrt gab es keine Besonderheiten.
Eine direkte Gegenüberstellung dieses Bildes mit dem Foto vom 30.4. ist im Blog von Sylvia zu sehen.

12.5.11

Noch eine kurze Nachtfahrt

Weil ich jetzt kaum noch Zeit zum Einradfahren finde, probierte ich es in dieser Nacht nach 23 Uhr. Die Nacht war angenehm kühl und für astronomische Beobachtungen nicht zu gebrauchen. Im Unterschied zur letzten Nachtfahrt benutzte ich die Latschen (Dafna Smart), mit denen mir das Aufsteigen und Fahren am leichtesten fällt. Draußen klappte das gut und es war trotz der fortgeschrittenen Zeit ein angenehmes Fahren.
Aus Rücksicht auf den Schlafbedarf begrenzte ich die Fahrt auf 15 Minuten.

2.5.11

Kurze Nachtfahrt

Meine letzte Fahrt in Altenburg lag über zwei Monate zurück. Als ich kurz vor 23 Uhr nach Hause kam, hatte ich deshalb Lust, noch mal kurz zu fahren. Im Flur machte ich einen kurzen Test, ob das sinnvoll ist. Dazu probierte ich freie Aufstiege mit den Gummistiefeln, die zuletzt im Post vom 20.3.2010 zu sehen sind. Wegen der Profilsohle ist das Aufsteigen etwas schwieriger, als mit den sonst verwendeten Reitstiefeln. Das Fahren an sich geht dann sehr gut. Klappt bei so einem Test das Aufsteigen, kann  ich mir sicher sein, dass eine angenehme und entspannte Fahrt möglich ist. Das klappte auch heute wieder. Der Aufstieg gelang sofort und das Einrad ließ sich erwartungsgemäß sicher fahren. Auf dem Parkplatz vor dem Netto fuhr ich ein paar Achten und dann zurück.

30.4.11

Zwei Strecken in Leipzig verbunden

Meine allererste Strecke in Leipzig verlief östlich der Friesenstraße im Auenwald. Sie hatte den Nachteil, das sie im wesentlichen geradeaus ging und an der Hans-Driesch-Straße endete. Es war nur möglich, auf den Cottaweg abzubiegen und so zum Clarapark vorzudringen. Deshalb hatte ich den den letzten Monaten diese Strecke nur genutzt, um zum Clarapark zu gelangen, ohne die Stadt durchqueren zu müssen.

Gestern hatte ich mit Sylvia einen längeren Spaziergang durch den Wald gemacht und dabei auch nach neuen Strecken für das Einrad Ausschau gehalten. Wichtiger war jedoch die Natur.

Bärlauch
Der Bärlauch blüht jetzt vollends. Zu genießen dürften die Blätter jetzt nicht mehr sein.



Dafür bieten die Pflanzen nun ein imposantes Blütenmeer. An einer Kreuzung fand ich zwei Wege interessant. Der eine ist ein Reitweg mit Kurven. Der andere führt über eine neue Brücke über die Kleine Luppe. Der Uferweg zur schon oft überquerten Nahlebrücke erschien wegen vieler Löcher ungeeignet.

Der Sonnabend zeigte sich sonnig. Ich fuhr schon nach dem Frühstück los. Da war es noch angenehm kühl.



Ich fuhr ohne Umwege zur Kreuzung mit den Wegen, die ich ausprobieren wollte. Unterwegs sah ich viele Holzstapel, Spuren der Abholzung. Ich kam am gekennzeichneten Reitweg an. Ich saß auf einem Sattel und hatte Stiefel an. Das schien zum Reiten auszureichen. Doch der Weg erwies sich als holprig und das Vorankommen war anstrengend. Absteigen musste ich jedoch nicht. Ich erreichte den Hauptweg, fuhr zurück zur Kreuzung und bog ab zur neuen Brücke.

Kleine Luppe


Der Weg dort hin war auch holprig, aber nur kurz. Auf der Brücke machte ich am Geländer eine kurze Pause, ohne abzusteigen. Hier sind als Spuren der Abholzung Baumstümpfe zu sehen. Kurz vor der Brücke am oberen Bildrand mündet die Kleine Luppe in die Nahle. Die Brücke über die Nahle hatte ich bei vorangegangenen Fahrten überquert und von dort aus einige Fotos gemacht, die im Blog zu sehen sind.

Kleine Luppe
 Stadtwärts ist auch abgeholzt worden.



Die Brückenbohlen bestehen aus Blech. Das Fahren darauf ist einfach.



Ich hatte die Idee, zu probieren, ob man auf der anderen Seite der Kleinen Luppe zu der Strecke gelangt, die ich eingangs beschrieben habe. Ein angenehm ebener Weg führte in die richtige Richtung. Er endete an der hans-Driesch-Straße. Dort musste ich absteigen. Auf der anderen Seite war ein schmaler Pfad sichtbar, der mir verdächtig erschien.



Er sah tatsächlich aus, wie das Endstück meiner ersten Leipziger Strecke. Die Verbindung der Strecken westlich und östlich der Friesenstraße schien hergestellt.



Ich stieg auf, um das zu prüfen und fuhr los. Wenig später war ich mir sicher und näherte mich der Brücke, die schon auf meinen ersten Leipziger Post zu sehen ist.



Wenig später war ich dort. Wegen starker Abholzung ist es bei weitem nicht mehr so idyllisch, wie damals. Ich hielt mich nicht lange auf und fuhr weiter nach Hause. Die neue Tour hatte zwei große Vorteile. Innerhalb des Auenwaldes musste ich nicht auf der selben Strecke hin und zurück fahren und ich musste am Ende nicht mehr die Friesenstraße zu Fuß überqueren und nochmal aufsteigen. Das Aufsteigen ist bei Fahrten in Leipzig immer das Anstrengendste. Deshalb habe ich es gerne, wenn ich so lange wie möglich auf dem Sattel sitzen bleiben kann.

17.4.11

Gefällte Bäume und blühender Bärlauch

Am heutigen Sonntag verzichtete ich auf den Mittagsschlaf, um mit dem Einrad zu fahren. Die Bedingungen waren sehr angenehm. Es war trocken und es war weder zu kühl, noch zu warm. 13:45 Uhr fuhr ich ab zur Nahlebrücke. Ich nahm den kürzesten Weg dort hin.


Das Grün setzt sich immer mehr durch. Auf vergleichbaren Fotos weiter unten sieht noch alles braun und grau aus. Getrübt wird die Optik durch die Baumfällaktionen. Dagegen regt sich Protest. Der Ökolöwe sammelt Unterschriften und veranstaltet Demonstrationen.
Ich fuhr dann weiter in Richtung Bahnhof Leutzsch. Den Bahndamm unterquerte ich am letzten Tunnel. Der war heute frei von Wasser und Unrat. Es war heute erstmals keine Konzentration nötig, um durchzufahren. Drüben machte ich eine Pause und streckte die Beine auf dem Rad aus.


Bei den Knöcheln sind gut die Stellen zu sehen, an denen die Kurbeln beim Aufsteigen oder auf holprigen Wegen an den Stiefeln schaben. Solche Gummireitstiefel machen das erstaunlich lange mit. Die Stiefel in Altenburg halten das seit 2001 durch. Allerdings werden sie seit Herbst 2009 geschont, weil ich seit dem häufiger in Leipzig fahre. Das hier zu sehende Paar benutze ich seit Herbst 2009.


Nach der Pause machte ich mich auf den Heimweg, wobei ich einen längeren Weg nahm. Dabei sah ich mir den Bärlauch genauer an. Während der Fahrt fielen mir die Blütenknospen auf. Einmal stieg ich auch ab, um die Knospen aus der Nähe zu fotografieren.


Später musste ich ausgangs der Gottge sowieso absteigen. Dort waren im Spätwinter die ersten Bärlauchpflanzen zu sehen. Diese Pflanzen blieben am fortgeschrittensten und zeigen weiße Blüten.
Die Fahrt dauerte eine Stunde.

8.4.11

Nach dem Abendbrot

Es ist nun abends so lange hell, dass man nach dem Abendbrot ohne künstliches Licht herumfahren kann. Weil nach einem sonnigen nachmittag Bewölkung aufzog, waren keine Vorkehrungen für astronomische Beobachtungen zu treffen und so nutzte ich den beginnenden Abend für eine Fahrt mit dem Einrad durch den Leipziger Auenwald.

In den letzten Tagen hatte es sich etwas abgekühlt und wegen starkem Wind fühlte sich die Luft noch kühler an. Da bot es sich an, wieder Stiefel anzuziehen. Damit war das Fahren merklich angenehmer, als am Sonntag mit Turnschuhen. Mit Umwegen fuhr ich zur Nahlebrücke. Die Wege waren sehr trocken, teilweise schon staubig. Die hohen Stiefelschäfte verhinderten den lästigen Sand in Schuhen, den das schutzblechlose Rad sonst produziert. Irgendwelche Probleme traten nicht auf. Nur der schon mehrfach genannte Holperabschnitt bei der Gartenanlage erforderte etwas Konzentration. Sonst konnte ich die Seele baumeln lassen, entspannt die Umgebung angucken oder an andere Dinge denken. Am Geländer der Nahlebrücke machte ich eine Pause, ohne dazu abzusteigen. Dann ging es wieder nach Hause. Die effektive Fahrzeit betrug etwa eine Dreiviertelstunde.

3.4.11

Wie im Sommer

Die letzte Fahrt mit dem Einrad war zwei Wochen her. Inzwischen hat der Frühling angefangen. Das macht sich auch an den Temperaturen bemerkbar. Die Außenthermometer zeigten 25°C an und die Sonne schien. Bei diesen Bedingungen verzichtete ich auf Jacke und Stiefel.
Ich fuhr drei Runden auf dem Walddreieck in der Gottge. Die Wege waren trocken und das Rad rollte leicht. In der letzten Runde probierte ich einen schmalen Nebenweg. Anfangs war er schön zu fahren, wurde dann aber zunehmend holprig. Hier machte sich das Fehlen der Stiefel bemerkbar und ich musste absteigen. Viel weiter wäre ich mit den besseren Halt bietenden Stiefeln auch nicht gekommen, denn ein Baustamm lag einige Meter weiter quer über dem Weg.