2.3.07

Stürmischer Freitag nach Saturnbedeckung

Gestern hatte es geregnet, heute Mittag hatte es gergenet. Dazwischen ereignete sich in der Nacht eine Saturnbedeckung durch den Mond. Dabei war das Wetter nachts lange unentschieden. Erst etwas mehr als eine halbe Stunde bevor der Mond um 3:30 Uhr sich mit der unbeleuchteten Seite voran vor den Ringplaneten schieben sollte, zog es definitiv zu. Der schwieriger zu beobachtende Austritt an der beleuchteten Seite war dagegen um 4:11 Uhr mit dem Auge am Fenrohr durch eine dünne Wolkendecke hindurch zu sehen. An Videoaufnahmen war bei dem geringen Kontrast nicht zu denken. Das Bild links ist ein Einzelbild aus dem Video von einem späteren Zeitpunkt, als der Saturn sich schon einige Bogenminuten vom Saturn entfernt hatte.
Den folgenden Tag hatte ich freigenommen, um noch etwas Schlaf zu haben. Wegen dem schon erwähnten Regen konnte ich nicht gleich mittags losfahren und startete kurz nach 14:30. Die Zeit davor hatte ich genutzt, um den Keller aufzuräumen. Starke Windböen erschwerten die Fahrt durch Südost, ich musste aber nur einmal absteigen, aber wegen Blechlemmingen. Im Wald war der Wind dann nicht mehr so extrem, dafür war der Untergrund sehr schlammig. An der Zschechwitzer Straße musste ich nochmal wegen Blechlemmingen vom Sattel runter. Lange genug Pendeln auf Schlamm hatte ich nicht hinbekommen. Weiter fuhr ich zum Märchenbrunnen, wobei ich hinwärts auf der Südbadseite an der Hellwiese entlang fuhr. Am Märchenbrunnen machte ich die übliche Pause. Zur Weiterfahrt stieg ich auf der Brücke auf, um nicht wieder im Schlamm wegzurutschen. Ich fuhr dann gleich direkt auf den Weg und nicht noch einmal um den Brunnen herum. Das fiel erstaunlich leicht. Auch die Waldeinfahrt klappte, obwohl dort ziemlicher Morast war.
Nachdem ich auch den Quälberg hochgefahren war, machte ich auf der anderen Seite der Zwickauer Straße ein kurze Pause. Der Wind hatte den hier zu sehenden Absperrbalken inzwischen getrocknet, so dass ich mich wieder draufsetzen konnte.
Wie ich in diesem Blog schon beschrieben hatte, hat dieser Balken den Vorteil, dass ich nicht absteigen muss und mich vom Sattel auf ihn umsetzen kann, ohne absteigen zu müssen. Noch praktischer ist das, wenn ich wieder losfahren möchte. Ich setze mich nur wieder auf den Sattel um und fahre weiter.
Vor der Zschechwitzer Straße hatte ich ein echtes Déjà Vu. Während ich die Blechlemminge beobachtete, fuhr ich in ein Schlammloch und musste den Sattel verlassen. Gleiches war mir am 11.2. passiert. Die weitere Tour verlief ohne große Besonderheiten. Als ich die Kotteritzer Straße erreichte, kam ein nicht blinkender Blechlemming aus Richtung Stadt auf der Kollwitzstraße. Der fuhr aber wirklich geradeaus und war nicht nur zu faul zum Blinken. So musste ich nochmal kurz absteigen. Als ich später an der Volkssolidarität vorbeifuhr, sagte ein Mann: "Das ist sehr schwer." Ansonsten waren bei dem Suizidwetter nur wenige Menschen draußen. Nun hat sich herausgestellt, dass ich zu früh gefahren bin. Kurz nachdem ich zu Hause ankam, fing die Sonne an zu scheinen.

27.2.07

Wieder Suizidwetter

Am Sonnabend hatte ich noch festgestellt, dass es nicht mehr nötig gewesen wäre, in Stiefeln zu fahren. Sonntag setzte dann regnerisches Suizidwetter ein und heute waren die Stiefel wieder unverzichtbar. Die gefühlte Temperatur setzt sich aus der realen Temperatur in °C und Einflüssen, wie Wind und Luftfeuchte zusammen, die Kälte oder Wärme stärker spürbar machen. Beim Suizidwetter scheint noch eine psychologische Komponente hinzuzukommen. Durch das deprimierende Grau fühlt sich das Wetter kälter an, als seine physische Wirkung auf die Haut. Wenn Suizidwetter ist, habe ich nachts immer den Eindruck, es wäre wärmer geworden. In der Realität ist meist das Gegenteil der Fall. Es ist nur das bedrückende Grau nicht mehr zu sehen.
Während andere Züge statt Fahrzeitverlusten neuerdings wieder Verspätung haben, war die Knochenzwinge RE 3709 pünktlich. Als ich nach Hause kam, hörte es gerade auf, zu regnen und so konnte ich 16:40 Uhr losfahren. Weil Einradfahren großen Spaß macht, mindert es die psychologische Wirkung des Suizidwetters. Doch wegen Feuchtigkeit und Wind fühlte es sich trotzt 7°C so unangenehm an, dass ich mit Handschuhen und Mütze fuhr.
Wegen dem Wind wollte ich nicht zur Umgehungsstraße fahren und begnügte mich mit einer Tour zur Zwickauer Straße und zurück. Die Waldwege machten noch einen passablen Eindruck. Sie waren größtenteils ziemlich fest und nur wenige Stellen waren morastig. So war das Fahren auch bei Suizidwetter angenehm. Insgesamt musste ich zweimal unfreiwillig absteigen. Auf der Hinfahrt rutschte ich auf einem nassen Stein weg und auf der Rückfahrt an der Kotteritzer Straße durch einen kleinen Konvoi Blechlemminge, die erst während des Abbiegens oder überhaupt nicht blinkten und so ein Geradeausfahren nach Kotteritz vortäuschten.
Ansonsten habe ich ein Blog gefunden, das für Bahnfans mit einer leichten Neigung zum Sarkasmus sehr lesenswert ist: Das Zugblog von Oliver Groschopp.

24.2.07

Fototour mit Hindernissen bei Superwetter

Das Wetter hatte in der Nacht erwartungsgemäß eine Beobachtung der Plejadenbedeckung durch den Mond verhindert. Am Morgen schien dann prall die Sonne. Eigentlich wollte ich heute nicht fahren, weil es noch viel zu erledigen gab und ich kurz nach 17 Uhr schon weg muss zur Feuerwahrjahreshauptversammlung. Zudem war noch die Hausordnung zu erledigen usw.
Bei dem krass schönem Wetter mit +15°C wäre es Frevel gewesen, den Nachmittag im Haus zu verbringen. Deswegen fuhr ich doch noch, startete aber schon 13:45 Uhr mit Ziel Umgehungsstraße. Weil die B93N auf dem Satellitenbild von google maps noch nicht vorhanden ist, nahm ich einen Fotoapparat mit, um ein paar Bilder zu machen. Videos von dieser Strecke gibt es ansonsten schon seit April vorigen Jahres. Diese sind auf meiner Website zu finden.
Während es am Donnerstag eine Blechlemmingschwemme gegeben hatte, waren heute viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs. Vor dem Überqueren der Kotteritzer Straße musste ich einmal absteigen, um Radfahrer durchzulassen. Die gesamte weitere Fahrt wurde durch nichts gestört.
Nachdem ich aus dem Wald herausgefahren war, stieg ich ab, um zwei Bilder zu machen. Das Bild links zeigt die Strecke zur B93. In einem großen Halbkreis führt der Weg auf die entgegengesetzte Richtung, wo es bergab auf einen Tunnel unter der B93N zu geht. Diesen abschüssigen Abschnitt zeigt das nächste Bild.


Dann stieg ich wieder auf und fuhr weiter. Am Ende des Halbkreises machte jemand den Vorschlag, Stützräder anzubauen.



Das nächste Bild nahm ich während der Fahrt auf. Hier geht es auf den Hang zu.


Das Bild vom Tunnel machte ich wieder zu Fuß.


Das Einrad hatte ich derweil an einem Schild abgestellt.


Von dieser Stelle aus fotografierte ich den Berg, den ich als nächstes hochzufahren hatte. Vor einem Jahr war dieser Berg für mich kaum zu schaffen. Jetzt brauche ich mich kaum noch anzustrengen, um hochzukommen.


Danach fotografierte ich wieder während der Fahrt. Auf dem Einrad geht das relativ gut. Freihändig Fahrrad fahrend würde ich so etwas vielleicht nicht machen. Diese Bild zeigt die Fahrt zur Brücke in Richtung Zschechwitz. Dann fing die Kamera an, zu piepsen. Das Display zeigte an, dass der Speicher voll ist. Es stellte sich heraus, dass ich keine Speicherkarte eingesteckt hatte. Die Kamera hat einen internen Speicher, was ich nicht gewusst hatte und speicherte die Bilder auf diesen. Die 14 MB waren dann schnell voll. Ich löschte ein Bild, um die noch die Brücke über die Paditzer Straße/Am Steinbruch fotografieren zu können. Diese Brücke befuhr ich später nach links, um in den Wald zurückzukommen. Auf der Paditzer Straße spazierten viele Menschen. Auch der Wald hatte sich wieder gefüllt. Ein Junge stoppte sein Fahrrad und machte seinen Vater aufgeregt auf das Einrad aufmerksam. Wenig später sagte eine Frau mit Hund: "Das ist aber kein Pferd." Sie bezog das auf meine Stiefel. Ich sagte ihr, dass ich kein Schutzblech dran habe. Eigentlich wäre es heute nicht nötig gewesen, in Stiefeln zu fahren. Geschadet hat es aber auch nicht.
Zu Hause bekam ich noch Probleme, die Bilder aus der Kamera zu holen, weil dafür ein USB-Kabel mit einem Spezialstecker benötigt wird. Das erforderte eine lange Suchaktion.

23.2.07

Im Nieselregen zum Märchenbrunnen

Am Freitag gab es zur Abwechslung trübes Wetter. Murphymäßig hängt das anscheinend mit der Plejadenbedeckung durch den Mond heute Abend zusammen. Ich befasse mich seit 1979 mit Astronomie und seither fanden hier alle Plejadenbedeckungen über einer Wolkendecke statt.
Als ich 15:30 Uhr losfuhr, fing es an zu nieseln. Bevor ich den Wald erreichte, jubelten mir zwei kleine. Kinder von der anderen Straßenseite aus laut zu. Die Waldwege waren bis zur Zwickauer Straße trotz Nieseln trockener, als gestern. An der Zschechwitzer Straße klappte es heute, einen Blechlemming pendelnd abzuwarten, obwohl auch dieser für erschwerte Bedingungen sorgte. Er kam aus Richtung Zschechwitz und wurde immer langsamer. Als er fast stand, setzte er den Blinker und bog auf den Waldweg ab. Es ist oft nervig, wenn die Blechlemminge häufig erst in der Kurve blinken, wenn überhaupt. An der Zwickauer Straße fuhr ich weiter in Richtung Märchenbrunnen. Unterdessen hörte das Nieseln auf. Auf der Hinfahrt nahm ich den Weg am Südbad. An dessen Ende gab es heute keinen Pfützenslalom, weil von den Pfützen nur noch kleine Reste übrig waren. Während ich eine Runde um den Brunnen drehte, hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem älteren Paar über Vorteile des Einradfahrens.
Nachdem ich bei einer Bank abgestiegen war, waren diesmal nicht nur die Stiefel sauber geblieben, auch das Einrad machte noch einen sauberen Eindruck, wie auf dem Bild links zu sehen ist.








Einen Teil der Pause verbrachte ich auf der Brunnenmauer sitzend. Der Wasserspiegel war an den trockenen Tagen etwas zurückgegangen. Wobei die auf dem Bild weit aus dem Wasser ragenden Stiefel etwas täuschen, weil an dieser Stelle der Wasserspiegel niedriger ist, als an der vom Bild vom 16.2. Die scheinbar guten Fahrbedingungen täuschten auch etwas. Der Nieselregen hatte den Weg mit einer dünnen schmierseifeartigen Schicht versehen und als ich wieder aufsteigen wollte, drehte das Rad durch. Ein zweiter Versuch an einer trockeren Stelle gelang ohne Rutschen. Zwei Leute empfahlen mir einen holprigen Feldweg zum Wald. Der hatte sich schon einmal als ungeeignet erwiesen und so fuhr ich an der Hellwiese zum Wald zurück. An der Waldeinfahrt rutschte ich heute einmal wieder weg. Diesmal an einer an sich nicht schwierigen Stelle. Die weitere Fahrt gestaltete sich problemlos. Das Wetter besserte sich weiter. Zwischenzeitlich schien die Sonne und auch der Mond war am Ende einmal zwischen Wolken zu sehen.

22.2.07

Frühlingsgefühle der Blechlemminge?

Nachts hatte es Regenschauer gegeben. Dann folgte ein sonniger Tag mit 11°C. Als ich 16:45 Uhr losfuhr, waren die Wege etwa im gleichen Zustand, wie am Dienstag. Das Wetter war jedoch noch schöner. Im Wald spazierten so viele Menschen, wie sonst am Wochenende. Auch Blechlemminge waren in Unmengen unterwegs. Schon bei der Heimfahrt mit dem Bus hatte es in der Stadt Staus gegeben. Dafür war der Bus heute nicht so extrem überfüllt, wie sonst.
Als ich an der Zschechwitzer Straße ankam, hörte ich einen Blechlemming von der Stadt herannahen. Ich musste zunächst nicht deswegen absteigen, weil ich eine passende Stelle zum Pendeln fand. Als das Auto vorbeifuhr, kam von der anderen Seite her noch eins. Als ein Blechlemming auch noch auf den Waldweg einbog, gab ich auf. So ein Gewimmel hatte ich an dieser Stelle noch nicht erlebt. Vielleicht gibt es Menschen, die so gerne mit dem Auto fahren, wie ich mit dem Einrad und bei solchem schönen Wetter Touren unternehmen, die nur dem Spaß dienen. Vielleicht hatten sie auch in den Nachrichten davon gehört, dass nur noch 13 Jahre Zeit bleiben, um beim Kohlendioxid-Ausstoß eine Wende herbeizuführen. Damit sind die Tage des Blechlemmings in seiner heutigen Form gezählt. Das wird evtl. viele bewogen haben, noch einmal zu fahren...
Weil ich dann gleich zum Esperanto gehen werde, hatte ich nicht viel Zeit und begnügte mich mit der kurzen Waldrunde. Auf der Rückfahrt musste ich nochmal wegen Blechlemmingen absteigen. Ich hatte sie zu spät bemerkt und konnte nicht mehr auf den Krankenhausparkplatz ausweichen.
Auf der anderen Seite blieb ein Mann stehen und beobachtete, wie ich wieder aufstieg. Am Buchenring musste ich noch einmal wegen Blechlemmingen absteigen, aber insgesamt war es dort verhältnismäßig ruhig.

20.2.07

Kurze Fahrt zwischendurch mit mehr Luft

In der letzten Zeit hatte ich das Luftaufpumpen vernachlässigt. Das war auch OK, denn im Schlamm rutscht das Rad mit geringerem Reifendruck weniger stark weg. Nun hat es seit Tagen nicht mehr geregnet und deswegen pumpte ich heute einmal wieder auf. Der Druck im Luna 20 x 2,50 betrug nur noch 20 Lbs. Nachdem ich auf die normalen 40 Lbs aufgepumpt hatte, fuhr ich um 16:45 Uhr los. Weil am Abend noch Astronomieversammlung ist, bei der es um die Plejadenbedeckung durch den Mond am Freitag und um die Mondfinsternis am 4.März gehen wird, blieb nur wenig Zeit. Also fuhr ich nur zur Zwickauer Straße und zurück. Mit dem aufgepumpten Reifen waren Bodenunebenheiten deutlich auf dem Sattel zu spüren. Dafür lief das Rad sehr leicht. Im Wald gab es nur noch sehr wenige Schlammstellen und über die konnte ich mit normaler Geschwindigkeit fahren, ohne dass es spritzte.

18.2.07

Frühlingswetter am Sonntag

Heute war es wie im Frühling. Bei 11°C schien die Sonne am wolkenlosen Himmel. 14 Uhr fuhr ich los und hatte viel Zeit. Die Waldeinfahrt war am dritten Sonnenscheintag in Folge immer noch morastig, aber danach waren die Wege großenteils merklich trockener, als am Freitag. Das schöne Wetter nutzten viele Menschen zu Spaziergängen. Daher waren die Fußwege in Südost und die Waldwege reich bevölkert. Als ich an der Zwickauer Straße darauf wartete, dass sie frei zum Überqueren ist, unterhielten sich zwei Seniorinnen über Einräder. Eine sagte, dass "Katrin" eins hat. Anscheinend gibt es in Altenburg mehrere Mädchen oder Frauen, die ein Einrad haben. Nur sehe ich nie welche. Das letzte mal war im Jahr 2000, noch bevor ich selbst mit dem Fahren anfing.
Ich hatte vor, eine Runde um den Großen Teich und die Hellwiese zu fahren. Am Teich spazierten viele Familien und einige Kinder fragten, "was das ist" und ließen sich von ihren Eltern das Einrad erklären. Auch um die Hellwiese herum waren viele Leute unterwegs. Zum Märchenbrunnen hin fuhr ich den nordwestlichen Weg (Südbadseite) an der Hellwiese entlang. Das letzte Stück der Geraden wurde wieder zu einem Pfützenslalom. Auf den im Schatten gelegenen Pfützen schwommen Eisschollen. Sie waren ein Relikt des Nachtfrostes.
Am Märchenbrunnen machte ich auf einer Bank eine kurze Pause. Die Stiefel waren heute bislang sauber geblieben. Deshalb verzichtete ich auf eine Reinigungsaktion im Wasser. Die Sonnenstrahlung war deutlich im Gesicht zu spüren. Außerdem heizten sich die schwarzen Stiefel spürbar an der Oberfläche auf. Durch das Futter drang nichts von dieser Aufheizung nach innen. Das Fuß- und Wadenklima blieb angemehm.
Bei schönen Wetter kommt es weniger häufig vor, dass Leute über ein "fehlendes Rad" lästern. Heute passierte das auch erst, als ich an der Waldseite der Hellwiese zurück zum Wald fuhr. Ein Mann unterhielt sich mit seiner Tochter, als er diese Bemerkung machte.
Die Waldeinfahrt klappte wieder. Nachdem ich oben die Zwickauer Straße überquert hatte und eine Pause auf dem Absperrbalken machte, war es erst 15:07 Uhr und ich hatte noch keine Lust, direkt nach Hause zu fahren. Deshalb hängte ich noch eine Fahrt zur Umgehungsstraße dran. Als ich aus dem Wald herausfuhr, blies mir kühler Wind entegegen. Auf der langen Geraden hatte ich diesen Wind dann im Rücken und das Fahren war schön. Vor dem steilen Anstieg zu Beginn der Geraden überholte mich ein Radfahrer. Oben steig er ab und machte eine Pause. Als ich an ihm vorbeifuhr, fragte er mich, ob es möglich ist, mit dem Einrad den Berg hochzufahren. Ich sagte, dass ich das gerade gemacht hätte. Die Weiterfahrt verlief unproblematisch. Nur zum Überqueren der Kotteritzer Straße stieg ich ab, weil sich auf der anderen Seite zu viele Menschen auf einem schmalen Weg drängten.

16.2.07

Fahrzeitverluste und Spiegeleien am Märchenbrunnen

Die Deutsche Bahn AG ist bekannt für interessante Beiträge zur Neusprache im Orwellschen Sinne. In "1984" werden Wörter abgeschafft, um das Denken einzuschränken. Zur Zeit arbeiten sie daran, den Begriff "Verspätung" zu entsorgen. Heute früh rieselte es - wie oft in den letzten Tagen - im RE 17162 (6:54 ab Altenburg nach Leipzig) aus den Lautsprechern: "Wir entschuldigen uns für die Fahrzeitverluste." Verspätung heißt also jetzt Fahrzeitverlust. Dabei ist dieser Begriff falsch. Ein Verlust von Fahrzeit würde eine Verkürzung bedeuten. Bei einem völligen Verlust der Fahrzeit wäre der Zug an allen Orten der Strecke gleichzeitig. Bei Startrek wäre das Warp 10. Kommt ein Zug zu spät an, hat er eigentlich an Fahrzeit gewonnen. Von daher wäre das Wort "Fahrzeitgewinn" treffender. Es würde den Umstand sogar noch besser beschönigen.
Heimwärts nahm ich den RE 3709 (15:27 ab Leipzig). Der hatte nur drei Minuten Fahrzeitverlust, was jedoch reichte, einen Bus zu verpassen. Der nächste fuhr zehn Minuten später. Dann musste ich noch eine große Notdurft verrichten und kam so 15 Minuten später mit dem Einrad raus, als im Idealfall. Um die Wintersonnenwende herum hätte das einen realen Fahrzeitverlust bedeutet. Nun ist es aber abends lange genug hell, dass ich bei einem Start kurz vor 16 Uhr noch bequem zum Märchenbrunnen komme und zurück. Es entstand also kein Fahrzeitverlust, sondern nur eine Fahrzeitverschiebung.
Der Wetterbericht hatte schon für gestern schönes Wetter angekündigt, aber dieser Tag war wahrscheinlich der trübste der Suizidwetterperiode. Deshalb war ich bei der Sonnenscheinvorhersage für den heutigen Nachmittag skeptisch und dachte an einen Durchhaltewetterbericht, wie in Rumänien zu Ceaucescus Zeiten. Mittags kam die Sonne tatsächlich hinter den Wolken hervor und so konnte ich einmal bei Sonnenschein fahren. Im Wald waren die Wege im Durchschnitt wie vorgestern. Nur waren die morastigen Stellen morastiger und die trockenen Stellen trockener. Ohne irgendwelche unfreiwilligen Abstiege fuhr ich bis zum Großen Teich. Daran vorbei fuhr ich in Richtung Südbad. Ein kleiner Junge blieb stehen und die männliche Begleitperson sagte etwas wie: "Der fährt nur auf einem einzigen Rad." Beim Südbad schickte sich ein kleines Mädchen an, seitlich von der Treppe zu springen. Das wäre ungefähr das doppelte seiner Körpergröße gewesen. Weil eine erwachsene Begleitperson dabei war, versuchte ich nicht, sie davon abzuhalten. Das Mädchen fragte mich, wie man mit einem Einrad springen kann. Ich antwortete, dass ich das nicht kann, dass es aber möglich ist.

Nach einem Pfützenslalom kam ich beim Märchenbrunnen an und drehte eine Runde um das Gelände, um über die kleine Brücke an den Brunnen heranzufahren. Der durch sonnenbeleuchtete Cirruswolken aufgehellte Horizont sorgte für interessante Spiegleien auf dem ruhigen Wetter. Das nutzte ich für ein paar Fotos.

Während die Bäume symmetrische Spiegelbilder haben, ist von der Brunnensäule nur das Spiegelbild zu sehen.

Interessante Spiegelungen ließen sich auch mit Stiefeln erzeugen. Ein ähnliches Bild unter völlig anderen Lichtverhältnissen ist im Post vom 11.2. zu sehen.

Auf der Rückfahrt nahm ich den waldseitigen Weg an der Hellwiese. Die Waldeinfahrt schaffte ich heute trotz Morast. Den anschließenden Qäulberg lief eine größere Familie hoch. Sie hörten mich von hinten kommen und machten den Weg frei. Auf der weiteren Fahrt nach Hause gab es keinerlei Probleme und so beendete ich die Fahrt um 17:10 Uhr, ohne einmal unfreiwillig abgestiegen zu sein und bevor die Sonne untergegangen war.

14.2.07

Nach Feierabend zur B93N

Heute hatte ich zur normalen Zeit Feierabend gemacht und fuhr 16:39 Uhr los. Nach einem sonnigen Vormaittag hatte es sich eingetrübt. Es war jedoch trocken und mit 10°C frühlingshaft warm.
Das regenfreie Wetter nutzten zahlreiche Menschen zu Spaziergängen. Als ich in den Wald hineinfuhr, blieb ein Paar mit Kind stehen. Die Mutter sagte, dass "Lena" auch ein Einrad hatte und als ich vorbeigefahren war, klatschte jemand Beifall. Die Waldeinfahrt war morastig, aber dann war die rechte Wegseite fast trocken. Ich fuhr die Tour zur Umgehungsstraße. Zuvor machte ich einen Abstecher zur Zwickauer Straße, um auf dem Absperrbalken eine kurze Pause zu machen. Dort begegneten mir zwei Bekannte mit Hunden, woraus sich kurze Gespräche ergaben.
Später, an der Umgehungsstraße hatte ich Gegenwind. Das kommt selten vor, wenn ich die Strecke in nordöstliche Richtung fahre. Dieser Ostwind fühlte sich kühl an und machte die lange Gerade etwas ungemütlich. Im Unterschied zur letzten Fahrt auf dieser Strecke (9.2.07) hatte ich heute keine zweite Hose drübergezogen.
Nachdem ich in Richtung Wald abgebogen war, hatte ich den Wind von der Seite, was deutlich angenehmer war. Als es 17:30 Uhr wurde, hatte ich im Wald noch brauchbare Sicht. In Südost gab es dann das in der Winterdämmerung übliche Blechlemminggewühl. An der Waldausfahrt musste ich wegen einem besonders fiesem Exemplar unnötig absteigen. Das war ein ziemlich klobiges Teil mit hellen Scheinwerfern. Es kam von der Kollwitzstraße und erweckte den Eindruck, dass es geradeaus nach Kotteritz wollte. Dann bog doch noch ab und setzte erst den Blinker, als es schon halb um die Kurve herumgefahren war. Diese Verhaltensweise ist häufig zu beobachten. Im Seitenzweig der Pappelstraße bei der Volkssolidarität behinderten sich Blechlemminge gegenseitig, so dass ihre Aktivität zum Erliegen kam. Mit dem nicht viel Platz brauchenden Einrad konnte ich ungehindert daran vorbeifahren. Blechlemminge führen zu einer Vielfalt an Mangel. In der Stadt fällt vor allem der Platzmangel auf. Der entstehende Mangel an Erdöl ist auch bekannt. Relativ neu ist ein Mangel an Nahrung durch Biosprit. Weil man beispielsweise in den den USA jetzt viel Mais für Biodiesel verarbeitet, wurden in Mexiko die Tortillas teuer. Schelme änderten einen bekannten Werbeslogan in: "Pack den Hunger in den Tank!". Bei astronomischen Beobachtungen entsteht oft ein Mangel an Dunkelheit. Besonders krass sind Scheinwerfer, die einen senkrechten Streifen Licht seitlich abstrahlen. Das sind fahrende Skybeamer.

13.2.07

Nächtliche Parkplatzrunden

Das tagsüber herrschende trübe, regnerische Suizidwetter nutzte ich, um bei einem Freund das Netzwerk einzurichten. Das ist eine ähnlich sinnvolle Weise des Umgangs mit Suizidwetter, wie der Besuch von Hallenfußballturnieren. Was noch fehlt ist eine U-Bahn in Altenburg. Ich mag U-Bahnen. Man wird nicht nass und ist die Blechlemminge los. In Weimar gab es zur Oberbürgermeisterwahl 2000 einen Vorschlag zum U-Bahnbau. Daraus wurde nichts und so hat Altenburg immer noch die Chance, die erste U-Bahn Thüringens zu bauen.
Abends hörte der Regen auf und deswegen fuhr ich 20:15 Uhr noch zum Parkplatz von Schlecker und Netto, um dort Achten und Kreise zu fahren. Trotz starkem Wind war es angenehm warm draußen und der Reifen hatte trotz der Nässe eine sehr gute Bodenhaftung. So war es ein schönes Fahren. 20:37 Uhr fuhren sämtliche noch anwesenden Blechlemminge gemeinsam los. An einem Geländer wartete ich dieses Ereignis ab und 20:40 Uhr fuhr ich dann zurück. Dabei passte ich auf den am 29.1. bemerkten schrägstehenden Stein auf und fuhr dran vorbei. So kam ich nach Hause, ohne einmal die Füße von den Pedalen genommen zu haben.

11.2.07

Mit der Kamera zum Märchenbrunnen


Gestern war das Suizidwetter besonders deprimierend, aber ich hatte eh keine Zeit zum Einradfahren, weil ich mir die Staffel II der Hallenkreismeisterschaft im Fußball angesehen hatte. Dort bekam ich nicht viel vom Suizidwetter mit und der Turnierverlauf war sehr spannend. Das Bild zeigt das 2:0 des SV Roter Stern gegen Zehma. Am Sonntag Vormittag machte das Suizidwetter eine Pause und es schien die Sonne. Am frühen Nachmittag schickte es aber wieder seine Kampfwolken und es regnete. In der Hoffnung, dass die Wolken rechtzeitig ausgeregnet werden sein, bearbeitete ich erst mal Fußballfotos und der Regen hörte tatsächlich auf. Um 16 Uhr fuhr ich los und es war ziemlich angenehm draußen. Es wehte zwar ein straffer Wind, aber es war nicht kalt. Ich hatte lange nicht mehr bei den Fahrten fotografiert oder gefilmt. Deswegen steckte ich eine kleine Kamera ein, um beim Märchenbrunnen zu fotografieren.


Wie das Bild zeigt, waren die Wege im Wald nass. Doch die Verschlammung hielt sich in Grenzen. Vielleicht haben die Niederschläge des Suizidwetters inzwischen alles weggespült, was Schlamm bilden kann. Vielleicht waren auch nur zu wenig Menschen unterwegs gewesen, um das Wasser mit dem Untergrund zu Schlamm zu vermischen. Das Fahren fiel so unerwartet leicht und fühlte sich in etwa so an, als würde ich auf einer Straße durch Pfützen fahren. Als ich den Berg zum Großen Teich hinunterfuhr, fiel wenige Meter vor mir ein Ast herunter. Es passiert jetzt viel, dass in der Feuchtigkeit schwer gewordene morsche Äste abbrechen. Sie liegen überall als Hindernisse herum. Die Waldausfahrt war ziemlich morastig, aber bergab noch leicht zu fahren.


Als ich an der Hellwiese entlang fuhr, setzte Nieselregen ein. Das Suizidwetter kam zurück. Dieses Wetter passte von der Stimmung her, um die Spuren des Sturms Kyrill abzulichten. Allerdings zwang die Dunkelheit zu langen Belichtungszeiten und ich musste absteigen, um das Bild zu machen.

Die Umgebung des Märchenbrunnen war weiterhin überschwemmt.

Das bot eine Gelegenheit, die Stiefel im Wasser zu säubern. Diese Aktion erwies sich wenig später als nutzlos. Auf dem Schlammweg hatte ich zunächst Probleme, aufzusteigen und nach wenigen Metern sahen die Stiefel wieder aus, wie zuvor.
Auf der Rückfahrt half bei der Waldeinfahrt auch kein Langsamfahren. Das Rad drehte im Schlamm durch und ich musste absteigen. Der Quälberg zur Zwickauer Straße war dann anstrengend, aber nicht problematisch. Von der Zwickauer Straße zur Zschechwitzer Straße fuhr ich den Berg am Krankenhaus herunter. Dort gab es ein paar schwierige Schlammstellen. Kurz bevor ich an der Zschechwitzer Straße ankam, plumpste ich in ein kleines Schlammloch und blieb stecken. Für die Nachfolgenden ist die Stelle nun markiert. Über die Zschechwitzer Straße hätte ich auch noch nicht fahren können, weil gerade Blechlemminge unterwegs waren. So war der Zwischenfall halb so wild. Zu dieser Zeit schien die Sonne horizontnah durch eine Wolkenlücke. Das Nieseln ließ nach. Die weitere Fahrt nach Hause verlief angenehm und ohne irgendwelche Probleme.

9.2.07

Suizidwetter

Ich hatte eine Woche lang keine Gelegenheit zum Fahren gehabt. Ich war viel unterwegs, wobei ich erlebte, dass es auch passiert, dass Züge zu früh ankommen und knappe Umsteigezeiten nicht immer zum Verpassen des Anschlusszuges führen müssen. Und als gestern und vorgestern nachtmittags etwas Zeit für eine kurze Runde war, verhinderte nasskaltes Suizidwetter eine Fahrt. Am Freitag war das Wetter nun besser. Es gelang mir nicht, früher von der Arbeit wegzukommen. Deshalb nahm ich den Zug 15:27. Diese Knochenzwinge (Doppelstockwagen mit unförmigen, harten und kleinen Sitzen) nehme ich sonst freitags nie, weil sie an diesem Wochentag besonders konsequent überfüllt ist und Personen über 1,40 m Körpergröße kaum eine Chance haben, ohne blaue Flecken, Beulen und Blutergüsse davonzukommen. Weil ich Einrad fahren wollte, zwängte ich mich heute aber in diesen Zwergentransport. In Altenburg hatte das Teil ausreichend Verspätung, dass ich normalerweise den Bus verpasst hätte. Der Bus war jedoch so fair, auch Verspätung zu haben, so dass es gut passte.
Als ich 16:40 losfuhr, hatte es sich nach einem Schönwetternachmittag eingetrübt und es nieselte leicht. Wie an den Tagen mit Minusgraden hatte ich eine zweite Hose über die Radlerhose gezogen und fuhr mit Mütze und Handschuhen. So war es trotzdem ziemlich angenehm auf dem Einrad. Auf dem Weg zum Wald verstolperte ich einmal die Auffahrt von der Straße auf den Gehweg. Das sollte die einzige Fahrtunterbrechung bleiben.
Im Wald waren die Wege ziemlich verschlammt und es waren nur wenige Menschen unterwegs. Weil auch nur wenig Wind wehte, fuhr ich zur Umgehungsstraße, um zu prüfen, ob die Zeit bei Fahrten nach Feierabend jetzt ausreicht, um bei dieser Tour noch das letzte Stück durch den Wald fahren zu können, bevor die Dunkelheit sehr störend wird. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, zu testen, wie sich das Fahren mit zwei Hosen bei Touren macht. Bei reinen Waldfahrten oder den nächtlichen Parkplatzrunden setze ich mich wegen der vielen Kurven häufig auf dem Sattel um und durch diese Bewegungen kann ich lange sehr bequem sitzen. An der Umgehungsstraße geht es lange gerade aus und es entsteht keine Notwendigkeit, dass ich mich mit dem Gesäß auf dem Sattel bewege. Dadurch entstehen Druckstellen, weswegen ich hin und wieder kurz während der Fahrt aufstehen muss. Mit zwei Hosen musste ich das seltener tun. Langes Geradeausfahren ist so also bequemer. Als ich von der Paditzer Straße her in den Wald hineinfuhr, war es schon recht duster. Der Pfützenslalom war jedoch einfach, da die meisten Pfützen mit Split zugeschüttet worden sind. Von der Kreuzung bis zur Waldausfahrt reichten die Lichtverhältnisse noch aus, um die gefährlichsten Steine gut sehen zu können. So kam ich ohne Geholper in Südost an, wo sich die Straßenbeleuchtung inzwischen eingeschaltet hatte. Nach 50 Minuten kam ich zu Hause an.

2.2.07

Freitags zum Märchenbrunnen

Durch zeitigen Feierabend konnte ich heute schon 15:47 Uhr losfahren. Morgens hatte Nieselregen für Nässe gesorgt. Nachmittags hatte sich das Wetter gebessert. Mit +11°C war es schön warm und manchmal waren sogar kleine Wolkenlücken zu sehen. Bevor ich losfuhr, ölte ich die Lager und sprühte etwas Nanospray darüber. Dieses Zeug soll eigentlich Bekleidung wasser- und schmutzabweisend machen, macht aber auch Einräder schlammresistenter. Als ich gleich nach dem Start in die erste S-Kurve fuhr, sah ich ein weißes Hündchen an einer Leine und hörte Frauen diskutieren. Deswegen fuhr ich auf die Rasenplatten hinaus. Das Hündchen kam neugierig näher heran, blieb aber glücklicherweise neben dem Rad. Die Halterin sagte zum Hund: "So etwas haben wir noch nicht gesehen." Die weitere Fahrt in den Wald verlief ohne Besonderheiten. Im Wald war es dann ziemlich schlammig. Weil ich Zeit hatte, konnte ich sehr langsam fahren, wodurch der Schlamm kaum störte. An der Zschechwitzer Straße wollte ich einige Blechlemminge durch Pendeln aussitzen, was daran scheiterte, dass ein Blechlemming auf den Waldweg einbog und die Kurve sehr eng nahm. Ich musste mich deswegen an den Wegesrand in Sicherheit bringen. Auf dem Wegstück standen schon Autos. Vielleicht machten sie dort ein Treffen. Weiter hinten verhinderte der Schlagbaum ihr Eindringen in den Wald. Die Blechlemmingplage ist eine Geißel der abendländischen Zivilisation und wird vielleicht zu deren Untergang führen... Der Begriff "Blechlemming" ist ansonsten anschaulich genug, dass er auf anderen Seiten unabhängig verwendet wird.
Trotz des Schlammes entschied ich mich für den Märchenbrunnen und gegen die B93N. Nachdem ich später die Zwickauer Straße überquert hatte, kam eine ältere Frau aus einem Seitenweg und blieb stehen. Dann erzählte sie, dass in einem Kreuzworträtsel nach einem "Artistenfahrzeug" gefragt worden war und die Lösung "Einrad" gewesen ist. Als ich unten am Teich ankam, entschied ich mich dazu, von der Südbadseite an den Märchenbrunnen heranzufahren. Dazu fuhr ich ein Stück an der Südwestkurve des Teiches entlang. Ein Mann erklärte seinem Jungen, dass ich mit einem "halben Fahrrad" fahre. Der Märchenbrunnen zeigte sich wieder von Wasser umgeben (vgl. 20.1.07). Die Gelegenheit nutzte ich, um die verschlammten Stiefel zu reinigen, indem ich in das Wasser hineinlief. Der Wasserstand war noch etwas höher, als vor zwei Wochen, denn die an der niedrigsten Stelle 47 cm hohen Stiefel ragten nur noch wenige Zentimeter heraus.
Auf der Rückfahrt fuhr ich die schwierige Waldeinfahrt sehr langsam an und kam auch bei dem Schlamm hoch. Dann fuhr ich den Quälberg hoch.
Oben machte ich auf der anderen Seite der Zwickauer Straße auf dem Schlagbaum eine kurze Pause und fuhr dann weiter. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, wurde es merklich dunkel. Bei der letzten Pause hatte ich das Rücklicht noch nicht eingeschaltet, deshalb machte ich das jetzt während der Fahrt. An der Waldausfahrt musste ich die Fahrt wegen Blechlemmingen unterbrechen und kam dann 17:10 Uhr ohne weitere Unterbrechungen zu Hause an.

1.2.07

Kurze Waldrunde bei Superwetter

Donnerstag vor dem Esperanto fahre ich sonst nie mit dem Einrad, aber heute war das Wetter so schön, dass es sein musste. Bei +9°C schien die Sonne durch Wolkenschleier und der Wind war nicht sonderlich stark. Bei solchen Bedingungen nicht zu fahren, wäre Verschwendung gewesen.
Die Zugverspätung hielt sich so weit in Grenzen, dass ich mit einem Sprint einen Bus früher erreichen konnte, als vorgestern. So konnte ich zehn Minuten eher starten. Zusätzlich kam durch die dünnere Wolkendecke mehr Licht. Wegen der Wärme verzichtete ich heute auch auf Handschuhe. Im Wald war es nur noch stellenweise schlammig. Das Rad rollte zwar noch nicht so leicht, wie auf hartgetrocknetem Weg, war aber trotzdem sehr angenehm zu fahren.
Als ich an die Zschechwitzer Straße heranfuhr, boten zwei Männer an, den Schlagbaum zu öffnen. Ich lehnte das Angebot dankend ab, weil der seitliche Fußgängerdurchlass völlig ausreicht. Wenige Minuten später kam ich an der Zwickauer Straße an. Zu diesem Zeitpunkt war die Sonne immer noch nicht untergegangen und die Stiefel waren noch sauber. Zur Rückfahrt schaltete ich nur das Rücklicht ein. Als ich die Zschechwitzer Straße überqueren wollte, kamen Blechlemminge und ich bog zum Parkplatz des Krankenhauses ab, um nicht absteigen zu müssen. Als ich von dort zurückkam, schlich sich ein Blechlemming ohne Licht an. Dadurch wurde noch eine Parkplatzrunde nötig. Beim dritten Ansatz konnte ich die Straße passieren. Obwohl der Zeitgewinn durch den früheren Bus nun auf fünf Minuten geschrumpft war, blieb es ausreichend hell, bis ich den Wald verlassen hatte. Als ich den Abzweig der Pappelstraße zur Volkssolidarität erreichte, strömten dort viele Blechlemminge hinein. Auf einer ebenen Stelle des Fußweges wartete ich pendelnd ab, bis sich die Lage beruhigt hatte und fuhr weiter. An den Parkplätzen vollführten die Blechlemminge auf engstem Raum eine Art Ballett. Es war jedoch möglich, zwischen ihnen hindurchzufahren. So kam ich zu Hause an, ohne einmal die Füße von den Pedalen genommen zu haben. Die Straßenbeleuchtung hatte sich noch nicht eingeschaltet und die Stiefel waren immer noch sauber.

30.1.07

Nach Feierabend im Wald

Von der Wintersonnenwende sind wir jetzt zeitlich so weit entfernt, wie Mitte November. Zu dieser Zeit hatte ich es wegen der zeitig einbrechenden Dunkelheit aufgegeben, nach zu üblicher Zeit gemachtem Feierabend in den Wald zu fahren. Wegen der elliptischen Erdbahn geht die Sonne jetzt aber erst einer Zeit unter, wie im Herbst Ende Oktober. Das machte es wieder einen Versuch wert. Deshalb fuhr ich mit dem Zug 15:27 ab Leipzig nach Hause. Diese Knochenzwinge fuhr wegen Problemen mit einer Tür mit acht Minuten Verspätung los. Weil in Altenburg die Busse im Zehnminutentakt fahren, kam ich zehn Minuten später zu Hause an, als geplant und sputete mich deshalb mit dem Losfahren.
Das Wetter glich dem gestrigen und bis zum Wald kam ich zügig voran. Der Wald war erwartungsgemäß schlammig, aber ein bequemes Fahren war ohne weiteres möglich. Wie gestern fuhr ich mit Handschuhen und damit ist es schwierig, das Taschentuch herauszufummeln. Weil ich einen leichten Schnupfen habe, ist das lästig. Heute zog ich immer während der Fahrt einen Handschuh aus, putzte die Nase und zog den Handschuh wieder an. Diese Methode erwies sich als besser. Es ist sehr praktisch, dass Einräder grundsätzlich freihändig gefahren werden, ohne dass es mit Gefahren oder einem Verlust an Wendigkeit verbunden ist.
An der Absperrung vor der Zwickauer Straße schaltete ich die Beleuchtung ein und fuhr nach Hause. Bis über die Zschechwitzer Straße und die Paditzer Straße hinweg war es noch so hell genug, dass sich die Leuchte kaum auswirkte. Erst auf dem letzten Stück im Wald wurde es schwieriger. Es gewann jedoch die Straßenbeleuchtung an Einfluss und die Fahrt blieb sicher. Ich schaute auf die Uhr. Es war schon 17:19 Uhr. In der Weihnachtszeit hatte ich um diese Uhrzeit schon mit astronomischen Beobachtungen angefangen. Um 17:25 kam ich zu Hause an. Waldfahrten nach normalen Feierabend sind nun also wieder möglich.

29.1.07

Nächtliche Fahrt bei Tauwetter

Am Sonntag und heute früh hatte trübes, warmes Wetter mit Regen den Schnee beseitigt. Bei dem Regen und stürmischen Winböen wollte ich gestern nicht fahren und beseitigte mit "Gewalt" das Problem, dass mein Rechner nach dem Herunterfahren Uhrzeit und Datum vergisst und nach dem nächsten Hochfahren zufällige Zeitangaben anzeigt. Jetzt holt die altersschwache Gurke sich beim Booten die Zeit bei einem NTP-Server. Heute kam ich erst um 21:20 Uhr nach Hause. Ich war jedoch nicht sonderlich müde und das Wetter war trocken. So trieb es mich noch zu einer kurzen Fahrt zum Parkplatz vor Netto und Schlecker. Wegen der Wärme verzichtete ich auf das Winteroutfit mit der drübergezogenen zweiten Hose. Handschuhe zog ich jedoch an, weil sie in den Pausen beim Anlegen an kalten Eisenstangen vorteilhaft sind.
Die Wege zum Parkplatz hatte der Wind getrocknet. An den Schnee erinnerte nur noch der ausgestreute Split, der lautstark unter dem Reifen knirschte.
Als ich den Parkplatz erreichte, war dort die Beleuchtung bereits abgeschaltet. Das Licht, was umgebende Straßenlampen, Fenster und die LED-Leuchte am Einrad spendeten, reichte jedoch aus. Zudem ist der Parkplatz in einem sehr guten Zustand und es ist nicht nötig, nach Löchern und Kanten Ausschau zu halten. Das Fahren von Achten und Kreisen wurde also durch die schlechteren Sichtverhältnisse nicht erschwert und machte den gewohnten Spaß.
22 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Beim Einbiegen auf die Pappelstraße blieb ich an der selben Stelle hängen, wie am 24.1. Deshalb untersuchte ich diese Stelle. Ein Stein steht dort schräg, ohne im Schein der Straßenlampe einen Schatten zu werfen. Die weitere Heimfahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse.

26.1.07

Schneefahrt am Vormittag

Nach der letzten Fahrt begann es in der selben Nacht zu schneien, was am Mittwoch das Fahren vereitelte. Heute früh wollte ich auf dem Weg zur Arbeit einen Zug später nehmen, weil es nachts aufgeklart war und ich noch eine astronomische Beobachtung am Morgenhimmel gemacht hatte.
Als der Zug kommen sollte, wurde eine Verspätung auf unbestimmte Zeit angesagt. Dann passierte nichts mehr und der Verbleib des Zuges blieb ungewiss. Unterdessen ging die Sonne auf und die Zeit für den nächsten Zug kam heran. Als dessen Abfahrtszeit um zehn Minuten verstrichen war, gab es immer noch keine Informationen über die nun zwei verschollenen Züge. Bei fast -10°C und schwindender Hoffnung gab ich nach 50 Minuten auf, nahm Gleitzeitfrei und fuhr mit dem nächsten Bus nach Hause.
Zu Hause organisierte ich die Rückgabe eines Notebooks an einen Ex-Kollegen vom Nachmittag auf den Vormittag um. Bei diesem Notebook hatte die WLAN-Taste nicht funktioniert. Nach Recherche in diversen Foren stellte sich heraus, dass der Powermanager nicht aktiv war. Auf so etwas muss man erst mal kommen... In der Zeit bis zur Übergabe reinigte ich das Bad, die Nordfenster und ein Fernrohr.
Kurz nach 11 Uhr war das Notebook übergeben und das sonnige Wetter sah extrem schön aus und lud zu einer Schneefahrt ein. Soweit ich mich erinnern kann, war ich nur einmal vormittags mit dem Einrad draußen. Das war Ende 2004, noch bevor ich das Blog angefangen hatte. Damals war ich morgens aus dem Krankenhaus entlassen worden und hatte die Zeit bis zum Mittagessen zum Einradfahren genutzt. Heute sah ich an der Gebäuderückseite aus dem Fenster und sah eine Schneedecke mit Höckern, die befahrbar aussah. Ich zog mich wieder an, wie am Dienstag, ging durch den Keller hinter das Haus und fuhr los. Die Schneedecke war holprig, aber sicher zu befahren. So fuhr ohne Schwierigkeiten bis zum Wegende und zurück. Später fuhr ich auf die Wiese hinaus. Auch dort ließ sich das Einrad gut unter Kontrolle behalten, dass Fahren war jedoch sehr anstrengend und nach ein paar ...zig Metern gab ich auf. Dann fuhr ich weiter den Weg hin und her, wie zuletzt im Februar vorigen Jahres. Die pralle Sonne heizte dabei alles auf, was schwarz war. Der Sattel wurde nicht kalt und wenn ich am Wendepunkt die Stiefel der Sonne aussetzte, taute der Schnee schnell weg. Die Lufttemperatur stieg auch schnell an und die Strafe für das Reinigen des Fernrohres kam: Wolken. Im Schnitt verhängt Petrus für eine Fernrohrreinigung zwei Wochen Strafwetter. Als nach einer halben Stunde die Wolken erstmals die Sonne verdeckten, hörte ich mit dem Fahren auf. Es reichte auch, den Fahren auf Schnee verbraucht deutlich mehr Kraft, als auf festem Erdboden. Während des Fahrens hatte ich allmählich eine Spur ausgewalzt, die an Holprigkeit verlor, aber mit der Zeit glatt wurde. Die Schneefahrt hatte den positiven Nebeneffekt, dass das Einrad jetzt wie neu aussieht. Sämtlicher Schmutz ist im Schnee geblieben.

24.1.07

Kälteeinbruch

Am Wochenende hatte ich morgens einen Telekolleg Mathematik von der Couch aus verfolgt. Dabei ging es um die Abhängigkeit der Leistung von Windkraftwerken von der Windgeschwindigkeit. Mit Messungen fanden sie heraus, dass die Leistung sich mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit ändert. Am Sonntag war das Wetter wieder sonnig, doch der Wind fühlte sich ziemlich heftig an und so verzichtete ich auf das Einradfahren. Der Wetterbericht zeigte Böen von 96 km/h an. Am Freitag war ich bei 80 km/h noch gefahren, was nicht besagt, dass ich solche Böen abbekommen habe. Die Zahlen dienen nur als Vergleichswert. 96 erscheint nicht viel größer, als 80, doch in der dritten Potenz macht das eine Steigerung der Kraft um das 1,728-fache aus.
Deshalb nutzte ich den Nachmittag, um die Umstellung des Blogs auf die neue Software anzufangen. Monty hatte das in einem Kommentar empfohlen. Ich hatte mir darauf hin sein Blog angesehen und fand die neuen Features sinnvoll. Das Blog wird dadurch übersichtlicher. Zu tun ist jetzt noch einiges bei den Labeln. Bis jetzt habe ich ca. die Hälfte der Posts mit Labels versehen.
Inzwischen kam der lange überfällige Kälteeinbruch. Gestern war ich bei der Feuerwehr und kam dadurch nicht zum Fahren. Heute kam ich auch erst gegen 20:40 Uhr raus, aber das genügte noch. Zuvor hatte ich mir Gedanken gemacht, wie ich es hinbekomme, bei Minusgraden zu fahren, ohne mir einen abzufrieren. Unter der dünnen Radlerhose wird es bei solchen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes arschkalt. Deshalb verfolgte ich den Gedanken, eine andere Hose drüberzuziehen. Vor fast zwei Jahren hatte ich das schon einmal gemacht. Damals hatte ich nur eine kurze Radlerhose und wegen der Schafskälte wollte ich mit Jeans und Stiefeln fahren. Nun war ich darauf aus, die lange Radlerhose als Unterhose zu verwenden. Eine Jeans drüberzuziehen, erschien mir nicht ideal, weil es eine ziemliche Fummelei ist, die Jeans in die Stiefel zu bekommen, ohne dass Druckstellen um die Knöchel herum entstehen. Da fiel mein Blick auf eine ausgemusterte Sommerhose. Diese passte gut über die Radlerhose und ließ sich gut in die Stiefel stecken. Ein Probeaufstieg klappte gut und das Sattelgefühl stimmte auch. Bei minus drei Grad waren Handschuhe und eine Mütze - wie im Bild zu sehen - wichtig.
Der Start mit der Winterkleidung klappte gut. Die geringfügige Beweglichkeitseinschränkung wirkte sich nicht aus und das Fahren war sehr angenehm. Auf dem Weg zum Parkplatz vor Netto und Schlecker waren die idealen Gehwegauffahrstellen vereist. Deswegen fuhr ich etwas daneben hoch, was ziemlich holprig war, aber gut ging.
Auf dem Parkplatz machte das Herumkurven genauso viel Spaß, wie in den vergangenen Tagen bei dem ungewöhnlich milden Wetter. Es gab ein paar Eisstellen, die ich als Markierungen für Slalom benutzte. Das ging ganz wunderbar. Die zweite Hose hatte keinen störenden Einfluss auf die Sattellenkung. Mit einem Fahrrad hätte ich das nicht hinbekommen. Im Laufe der Zeit merkte ich, dass die Stiefel allmählich unflexibler wurden. Das fand ich nicht schlecht, weil dadurch die Fußgelenke etwas entlastet wurden. Kalte Füße bekam ich dabei nicht. Weil es langsam spät wurde, beendete ich diese Fahrerei nach einer halben Stunde und machte mich auf den Heimweg. Vor dem Überqueren der Pappelstraße machte ich einen seltsamen unfreiwilligen Abstieg. Ich blieb unerwartet irgendwo hängen und hatte irgendwie den Eindruck, trotzdem nicht absteigen zu müssen. Als ich mir es dann doch "überlegte", war es zu spät für einen aufrechten Absprung, ich strauchelte und berührte mit den Fingerspitzen den Boden. Mit dem sehr sicheren 20"-Einrad ist mir das in den letzten drei Jahren zuvor nur zwei- oder dreimal passiert.
Danach sprang noch eine Buchenringrunde heraus. Der Blechlemming, der zuletzt immer den Weg versperrt hatte, fehlte heute. Die Buchenringrunde war ich mit dem 20er lange nicht mehr gefahren. Mit dem 26er ist sie schöner zu fahren. Zu Hause beschlugen Einrad und Stiefel, weil sich die Oberflächen abgekühlt hatten. Ich war an keiner Stelle unterkühlt und an keiner durchgeschwitzt. So kann ich die Kälteausrüstung weiter verwenden.

20.1.07

Mindmachine Wald / Tour um Großen Teich und Hellwiese

Heute früh hatte ich mich ich mich mit einem Apple-Notbook auf den google-Account eingeloggt. Dabei schien es beim ersten Versuch wieder so, als wäre der Browser abgestürzt (s. Firefox gestern). Es stellte sich jedoch als ein reguläres Beenden heraus. Beim google-Account gibt man die Mailadresse als Username ein. Auf einer PC-Tastatur erreicht man das @ mit [Alt Gr] + [q]. Drückt man beim Mac im Dusel ohne hinzusehen die gleichen Tasten, ergibt das [Apfel] + [q] und der Browser macht, was ihm befohlen wurde...
Mit +15°C und Sonnenschein war der Sonntagnachmittag wunderschön und lud zu einer etwas längeren Fahrt ein. Lediglich starker Wind störte ein Bisschen. Er war jedoch nicht so stark wie gestern. Bei wetter.de stand etwas von Böen mit 54 km/h um 16 Uhr. Das sind 24 km/h weniger, als gestern. Es waren keine besonderen Anstrengungen nötig, diese Böen auszugleichen. 15:12 Uhr fuhr ich los und kam bequem und entspannt im Wald an. Dort waren die Wege nass, weil es nachts geregnet hatte. Von Schlamm war aber noch nicht zu sprechen und das Rad rollte schön leicht. Unterwegs sah ich einige Menschen, die umgeknickte Bäume inspizierten. Wegen dem Wind wollte ich nicht an der Umgehungsstraße fahren und hatte mir wieder den Märchenbrunnen vorgenommen, mit einer Option auf eine Umrundung des Großen Teichs. Dort war ich in diesem Jahr noch nicht mit dem Einrad.
Vor der Zwickauer Straße machte ich die gewohnte kurze Pause auf dem Absperrbalken. Die Sonne stand noch ziemlich hoch und so beschloss ich, die Option auf den Großen Teich wahrzunehmen. Auf der anderen Seite der Zwickauer Straße blitzte die Sonne periodisch zwischen den Baumstämmen auf. Das wirkte wie eine Mindmachine im Bereich der Delta- oder Thetawellen. An schwierigen Stellen hätte dieser psychedelische Effekt vielleicht unfreiwillige Abstiege zur Folge gehabt, als die Strecke komplizierter wurde, war die Sonne aber längst im Schatten verschwunden.
Als ich den Teich erreicht hatte, schaute ich auf die Uhr. Es war 15:42 Uhr. Ich war also genau eine halbe Stunde unterwegs. Ich wollte immer mal herausfinden, wie lange eine Teichumrundung dauert, nicht, um Rekorde anzustreben, sondern für die Planung der Fahrzeit. Bisher hatte ich immer vergessen, am Ende die Zeit zu nehmen. Das schöne Wetter nutzen viele Menschen zum Spaziergang um den Teich. Ein kleiner Junge mit Roller sah mich schon von weitem, legte den Roller beiseite und beobachtete. 15:52 bog ich auf den Weg zum Südbad ab. Die 10 Minuten lagen im Bereich des erwarteten, da für mich die angenehmste Geschwindigkeit mit einem 20"-Einrad knapp 7 km/h beträgt. Auch auf dem Weg zwischen Teich und Hellwiese spazierten einige Menschen. Ein älteres Paar bemerkte mich von hinten und machte den Weg frei. Der Mann fragte im Scherz, ob sie jetzt Eintritt bezahlen müssten. Beim Vorbeifahren ergab sich ein kurzes Gespräch über Schwierigkeit und Bequemlichkeit des Einradfahrens, wobei die Frau zuletzt fragte: "Aber Stiefeln braucht man dazu doch?". Darauf antwortete ich, dass es damit besser geht.
Am Märchenbrunnen war nach dem nächtlichen Regen der Wasserspiegel noch etwas gestiegen. Das Bild (Quelle: www.altenburg-tourismus.de) zeigt so eine Überflutungssituation. In diesem Zustand sieht der Brunnen schöner aus, als bei Trockenheit in Betonumgebung. Paradoxerweise war das Wasser um den Brunnen herum tiefer, als im Brunnen selbst. Auf einer Bank machte ich eine Pause und fuhr danach auf dem waldseitigen Weg an der Hellwiese zurück. Die steile Waldeinfahrt wollte ich diesmal nicht mit kräftigen Tritten, sondern mit langsamen Fahren nehmen.
Das funktionierte und ich konnte ungestört am Herzog-Ernst-Denkmal (Bildquelle: s.o.) vorbeifahren. Den Quälberg hoch rutschte ich einmal beinahe mit dem rechten Fuß von der Pedale, konnte aber weiterfahren. So blieb die Fahrt immer noch ohne unfreiwillige Abstiege. Als ich nach dem Überqueren der Zwickauer Straße wieder eine Pause auf dem Absperrbalken machte, sah ich noch die Sonne und fuhr unverzüglich zum Waldrand, um dort auf einer Bank den Sonnenuntergang zu beobachten. Am Waldrand sah ich aber, dass die Sonne inzwischen hinter Wolken steckte und kehrte um, ohne abzusteigen.
Die weitere Heimfahrt verlief angenehm und bis zum Schluss ohne unfreiwillige Abstiege. Zwischen Zschechwitzer Straße und Südost gingen nun viele Menschen spazieren. Das Ausweichen oder Vorbeifahren war dabei immer sehr einfach. Mit einer Mutter hatte ich noch ein kurzes Gespräch darüber, ob Einradfahren schwierig ist. 16:42 Uhr kam ich zu Hause an, war also exakt 90 Minuten unterwegs gewesen.

19.1.07

Nach dem Orkan zum Märchenbrunnen

Die Wintersonnenwende ist nun vier Wochen her und es bleibt nun abends spürbar länger hell. Dadurch kann ich jetzt nachmittags wieder länger fahren. Ich machte zeitig Feierabend und fuhr mit dem 14:12-Uhr-Zug nach Hause. Obwohl in der nacht Orkan Kyrill durchgezogen war und bundesweit den Bahnverkehr lahmgelegt hatte, funktionierte der Bahnverkehr zwischen Altenburg und Leipzig seit dem frühen Morgen ziemlich reibungslos. So kam ich mit nur geringfügiger Verspätung zu Hause an und saß 15:45 auf dem Einrad. Das Wetter war sonnig und mild, doch der Wind hatte wieder aufgefrischt. Bei wetter.de meldeten sie für 16 Uhr diese Windgeschwindigkeiten: Tempo 50 km/h und Böen 80 km/h. Bei solchem Wind war ich noch nicht gefahren. Auf den Weg zum Wald musste ich mich bei starken Böen bemühen, das Gleichgewicht zu halten. Absteigen musste ich aber erst an der Kotteritzer Straße, aber nicht wegen Wind, sondern wegen eines spät blinkenden Blechlemmings. Viele Autofahrer versuchen, an dieser Stelle Energie zu sparen und setzen beim Abbiegen auf die Pappelstraße nicht den Blinker. Vielleicht sind sie auch nur zu faul.
Im Wald war der Wind noch deutlich zu spüren, hatte aber auch einen Vorteil: Obwohl es in der Vornacht während eines Gewitters viel geregnet hatte, waren die Wege abgetrocknet. Auf dem Weg zur Zschechwitzer Straße sah ich eine Kiefer, deren Krone abgebrochen war. Die Krone lag auf der anderen Seite des Weges. Noch vor der Zschechwitzer Straße hatte es einen Baum ganz umgelegt. Das Stück, das auf dem Weg lag, hatte man aber schon herausgesägt und so konnte ich die Fahrt ungestört fortsetzen. Beim Überqueren der Straße musste ich aufpassen. Bei dem Windlärm wären Autos nicht zu hören gewesen und so musste ich genau hinsehen. Zugleich musste ich aufpassen, dass mich der Wind nicht wegtreibt. Danach kam ich ohne Probleme zur Zwickauer Straße. Die Sonne stand noch ein paar Grad über dem Horizont und so schätzte ich, dass die Zeit reicht, um noch zum Märchenbrunnen zu fahren. Am waldseitigen Weg neben der Hellwiese hatte Kyrill drei Bäume umgelegt. Zwei Pappeln hatten über dem Weg gelegen, aber auch hier hatte man den Weg freigesägt. Auf dem trockenen Weg kam ich mit völlig sauberen Stiefeln am Märchenbrunnen an. Die betonierte Fläche um den Brunnen herum und der Brunnen selbst waren vom Gewitterregen geflutet worden. Ich wollte wissen, wie tief das Wasser ist und lief durch. An der tiefsten Stelle ragten die Stiefel an der höheren Außenseite etwas mehr als eine Handbreit aus dem Wasser, was eine Wassertiefe von ca. 35 cm ergibt. In der Mitte setzte ich mich auf den Brunnenrand und machte eine Pause. Dann fuhr ich weiter. Bei der Waldeinfahrt blieb ich irgendwo hängen, konnte dann aber weiterfahren. Später rutschte ich auf einem Ast weg und musste nochmal aufsteigen. Die weitere Fahrt war zunächst einfach. Die Dunkelheit machte sich zunehmend bemerkbar, aber es ging noch problemlos ohne Licht nach vorn. Nach der letzten Kurve im Wald drehte der Wind stark auf. Er blies ...zig Sekunden lang fast konstant von hinten. Das war fast, wie mit Rückenlehne fahren und fühlte sich angenehm an. Als ich die Waldausfahrt erreichte, ließ der Wind nach. Auf den Wegen in Südost war der Wind sehr böig und änderte die Richtung. Beim Gegenhalten kam ich manchmal ein starke Seitenlage und war mehrfach drauf und dran, abzusteigen. Es ging aber gut. Auf den letzten ca. 200 Metern regnete es, obwohl über mir der Himmel fast wolkenlos war. Der Wind hatte den Regen von einer Wolke herangetragen, die sich hinter Häusern versteckte.
Bei ersten Einlogversuch, um diesen Post einzutragen, stürzte Firefox ab.

17.1.07

Ein Abend mit beiden Einrädern

Am Wochenende hatte ich bei einem Feuer zu tun, bei dem eine große Menge Weihnachtsbäume verbrannt wurden. Das kam bei der Bevölkerung gut an. Ca. 1200 Menschen waren da, darunter viele Familien mit Kindern. Zuvor hatten sich ein paar Hundert an einem Fackelzug vom Capitol zum Festplatz beteiligt. Durch diese Veranstaltung kam ich am Wochenende nicht zum Einradfahren. Auch am Montag und gestern hielten mich Veranstaltungen vom Fahren ab und so klappte es erst heute wieder. Ich hatte mir vorgenommen, nach 20 Uhr wieder zum Parkplatz von Netto und Schlecker zu fahren. Zuvor bekam ich Lust, einmal wieder mit dem 26er zu fahren. Dieses hatte ich seit Ende November nicht mehr benutzt. Nach ein paar Übungen klappte der Aufstieg und kurz nach 19 Uhr fuhr ich los. Als ich aus dem Windschatten des Hauses herausfuhr, bekam ich starke Windböen zu spüren. In der S-Kurve hatte ich dabei leichte Probleme, mich auf dem Rad zu halten. Auf der Geraden störte der Wind dann nicht mehr so sehr und ich saß wieder einigermaßen gemütlich auf dem Sattel. Ich fuhr eine Buchenringrunde ohne Unterbrechung und beendete die Fahrt an der Haustür, weil ich ja noch mit dem 20er fahren wollte.
Zu Hause zog ich die Stiefel aus und machte eine kurze Pause, in der ich den Text als Entwurf in das Blog schrieb, um ihn nach der Fahrt mit dem 20er abzuschließen.
Um 20 Uhr fuhr ich dann mit dem 20er los. Dazu musste ich mich wieder umgewöhnen vom trägen 26er auf das feinfühligere Muni. Nach einigen Metern war das erledigt und als ich in Windböen geriet, war das kleine Einrad wesentlich leichter zu kontrollieren. Zum Parkplatz kam ich ohne Unterbrechung und fuhr dort einige Kreise und Achten. Dann fuhr ich durch die Dunkelheit zum früheren Sechseck und zurück. Auf dem Rückweg riss die Wolkendecke auf und gab den Orion frei. Das lenkte mich ab. Ich fuhr in ein Loch und stand plötzlich mit den Füßen auf dem Boden. Dann fuhr ich noch eine Weile auf dem Parkplatz herum. Dabei nahm der Wind an Stärke zu. Zuvor hatten sie im Radio Orkanwarnungen gegeben.
Bevor ich heimfuhr, kam ich auf die Idee, den Komplex auf dem oberen Fußweg zu umrunden. Das lief zunächst gut an. Mit der Lampe konnte ich die Löcher sehen und das Überqueren der Straßen klappte auch. Doch vor dem ex-Jugendclub, wo der Platz relativ gut ausgeleuchtet ist, blieb ich an einer Kante hängen. Das Aufsteigen gelang dann nicht sofort, weil der Wind mich seitlich wegdrückte. Als ich dann endlich wieder sicher auf dem Sattel saß, bereitete der Wind kaum noch Probleme und zum Spaß fuhr ich noch ein paar Achten, bevor ich dann nach Hause fuhr. Während ich zuvor mit dem 26er die Buchenringrunde störungsfrei fahren konnte, wurde sie nun wieder von dem Blechlemming versperrt, der vorige Woche schon aufgefallen war.
Hinterher gab ich der Empfehlung nach, vom alten Blog auf die google-Version zu wechseln. Das hätte ich nicht tun sollen, denn dabei ging der zuvor gespeicherte Entwurf verloren und ich musste von vorn anfangen. Jetzt nimmt das neue Blog die Wortbestätigung nicht an. Mal sehen ob das noch etwas wird... Vielleicht braucht man besondere Browser oder Betriebssysteme.
P.S. Nach ein paar Minuten war der Post dann in zwei Versionen da und bei vorangegangenen Posts waren Kommentare anonymisiert, z.B. der von Monty beim Post vom 10.1.

12.1.07

Nach Feierabend zur Zwickauer Straße

Heute hatte ich zeitig Feierabend gemacht und konnte dadurch noch eine kurze Tour durch den Wald zur Zwickauer Straße fahren. Nach einer stürmischen Nacht hatte sich der Wind so weit abgeschwächt, dass ein sicheres Fahren möglich war. Kurz nach dem Start in Südost musste ich trotzdem einmal absteigen, weil ein Hund vor das Rad gelaufen war. Nach der gewohnt morastigen Waldeinfahrt erlebte ich eine positive Überraschung. Der Weg war unerwartet trocken und es ließ sich wundervoll leicht fahren. Vom Sturm heruntergeholte Zweige stellten auch kein Problem dar. Wenn ich darüberfuhr, spürte ich das kaum am Gesäß. So kam ich bequem zur Zwickauer Straße und machte dort auf der Absperrung eine Pause, wie üblich, ohne die Füße von den Pedalen zu nehmen. Bei den guten Bedingungen waren die Stiefel fast sauber geblieben. Ich fand nur ein paar unbedeutende Schlammfleckchen an den Schäften.
Auf der Rückfahrt nahm ich den Weg am Krankenhaus. Bevor ich die Lichtung erreichte, musste ich doch noch einen Morastabschnitt durchqueren. Der Berg am Krankenhaus war dagegen trocken und bei den noch guten Lichtverhältnissen leicht herunterzufahren. Auch danach war alles easy. Nicht einmal die Blechlemminge in Südost störten. Einige Kinder fanden wieder das Einrad interessant. Bei der Volkssolidarität sagte eines: "Du kannst aber fein fahren."

10.1.07

Postrad


Heute klappte es endlich einmal, den Kometen C2006 P1 Mc Naught von Altenburg aus zu beobachten. Er ist der hellste Komet seit über 30 Jahren, aber wegen großer Sonnennähe nur kurz während der Dämmerung zu sehen. Bisher hatten Wolken immer die Beobachtung vereitelt und heute gaben Wolkenlücken kurz vor 17 Uhr für wenige Minuten den Blick auf den trotz der hellen Dämmerung mit bloßem Auge sichtbaren Kometen frei. Danach zog es von Nordwesten her zu. Bis kurz vor 20 Uhr machte ich noch etwas am Rechner, Kometenbilder hochladen und noch ein Bisschen herumkonfigurieren. Praktisch ist ein Esperanto-Tastaturlayout. Mit ^+c bekommt man z.B. ein ĉ. Das läuft parallel zum deutschen Layout. Früher (bei Windows vielleicht jetzt noch?) waren dafür zusätzliche Treiber oder besondere Editoren nötig.
Nebenbei machte ich noch einen Brief fertig, also so ein archaisches Ding, wo Blätter in einen Umschlag gesteckt werden, der zu einem Briefkasten gebracht werden muss. Das ist mühselig, da es nur noch wenige Briefkästen gibt. Weil das Einradfahren auf dem Parkplatz von Schlecker und Netto gestern so viel Spaß gemacht hatte, hatte ich schon fest vor, das heute wieder zu tun. Dabei fiel mir ein, dass es auf diesem Parkplatz einen Briefkasten gibt. Das brachte mich auf die Idee, erstmals mit dem Einrad eine Nutzlast zu transportieren. Bisher war Einradfahren für mich immer der blanke Selbstzweck, weil es riesigen Spaß macht. Andere (s. Montys Blog) transportieren sich wenigstens hin und wieder selbst mit dem Einrad auf dem Weg zur Arbeit. Heute bot sich die Fahrt zum Briefkasten an, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
Bei dem milden Wetter war der Start wieder angenehm. Doch als ich den Windschutz des Blocks verließ, wehte ein heftiger Wind. Ich erwartete, dass der Wind auf dem Parkplatz nicht so stark sein würde, weil dieser teilweise im Windschatten des Waldes liegt. Das bestätigte sich und nach dem Einwerfen des Briefes fuhr ich wieder Kreise und Achten auf dem Gelände. Ab und zu schlugen zwar Böen durch, aber sie störten meine Kreise nicht sehr. 21 Uhr machte ich mich wieder auf dem Weg nach Hause. Die Buchenringrunde war wieder vom selben Blechlemming blockiert, wie gestern und so wählte ich wieder den kürzeren Weg.

9.1.07

Nachtfahrt durch Südost mit Beleuchtung

Das am Sonntag erwähnte Update auf SUSE 10.2 geriet zu einem völligen Neuaufsetzen des Rechners Gestern konnte ich mich nicht um den Rechner kümmern und nachdem heute gegen 20 Uhr das Wichtigste funktionierte, was ich zum täglichen Arbeiten brauche, bekam ich Lust, zur Entspannung mit dem Einrad zu fahren. Das 26er erschien mir dafür zu anstrengend und 20er hat mit dem kleinen Raddurchmesser Probleme an Löchern in Form fehlender oder zerstörter Gehwegplatten. Um die Löcher sehen zu können, befestigte ich eine LED-Leuchte an der Gabel. Weil die Leuchte dort nicht justiert werden kann, strahlt sie zu viel Licht waagerecht nach vorn ab. Ich testete, ob sich so trotzdem fahren lässt.
Ziel war der Parkplatz bei Netto und Schlecker. Während der Hinfahrt durchquerte ich ein paar dunkle Stellen, an denen sich die Leuchte als wirksam erwies. Ich kam ungehindert zum Parkplatz und fuhr dort Kreise und Achten. Das 20er ist sehr wendig und so hatte ich keine Platzprobleme. Das Herumkurven machte enorm Spaß und strengte nicht an. Auch die +13°C Außentemperatur trugen dazu bei, dass sich Alles sehr leicht anfühlte. Nach den Schlammtouren der letzten Zeit war es fast so, als würde das Einrad von selbst fahren. Zwischenzeitlich kamen aus dem Netto ein paar Leute heraus, die meine Fahrerei beobachteten. Später veranstalteten sie mit ihren Blechlemmingen Gewusel, dass ich aufpassen musste. Deswegen fuhr ich durch die dunkle Zone zwischen Kneipe und dem früheren Sechseck, Hier bewährte sich die Leuchte. Dieser Parcours ist ziemlich holprig und im Lichtschein konnte ich die Hindernisse sehen und bequem ausweichen. So kam ich ungestresst und ohne Stöße zum Parkplatz zurück. Dort fuhr ich wieder einige Kreise und Achten. Um eine Pause im Sitzen machen zu können, suchte ich eine geeignete Anlegestelle. Das war nicht so einfach, weil vor dem Geländer eine Autosperre liegt. Schließlich fand ich ein Stück freizugängliches Geländer und hielt dort an. Danach fuhr ich noch eine Weile auf dem Gelände herum, machte noch einen Abstecher in westliche Richtung, der vor einem Schotterparkplatz endete. Hier stieg ich nicht ab, sondern wendete an einem Schild und fuhr nach einer kurzen Pause nach Hause. Dabei hatte ich vor, die Buchenringrunde zu fahren. Nachdem ich in den Seitenzweig der Pappelstraße eingebogen war, verzichte ich darauf, geradeaus zum Buchenring weiterzufahren, weil ein Blechlemming die schmale Straße mittig zugeparkt hatte. So fuhr ich auf dem üblichen Weg an der Volkssolidarität vorbei nach Hause und kam dort seit langer Zeit einmal wieder mit sauberen Stiefeln an. Während der Dreiviertelstunde brauchte ich nie die Füße von den Pedalen zu nehmen.

7.1.07

Am Sonntag zur Umgehungsstraße

Vormittags hatte es geregnet. Am Nachmittag wurde es fast heiter und der Wind ließ nach. Die Pfützen in Südost ließen erahnen, welcher Morast im Wald sein würde und so nahm ich mir eine Fahrt zur Umgehungsstraße vor. Das passte auch von der Zeit her, da ich hinterher noch SUSE 10.2 installieren wollte (weshalb ich jetzt mit dem Notebook schreibe) und noch etwas Luft haben wollte, falls Wolkenlücken endlich einmal den Blick auf den Kometen Mc Naught freigeben sollten. Jetzt sieht es aber so aus, als würde das typisch deutsche Wetter bis zum Ende der Sichtbarkeit des Kometen keine Chance mehr geben würde.
Die Fahrt in den Wald wurde zum Slalom durch Fußgänger(innen)gruppen. Im Wald war der Morast - wie erwartet - krasser, als gestern. An der ersten Kurve begegnete ich drei Jugendlichen. Unter ihnen war ein Mädchen, das fragte, ob es auch mal fahren darf. Ich hielt an und übergab ihr das Einrad. Als sie den Sattel in den Händen hielt, kam es ihr etwas wackelig vor und ihre Beine waren zu kurz. So wurde leider nichts aus den Versuch. Nach der Beantwortung einiger Fragen fuhr ich weiter. Günstigerweise war an dieser Stelle der Boden recht griffig, so dass ich problemlos aufsteigen konnte. Um nicht zu viel Kraft zu verbrauchen, fuhr ich langsam durch den Morast und kam ohne weitere Abstiege zur südlichen Waldausfahrt. Dort machte ich auf einer Bank eine kurze Pause und schaute die schlammverkrusteten Stiefel an. Sie waren auch heute wieder geradeso hoch genug, um Schlamm von der Hose fern zu halten.
Die Weiterfahrt war schön leicht. Endlich hatte ich wieder festen Boden unter dem Reifen. Nur in einer bergabführenden Kurve hatte ich einen Wackler. Bei einem Korrekturmanöver drehte sich das Rad auf der nassen Straße zu weit nach links und die Gegenkorrektur führte in die alte Richtung zurück. Als ich auf der Paditzer Straße zurück zum Wald fuhr, begegneten mir mehrere Fußgänger/-innen, darunter der Feuerwehrkamerad Gerhard Sch. Wahrscheinlich zogen auch sie die befestigten Wege dem Morast im Wald vor.
Beim Verlassen des Waldes musste ich nochmal absteigen, weil Blechlemminge vorübergehend ein großstadtmäßiges Verkehrsgetümmel an der Gabelung inszenierten. In Südost nutzte ich große Pfützen, um den Reifen sauber zu fahren. So beschränkten sich die Reinigungsarbeiten im Wesentlichen auf die Stiefel.
Jetzt ist ein superschönes Abendrot zu sehen. Mit dem Kometen wird es wohl nichts...

6.1.07

Nieselregen und neugierige Kinder

Heute war es mit ca. 10° ungewöhnlich warm. Ich wartete das Ende eines Nieselregens ab und fuhr kurz kurz nach 14:45 los. Seit zweieinhalb Wochen hatte ich nicht mehr die Zwickauer Straße überquert und wollte deswegen zum Märchenbrunnen fahren. In den Wald gelangte ich ohne Unterbrechungen. Die Waldeinfahrt war durch die Regenfälle der letzten Tage stark verschlammt. Wie auf dem Bild zu sehen ist, wäre die Fahrt ohne Stiefel wieder eine ziemliche Sauerei geworden. Neben dem Schlammschutz haben die Stiefel (Dafna Smart) auch den Vorteil, dass sie sehr gut zum Einradfahren allgemein geeignet sind. Die weiche, fast profillose Gummisohle bietet ein optimales Pedalgefühl. Mit 38€ sind sie preiswert, wodurch verkraftbar ist, dass die Kurbeln allmählich für Abrieb sorgen.
Weil ich viel Zeit hatte, konnte ich es mir leisten, langsam durch den Morast zu fahren. Dadurch war es nicht so anstrengend, wie am Mittwoch. So kam ich gemütlich und ohne Schwitzen zur Zwickauer Straße. Unterdessen hatte es wieder mit Nieseln angefangen. Ich überquerte trotzdem die Straße und fuhr drüben weiter. Der Regen nahm zu und so brach ich die Fahrt zum Märchenbrunnen ab und bog rechts ab auf einen Weg, der zur alten Sternwarte führt. Am Waldrand bog ich rechts ab und fuhr ein kurzes Stück parallel zur Zwickauer Straße, bis ich wieder rechts abbog, um auf den Weg zum Turm zurückzufahren. Diese Strecke ist in der Karte noch nicht verzeichnet, weil ich sie nur selten fahre. Als ich auf den Hauptweg zu fuhr, sah ich, dass er danach weitergeht und beschloss, ihm zu folgen. Beim Auffahren auf den Hauptweg geriet ich in tiefen Schlamm. Das Rad drehte durch, griff dann aber wieder und ich konnte den Weg überqueren. Drüben blieb ich aber im Schotter stecken. Auf der Weiterfahrt traf ich am Waldrand auf einem Weg, der zum Hauptweg zurückführte. Diesen nahm ich und kam so zur Zwickauer Straße. Drüben kam ich auf die Idee, auf der Rückfahrt den Schlamm zu meiden und den Radweg an der Umgehungsstraße zu nehmen. Bis dahin traf ich Michael D., der seinen Hund ausführte. Außerhalb des Waldes war der Regen stärker zu spüren und es wehte ein starker Wind. Das war etwas ungemütlich und so kehrte ich vor der Zwickauer Straße an einer Gabelung um. Bevor ich den Wald erreichte, musste ich wegen einem entgegenkommenden Blechlemming absteigen. Beim Wiederaufstieg drehte sich das Einrad mit dem nassen Reifen um 90°. Es blieb jedoch genügen Platz bis zum Straßenrand, dass ich in die gewünschte Richtung lenken konnte.
Zur Zschechwitzer Straße fuhr ich auf dem breiten Hauptweg. Die weitere Fahrt verlief ohne Probleme. Kurz vor der Waldausfahrt bemerkte ein Radfahrer, dass mir immer noch das Vorderrad fehle und eine Mutter erklärte ihrem Kind das Einrad. Als ich an der Haustür ankam, wurden drei Kinder auf mich aufmerksam. Sie baten mich, noch einmal zu fahren. So stieg ich noch einmal auf und fuhr zur Wegegabelung zwischen den Blocks, wendete dort und fuhr zurück. Nachdem ich wieder abgestiegen war stellten die Kinder noch einige Fragen, u.a. wo ich das Einradfahren gelernt habe und wie ein Einrad gelenkt wird.

3.1.07

Erste Fahrt im neuen Jahr 2007

Nach Weihnachten hatte ich nur eine einzige kurze Fahrt gemacht und in diesem Jahr bisher noch keine. Ich wollte endlich einmal wieder fahren und heute kam ich ca. 20 Minuten eher nach Hause, als sonst und fuhr um 16:15 Uhr los, also kurz nach Sonnenuntergang. Es war ein schönes Gefühl, wieder auf dem Sattel zu sitzen, doch ich musste mich wegen der beginnden Dämmerung etwas beeilen.
Auf dem Weg zum Wald musste ich einmal die Fahrt unterbrechen, weil ein Blechlemming die Gehwegauffahrt zugeparkt hatte.
Im Wald war das Fahren heute wieder einfacher, weil der Schnee im warmen Wetter der letzten Tage restlos weggetaut ist. Der dabei entstandene Morast machte die Angelegenheit zwar etwas kräftezehrend, aber es war leicht, das Einrad unter Kontrolle zu behalten. Für mehr, als eine Fahrt zum Wegekreuz reichte die Zeit nicht mehr, weil es immer dunkler wurde. Auf der Rückfahrt musste ich an der Zschechwitzer Straße absteigen, weil Autos auftauchten, nachdem ich keine Möglichkeit mehr hatte, zum Parkplatz des Krankenhauses auszuweichen. Pendeln hielt ich an der abschüssigen Auffahrt nicht lange genug durch.
Als ich drüben wieder aufstieg, war es inzwischen so dunkel geworden, dass ich die Taschenlampe einschaltete. Grobe Hindernisse konnte ich damit sehen, kleine sah ich hin und wieder nicht und es gab beim Drüberfahren merkliche Erschütterungen. Jedoch musste ich deswegen nicht absteigen. Auch in Südost lief es dann glatt. Das Auto, das hinwärts eine Gehwegauffahrt zugeparkt hatte, war inzwischen verschwunden.
Auf meine Website habe ich jetzt eine Detailkarte der Tour zum Wegekreuz hochgeladen.

30.12.06

Schneematsch, Schlamm und Wind

Trotz mehrerer arbeitsfreier Tage fand ich erst heute wieder Gelegenheit zum Einradfahren. Am Donnerstag hatte es stark geschneit, aber nächtlicher Regen und ein sonniger Freitag hatten nicht viel Schnee übriggelassen. Heute war es nun stark windig, aber nicht kalt. Ich kam auch zeitig los und wollte zum Märchenbrunnen fahren. Erste Zweifel am Erfolg einer solchen Mission kamen mir an der Waldeinfahrt. Die war vereist und ich stieg vorsichtshalber ab. Nach wenigen Metern kam Schlamm und ich konnte wieder aufsteigen. Auf der Weiterfahrt wechselten Schlammabschnitte mit verharschtem Schnee ab. Auf beiden Untergründen war das Fahren anstrengend. Zudem musste ich aufpassen, dass ich keine ruckartigen Bewegungen mache. Ich kam so nur langsam voran. Weil Geschwindigkeit nicht zählt, wenn ich Einrad fahre, machte es trotzdem Spaß.
Als ich nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße den breiten Hauptweg zur Zwickauer Straße fuhr, wollte ich aus dem Wald herausfahren, um an der Umgehungsstraße zurückzufahren. Am Waldrand brachte mich starker Wind von dieser Idee ab. So fuhr ich erst mal zur Zwickauer Straße, machte dort auf dem Schlagbaum eine kurze Pause. Dann fuhr ich nach Hause. Dabei fuhr ich den Berg am Krankenhaus herunter. Auch dieser Weg war noch teilweise schneebedeckt. Ich kam jedoch gut voran und musste erst an der Waldausfahrt in Südost wieder absteigen.

25.12.06

Schonfahrt zu Weihnachten

Seit gestern habe ich Magenbeschwerden mit Bauchschmerzen. Dadurch ist auch die Energiezufuhr vermindert. Für einen Spaziergang hätte die Kraft vielleicht nicht gereicht. Glücklicherweise habe ich ein bequemes Einrad, auf dem ich mich im Sitzen fortbewegen kann. Um Anstrengungen zu vermeiden, fuhr ich wieder nur bis zur Zwickauer Straße und zurück. Wetter und Wegeverhältnisse waren wie sonst. Die Fahrt verlief auch sonst ohne Besonderheiten. Das Anstrengende kam zum Schluss, als ich das Einrad wieder in den vierten Stock hochtragen musste.

23.12.06

Kurz zur Zwickauer Straße

Ich hatte gestern verhältnismäßig viel Bier getrunken und dieses ewig trübe Wetter ist auch nicht gerade aufmunternd. So kam ich spät in die Gänge und fuhr erst um 15:30 Uhr los. Für große Touren blieb so keine Zeit mehr. So fuhr ich durch den Wald zur Zwickauer Straße und zurück. Unterwegs blieb ein Kind fasziniert stehen. Es staunte aber nicht wie üblich über das Einrad, denn es sagte zu seinen Eltern: "Der hat ja lange Stiefel, die geh'n ja hoch bis zum Popser!" Diese Überteibung war wohl den schlechten Lichtverhältnissen geschuldet.
Wegen der sonnabendlichen Ruhe verlief die Fahrt völlig störungsfrei. Ich musste nicht einmal die Füße von den Pedalen nehmen, bis ich nach etwas mehr, als einer halben Stunde wieder zuhause ankam.

22.12.06

Zirkusverdacht

Seit Tagen ist das Wetter trübe. Passend zum ohnehin dunklen Sonnenwendetag war es heute besonders stark bewölkt und ziemlich feucht. Es regnete jedoch nicht und solange es nicht regnet, ist es auf dem Einrad immer schön.
Gut am Einradfahren ist, dass man damit oft Kindern eine Freude bereitet. Als ich durch den Durchgang vom Buchenring zur Pappelstraße abbog, staunten zwei Jungen. Später musste ich am anderen Schenkel des Buchenring absteigen, weil so ein Blechlemming den Gehweg zugeparkt hatte. Wenn es eine Tierplage gibt, kümmern sich Jäger oder Kammerjäger darum. So eine Lösung sollte es auch für Blechlemminge geben. ;-) Nachdem ich um das Hindernis herumgelaufen und wieder aufgestiegen war, hatten gerade zwei Mädchen die Pappelstraße an der Kreuzung überquert. Eines fragte: "Sind Sie beim Zirkus?" Ich antwortete: "Nein, ich mache das nur zum Spaß." Als ich schon ein Stück gefahren war rief das Mädchen noch: "Machen Sie das wirklich nur zum Spaß?" Ich antwortete mit Ja.
Im Wald war war ich unentschlossen, welche Tour ich fahren wollte. So fuhr ich erst einmal auf den morastigen Waldwegen zur Zwickauer Straße. Unterwegs traf ich den Langstreckenläufer Steven Michel, der gerade sein Training absolvierte. An der Zwickauer Straße setzte ich mich auf den Absperrbalken und überlegte, wohin ich weiterfahren soll. Angesichts des Schlammes entschied ich mich, den Wald zu verlassen und nochmal die Strecke an der Umgehungsstraße zu fahren. Weil der Wind wie gestern nur schwach wehte, war es dort draußen nicht ungemütlich, nur grau und öde. Weil man auf dieser Strecke auf nichts achten muss, kann man die Wahrnehmung minimieren und das Fahren wird zu einer Art Meditation.
Bevor ich zur Paditzer Straße abbog, fuhr ich an der Gabelung eine Acht. Im Wald nahm ich heute nicht die Abkürzung von gestern, sondern bog wie sonst an der Kreuzung ab. Auf der Weiterfahrt passierte nichts Erwähnenswertes.

21.12.06

Vor dem Geschenkekauf zur Umgehungsstraße

Heute war es so warm, dass ich wieder ohne Handschuhe fuhr. Dafür war der Boden nass, weil es die Nacht hindurch geregnet hatte. Weil ich noch Weihnachtsgeschenke kaufen musste, war die Zeit etwas eingeschränkt. Unter diesen Bedingungen bot es sich an, zur Umgehungsstraße zu fahren.
Als ich kurz nach dem Start den Seitenzweig der Pappelstraße überqueren wollte, wuselten dort Autos und Fußgänger durcheinander. Deshalb überquerte ich die Straße zu Fuß. Als ich drüben war, rief hinter mir eine Frau: "Jetzt will ich sehen, wie Sie da wieder raufkommen." Dieser Aufstieg war dann der letzte für heute. Ich brauchte dann nicht mehr ab- und aufzusteigen, bis ich wieder zuhause ankam.
Die Waldwege waren großenteils mit dünnflüssigen Schlamm bedeckt, der stark spritzte und die Stiefel einsaute. Das Bild zeigt gut die Spritzspur, die der 20"-Reifen erzeugt. Bei einem größeren Rad wären die kniehohen Stiefel wahrscheinlich nicht mehr hoch genug. Die Fahrt durch den Wald verlief trotz Schlamm ohne Schwierigkeiten.
An der Waldausfahrt wollte ich an einem Pfosten anhalten und auf dem Einrad sitzend eine kurze Pause machen. Das ging aber nicht, weil gerade ein Radfahrer auf dem Weg einbog und ich die schmale Stelle frei machen musste.
Draußen, auf den Radwegen wehte nur wenig Wind und es ließ sich sehr schön fahren. Als ich dann wieder in den Wald einfuhr, fiel mir auf, dass ein Abkürzung, die ich bisher wegen zwei tiefen Furchen nie ohne Absteigen befahren konnte, einen ausgebesserten Eindruck machte. Neugierig bog ich auf den Weg ab und die Furchen fehlten tatsächlich. Weiter hinten wurde der Weg zur Buckelpiste. Glücklicherweise ging es bergab und ich blieb nicht an den Buckeln hängen. So erreichte ich die Senke des Weges nach Südost erstmals ohne Unterbrechung.
Als ich in Südost aus dem Wald herausfuhr, fragte ein Mann, ob das nicht gefährlich sei. Als ich das verneinte, schien er dem nicht viel Glauben zu schenken. Auf den Fußwegen von der Volkssolidarität nach Hause wurde es durch Fußgänger(inn)en und Radfahrer(inn)en eng. Deswegen musste ich ein längeres Stück als sonst über holprige Rasenbetonplatten fahren.

20.12.06

Kurze Fahrt zwischendurch

Heute muss ich schon 18:30 Uhr zu einer Beratung und dazu noch etwas vorbereiten. So blieb nur wenig Zeit zum Einradfahren. Zudem wollte ich vermeiden, ins Schwitzen zu kommen, um nicht noch Zeit für das Duschen zu verlieren. Unter solchen Bedingungen ist die Fahrt zum Wegekreuz im Wald gut geeignet. Sie dauert nur wenig mehr, als eine halbe Stunde und wenn ich hinwärts nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße den breiten Hauptweg hochfahre, gibt es keine anstrengenden Stellen. Ich muss dazu den Berg nur langsam hochfahren. Dann kann ich auch bergauf ruhig und entspannt auf dem Sattel sitzen.
Das Wetter war heute etwas ungemütlicher, als gestern. Es war trübe und etwas windig. Bis zur Wende am Wegekreuz verlief die Fahrt trotzdem angenehm. Die Wege waren deutlich trockener, als gestern. Beim Herunterfahren auf dem Berg am Krankenhaus hatte ich heute keine Probleme. Ich fuhr langsam und achtete auf Wurzeln. Dort, wo ich gestern hängenblieb, fand ich noch mehr Wurzeln. Nun ist mir die Stelle bekannt und ich kann das Rad beim nächsten mal wieder schneller laufen lassen.

19.12.06

Am ersten Urlaubstag zum Großen Teich

Ich habe jetzt bis zum Jahresende Urlaub und konnte deswegen schon kurz vor 15 Uhr losfahren, was bis zum Einbruch der Dunkelheit Zeit für eine längere Fahrt gibt. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit weiter abgekühlt, so dass ich heute zum ersten mal seit dem vergangenen Winter Handschuhe auf dem Einrad angezogen habe.
Der Schlamm war heute viskoser (zäher) als am Sonntag und spritzte nicht mehr. Die Stiefel blieben bis zum Schluss sauber. Trotzdem war die Qualität vieler Wege schlechter. Fahrräder haben Spuren eingegraben und die Steine ragen nun höher aus dem Boden. Trotzdem verlief die Fahrt zimelich problemlos. Zum ersten mal absteigen musste ich unvermeidlich, um die Zwickauer Straße zu überqueren. Ich fuhr dann weiter zum Großen Teich und umrundete diesen. Dann fuhr ich an der Südbadseite der Hellwiese zum Märchenbrunnen und machte dort auf einer Bank eine kurze Pause.
Auf der Rückfahrt musste ich seit langem einmal nicht an der Waldeinfahrt absteigen und quälte mich dann zum Turm der Jugend hoch. Dabei kam ich zum ersten mal etwas ins Schwitzen und machte oben eine kurze Pause.
Als ich später den Berg am Krankenhaus hinunterfuhr, gab es den ersten unfreiwilligen Abstieg. Ich war gerade damit beschäftigt, die Nase zu putzen, als ich an einem Hindernis hängenblieb. Das Hindernis war eine mir bisher unbekannte Wurzel.
Als ich unten ankam, bewgte sich eine Meute Blechlemminge auf der Zschechwitzer Straße. Um nicht schon wieder absteigen zu müssen, drehte ich eine kurze Runde über den Parkplatz des Krankenhauses. Als ich wieder an der Straßenüberquerung ankam, war die Luft rein. In Südost musste ich noch zweimal wegen Blechlemminggewimmel absteigen.
Als ich um 16:20 Uhr zuhause ankam, schaltete sich die Straßenbeleuchtung ein.

17.12.06

Kurze Sonntagsfahrt

Von einer Party etwas geschwächt hatte ich mir einen langen Mittagsschlaf gegönnt und es gab noch einiges zu tun, so dass kaum Zeit zum Einradfahren war. Es schien jedoch die Sonne und es war heute immer noch nicht richtig kalt. Als Kompromiss ergab sich die kurze Waldtour zum Wegekreuz nahe beim Stadion. Die Strecke fuhr ich ohne Pause und war nach 35 Minuten wieder zuhause.
In der Nacht hatte es geregnet und es war wieder ziemlich schlammig. Trotzdem waren viele Menschen zu Fuß im Wald unterwegs. Die Fahrt verlief ohne irgendwelche Probleme.
Auf der Rückfahrt in Südost machte eine Mutte ihr kleines Kind auf das Einrad aufmerksam. Das Kind sagte: "Kaputt gemacht." Darauf hin erklärte die Mutter, dass das Einrad nur ein Rad hat und nicht kaputt ist.

13.12.06

Durch Morast zur Hellwiese

In der Vorweihnachtszeit sind die Gelegenheiten zum Fahren rar geworden. Seit der letzten Fahrt gab es einen Wetterumschwung. Es hatte seitdem häufig geregnet. Heute hatte ich frei und nachmittags war es trübe, aber es regnete nicht. Mit 8°C war es auch nicht gerade kalt, nur ein kräftiger Wind war etwas unangenehm.
Wegen dem Wind wollte ich heute nicht an der Umgehungsstraße fahren und fuhr deswegen erstmal zur Zwickauer Straße. Die Wege dorthin waren morastig. Der Schlamm war ziemlich schwer und machte schmatzende Geräusche. Dafür hatte es wenig Neigung zum Spritzen. So bekamen die Stiefel nur wenige Spritzer ab.
Als ich die Zwickauer Straße erreicht hatte, blieb noch genügend Zeit zu einer Fahrt zum Märchenbrunnen. Die Bergabfahrt zum Großen Teich geriet auf dem ersten und dem letzten Stück etwas holprig. Die Regenfälle hatten Rillen ausgewaschen. Später, während der Fahrt an der Hellwiese, sah ich durch eine schmale Wolkenlücke am Horizont ein Stückchen der untergehenden Sonne. Erstaunlicherweise spazierten bei diesen ungünstigen Bedigungen einige Leute auf dem Weg. Beim Einbiegen auf den Weg um den Märchenbrunnen rutschte ich kurz vor der Brücke auf einem schrägen Wegstück seitlich Weg, konnte aber auf dem Sattel sitzenbleiben und weiterfahren. Die Bank fand ich trocken vor und machte eine kurze Pause und fuhr dann auf dem waldseitigen Weg an der Hellwiese zurück. Bei der Waldeinfahrt blieb ich stecken und stieg ein paar Meter weiter oben wieder auf. Die Holperstellen störten relativ wenig und ich kam ohne weitere Abstiege bis zur Zwickauer Straße, wo ich auf dem Schlagbaum sitzend noch eine kleine Pause machte. Dieser Schlagbaum ist praktisch, weil ich nicht die Füße von den Pedalen nehmen muss, um mich dort hinzusetzen.
Zur Zschechwitzer Straße fuhr ich den Berg am Krankenhaus hinunter. Die weitere Waldfahrt war unproblematisch. In Südost musste ich dann nochmal absteigen, weil ein Blechlemmingtohuwabohu entstanden war. Jemand hatte seinen Blechlemming hinter einem Fußgängerüberweg abgestellt um Flaschen in einen am Straßenrand stehenden Altglascontainer zu entsorgen. Es ist oft erstaunlich, was Blechlemmingtreiber so unternehmen, um Fußwege von fünf Metern zu vermeiden. Möglicherweise sondern die Blechlemminge einen Lockstoff ab, der das Belohnungssystem im Gehirn so stimuliert, das es für den Treiber extrem depriemierend ist und sofort zu Entzugserscheinungen führt, wenn er sich vom Blechlemming entfernt. Bei den dahinter blinkenden Autos war nun nicht erkennbar, ob sie abbiegen oder nur am Hindernis vorbeifahren wollten. Es gab auch Gehupe.

8.12.06

Fast wie im Sommer

Nachdem ich in dieser Woche bisher keine Gelegenheit zum Einradfahren gefunden hatte, kam ich heute zeitig von der Arbeit weg und fuhr kurz vor 15:30 Uhr los. Das Wetter war ideal, 15°C und Sonnenschein. Auf dem Weg zum Wald wurde ich von der tiefstehenden Sonne geblendet und musste sie mit einer Hand abschatten. Eine Basiskappe hätte hier gute Dienste geleistet. Im Wald waren die Wege in einem sehr guten Zustand. Es war überall trocken und auf den Wegen lag nur noch wenig Laub. So konnte ich wie im Sommer verspielt im Slalom um die Steine herumfahren. Mit Stiefeln macht das besonders Spaß, weil damit die Füße sicherer auf den Pedalen stehen.
Ich fuhr auf dem breiten Hauptweg durch den Wald und anschließend zur B93N. Beim Verlassen des Waldes wehte ein straffer Wind entgegen. Der war für die Jahreszeit ungewöhnlich warm und störte deswegen nicht. Auf einer Bank am Waldrand machte ich zwei Minuten Pause und wartete, bis die blendende Sonne hinter einer Wolke verschwand. Bei der Weiterfahrt hatte ich den Wind nur kurz gegen mich. Als ich nach ein paar Kurven die lange Gerade an der Umgehungsstraße erreichte, hatte ich Gegenwind. Die weitere Fahrt war sehr angenehm. Nur in Süd-Ost musste ich noch zweimal absteigen, weil viele Blechlemminge unterwegs waren.