13.12.07

Mockern

Gestern Abend bin ich an dem Fahrradladen in der Gabelentzstraße vorbeigegangen (s. 30.11.) und habe dort noch das Einrad gesehen. Das Zwanzigzöller wird mit dem Slogan "Ein Rad - ein Preis" für 49,95 € angeboten.
Ein Nachteil des Einrades ist, dass man auch bergab treten muss. Beim Coasten setzt man die Füße auf die Gabel und lässt das Rad rollen. Für sanfte Abhänge wäre das evtl. eine Lösung. Vor Antritt der Fahrt setzte ich heute mal probeweise einen Fuß auf die Gabel. Dazu musste ich das Bein stark anwinkeln. Auf dem rollenden Rad würde ich das wohl nicht hinbekommen. Wenn doch, würde ich bestimmt nicht auf den Füßen landen, sollte ich das Gleichgewicht verlieren. Da ist es - zumindest auf dem 26er - doch besser, die Abhänge tretend herunterzufahren.
Heute ist der erste Tag meines Weihnachtsurlaubs. Ich hatte zum ersten Mal in dieser Woche Gelegenheit zum Fahren. Mit 5°C war es nicht gerade warm, aber ansonsten war das Wetter freundlich. Ich fuhr erst einmal in den Wald. Die vergangenen Tage waren feucht gewesen und entsprechend schlammig waren die Wege. Schwierigkeiten gab es nicht deswegen. Der bislang bei Schlamm lästige Anstieg nach der Zschechwitzer Straße war heute leicht zu fahren, weil das Laub nu fast völlig beseitigt ist (s. 8.12. u. 4.12.). An der Zwickauer Straße machte ich auf dem Absperrbalken eine Pause. Danach fuhr ich aus dem Wald heraus, wobei ich auf dem Schlamm-Laubgemisch vorsichtig fahren musste. Auf dem Radweg an der Zwickauer Straße/B93 fuhr ich nach Mockern. Das war angenehm. Es ging bergab, es sind schöne Kurven auf dem Weg und an der Auffahrt von der B93N waren keine Autos zu sehen. An Ortseingangsschild von Mockern stieg ich ab und machte eine kurze Pause. Dann ging es heimwärts. Ich hatte jetzt Gegenwind und fuhr deshalb nicht an der B93N zurück, sondern gleich durch den Wald. Dabei gab es keine Besonderheiten. In Südost gab es bei der Volkssolidarität ein Gewusel von Kindern und Erwachsenen. Das hing mit dem Ende einer Feierlichkeit zusammen. Es war jedoch kein Problem, sicher durchzufahren.

9.12.07

B93N - Richtung Kotteritz

Vormittags hatte es geregnet. Nachmittags war es wieder schön. Pfützen und Schlamm kündeten noch vom Vormittagswetter. Ich unternahm eine kurze Sonntagsfahrt mit gemütlichem Tempo. Ich fuhr in den Wald, bog auf die Paditzer Straße waldauswärts ab und fuhr dann an der Umgehungsstraße in Richtung Kotteritz.
Wo die Hochspannungsleitung die Straße schneidet, probierte ich, ob ich mit dem 26er im Pendeln eine 180°-Drehung hinbekomme. Mit dem 20er habe ich das manchmal gemacht, um an einer engen Stelle zu wenden. Mit 26" ist das schwieriger. Das klappte, doch ich stieg gleich ab, um eine Pause zu machen. Wie gestern machte ich ein Streckenendefoto und fuhr wieder nach Hause. Auf der Paditzer Straße fuhr ich Slalom um Schlammhäufchen. Das machte ich nur, weil es Spaß machte. Ich hätte auch geradeaus vorbeifahren können.

8.12.07

An der B7

Am Donnerstag hatte ich nach einer Feierlichkeit in Leipzig übernachtet. Gestern bekam ich einen neuen Drucker geliefert. Der war ziemlich billig, ist aber ein Farblaser, der leise in Fotoqualität durckt, PostScript Level 2 kann und netzwerkfähig ist. Er ließ sich schnell und ohne Probleme auf dem Mac und dem LINUX-Rechner einrichten, doch es blieb dann trotzdem keine Zeit mehr zum Fahren. Dann habe ich noch das Gästebuch neu verlinkt. Es war in den letzten Wochen massiv von Spammern angegriffen worden, die dort Linksammlungen unterbrachten, um ein besseres Ranking in den Suchmaschinen zu bekommen. Das war zwar nicht mehr wirksam, weil das Gästebuch auf Moderation stand, aber die Löscherei brachte Zeit. Nun ist erstmal Ruhe.

Heute früh googelte ich nach Altenburg und Einrad und fand einen Verein, der Einradfahren anbietet. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass dieses Altenburg nicht an der Pleiße, sondern am Neckar liegt. Das ist ein bisschen weit weg...

Heute war es am Nachmittag zunächst sonnig. Weil es kühl und windig war, zog ich mich trotzdem dick an. Kurz nach 15 Uhr fuhr ich los. Auf dem Weg zum Wald war kein verkehrsbedingtes Absteigen nötig. Als ich im Wald die erste Kurve fuhr, sagte ein Mann, dass ich den Lenker in der Hosentasche habe. Das war nicht weit daneben, weil die Hosentaschen nur Zentimeter vom Sattel entfernt sind, mit dem das Einrad gelenkt wird.
Nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße fuhr ich bequem auf dem frisch vom Laub befreiten Weg (s. 4.12.).


Die Arbeiter waren seit Dienstag weitergekommen. Auf diesem Bild ist der Abzweig nach rechts auf den mittleren Weg zu sehen. Von dieser Stelle war der Weg an diesem Tag noch ca. 40 m in Richtung Zschechwitzer Straße mit Laub bedeckt.


Heute war die Grenze an dieser Stelle.

Oben fuhr ich aus dem Wald heraus, um in Richtung Burkersdorf zu fahren. Auf diesem Weg hatte ich starken Gegenwind. Weil ich dick genug angezogen war, war das nicht unangenehm, ich brauchte nur mehr Kraft zum Fahren. An der sonst viel befahrenen Zwickauer Straße brauchte ich heute nicht zu warten und konnte gleich rüberfahren.


In der Zwischenzeit zog es zu und eine ringförmige Wolkenstruktur mit Regen am Horizont machte mir Sorgen. Deshalb fuhr ich nur bis an die Stelle, wo der Radweg an der B7 auf die L2171/Kosmaer Straße trifft.


Die auf dem Bild zu sehende Brücke gehört zur Kosmaer Straße. Die B7 führt unten durch. An dieser Stelle machte ich eine kurze Pause.


Inzwischen hat man angefangen den Abzweig zu einer illegalen Müllhalde umzufunktionieren. Das scheint für Blechlemmingfahrer parktisch zu sein. Sie fahren von der Straße herunter, schmeißen den Müll weg und verschwinden wieder. Früher waren sie nachts in Südost eingefallen. Die dortigen Entsorgungsplätze wurden deshalb mit hohen Gittern und verschlossenen Türen gesichert.

Die Rückfahrt zur Zwickauer Straße war dann wundervoll. Der starke Wind blies nicht mehr ins Gesicht, sondern schob von hinten. Es war ein sehr leichtes Fahren. An der Zwickauer Straße musste ich wieder nicht absteigen. Ein kurzes Stück hatte ich dann Seitenwind und bekam erste Regentropfen ins Gesicht. Dann schob mich wieder der Rückenwind bis zur Paditzer Straße. Dort bog ich waldeinwärts ab. Es wurde schon allmählich dunkel. Deshalb beeilte ich mich, schnell wieder aus dem Wald herauszukommen.

Durch Südost kam ich auch heimwärts ohne verkehrsbedingtes Absteigen. An der Volkssolidarität kam eine junge Frau entegen, die sich freute und "ooh Spitze" rief und nachdem ich micht für das Kompliment bedankt hatte noch "Klasse" sagte.

5.12.07

Mal wieder Münsa und Kotteritz

Heute ist mein letzter Urlaubstag. Das Wetter immer noch sehr windig, aber die Temperatur war mild. Deshalb fuhr seit langem einmal wieder ich eine Tour außerhalb des Waldes. An der Bushaltestelle Pappelstraße bog ich rechts ab in Richtung Münsaer Straße. Der Fußweg dort hin ist ziemlich unbequem, weil die großen Platten uneben liegen, aber so sparte ich ein paar Bergauffahrten.
Ziel war der Wendekreis zwischen Münsa und Vogelsiedlung, den ich am 13.Oktober fotografiert hatte. Auf dem Weg dorthin musste ich die stark befahrene Straße dreimal zu Fuß überqueren. Zuerst an der Ampel bei der Tankstelle, dann in entgegengesetzter Richtung am Sportplatz. Dort ermöglicht eine Fluchtinsel auf der Straßenmitte das sichere Überqueren. Dann fuhr ich die alte Münsaer Straße hinunter und vor Münsa musste ich nochmal die Straße überqueren. Bei früheren Touren hatte ich ein der verkehrsschwachen Mittagszeit die Straße manchmal fahrend überqueren können. Heute begann die Hauptverkehrszeit und es war auch zu Fuß lebensgefährlich, die Straße zu überqueren. Es ging erst, als sich in einer Fahrtrichtung die Blechlemminge stauten.

Dann fuhr ich in Ruhe bergauf zum Wendekreis. Dort testete ich, ob mit schwindlich wird, wenn ich viele Runden schnell auf der Innenbahn fahre. Das 26er eignet sich gut für solche Experimente, weil eine innen nach unten stehende Pedale erst bei mehr als 45° Kurvenlage aufsetzt. Ich drehte etliche Runden, ohne dass mir schwindlig wurde und auch das anschließende Herausfahren aus dem Kreis machte keine Probleme. Dafür wirkte später bei der Fahrt durch den Tunnel das Rippenmuster wie eine Mindmachine.

Die Münsaer Straße überquerte ich auf dem Rückweg wieder zu Fuß, aber lebend. Ich fuhr danach nicht gleich auf der alten Münsaer Straße nach Südost zurück, sondern bog in Richtung Kotteritz ab, um bis zur Paditzer Straße zu fahren. Auf diesem Weg hatte ich mit starken Gegenwind zu tun. Zum Ausgleich hatte ich auf mehreren Anhöhen eine schöne Aussicht. Auf der Paditzer Straße fuhr ich in den Wald dort hatte ich zwar wieder Schlamm unter dem Reifen, dafür störte der Wind nicht mehr. Nachdem ich von der Paditzer in Richtung Südost abgebogen war, wurde der Weg auch trockener. So kam ich auch mit völlig sauberen Stiefeln wieder aus dem Wald heraus. An der Kotteritzer Straße stieg ich wegen zwei nicht blinkenden Blechlemmingen ab und die fuhren tatsächlich geradeaus weiter (s. Post von gestern). Den Rest der Strecke brauchte ich nicht mehr abzusteigen.

4.12.07

Das Blinkverhalten der Blechlemminge

Weil ich bis heute Abend noch etwas für den Astronomieverein vorbereiten muss, blieb nur Zeit für eine kleine Tour durch den Wald. Für eine größere Tour wäre auch der Wind zu unangenehm gewesen. Es war auch kälter, als gestern. Deshalb zog ich eine Jeans über die Radlerhose und fuhr mit Handschuhen.
Kurz nach dem Start musste ich auf zahlreiche Fußgänger aufpassen, die gerade aus einem Bus ausgestiegen waren. Schwierige Situationen ergaben sich nicht dabei. Zum ersten Mal absteigen musste ich an der Kotteritzer Straße wegen Blechlemmingen. Es waren gerade sehr viele Fahrzeuge unterwegs und ich musste eine Weile warten, bis ich die Straße überqueren konnte. Dabei beobachtete ich eine Kolonnentaktik: Das Führungsfahrzeug blinkt und biegt ab. Die anderen folgen, ohne zu blinken. So musste ich die Kolonne abwarten, falls nicht doch einer geradeaus weiterfährt. Das tat dann auch einer.
Ohne weitere Probleme fuhr ich dann zur Zwickauer Straße. Auf dem Weg nach der Zschechwitzer Straße waren die gestern beobachteten Arbeiter bei der Laubbeseitigung ein Stück weitergekommen. Der größte Teil ist aber noch mit dem Schlamm- Laubgemisch bedeckt.
Auf der Rückfahrt nahm ich wie an den letzten beiden Tagen auf Höhe des Krankenhauses den mittleren der drei Wege. Heute war es etwas schwieriger. Zweimal wurde ich von etwas wegen der Laubschicht Unsichtbarem stark abgebremst. Das Rad drehte aber nicht durch und ich konnte weiterfahren. Nach dem Abbiegen auf den Hauptweg zählte ich die Raddrehungen bis zum von Laub befreiten Abschnitt. Es waren 20. Das sind ca. 40 Meter. Dann war es nicht mehr weit, bis ich an der Zschechwitzer Straße wegen Blechlemmingaktivität absteigen musste.
Die weitere Fahrt durch den Wald verlief ohne Besonderheiten. Als ich aus dem Wald herausfuhr, kam ein Blechlemming mit extrem blendenen Scheinwerfern die Kollwitzstraße hoch. Ich steig ab und wartete ab. Unmittelbar vor der Kurve sah ich, dass er blinkte. Der superhelle Scheinwerfer hatte den Blinker überstrahlt. Der Blinker war so schwer zu identifieren, wie Sirius B, der vom viel helleren Sirius A überstrahlt wird.
Bei der Begegnungsstätte der Volkssolidarität musste ich nochmal absteigen, weil ein Blechlemming ein aufwändiges, langwieriges Einparkmanöver durchführte. Es wäre nicht einmal möglich gewesen, zu Fuß vorbeizukommen, außer man rennt einen Hang hoch auf eine Wiese. Während ich herumstand und das Manöver abwartete, fing es an, zu regnen und ein weiterer Blechlemming stellte sich an. Dann brauchte ich nur noch eine Minute bis nach Hause.

3.12.07

Das 26er bei Wind

Heute habe ich Urlaub und konnte deswegen eine Fahrt bei hellichtem Tage unternehmen. Weil der Wind noch stärker war, als gestern, bevorzugte ich wieder eine Waldfahrt. Für Thüringen besteht Windwarnstufe Orange.
Bei der Fahrt durch Südost ließ sich das 26er bei Windböen gut kontrollieren. Nur einmal war ich nach einer Kurve bei einer Bö von vorn stehengeblieben und brauchte etwas Kraft, um das Einrad wieder zu beschleunigen.
Im Wald waren die Wege nach Regenfällen schlechter zu fahren, als gestern. Es ist aber auch unter solchen Bedingungen noch nicht nötig, das Muni einzusetzen. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, sah ich zwei Arbeiter, die das festgefahrene Laub vom Weg entfernten. Auf dem bereits beräumten Stück rollte das Rad schön leicht. Hin und wieder lagen vom Wind heruntergeholte Zweige auf dem Weg. Das 26er rollte problemlos drüber.


Auf dem Weg zur Zwickauer Straße veruschte ich ein paar Bilder vom Fahren aufzunehmen. Durch die lange Belichtungszeit entstanden Bewegungsunschärfen, die eine rasante Geschwindigkeit vortäuschen.

Auf der Rückfahrt nahm ich auf Höhe des Krankenhauses wieder den mittleren Weg.


Hier bin ich noch nicht weit vom Weganfang entfernt. Der besonders schön zu fahrende abschüssige Bereich ist noch nicht erreicht.


Hier geht es allmählich wieder bergauf, bis ich vor der Baumreihe im Hintergrund nach links auf den Hauptweg abbiege.
Die weitere Fahrt nach Hause verlief wie üblich. Zwischendurch gingen kurze Regenschauer nieder.

2.12.07

Mittelweg

Heute überstieg die Temperatur die 10°C-Marke. Dadurch brauchte ich keine zweite Hose drüberzuziehen, was den Fahrspaß etwas erhöhte. Als ich aus dem Windschatten des Hauses herausfuhr, bekam ich jedoch starken Wind ab, der Nieselregen von einer entfernten Wolke heranführte.
Ohne Unterbrechung fuhr ich zur Zwickauer Straße. Weil dort der Absperrbalken nass war und nicht als Pausensitzgelegenheit taugte, fuhr ich gleich wieder heimwärts. Um Wind und Niesel auszuweichen, mied ich die Waldränder. Wenn man die Waldwege auf der Karte ansieht, findet man beim Krankenhaus eine Stelle, an der drei Wege nebeneinander verlaufen. Rechts außen ist der breite Hauptweg. Der hellgrün markierte Weg links außen ist der Berg am Krankenhaus. Den mittleren Weg hielt ich bei Fahrten mit dem Muni für den schwierigsten. Heute probierte ich ihn erstmals mit dem 26er. Bei diesem Weg muss man sich auf der Mitte halten. Die Spur war zeitweilig etwas schmal und am Ende musste ich beim Abbiegen auf den Hauptweg eine flache Böschung hochfahren. Das bereitete keine Probleme und der Weg war insgesamt schön bequem zu fahren. Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten und ich hatte mal wieder eine Fahrt, bei der ich bis nach Hause nie die Stiefel von den Pedalen nehmen musste.

Der Text war ursprünglich länger, allerdings hatte der Rechner Sekunden vor dem Abspeichern einen seltsamen Absturz, bei dem Alles weiter lief, aber Tastatur und Maus nicht mehr funktionierten. So konnte ich mir den fertigen Text ansehen, aber nicht speichern. Auf Experimente mit Abfotografieren und OCR hatte ich keine Lust.

1.12.07

Wieder zum Fußball

Heute fuhr ich wieder einmal mit dem 26er durch den Wald, um Fußballspiele anzusehen. In der Nacht und vormittags hatte es geregnet. Das Fahren im Wald war dadurch anstrengender, als gestern und beim Lenken war manchmal die Glätte zu spüren. Bis zum Waldstadion kam ich, ohne absteigen zu müssen.

Schwierig wurde dann der mit einer dicken Laubschicht bedeckte Weg zum Haupteingang des Waldstadion. Einmal schlitterte ich mit waagrecht stehenden Kurbeln ein Stück geradeaus vorwärts. In Träumen hatte ich öfters herausgefunden, dass ich träume, weil ich auf einem Einrad saß, das wie mit Freilauf rollte, ohne dass ich treten musste. So entstanden luzide Träume. Auf dem nassen Laub entsprach die Erfahrung des Einradfahrens ohne Treten nun für Sekundenbruchteile der Realität. Nach dem Ende der Rutschpartie konnte ich noch ein Stück fahren, aber kurz vor dem Weg zum Stadioneingang musste ich absteigen. Zum Hartplatz ging ich zu Fuß. Auf dem Parkplatz konnte ich nicht aufsteigen, weil Blechlemminge auf engstem Raum manövrierten. Auf dem Weg um das Spielfeld herum hatte ich Probleme, eine geeignete Stelle zum Aufsteigen zu finden und brauchte mehrere Versuche.


Ich verfolgte dann die zweite Halbzeit des Spiels RSA II - Rositz III, das 0:3 endete und das Spiel RSA I -Zehma II. Dieses Spiel endete nach anfänglichem 0:1-Rückstand 4:1. Nebenan spielte Motor gegen Empor Erfurt und gewann ebenfalls 4:1.
Die beiden Fotos machte Valko. Anklicken bewirkt die Anzeige von 800 Pixel breiten Bildern.

Beim Start zur Rückfahrt war ich wieder zu ausgekühlt, um das Aufsteigen gleich hinzubekommen. Irgendwann klappte es dann und ich fuhr ohne Unterbrechung nach Hause.

30.11.07

Testfahrt zum Hartplatz

In den vergangenen Tagen habe ich gesehen, dass ein Fahrradhändler in der Gabelentzstraße ein Einrad im Schaufenster stehen hat. In der Vergangenheit wurde ich gelegentlich gefragt, wo man ein Einrad herbekommt und was es kostet. Vielleicht greifen nun manche von diesen Leuten zu und ich bin dann nicht mehr der einzige Einradfahrer hier.

Heute ist Treppe wischen dran. Zuvor blieb noch etwas Zeit für eine kurze Tour. Ich hatte vor, zu testen, wie nah ich an den Parkplatz beim Hartplatz heranfahren kann. Auf der Fahrt vom letzten Sonnabend zu einem Fußballspiel war ich kurz nach dem Abbiegen vom Weg zur Zwickauer Straße beim Waldstadion abgestiegen, um keine Beschädigung der Kamera zu riskieren. Grob geschätzt musste ich das Einrad dann fast 100 m schieben.

Als ich gegen 15 Uhr startete, herrschte in Südost ein Blechlemmingverkehr, wie ich ihn hier vielleicht noch nie gesehen hatte. Wahrscheinlich hängt das mit der Adventspanik zusammen. Dadurch kam ich nicht in den Wald, ohne zwischendurch abzusteigen. Im Wald war es für die Jahreszeit OK. Der Boden war etwas matschig, aber so wenig, dass kaum etwas an die Stiefel spritzte.

Am Waldstadion bog ich vom Weg zur Zwickauer Straße auf den Weg ab, der am Stadionzaun entlang führt. Nach einem bequemen, breiten Abschnitt wurde der Weg zu einer schmalen Tieflaubrinne. Hier musste ich sehr vorsichtig treten, denn das Rad neigte dazu, durchzudrehen. Weil es bergab ging, kam ich vorwärts. Ich blieb nicht an Wurzeln hängen und konnte auch Bäumen ausweichen. Dann ging es über den Weg zum Stadioneingang. Danach ging es ein paar Meter recht steil bergab. Vor dieser Stelle hatte ich Respekt. Es gefiel mir dann aber, da herunterzufahren. Bevor das Einrad unbeherrschbar werden konnte, wurde der Weg flacher und danach ansteigend. Wenige Meter vor dem Parkplatz am Hartplatz musste ich an einer verschlammten Stelle absteigen. Immerhin hatte ich die 100 m Fußweg deutlich verringert.

Rückwärts musste ich das Einrad dann schieben, denn bergauf kann ich nicht durch Tieflaub fahren. Die Fahrt heimwärts verlief ohne Besonderheiten.

25.11.07

Bilder von gestern und kurze Waldfahrt heute

Valko hatte die Bilder von gestern noch am Abend gemailt. Hier sind sie nun zu sehen. Wenn man ein Bild anklickt, erscheint eine 800 Pixel breite Version.

Hier komme ich gerade am Hartplatz an.


Kurz darauf steige ich bei den Fans ab. Im April 2004 hatte ich einen Abstieg vom 26er gefilmt und eine Zeitlupe angefertigt. Dieses kurze Video als Nächstes zu sehen:



Nach Spielende fotografierte Valko nochmal, als ich zum Sportplatztor fuhr und gerade dabei war, Handschuhe anzuziehen.

Heute war das Wetter heiter, aber sehr windig. Deshalb fuhr ich wieder in den Wald. In sehr gemütlichem Tempo fuhr ich ohne Probleme zur Zwickauer Straße. Obwohl das Wetter nicht schlecht war, sah ich nur wenige Menschen im Wald. An der Zwickauer Straße machte ich eine kleine Pause auf dem Absperrbalken und fuhr dann wieder nach Hause. Vor der Zschechwitzer Straße täuschte der Wind Blechlemminge vor und ich fuhr eine Warterunde über den Krankenhausparkplatz. Als ich wieder an der Straße ankam, gab es weder irritierende Geräusche, noch kamen echte Blechlemminge und ich konnte weiterfahren.
Nach ca. 40 Minuten kam ich wieder zuhause an. Das ist für eine Fahrt mit dem 26er eine lange Zeit. Es war halt eine sehr gemütliche Fahrt.

24.11.07

Mit dem 26er zum Fußball

Zu Fußballspielen auf dem Waldspielplatz oder dem Hartplatz gehe ich fast immer zu Fuß durch den Wald. Einradfahren wäre zwar wesentlich bequemer, doch zum Fußballgucken bin ich meistens dicker angezogen, als zum Einradfahren und die relativ klobige Spiegelreflexkamera wollte ich bisher nicht mit dem Einrad transportieren. So war ich bisher nur einmal mit dem Einrad beim Fußball. Das war am 19. August. Ich hatte damals nur wenig Zeit und musste deshalb ein Einrad nehmen, weil das für mich die schnellste Möglichkeit ist, zum Waldspielplatz zu kommen. Anstelle der Spiegelreflexkamera hatte ich die kleine Digitalkamera mitgenommen, die ich auch sonst zum Einradfahren mitnehme. Mangels Sucher ist sie nicht sehr gut für Sportfotografie geeignet.
Für den ursprünglich spielfreien Sonnabend war kurzfristig ein Nachholespiel Roter Stern Altenburg II - Nöbdenitz III auf dem Hartplatz angesetzt worden. Es sollte 12:15 Uhr beginnen. Das ist ziemlich zeitig. Deshalb entschied ich mich, das 26er zu nehmen, um nicht so früh starten zu müssen. Dazu war ein kleiner Test nötig: Lässt sich das Einrad mit einer dicken Jacke und einer Umhängetasche, in der sich die Spiegelreflexkamera und andere Gegenstände befinden, noch gut fahren? Es ging. Draußen hatte ich zuerst Probleme beim Aufsteigen. Als ich dann auf dem Sattel saß, war alles OK. Bis ich den Hartplatz erreicht hatte, musste ich noch zweimal aufsteigen, was dann sofort klappte.
Als ich am Hartplatz ankam, machte Valko zwei Fotos. Wenn ich die bekomme, habe ich erstmals Einradfotos von mir, die ich nicht selbst mittels Zeitauslöser o.ä. gemacht habe. Sie sind deshalb bestimmt besser.
Das Einrad stellte ich am Geländer ab. Mit den hohen Stiefeln habe ich wohl etwas ungewöhnlich ausgesehen, weil einige Leute danach fragten. Die Stiefel waren auch beim Herumstehen am Spielfeldrand praktisch, weil wasserdicht, warm und bequem.
Weil zuvor noch ein anderes Spiel lief, verzögerte sich der Anpfiff und ich konnte die Partie sogar noch von Beginn an sehen. Das Spiel war schön und erfolgreich. Es endete 4:0 (1:0).


Auf diesem Bild ist das 4:0 zu sehen. Nach Spielende hatte ich Probleme beim Aufsteigen. Durch die Kälte war ich etwas unbeweglich geworden und der Weg war etwas schräg. Deshalb nahm ich einen Zaun zur Hilfe. Als ich nach dem Fußweg vom Parkplatz zum Waldweg nochmal aufsteigen musste, gab es keine solche Hilfe. Bei ein paar Fehlversuchen wärmte ich mich auf und dann klappte es wieder.
Die Fahrt verlief problemlos. Nach dem gestrigen Regen war zwar wieder mehr Schlamm auf den Wegen, doch ließ es sich angenehm fahren.
So bequem hatte ich den Weg zu und von einem Heimspiel noch nie zurückgelegt. Vielleicht werde ich das gelegentlich wiederholen.

21.11.07

Am Buß- und Bettag zum Märchenbrunnen

Heute ist in Sachsen Feiertag und weil ich dort arbeite, habe ich frei und konnte schon zeitig losfahren. Es hatte nun mehrere Tage nicht mehr geregnet oder geschneit und deshalb probierte ich, ob der Märchenbrunnen wieder erreichbar ist.
Bei sonnigem Wetter war die Temperatur auf 9°C gestiegen. Deshalb zog ich heute keine zweite Hose drüber und fuhr auch in dem Sinne freihändig, dass ich keine Handschuhe trug.
Die Waldwege waren zwar noch etwas schlammig, doch das Rad zeigte nur wenig Neigung zum Rutschen. So konnte ich problemlos ein etwas beherzteres Tempo fahren und brauchte in Kurven und bei Ausweichmanövern nicht langsam zu fahren. So kam ich nach einer Viertelstunde Fahrt an der Zwickauer Straße an. Die Fahrt zum Großen Teich verlief auch problemlos. Zum Märchenbrunnen fuhr ich an der Südbadseite der Hellwiese. Gegen Ende musste ich einen Pfützenslalom fahren. Das war nichts Ungewohntes und ich kam sogar mit völlig sauberen Stiefeln beim Märchenbrunnen an.


Dort stand die Ringmauer wie zueletzt vollständig unter Wasser. Die Bänke standen außerhalb des Wassers, aber im Morast.


Die Unterwasserflora hat sich inzwischen weiterentwickelt. An Tieren waren nur ein paar kleinere Insekten zu sehen.
Auf dem Heimweg nutzte ich zunächst den Feldweg durch das Maisfeld zu Fuß. Der war heute so verschlammt, wie ich es noch nie erlebt hatte.


Der klebrige Schlamm haftete auch an dem profilarmen Reifen des 26ers. Als ich den Waldrand erreichte, sah er so aus. Auf dem weiteren Weg zur Aufstiegsstelle bei der Halbkreisbank schob ich das Rad durch Brennnesseln und ließ einen Stock am Reifen schleifen, um Schlamm loszuwerden.


Kurz vor der Halbkreisbank fotografierte ich eine Bohrung, die im Dreieck abgesperrt ist. Solche Bohrungen sah ich heute viele. Mal sehen, ob bei späteren Fahrten der Zweck erkennbar wird.


An der Aufstiegsstelle sah das Einrad dann so aus. Das genügte erst einmal. Es war fahrbereit und der Rest machte keine Sorgen, weil die Stiefelschäfte auch am unteren Totpunkt Reifen und Gabel überragen.

Deshalb beließ ich die Stiefel in diesem Zustand und fuhr nach Hause. Die Fahrt war bequem und störungsfrei. Erst in Südost musste ich bei der Volkssolidarität absteigen. Blechlemminge hatten sich gegenseitig blockiert. Zuhause brauchte ich zum Säubern der Ausrüstung so viel Zeit, wie lange nicht mehr.

19.11.07

Nachts Brief weggebracht

Im vergangenen Winter und dem Herbst davor hatte ich hin und wieder kleine Nachttouren durch Südost unternommen. Meist war ich zum Parkplatz vor Netto/Schlecker gefahren, um dort Runden zu drehen. Anfangs hatte ich das 26er benutzt, hatte dann aber das wendigere 20er vorgezogen. Damit konnte ich schön Achten und Kreise fahren.
In den letzten Wochen hatte ich manchmal darüber nachgedacht, wieder damit anzufangen. Heute hatte ich nach Einbruch der Dunkelheit vergeblich darauf gewartet, dass es aufklart und nebenher einen Brief (so einen konventionellen aus Papier mit Briefmarke) geschrieben. Da fiel mir ein, dass ich den Brief gleich mit dem Einrad zum Briefkasten auf dem genannten Parkplatz bringen könnte, wie ich es einmal am 10. Januar gemacht hatte. Ich nutzte das 26er und war schnell dort. Der Parkplatz war schön leer und verleitete mich dazu, ein paar Kreise und Achten zu fahren. Das ging heute auch mit dem großen Einrad so gut, dass es Vergnügen bereitete.

18.11.07

Fahrt an der B93N

Der Sonntagnachmittag war trübe, aber trocken. So bot sich wieder Gelegenheit für eine Fahrt mit dem 26er. Um nach den Schlammtests einmal wieder festen Boden unter dem Reifen zu haben, wollte ich auf dem Radweg an der B93N fahren.
Auf dem Weg dorthin fuhr ich bis zur Paditzer Straße durch den Wald. Trotz der schlammigen Bodenverhältnisse gingen dort erstaunlich viele Leute spazieren. Ein Mann fragte: "Ist das nicht ein Bisschen glatt?" Das Abbiegen auf der glatten Wegekreuzung gelang dann ohne Rutschen und der Pfützenslalom zum Waldrand ließ sich sproblemlos fahren. An der B93N fuhr ich zunächst in Richtung Südwestlich. Am Wegenede fuhr ich den Abhang hinunter, wendete unten auf der Gabelung und fuhr wieder zurück. In Richtung Kotteritz fuhr ich durch bis zum Hochspannungsmast vor dem Abhang durch (s. z.B. Fahrt vom 3.8.07) . Dort gelang es mir, auf einer Feldausfahrt zu wenden. Nach einer halben Stunde ununterbrochenem Sitzen verlangte das Gesäß noch nicht nach einer Pause und ich fuhr heimwärts. Absteigen musste ich erst, als ich Südost wieder erreicht hatte. Auf der schmalen Wegauffahrt bewegte sich langsam eine Familie mit Kinderwagen. Ich versuchte, außen herum zu fahren und eine andere Wegauffahrt zu nehmen. Dazu war jedoch der Winkel zu spitz bzw. die Steigung zu groß. Später kam ein Junge mit einem Fahrrad entgegen. Als er mich sah, machte er einen Wheelie und sagte: "Das kann ich auch."
Nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde kam ich zuhause an. Danach habe ich mich online an einer Petition für ein Gesetz gegen Lichtverschmutzung beteiligt. Lichtverschmutzung bedeutet Aufhellung des Nachthimmels durch Skybeamer, Werbeanlagen und schlecht konstruierte Beleuchtungen. So etwas erschwert astronomische Beobachtungen, stört die Orientierung von Insekten und Vögeln und trägt auch indirekt durch Energieverbrauch zur Umweltverschmutzung bei.
Wer sich an der Petition beteiligen möchte, folge dem Link. Ich war der 973. Unterzeichner.

17.11.07

Schlammtour mit wenig Profil

Das schlechte Wetter der letzten Tage hatte dazu geführt, dass sogar Fußballspiele auf dem Hartplatz abgesagt wurden. Immerhin regnete es heute nicht, es war nur trübe. Diese Bedingungen reichten aus für eine Fahrt.


Ich nahm wieder das 26er. Es ist erstaunlich, dass es sich mit diesem Profil auf nassem Laub und Schlamm fahren lässt. In Südost waren die Wege etwas abgetrocknet und es gab noch ein paar größere Pfützen. Die Gehwegauffahrten führten durch die größten Pfützen. Nach einer Gehwegauffahrt fuhr ich an einer Gruppe Jugendlicher vorbei und ein Mädchen rief: "Geil!" oder so etwas Ähnliches.
Im Wald waren die Bedingungen wie vorgestern. Ohne Störungen kam ich zur Zwickauer Straße und machte dort eine kurze Pause.


Das glatte Profil hat auch einen Vorteil: Es nimmt nicht viel Schlamm an. Dadurch bekomme ich den Reifen hinterher leicht sauber und die Stiefel werden nicht so eingesaut, wie auf dem Muni.


Dann machte ich mich auf den Heimweg. Auf dem Bild ist der Weg von der Zwickauer Straße in Richtung Stadion zu sehen. Hier ließ es sich noch leicht und entsapnnt fahren. Dann wurde es schwieriger, weil ich auf die Idee kam, den Berg am Krankenhaus hinunterzufahren. Dort gibt es Abschnitte, wo der Schlamm sehr schmierig ist, ich muss Rillen schräg durchqueren und Wurzeln ausweichen.

Ein Video von einer Fahrt mit dem Muni den Berg am Krankenhaus herunter hatte ich im Mai aufgenommen. Heute rutschte ich mit dem 26er hin und her. Das war ziemlich stressig, ich kam aber runter, ohne absteigen zu müssen.
Um an der Zschechwitzer Straße nicht wegen Blechlemmingen absteigen zu müssen, bog ich zum Parkplatz des Krankenhauses ab, um dort eine Warterunde zu drehen. Mit dem kleinen Muni hatte ich das öfters gemacht. Mit 26" ging das nun auch sehr gut. Die weitere Fahrt nach Hause verlief ohne Besonderheiten.

15.11.07

Schnee und kleiner Unfall

Heute hatte ich frei und 14:45 einen Termin bei der Zahnärztin. Auf dem Weg dorthin schneite es. Die Behandlung fiel glimpflich aus. Es wurde nur Zahnstein entfernt. So war ich nach wenigen Minuten wieder draußen, erwischte gleich einen Bus und war kurz nach 15 Uhr zuhause. Inzwischen schien die Sonne und ich nutzte die Gelegenheit für eine Einradfahrt.


Bei einem Blick aus dem Fenster zeigten sich die Wege nass, aber schneefrei. So nahm ich das 26er. Auf halbem Weg zum Wald kam es zu einem harmlosen Sturz. Eine Familie mit zwei Kindern hatte mich bemerkt und die halbe Wegbreite freigegeben. Als ich gerade durch die Lücke fahren wollte, erschrak ein Kind und lief genau vor das Rad. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, stieg ich nach hinten ab. Ich kam zuerst mit dem rechten Fuß auf der schneeglatten Wiese auf und rutschte aus. Dabei rutschte ich langsam gegen das Kind. Zu Schaden kam niemand.

Im Wald war es deutlich morastiger, als vorgestern. Das Rad ließ sich trotzdem sicher und entspannt fahren. Ich fuhr zur Zwickauer Straße und von dort durch den wald wieder nach Hause, ohne nochmal die Füße von den Pedalen nehmen zu müssen.


Dass es heute schlammiger war, als beim letzten Mal ist auch an den Stiefeln erkennbar. Aber auch heute reichte die Schaftlänge aus.

13.11.07

Schlechtwettertest

Meine letzte Fahrt war eine Woche her. Damals wollte ich testen, ob ich mit dem 26er auf verschlammten Waldwegen fahren kann und ob meine Stiefel hoch genug sind, um vor herumspritzendem Schlamm zu schützen. Wegen Regen musste ich diesen Test beenden.
Inzwischen hatten die Überreste eines Hurricans Deutschland überquert und hier große Mengen Regen und Graupel abgeladen. In der letzten Nacht und vormittags hatte es wieder ergiebig geregnet.

Nachmittags sah das Wetter etwas besser aus. Zumindest regnete es zunächst nicht. Wegen der Kälte zog ich eine ausgediente Jeans über die Radlerhose. Ähnliches hatte ich im letzten Winter mit einer dünneren Hose gemacht, die ich jetzt aber nicht mehr habe. Probeaufstiege klappten problemlos. Inzwischen hatte es wieder zu regnen angefangen. Bis der Regen wieder aufhörte, saß ich ein Bisschen Probe, pendelte auch etwas, um derweil zu testen, wie sich der Viscount-Sattel mit zwei Hosen übereinander anfühlt. Es war bequem und das Sattelgefühl hielt ich für gut.

Nachdem es nur noch etwas nieselte, fuhr ich los. In Südost musste ich zahlreichen Fußgängern ausweichen, die auch die Regenpause nutzten. Im Wald waren dann nur sehr wenige Leute anzutreffen. Der Weg bis zur ersten Kurve war nur wenig mit Laub bedeckt und leicht zu fahren. Dann hatte ich mit einer dicken Laubschicht zu tun. Beim Drüberfahren war deutlich zu hören und zu spüren, wie das Rad Wasser herauspresste. Zum Fahren brauchte ich mehr Kraft, als auf trockener Strecke. Es war auch zu spüren, dass es glatt war. Bei ruhigem, gleichmäßigem Fahren störte das nicht.sehr. Ich fühlte mich auch unter diesen Bedingungen wohl auf dem Sattel und empfand die Fahrt als angenehm.

Bis zur Zwickauer Straße hatte ich kein einziges Mal absteigen müssen. Dort waren die Stiefel noch erstaunlich sauber. Das lag wohl auch daran, dass der Schlamm großenteils mit Laub bedeckt war. Ein anderer Grund dürfte das sehr flache Profil des Reifens sein. Bei manchen Schlammfahrten mit dem Muni sah das anders aus. Beispiele sind u.a. in den Posts vom 21.12.06, 3.3.07 und 23.3.07 zu sehen.


Am Wegesrand war noch Graupel zu sehen. Zu Beginn der Rückfahrt wurde das Nieseln wieder stärker. Das währte jedoch nicht lange und ich kam trocken nach Hause. In Südost musste ich bei der Volkssolidarität erstmals absteigen. Eine große Menge Blechlemminge fuhr gleichzeitig los und drängte sich unter gegenseitiger Behinderung nach draußen.


Nach den letzten Pfützen auf dem Gehweg des Buchenring sahen die Stiefel immer noch nicht sehr verschmutzt aus. Lediglich nahe der oberen Schaftenden häuften sich Schlammspritzer.
Der Test war damit erfolgreich. Das 26er eignet sich als Schlechtwetter-Einrad und die Stiefel sind - wie auch auf dem Muni - gerade so hoch genug.

6.11.07

Regentag

Heute gab es ergiebige Regenschauer und starken Wind. Das Schlammzeitalter kündigt sich an. Nach dem Ende eines Schauers kam ich auf die Idee, zu testen, ob ich das 26er unter solchen Bedingungen noch fahren kann und ob die Stiefelschäfte hoch genug sind, um die Spritzer abzuwehren.
Auf dem Weg zum Wald kam ich zunächst nicht schnell voran, weil zahlreiche Menschen die Regenpause nutzten, um diverse Angelegenheiten, wie das Abholen von Kindern, zu Fuß zu erledigen. Die Wegen in Südost waren mit zahlreichen Pfützen bedeckt. Beim Hindurchfahren spürte ich keine Spritzer. Die Stiefel waren offenbar hoch genug.
Im Wald waren die Bedingungen nicht gut für den Test. Der Wind hatte Laub weggefegt und der Weg war zwar an der Oberfläche sehr nass, aber der Boden darunter hatte noch keinen Schlamm gebildet. Das Fahren war genau so leicht, wie sonst. Bevor ich die erste Kurve im Wald erreichte, sah ich dunkle Wolken aufziehen. Deshalb nutzte ich die Verbreiterung des Weges an der Kurve zum wenden. Trotz der Nässe rutschte das Rad dabei kein Bisschen weg. In Südost fing es dann schon an, zu tröpfeln. Vor der Begegnungsstätte der Volkssolidarität vollführten mehrere Blechlemminge ein Menuett. Deshalb musste ich dort langsam fahren. Auf den letzten Metern bis zur Haustür setzte der Regen voll ein. Doch ich kam noch weitgehend trocken an.

5.11.07

Wege beim Turm der Jugend


Ich hatte bis zum Frühjahr über eine dann abgebrochene Sanierung des Fußweges vor dem Haus, in dem ich wohne, berichtet. Dabei war eine Lücke geblieben, an der ich etwas aufpassen musste. Die Lücke wurde im Oktober geschlossen. Der dunkle Bereich rechts im Bild ist der sanierte Abschnitt. Die hellen Platten daneben sind der Lückenschluss. Links sind noch zwei Platten zu sehen, die neu ausgerichtet worden sind und nun auch keine Gefahr mehr darstellen. Der Weg fällt zwar noch nach den Seiten ab, ist aber leicht zu fahren.

Am Wochenende hatte ich an der VdS-Tagung in Stuttgart teilgenommen und deshalb keine Gelegenheit zum Fahren gehabt. Heute hatte ich frei und wieder etwas Zeit für eine kleine Tour. Bei sonnigem Wetter und 9°C fuhr ich ohne besonderes Ziel mit dem 26er in den Wald. Nach feuchtem Wetter am Wochenende war das Laub auf den Wegen teilweise feucht. Das Rad ließ sich trotzdem gut fahren. Störend war manchmal die Blendwirkung der tief stehenden Sonne. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte und den Waldweg bergauf fuhr, wich ich Fußgängern ins tiefe Laub aus und rutsche auf einem Stein aus. Der Stein hatte sich dabei gelockert. Ich warf ihn in den Wald, um die Gefahrenstelle zu entschärfen und fuhr dann weiter.


Vor der Zwickauer Straße machte ich eine Pause auf dem Absperrbalken. Im Vergleich mit ähnlichen Aufnahmen vom 20er ist zu sehen, dass der Sattel höher liegt. Er befindet sich oberhalb der Beine und nicht zwischen ihnen. Das höhere Sitzen verschönert das Erlebnis Einradfahren. Interessant wäre einmal eine Giraffe. Darauf sitzt man noch deutlich höher. Das Aufsteigen ist aber wohl beträchtlich schwieriger.
Auf der anderen Seite probierte ich, ob ich mit dem 26er eine Runde um das frühere KJC am Turm der Jugend fahren kann. Man muss dabei zwischen zur Absperrung ausgelegten Baumstämmen hindurch fahren, am Waldessaum Slalom um Schlaglöcher fahren und dann auf einen schmalen Pfad am Zaun abbiegen. Die erste Runde klappte ohne Probleme. Bei der zweiten Runde blieb ich in der Nähe der Gaststätte am Waldessaum an irgend etwas hängen und machte einen weiten Absprung.
Danach fuhr ich noch ein paar Wege zwischen Turm der Jugend und Zwickauer Straße. Auf dicker Laubschicht und Split rollte das Rad nicht sehr leicht, ließ sich trotzdem sicher Fahren.


Danach fuhr ich noch an der Umgehungsstraße bis zur Paditzer Straße und machte während der Fahrt ein paar Bilder vom Rad. Einen interessanten seitlichen Schatten fotografierte ich kurz vor der Einfahrt in den Wald. Die weitere Heimfahrt verlief ohne Erwähnenswertes.

1.11.07

Kurze Waldrunde schnell gefahren

Nachdem sich Komet Holmes gestern Abend noch schön hatte beobachten lassen, war es heute wieder trübe. 13:07 fuhr ich mit dem 26er los und wollte wegen Zeitmangel nur eine kurze Waldtour machen. Mit dem 26er war das bisher meist eine Fahrt zur Zwickauer Straße und zurück.


Unterwegs kam ich auf die Idee, die bei den Karten (das Bild hier ist nur ein Stück Screenshot) eingezeichnete kurze Waldrunde ohne Pause durchzufahren und dabei unter einer halben Stunde zu bleiben. Mit dem 20"-Muni brauche ich 35 Minuten. Mit dem 26er bin ich anderthalb mal schneller. So erschien das realistisch. 13:07 Uhr war ich losgefahren und wenn ich bis 13:22 Uhr den Wendepunkt erreichten würde, wollte ich den Versuch fortsetzen.
Den Wendepunkt erreichte ich 13:20 Uhr. Dann ging es den Berg am Krankenhaus hinunter und weiter nach Hause. Dort kam ich 13:31 Uhr an. Ich hatte 24 Minuten gebraucht. Von Vorteil war, dass ich nirgends absteigen musste.