14.8.06

Lars getroffen und mit beiden Einrädern gefahren

Ein Bisschen ist der Sommer zurückgekehrt. Es ist zwar noch kein Badewetter, aber zum Fahren mit kurzen Hosen reichte es heute. Kurz vor 18 Uhr fuhr ich los. Wie vorigen Dienstag begeneten mir unter ähnlichen Bedingungen gut gelaunte Menschen. Während ich die Pappelstraße in Richt Wald entlang fuhr, grüßten von der gegenüberliegenden Seite zwei Frauen mit Kinderwagen und eine spendete Beifall. Im Wald grüßte ein Radfahrer. Es war mein alter Schulfreund Lars, der jetzt in Markkleeberg wohnt. Er war unterwegs, um Freunde zu besuchen und wollte dabei auch zu mir. So begeneten wir uns eher, als geplant. Seltsamer Zufall...
Nachdem wir uns über alte Zeiten und anderes unterhalten hatten, fuhren wir in entegengesetzte Richtungen weiter. Danach war der Wald mit Läufer/-innen gefüllt. Zuerst rannte eine Gruppe Frauen an mir vorbei. Später begegnete ich ihnen wieder, weil ich einen kürzeren Weg zum Wegekreuz im Feld G3 (s. Karte), wo ich umgekehrte, genommen hatte. An der Zschechwitzer Straße lief mir eine größere Gruppe entgegen. Es war die zweite Fußballmannschaft des Roten Stern. Ihnen folgten noch einige Einzelläufer/-innen und Kleingruppen.
Nachdem ich freie Aufstiege mit dem 26er hinbekommen hatte, plante ich, den nun größeren Aktionsradius zu nutzen, um nach 20 Uhr zum Parkplatz vor Netto und Schlecker zu fahren. Dann ist der Parkplatz fast leer. Das 26er hat den Nachteil, dass ich es zur Zeit nur mit Stiefeln fahren kann. Beim heutigen Wetter war mir nicht nach Stiefeln und so schien die Aktion heute noch nicht dran zu sein. Dann ging doch noch ein Schauer nieder, der gute Bedingungen für Stiefel mit sich brachte. So fuhr ich dann kurz entschlossen los. Mit den neuen Pedalen konnte ich nun problemlos durch Pfützen fahren, ohne den Halt zu verlieren. So kam ich schnell und sicher zum Parkplatz, wobei ich sicherheitshalber zum Überqueren der Straßen abstieg.
Auf dem Parkplatz drehte ich einige Runden. Der Wendekreis war natürlich merklich größer, als beim 20er. Trotzdem waren Achten möglich. Zwischendurch umrundete ich das Sechseck. Ich staunte, wie ruhig das Rad über die holprigen Platten rollte. Auf solchem Untergrund gleicht der große Raddurchmesser den dünnen Reifen aus. Nach dieser Erfahrung probierte ich auf der Rückfahrt, den Buchenring ohne Absteigen zu überqueren. Das klappte auch.
In der Zwischenzeit hatte auch Monty so ein Problem mit ungleichmäßiger Reifenabnutzung, wie ich vorige Woche beim Muni und musste auch die Pedalen versetzen.

13.8.06

Kurze Sonntagsfahrt

Nachdem es vormittags geregnet hatte, wurde das Wetter am Nachmittag schön und ich unternahm eine kurze Sonntagsfahrt mit dem Muni zum Waldspielplatz.

12.8.06

Freier Aufstieg mit dem 26er

Als ich Vorgestern das 26er testete, erwiesen sich die Plastikpedalen als zu klein. Ich hatte Probleme, die Füße auf ihnen zu halten und einmal rutschte ich ab. An einen freien Aufstieg war nicht zu denken.
Später fiel mir ein, dass ich noch ein Paar Munipedale "BMX" - silber da hatte. Die hatte ich gekauft, weil sich am Muni eine Pedale schwergängig geworden war. Ich musste sie dann nicht anbauen, weil die alte Pedale wieder leichtgängig wurde. So schraubte ich sie ans 26er. Wie das Bild zeigt, passen sie auch farblich gut an das verchromte Rad.
Wie am Donnerstag machte ich im Flur eine kurze Anprobe und das Einrad passte wunderbar. Die Füße hatten nun Platz auf den Pedalen. Das brachte mich auf die Idee, dass es auch möglich sein könnte, auf dieses Einrad freihändig aufzusteigen und so den Aktionsradius zu erweitern.
Den ersten Versuch machte ich mit knöchelfreien Schuhen und schlug mit dem Knöchel an die gerade, kantige Kurbel. Die nächsten Versuche machte ich deshalb mit Stiefeln. Die Entwicklung ähnelt der vom vorigen Jahr beim Muni. Auf meiner Einradseite sind Bilder davon zu sehen. Nachdem das ein paar mal geklappt hatte, bekam ich Lust, es draußen zu probieren. Für einen Test hinterm Haus reichte die Zeit. Dieser Test verlief ähnlich, wie beim ersten mal mit dem Muni am 4.Mai 2005. Der erste Versuch klappte fast, ich musste aber nach dem Geländer fassen. Dann fuhr ich erst einmal die Strecke hin und her. Das Fahrgefühl war wunderbar. Beim zweiten Versuch entfernte ich mich vom Geländer und der Aufstieg klappte. Von den weiteren Versuchen klappten einige und einige nicht. Bei den Fehlveruchen gelangen die Notabstiege sicher und schmerzfrei.

11.8.06

Märchenbrunnen

Heute waren einmal wieder Hellwiese und Märchenbrunnen dran. Weil ich hinterher das Bundesliga-Eröffnungsspiel ansehen wollte, beeilte ich mich etwas und machte keine Experimente. Von zu Hause bis zur Zwickauer Straße fuhr ich zügig und ohne Unterbrechungen. Von dort fuhr ich ohne weitere Unterbrechungen bis zum Märchenbrunnen, wo ich eine kurze Pause auf einer Bank machte. Auf der Rückfahrt nahm ich keine Abkürzungen zu Fuß, sondern fuhr zurück zum Großen Teich und dann den gewohnten Weg hoch zum Turm der Jugend. Dieser Weg ist eine Herausforderung. Im unteren Bereich muss ich einen geeigneten Pfad finden, um nicht an Balken oder Rohren hängenzubleiben. Dann folgt eine quälende Steigung, die mehrere 100 m lang ist. Das Einrad ist eigentlich ein gutes Fahrzeug für solche Strecken. Ich kann sie sitzend zurücklegen und muss nicht viel zusätzliche Masse den Berg hochwuchten. Trotzdem war es mir zuvor nur einmal gelungen, hochzufahren, ohne zwischendurch absteigen zu müssen. Heute klappte das zum zweiten mal. Dabei wirkte begünstigend, dass es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Dadurch war der Boden griffig.
An der stark befahrenen Zwickauer Straße musste ich absteigen. Danach erst wieder vor der Haustür. So kam ich gerade so rechtzeitig heim, um das Fußballspiel zu sehen.

10.8.06

Schraubereien

Der Kurbelabzieher war gestern noch gekommen. Weil ich erst nach 22 Uhr von einer Dienstreise zurückgekommen war, blieb keine Zeit mehr zum Fahren. Trotzdem machte ich mich an die Arbeit. Das Abziehen der Kurbeln verlangte rohe Gewalt. Das Material erwies sich als robust und so gelang das Versetzen der Kurbeln um 180°. Am nächsten Nachmittag hatte ich etwas Zeit. Zunächst regnete es. Sie hatten wieder einmal Strafwetter verhängt. Das passiert bei der Neubeschaffung von Einrädern und Wartungsarbeiten . Die gleiche Problematik gibt es bei Fernrohren. Das heutige Strafwetter nutze ich, um beim 26er die Kurbeln zu wechseln. Das hatte bisher 165er Kurbeln und ich schraubte die 152er Kurbeln vom alten 24"-Einrad dran. Zur "Anprobe" setze ich mich im Flur gleich mal drauf und fand es gut. Zuvor fühlte sich das Fahren mit den langen Kurbeln an, als würde ich große Schritte machen.
Nachdem der Regen aufgehört hatte, fuhr ich mit dem Muni los. Das Strafwetter hatte ideale Testbedingungen geschaffen. Der Aufsteig auf den nassen Gehwegplatten klappte ohne Schlupf. Auch im schlammigen Wald rutschte ich nicht einmal weg und kam leicht die Berge hoch. Die fast profillose Stelle liegt nun am oberen Totpunkt der rechten Pedale. An dieser Stelle wird keine Kraft übertragen. Als ich zur Rückkehr wendete, fing es wieder an zu regnen. So verschärften sich die Testbedingungen noch etwas, aber das Muni ließ sich weiterhin sehr gut fahren.
Als ich zu Hause ankam, hatte ich Lust, das 26er zu testen. Zunächst fuhr ich hinterm Haus ein paar mal hin und her. Anfangs war es ungewohnt, die Füße auf den kleinen Plastikpedalen unterzubringen. Beim Losfahren zeigte sich das große Einrad etwas träge. Einmal in Fahrt gekommen ist es aber angenehm. Leider fehlt mir eine geeignete Strecke, um dieses nicht geländegängige Einrad einmal auszufahren. Obwohl die Füße jetzt nur 26 mm näher beieinander sind, ist das Gefühl verschwunden, große Schritte zu machen.
Danach wechselte ich den Weg, um bei der Bushaltestelle Kurven zu fahren. Als ich eine große Pfütze durchfuhr, rutschte ich von den kleinen Pedalen und setzte neu an. Nun klappte es und ich kam ohne Probleme um die Kurve. Rückwärts ging es auch rechts herum.

8.8.06

Sportwetter

Heute Abend herrschte schönes Sportwetter. Die Sonne schien und bei 24°C war es nicht zu heiß, auch weil ein angenehmer Wind kühlte. Bei diesen Bedingungen ließ ich die Stiefel in ihrer Ecke stehen und fuhr wieder mit kurzen Hosen und Halbschuhen. An der Waldeinfahrt war es noch schlammig, was sich nach einigen Dekametern gab. Die Bedingungen schienen mir gut geeignet, um außerhalb des Waldes zu fahren. Deshalb fuhr ich auf den Wegen an der Umgehungsstraße. Dort waren nur wenige Leute unterwegs. Das änderte sich, als ich wieder in den Wald fuhr. Dort nutzten nun viele das Sportwetter und joggten, fuhren Fahrrad, machten Nordic Walking oder spielten Federball. Alle waren gut gelaunt und einige grüßten freundlich.
Inzwischen macht sich am Einrad ein technisches Problem bemerkbar. Weil die Pedalen starr am Rad angebracht sind, nutzt sich der Reifen ungleichmäßig ab. An der Stelle, die den Boden berührt, wenn ich aufsteige, ist das Profil fast weg. Dadurch rutscht das Rad bei Nässe beim Aufsteigen weg. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das Profil dagegen fast wie neu. Beim Einradladen habe ich nun einen Kurbelabzieher bestellt, damit ich die Kurbeln um 180° versetzen kann.

6.8.06

Ohne Absteigen durch den Schlamm

Am Sonntag absolvierte ich meine fünfte Fahrt innerhalb einer Woche. Seit dem frühen Morgen hatte es geregnet. Als ich um 15:30 Uhr losfuhr, waren die Bedingungen so ähnlich wie gestern. Nur war es noch nasser. Im Wald war es nun ziemlich schlammig. Auf Schlamm fahren erfordert mehr Kraft, als auf trockenem Boden. Dafür sitzt man etwas bequemer, weil das Einrad auf dem weichen Boden weniger holpert. Probleme mit Wegrutschen gibt es auf dem Schlamm kaum, dafür sind nasse Steine und Wurzeln mit Vorsicht zu überfahren.
Aus Zeitgründen - u.a., weil ich noch einen Artikel für den BAV-Rundbrief zu Ende schreiben will - hatte ich vor, schon auf dem Wegekreuz, das auf der Karte im Quadrat G3 eingezeichnet ist, zu wenden und ohne Pausen mit so wenig Abstiegen, wie möglich durchzufahren. Auf der Hinfahrt ergab sich ein kurzes Gespräch mit einer älteren Frau, die mit einem Kind unterwegs war und sich - wie schon die Frau vom Freitag - das Einradfahren besonders schwierig vorstellte. Weil sie in der gleichen Richtung liefen, brauchte ich dazu nicht abzusteigen. An der Zschechwitzer Straße konnte ich ein paar Blechlemminge durch langsames Fahren aussitzen. Die beiden Berge auf der anderen Seite forderten zwar etwas mehr Kraft als sonst, waren aber sonst nicht schwierig.
Wie vorgesehen, kehrte ich am Wegekreuz um. Vor der Zschechwitzer Straße fuhren wieder Autos. Um nicht absteigen zu müssen, drehte ich eine Warteschleife über den Krankenhausparkplatz. Dann war die Luft rein und ich konnte die Straße überqueren. So ging die Fahrt weiter. Auch in Süd-Ost musste ich nicht absteigen. Das Sauberfahren des Reifens verlängerte ich um einen Abstecher zur Bushaltestelle. Auf der Rückseite des letzten Blocks des Buchenring befinden sich große Pfützen ohne heimtückische Löcher. An der Bushaltestelle wendete ich und fuhr nach Hause. Wie am 25.7. war es somit gelungen, ununterbrochen von der Haustür bis zurück durchzufahren. Wie zuletzt Ende Mai, waren die Stiefel bis zu den oberen Schaftenden verschlammt. Es ist ein Glücksfall, dass sie immer gerade so hoch genug sind. Noch höhere Stiefel würden über die Kniegelenke reichen und die Beweglichkeit einschränken.

5.8.06

Murphys Zeltgesetz

Allgemein besagen Murphys Gesetze, dass schief geht, was schief gehen kann. Es gibt auch ein Gesetz für das Zelten: Wenn man das Zelten so lange voraus plant, dass sich in der Zwischenzeit schlechtes Wetter entwickeln kann, dann wird sich schlechtes Wetter entwickeln. Einmal hatte diese, als sicher geltende Wetterregel versagt: Im Juli beim Zeltlager der Jugendfeuerwehr. Weil die Hitzeperiode nicht enden wollte, planten wir seit anderthalb Wochen, heute Zelten zu fahren. Die bewährte Wetterregel funktionierte nun wieder. Zeitgleich läuft in Gößnitz das Open Air. Bei diesem regnet es immer. Es kann sein, dass das Zeltgesetz dieses Wetter hinreichend erklärt, da bei Open Airs gezeltet wird. Möglicherweise gibt es für das Gößnitzer Open Air noch ein eigenes Murphysches Gesetz.
Zusätzlich zum Regen hätte starker Wind noch das Zelten erschwert. So ließen wir es bleiben und es ergab sich eine Gelegenheit zum Einradfahren. Um 16 Uhr hörte der Regen auf und ich begann meine Fahrt. Zu Beginn fuhren mir ein paar staunende Jungen her, die sich aber später für eine Gruppe Mädchen interessierten. Die abgesenkten Auffahrstellen von den Straßen auf die Gehwege hatten sich in tiefe Pfützen verwandelt. Es pfatschte und spritzte, aber die Stiefel waren hoch genug, um Nässe von den Beinen abzuhalten. Wegen des noch starken Windes zog ich es vor, im Wald zu bleiben. Die Wege waren nass, aber nicht schlammig. So war das Fahren angenehm. Auf dem Weg zur Zwickauer Straße fuhr ich am Waldstadion vorbei, wo Motor gerade ein Pokalspiel gegen Weida absolvierte. Vor der Zwickauer Straße war der Absperrbalken geöffnet. An dieser Stelle ist der Weg etwas verbreitert und es gelang mir, dort zu wenden. Eine Pause war auch nicht nötig, denn es war auch auf dem fahrenden Einrad sehr gemütlich . Auf der Rückfahrt fuhr ich wieder ein paar Runden auf dem Parkplatz des Krankenhauses. Der Wind störte dabei nicht. In Süd-Ost fuhr ich den Reifen in einigen Pfützen sauber und hatte so wenig Reinigungsaufwand.

4.8.06

Nach Altendorf

Am Freitagabend hatte ich mehr Zeit für das Einrad, als bei den zwei vorangegangenen Fahrten in dieser Woche. Es war zudem weiterhin kühl genug, um mit der langen Hose zu fahren, mit der das Sitzen auf dem Sattel lange bequem und schmerzfrei bleibt (vgl. Eintrag vom 28. Juli). So stand einer angenehmen Tour nichts im Wege.
Das Ziel war die Hellwiese. Ich fuhr zunächst ohne Unterbrechung zügig von zu Hause bis zur Zwickauer Straße durch. Dort machte ich eine kurze Pause auf dem Absperrbalken und fuhr dann weiter zur Hellwiese. Auf dem waldseitigen Weg fuhr ich an ihr entlang. Ich begegnete einer älteren Frau, die sagte, dass sie "so etwas" bisher nur im Zirkus gesehen habe. Als ich ihr sagte, das Einradfahren bequemer ist, als Fahrradfahren, blieb sie skeptisch, akzeptierte dann aber das Argument, dass Einradfahren nur so schwierig aussieht, weil es selten zu sehen ist. Am Märchenbrunnen machte ich auf eine Bank eine Pause. Die Idee, auf der Betonfläche um den Brunnen herumzufahren, erwies sich als nicht gut, denn sie macht im Unterschied zum restaurierten Brunnen den Eindruck, als hätte jemand gesprengt. Ich fuhr dann weiter nach Altendorf. Auf dem Weg dorthin ist vom Asphalt nur noch eine schmale Spur übriggeblieben. Weil ich nur auf einem Rad saß, reichte der Platz aus. Ich musste nur die Strecke beobachten, um nicht vom Weg abzukommen. Im Dorf wendete ich auf der Straße und fuhr zurück. Einen nach links abzweigenden Weg bog ich ab, um zu sehen, wohin er führt. Er verengte sich zu einem holprigen Trampelpfad, auf dem ich zum Märchenbrunnen gelangte. Weil die Dämmerung einsetzte, fuhr ich von dort nicht bis zum Großen Teich durch, sondern auf einem Feldweg zum Wald. Auf diesem Weg gab es zahlreiche Fallen. Nasses Stroh verdeckte Löcher. Nach zwei Dritteln der Strecke musste ich dann Laufen. Auch im Wald fand ich nicht gleich eine Stelle zum Aufsteigen. Nachdem ich den breiten Weg von der Zwickauer Straße zum Großen Teich erreicht hatte, stieg ich bergab auf und wendete auf der Abzweigung. Jenseits der Zwickauer Straße nahm ich die waldinneren Wege, um zur Zschechwitzer Straße zu kommen. Wegen der zunehmenden Dunkelheit waren dort Hindernisse schlecht zu sehen. Deswegen kam es zu kleineren Erschütterungen. Dank der Stiefel gab es dadurch keine Probleme an den Füßen. Bevor ich nach Hause fuhr, kurvte ich noch ein paar Minuten auf dem Parkplatz am Krankenhaus herum. Nach knapp anderthalb Stunden kam ich zu Hause an.

2.8.06

Nächtliche Kurvenübungen

Heute kam ich erst um 21.30 Uhr nach Hause. Auf der Heimfahrt kam ich auf die Idee, zur Vorbereitung auf die dunkle Jahreszeit eine nächtliche Fahrt durch Süd-Ost zu unternehmen. Als der Zug in Altenburg ankam, regnete es gerade. Während der Busfahrt hörte es auf. Inzwischen hatte es sich auf 17°C abgekühlt. Das war wieder kühl genug, um mit Stiefeln zu fahren und so konnten mir die Pfützen egal sein.
Östlich der Pappelstraße machte das nächtliche Fahren noch keinen Spaß. Die Bäume tragen noch volle Blättertracht und lassen das Licht der Straßenlampen noch nicht durch. So blieb ich einmal in einem Loch stecken und musste abspringen. Deshalb wechselte ich erstmals auf die Westseite der Pappelstraße und gelangte auf teilweise ziemlich dunklen Umwegen (normalerweise mag ich die Dunkelheit, auf dem Einrad verunsichert sie aber) auf den gut ausgeleuchteten Parkplatz vor Netto und Schlecker. Hier fand ich etwas, wonach ich lange gesucht hatte: Einen Platz auf dem ich Achten und Kreise mit veränderlichem Durchmesser fahren kann. Bisher konnte ich enge Kreise nur links herum fahren. Auf dem ebenen Platz klappten Achten problemlos und auch Folgen mehrerer rechts herum gefahrener Kreise gelangen ohne Schwierigkeiten. Auf dem fast idealen Untergrund fuhr das Einrad wie von selbst und es ergab sich eine gut sichtbare Kurvenlage. Beim Fahren von Achten fühlte sich das Umkippen der Neigung am Kreuzungspunkt interessant an. Dass der Platz nass war, machte keine Probleme. Das Rad rutschte nicht weg. Auch die nassen Stiefel rutschten nicht von den Pedalen. Enge Kreise fuhr ich dann aber doch etwas langsamer, da ein Einrad nur begrenzte Kurvenlage erlaubt. Beim Fahrrad kann man mit Freilauf durch eine Kurve rollen und die innere Pedale oben halten. Beim Einrad geht das nicht.
Heimwärts fuhr ich auf gut ausgeleuchteten und bequem zu fahrenden Wegen. Der Kurvenübungsplatz ist eine interessante Entdeckung für die kommenden langen Nächte. Es geht auf Weihnachten zu...

1.8.06

Neuer Monat - anderes Wetter

Bei der vorletzten Fahrt hatte ich Pläne gemacht, mit dem Einrad baden zu fahren. Nun hat sich das Wetter erst einmal geändert. Gestern und heute hatte es geregnet. Es hatte sich abgekühlt und wurde trübe.
Weil heute Abend Versammlung des Astronomievereins ist, hätte ich eh keine Zeit zum Baden gehabt. Die Abkühlung brachte dagegen einen anderen Vorteil: Es war nicht mehr zu heiß, um in Stiefeln zu fahren. Diese hatte ich wegen der Hitze fast zwei Monate nicht mehr getragen und es war gleich wieder angenehm, sie auf dem Einrad anzuhaben.
Wegen der begrenzten Zeit machte ich nur eine Waldtour. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, drehte ich eine Runde auf dem Krankenhausparkplatz, um zwei Fußgängern einen Vorsprung auf dem schmalen Weg am Waldrand zu lassen. Dann fuhr ich den Weg hoch und blieb oben an dem Huckel hängen, der mich Mitte Juli zweimal zum Absteigen gezwungen hatte.
Nach dem nächsten Berg bog ich vor einer Trainingsgruppe nach rechts ab und setzte mich vor der Zwickauer Straße auf den Absperrbalken, um eine kurze Pause zu machen. Auf der Rückfahrt machte ich wieder einen Abstecher auf den Parkplatz am Krankenhaus. Dort Herumkurven macht mit Stiefeln besonders Spaß, weil die Füße sicherer auf den Pedalen stehen und ich die Kurven enger fahren kann. Auch das Überfahren von Kanten fühlt sich mit Stiefeln besser an.
Auf der weiteren fahrt durch den Wald fragten mich zwei Jungen, ob ich mit dem Einrad lenken kann. Dann warnten sie mich vor dem nächsten Berg und zweifelten daran, dass ich den hochfahren kann. Dieser kurze Berg ist jedoch sehr leicht zu fahren. So fuhr ich dann weiter und brauchte bis vor die Haustür nicht abzusteigen, weil in Süd-Ost keine Autos in die Quere kamen, obwohl es erst 18 Uhr war.

28.7.06

Wieder mal zur Umgehungsstraße

In diesem Juli hatte ich bisher wegen der Gluthitze auf Fahrten auf dem Radweg an der Umgehungsstraße verzichtet. An diesem Freitag regnete es nachmittags etwas und ein stürmischer Wind brachte Abkühlung. Im Radio gaben sie eine Unwetterwarnung für das Altenburger Land. Sie warnten vor bis zu 4 cm großen Hagelkörnern. In Leipzig hatte in Juni ein derartiges Unwetter massenhaft etwas verursacht, was viele mehr fürchten, als den Tod: Ein zerbeultes Auto. Doch es geschah nichts. Der Nieselregen hörte auf und der Wind ließ nach. Die Temperatur war auf 24°C abgesunken.
Das waren schöne Bedingungen, um einmal wieder auf dem - von drei Brücken abgesehen - kilometerlang schattenlosen Radweg an der B93N zu fahren. Ich fuhr wieder um 19:45 Uhr los. In den Wald kam ich ohne zwischendurch absteigen zu müssen. Als ich von der Paditzer Straße auf den Radweg abbog, jubelten unter der Brücke zwei angeheitert wirkende Frauen. In der kühlen Abendluft ließ sich der hügelige Weg problemlos fahren und als ich mich wieder dem Wald näherte, war ich immer noch nicht abgestiegen. Das machte sich etwas an den oberen Beinenden bemerkbar. Normalerweise sitze ich auf dem Einrad viel bequemer, als auf einem Fahrrad. Doch mit dem Fahrrad fährt man bergauf häufig im Stehen und bergab lässt man es rollen und hat keine Reibung am Sattel. Mit dem Einrad fahre ich dagegen auch bergauf sitzend und bergab muss ich treten. So wird es nach einer halben Stunde (bei der langen Hose dauert es länger) auch auf dem Einradsattel etwas ungemütlich. Durch kurzes Aufrichten lassen sich solche Probleme während der Fahrt beseitigen. So verlief die weitere Fahrt bequem und ohne Schwieirigkeiten. An der letzten Kurve im Wald saß ein Mann auf einer Bank und stellte Fragen zum Einradfahren. Weil ich wie am 25.7. ohne Absteigen bis nach Hause kommen wollte, fuhr ich auf dem Weg im Kreis herum und unterhielt mich mit dem Mann. Danach fuhr ich nach Hause, ohne verkehrsbedingt absteigen zu müssen und nahm so erst vor der Haustür die Füße wieder von den Pedalen. Für die ca. 10 km hatte ich eine Dreiviertelstunde benötigt, war also für meine Verhältnisse relativ schnell unterwegs.

26.7.06

Hellwiese umrundet

Trotz der langen Hitze war ich in diesem Jahr nur selten baden. Dabei war ich an kühleren Tagen bei den Fahrten zum Großen Teich bis nahe ans Südbad herangekommen. Es wäre daher sehr bequem, mit dem Einrad ins Bad zu fahren. Als vorbereitende Maßnahme kaufte ich mir heute erst mal ein Fahrradschloss, um das Einrad unbeaufsichtigt lassen zu können.
Die Bedingungen waren heute so, wie gestern und ich kam erst 19:40 zum Fahren. Das war zu spät für das Baden, aber nicht dazu, in diese Gegend zu fahren. So überquerte ich heute nach Wochen kurzer Touren einmal wieder die Zwickauer Straße. Drüben fuhr ich zum waldrandnächsten Weg, um dort eine Abkürzung zu suchen, über die ich aus Richtung Altendorf her an das Bad heranfahren kann. Die Ausfahrt verpasste ich, weil sie etwas zugewachsen war und fuhr weiter zum Großen Teich. Dort bog ich auf den südlich der Hellwiese verlaufenden Weg in Richtung Altendorf ab. Die Hellwiese ist eine Sumpflandschaft und daran vorbeizufahren bietet einen interessanten Anblick. Zu Zeiten der Herzöge hatte man sie trockengelegt und Militärparaden veranstaltet. Das erwies sich als zu aufwändig und sie überließen das Gelände wieder der Natur. Beim Märchenbrunnen bog ich rechts ab. Er machte bei der Dürre einen etwas trostlosen Anblick. Dann bog ich auf den Weg zum Südbad ab und fuhr am Bad vorbei bis zum Großen Teich vor. Von dort fuhr ich auf dem gewohnten Weg ohne Schnörkel nach Hause.

25.7.06

Perpetuum Mobile?


Der Prinzenraubmond (s. Eintrag v. 14.7.06) wird nun für ein Jahr nicht mehr zu sehen sein. Am letzten Donnerstag hatte ich versucht, ihn vom Alternativhaus aus zu fotografieren. Allerdings kam er wegen Wind nicht über die Bäume hoch, so dass das Bild ziemlich schlecht ist. Immerhin sieht man rechts oberhalb vom Mond noch den Jupiter.
Ein Hauptvorteil des Alterns besteht für mich darin, dass man weniger essen muss, um sein Gewicht zu halten. Früher war Essen ein Kampf gegen Untergewicht. Jetzt genügt das, was Spaß macht. Jetzt, in den Hundstagen, drückt die Hitze den Bedarf noch weiter herab. Mittags genügt ein Salat, abends eine Banane oder eine Nudelsuppe. Von letzteren gibt es hier schmackhafte vietnamesische Produkte für 400 ml, die nur 0,35 € kosten. Das ist wohl unschlagbar preiswert. Trotz dieser Sparsamkeit reicht die Energie, auch zum Einradfahren. Das ist schon fast, wie bei einem Perpetuum Mobile.
Heute wartete ich am Abend, bis die Temperatur auf 29°C sank. Das war um 19:45 MESZ der Fall. Dann fuhr ich die kurze Waldrunde mit einem Abstecher auf den Parkplatz des Krankenhauses. Während der ganzen Fahrt gab es nichts, was so weit störte, dass ich hätte absteigen müssen. So gelang es mir erstmals, von der Haustür ohne Absteigen durch Süd-Ost und den Wald bis zurück zur Haustür zu fahren. Wegen der fehlenden Unterbrechungen war ich dabei nur 38 Minuten unterwegs, was nicht an die längste ununterbrochene Fahrt vom 22.5.06 heranreicht. Damals war es noch kühl genug, um mit Stiefeln zu fahren, was bei längeren Fahrten sehr bequem ist.

23.7.06

Leichte Abkühlung

In den letzten Tagen war es mit ca. 35°C zu heiß zum Einradfahren. In einer Luft voller Ozon und Staub wäre es wohl auch nicht sehr gesund gewesen. Heute Nachmittag sorgte zunächst ein Schauer für etwas Abkühlung und Luftreinigung. Danach blieb es bewölkt und vorbeiziehende Gewitter sorgten für Wind und einen weiteren Temperatursturz bis auf 29°C. Das reichte zum Fahren.
Ich fuhr wieder die kurze Waldrunde ohne Überquerung der Zwickauer Straße. Anbetracht der etwas knappen Zeit fuhr ich ohne Pause durch und beschränkte das Herumkurven auf dem Parkplatz des Krankenhauses auf wenige Minuten.

19.7.06

Wieder 30°C

Wegen der brütenden Hitze wartete ich heute bis 20 Uhr mit dem Start. Trotzdem betrug die Temperatur noch 30°C. Deshalb beließ ich es bei einer kurzen Waldrunde diesseits der Zwickauer Straße.
Bis in den Wald hinein kam ich ohne verkehrsbedingte Unterbrechungen. Im Wald musste ich aber noch vor der Zschechwitzer Straße absteigen, weil ein kleiner Hund vor das Rad lief. Dann ging die Fahrt ohne Probleme weiter. Ich hatte heute mehr Luft aufgepumpt, als üblich. Damit wird die Fahrt holpriger, dafür ist der Kraftaufwand für das Fahren geringer. So bereiteten die Berge auch bei der Hitze keine Probleme. Der Reifen schaufelte nur einige Steinchen in die Schuhe.
Nach dem letzten Berg machte ich auf einer Bank eine kurze Pause und fuhr zurück. Zwischendurch kurvte ich 20 Minuten auf dem Parkplatz des Krankenhauses herum. Deshalb war ich trotz der kurzen Strecke eine Stunde unterwegs.

16.7.06

Den Kater weggefahren

Heute Morgen wachte ich mit einer leichten Alkoholgrippe (Kater) auf. Von anderen Fällen her wusste ich, dass Schwächeerscheinungen schnell verschwinden, wenn ich auf dem Sattel sitze. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass man auf dem Einrad bei geringer Belastung Bewegung an der frischen Luft hat. Möglicherweise biegen es Adrenalin, Endorphine oder andere körpereigene Drogen hin, denn Einradfahren ist wunderschön. Auch heute fühlte ich mich gleich wieder wohl, als ich mit der Fahrt begann.
Im Schatten war es schön kühl und in der Sonne ziemlich heiß. Deswegen entschied ich mich wieder, die schattenlosen Wege an der Umgehungsstraße zu meiden. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, sah ich auf dem Weg am Waldrand eine Familie mit Kinderwagen. Um dort nicht absteigen zu müssen, bog ich zum Parkplatz des Krankenhauses ab, kurvte dort ein Bisschen herum und fuhr auf den Waldweg zurück, als er frei war. Oben kamen noch einige Menschen entgegen, zeigten sich aber kooperativ. Auch wegen des Huckels, der mich bei den letzten beiden Fahrten zum Abstieg zwag, musste ich diesmal nicht absteigen. Am Ende des nächsten Berges wollte ich auf einer Bank eine Pause machen, diese war jedoch besetzt. Also fuhr ich weiter zum Zaun des Waldspielplatzes, wo eine Bank frei war.
Auf der Rückfahrt überholte mich auf dem Weg zur Zschechwitzer Straße eine Radfahrerin und sagte: "Du machst das sehr gut." Ich bedankte mich für das Kompliment und die Fahrt ging weiter. Als ich die Zschechwitzer Straße erreichte, flog dort ein Polizeihubschrauber in geringer Höhe. Vor dem Überqueren der Straße nimmt man dort die Blechlemminge mit dem Gehör wesentlich besser und sicherer wahr, als mit dem Auge. Weil der Hubschrauber mit seinem Lärm den Straßenverkehr übertönte, fuhr ich wieder auf dem Parkplatz herum, bis die Luft rein war.
Danach fuhr ich nach Hause und trank eine Bionade Ingwer-Orange. Das ist für mich das optimale Erfrischungsgetränk nach der Fahrt.

14.7.06

Prinzenraubmond

Am Mittwoch hatte ich auf das Einradfahren verzichtet, weil ich eine Karte zur Generalprobe für den Altenburger Prinzenraub bekommen hatte. Das ist aufwändiges Open Air Theater auf dem Schlossgelände, wobei der Prinzenraub von 1455 nachgespielt wird. Die Story wird durch ziemlich anarchistische Seitenhiebe gegen diverse Herrschaftsformen aufgelockert. Gegen Ende steigt ein von innen beleuchteter weißer Heliumballon auf, der Mond.
Als ich mich gestern Abend vom Esperanto aus auf den Heimweg machte, kam ich auf die Idee, den Prinzenraubmond von außerhalb des Schlosses zu beobachten. Der Hof des Alternativhaus bot optimale Beobachtungsbedingungen und man konnte nebenher ein Bier trinken. Ein Teil der Leute, die dort saßen, hatten den Mond bereits gesehen, entweder gestern oder im Vorjahr, als der Prinzenraub erstmals in dieser Form aufgeführt worden war.
Als der Mond dann aufstieg, sah er vom Alternativhaus aus echter aus, als von der Tribüne aus gesehen. Man sah zwar auch keine Maria und die Farbe war zu weiß. Jedoch erschien er nun kleiner und die Leinen waren nicht mehr zu sehen.
Heute war das Einrad endlich wieder dran. Als ich 19:48 losfuhr, war es mit 24°C deutlich kühler, als beim letzten mal und so war eine etwas längere Fahrt drin.
Ich fuhr durch den Wald und musste an der Zschechwitzer wegen Verkehr absteigen. Auf der anderen Seite stieg ich auf dem Fußweg auf, der parallel zur Zschechwitzer Straße verläuft und fuhr zum Parkplatz vom Krankenhaus. Auf dessen verzweigten Wegenetze fuhr ich abwechselnd ein paar Links- und Rechtskurven, bevor ich in den Wald zurückfuhr. Bergauf hatte blieb ich an der gleichen Stelle hängen, wie am Dienstag. Ich ging zurück und fand dort einen Huckel vor.
Heute überquerte ich einmal wieder die Zwickauer Straße. Drüben bog ich an der zweiten Abzweigung rechts ab und fuhr zum Weg neben der Zwickauer Straße. Dieser war ohne Stiefel gewöhnungsbedürftig. Der Reifen schleuderte Steinchen aus der dicken Splitschicht nach oben. Sie stachen an den Waden und gelangten in die Schuhe. Mit Stiefeln kann ich dort ungestört durchheizen. Der nächste Abzweig nach rechts führte zum Turm der Jugend zurück. Dort wollte ein Mädchen auch einmal fahren. Leider hatte ich keinen Schlüssel für die Sattelklemme dabei. Vor der Zwickauer Straße bog ich rechts ab, um beim Waldspielplatz die Zwickauer Straße zu überqueren. Vor der Zschechwitzer Straße fuhr ich wieder auf den Parkplatz des Krankenhauses und fuhr dort eine Viertelstunde lang ununterbrochen Kurven. Das Gelände ist weitläufig und wird dadurch nicht so schnell langweilig. Wegen der vorgerückten Stunde fuhren keine Autos herum und der Untergrund lässt ein kraftsparendes Fahren zu. Wenn mehr Zeit wäre, könnte man dort vielelicht stundenlang ununterbrochen herumkurven. Es war aber nicht mehr Zeit und so fuhr ich nach Hause.

11.7.06

30°C und eine Tierbefreiungsaktion

Heute war wieder ein krass heißer Tag. Um 19:30 zeigte das Thermometer immer noch 30°C im Schatten. Die hohen Temperaturen halten nun seit über einem Monat an und seit dem verstauben die Stiefel allmählich und ich mache nur noch verhältnismäßig kurze Touren auf einfachen Strecken.
Heute war die Hitze störender, als am Sonntag, weil ich ihr schon den ganzen Tag ausgesetzt war. Der Zug auf der Heimfahrt glich einem Backofen. Der Kreislauf wirkte dann auch nicht mehr sehr stabil. In den 90ern hatte ich hin und wieder Kollapse. Durch die Einradfahrerei hatte ich das danach wegbekommen. Trotzdem waren wohl zwei unfreiwillige Abstiege an völlig unkomplizierten Stellen waren die Folge der Hitze. Wie am Sonntag fuhr ich wieder nur eine Waldrunde. Der Wald war ziemlich dicht bevölkert. Es war dort erträglicher, als in den Wohnungen.
Unmittelbar vor Fahrtantritt hatten sich Außen- und Innentemperatur aneinander angeglichen. Deshalb hatte ich das Küchenfenster weit geöffnet. Als ich wieder zuhause ankam wurde deswegen eine Tierbefreiungsaktion erforderlich. Eine Hornisse saß an der Innenseite der Fensterscheibe. Sie ließ sich mit einem Besen hinausdrängen. Dann prasselte es hinter mir. Gestern Abend war ein Junikäfer vom Schein der Deckenlampe geleitet in die Küche geflogen und hatte sich dann versteckt. Jetzt war es draußen heller als drinnen und es war nun leichter, dem Tier die Freiheit zurückzugeben.

9.7.06

Kurze Hitzefahrt

Der letzte Tag dieser Woche war der erste Tag, der Gelegenheit zum Einradfahren bot. 30°C waren zunächst etwas abschreckend, weil bei solchen Temperaturen die Reaktionsfähigkeit nachlässt. Ich entschied mich deshalb für eine Waldrunde.
Die Blechlemminge scheuten heute anscheinend die Hitze, denn ich kam erstmals in den Wald, ohne zwischendurch wegen ihnen absteigen zu müssen. Der Waldboden war noch feucht von den Gewittern der letzten Tage, was für angenehme Abkühlung sorgte. Um mit dem Schweiß besser zurande zu kommen, hatte ich so ein weißes Fußball-Trikot angezogen, wie sie in den letzten Monaten kostenlos verteilt worden waren. Das klebt nicht so fest, wie ein gewöhnliches T-Shirt und wird auch nicht so schwer.
Das Überqueren der Zschechwitzer Straße wurde auch nicht durch Autos behindert. Der Berg am Krankenhaus war dicht bevölkert. Sämtliche Bänke waren besetzt. Weil sich aber niemand auf dem Weg aufhielt, war es leicht, hochzufahren. Auf der Rückfahrt musste ich dann doch absteigen. An einer sonst harmlosen Stelle konnte ich auf dem Weg zur Zschechwitzer Straße wegen Gegenverkehr nicht einer Schlammrinne ausweichen und blieb darin stecken. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, fuhr ich bis vor die Haustür durch, ohne noch einmal abzusteigen. Zum Ende hin wurde dieses Dauersitzen etwas unbequem. Obwohl die kurze Hose ein gleich großes und gleich geformtes Polster hat, wie die lange, sitze ich mit der langen Hose merklich länger bequem auf dem Sattel. Die Ursache wird wohl weniger in der Hose selbst liegen, als im Schwitzen bei den hohen Temperaturen.