4.5.09

Entspanntes Fahren an der Umgehungsstraße

Die Bedingungen waren heute Déjà-vu-verdächtig zur letzten Fahrt. Das Wochenende hatte ich wieder bei sommerlichem Wetter bei der Steinziege verbracht. In der Nacht regnete es und tagsüber waren dann nur noch 12°C. Außerdem ist der Zeitdruck von der Astrofotoausstellung immer noch da. Aber heute Nachmittag schien wenigstens die Sonne. Und kühles Wetter ist zum Einradfahren gar nicht so schlecht.
Ich unternahm eine Tour an der B93N. Als ich die Brücke nach Paditz überquerte, bot sich ein angenehmer Anblick: Den bislang nur provisorisch zugeteerten Graben, der eine lästige Holperstelle war, hat man nun mit Sorgfalt geebnet. Als ich dann die Stelle überfuhr, war keine Erschütterung mehr zu spüren. Auf dieser Gabelung kann ich nun sehr bequem wenden. Das nutzte ich, um auf dem unteren Teil der Auffahrt zur Brücke ein paar Fotos mit der Bewegungsmelderfunktion von CHDK zu machen. Ich wollte immer schon mal Fotos davon machen, auf denen zu sehen ist, wie angenehm entspannt man auf dem Einrad sitzt, wenn man geradeaus fährt.


Zuerst kam dieses Bild zustande. Obwohl es bergauf geht, ist die Sitzhaltung etwas leger.
(Anklicken vergrößert)


Dann entstand dieses kuriose Bild vom Abstieg. Dabei springt das Einrad seitlich nach oben.
Irgend etwas verursachte heute massenhaft Fehlauslösungen. Vielleicht lag das am starken Wind. Dadurch fotografierte die IXUS auch eine Bildfolge vom nächsten Aufstieg, von der nachfolgend einige Bilder zu sehen sind.


Aufheben des Einrads


Gehen zur Aufstiegsstelle


Ausrichten des Einrads


Sattel zwischen die Beine klemmen


Fuß auf die Pedale setzen


Schwung holen


Anfahren: Dieses Bild ist frei von Bewegungsunschärfen. Nach Anklicken kann man es deshalb in hoher Auflösung ansehen.

Die nachfolgenden Bilder sind Unscharf, weil die Kamera während der Fehlauslösungen auf sonst etwas fokussiert hatte. Immerhin ist zu sehen, dass man beim Einradfahren die Hände frei hat.


Hier hängen sie seitlich herunter.


Hier auch.


Mit Händen auf dem Rücken lässt es sich auch gut fahren.


Auf dem Einrad ist es nicht verwerflich, die Hände in den Schoß zu legen.


Auch mit Händen in den Taschen sitze ich stressfrei auf dem bequemen Sattel. Trotz der Unschärfen zeigt dieses Bild vielleicht am besten, welches Vergnügen Einradfahren bedeutet.


Auch vom zweiten Abstieg gibt es ein Bild.


Später machte ich während der Fahrt eine Aufnahme von der Seite. Das Licht war so hell, dass fast keine Bewegungsunschärfen zu sehen sind.
Vor der Waldeinfahrt erlebte ich einen freundlichen Blechlemmingfahrer. Er fuhr rechts ran und ich brauchte nicht abzusteigen.


Im Wald versuchte ich ein Bild, wie am 30. März. Bei Gegenlicht kam dabei nichts Brauchbares heraus. Die damalige Variante bei Dunkelheit mit Blitz und hellgrauen Stiefeln brachte mehr.
Die Heimfahrt verlief ohne Besonderheiten.

28.4.09

Regenpause

Das Schönwetterwochende habe ich bei der Steinziege verbracht. Heute kam ich nach Hause, um einen Haufen Arbeiten zu erledigen, die sich inzwischen angesammelt haben. U.a. müssen kurzfristig Bilder für die Astrofotoausstellung im Mauritianum herausgesucht und bearbeitet werden. Vorher wollte ich noch ein Bisschen mit dem Einrad fahren.
Zunächst verhinderte das ein Regen mit Gewitter. 19:55 wurde es so dunkel, dass die Straßenbeleuchtung sich einschaltete. Ich fing ein Telefongespräch mit der Steinziege an, das sich hinzog. Unterdessen wurde es wieder heller. Die Straßenbeleuchtung schaltete sich wieder aus. Es hörte dann sogar auf, zu regnen. So fuhr ich um 20:45 doch noch los. Die kühle Luft war angenehm frisch. Die Pfützen hatten Strände aus Pollen. Das ich durch Pfützen fahren musste, machte mir zunächst nichts aus, weil ich mit hohen Stiefeln fuhr. Die Temperatur passte auch zu Stiefeln und so war es ganz angenehm auf dem Einrad. Als ich jedoch aus einer Pfütze auf einen Gehweg auffuhr, rutschte ich plötzlich weg und stand mit den Füßen auf dem Boden. Rückblickend sah ich eine dunkle Spur aus der Pfütze herausführend. Die Pollenstrände waren wohl doch etwas schmierig.
Ich fuhr weiter zum Parkplatz vor Schlecker und Netto. Der Parkplatz war nass und es gab ein paar flache Pfützen. Der Boden zeigte sich aber griffig. Während ich Achten und Kreise fuhr, rutschte das Rad nie weg. Das Licht reichte noch für einen Abstecher zum früheren Sechseck. Pünktlich 21 Uhr schaltete sich die Parkplatzbeleuchtung ab. Vorbildlich! Das meine ich nicht ironisch. So wird Lichtverschmutzung vermieden. Die Leute, die das gebaut haben, sollten belobigt werden. Das Restlicht reichte noch zum sicheren Fahren aus, doch ich entschied mich aus Zeitgründen für die Heimfahrt. Das war auch gut so, denn als ich den Buchenring erreicht hatte, begann es wieder, zu regnen.

21.4.09

Nach langer Zeit einmal wieder Märchenbrunnen

Das Wetter ist seit Sonntag wieder schön. Heute musste deswegen mal wieder eine Fahrt mit dem Einrad sein. Es bot sich zum ersten mal in diesem Jahr Gelegenheit für eine Fahrt zum Märchenbrunnen. Die Waldwege waren trocken und ich kam leicht voran, obwohl manche Wege nach den Baumfällarbeiten immer noch etwas holprig waren.
Unterwegs traf ich auf gutgelaunte Leute. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte gab es einen Dialog zwischen einem Kind und seinem Vater:

"Was hat den der?" - "Ein Einrad." - Fällt der nicht runter?"

Bis zum Großen Teich kam ich ohne Probleme voran. Der Weg an der Hellwiese zeigte sich dann mit viel Rollsplit versehen. Am Anfang blieb ich einmal fast stecken, dann kam ich besser voran. Am Märchenbrunnen interessierten sich zwei Kinder für das Einradfahren. Sie fragten, wie lange ich das schon mache und ob es Spaß macht.


Der Märchenbrunnen bot keinen sonderlich lebendigen Anblick. Der Boden war mit abgestorbenen Pflanzen bedeckt. Auf der Oberfläche bewegten sich vereinzelte Wasserläufer. Die Sonne schien kurz vor 17:30 Uhr noch sehr kräftig, was auch an den schwarzen Stiefeln etwas zu spüren war.
Heimwärts nahm ich den südbadseitigen Weg an der Hellwiese. Dort hatte man die Schlaglöcher zubetoniert. Um diese Betonstellen im Slalom herumzufahren erwies bequemer, als drüberzurollen. Jemend meinte: "Das will gelernt sein."
Die etwas steile Waldeinfahrt klappte auf Anhieb. Bei dem mangelnden Training hatte ich das nicht erwartet. Die weitere Fahrt verlief ohne Probleme. Kurz vor Südost meinte eine Seniorin zu ihrem Begleiter beim Gespräch über das Einradfahren, dass es gut zum Abnehmen sei. Wenig später war ich zuhause. Für den Blogeintrag blieb dann nicht mehr viel Zeit, denn in einigen Minuten gehe ich los zum Astronomieverein.

17.4.09

Kurze Regenrunde

Das frühe Tschernobylwetter hatte bis gestern angedauert. In den letzten zwei Wochen hatte ich keine Gelegenheit zum Fahren gehabt. Heute hat es dann ziemlich ausführlich geregnet und es wurde kalt. Als ich von einer Besprechung im Mauritianum nach Hause kam, bei der es um die Vorbereitung einer Astrofotoausstellung gegangen war, hatte es aufgehört, zu regnen. So bot sich Gelegenheit zu einer abendlichen Fahrt. 
Als ich dann mit dem Einrad das Haus verließ, regnete es jedoch wieder. Um endlich mal wieder zu fahren und um den Aufwand nicht umsonst betrieben zu haben, fuhr ich bei Regen eine kurze Südost-Runde. Auf der Karte ist es die kleine nordwestliche Runde, die an der Volkssolidarität vorbeiführt.

3.4.09

Bei 21°C Verzögerung von CHDK getestet

Das vorzeitige Tschernobylwetter hält an. Als ich kurz vor 17:30 nach Hause kam, zeigte das Thermometer 21°C im Schatten. Deshalb entschied ich mich dafür, ohne Jacke zu fahren.
Die Waldwege waren nun völlig trocken. Das machte das Fahren zwar etwas holprig, doch das Rad rollte leicht. Zunächst hatte ich vor, zum Märchenbrunnen zu fahren. Doch ich hatte Zeitdruck. Deshalb prüfte ich unterwegs, ob es eine andere Stelle gibt, an der sich Fotos mit der Bewegungserkennung von CHDK machen lassen. Eine Wegekreuzung beim Turm der Jugend bot sich an, weil sie groß genug ist, dass ich sicher im Kreis herum fahren kann.

Bei der Fahrt am 15.3. hatte ich bei Tageslichtfotos mit Bewegungserkennung das Problem, dass die Kamera zu früh auslöste. Bei der ersten Serie passierte das heute auch.


Immerhin klappte ein Bild. Das Kreisen war trotz guter Stiefel etwas anstrengend. Deswegen versuchte ich, die Ausbeute durch Einstellen einer Verzögerung zu verbessern. Ich probierte es mit 0,4 s.


Hier ist der Abstand vom Rand schon größer.


Auch von der gegenüber liegenden Seite gelangen jetzt Bilder.


Der Ausschnitt ist auch einigermaßen verwendbar.


Zwischendurch machte die Kamera ein Bild von vorn mit leichter Kurvenlage.


Die Bilder erscheinen bei Anklicken vergrößert.
Die Rückfahrt verlief ohne Besonderheiten.

1.4.09

Kreispokal-Achtelfinale

Das schöne Wetter, das nun endlich gekommen ist, ähnelt dem Tschernobyl-Wetter (s. Slangbegriffe): Es ist sonnig und warm. Und es weht Ostwind. Es wäre nur etwas zeitig füŕ diese Wetterlage.
Für 18 Uhr stand auf dem Waldspielplatz das Kreispokal-Achtelfinale Roter Stern - Lok Altenburg an. Meistens gehe ich zu Fuß zum Fußball. Das Einrad nehme ich in seltenen Fällen unter Zeitdruck. Zuletzt hatte ich das Ende 2007 gemacht. Das Einrad ist für mich das schnellste Verkehrsmittel zwischen Südost und dem Stadiongelände im Wald. Heute war ich spät dran und nahm deshalb das Einrad. Um bei dem schönen Wetter nicht während des ganzen Spiels in Stiefeln herumzustehen, fuhr ich mit Turnschuhen. Damit lässt es sich nicht so schön fahren, wie mit Stiefeln, aber ich wollte nur schnell zum Fußball und dafür reichte es. Ich kam nur wenige Minuten nach dem Anpfiff an, doch es stand schon 0:1. Lok spielt zwei Klassen höher und so war das Ergebnis von 0:6 am Ende nicht überraschend.
Kurz vor Spielende war die Sonne untergegangen. Danach reichte das Licht für die Fahrt auf den nun schlammfreien Waldwegen. Allerdings wurde es ein Bisschen kühl.

30.3.09

Erste Waldbilder mit CHDK

In den letzten Tagen wurde es endlich wärmer und heute war es sogar trocken. Wegen der Sommerzeit und wegen des rasch länger werdenden hellichten Tages ist es nun so lange hell, dass man bis kurz nach 20 Uhr ohne Lampe fahren kann. Gegen 19:15 Uhr kam ich nach Hause und fuhr in den Wald. Die Wegeverhältnisse waren gut und ich suchte eine Stelle, wo ich mit der Bewegungserkennung von CHDK und Blitz Fotos vom Fahren im Wald machen konnte.

Mir erschien eine Stelle geeignet, von der ich am 30.5.07 einen Einzelframe aus einem Video ins Blog gestellt habe.

Dabei biege von Hauptweg auf einen schmalen Nebenweg ab und fahre durch eine flache Böschung.


Trotz schlechter Lichtverhältnisse kamen deutlich bessere Bilder heraus, als die Videoschnipsel von damals. Sehr gut ist zu sehen, wie der vordere Stiefel das Fußgelenk unterstützt. Noch besser ist der Effekt bei den höheren Reitstiefeln.


Rückwärts beginne ich gerade, in die Böschung hineinzufahren. Der Stiefel ist fast entspannt. Die Bilder erscheinen bei Anklicken etwas größer. Die folgenden Ausschnitte erscheinen bei Anklicken ca. 700 Pixel hoch.

24.3.09

Winterlicher Start in den Frühling

Wenn man im blog-archiv den März der beiden Vorjahre anklickt, sieht man, dass es um den Frühlingsanfang herum geschneit hat.


Der Frühling ist nur wenige Tage alt und heute schneite es wieder. Als ein Schnee-Graupel-Schauer nachließ, fuhr ich kurz vor 18 Uhr los. Ich bekam noch letzten Graupel ab. Als ich auf dem Fußweg an der Pappelstraße fuhr, hatte ich starken Seitenwind, der Schnee verwehte. Ich hatte mich vorsorglich dick angezogen und so störten diese Bedingungen nicht sehr.
Ich fuhr durch den Wald in Richtung Zschechwitzer Straße. Die Oberfläche des Weges war ziemlich wässrig, aber darunter war der Weg einigermaßen hart und das Fahren fiel nicht sonderlich schwer. Nach der Kreuzung mit der Paditzer Straße wurde es etwas holprig, ich kam aber ohne sonderliche Probleme an der Zscheschwitzer Straße an. Soweit ich von dort aus einsehen konnte, waren die Äste weggeräumt, die mich vor drei Wochen aufgehalten hatten. Ich überquerte die Straße. Auf der anderen Seite ging es zunächst etwas holprig zu. Später war es etwas anstrengend, auf sandigem Schlamm bergauf zu fahren. Hier war es wichtig, mit den Stiefeln auf den Pedalen zu bleiben. Ein Wiederaufstieg würde sicherlich nicht gelingen. So kam ich ohne Unterbrechung bis zur Zwickauer Straße, wo ich an der Absperrung eine Pause machte.

Die Rückfahrt fiel leichter, weil es an der anstrengendsten Stelle nun bergab ging. Kurz vor Schluss, schon auf dem Fußweg am Buchenring bemerkte ich ein Kältephänomen, das in den letzten Wochen nicht mehr vorgekommen war: Der Kunststoff der Stiefel wurde steifer

15.3.09

IXUS 80 und CHDK bei trübem Wetter

Gestern wurde ich auf einer Party von mehreren Leuten gefragt, ob ich mit dem Einrad gekommen bin. Grund war, dass ich Stiefel an hatte, die so hoch wie die sind, die ich zum Einradfahren anziehe. Das Wetter hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Anlass zum Tragen von Stiefeln gegeben. Die Ursache lag beim verregneten Freitagmorgen. Danach war ich bei der Steinziege und hatte keine Gelegenheit mehr, auf Sandalen o.ä. zu wechseln. In der Nacht setzte dann Regen ein und ich musste zu Fuß nach Hause gehen. Da waren die Stiefel wieder praktisch.
Der Regen hielt bis zum frühen Nachmittag an.

Kurz vor 16 Uhr fuhr ich los. In Südost waren große Pfützen zu durchqueren. Mit Stiefeln ist das kein Problem. Heimwärts sind die Pfützen nützlich, weil sie Schlamm vom Reifen waschen. Im Wald ließ es sich überraschend gut fahren. Ich fuhr dann auf der Paditzer Straße zur Brücke an der Umgehungsstraße, um die Experimente mit Bewegungsmelderfotografie bei Tageslicht fortzusetzen.


Ich stieg im Bildfeld der Kamera auf. Dieses Bild zeigt einen misslungenen Aufstieg. Man könnte die Szene auch gut für einen regulären Abstieg halten.


Der nächste Aufstieg gelang.


Ich fuhr ein paar Kreise links herum und...


auch rechts herum. Die Bilder sind sehr verrauscht. Unter den schlechten Lichtverhältnissen hatte ich zunächst im ISO 1600 fotografiert. Dafür gab es nicht solche Bewegungsunschärfen, wie bei der Nikon S10.


Bei ISO 800 kam es noch nicht zu Bewegungsunschärfen und das Bild ist etwas weniger verrauscht. Anklicken vergrößert auch 600 Pixel Breite.

Bilder, die beim Geradeausfahren aufgenommen worden sind, gelangen noch nicht richtig. Die Kamera löste schon aus, als das Rad noch nicht vollständig im Bild war. In anderen Fällen lösten vorbeifahrende Blechlemminge aus und waren dann in der Bildmitte zu sehen. Auch Versuche, die Bergauffahrt zur Brücke zu knipsen, scheiterten am falschen Zeitpunkt. Das Script bietet die Möglichkeit, Verzögerungen und andere Parameter einzustellen. Damit werden sich solche Probleme lösen lassen. Heute hatte ich keine Lust mehr dazu, weil der Wind allmählich zu Nackenschmerzen führte.

9.3.09

CHDK: Fotos mit Bewegungsmelder

Heute war wieder ein Tag, an dem ich nach der Arbeit Zeit für das Einrad hatte. Jedoch kam ich nicht wie bei den letzten Tageslichtfahrten mit der Knochenzwinge 15:21 weg und musste den Zug eine Stunde später nehmen. Nach sonnigem Vormittag waren zum Feierabend dunkle Wolken mit Sturm, Regen und Graupel aufgezogen. So schien sich die Gelegenheit erledigt zu haben.
Doch in Altenburg schien die Sonne und es war trocken. Die Sonne stand noch über dem Horizont und ich fuhr los.

Der kalte Wind fühlte sich etwas unangenehm an. Doch die Waldwege waren gut befahrbar. Auf der Paditzer Straße fuhr ich waldauswärts, um an der Brücke über die Umgehungsstraße etwas auszuprobieren. Weil ich hin und wieder sehen will, wie das Einradfahren aussieht und um das Blog illustrieren zu können, versuche ich von Zeit zu Zeit, an Bilder zu kommen. Ideal ist, von anderen Leuten fotografiert zu werden. Gelegenheiten dazu ergeben sich nur selten, wie z.B. am 14.12.08. Stets verfügbare Alternative sind automatisierte Kameras. Mit der Nikon S10 hatte ich Intervallaufnahmen beim Fahren im Kreis herum gemacht. Das war mühselig. Alle 30 s löste die Kamera aus und meistens war ich dann nicht im Bildfeld. So musste ich im Schnitt zehn Minuten ununterbrochem im Kreis herum fahren, um sechs Bilder zu bekommen.
Mit dem Hack CHDK wurden Canon-Digitalkameras für Fotometrieversuche an hellen Sternen in der Astronomie interessant. Béla Hassforther hat damit schon interessante Ergebnisse erreicht. Der Hack wird auf eine bootfähig gemachte SD-Karte kopiert und funktioniert ohne Änderungen an der Kamera. So erlischt die Garantie nicht. Die Kamera lässt sich dann auch mit BASIC-Programmen steuern. Ein solches Programm "missbraucht" die für Bildstabilisierung gedachte Funktion "Motion Detection" zum Auslösen. Bewegt sich etwas durch das Bild, löst die Kamera aus. Das erschien mir gut geeignet für automatisierte Aufnahmen von Einradfahren. Um dieses Programm zu testen, nahm ich eine Canon IXUS 80 mit. Als ich an der Wegegabelung unter der Brücke ankam, hatte die Dämmerung schon eingesetzt. Trotzdem begann ich die Tests.
Zuerst wählte ich eine lange Brennweite, um Bilder davon zu bekommen, wenn ich auf der kamerafernen Seite fahre.


Heraus kamen in kurzer Zeit mehrere Bilder, allerdings fast nur solche Stiefelbilder. Das Auslösen funktionierte also in Kameranähe am besten. Also stellte ich auf Weitwinkel und fuhr wieder wenige Runden.


Das brachte wesentlich bessere Ergebnisse. Anklicken vergrößert auf 640 x 480. Allerdings war es nun schon ziemlich dunkel. Deshalb probierte ich es mit Blitz. Dabei hatte ich eine gute Kontrolle, wann die Kamera auslöst. Ich merkte, dass ich nahezu stehen bleiben musste, um die IXUS zum blitzen zu bringen. Also lehnte ich mich zurück und stoppte das Einrad kurz. Bevor ich die Stabilität verlieren konnte, löste die Kamera aus und ich fuhr weiter.


Dabei entstand dieses Bild. Anklicken vergrößert auf 800 x 600.


In der nächsten Runde war ich während der Fahrt langsam genug, um einen Blitz zu erhaschen.
Anklicken vergrößert auf 800 x 600. Wenn diese Technik unter schlechten Lichtverhältnissen schon solche Bilder gebracht hat, ist bei Tageslicht viel davon zu erwarten. Mit dem Bewegungsmelderprogramm lassen sich auch Videoaufnahmen steuern ...

3.3.09

Tageslichtfahrt mit Hindernissen

Für das heutige Treffen des Astronomievereins musste ich nichts vorbereiten und hatte dadurch etwas Zeit für eine Fahrt mit dem Einrad. An den letzten Tagen waren die Temperaturen mild. Sonne und Regen wechselten einander ab. Der Schnee verschwand, Schneeglöckchen, Krokusse und andere Blumen blühen. Unter diesen Bedingungen brauchte ich keine zweite Hose mehr über die Radlerhose zu ziehen.


So lassen sich Stiefel viel besser anziehen. Dass die Stiefel bei dem frühlingshaften Wetter notwendig waren, sollte sich erst auf der Rückfahrt zeigen.
In Südost waren die Wege trocken. Die Regenfälle der letzten Tage hatten aber viel Split weggespült und das Einrad rollte geräuscharm. Der Waldweg war zunächst erstaunlich wenig verschlammt. So kam ich bequem vorwärts und verließ auf der Paditzer Straße den Wald, um an der Umgehungsstraße bis zur Zwickauer Straße zu fahren.


Der Radweg war trocken und sauber. Die Fahrt verlief entspannt. Problematisch wurde es im Wald. Zunächst fuhr ich am Stadion vorbei zur Zwickauer Straße, um auf dem Absperrbalken eine Pause zu machen. Kurz davor geriet ich erstmals in Morast, brauchte aber nicht abzusteigen.
Auf der Heimfahrt wurde es schwieriger. Bergab zur Zschechwitzer Straße blieb ich im Schlamm stecken und musste absteigen. Ein paar Meter weiter stieg ich wieder auf.


Dann kam eine Absperrung.


Wenig später ging es wirklich nicht mehr weiter. Ich fuhr zurück, um den Weg am Krankenhaus zu nehmen.


Dort drehte das Rad an einer Schlammstelle durch. Einige Meter weiter war der Boden wieder fest genug, dass ich aufsteigen konnte. Der Weg war von Fahrzeugen zerwühlt und schwierig zu fahren.


Absteigen musste ich aber erst unten vor der Zschwechwitzer Straße. An einer Absperrung. Von dem rechten Weg war ich hergekommen.
Auf der anderen Seite der Zschechwitzer Straße waren die Verhältnisse wieder passabel. Ohne weitere Probleme fuhr ich nach Hause.

24.2.09

Tageslichtfahrt

Während nach kleinen Startproblemen auf dem anderen Rechner die Installation einer neuen Version von SuSE-LINUX in Gang gekommen ist, nutze ich den Mac zum Schreiben im Blog. 

Heute war der Himmel strukturlos grau, doch es regnete nicht. Inzwischen hat sich die Abenddämmerung so weit herausgezögert, dass ich noch bei Tageslicht fahren kann, wenn ich ab Leipzig die Knochenzwinge 15:21 Uhr nehme. Die Gelegenheit nutzte ich für die zweite Tageslichtfahrt dieses Jahres.

Die Wege in Südost sind mit Split bedeckt. Beim Gehen fühlt sich das unangenehm an. Auf dem Einrad spürt man es nicht so. Nur die Geräusche lassen erkennen, dass dieses Zeug nicht gut für den Reifen ist.

Ohne Stopps erreichte ich den Wald. Zwei Kinder stellten Fragen zum Einradfahren.

Die Waldwege waren etwas unwirtlich. Die Witterung der letzten Wochen hat Steine freigelegt und es geht etwas holprig zu. Mit nassem Schnee waren die Wege teilweise auf ganzer Breite bedeckt, doch es war möglich, darauf zu fahren. Ich musste nur ruckartige Bewegungen vermeiden.
Auf der Paditzer Straße fuhr ich aus dem Wald heraus. Draußen ließ es sich schön entspannt fahren. Wegverbreiterungen nutzte ich, um zwischendurch Kreise zu fahren. Die Baustelle hinter der Brücke überquerte ich, ohne abspringen zu müssen. Das habe ich auch lange nicht mehr erlebt. Ich fuhr dann in Richtung Kotteritz und machte am Hochspannungsmast vor dem Abhang zum Dorf Pause. 

Das trübe Wetter sah nicht gerade beglückend aus, doch es blieb trocken. Nach weniger als fünf Minuten fuhr ich wieder nach Hause. Kurz vor dem heimischen Hauseingang musste ich langsam fahren, um das Manöver eines Blechlemmings abzuwarten, der den Gehweg zum Wenden nutzte.
Als ich zuhause ankam, hatte sich der nasse Schnee in einem Punkt vorteilhaft erwiesen. Einrad und Stiefel waren fast sauber geblieben. 

23.2.09

Regen...

Heute hatte ich einmal wieder Zeit für das Einrad, doch das Wetter spielte nicht mit. Das Fahren am Tage unterband Regen. Am Abend hörte es auf, zu regnen. Kurz vor 20 Uhr wollte ich zum Parkplatz von Netto und Schlecker fahren. Während ich mit dem Umziehen beschäftigt war, hörte ich ein verdächtiges Geräusch. Es regnete wieder. Damit hatte sich das Einradfahren für heute erledigt.

In einem anderen Unglück bedeutete das Glück, denn auf dem anderen Rechner stürzte gerade ein Backup ab. So bekam ich Gelegenheit, das Backup ohne großen Zeitverlust fortzusetzen.

Allerdings richtet dieses widerliche und zählebige Fäkalwetter weiteren Schaden an. Wären die Wolken nicht, wäre Komet Lulin zu sehen. Die Wolken wollen anscheinend nicht weichen, bis der Komet wieder verschwunden ist.

9.2.09

Waldfahrt bei Mondschein

In der vorigen Woche waren alle Abende mit Veranstaltungen belegt und so fand ich erst heute wieder Gelegenheit zu einer abendlichen Fahrt. Kurz vor 20 Uhr fuhr ich los zum Parkplatz vor Netto und Schlecker. Dort traf ich zwei Nachbarinnen an, die den Hund ausführten. Wie vor zwei Wochen fuhr ich auf dem Parkplatz herum. Der Vollmond schimmerte durch Cirren und war von einem Halo umgeben. Das brachte mich auf eine Idee, das gedämpfte Mondlicht zur Orientierung im Wald zu nutzen. Das klappte auch. Nachdem ich in den Wald gefahren war, konnte ich die Wegränder und Bäume gut erkennen. Den Nahbereich leuchtete die Kopflampe aus. Der Boden fühlte sich vom Sattel aus schön hart an, war also gefroren. So ließ es sich zunächst ganz gut fahren. Im schattenlosen Licht konnte ich zwar die Unebenheiten nicht erkennen, doch standen die bewährten Gummireitstiefel sicher auf den Pedalen und es entstanden keine Unsicherheiten. Später häuften sich schlecht sichtbare Eisstellen an den Wegrändern. Vor der Zschechwitzer Straße nutzte ich eine Absperrung zum Wenden. Die Rückfahrt verlief entspannter, weil ich die kritischen Stellen nun kannte.

Als ich wieder in Südost hatte ich nur gut 20 Minuten auf dem Sattel verbracht und fuhr deswegen nochmal zum Parkplatz. Weil die Kopflampe noch eingeschaltet war, fuhr ich den dunklen Weg zum Sechseck und zurück. Mit Beleuchtung konnte ich wesentlich schneller fahren, als am 29.1. Auf der Rückfahrt machte ich trotzdem einen Absprung. Danach fuhr ich noch einige Minuten auf dem Parkplatz herum und fuhr um 20:35 Uhr nach Hause. Dort war der Rechner noch damit beschäftigt, Bilder für die Steinziege zu drucken.

29.1.09

Nochmal Parkplatzrunden

Heute Abend hatte ich mit der Überarbeitung des Artikels für das VdS-Journal zu tun, musste die Treppe wischen und noch ein paar Vorbereitungen für einen Besuch der Steinziege treffen. Zwischendurch nahm ich mir kurz Zeit für das Einrad. 20:15 Uhr fuhr ich los zum Parkplatz bei Schlecker und Netto. Das Kälteglas zeigte ein halbes Grad Minus. Wegen etwas Wind kam es mir etwas kälter vor, als vorgestern. Dafür waren die Wege trocken. Das Einrad rollte dadurch sehr leicht. Mit sehr wenig Kraftaufwand kam ich so zum Parkplatz. Dort waren die Bodenverhältnisse ähnlich ideal. Dort drehte ich wieder meine Runden. Das lief sehr sicher. Das Einrad fühlte sich unumfallbar an und die Gummireitstiefel hatten sicheren Pedalkontakt. Auf nassem Boden neigt das Einrad etwas zum Verdrehen, weshalb ich vorgestern einmal abgestiegen war. Einmal machte ich einen Abstecher zur anderen Seite des Areals, wo sich früher der Jugendclub Sechseck befunden hatte. Der Weg dorthin war duster, weil die Leuchten ausgefallen waren und nicht genug Zeit zum Herausfummeln der Kopflampe blieb. Das Schimmern von Eis war jedoch noch gut erkennbar. Dazwischen blieb eine ausreichend breite Fahrrinne. Wieder auf dem Parkplatz angekommen, fuhr ich dort weiter Kreise und Achten. Ich musste weiterhin nicht die Stiefel von den Pedalen nehmen. Zu kurzen Pausen fuhr ich gelegentlich an ein Geländer heran und blieb dort auf dem Einrad sitzen.
20:45 Uhr machte ich mich auf den Heimweg und kam fünf Minuten später zuhause an.

27.1.09

Endlich mal wieder

Die Zwangspause hat mehr als drei Wochen gedauert. Heute hatte ich endlich einmal wieder Gelegenheit zum fahren. Weil es jetzt wegen längeren Arbeitszeiten kaum möglich ist, im Winter am hellichten Tag zu fahren, nahm ich mir vor, abends zum Parkplatz von Netto und Schlecker zu fahren. Weil das erst nach 20 Uhr Sinn hat, schrieb ich bis dahin an einem Artikel für das VdS-Journal.
Trotz der langen Pause klappte das Fahren ohne Probleme und das Sitzen auf dem Einrad war sehr angenehm. Da störte auch das unschöne Wetter nicht. Die Temperatur lag bei -1°C und es war etwas nebelig. Die Fahrt zum Parkplatz verlief ohne Probleme. Nirgends musste ich über Eis fahren.


Auf dem Parkplatz waren die Verhältnisse OK. Der Boden war zwar nass, aber nicht gefroren. Auch in engen oder schnell gefahrenen Kurven geriet der Reifen nie ins Rutschen. Einmal berührte ich trotzdem den Boden mit den Stiefeln. Nach einem Wackler kam ich einer Wand ziemlich nah und stieg sicherheitshalber ab. Danach blieben die Stiefel bis zum Schluss dort, wo ich sie am liebsten habe, auf den Pedalen. 20:40 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Als ich ankam, war das Pokalspiel Stuttgart - Bayern München im Gange. Es stand schon 0:2.

19.1.09

Zwangspause

Seit meiner letzten Fahrt sind nun 17 Tage vergangen. So eine große Lücke hatten nicht einmal die Sonnenfinsternis-Reisen der letzten Jahre verursacht. Die jetzige Zwangspause ist wetterbedingt. Die letzte Fahrt hatte ich schon auf Schnee absolviert. Am darauf folgenden Wochenende hatte es viel geschneit. Danach wurde es kalt, teilweise mit nächtlichen Temperaturen unter -20°C. Der Schnee blieb liegen. Es wurden nur schmale Pfade freigeschoben. Seit wenigen Tagen taut der Schnee. Allerdings vereist die Oberfläche oft. Vielleicht werden die Wege in den nächsten Tagen wieder befahrbar.
Um nicht das Gefühl für das Einrad zu verlieren, habe ich mich heute im Flur einmal draufgesetzt. Zuvor musste ich Luft aufpumpen. Der im vorigen Juli geflickte Schlauch hatte Druck verloren. Der Aufstieg klappte ohne Probleme. Ich pendelte dann ein Bisschen und machte noch zwei Aufstiege. So schnell verlernt man das also nicht.

2.1.09

Bei Schnee im Wald

Die wundervollen trockenen Frosttage vor dem Jahreswechsel habe ich bei der Steinziege verbracht und somit Idealbedingungen für das Einradfahren verpasst. Heute schneite es. Mit den slickartigen Reifen ist das 26er nicht schneetauglich. Trotzdem hatte ich Lust, mit diesem Einrad kurz hinter dem Haus auf der dünnen Schneedecke herumzurutschen. Ich erwog, wie am 25.12., das mit Gummistiefeln zu absolvieren, hoffte dann aber, dass noch etwas mehr geht und zog mich richtig um, also Radlerhose, eine Hose drüber und Reitstiefel.

Freies Aufstiegen geht auf Schnee nicht, weil das Rad durchdreht. Hinterm Haus macht das nichts, weil ich mich an einem Geländer auf den Sattel hochziehen kann. Nach vorsichtigem Anfahren ließ es sich gut fahren. Am Wegende ließ sich das Rad sehr leicht auf der Stelle drehen.

Nach wenigen Hin- und Herfahrten wechselte ich den Fußweg um zu probieren, wie weit ich bis zum Wald komme. Die Kurve bei der Bushaltestelle fuhr ich, ohne wegzurutschen. Auch die abgesenkten Gehwegkanten bereiteten keine Probleme. So gelangte ich in den Wald, ohne zwischendurch abgestiegen zu sein. Auch im Wald kam ich voran. Ich begegnete mehreren Joggern. Nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße kam der riskanteste Abschnitt. Nach der Blechlemmingsperre gibt es bis zur Zwickauer Straße keine Aufstiegshilfen. Ein Ausrutschen würde einen relativ langen Fußmarsch zur Folge haben. Es ging jedoch gut. An der Zwickauer Straße machte ich eine kurze Pause. Dabei blieb ich auf dem Sattel sitzen, damit er nicht durch den andauernden Schneefall nass wird. Während der Pause kam Steven vorbeigejoggt.

Auch auf der Rückfahrt brauchte ich den Sattel nicht zu verlassen. Kurz vor Südost überholte eine Joggerin ganz langsam und wünschte ein gesundes neues Jahr. In Südost war die Strecke am Ende kurvenreich. Nach der schon erwähnten Kurve an der Bushaltestelle fuhr ich kurz vor zuhause eine S-Kurve, um von der Rückseite der Blocks auf die Vorderseite zu gelangen. Auch das klappte. So hatte ich die Schneetour absolviert, ohne zwischendurch absteigen zu müssen.

25.12.08

Kurztour mit Gummistiefeln

(Anklicken vergrößert das Bild) Nach einer Party war ich nicht ganz fit, doch das Wetter war schön und es wäre Frevel gewesen, nicht zu fahren. Um zu testen, ob ich fahren kann, zog ich die grauen Gummistiefel an und probierte in Flur das Aufsteigen. Das klappte gut. Weil ich keine große Tour machen wollte, behielt ich die Stiefel gleich an und verzichtete auf die Radlerhose. Ich wollte sowieso mal wieder mit den Gummistiefeln fahren. Die Reitstiefel bieten mit den langen Schäften das schönste Fahrgefühl, doch zwischendurch mal mit anderen Stiefeln zu fahren, bietet Abwechselung.
Ich fuhr durch den Wald zur Zwickauer Straße. Nachdem es gestern geregnet hatte, waren die Wege morastiger, als vorgestern. Mit den niedrigen Stiefeln musste ich langsam fahren, um nicht zuviel Schlamm abzubekommen. Weil ich nicht weit fahren wollte, störte das nicht sehr.


An der Zwickauer Straße machte ich eine Pause und begab mich dann wieder auf den Heimweg. Beim Überqueren der Zschechwitzer Straße musste ich Fußgängern ausweichen und über eine steinige Stelle fahren. An einem Stein blieb ich hängen und machte einen weiten Absprung. Auch mit Gummistiefeln war es kein Problem, diesen schmerzfrei zu stehen.
Vor dem Start lag die Temperatur bei 1°C. Ich machte mir deshalb Gedanken, ob es nicht zu kalt für ungefütterte Gummistiefel ist. Mit kalten Füßen lässt sich das Einrad schlecht steuern. Diesbezügliche Probleme hielten sich bis zum Schluss sehr in Grenzen. Ich spürte nur, dass die Stiefel allmählich hart wurden. Die Kälte hatte auch einen Vorteil. Weil ich zwischen den Beinen nicht ins Schwitzen kam, spürte ich keine reibenden Hosennähte.
Die am 13.12. erstmals überwundene schwierig aussehende Gehwegkante überfuhr ich heute mit Gummistiefeln, was auch keine Probleme breitete.

23.12.08

Schlammtour zum Märchenbrunnen

Heute fuhr ich auf direkten Wege in den Wald mit Option Märchenbrunnen. Dort war ich in diesem Monat noch nicht. Während im Vorjahr um diese Zeit Frost Idealbedingungen geschaffen hatte, hatte mich das Schlammwetter in diesem Jahr davon abgehalten.
Ich hatte natürlich keine Erwartungen, dass die Stiefel sauber bleiben, wie bei der letzten Fahrt.


Doch an der Zwickauer Straße waren sie noch völlig sauber. Der Schlamm war zwar schmierig, aber zäh und spritzte nicht sehr. Es war auch noch recht hell und so nahm ich die Option Märchenbrunnen wahr. Die Fahrt zum Großen Teich hinunter verlief fast problemlos. Einmal fuhr ich in eine Rille und wurde unerwartet unangenehm gestaucht. Einradfahren gilt als gesund für die Wirbelsäule. So eine Stauchung macht aber wohl die Arbeit von mehreren Kilometern Fahrt zunichte. Glücklicherweise rollte das Rad weiter.
Unten nahm ich zum Märchenbrunnen den waldseitigen Weg an der Hellwiese. Das ging zunächst ganz gut.


Doch dann musste ich durch eine Schlammstelle fahren und blieb stecken.


Ich hatte immer noch fast saubere Stiefel an. Auf dem Weg zum Märchenbrunnen musste ich noch eine kleinere Schlammstelle überqueren, was aber gelang.


Der Märchenbrunnen wies einen hohen Wasserstand auf. Die Ringmauer stand vollständig unter Wasser.


An einer anderen Stelle spiegelten sich horizontnahe Wolkenlücken im Wasser.

Heimwärts nahm ich an der Hellwiese vorbei den Weg am Südbad. Das war auch keine gute Wahl, denn dieser Weg war teilweise eine verschlammte Schlaglochpiste. Ich musste vorsichtig fahren. Als ich mich dann am Großen Teich in Sicherheit wähnte, blieb ich irgendwo hängen und hatte einen Fuß schon fast von der Pedale genommen. Das Rad rollte dann aber doch weiter. Dann kam die Waldeinfahrt. Anfangs war sie rutschlig, doch an den steilsten Stellen reichte der Grip. So brauchte ich wider Erwarten nicht abzusteigen und erreichte die sichere Zone des Quälbergs. Bei der Anstrengung war ich etwas ins Schwitzen gekommen, zog die Handschuhe aus und setzte die Mütze ab. Es ist ein großer Vorteil des Einrads, dass man so etwas bei Bergauffahrten problemlos machen kann. Auf einem Fahrrad ist das schwieriger.


Oben machte ich an der Zwickauer Straße auf dem Blechlemmingabwehrbalken eine Pause. Die Dämmerung war nun so weit fortgeschritten, dass der Blitz zum Fotografieren nötig wurde. Die Stiefel sahen im Vergleich zum schlammbeklebten Reifen immer noch manierlich aus.
Die weitere Heimfahrt unternahm ich bei zunehmender Dämmerung. Es lohnte sich noch nicht, die Kopflampe einzusetzen, doch die Sicht wurde schlechter. Einmal drehte das Rad durch, nachdem ich einen Stein überfahren hatte. Wieder hatte ich Glück, dass der Reifen griff, bevor ich absteigen musste. Bis nach Südost hatte ich dann eine entspannte Fahrt ohne irgendwelche Störungen.


Bis nach Hause machte ich mich auch nicht weiter schmutzig. In den letzten Tagen hatte ich Fahrten dabei, die wegen der Häufung von Abstiegen etwas unglücklig waren. Die heutige Fahrt war ein Ausgleich dafür. Eine lange Schlammtour mit nur einem unfreiwilligen Abstieg und am Ende fast sauberen Stiefeln.

20.12.08

Unter der Grauen Fläche

Nachdem es nachts vorübergehend aufgeklart war, hatte die Graue Fläche wieder Alles im Griff. Die Graue Fläche ähnelt etwas einem Schwarzen Loch. Der Unterschied ist, dass Licht, das ins Schwarze Loch hineingelangt, nicht mehr herauskommt. Die Graue Fläche lässt einen geringen Teil des eingedrungenen Lichtes wieder heraus. Auch Wasser kann hin und wieder die Graue Fläche verlassen. Das geschah vormittags.

Am Nachmittag beherrschte die Graue Fläche noch das Geschehen am Himmel, aber es regnete nicht mehr. Solche Bedingungen sind zum Einradfahren ausreichend. Es war sogar so mild, dass ich auf eine Mütze verzichtete.

Ich wollte testen, ob es möglich ist, bei der Nässe mit sauberen Stiefeln wieder nach Hause zu kommen. Eine Waldfahrt scheidet dafür aus. So fuhr ich die alte Münsaer Straße hinunter und bog unten links ab, um zum Wendekreis vor der Vogelsiedlung zu fahren. Dort drehte ich einige Runden und fuhr dann wieder zurück.


Während ich an der Bahnlinie fuhr, kam ein VT612 entgegen. Über den Bäumen ist die Graue Fläche zu sehen.


Zu diesem Zeitpunkt sahen die Stiefel noch sauber aus und ich wählte einen anstrengenden Heimweg, damit es so bleibt. Die alte Münsaer Straße bis zum Ende durchzufahren, ist eine kräftezehrende Angelegenheit, weil man eine lange 7%-Steigung bewältigen muss. Das Problem macht sich dann oben richtig bemerkbar. Es gibt dann keine Ausruhstrecke mehr. Ich muss oben absteigen und die Straße zu Fuß überqueren. Nach der Anstrengung fällt das Aufsteigen nicht mehr so leicht. Auf dem Stück durch Südost sind dann noch weitere Ab- und Aufstiege nötig. Teilweise geht es auch bergauf.
Nach der anstrengenden Schlussphase kam ich mit sauberen Stiefeln nach Hause. Gäbe es einen Grund dafür, könnte ich diese Strecke bei Nässe auch ohne Stiefel fahren. Allerdings komme ich bei langen Bergauffahrten mit Stiefeln besser zurecht.

19.12.08

Wechselhaftes Wetter

Das dauertrübe Wetter hat sich in der Nacht in abwechslungsreiches geändert. Um Mitternacht war es klar, morgens regnete es und dann wurde es heiter. Heute war es etwas wärmer, als an den vergangenen Tagen. Deshalb verzichtete ich auf die zweite Hose, die ich bei den letzten Fahrten über die Radlerhose gezogen und mit in die Stiefel gesteckt hatte. So bin ich etwas beweglicher.

Gestern hatte ich ungewöhnlich oft ab- und aufsteigen müssen. Heute wurde das extremer. Weil es etwas windig war, hatte ich mich für eine Fahrt in den Wald entschieden. Als ich den Durchgang vom Buchenring zur Bushaltestelle Pappelstraße durchquerte, fing es an, zu regnen. Ich wendete vor der Bushaltestelle und stellte mich auf dem Einrad im Durchgang unter. Der Regen hörte schnell auf und ich fuhr wieder los. Ich sah einen Regenbogen und wollte ihn fotografieren. Die Kamera löste nicht aus. Ich hatte nachts den Akku aus dem Ladegerät genommen und morgens nicht mehr daran gedacht, ihn in die Kamera einzusetzen. Inzwischen begann es wieder, zu regnen. Ich wartete im Buswartehäuschen und konnte nach weniger als fünf Minuten wieder losfahren.

An der nächsten Straße musste ich wegen Blechlemmingaktivität absteigen. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, fing es wieder an, zu regnen. Der Regen ging in Graupel über und so wurde ich nicht übermäßig nass, bis ich am Waldrand an der windabgewandten Seite eines dicken Baumes Schutz fand. Auf dem Weg dort hin sagte ein kleiner Junge, dass ich aufpassen soll, dass ich nicht ausrutsche. Nun musste ich ungefähr eine Viertelstunde warten. Gegen 15:30 Uhr fuhr ich weiter. Die Wege waren mit Wasser bedeckt, fühlten sich aber hart und griffig an. Der Niederschlag hatte den schmierigen Schlamm ausgewaschen und etwas hinterlassen, was ich in den Slangbegriffen auf der Seitenleiste las Leichtschlamm bezeichne. Darauf ließ es sich angenehm fahren.

Obwohl inzwischen die Sonne schien, verstärkte sich der Regen wieder. Kurz vor der Zschechwitzer Straße machte ich deshalb noch eine Baumpause. Danach gab es keine Probleme mit Regen mehr. An der Zwickauer Straße machte ich eine Pause am Absperrbalken, weil dieser nass war, blieb ich aber auf dem Sattel sitzen.
Die Rückfahrt durch den Wald war schön. Die Sonne schien, das Rad rollte leicht. In Südost musste ich dann noch zweimal absteigen. Einmal wegen Blechlemmingen und dann vor einer Fußgängergruppe an einer engen Wegstelle.

18.12.08

Trübes Wetter und Blechlemminge

Am Sonntag und Montag hatte ich die Strecke alte Münsaer Straße - Umgehungsstraße bis Zwickauer Straße - Wald gewählt, um bei dem sonnigen Wetter viel Licht abzubekommen. Danach wurde das Wetter trübe und düster und blieb so. Heute nieselte es und ich fuhr nochmal die gleiche Strecke, um nicht die meiste Zeit durch Schlamm fahren zu müssen.


Als ich die alte Münsaer Straße herunterfuhr, sah es nicht mehr so freundlich aus, wie auf dem Bild vom 14.12. Wenigstens hatte es aufgehört, zu nieseln.

Die unangenehmste Stelle dieser Route ist ein Stück an der Umgehungsstraße, wo es so steil bergauf geht, das ich schieben muss. Oben ist es dann schön, wieder auf dem bequemen Sattel zu sitzen. Die Freude währte nicht lange. Bei Kotteritz sind die Radweganschlüsse an die Straße etwas versetzt, so dass ich ein kleines Stück Straße fahren muss. Normalerweise ist das kein Problem, heute musste ich wegen hoher Blechlemmingaktivität absteigen.

Später verließ ich den Sattel unfreiwillig nahe der Brücke Paditzer Straße. Die Ursache konnte ich nicht herausfinden. Der Weg war zwar schlammig, sah aber nicht problematisch aus. Von hinten kam ein Blechlemming. Ich dachte, dass der unfreiwillige Abstieg deswegen garnicht so schlecht war. Der Blechlemming bog aber hinter mir auf die Paditzer Straße ab. Blechlemminge auf Radwegen sind lästig. Um sie aus dem Wald herauszuhalten, musste man Absperrungen bauen.

Kurz bevor ich die Waldeinfahrt erreicht hatte, kam ein Blechlemming aus der Gartenanlage. Wieder absteigen! Vielleicht ist der Sprit wieder billiger geworden.

Im Wald war die Schlammsituation unverändert. Auf der Zschechwitzer Straße war wieder Blechlemmingaktivität zu beobachten. Auf einen niedrigen Pfosten gestützt, mit dem ein Radweg gegen Blechlemminge verteidigt wird, wartete ich ab und brauchte nicht abzusteigen, bis die Straße frei war.
Auf der weiteren Heimfahrt gab es keine Besonderheiten.

15.12.08

Umgehungsstraße und Lichtsäule

Heute schien wieder die Sonne und ich fuhr wieder die Strecke alte Münsaer Straße - Umgehungsstraße bis Zwickauer Straße - Wald. In der teilweise klaren Nacht hatte sich Eis gebildet und an Stellen, die nicht von der Sonnen beschienen worden waren, hatte sich das Eis gehalten. Lange hatte ich damit keine Probleme. Erst bergauf am Ende des Tunnels unter der Umgehungsstraße nahe der Zwickauer Straße kam es zum unfreiwilligen Abstieg. Zum Glück rutschte ich mit den Gummireitstiefeln nicht auch noch auf dem Boden aus und so ging das schmerzlos ab.


Bei der Gelegenheit machte ich ein Bild von der Wetterlage (Anklicken vergrößert). Schon zu Fahrtbeginn hatte dünne Bewölkung von Ostern her den Himmel erobert, aber den Horizont mit Sonne frei gelassen.

Als ich wenige Minuten später mit der Sonne im Rücken zum Wald fuhr, schaute ich mich um und sah eine Lichtsäule über der Sonne.


Weil es nicht ganz einfach ist, während der Fahrt nach hinten zu fotografieren, stieg ich am Waldrand ab und fotografierte dieses Bild (Anklicken vergrößert). Die Lichtsäule ist eine Haloerscheinung, die durch Spiegelung an Eiskristallen entsteht. Die Lichtsäule auf dem Bild reicht fast bis zur Bewölkung am oberen Bildrand.

Im Wald fuhr ich dann zunächst auf einem schmierigen Morast. Weiter drinnen war die Wegoberfläche teilweise trockengefroren. Auch diesem Untergrund rollte das Einrad leicht und weil es teilweise etwas bergab ging, war das Fahren wunderschön. Probleme mit Eis gab es dabei nicht, auch durch Südost kam ich, ohne noch einmal absteigen zu müssen.