26.9.25

Nach Regen durch Pfützen fahren

Blogger hat seit ein paar Monaten wieder einmal die Macke, dass Bilder in der umgekehrten Reihenfolge eingefügt werden, wenn man mehrere gleichzeitig hochlädt. Vielleicht will man so ab und zu erreichen, dass nicht zu viele Bilder hochgeladen werden.

Quelle: DWD Warnwetter App

Den Freitagnachmittag hatte ich für das Einrad freigehalten. Nach Feierabend zog das fetteste Regengebiet Deutschlands bei uns durch. Das Ding zog in nordwestlicher Eichtung durch und das Altenburger Land kam viel davon ab. Drei Wetter-Apps stimmten darin überein, dass der Regen um 18 Uhr fast schlagartig aufhören würde.

 

Das Spinnenenetz vor einem Fenster wurde mit Regentropfen verziert. 


 

Unterdessen ließen sich aufgeschobene Angelegenheiten erledigen.

Der Regen hörte pünktlich auf. 18:11 saß ich dann draußen auf dem Einrad. Zu Beginn nahm ich ein kurzes Video vom Fahren durch Pfützen auf. 

Im Nachhinein habe ich gesehen, dass das Video auf Youtube manchmal mit falschen Farben angezeigt wird. In diesen Fällen man man es auch auf Tiktok ansehen. Dort läuft es stabiler. Auf Tiktok sind auch viele andere Videos zu finden, s. Link in der rechten Spalte.

Pfützen stören beim Einrad fahren nicht, zumindest wenn sie keinen Schlammgrund haben. Für starken Gripverlust (Aquaplaning) ist der Reifen zu schmal und eine merkliche Abbremsung findet nicht statt.

Mit Overkneestiefeln konnte ich nicht nass werden. Die hatte ich gestern auch bei Regen zu Fuß in der Stadt an gehabt. War sehr okay. Die Knie blieben trocken. 
Fahrt zurück
Die Geometrie machte es nötig, in der Pfütze abtzusteigen. Mit hohen Stiefeln kein Problem.


Die Nässe störte im weiteren Verlauf  das Fahren nicht. Aus alter Erfahrung vertraute ich darauf, dass das Einrad in engen Kurven nicht wegrutscht.

Auf den Stiefeln sind hier noch Wassertropfen an den oberen Schaftenden zu sehen. Die stammten warscheinlich noch vom Abstieg in die Pfütze vom Video.

In der allgemeinen Nässe fand ich eine neue Parkposition. Das Rad kann nicht nach vorn wegrollen und das linke Bein ist im Gitter stabilisiert.

Nach einer halben Stunde brach ich das Fahren ab. 

24.9.25

20 Jahre alte Bekleidungskombination wieder verwendet

Im Mai 2005 hatte ich erstmals eine Radlerhose mit hohen Stiefeln kombiniert. Das erwies sich für mich als eine Revolution für Bequemlichkeit und entspanntes Fahren. Die Stiefel waren die Dafna. Die hatte ich seit 2001 und bis dahin mit Jeans getragen. Jeans in Stiefeln sind nur bei dünnwandigen Stiefeln wirklich bequem. Bei den Acquo ist das der Fall und bei den asiatischen Noname-Stiefeln. Die sind so leicht und bequem, dass ich sie fast immer anziehe, wenn es für Sandalen zu kalt ist. Heute hatte ich bei der Ukrainehilfe in diesen Stiefeln mit Kindern Fußball gespielt. Ging auch. Die Stiefel sehen immer noch fast neu aus. Ich habe noch nicht herausgefunden, wer die Dinger herstellt und ob in der Lieferkette irgendwo ein Glied mit verschärfter Ausbeutung ist, das den Preis drückt.

Die Dafna stammen von einem israelischen Kibbuz. Dort hat man wohl einen sehr belastbaren Kunststoff gefunden. Normalerweise brechen viel benutzte Gummistiefel nach einiger Zeit an einer Stelle nahe der Kehle vor dem Fußgelenk. Durch diesen Effekt habe ich schon einige Paare Stiefel eingebüßt, zuletzt die Black Forrest im vergangenen Dezember. Die Dafna sehen nach Einreiben mit dem Acquo-Pflegemittel an den Außenseiten wie neu aus. Das Futter hat in den Schäften Flicken. Auch unter den Füßen ist das Futter verschlissen. Mit ausreichen dicken Socken sind die Stiefel weiterhin sehr bequem.

Die alte Hose hatte ich vor zwei Wochen reaktiviert. In Kombination mit den Dafna hatte ich sie viele Jahre nicht mehr getragen. Sie hat ein geflicktes Loch von der Reibung am Sattel. Der Flicken muss bei Gelegenheit erneuert werden.


18:27 saß ich draußen auf dem Einrad. Zehn Minuten später nahm ich ein kurzes Video zum Testen von Bewegungsunschärfen auf. Das linke Bild ist ein unbearbeiteter Einzelframe. Rechts ist eine Bearbeitung mit Topaz. Das Fahren rechtwinklich zur Sichtachse der Kamera erzeugt starke Bewegungsunschärfen. Bei solchen Lichtverhältnissen sind dann brauchbare Einzelbilder nicht mehr möglich. 

Bei Bildern von radialer Fahrt ließen sich die Unschärfen leichter beseitigen.

Es ging auch noch ein Bisschen näher.

Auf der Ansicht von hinten glänzen die Stiefel wie gewohnt mehr.

Nach dem Abstieg waren die Bilder wieder ruhiger.

Die Dafna gehören zu den Stiefeln, mit denen Einrad fahren leicht und entspannend ist. 18:42 machte ich mal eine Pause auf der Mauer am Spatzennest. Auch nach 24 Jahren Gebrauch sind diese Stiefel noch wunderschön anzusehen.

Dann kam ich auf die Idee, die Bewegungsunschärfen mit einem Fake auszutricksen: An der Mauer kurz stoppen, anlehnen und weiterfahren. 

Ein letztes Foto nach einer halben Stunde Fahren. Die alte Bekleidung hatte gut mitgemacht und erinnerte an eine Zeit, als ich knapp 40 war. Zwanzig Jahre später bin ich mit den selben Stiefeln wesentlich wendiger. 

 

22.9.25

Gleichgewichtsübungen und Refexionen zum Wetterumschwung

 

Über Nacht kippte das Sommerwetter um. Morgens musste ich auf dem Weg zur Arbeit an der S-Bahn-Haltestelle mdr umsteigen. Dort zeigte sich ein Weltuntergangsszenario. Es sah dramatischer aus, als es war. Es nieselte nur. Mit ca. 12°C lag die Tageshöchsttemperatur deutlich unter den 27°C von gestern.

Als ich kurz nach 18 Uhr zu Hause ankam, hatte der Regen aufgehört. Die Sonne sollte 19:08 MESZ untergehen. Das gab noch etwas Zeit für eine spontane Einradfahrt.

18:34 fuhr ich los. Kurz danach machte ich ein Videoexperiment: Wie bekommt man es hin, bei schlechtem Wetter Bewegungsunschärfen zu reduzieren. Die erste Regel ist, sich nicht mehr zu bewegen, als unbedingt nötig. Das lässt sich durch langsames Fahren und möglichst ruhige Körperhaltung erreichen. Das Zweite sind perspektivische Effekte. Auf die Kamera zu fahren reduziert seitliche Winkelgeschwindigkeiten und Zoom die Änderung der Ausdehnung. 

Dabei kam ich auf die Idee, ein paar Gleichgewichtsübungen einzubauen.

Beim erstem Mal fuhr ich noch mit herunterhängenden Armen. Das ist die entspannte Methode.

Nicht ganz so einfach war das Fahren mit verschränkten Armen bei niedriger Geschwindigkeit.

Mit Händen auf dem Rücken lässt sich das Einrad auch fahren.

Mal wieder entspannt mit freien Armen.  

Bei solchem Wetter ist es stimmungsaufhellend, auf einem Einrad zu sitzen. Bei der aufrechten Körperhaltung bekommt man noch relativ viel Licht ab, sitzt angenehm und hat etwas Bewegung an der frischen Luft.

Dazu hatte ich ein Paar hohe Stiefel an, die mit Reflexen Kontrast ins Trübe brachten. So hellten Stiefel die Stimmung zusätzlich auf.

Besonders sichtbar war das von hinten.


Hier sind die Bewegungsunschärfen fast weg.

Diese Reflexe auf den Stiefeln finde ich wunderschön, trotzdem erinnern sie auf diesem Bild irgendwie an Auren von Migräne. Die Auren finde ich eigentlich auch schön, aber sie kommen ungeplant und kündigen Ärger an. Eine Migränelage war heute nicht und so konnte ich eine ungetrübte Stimmungsaufhellung durch die Stiefel wahrnehmen.
 

Der Abstieg. Ich beschränkte das Fahren heute auf eine halbe Stunde.


21.9.25

Zwischendurch beim Mittelalterfest

An diesem Wochendende fiel das Altenburger Mittelalterfest mit der Earth Night zusammen. In Altenburg ist es üblich, zur Earth Night, wie auch zur Earth Hour, die Stadt gleich über das ganze Wochende zu verdunkeln. Es ist erstaunlich, wieviele Sterne unter solchen Verhältnissen mitten in der Stadt gesehen werden können.

Nach der Völlerei am Sonnabend wollte ich am Sonntag wieder zum Mittelalterfest um Leute zu treffen. Um Mittag war noch etwas Zeit für das Einrad. Das empfand ich als nützlich, weil das Sitzen auf dem Einrad belebend ist.

12:05 fuhr ich los. Am letztem vollständigen Sommertag (Herbstbeginn ist am Abend des 22.9.) zog der Sommer nochmal alle Register. Mit 27°C war es bei Sonnenschein ziemlich warm und mit Taupunkt 18°C offiziell schwül. Ich hatte wieder die uralte Radlerhose von der letzten Fahrt an und dazu die Stiefel von Aigle. Die sind nicht nur wunderschön und bequem, sondern auch bei Wärme angenehm zu tragen. 

Der Hímmel war noch überwiegend tiefblau, was auch am Stiefelschaft zu sehen ist.

Ein Slalom aus der üblichen Kameraposition


Die Sonne stand im Südosten noch etwas seitlich. Deshalb nach ich noch einen Slalom von der gegenüberliegenden Seite auf.

Beim checken der Aufnahme saß ich im Schatten unter dem Baum. In diesen wunderschönen Stiefeln fühlte ich mich weiterhin wohl und fuhr noch eine Weile, bis eine Dreiviertelstunde um war. 
 

10.9.25

Bequemes Fahren in seltener Bekleidung

Heute hatte ich Waschtag und dabei war auch die blaue Radlerhose in die Maschine gelangt. Zufällig hatte ich am Montag bei der Suche nach anderen Kleidungsstücken meine allererste lange Radlerhose wiedergefunden. In 20 Jahren Nutzung ist sie abgewetzt und hat auch ein geflicktes Loch. Trotzdem ist sie noch verwendbar. Dazu wollte ich ein Paar lange nicht mehr benutzte Stiefel anziehen und dachte an die Michartin-Overkneestiefel. Diese Lederstiefel sind im Vergleich zu den noch etwas höheren veganen Acquo von gestern etwas derb. Ob ich sie anziehe, machte ich an der Temperatur fest. Sie sollte unter 20°C liegen. Um 17 Uhr waren 19°C. 17:19 fuhr ich los. Beim Gehen reiben die Stiefel unten an den Knöcheln, was bei längeren Fußmärschen unangenehm werden kann. Auf den Pedalen waren sie dann schön bequem. Das Fahrgefühl war nicht viel schlechter als mit Gummistiefeln.

Fahren auf dem geneigten Weg zwischen Buchenring und Spatzennest. 

Als ich zur Straße zum Wenden fuhr, wurde ich von einer Frau gerufen. Es war die Ch. vom PGH. Sie nahm ein handnachgeführtes Video auf. Davon gibt es nur wenige im Blog. Sie sind maschinellen Nachführungen immer noch überlegen. Dabei gibt es auch noch Dialog.

Eine kurze Pause 17:31. Bisher ließ sich mit den etwas klobigen Stiefeln alles gut fahren. Es fehlten noch der gespreizte Slalom und der Kreis rechts herum bei den Müllcontainern zwischen den Parkplätzen. Letzteres ging noch nicht, weil dort ein Auto stand.

So nahm ich mir als Nächstes den Slalom vor. Der klappte auch. Nur der Abstieg sieht etwas merkwürdig aus, weil ich dabei auf einen Stein geriet.

17:50 fuhr das Auto bei den Müllcontainern weg. Nun konnte ich endlich prüfen, ob ich dort mit diesen Stiefeln Kreise rechts herum fahren kann. Das klappte sehr gut.

 

Eine Pause kurz vor Schluss. Nach einer Stunde hörte ich mit dem Fahren auf. Das Einrad hatte den wuchtigen Stiefeln bequeme Leichtigkeit verschafft.


 

9.9.25

Gekrümmte Rampe und Grashüpfer an Stiefeln

Zwei Wochen hatte ich keine Gelegenheit gehabt, mit dem Einrad zu fahren. Heute war es wieder so weit. Als ich 17:32 losfuhr, war das Wetter angenehm, bewölkt, aber mit 22°C angenehm temperiert.

Kurz nach Beginn bewegten sich betagte Frauen auf den Wegen um das Spatzennest herum. Um sie vorbeizulassen legte ich hin und wieder eine Pause ein und lehnte mich an ein Geländer oder setzte mich auf die Mauer. Das war unproblematisch, denn ich musste dazu nicht absteigen. Allmählich nahm der Strom zu. Das Spatzennest, das eine Kombination aus Kita und Senior*innenclub ist, hatte offensichtlich eine Veranstaltung für Seniorinnen.

Nach gut 20 Minuten nahm ein Video vom Fahren auf der gekrümmten Rampe an der Südwestseite auf. Aus irgendeinem Grunde gefällt mir diese Stelle am besten, wenn ich Overkneestiefel an habe. Mit den Acquo Lissabon+ war das heute der Fall. Es war auch mit den ziemlich derben Michartin schon so. Ich nahm etwas mehr als sechs Minuten in einem Stück auf und schnitt das Ganze auf 1:53 zusammen.

Weil bei diesem Video höhere Winkelgeschwindigkeiten als sonst auftreten, fiel es auf, dass die Studio-App des Samsung-Handys nach dem Zusammenschneiden der Schnipsel die Bildfrequenz auf 30 fps heruntersetzt. Mit einer Hybridtaktik ließ sich das Problem lösen. Die Schnipsel, die ich mit dem Handy in der Gallery hergestellt hatte, hatten die 60 fps behalten. Auf dem Rechner klebte ich sie dann mit dem MP4Joiner zusammen. Das ist ein kostenloses Tool, das die Videos einfach zusammenkopieren kann, wenn die Formate gleich bleiben. Da wird nichts gerendert und in Sekunden ist es fertig. Für richtige Videobearbeitung ist mein Notebook viel zu alt und hat nicht genug Speicher in der GPU.

Interessant am Video ist der Ton. Es sind manchmal Kommentare zu hören. Offenbar fühlten sich die Seniorinnen mehr unterhalten als bedroht. 

Ein Einzelbild aus dem Video. Wie angewöhnt, habe ich die rechte Hand am Sattel, um nicht das Geländer zu berühren.

Das Gras auf dem das Handy zur Aufnahme stand, erwies sich als sehr trocken. So machte ich dort eine Pause. In den Kurven hatte ich mich in den Overkneestiefeln sehr wohl gefühlt. Ich finde sie auch wunderschön und sah sie mir deshalb kurz an und bemerkte dabei zwei hellgrüne Punkte.

Auf beiden Stiefeln hatten sich junge Grashüpfer niedergelassen, die sich auf den Stiefeln viellicht so wohl fühlten, wie ich mich drinnen.

Die Falten schienen den Tierchen besonders zu gefallen.

In den folgenden Minuten nahm der Zustrom an Menschen zu und es häuften sich Blechlemminge. 

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren.
 

26.8.25

Weitere Feierabendfahrt bei sonnigem Wetter

Bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass der Videoschnitt mit Clip Champ doch zu merklichen Qualitätsverlusten geführt hatte. Deshalb wiederholte ich das mit dem Videoeditor des Handys. Damit kann man keine Stellen innerhalb des Videos herausschneiden, sondern kann nur enzelne Teile herauskopieren. So muss man das Video von vorn der anknabbern und anschließend von hinten zusammenkopieren. 

Praktisches Hilfsmittel dazu ist das remarkable. Damit kann man notieren, wieviel Zeit der aktuelle Schnipsel vom Ende des Muttervideos entfernt ist und mit dem Stift lassen sich auf der Timeline die Markierungen präziser verschieben, als mit dem Originalstift des Samsung S25 Ultra.

Einmal wunderte ich mich, dass der Stift plötzlich nicht mehr funktioniert. Als Ursache stellte sich heraus, dass das Handy Stifte nur akzeptiert, wenn der Originalstift nicht im Slot steckt.
 

 

Heute machte ich machte ich noch einmal so eine Aufnahme. Das Wetter war tagsüber sonnig gewesen und die Temperatur lag bei 24°C. 17:47 Uhr fuhr ich los. Bei dem sommerlichen Wetter hatte ich mit den Aigle kniefreie Stiefel angezogen. Aus dem Video ließen sich wieder Einzeölbilder gewinnen. Bei Anklicken erscheinen sie größer.





Wie gestern brachte Schräglage von der Kamera weg Glanz auf die Stiefel, wenn auch mit weniger Kontrast.

25.8.25

Einfache Videoschnitte

An diesem Montag kam ich gegen 17:45 von der Arbeit nach Hause, zog mich sofort um und setzte mich 17:52 für eine halbe Stunde aufs Einrad. Nach dem kalten Wochenende war es wie im gesamten August zu Wochenbeginn wieder wärmer und sonniger geworden. Bei 21°C war es noch nicht zu warm für das Fahren in Overkneestiefeln und ich hatte sie wieder angezogen.

 

Zu Beginn nahm ich Videos von Slaloms auf. Auf diesem Videozusammenschnitt ist erst ein gespreitzter, dann ein gerader Slalom zu sehen.

Nach einer Viertelstunde bekam ich noch Lust, ein Video vom Fahren im Kreis zur Gewinnung von Einzelbildern aufzunehmen. Zuhause probierte ich, mit Clip Champ die Lücken herauszuschneiden. Das klappte erstaunlich gut.

Ein paar Einzelbilder zog ich trotzdem heraus. Nach darauf klicken erscheinen sie größer.

Mehr Bilder sind nach Klicken auf den Link "Weiterlesen" unter dem Bild zu sehen (Web-Version). 

23.8.25

Drehung im Pendeln

Das Wetter hat zur Zeit einen 7-Tage-Zyklus. An den Wochenenden ist es kalt und zur Wochenmitte heiß. Auch in dieser Woche folgte der Temperatursturz am Freitag. Heute früh hatten wir auf der Sternwartenbaustelle eine Besichtigung, um weitere Maßnahmen abzuklären. Dabei fühlte ich mich zu dünn angezogen. Der Nachmittag war verregnet. Kniehohe Acquo und ein Regenschirm reichten bei Wind nicht aus. Nach 17 Uhr kam ich nach einem Arbeitseinsatz im PGH und einen Einkauf zuhause an und wollte nochmal aufs Einrad. Nun zog ich Overkneestiefel an. Das hatte ich nicht mehr gemacht, seit die Julikälte am 23.7. aufgehört hatte.

17:49 fuhr ich dann draußen los. Das Fahrgefühl in Overkneestiefeln ist nicht viel anders als mit kniehohen Acquo. Heute wollte ich mal die Knie in den Schäften haben und fand das wunderbar. 

Laut Uhr hatte ich schon vor Beginn der Fahrt die drei Fitnessziele erreicht. Die 6.000 Schritte fallen normalerweise nebenbei ab. Bei den anderen beiden Zielen ist es schwieriger. Eins davon ist, möglichst viel Energie zu verbrauchen. Das erscheint mir widersinnig und ich ignoriere es. Es ist fast, als würde man ein Auto gut finden, das besonders viel Sprit verbraucht. Zu Beginn der Fahrt zeigte die Uhr schon mehr als 12.000 Schritte an.

Ich hatte vor gehabt, eine 360°-Drehung im Pendeln mit dem Little Big Ben (26x2,15) Reifen von Schwalbe aufzunehmen. Vergleiche mit schmalen Reifen, mit denen das leichter geht, habe ich hier und hier beschrieben. Mit dem dicken Reifen sollte es etwas schwieriger sein.

Zunächst war ein Video nicht machbar. Menschen mit Kindern auf Inline-Skates hatten das Areal am Spatzennest bevölkert. Das war für das Einrad fahren unproblematisch. Videoaufnahmen wären aber wegen des Rechts am Bild schwierig. 

Ansonsten fühlte ich mich in den Overkneestiefeln bei dem windigen Wetter sehr wohl. Hier machte ich nach einer halben Stunde eine Pause und es schien zwischenzeitlich auch die Sonne. 

Pause 18:47: Im Stiefel spiegelte sich der weißblaue Himmel. 

Wenn ich eine Stunde Einrad fahre, zeigt die Uhr 4.000 Schritte Zugewinn an. Das war auch heute wieder so. Dieser Wert erscheint mir etwas wenig. Ziehe ich von einer Stunde fünf Minuten für Pausen ab, komme ich in den verbleibenden 55 Minuten auf 3.300 Sekunden Fahrt. Da käme ein Tritt auf ca. 0,8 Sekunden. Auch, wenn ich oft langsam fahre und mich dabei ausruhe, ist das wenig. Die Uhr unterscheidet, ob ich gehe oder Rad fahre. Vielleicht gibt es bei Rad fahren eine Umrechnung der Schrittzahl.


Die o.g. Menschen gingen kurz nach 19.00. So nahm ich doch noch Videos auf. Das Gelände lag schon im Schatten, aber die Stiefel brachten noch etwas Glanz rein. Um herauszufinden, wo ich am besten das Format ausfülle, fuhr ich einen gespreizter Slalom. Auf dem Video zählte ich die Steine ab und wusste, wo ich pendeln sollte. 

Ein Video vom Pendeln wollte ich noch unbedingt haben. Beim ersten Versuch musste ich absteigen. Solche Fails zeigen, dass Einrad fahren auch nicht sonderlich gefährlich ist, wenn etwas schief geht. Ich blieb stehen und mit den Stiefeln konnte mir kaum etwas passieren. Allenfalls könnten die Stiefel Kratzer von den Pedalen abbekommen. 

Ein paar Sekunden später fuhr ich erneut an die Markierung heran, pendelte die 360°-Drehung und fuhr weiter. 

Am Ende hatte ich 90 Minuten auf dem Einrad vebracht.

19.8.25

Gespreizter Slalom

Eine Untersuchung der Zahnärztin ging heute glimpflich aus. Obwohl ich zum ersten Mal in diesem Jahr dort war, musste nicht geklempnert werden. Gegen 19:30 kam ich danach zuhause an und hatte bei wunderschönem Wetter noch Lust, mich auf das Einrad zu setzen. Bei sommerlichen 27°C zog ich die vergleichsweise kurzen Equithéme-Stiefel an und fuhr 19:39 los.

Ich hatte die Idee, mal wieder einen seitlich gespreizten Slalom zu fahren. Das hatte zuletzt im Mai 2024 bei wesentlich größeren Längsabständen zwischen den Steinen gemacht.

Danach hatte ich nur die Längsabstände auf einen langen Schritt verkürzt und auf seitliche Spreizung verzichtet. Als erste Übung fuhr ich so einen linearen Slalom mit kurzem Längsabstand zwischen den Steinen. Das ist ziemlich einfach. Wenn man die Arme hebt, verlängert man das stehende Pendel wie bei einem Metronom. Wenn die passende Frequenz so eingestellt ist, kann man zwischen den Steinen hindurchschwingen und die Korrekturbewegungen kosten nicht viel Kraft. Ich fuhr auch mit ungefähr konstanter Geschwindigkeit und brauchte kaum Kraft für Bremsen und Beschleunigen.


Der gespreizte Slalom war dann Arbeit. Wenn ich auf einen Stein zu fuhr, wurde ich langsamer und beschleunigte dann wieder auf dem Weg nach innen. So vermied ich ein Ausbrechen wegen zu hoher Geschwindigkeit. Das war etwas grenzwertig und fühlte sich nicht sehr stabil an. Die Equithéme gehören zu den Stiefeln, in denen ich nicht so schnell Angst bekomme und so wackelte ich das mit Zuversicht fehlerfrei durch. 

Ich fuhr dann noch einige Zeit in Südost herum. Pausen machte ich nur wenige, wie hier 20:07. Die kurzen Vinylstiefel hatten sich wieder gut bewährt. Zwei Minuten später beendet ich das Fahren, um nicht viel von der kommenden klaren Nacht zu verpassen und war somit eine halbe Stunde auf dem Einrad.