30.11.05

Nachtfahrt

Wenn ich nun nach Feierabend nach Hause komme, ist es bereits zu dunkel für eine Fahrt durch den Wald. Tageslichtfahrten werden so - von Touren an freien Tagen abgesehen - erst im Februar wieder möglich werden. So probierte ich etwas, was ich im vorigen Herbst und im Januar gemacht hatte: Im Licht der Straßenlampen in Südost herumfahren. Damals war das anstrengend, da ich die holprigsten Fußwege des Buchenring hochwärts fahren musste, weil ich keine Rechtskurven fahren konnte.
Heute zog ich es vor, Rechtskurven zu fahren, um den Holperstellen auszuweichen oder um sie bergab zu fahren. Vor der Haustür stieg ich auf, fuhr ein kurzes Holperstück, um in einer S-Kurve auf den ebenen Weg hinter dem Nachbarblock zu gelangen. Wie auf dem Weg zum Wald bog ich nach der Unterführung zur Bushaltestelle links ab. Auf der nächsten Straße bog ich aber ab und fuhr zum Buchenring durch. Zur Verbesserung der Sicherheit hatte ich ein LED-Rücklicht angebaut. Unbekümmert weiterfahren kann man auf dem Buchenring trotzdem nicht. Nachts ist er radikal zugeparkt und wenn Autos überholen, wird's eng. Deshalb nutzte ich an der Nordseite des Buchenring eine abgesenkte Stelle, um auf den Fußweg hochzufahren. Damit hatte ich vor Jahresfrist große Schwierigkeiten, heute klappte es gut. Nun musste ich mich doch noch den Holperweg hochquälen. Nachdem ich den zu Ende gefahren hatte, verkürzte ich die Runde und fuhr an der Begegnungsstätte Pappelstraße vorbei, wie wenn ich sonst aus dem Wald zurückkomme. Den ansteigenden Verbindungsweg zum Buchenring kam ich nicht ganz hoch.
Oben stieg ich wieder auf und probierte etwas neues. Bisher hatte ich noch nie versucht, die beiden Kurven an der Bushaltestelle vom Durchgang her kommend rechts herum zu fahren, weil sie mir zu eng waren. Heute ging das ganz leicht. So konnte ich den Holperweg bergab fahren. Das ist wesentlich leichter. Am Ende ging es mit zwei Rechtskurven zurück zur Gebäuderückseite. Dann wollte ich den für Einradverhältnisse steilen Verbindungsweg Bucherning-Begegnungsstätte einmal herunterfahren. Das wollte ich ganz vorsichtig machen. Leider war es wegen der Rasenplatten nicht möglich, langsam heranzufahren. Deswegen brach ich die Versuche ab und fuhr wieder über die Pappelstraße an den Weg heran, um ihn hochzufahren. Das klappte nun und ich bog oben links ab, um noch ein paar Blockrunden rechts herum zu fahren. Zum Lenken brauchte ich kaum ruckartige Hüftbewegungen. Die Kurven ließen sich relativ schnell und bequem mit etwas Kurvenlage fahren. Die Stiefel hielten die Füße gut auf den Pedalen und ich fühlte mich bei der Kurverei wohler, als würde ich mit einem Fahrrad fahren. Einmal gab es durch eine Unebenheit doch noch einen Hieb, durch den ich aus der Kurve getragen worden bin. Deshalb musste ich absteigen.
Als ich auf dem Boden stand, sah ich, dass es aufklarte. Deshalb musste ich zum Ende kommen, um noch astronomische Beobachtungen machen zu können. Zuvor drehte ich aber noch eine Blockrunde, bevor ich zur Haustür fuhr.

29.11.05

Wintereinbruch

Wegen einer Dienstreise hatte ich für den Rest der vergangenen Woche keine Gelegenheit mehr, mit dem Einrad zu fahren. Gestern hatte es etwas geschneit, aber heute schien wieder die Sonne und die Wege in Süd-Ost waren weitgehend schneefrei. Beim ersten Aufstieg hatte ich aber trotzdem ein paar Fehlversuche, weil ich zu vorsichtig war. Danach verlief die Fahrt normal. Als ich den Wald erreichte, sah ich Schnee auf dem Weg. Zum Aufsteigen suchte ich eine schneefreie Stelle, um nicht wegzurutschen. Das Fahren über den Schnee war unproblematisch, da die Schneedecke nur wenige Millimeter hoch und nicht geschlossen war. So war die Fahrt nicht anstrengender, als sonst und mir fiel auf, das die Fahrgeräusche ungewöhnlich leise waren.
Wegen der niedrigen Temperatur hatte ich erstmals Handschuhe zu einer Waldfahrt angezogen. Das war für das Wohlbefinden während der Fahrt vorteilhaft, verursachte aber ein Problem beim Naseputzen. Ich hatte danach ein Problem, das Taschentuch wieder einzustecken. Während ich so hantierte, fuhr ich einen Abhang herunter, blieb an einem Stein hängen und musste absteigen. Ich ging den Berg wieder hoch, um eine schneefreie Stelle zu finden. Dabei beobachtete mich ein Mann, der fragte, "ob denn das geht". Die Weiterfahrt verlief ohne sonderliche Schwierigkeiten. An der Zschechwitzer Straße brauchte ich nicht wegen Autos abzusteigen. Auch den Berg am Krankenhaus kam ich insgesamt leicht hoch, obwohl dort viele Leute herumliefen und einmal ein anstrengendes Ausweichmanöver auf die Wiese nötig wurde. Der nächste Berg bereitete keine Probleme. Am Waldspielplatz machte ich eine kurze Pause auf der Bank und fuhr zurück. Über die Zschechwitzer Straße kam ich wieder drüber, ohne durch Autos gestört zu werden.
Heute bog ich einmal wieder auf die Paditzer Straße ab. Dort war es sehr schön, da die Sonne von der Seite her schien. An der Verbreiterung vor der Brücke fuhr ich anderthalb mal im Kreis herum und dann durch den Wald nach Südost zurück.
Dort probierte ich etwas Neues. Anstatt die Einfahrt zum Buchenring zu Fuß zu überqueren, bog ich auf dem Fußweg rechts ab in den Buchenring hinein. Dieser Weg ist wie alle Fußwege an den Gebäudevorderseiten des Buchenrings ziemlich holprig. Zudem ist er etwas konvex gewölbt, also in der Mitte höher, als an den Rändern. Da der Weg abschüssig ist, kann man trotzdem leicht darauf fahren. An einer abgesenkten Stelle fuhr ich auf die Straße. Weil kein Verkehr war, konnte ich bis zur S-Kurve durchfahren und dort links abbiegen in den Seitenzweig der Pappelstraße, wo ich nach einer Rechtskurve die übliche Strecke erreichte. Mit Glück hatte ich so mit einem Umweg zwei Abstiege eingespart. Auch auf den nicht einfachen letzten 100 Metern bis zur Haustür konnte ich ohne Unterbrechung auf dem Sattel sitzen bleiben.

21.11.05

Regen und Graupel

Noch am 16.11. hatte ich geschrieben, dass mir das Wetter lange keine Einradfahrt vereitelt hat. Gestern war das nun passiert. Heute schien das Wetter am frühen Nachmittag gar nicht mehr so schlecht zu sein und so fuhr ich 14.30 Uhr los. Während die Wege in Süd-Ost weitgehend abgetrocknet waren, war es im Wald ziemlich schlammig. Teilweise spürte ich mit dem Gesäß, dass es ein Bisschen glatt war. Das störte aber nicht. Die Fahrspuren waren mit Pfützen übersät. Unter diesen Bedingungen bedurfte es mehr Anstrengung als sonst, zur Zschechwitzer Straße zu gelangen. Erstaunlicherweise waren auch einige Jogger und Nordic-Walker unterwegs. An der Zschechwitzer Straße musste ich wegen Autos absteigen. Der Berg am Krankenhaus war wegen Schlamm nicht leicht zu fahren, aber es ging. Unterwegs fing es an, zu nieseln. Oben kam der Marathonläufer Steven M. entgegen.
Während ich den nächsten Berg hochfuhr, verstärkte sich der Regen. Deshalb fuhr ich heute nicht zum Waldspielplatz, sondern bog links ab auf den geschwungenen Hauptweg, der zurück zur Zschechwitzer Straße führt. Auf diesem Weg begegnete mir wieder Steven. Die Zschechwitzer Straße überquerte ich fahrend und ließ den Abstecher auf die Paditzer Straße weg. Dann ging der Regen in Graupel über. Als ich den Waldrand erreicht hatte, regnete es nur noch etwas. So wurde die Fahrt durch Südost wieder angenehm. Auf den nassen Wegen wurde der Reifen fast sauber. Als ich am Abzweig der Pappelstraße zur Begegnungsstätte wieder aufsteigen wollte, musste ich lange warten. Eine große Anzahl Blechlemminge verließ die Sackgasse. Es schien, als würde die Gegend evakuiert. Als ich den Weg zum Buchenring hochfahren wollte, rutschte ich weg und musste absteigen.

19.11.05

Am Sattel "geklebt"

Heute hatte ich einmal wieder Gelegenheit, an einem Sonnabend zu fahren. Seit der letzten Fahrt hatte es sich weiter abgekühlt. Bei solchem Wetter verlasse ich selten unnötig die Wohnung. Eine Ausnahme bilden die Fahrten mit dem Einrad. Sie sind auch bei Wetter, das man sonst unangenehm findet, ein sinnlicher Genuss. In Südost war es sehr still. Als ich zu Beginn aufsteigen wollte, fragten zwei interessierte Jungs, ob Einradfahren schwierig ist. Danach wurde es ziemlich ruhig. Dadurch konnte ich mich bei der ersten Straßenüberquerung auf das Gehör verlassen und brauchte nicht abzusteigen. Daher musste ich erst an der Einfahrt zum Buchenring absteigen. Im Wald war es zwar noch nass, aber nicht schlammig. So kam ich ohne Anstrengung zur Zschechwitzer Straße. Dort fuhren gerade keine Autos und ich fuhr weiter. Über die Furche auf dem Berg am Krankenhaus holperte ich wieder irgendwie drüber, ohne absteigen zu müssen. Auch den folgenden Berg schaffte ich heute wieder und musste so erst am Wendepunkt, dem Verbindungsweg zum Waldspielplatz absteigen. Das Glück, vom Waldrand in Süd-Ost bis dorthin ohne Absteigen durchfahren zu können, hatte ich lange nicht mehr gehabt.
Zu Beginn der Rückfahrt kam mir die Idee, die Tour mit so wenig Abstiegen zu fahren, wie möglich. An der Zschechwitzer Straße deutete sich jedoch schon das erste Problem an. Es kam ein Auto. Um nicht absteigen zu müssen, bog ich links ab auf den Fußweg parallel zur Zschechwitzer Straße. Über den Parkplatz am Krankenhaus kam ich wieder zur Straße zurück und konnte sie nun ungestört überqueren. Auf der Weiterfahrt bog ich - wie in der letzten Zeit üblich - rechts ab auf die Paditzer Straße. Vor der Brücke fuhr ich drei Kreise und dann zurück. Bevor ich den Wald erreichte, probierte ich, ob man während der Fahrt seine Füße ansehen kann. Normalerweise schaut man nach vorn. Das tut man nicht nur, um Hindernisse zu erkennen, sondern auch zur Unterstützung des Gleichgewichts. Die Neigung des Horizonts dient dann wie beim Flugzeug der Lageregelung. Sieht man sich dagegen seine Füße an, hat man nur noch den Gleichgewichtssinn. Das Experiment gelang. Es war auch möglich, seitlich von oben auf die Waden zu sehen.
Im Wald hatte ich später an einer Holperstelle Mühe, den rechten Fuß auf der Pedale zu halten, kam aber ansonsten ohne Probleme und Abstiege weiter vorwärts. In Südost musste ich dann dreimal absteigen,um Straßen zu überqueren. Das ließ sich bisher noch nie vermeiden. Der kritische Weg von der Begegnungsstätte Pappelstraße zum Buchenring mit anschließender Rechtskurve fiel mir hingegen relativ leicht. So musste ich heute insgesamt ungewöhnlich selten den Sattel verlassen. Daher der Titel.

16.11.05

Lange Schlammfahrt

Es ist lange her, dass mich schlechtes Wetter von Einradfahren abgehalten hat. Das einzige Wetter, das stören kann, ist Regen, denn glitschnasse Kleidung ist schwer und kalt. Ausgerechnet am Buß- und Bettag, der viel Zeit zum Fahren bietet, drohte eine solche Störung. Gestern Nachmittag und heute morgen hatte es ausführlich und penibel geregnet. Nachmittags hörte es aber auf und zeitweise schien sogar die Sonne.
Im Wald war es ziemlich schlammig. Dadurch brauchte ich etwas mehr Kraft, als auf trockenem Boden. Bis zur Zschechwitzer Straße kam ich trotzdem bequem und problemlos voran. An der Zschechwitzer Straße musste ich wegen Autos absteigen. Drüben wollte ich es vermeiden,im Matsch aufzusteigen und fuhr deshalb den mit Betonsteinen gepflasterten Weg parallel zur Zschechwitzer Straße in Richtung Norden. Zu diesem Zeitpunkt schien gerade die Sonne, was ich als sehr angenehm empfand. Auf der Rückfahrt gelang das Vermeiden eines Aufstiegs im Matsch. Ich kam beim Rechtsabbiegen leicht zwischen den Pollern durch und fuhr den Berg hoch. Oben sah ich die Furche, an der ich zuletzt mehrmals gescheitert war, zu spät. Es gab einen Hieb, aber wider Erwarten blieb ich auf dem Sattel sitzen und fuhr weiter. Dafür kam ich den nächsten Berg nicht ganz hoch.
Dann bekam ich Lust, einmal wieder eine Runde um den Großen Teich zu fahren. Ich fuhr auf am Stadion vorbei auf direktem Weg dort hin. Bei den guten Lichtverhältnissen fand ich einen guten Pfad über die querliegenden Balken und das Rohr am Ende des Weges und brauchte so von der Zwickauer Straße bis zum Ende der Teichrunde den Sattel nicht zu verlassen. Auf der Südost-Seite ist der Weg um den Teich geteert. Zwar schief und teilweise holprig, trotzdem gut zu fahren. Auf der gegenüberliegenden Seite ist er unbefestigt und im nassen Zustand etwas kraftraubend.
Zurück zum Turm der Jugend musste ich das Einrad wieder bergauf schieben. Mit kalten Händen ist das irgendwie unangenehm und so war es oben eine Erleichterung, wieder zu fahren. Als ich die Zwickauer Straße erreicht hatte, stieg ich nicht ab, sondern bog rechts ab, fuhr den Verbindungsweg zum Waldessaum, bog an dessen Ende links ab und fuhr den Holperweg zur Zwickauer Straße. Drüben fuhr ich am Waldspielplatz vorbei die schöne Entspannungsstrecke zur Zschechwitzer Straße, wo ich wieder wegen Autos absteigen musste. Auf der anderen Seite fand ich die Bank trocken fuhr und machte eine Minute Pause. Bei der Weiterfahrt bog ich wie an den Vortagen wieder auf die Paditzer Straße ab, fuhr bis an die Wendestelle kurz vor der Brücke und begnügte mich mit einer Kreisrunde und fuhr weiter. Zurück im Wald gab es ein unproblematisches Gewusel mit Fußgängern. Zwei Frauen mit Hunden machten viel mehr Platz als nötig und fragten, ob der Platz reicht. Das Manöver wurde etwas erschwert, da sich von hinten ein Radfahrer näherte, der auch durch musste.
Auf der weiteren Fahrt gab es keinerlei Probleme, obwohl die Dämmerung begann. Auch der schwierige Verbindungsweg von der Begegnungsstätte in der Pappelstraße zum Buchenring machte keine Schwierigkeiten.
Aus einer beinahe durch Regen vereitelten Fahrt wurde eine Tour von mehr als neun Kilometern und ich war mehr als eine Stunde unterwegs. So wurde es doch noch ein schöner Einradnachmittag. Hinterher wurde trotz des Schlamms keine zeitaufwändige Reinigungsaktion nötig. Den Reifen fuhr ich auf dem Heimweg in Süd-Ost in Pfützen sauber. Dadurch musste ich nur noch eine kleine Stelle an der Gabel reinigen, was in Sekunden erledigt war. Die Stiefel waren, wie das Bild zeigt, gerade so hoch genug, dass die Hose nicht in die Wäsche musste. Auch die Stiefel waren sekundenschnell abgewischt. So war eine Minute, nachdem ich zu Hause war, wieder Alles sauber.

14.11.05

Novemberwetter

Nachdem ich bei dem sonnigen Wetter vom Wochenende keine Zeit zum Einradfahren gefunden hatte, bot der Montag als freigenommener Brückentag wieder Gelegenheit. Das Wetter sah nun novembertypisch aus. Es hatte sich abgekühlt und war trübe geworden. Eigentlich Bedingungen, wo man schlechte Laune kultivieren kann. Es regnete jedoch nicht und so war das Wetter für das Einrad durchaus OK und wenn man erst einmal auf dem Einrad sitzt, sieht die Welt schon wieder viel besser aus.
Heute fuhr ich die gleiche Tour, wie am 11.11. Auf dem Berg beim Krankenhaus blieb ich wieder an der selben Stelle hängen, wie beim letzten Mal. Nun konnte ich aber genau erkennen, was die Ursache ist. Der Split war verschwunden und zum Vorschein kam eine tiefe Furche. Bei der nächsten Fahrt werde ich versuchen, vom Weges herunter zu fahren, um ihr auszuweichen. Dann lief alles glatt. Kurz bevor ich den Verbindungsweg zum Waldspielplatz erreicht hatte, wurde es eng, weil ein Auto überholte. Wegen Autos hatte ich zuvor die Zschechwitzer Straße zu Fuß überqueren müssen. Gleiches passierte auch auf der Rückfahrt. Auf der Weiterfahrt bog ich wieder auf die Paditzer Straße ab. Dort wehte ein steifer Kantenwind. Ein entgegenkommendes Auto fand genügend Platz zum Vorbeifahren, was wenig später auch bei einem überholenden Auto klappte. An der Wendestelle fuhr ich wieder drei Kreise und dann ging es durch den Wald nach Süd-Ost.
An der Begegnungsstätte wurden gerade einige Kinder von ihren Eltern abgeholt. Sie beobachteten und kommentierten interssiert meine hierzulande seltene Fortbewegungsmethode.

11.11.05

Wunderschöne Fahrt bei guter Sicht

Auf der Navigationsspalte habe ich eine Karte der Waldwege eingefügt, um die Wegbeschreibungen anschaulicher zu machen. Klickt man auf die Karte, erscheint sich vergrößert in einem eigenen Fenster und kurzer Beschreibung.
Am heutigen Freitag kam ich eine Stunde früher nach Hause, als sonst und saß deshalb bereits 15:57 auf dem Einrad. Um diese Zeit waren die Lichtverhältnisse noch sehr gut. Als ich in den Wald hinein fuhr, fiel auf, dass nur noch wenig Laub auf dem Weg lag. Zudem war die Strecke fast trocken. So konnte ich den Steinen gut ausweichen und ziemlich entspannt fahren. Das war wunderschön. Erst auf dem Berg am Krankenhaus zeigten sich Probleme. Dort konnte ich zwar nun sehen, was mich bei der letzten Fahrt zum Absteigen gezwungen hatte, aber das half nicht. Man hatte Unebenheiten mit feinem Split aufgefüllt. Mehrere dieser Stellen konnte ich bergauf durchfahren, aber oben blieb ich doch wieder stecken. Ich hätte dort allerdings sowieso absteigen müssen, da Leute mit Hunden entgegenkamen.
Der nächste Berg, den ich noch vor wenigen Wochen für unbezwingbar gehalten hatte, machte keine Probleme. Am Waldspielplatz machte ich auf der Bank eine kurze Pause. Bei der Weiterfahrt war es immer noch schön hell und so wurde auch die Fahrt zur Zschechwitzer Straße sehr angenehm. Wegen Autos musste ich die Straße zu Fuß überqueren, stieg aber drüben wieder ohne Bankpause wieder auf.An der nächsten Kreuzung bog ich rechts ab auf die Paditzer Straße, denn ich hatte den Plan, an der Wendestelle eine Runde im Kreis zu fahren. Bisher hatte ich noch keine Stelle gefunden, wo ich so etwas ungestört üben konnte. Dieser Kreis gelang ohne große Anstrengung. Deshalb fuhr ich noch zwei und kehrte dann in den Wald zurück. Dort tauchte der neugierige Hund vom 2.11. wieder auf. Er trottete nun aber Frauchen ruhig hinterher. Später fuhr ich dann doch noch auf einen Stein. Dabei verlor ich mit dem rechten Fuß kurz den Kontakt zur Pedale und landete mit dem Absatz auf dieser. Ich musste die Fahrt aber nicht unterbrechen und konnte nach ein paar Metern den Stiefel wieder zurechtrücken.
In Süd-Ost fiel das Fahren der Rechtskurven ohne sie über die Rasenplatten zu schneiden leicht. Die freien Aufstiege klappten heute gut, neun von zehn beim ersten Versuch und der eine beim zweiten.

8.11.05

Oben Sonne, unten nasses Laub

Heute bot sich endlich mal wieder Gelegenheit, bei Tageslicht zu fahren. Die Sonne schien und für die Jahreszeit ist es immer noch deutlich zu warm. Perfektes Einradwetter! Trotzdem ist es so, dass manche Stellen im Wald nun ständig feucht bleiben. An der Einfahrt war der Wald mit schmierigem Laub bedeckt. Es war mit dem Gesäß zu spüren, dass es ein Bisschen glatt war. Probleme gab es dadurch nicht. Es fühlte sich sogar angenehm an. Noch vor der ersten Kurve wurde der Weg wieder trocken. Kurz nach der Kurve fuhr ich gegen einen vom Laub verdeckten Stein und musste absteigen. Dann ging es ohne Probleme weiter. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, durchquerte ich am unteren Bereich des Berges am Krankenhaus frisches, nasses Eichenlaub, das eine dicke Schicht bildete. Es forderte mehr Kraft, da durchzufahren, aber sonst war es unproblematisch. Bergauf kamen einige Fußgänger entgegen, die sich kooperativ verhielten, so dass ich noch nicht absteigen musste. Oben wurde das Laub wieder dichter und ich blieb an irgend etwas hängen. Den nächsten Berg kam ich ohne Zwischenfälle hoch und bog oben rechts ab, um dann erst wieder am Verbindungsweg zum Waldspielplatz abzusitzen.
Nach einer kurzen Pause auf der Bank fuhr ich wieder zurück. Der breite Weg zur Zschechwitzer Straße, der bis Mitte Oktober wegen seiner Ebenheit gut zum verträumten Entspannen während der Fahrt geeignet war, sah nun bei Tageslicht nicht mehr schön aus. Im Anfangsbereich gibt es ein paar Schlaglöcher und zwei Steinfelder. Bei Tageslicht ist das kein Problem, aber im Dunkeln schon.
An der Zschechwitzer Straße musste ich wegen Autos absteigen, ließ dann aber drüben die Bankpause aus und fuhr gleich weiter. Auf dieser Seite waren nun viele Fußgänger unterwegs, was häufig Ausweichmanöver erforderte. An der Kreuzung mit der Paditzer Straße bog ich rechts ab um zu sehen, wie die am letzten Mittwoch getestete Straße bei ordentlichen Lichtverhältnissen aussieht. Außerhalb des Waldes hat sie keine Schlaglöcher. Vor der Brücke klappte das Wenden wieder ohne Probleme. Wieder im Wald zeigten sich die Spaziergänger freundlich ich musste keine Ausweichmanöver durch die Steinfelder machen. So brauchte ich bis zum Waldende nicht mehr abzusteigen.
In Südost nahm ich mir vor, die Rechtskurven auf den Gehwegen nicht mehr über die holprigen Rasenplatten zu schneiden. Bei der ersten klappte das schön. Dabei half, dass Stiefel das seitliche Wegknicken des rechten Fußes verhindern. Bei Halbschuhen habe ich manchmal nur noch mit der Außenkante der Sohle Kontakt mit der Pedale, was irgendwie ungemütlich ist. Als ich an der Begegnungsstätte vorbeifuhr, spendeten ein paar Kinder Beifall, dann musste ich wegen eines entegenkommenden Autos absteigen. Den ansteigenden Weg zum Buchenring kam ich hoch und musste die Rechtskurve noch auf den Rasenplatten zuende fahren, da auf dem Fußweg Leute unterwegs waren. Die letzte Rechtskurve fuhr ich dann aber wieder ohne sie über die Rasenplatten zu schneiden.
Die Fahrt dauerte von 14:30 bis 15:24.

2.11.05

Hunde und neuer Weg

Da für die Fahrten nach Feierabend wegen des zeitigen Einbruchs der Dunkelheit nicht mehr genügend Zeit für eine vollständige Waldtour ist, machte ich mich auf Suche nach einer Übergangsvariante ohne Überquerung der Zschechwitzer Straße. Im Wald fuhr ich heute schon nach der zweiten Kurve gegen einen Stein und musste absteigen. Unweit stand eine Frau mit Hund, die beobachtete, wie ich wieder aufstieg und losfuhr. Als ich an ihr vorbeifuhr, begann der Hund, mit aller Kraft zu bellen und übersteuerte dabei. Für manche Hunde ist der Anblick eines Einradfahrers so ungewöhnlich, dass sie in Panik geraten.
Kurz vor der Zschechwitzer Straße gibt es eine Kreuzung mit der wenig befahrenen Paditzer Straße. Dort bog ich nach links in Richtung Paditz ab. Innerhalb des Waldes war die Straße ein Kraterfeld. Nach wenigen ...zig Metern erreichte ich den Waldrand und ab da war die Straße befestigt und leicht abschüssig. An dieser Stelle hätte ich gerne auf einem 26"-Rad gesessen. Doch das erledigte sich bald, da es dann bergauf ging. Auf dem Feld ließ eine Familie mit Kindern Drachen steigen. Ein Kind rannte zum Straßenrand und fragte, was ich mache. Nach wenigen hundert Metern erreichte ich vor der Brücke über die Umgehungsstraße eine Feldausfahrt. Diese Fahrbahnverbreiterung reichte zum Wenden. Das gefiel mir sehr gut, denn ich saß gerade so schön bequem und brauchte wieder Erwarten nicht abzusteigen oder irgendwelche anstrengenden Manöver mit Pendeln zu machen. Bergab bekam ich Seitenwind von hinten links. Dadurch musste ich eine Rechtdrift ausgleichen. Das war etwas völlig neues. Dass das Einrad nach links weg will, habe ich bergauf dagegen öfters, da das rechte Bein etwas stärker ist. Im Wald war der Wind weg und das Rechtsabbiegen auf den Weg nach Südost gelang leicht.
Im Wald musste ich noch einmal absteigen. Diesmal aber nicht wegen eines Steins. Ein neugieriger Hund kam so nah ans Rad, dass ich anhielt, um ihn nicht zu überfahren. Der Hund lief danach nicht weg und verhielt sich ruhig. Er ließ sich auch streicheln. Die Halterin wunderte sich über das Verhalten des Tieres und entschuldigte sich unnötigerweise dafür.
Später begegnete ich in Südost noch zwei Frauen mit Hunden. Ein Hund fiel vor Bellen fast auseinander, während der andere völlig ruhig blieb.
Vor der Haustür diskutierte ich noch mit einem Nachbarn Möglichkeiten, Licht ans Einrad zu machen. Das wäre sinnvoll, ist aber nicht ganz so einfach. Es kommt nur eine Montage unterm Sattel in Frage. Dazu muss die Lampe ziemlich schmal sein. Bei der nächsten Fahrt im Dunkeln werde ich vielleicht einfach eine Taschenlampe in die Hand nehmen.

1.11.05

Durch die Finsternis

Pünktlich mit dem 1.November schlug das Wetter um. Es hatte jedoch nur genieselt, so dass die Wege noch weitgehend trocken waren. Wegen Zugverspätung kam ich etwas später nach Hause, als üblich und konnte erst 16:50 Uhr mit der Fahrt beginnen. Als ich den Wald erreichte, war es schon etwas dunkel. Ein Radfahrer, der aus dem Wald herauskam, rief mir zu: "Du hast gar kein Licht!" Da er selbst ohne Licht fuhr, antwortete ich mit: "Du auch nicht." Zunächst waren die Sichtbedingungen im Wald so, dass die Steine nicht mehr erkennbar waren, die Leute aber noch ziemlich gut. Die Dämmerung schritt voran und auch die Menschen wurden immer schemenhafter. Ein Bekannter mit Hund kam entgegen und erkannte mich eher, als ich ihn. Die Fahrt machte trotz der Dunkelheit noch viel Spaß. Zunächst gab es auch keine Probleme. Ich fuhr langsam und trug Stiefel. So konnte auch bei unerwarteten Absprüngen wenig passieren. Zum ersten Mal musste ich absteigen, als ich den Berg am Krankenhaus fast hochgefahren war. Dann kam eine dicke Laubschicht, in der sich ein Hindernis verbarg. Den nächsten und steileren Berg kam ich hoch. Das Stück zum Waldspielplatz ließ ich heute aus und machte mich sofort auf den Rückweg. Ich der Rückfahrt waren kaum noch Details der Wege zu erkennen. Ich erwartete die steinige Stelle, wo ich am Sonnabend abspringen musste. Nach kurzer Zeit holperte es. Ich musste aber nicht absteigen und konnte dann die Blindfahrt schneller fortsetzen. Ein dunkler Schatten stellte sich in der Nähe als Jogger heraus. Nachdem ich über die Zschechwitzer Straße gefrahren war, begegnete ich häufiger finsteren Gestalten, die sich - wie ich - ohne Beleuchtung durch die Finsternis schlichen. Als ich einen Berg hoch fuhr, hörte ich das Klappern von Nordic-Walking-Stöcken. Als ich oben angekommen war, konnte ich die Menschen sehen und am Klang der Stimmen feststellen, dass es Frauen waren. Aus den Gesprächen schlussfolgerte ich, dass sie größere Probleme hatten, festzustellen, was das entegenkommt, als ich.
Später musste ich an einer steinigen Stelle ein zweites Mal unfreiwillig absteigen. Ich schob das Einrad aus dieser Zone heraus. Während dessen sah ich eine Fleck am Boden, der sich als Hund herausstellte. Der Wiederaufstieg im Finstern klappte und bis zum Waldrand gab es keine Probleme mehr. In Südost leuchtete die Straßenbeleuchtung und es gab dann keine Probleme mehr mit der Dunkelheit.

31.10.05

Letzter Oktobertag

Das wunderschöne Wetter hielt auch am letzten Oktobertag an. Das Foto machte ich nicht während der Fahrt, sondern am Vortag, als ich zu Fuß im Wald unterwegs war. Das die Uhren von der Sommerzeit zurückgestellt worden sind, hatte noch keine Auswirkung, da dieser Montag ein Feiertag war und ich schon 14:30 losfuhr.
Wie Vorgestern waren wieder viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs, um das schöne Wetter zu genießen. Das machte wieder viele Ausweichmanöver erforderlich. Z.B.musste ich langsam einer Personengruppe hinterherfahren, die eine Kette gebildet hatte. Sie ließen zwar links eine Lücke offen, aber die konnte ich lange nicht nutzen, da sie ein nicht enden wollender Strom aus in gleichmäßigen Abständen folgenden Zweiergruppen aus der Gegenrichtung durchquerte. Nach einiger Zeit sammelte sich jedoch die Kette am Wegesrand zu einem Plenum. Als ich an der Gruppe vorbeifuhr, hörte ich, wie eine Frau erzählte, dass ihr Junge Einrad fährt. So selten scheint diese Fortbewegungsmethode als doch nicht zu sein.
Zu Beginn der Rückfahrt fuhr ich an der selben Stelle wie am 18.10. gegen einen Stein und musste abspringen. Diese Stelle ist lästig, da der Weg dort sonst breit und eben ist und so zu entspanntem Fahren mit verminderter Konzentration einlädt. Dann gab es keine Störungen mehr. Auch der letzte Anstieg in Süd-Ost, an dem ich vorgestern gescheitert war, klappte.
Von den zurückgelegten Kilometern her dürfte dieser Oktober mit Abstand der beste Einradmonat meines Lebens gewesen sein, denn ich machte 16 Waldtouren.

29.10.05

Wieder Sonnabend

Die Landschaft sieht aus, wie von van Gogh gemalt, Blätter in Geldtönen und dahinter und darüber ein hellblauer Himmel. Dazu Trockenheit, leichter Wind und 19°C. Das sind ideale Bedingungen, um einen Teil des Nachmittags an der frischen Luft zu verbringen. So dachten anscheinend viele Leute, denn es war viel Volk auf den Wegen von Süd-Ost und im Wald unterwegs. Dadurch musste ich häufig ausweichen oder längere Zeit sehr langsam fahren, bis sie Gelegenheit bot, Personengruppen zu überholen. Wahrscheinlich ist man unter solchen Bedingungen mit dem Einrad besser dran, als mit einem normalen Fahrrad, da man mehr Übersicht hat und weniger Platz braucht. Im Stadion herrschte Jubelstimmung. Wahrscheinlich entsprach der Spielstand aus Sicht der Motorfans dem Wetter.
Weil viele Leute unterwegs waren, gab es auch viele Kommentare und Anfragen. Ein radfahrendes Kind sagte zu seinen Eltern: "Da kommt einer vom Zirkus." Kurz darauf fragte eine Frau, wo man ein Einrad herbekommt. Noch bevor die Zschechwitzer Straße auf der Rückfahrt in Sicht kam, überholte mich ein Auto. Die Blechlemmingplage breitet sich überall hin aus. Es gibt kaum noch einen Ort, wo man davor Ruhe hat. Jedoch konnte ich heute beide Male die Zschechwitzer Straße ungestört überqueren.
In Süd-Ost rutschte ich auf dem Fußweg von der Begegnungsstätte Pappelstraße zum Buchenring mit dem rechten Fuß von der Pedale und musste absteigen.

28.10.05

In der Oktoberhitze

Keine Wolke, Sonnenschein und 20°C im Schatten. Und das Ende Oktober. Heute habe ich in der knappen Zeit nach Feierabend die Runde zum Waldspielplatz ohne Überquerung der Zwickauer Straße gedreht. Alle Berge kam ich auf dem trockenem Boden gut hoch und wenn eine Rechtskurve folgte, kam ich auch 'rum.

25.10.05

Neue Wege und Rechtskurven

Heute hatte ich wieder einen Tag Urlaub und konnte dadurch schon kurz nach 14:30 losfahren. Es war sonnig und windig. Obwohl es nachts geregnet hatte, waren die Wege nicht schlammig. Im Wald musste ich nach wenigen Metern absteigen, um ein Auto durchzulassen, das dort anscheinend legal unterwegs war, da die Insassen Waldarbeiterkleidung trugen. Bis zur Zschechwitzer Straße verlief die Fahrt danach gewohnt problemlos. Wegen der Windgeräusche überquerte ich die Straße dann sicherheitshalber zu Fuß. Die folgenden zwei Berge kam ich hoch und bog oben scharf rechts ab um am Stadion vorbei auf kurzem Weg zur Zwickauer Straße zu gelangen. Drüben hatte ich vor, nicht bis zum Teich durchzufahren, sondern auf einen Seitenweg abzubiegen, um zu sehen, wie weit ich dort komme. Den ersten Abzweig nach rechts ließ ich aus und fuhr noch ein Stück bergab. Der nächste Abzweig schien interessanter. Ich bog rechts ab. Der Weg führte bergauf und war mit Split bedeckt. Trotzdem kam ich ohne übermäßige Anstrengung hoch. Am Ende traf ich auf einen Fußweg, der neben der Zwickauer Straße verlief. Ich bog links ab und fuhr bergab. Der sehr schmale Weg mit ein paar unkritischen Holperstellen gefiel mir sehr gut. Einen Abzweig zur Rodelbahn ließ ich aus, da ich einen Hügel hätte hochfahren müssen. So fuhr ich weiter, bis der Weg kurz vor dem Festplatz an der Zwickauer Straße endete. Auf einer Bank machte ich eine kurze Pause und schob das Einrad bergauf zurück. Weit zu schieben brauchte ich nicht, da ich an einer ebenen Stelle aufsteigen und weiterfahren konnte. An der Gabelung fuhr nicht auf den Weg zurück, von wo ich hergekommen war, sondern fuhr zunächst geradeaus. Dort wurde der Split allmählich so tief, dass ich steckenblieb. Nach einigen Metern schieben konnte ich wieder aufsteigen. An der nächsten Gabelung bog ich rechts auf den Weg ab, den ich bei der Hinfahrt ausgelassen hatte. An dessen Ende traf ich auf den Verbindungsweg, der am Zaun des Geländes am Turm der Jugend zum Waldessaum führt. Auf der Wegekreuzung musste ich mich durch Split wühlen und war froh, danach wieder festen Boden unter dem Reifen zu haben. Der Verbindungsweg selbst war heute auch in der schwierigeren Bergaufrichtung zunächst problemlos zu fahren. Im Unterschied zum Fehlversuch vom 6.10. hatte ich heute Stiefel an und kam damit besser klar. Ein Problem gab es kurz vor dem Abbiegen auf den Hauptweg. Ich musste durch tiefes Laub fahren und "stolperte" über irgend etwas. Dabei rutschte ich mit dem linken Fuß halb von der Pedale. Ich konnte die Fahrt aber fortsetzen und auf dem Hauptweg dann den Fuß wieder zurechtrücken.
Auf der anderen Seite der Zwickauer Straße war die Fahrt wieder entspannend, was gut war, da ich von den vorangegangenen Aktionen etwas erschöpft war. Als ich die Zschechwitzer Straße erreichte, hatte der Wind zwar nachgelassen, aber nun war ein Auto zu hören. Deswegen musste ich zu Fuß über die Straße und machte drüben auf der Bank zwei Minuten Pause. Auf der Weiterfahrt fuhr ich mehrfach auf vom Laub verdeckte Steine, musste aber nicht absteigen. Ein Pulk Frauen und Kinder, die den Weg in ganzer Breite gebraucht hatten, machte in der Mitte Platz, wobei die Kinder sehr neugierig waren und die Frauen Erläuterungen gaben.
In Südost musste ich kurz nach dem Einbiegen auf die Straße zur Begegnungsstätte Pappelstr. 56 wegen eines entgegenkommenden Autos absteigen. Dieser Blechlemming war ungewöhnlich breit. Ein Fußgänger, der auf den Grashang ausweichen musste, schimpfte. Dann fuhr ich an einer Mutter mit neugierigen Kind vorbei, kam dann den ansteigenden Fußweg zum Buchenring hoch und schaffte oben erstmals die Kurve nach rechts und fuhr nach einer Links- und einer weiteren Rechtskurve bis zur Haustür.
Rechtskurven fallen mir schwerer, als Linkskurven. Die heutige Tour enthielt mehr Rechtskurven als sonst und auch ein paar neue. Bei keiner musste ich absteigen.

24.10.05

Teichrunde mit Verlängerung

Während des Wochendes hatte es geregnet und gestern waren die Waldwege deshalb schlammig. In der Zwischenzeit hatte der Boden das Wasser weitgehend aufgesogen, so dass die Bedingungen ziemlich gut waren. Der spätere Verlauf sollte trotzdem zeigen, dass es gut war, Stiefel anzuziehen,
An der Zschechwitzer Straße störten weder Windgeräusche, noch Autos. Die beiden Berge danach kam ich auch hoch und fuhr dann ohne Unterbrechung auf dem Weg am Waldspielplatz durch bis zur Zwickauer Straße. Weil die Fahrt bis dahin sehr schön war, entschloss ich mich, zum Großen Teich zu fahren. Auf der anderen Seite der Zwickauer Straße gab es zunächst Probleme beim Aufstieg. Dann ging es ohne Probleme weiter. Der schmale Weg am Zaun beim Turm der Jugend war mit einer dicken Laubschicht bedeckt, aber trotzdem recht angenhem zu fahren. Bei der Abfahrt zum Großen Teich fand ich keine geeignete Stelle, um ein Rohr, das das letzte Hindernis vorm Ziel ist, zu überfahren und musste absteigen.
Nach dem Wiederaufstieg fuhr ich an einem kleinen Rummel vorbei. Dadurch gab es mehr Beobachter, als sonst. Ein Junge mit Fahrrad sagte, dass er auch Einrad fahren könne. Nach der Kurve wurde es holprig und durch das Laub unübersichtlich. Ich kam aber ohne Absprung durch. Es wurde heute auch nicht unbequem auf dem Sattel, was zuvor bei den beiden Fahrten im September gestört hatte. Ein weiterer Junge mit Fahrrad meinte, dass er auch gerne Einrad fahren können würde.
Da ich zuvor sämtliche Bänke ausgelassen hatte, setzte ich mich kurz auf einen Zaun, bevor ich das Rad zum Turm der Jugen hoch schob. Während des Weges zu Fuß fing es an, zu regnen. Von der Zwickauer Straße bis nach Südost konnte ich ohne Unterbrechung durchfahren. Dabei wurde zunehmende Dunkelheit zum Problem. Während Radfahrer mit Licht fuhren, hatte ich nichts dergleichen. Dadurch konnte ich manche Steine nicht erkennen und es gab zwei Schläge, bei denen die Füße auf den Pedalen verrutschten. Ohne Stiefel wäre das heikel geworden.
Trotz dieser Holperei und der Fahrzeit von mehr als einer Stunde war es bis zum Schluss bequem auf dem Sattel und die Fahrt somit insgesamt angenehm.

22.10.05

Herbstwind und Blätter

Heute war es mit ca. 20°C ungewöhnlich warm für eine letzte Oktoberdekade. Gleichzeitig wehte ein starker Wind. Für das Fahren an sich ist das kein Problem. Doch im Wald hatte der Herbstwind viele Blätter und Zeige heruntergeholt, die nun Steine und Löcher verdecken. Auf der Hinfahrt erlebte ich aber keine Überraschungen deswegen. An der Zschechwitzer Straße gab es ein weiteres Problem, das der Wind verursachte: Die Windgeräusche übertönten die Blechlemminge und so musste ich absteigen und schauen. Auf der Weiterfahrt kam ich den schwierigen zweiten Berg nicht hoch. Ursache war diesmal nicht Wegrutschen, wie am Dienstag, sondern Schwäche. Die Fahrt nutzte ich nebenbei als Verdauungsspaziergang, was die Fitness einschränkt. Sonnabends geht das aber kaum anders. Deswegen war es wohl heute das erste Mal, dass ich an einem Sonnabend gefahren bin.
Zu Beginn der Rückfahrt wirkte sich die Unübersichtlichkeit durch Blätter und Zweige einmal aus. Ich rutschte auf einem Zweig weg und stand auf dem Boden. Danach gab es keine Probleme mehr.

21.10.05

Freitag

Freitags fahre ich nur selten Einrad, weil oft nach Feierabend noch irgend etwas dringend erledigt werden muss. Heute war das anders. Das Wetter war trübe und windig, jedoch immer noch trocken und mild. Ich legte es nur auf eine Fahrt zum Waldspielplatz ohne Überquerung der Zwickauer Straße an.
Heute waren nur wenige Menschen im Wald unterwegs, so dass nur wenige Ausweichmanöver nötig wurden und die Fahrt sehr gemütlich wurde und großenteils etwas Meditatives an sich hatte.
Auf der Hinfahrt musste ich an der Zschechwitzer Straße wegen Autos absteigen. Bis zum Wendepunkt brauchte ich dann den Sattel nicht mehr zu verlassen. Den kritischen letzten Berg kam ich hoch und schaffte auch die anschließende Rechtskurve.
Auf der Rückfahrt störten keine Autos und ich konnte bis Südost durchfahren.

19.10.05

Nachmittagsfahrt

Zum Gedeih des Shareholder Value muss ich alle Urlaubstage bis zum Jahresende verbrauchen. Deswegen nehme ich jetzt hin und wieder einzelne Tage frei, um nachmittags mit dem Einrad fahren zu können. Das hat den Vorteil, dass die Dämmerung nicht im Nacken sitzt, wie es nach Feierabend zunehmend vorkommt. Heute hatte ich so einen freien Tag. Trotz einiger Cirren spendete die Sonne viel Licht. Es war auch ziemlich warm, weshalb ich auf Stiefel verzichtete.
Ich fuhr die normale Runde zum Waldspielplatz und zurück ohne Überquerung der Zwickauer Straße. Den letzten Berg auf dem Hinweg kam ich heute im Unterschied zu gestern wieder hoch, scheiterte aber an der anschließenden Rechtskurve.
Auf der Rückfahrt bereiteten Steine heute keine Probleme. So wurde die Fahrt auf dem Stück zur Zschechwitzer Straße ein Genuss. Wie ich am 4.10. beschrieben hatte, ist der übersichtliche und etwas abschüssige Abschnitt so leicht zu fahren, dass man es sich leisten kann, dabei etwas verträumt zu sein. Das wird durch einen Eindruck von Schweben begünstigt. Dieser entsteht wegen der erhöhten Sitzposition bei aufrechter Rückenhaltung und weil die Füße nicht den Boden berühren. Das ist fast wie ein Rausch.
An der Zschechwitzer Straße musste ich wegen Autos absteigen. Die weitere Fahrt war angenehm und problemlos.

18.10.05

Effekte mit tiefstehender Sonne

Nach einer Woche Unterbrechung kam ich heute endlich mal wieder zum fahren. Das Wetter war immer noch trocken, nun aber kühl und windig. Die Fahrt durch den Wald verlief zunächst ohne Probleme, bis auf das auf dem Weg zur Zschechwitzer Straße zeitweilig die tiefstehende Sonne so blendete, dass ich mit der Hand das Auge abschatten musste. An der Straße musste ich nicht absteigen und fuhr dann den Berg beim Krankenhaus hoch. Am nächsten, steileren Berg, den ich in den Vorwochen mehrmals geschafft hatte, rutschte ich weg, als ich fast oben war.
Nachdem ich oben wieder aufgestiegen war, probierte ich einen neuen Weg. Zu Beginn des Weges zum Waldspielplatz kann man links abbiegen und gelangt auf einen Weg am Waldrand. Der erwies sich jedoch nicht als interessant. Er führte am Rand einer Gartenanlage nach einer Rechtskurve zur Straße. Das ist relativ langweilig und starker Wind störte.
Wieder im Wald machte ich mich auf den Weg zum Turm der Jugend. Jenseits der Zwickauer Straße kam ich heute gut zurecht, wobei half, dass ich heute Stiefel angezogen hatte.
Auf der Rückfahrt musste ich zu Beginn einmal absteigen, weil ich gegen einen Stein gefahren war. Die Zschechwitzer Straße konnte ich wieder fahrend überqueren und kam ohne weitere Unterbrechungen bis Südost durch. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, warf die tiefstehende Sonne, die mich während der Hinfahrt geblendet hatte, einen sehr langen Schatten von mir vor mich auf den Weg. Dieser Schatten sah ziemlich imposant aus.

11.10.05

Mal wieder um den Turm der Jugend


Die auf dem Bild zu sehende Herbststimmung scheint irgendwie nicht zu dem Sommerwetter zu passen. Heute hatte ich einen Zug früher genommen, um noch schnell einen Reisepass ohne RFID-Chip zu beantragen und war dadurch auch ein paar Minuten eher zuhause und konnte zeitiger losfahren.
Da ich frühestens am nächsten Dienstag wieder eine Gelegenheit zum Fahren haben werde, wollte ich heute die Tour etwas verlängern und einmal wieder um den Turm der Jugend herum fahren.
Die Fahrt von Hinfahrt verlief ziemlich glatt. Ich konnte die Zschechwitzer Straße ohne Absteigen überqueren und der Berg am Krankenhaus bereitete keine Probleme. Am Beginn des nächsten und schwierigeren Berges musste ich einem der heute zahlreichen Radfahrer ausweichen, kam aber irgendwie trotzdem hoch. Oben fuhr ich dann auf den Weg zum Waldspielplatz. Auf dem schmalen Abschnitt kam wieder ein Radfahrer entgegen, wir kamen aber aneinander vorbei. So konnte ich die Strecke von Südost ohne abzusteigen nun bis zur Zwickauer Straße durchfahren.
Drüben war es nicht ganz so einfach. Zunächst hatte ich auf dem steinigen Weg Probleme beim Aufsteigen und musste das Einrad einmal loslassen. Das Fahren wurde vor dem Waldessaum etwas heikel, da ich wegen zahlreicher Leute nicht immer auf den Rändern der Schlaglöcher entlang kurven konnte, sondern teilweise durchfahren musste. Auf dem Verbindungsweg am Zaun kam ich dann gut voran, wenn auch nicht so locker, wie beim ersten Mal, als ich diese Strecke mit Stiefeln gefahren war. Ich gelangte so ohne abzusteigen zur Zwickauer Straße.
Auf der anderen Seite stieg ich wieder auf und konnte bis Süd-Ost durchfahren, weil auf der Zschechwitzer Straße gerade keine Autos fuhren. Nur auf den letzten Metern vor Süd-Ost wurde es etwas kritisch, da ein paar neugierige Kinder mit Fahrrädern dicht vor mir herumkurvten und ich deshalb ein paar mal abbremsen musste.