21.12.07

Mit dem 26er auf dünner Schneedecke

Eine kalte Nebelnacht hatte für Nachschub an Reif gesorgt. Der Tag war sonnig und dadurch hatte ich auch bei -2°C große Lust zum Einradfahren.
Gleich nach dem Start musste ich unfreiwillig absteigen. An Fußwegegabelung muss ich eine S-Kurve fahren und in die fahre ich immer mit Schwung, weil das Mittelstück bergauf geht. Außgerechnet dort hatte der Reif eine Schneedecke gebildet, auf der ich wegrutschte. An der nächsten Kurve umfuhr ich eine Schneeinsel und kam ohne weitere Probleme zum Wald. Dort waren die Wege auch mit einer dünnen Schneedecke bedeckt. Auf dem Schnee rollte das Rad nicht mehr so leicht, wie an den letzten Tagen. Es entstand ein Geräusch, wie beim Schlittenfahren. Die Glätte hielt sich in Grenzen und ich konnte ohne sonderliches Rutschen sicher fahren.


An der Zwickauer Straße machte ich wieder ein Foto in Rückrichtung. So lassen sich die Verhältnisse gut mit gestern vergleichen.


Während der Pause klebte noch etwas Schnee am Reifen.


Und auf diesem Bild ist die Spur des Einrads zu sehen.
Auf der anderen Seite der Zwickauer Straße hatte ich ein Problem beim Aufsteigen, weil das Rad durchdrehte. Glücklicherweise war der Absperrbalken nicht weit. Dort konnte ich mich auf den Sattel hochziehen und losfahren.
Bis zum Märchenbrunnen kam ich dann ohne Schwierigkeiten. Der Holperweg an der Hellwiese war schneefrei und tolerierte ruckartige Bewegungen.


Das schöne Wetter und den schönen Anblick bereifter Bäume nutzten viele Leute für Spaziergänge und Radtouren. Deshalb war Betrieb am Märchenbrunnen.


Die Idylle würde wohl nicht mehr lange halten. Beim Blick in Richtung Altenbdorf war zu sehen, wie der Nebel wieder aufzog.


Beim Überqueren der Brücke war nun auch die Blaue Flut ganz zugefroren zu sehen.


Das Eis auf dem Märchenbrunnen sah stabil aus. Einige Steine und Flaschen lagen auf der Oberfläche.


Manche Steine waren ziemlich groß.


Bäume mit Reif vor klarem Himmel.


Heute konnte ich auf dem Eis herumlaufen, ohne dass es brach. Es bildeten sich lediglich Risse.


Ich war nun spät dran und machte mich auf den Heimweg. Während ich das Einrad über das abgeerntete Maisfeld schob, war der Mond schon hell zu sehen.


Hier der Mond mit Zoom.


Der Blick vom Waldrand in Richtung Märchenbrunnen bietet wieder eine Vergleichsmöglichkeit zu gestern.


Im Wald fand ich die Halbkreisbank schneebedeckt vor.


Dagegen war der Weg ein paar Meter schneefrei, so dass ich aufsteigen konnte. Zuvor machte ich noch ein Bild vom Raureif an Zweigen aus der Nähe. Zur Zwickauer Straße kam ich ohne Probleme. Auf der anderen Seite war es wieder zu glatt zum Aufsteigen. Deshalb nahm ich wieder einen Absperrbalken zu Hilfe.


Während der Fahrt fotografierte ich den verschneiten Weg zur Zschechwitzer Straße. Das wurde wegen zunehmender Dunkelheit immer schwieriger. Auf diesem Bild ist der Himmel hinter den Bäumen noch recht hell.


Auch ein Stück weiter ging es noch. Als ich an der Zschechwitzer Straße ankam, hatte sich der Nebel jedoch durchgesetzt. Zum Fahren reichte das Licht noch.


An der Kotteritzer Straße musste ich absteigen und eine Weile warten, weil der Blechlemmingverkehr intensiv war. Dabei machte ich ein Bild vom Nebel. Kurz vor Fahrtende erreichte ich wieder die S-Kurve, in der ich zu Beginn ausgerutscht war. Nun wollte ich gerade drüberfahren und die Kurve am Wegrand fahren. Das ging jedoch nicht, weil dort gerade Leute liefen. So musste ich wieder auf dem Schnee abbiegen. Dabei rutschte das Rad nur wenig und ich brauchte nicht abzusteigen.

20.12.07

Raureif

Nach der etwas sportlichen Tour von gestern war mir heute mehr nach gemütlicher Naturbeobachtung. Zur Zwickauer Straße fuhr ich den gewöhnlichen Weg und machte an der Zwickauer Straße ein kurze Pause.


Der Nebel hatte begonnen, auszukristallisieren und bildete es bildete sich Raureif.


Pausenfoto von hinten.


Auf der anderen Seite fotografierte ich in Richtung Waldessaum Bäume mit Raureif. Dann stieg ich wieder auf und fuhr zum Märchenbrunnen. Auf Höhe der Halbkreisbank und des Wegweisers zum Bismarckturm (s. 17.12.) bog ich auf den Nebenweg am Waldrand ab. Diesen Weg hatte ich mit dem 26er noch nie benutzt. Er ließ sich bergab schön fahren. Zum Märchebrunnen nahm ich dann den kürzeren Weg, waldseitig an der Hellwiese vorbei.


Das Eis auf dem Märchenbrunnen sah aus, wie gestern. Der seltsame Ring über der Ringmauer war unverändert.


Eine weitere Besonderheit war eine eisfreie Stelle an der Südecke. Auch der Boden am Ufer war nicht gefroren, sondern verschlammt. Irgendeine Wärmequelle muss es dort geben.


An einer anderen Stelle konnte ich mich heute auf das Eis stellen, ohne einzubrechen.


Vorsichtig lief ich ein kleines Stück weiter.


Hier knirschte es. Mit den hohen Stiefeln hatte ich keine Bedenken deswegen.


Dann stand ich über knöcheltief im Wasser.


Beim Herausziehen des Stiefels richtete sich eine Eisscholle auf. Dadurch ließ sich erkennen, dass das Eis fast zwei Zentimeter dick ist.


Den Heimweg bgann ich zu Fuß mit der Abkürzung über das abgeerntete Maisfeld. Der Blick vom Waldrand zeigt das trübe Wetter.


Auf der Halbkreisbank lagen Reifnadeln. So sieht Raureif aus der Nähe aus.


Bevor ich aufstieg, fotografierte ich noch Reifnadeln an dünnen Ästen. Dann fuhr ich den Weg am Waldrand bis zum Zaun des KJC-Geländes weiter.
Die weitere Fahrt durch den Wald verlief bequem und ohne Probleme. In Südost gab es dann ein dichtes Gewusel aus Blechlemmingen, Menschen und Hunden. An der Waldausfahrt musste ich deswegen absteigen. Drei Blechlemminge kamen ohne Blinken die Kollwitzstraße hoch. Die ersten beiden bogen ab, aber der dritte fuhr tatsächlich geradeaus weiter.

19.12.07

Bergauffahrten und Märchenbrunnen

Gestern hatte ich den Einkauf der Weihnachtsgeschenke erledigt und dadurch keine Zeit zum Fahren gehabt. Inzwischen hat sich die Inversionswetterlage gehalten. Es blieb frostig und diverse Qualm- und Dunstsubstanzen haben sich festgesetzt und die Sonne verschwinden lassen.
Zum Einradfahren waren die Bedingungen weiterhin ideal. Deshalb fuhr ich noch einmal zum Märchenbrunnen. Weil das Fahren auf gefrorenen Wegen so leicht ist, bekam ich Lust auf neue Wege. Den Berg am Krankenhaus war ich mit dem 26er bisher nur bergab gefahren. Vor der Bergauffahrt hatte ich Respekt, weil der gleiche Höhenunterschied auf kürzerem Wege zu überwinden ist, als auf dem breiten Hauptweg. Zudem ist die Steigung ungleichmäßig und es gibt einige Rillen und Wurzeln. Ich kam ohne Schwierigkeiten hoch. Ich hatte ständig festen Sattelkontakt und bekam keine steißwirksamen Stöße ab. Es war nur etwas anstrengend, weshalb ich die folgende Gerade zur Zwickauer Straße zum Ausruhen nutzte.
Zum Märchenbrunnen fuhr ich heute den Weg am Südbad vorbei. Der war auch ziemlich holprig und nicht viel bequemer, als der waldseitige Weg an der Hellwiese.


Die Eisschicht auf dem Märchenbrunnen hatte ihr Aussehen deutlich verändert. Die Reifschicht war nur noch über der Ringmauer vorhanden.


Einbeinig konnte ich mich heute auf das Eis stellen, ohne das es brach.


Bei mehr Gewichtsverlagerung gab es dann nach. Interessant an diesem Bild ist, wie sich Bäume auf dem Eis spiegeln.
Auf der Rückfahrt hatte ich das 26er bislang immer auf der Abkürzung durch das Maisfeld in den Wald geschoben. Der Quälberg vom Großen Teich zum Bismarckturm/Turm der Jugend war schon mit dem 20er eine Tortur. Heute wollte ich herausfinden, wie weit ich mit dem großen Einrad auf dieser Strecke komme. Der schwierigste Bereich ist die unmittelbare Waldeinfahrt. Mehrfach hob es mich aus dem Sattel. Der Viscount-Sattel ist jedoch relativ lang und rutscht gleich zwischen den Beinen durch. Kurz vor Ende der schwierigsten Zonne reichte dann die Kraft nicht mehr. Ich musste dann nicht allzu lange laufen, bis ich eine Stelle mit geringer Steigung fand, an der ich wieder aufsteigen konnte. Dadurch konnte ich den größten Teil des Quälbergs fahren. Es hob mich nicht mehr aus dem Sattel. Trotzdem war das Fahren so anstregend, dass ich ins Schwitzen kam.

Von der Zwickauer Straße bis nach Hause war das Fahren dann wieder sehr leicht. Es lief fast, wie von selbst.


Zuhause stand dann die mögliche Ursache des trüben Wetters: Ein Zwölfzöller. Dabei handelt es sich nicht um ein besonders kleines Einrad, sondern um ein neues Fernrohr mit 12" Öffnung (Spiegeldurchmesser). Es ist seit gestern einsatzbereit. Nach einem verbreiteten Aberglauben gibt es für neue Fernrohre zwei Wochen Strafwetter, also keine klaren Nächte. Am Einrad, das im Bild zum Größenvergleich zu sehen ist, wurde eine kleine Schrauberei nötig. An beiden Griffen war je eine Schraube abgefallen und musste ersetzt werden.

17.12.07

Bei Frost zum Märchenbrunnen

Bei sonnigem Wetter mit Hochnebeleinlagen stieg die Luftemperatur etwas über den Gefrierpunkt, doch am Boden hielt der Frost. So konnte ich die gestern aus Zeitmangel nicht durchgeführte Fahrt zum Märchenbrunnen nachholen. Seit der Schlammschlacht vom 21.11. war ich nicht mehr dort gewesen.
Vor Fahrtantritt rieb ich die Stiefel mit Glyzerin ein, damit sie geschmeidig bleiben. Das Fahren durch den Wald viel auf dem harten Boden wieder sehr leicht. Beim Waldstadion blieb eine Frau stehen und sagte: "Schööön.". Der Weg von Turm der Jugend zum Großen Teich war im oberen Bereich stellenweise nicht gefroren. Weiter unten war der Weg wieder durchgängig hart gefroren.
Zum Märchenbrunnen nutzte ich den kurzen Weg, der waldseitig an der Hellwiese vorbeiführt. Dieser Weg war durchgängig gefroren. Allerdings waren Schlaglöcher und Spuren eingefroren, was den Weg uneben machte. Darauf fahren war anstrengend und die Holperei war unbequem auf dem Sattel. Wenigstens musste ich nicht absteigen und fuhr bis zur Brücke über die Blaue Flut durch.


Die Blaue Flut war zuletzt ein Schlammgraben gewesen. Heute sah sie wieder wie ein Bach aus.


Den Märchenbrunnen sah ich heute erstmals mit Eis bedeckt.


Sehr tragfähig war die Eisdecke noch nicht.


Nach einer kurzen Pause machte ich mich auf den Heimweg. Der Weg über das abgerntete Maisfeld war gefroren und ich kam mit sauberen Stiefeln und sauberen Reifen im Wald an.


Am 21.11. hatte ich am Waldeingang ein Loch fotografiert. Heute war zu sehen, wofür diese Löcher gebohrt worden war. Man hat Wegweiser mit Entfernungsangaben aufgestellt.


Ein Schild zeigt zum Bismarckturm. Bis vor kurzem hieß das Bauwerk noch "Turm der Jugend". Möglicherweise hat man den Turm nach der Schließung des Kinder- und Jugencenters wieder in Bismarckturm rückbenannt. Auf der wenige Meter vom Wegweiser entfernten Halbkreisbank machte ich eine kurze Pause und fuhr dann auf den kürzesten Weg nach Hause. Dazu gehörte, dass ich den Berg am Krankenhaus herunterfuhr. Auf Schlamm war es zuletzt etwas abenteuerlich, mit einem Einrad, das machte, was es wollte, um Wurzeln und Rinnen herumzusteuern. Auf dem gefrorenen Boden war es wieder sehr leicht. Nur eine Rinne fühlte sich etwas hart an.
An der Zschechwitzer Straße musste ich wegen Verkehr absteigen. Dann fuhr ich bis nach Hause durch.

16.12.07

Frost

Heute war ein sehr trüber Tag und die Temperatur stieg nicht über - 0,5°C. Auf der Fahrt zum Wald musste ich auf vereiste Stellen an den Gehwegauffahrten achten. Sonst verursachte die Kälte keine Probleme. Im Wald war sie sogar von großem Vorteil. Die Wege waren hart gefroren und das Einrad rollte leicht. Mit so wenig Kraftaufwand bin ich lange nicht mehr durch den Wald gekommen.
An der Zwickauer Straße machte ich eine kurze Pause. Bei den wunderbaren Bodenverhältnissen wäre ich gerne zum Märchenbrunnen gefahren, aber dafür reichte die Zeit nicht mehr. So fuhr ich wieder nach Hause. Allmählich machte sich der Frost an den Stiefeln bemerkbar. Das Kunstleder wurde etwas härter. Dem Fahrspaß tat das keinen Abbruch. Nach einer halben Stunde Fahrt kam ich wieder zuhause an. Der Frost hatte auch noch den Vorteil, dass Rad und Stiefel sauber blieben und keine Reinigungsarbeiten nötig waren.

15.12.07

Wintereinbruch zum Fußballspiel

Heute war das letzte Freiluft-Fußballspiel dieses Jahres dran, das Pokalspiel Roter Stern gegen Monstab/Lödla.
Nachts hatte es geschneit und vormittags lag die Temperatur um 0°C. Das ist eigentlich kein Wetter für das 26er mit seinem profilarmen Reifen. Ich war jedoch von einer Weihnachtsfeier noch etwas matt. Das Einrad bot Gelegenheit, etwas länger im Bett zu bleiben und danach die Strecke zum Hartplatz bequem im Sitzen zurückzulegen. Die Hürde dabei ist das Aufsteigen. Das klappte jedoch. Auf den Wegen in Südost lag eine sehr dünne Schneedecke, auf der das Rad nicht wegrutschte. Im Wald war der Schlamm teilweise mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Diese bereitete auch keine Schwierigkeiten. Vor der Zschechwitzer Straße musste ich absteigen, weil ein kleiner Hund vor das Rad lief. Das Aufsteigen gestaltete sich danach schwierig, weil das Rad auf der dünnen Eisschicht durchdrehte. Ich musste erst eine eisfreie Stelle suchen.
Zweimal war ich während der Fahrt am Einschlafen. Weil ich dabei aufhörte, die Beine zu bewegen, hätte das mit Stürzen enden können. Ich kam jedoch wohlbehalten am Hartplatz an.


Das Spiel hatte 11:30 beginnen sollen. Es kam aber zu einem Spielestau und der Anstoß verzögerte sich um 40 Minuten. Die Partie endete 1:7. Der TSV Monstab/Lödla spielt zwei Klassen höher.
Dass ich mit dem Einrad zum Spiel gefahren bin, hatte auch den Vorteil, dass ich meine kniehohen Stiefel an hatte. Dadurch kühlten Waden und Füße nicht sehr aus. Auf der Heimfahrt fühlten sich aber die Oberschenkel wie taub an. Der Aufstieg klappte im Unterschied zu den letzten Heimfahrten von Fußballspielen sofort. Das taube Gefühl in den Oberschenkeln erweckte danach den Eindruck von Kraftlosigkeit. Ich konnte trotzdem normal fahren, kam alle Berge hoch und konnte enge Kurven fahren. Es war eine widersprüchliche Wahrnehmung. Ich fühlte mich schwach, sah aber, dass das Einrad völlig normal fuhr. Zum Warmfahren reichte die Viertelstunde bis nach Hause nicht aus. Der kalte Sattel fühlte sich auch etwas hart an. Aber auch unter solchen Bedingungen ist eine Einradfahrt ein schönes Erlebnis.
Unterwegs klingelte das Handy und es folgte mein erstes Telefongespräch während einer Einradfahrt. Auf dem Einrad lässt es sich problemlos telefonieren. Auf anderen Fahrzeugen dürfte es schwieriger sein.
Die Heimfahrt verlief problemlos und ohne Abstiege.

13.12.07

Mockern

Gestern Abend bin ich an dem Fahrradladen in der Gabelentzstraße vorbeigegangen (s. 30.11.) und habe dort noch das Einrad gesehen. Das Zwanzigzöller wird mit dem Slogan "Ein Rad - ein Preis" für 49,95 € angeboten.
Ein Nachteil des Einrades ist, dass man auch bergab treten muss. Beim Coasten setzt man die Füße auf die Gabel und lässt das Rad rollen. Für sanfte Abhänge wäre das evtl. eine Lösung. Vor Antritt der Fahrt setzte ich heute mal probeweise einen Fuß auf die Gabel. Dazu musste ich das Bein stark anwinkeln. Auf dem rollenden Rad würde ich das wohl nicht hinbekommen. Wenn doch, würde ich bestimmt nicht auf den Füßen landen, sollte ich das Gleichgewicht verlieren. Da ist es - zumindest auf dem 26er - doch besser, die Abhänge tretend herunterzufahren.
Heute ist der erste Tag meines Weihnachtsurlaubs. Ich hatte zum ersten Mal in dieser Woche Gelegenheit zum Fahren. Mit 5°C war es nicht gerade warm, aber ansonsten war das Wetter freundlich. Ich fuhr erst einmal in den Wald. Die vergangenen Tage waren feucht gewesen und entsprechend schlammig waren die Wege. Schwierigkeiten gab es nicht deswegen. Der bislang bei Schlamm lästige Anstieg nach der Zschechwitzer Straße war heute leicht zu fahren, weil das Laub nu fast völlig beseitigt ist (s. 8.12. u. 4.12.). An der Zwickauer Straße machte ich auf dem Absperrbalken eine Pause. Danach fuhr ich aus dem Wald heraus, wobei ich auf dem Schlamm-Laubgemisch vorsichtig fahren musste. Auf dem Radweg an der Zwickauer Straße/B93 fuhr ich nach Mockern. Das war angenehm. Es ging bergab, es sind schöne Kurven auf dem Weg und an der Auffahrt von der B93N waren keine Autos zu sehen. An Ortseingangsschild von Mockern stieg ich ab und machte eine kurze Pause. Dann ging es heimwärts. Ich hatte jetzt Gegenwind und fuhr deshalb nicht an der B93N zurück, sondern gleich durch den Wald. Dabei gab es keine Besonderheiten. In Südost gab es bei der Volkssolidarität ein Gewusel von Kindern und Erwachsenen. Das hing mit dem Ende einer Feierlichkeit zusammen. Es war jedoch kein Problem, sicher durchzufahren.

9.12.07

B93N - Richtung Kotteritz

Vormittags hatte es geregnet. Nachmittags war es wieder schön. Pfützen und Schlamm kündeten noch vom Vormittagswetter. Ich unternahm eine kurze Sonntagsfahrt mit gemütlichem Tempo. Ich fuhr in den Wald, bog auf die Paditzer Straße waldauswärts ab und fuhr dann an der Umgehungsstraße in Richtung Kotteritz.
Wo die Hochspannungsleitung die Straße schneidet, probierte ich, ob ich mit dem 26er im Pendeln eine 180°-Drehung hinbekomme. Mit dem 20er habe ich das manchmal gemacht, um an einer engen Stelle zu wenden. Mit 26" ist das schwieriger. Das klappte, doch ich stieg gleich ab, um eine Pause zu machen. Wie gestern machte ich ein Streckenendefoto und fuhr wieder nach Hause. Auf der Paditzer Straße fuhr ich Slalom um Schlammhäufchen. Das machte ich nur, weil es Spaß machte. Ich hätte auch geradeaus vorbeifahren können.

8.12.07

An der B7

Am Donnerstag hatte ich nach einer Feierlichkeit in Leipzig übernachtet. Gestern bekam ich einen neuen Drucker geliefert. Der war ziemlich billig, ist aber ein Farblaser, der leise in Fotoqualität durckt, PostScript Level 2 kann und netzwerkfähig ist. Er ließ sich schnell und ohne Probleme auf dem Mac und dem LINUX-Rechner einrichten, doch es blieb dann trotzdem keine Zeit mehr zum Fahren. Dann habe ich noch das Gästebuch neu verlinkt. Es war in den letzten Wochen massiv von Spammern angegriffen worden, die dort Linksammlungen unterbrachten, um ein besseres Ranking in den Suchmaschinen zu bekommen. Das war zwar nicht mehr wirksam, weil das Gästebuch auf Moderation stand, aber die Löscherei brachte Zeit. Nun ist erstmal Ruhe.

Heute früh googelte ich nach Altenburg und Einrad und fand einen Verein, der Einradfahren anbietet. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass dieses Altenburg nicht an der Pleiße, sondern am Neckar liegt. Das ist ein bisschen weit weg...

Heute war es am Nachmittag zunächst sonnig. Weil es kühl und windig war, zog ich mich trotzdem dick an. Kurz nach 15 Uhr fuhr ich los. Auf dem Weg zum Wald war kein verkehrsbedingtes Absteigen nötig. Als ich im Wald die erste Kurve fuhr, sagte ein Mann, dass ich den Lenker in der Hosentasche habe. Das war nicht weit daneben, weil die Hosentaschen nur Zentimeter vom Sattel entfernt sind, mit dem das Einrad gelenkt wird.
Nach dem Überqueren der Zschechwitzer Straße fuhr ich bequem auf dem frisch vom Laub befreiten Weg (s. 4.12.).


Die Arbeiter waren seit Dienstag weitergekommen. Auf diesem Bild ist der Abzweig nach rechts auf den mittleren Weg zu sehen. Von dieser Stelle war der Weg an diesem Tag noch ca. 40 m in Richtung Zschechwitzer Straße mit Laub bedeckt.


Heute war die Grenze an dieser Stelle.

Oben fuhr ich aus dem Wald heraus, um in Richtung Burkersdorf zu fahren. Auf diesem Weg hatte ich starken Gegenwind. Weil ich dick genug angezogen war, war das nicht unangenehm, ich brauchte nur mehr Kraft zum Fahren. An der sonst viel befahrenen Zwickauer Straße brauchte ich heute nicht zu warten und konnte gleich rüberfahren.


In der Zwischenzeit zog es zu und eine ringförmige Wolkenstruktur mit Regen am Horizont machte mir Sorgen. Deshalb fuhr ich nur bis an die Stelle, wo der Radweg an der B7 auf die L2171/Kosmaer Straße trifft.


Die auf dem Bild zu sehende Brücke gehört zur Kosmaer Straße. Die B7 führt unten durch. An dieser Stelle machte ich eine kurze Pause.


Inzwischen hat man angefangen den Abzweig zu einer illegalen Müllhalde umzufunktionieren. Das scheint für Blechlemmingfahrer parktisch zu sein. Sie fahren von der Straße herunter, schmeißen den Müll weg und verschwinden wieder. Früher waren sie nachts in Südost eingefallen. Die dortigen Entsorgungsplätze wurden deshalb mit hohen Gittern und verschlossenen Türen gesichert.

Die Rückfahrt zur Zwickauer Straße war dann wundervoll. Der starke Wind blies nicht mehr ins Gesicht, sondern schob von hinten. Es war ein sehr leichtes Fahren. An der Zwickauer Straße musste ich wieder nicht absteigen. Ein kurzes Stück hatte ich dann Seitenwind und bekam erste Regentropfen ins Gesicht. Dann schob mich wieder der Rückenwind bis zur Paditzer Straße. Dort bog ich waldeinwärts ab. Es wurde schon allmählich dunkel. Deshalb beeilte ich mich, schnell wieder aus dem Wald herauszukommen.

Durch Südost kam ich auch heimwärts ohne verkehrsbedingtes Absteigen. An der Volkssolidarität kam eine junge Frau entegen, die sich freute und "ooh Spitze" rief und nachdem ich micht für das Kompliment bedankt hatte noch "Klasse" sagte.

5.12.07

Mal wieder Münsa und Kotteritz

Heute ist mein letzter Urlaubstag. Das Wetter immer noch sehr windig, aber die Temperatur war mild. Deshalb fuhr seit langem einmal wieder ich eine Tour außerhalb des Waldes. An der Bushaltestelle Pappelstraße bog ich rechts ab in Richtung Münsaer Straße. Der Fußweg dort hin ist ziemlich unbequem, weil die großen Platten uneben liegen, aber so sparte ich ein paar Bergauffahrten.
Ziel war der Wendekreis zwischen Münsa und Vogelsiedlung, den ich am 13.Oktober fotografiert hatte. Auf dem Weg dorthin musste ich die stark befahrene Straße dreimal zu Fuß überqueren. Zuerst an der Ampel bei der Tankstelle, dann in entgegengesetzter Richtung am Sportplatz. Dort ermöglicht eine Fluchtinsel auf der Straßenmitte das sichere Überqueren. Dann fuhr ich die alte Münsaer Straße hinunter und vor Münsa musste ich nochmal die Straße überqueren. Bei früheren Touren hatte ich ein der verkehrsschwachen Mittagszeit die Straße manchmal fahrend überqueren können. Heute begann die Hauptverkehrszeit und es war auch zu Fuß lebensgefährlich, die Straße zu überqueren. Es ging erst, als sich in einer Fahrtrichtung die Blechlemminge stauten.

Dann fuhr ich in Ruhe bergauf zum Wendekreis. Dort testete ich, ob mit schwindlich wird, wenn ich viele Runden schnell auf der Innenbahn fahre. Das 26er eignet sich gut für solche Experimente, weil eine innen nach unten stehende Pedale erst bei mehr als 45° Kurvenlage aufsetzt. Ich drehte etliche Runden, ohne dass mir schwindlig wurde und auch das anschließende Herausfahren aus dem Kreis machte keine Probleme. Dafür wirkte später bei der Fahrt durch den Tunnel das Rippenmuster wie eine Mindmachine.

Die Münsaer Straße überquerte ich auf dem Rückweg wieder zu Fuß, aber lebend. Ich fuhr danach nicht gleich auf der alten Münsaer Straße nach Südost zurück, sondern bog in Richtung Kotteritz ab, um bis zur Paditzer Straße zu fahren. Auf diesem Weg hatte ich mit starken Gegenwind zu tun. Zum Ausgleich hatte ich auf mehreren Anhöhen eine schöne Aussicht. Auf der Paditzer Straße fuhr ich in den Wald dort hatte ich zwar wieder Schlamm unter dem Reifen, dafür störte der Wind nicht mehr. Nachdem ich von der Paditzer in Richtung Südost abgebogen war, wurde der Weg auch trockener. So kam ich auch mit völlig sauberen Stiefeln wieder aus dem Wald heraus. An der Kotteritzer Straße stieg ich wegen zwei nicht blinkenden Blechlemmingen ab und die fuhren tatsächlich geradeaus weiter (s. Post von gestern). Den Rest der Strecke brauchte ich nicht mehr abzusteigen.

4.12.07

Das Blinkverhalten der Blechlemminge

Weil ich bis heute Abend noch etwas für den Astronomieverein vorbereiten muss, blieb nur Zeit für eine kleine Tour durch den Wald. Für eine größere Tour wäre auch der Wind zu unangenehm gewesen. Es war auch kälter, als gestern. Deshalb zog ich eine Jeans über die Radlerhose und fuhr mit Handschuhen.
Kurz nach dem Start musste ich auf zahlreiche Fußgänger aufpassen, die gerade aus einem Bus ausgestiegen waren. Schwierige Situationen ergaben sich nicht dabei. Zum ersten Mal absteigen musste ich an der Kotteritzer Straße wegen Blechlemmingen. Es waren gerade sehr viele Fahrzeuge unterwegs und ich musste eine Weile warten, bis ich die Straße überqueren konnte. Dabei beobachtete ich eine Kolonnentaktik: Das Führungsfahrzeug blinkt und biegt ab. Die anderen folgen, ohne zu blinken. So musste ich die Kolonne abwarten, falls nicht doch einer geradeaus weiterfährt. Das tat dann auch einer.
Ohne weitere Probleme fuhr ich dann zur Zwickauer Straße. Auf dem Weg nach der Zschechwitzer Straße waren die gestern beobachteten Arbeiter bei der Laubbeseitigung ein Stück weitergekommen. Der größte Teil ist aber noch mit dem Schlamm- Laubgemisch bedeckt.
Auf der Rückfahrt nahm ich wie an den letzten beiden Tagen auf Höhe des Krankenhauses den mittleren der drei Wege. Heute war es etwas schwieriger. Zweimal wurde ich von etwas wegen der Laubschicht Unsichtbarem stark abgebremst. Das Rad drehte aber nicht durch und ich konnte weiterfahren. Nach dem Abbiegen auf den Hauptweg zählte ich die Raddrehungen bis zum von Laub befreiten Abschnitt. Es waren 20. Das sind ca. 40 Meter. Dann war es nicht mehr weit, bis ich an der Zschechwitzer Straße wegen Blechlemmingaktivität absteigen musste.
Die weitere Fahrt durch den Wald verlief ohne Besonderheiten. Als ich aus dem Wald herausfuhr, kam ein Blechlemming mit extrem blendenen Scheinwerfern die Kollwitzstraße hoch. Ich steig ab und wartete ab. Unmittelbar vor der Kurve sah ich, dass er blinkte. Der superhelle Scheinwerfer hatte den Blinker überstrahlt. Der Blinker war so schwer zu identifieren, wie Sirius B, der vom viel helleren Sirius A überstrahlt wird.
Bei der Begegnungsstätte der Volkssolidarität musste ich nochmal absteigen, weil ein Blechlemming ein aufwändiges, langwieriges Einparkmanöver durchführte. Es wäre nicht einmal möglich gewesen, zu Fuß vorbeizukommen, außer man rennt einen Hang hoch auf eine Wiese. Während ich herumstand und das Manöver abwartete, fing es an, zu regnen und ein weiterer Blechlemming stellte sich an. Dann brauchte ich nur noch eine Minute bis nach Hause.

3.12.07

Das 26er bei Wind

Heute habe ich Urlaub und konnte deswegen eine Fahrt bei hellichtem Tage unternehmen. Weil der Wind noch stärker war, als gestern, bevorzugte ich wieder eine Waldfahrt. Für Thüringen besteht Windwarnstufe Orange.
Bei der Fahrt durch Südost ließ sich das 26er bei Windböen gut kontrollieren. Nur einmal war ich nach einer Kurve bei einer Bö von vorn stehengeblieben und brauchte etwas Kraft, um das Einrad wieder zu beschleunigen.
Im Wald waren die Wege nach Regenfällen schlechter zu fahren, als gestern. Es ist aber auch unter solchen Bedingungen noch nicht nötig, das Muni einzusetzen. Nachdem ich die Zschechwitzer Straße überquert hatte, sah ich zwei Arbeiter, die das festgefahrene Laub vom Weg entfernten. Auf dem bereits beräumten Stück rollte das Rad schön leicht. Hin und wieder lagen vom Wind heruntergeholte Zweige auf dem Weg. Das 26er rollte problemlos drüber.


Auf dem Weg zur Zwickauer Straße veruschte ich ein paar Bilder vom Fahren aufzunehmen. Durch die lange Belichtungszeit entstanden Bewegungsunschärfen, die eine rasante Geschwindigkeit vortäuschen.

Auf der Rückfahrt nahm ich auf Höhe des Krankenhauses wieder den mittleren Weg.


Hier bin ich noch nicht weit vom Weganfang entfernt. Der besonders schön zu fahrende abschüssige Bereich ist noch nicht erreicht.


Hier geht es allmählich wieder bergauf, bis ich vor der Baumreihe im Hintergrund nach links auf den Hauptweg abbiege.
Die weitere Fahrt nach Hause verlief wie üblich. Zwischendurch gingen kurze Regenschauer nieder.

2.12.07

Mittelweg

Heute überstieg die Temperatur die 10°C-Marke. Dadurch brauchte ich keine zweite Hose drüberzuziehen, was den Fahrspaß etwas erhöhte. Als ich aus dem Windschatten des Hauses herausfuhr, bekam ich jedoch starken Wind ab, der Nieselregen von einer entfernten Wolke heranführte.
Ohne Unterbrechung fuhr ich zur Zwickauer Straße. Weil dort der Absperrbalken nass war und nicht als Pausensitzgelegenheit taugte, fuhr ich gleich wieder heimwärts. Um Wind und Niesel auszuweichen, mied ich die Waldränder. Wenn man die Waldwege auf der Karte ansieht, findet man beim Krankenhaus eine Stelle, an der drei Wege nebeneinander verlaufen. Rechts außen ist der breite Hauptweg. Der hellgrün markierte Weg links außen ist der Berg am Krankenhaus. Den mittleren Weg hielt ich bei Fahrten mit dem Muni für den schwierigsten. Heute probierte ich ihn erstmals mit dem 26er. Bei diesem Weg muss man sich auf der Mitte halten. Die Spur war zeitweilig etwas schmal und am Ende musste ich beim Abbiegen auf den Hauptweg eine flache Böschung hochfahren. Das bereitete keine Probleme und der Weg war insgesamt schön bequem zu fahren. Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten und ich hatte mal wieder eine Fahrt, bei der ich bis nach Hause nie die Stiefel von den Pedalen nehmen musste.

Der Text war ursprünglich länger, allerdings hatte der Rechner Sekunden vor dem Abspeichern einen seltsamen Absturz, bei dem Alles weiter lief, aber Tastatur und Maus nicht mehr funktionierten. So konnte ich mir den fertigen Text ansehen, aber nicht speichern. Auf Experimente mit Abfotografieren und OCR hatte ich keine Lust.

1.12.07

Wieder zum Fußball

Heute fuhr ich wieder einmal mit dem 26er durch den Wald, um Fußballspiele anzusehen. In der Nacht und vormittags hatte es geregnet. Das Fahren im Wald war dadurch anstrengender, als gestern und beim Lenken war manchmal die Glätte zu spüren. Bis zum Waldstadion kam ich, ohne absteigen zu müssen.

Schwierig wurde dann der mit einer dicken Laubschicht bedeckte Weg zum Haupteingang des Waldstadion. Einmal schlitterte ich mit waagrecht stehenden Kurbeln ein Stück geradeaus vorwärts. In Träumen hatte ich öfters herausgefunden, dass ich träume, weil ich auf einem Einrad saß, das wie mit Freilauf rollte, ohne dass ich treten musste. So entstanden luzide Träume. Auf dem nassen Laub entsprach die Erfahrung des Einradfahrens ohne Treten nun für Sekundenbruchteile der Realität. Nach dem Ende der Rutschpartie konnte ich noch ein Stück fahren, aber kurz vor dem Weg zum Stadioneingang musste ich absteigen. Zum Hartplatz ging ich zu Fuß. Auf dem Parkplatz konnte ich nicht aufsteigen, weil Blechlemminge auf engstem Raum manövrierten. Auf dem Weg um das Spielfeld herum hatte ich Probleme, eine geeignete Stelle zum Aufsteigen zu finden und brauchte mehrere Versuche.


Ich verfolgte dann die zweite Halbzeit des Spiels RSA II - Rositz III, das 0:3 endete und das Spiel RSA I -Zehma II. Dieses Spiel endete nach anfänglichem 0:1-Rückstand 4:1. Nebenan spielte Motor gegen Empor Erfurt und gewann ebenfalls 4:1.
Die beiden Fotos machte Valko. Anklicken bewirkt die Anzeige von 800 Pixel breiten Bildern.

Beim Start zur Rückfahrt war ich wieder zu ausgekühlt, um das Aufsteigen gleich hinzubekommen. Irgendwann klappte es dann und ich fuhr ohne Unterbrechung nach Hause.