20.4.12

Roter Sattel

Das Wetter war heute im Großen und Ganzen sonnig, doch ab und zu gab es einen Regenschauer. Einen davon wartete ich vor der Freitags-Auenwaldtour ab und startete deshalb erst gegen 18:15 Uhr. Das Wetter war dann sehr schön. Den trockene Boden hatte den Regen sofort aufgesaugt und bei Sonnenschein war das Fahren sehr angenehm.

Vor Fahrtbeginn hatte ich einen roten Viscount-Sattel auf die Sattelstütze geschraubt. Der schwarze Sattel ist bei den Verschraubungen der Schutzkanten verschlissen. Ich kann ihn nun in Ruhe aufarbeiten, weil das Einrad mit dem roten Sattel fahrbereit bleibt. Bei der Aktion hatte ich auch den Hintergedanken, an neue Muttern heranzukommen. Es hatte schon lange eine Mutter gefehlt. Wie schon im letzten Post beschrieben, ist das Gewinde irgendwie proprietär, zumindest abweichend von Qu-ax o.ä. Aus diesem Plan ist nichts geworden, weil Muttern beilagen, die nicht passen. Wenn ich Glück habe, haben die Qu-ax-Muttern ein Spezialgewinde und an den Viscountsattel passen gewöhnliche ISO-Muttern.
Einen optischen Vorteil hat der rote Sattel. Er hebt sich farblich vom Gesäß ab. Sehr auffällig ist der Effekt nicht, weil nicht viel vom Sattel herauslugt.
Die Fahrt verlief insgesamt bequem und ohne größere Anstrengung. Ich fuhr wieder über die Brücken über Nahle und Luppe. Beim unteren Elsterwehr geriet ich wie letzten Freitag in große Schwärme winziger Insekten, wendete deshalb auf dem Wehr und fuhr nach Hause.

17.4.12

Noch eine Nachtfahrt

Heute Abend war Astronomieverein. Danach hatte ich noch das Ende des Fußballspiels Bayern München - Real Madrid angesehen und hinterher noch Lust für ein paar Blockrunden mit dem Einrad gehabt. Also habe ich noch schnell Stiefel angezogen, das Einrad genommen und zu fahren angefangen.
Die Blockrunden verliefen störungsfrei. Bei der gemütlichen Fahrerei überlegte ich, was man noch bequemer machen könnte. Dabei fiel mir nur ein größerer Sattel ein. Ich habe bisher noch keinen Sattel gesehen, der eine längere Sitzfläche als der Viscount-Sattel hat. Den nutze ich deshalb trotz Schwachstellen, wie proprietäre Gewinde und schlecht haltende Griffe. Interessant wäre eine Vergrößerung des Viscount-Sattels um 30 - 50 Prozent. Das Einrad würde dadurch vielleicht schwerfälliger, aber die Vorstellung, mit so einem Sattel über Schotter zu fahren oder von einer Kante zu plumpsen ist OK.

13.4.12

Schöne Fahrt am Freitag den 13.

Freitag der 13. wird von abergläubigen Menschen als Unglückstag gefürchtet. In diesem April war er für meine Enradfahrerei eher ein Glückstag. Der Nachmittag war für diesen bislang trüben Monat ungewöhnlich heiter und die Temperatur von 13°C war zum fahren sehr angenehm. Als ich gegen 17:45 Uhr zum Leipziger Auwald losfuhr, waren auch noch die Wegeverhältnisse ideal: trocken und nicht staubig.


Am Waldrand angekommen, fand ich den Boden dort nun vollständig mit Bärlauch bedeckt und es lag ein würziger Duft in der Luft. Bei den idealen Wegeverhältnissen war das Fahren entspannend. Das aufrechte Sitzen auf dem Gerät ist angenehm und ich brauchte nur sehr wenig Kraft, um das Rad voranzutreiben.
Zur Nahlebrücke fuhr ich auf dem neuen Weg, den ich erstmals am 23.3. benutzt hatte. Wenig später erreichte ich die erste schwierige Stelle: Die Brückenauffahrt. Davor liegt Schotter und ich muss sie in einer Kurve anfahren. Seit der Schotter dort liegt, hatte ich das nicht mehr geschafft. Auf dem Schotter rutscht man leicht weg und verliert Schwung. Heute klappte das Manöver. Das war auch dem Umstand zu verdanken, dass ich trotz der trockenen Wegeverhältnisse Gummireitsteifel angezogen hatte. Damit habe ich eine bessere Kontrolle über die Pedalen, als mit anderen Schuhen. Ein Mann, der auf der Brücke stand, gratulierte.
Während ich weiter zur Brücke über die Luppe fuhr, klingelte das Handy. Auf einem Einrad fahrend telefonieren ist einfach. Es kam allerdings die problematische Brückenauffahrt in die Nähe. Abstiegen wollte ich nicht, weil ich dann im Stehen weitertelefonieren hätte müssen. Deshalb fuhr ich weiter. Probleme bei einem Notabstieg waren unwahrscheinlich. Es kommt nur sehr selten vor, dass ich mich bei einen unerwarteten Abstieg mit den Händen abstützen muss. Das Hochfahren klappte aber und auf der Brücke brachte ich das Gespräch ans Geländer gelehnt zu Ende und blieb auf dem Sattel sitzen.
Danach fuhr ich weiter am Elsterbecken. Auch hier war der Weg sehr angenehm zu fahren. Bald geriet ich in einen Schwarm kleiner Fliegen. Eine entgegenkommente Radfahrerin vermummte ihr Gesicht, als sie von der anderen Seite in den Schwarm hineinfuhr. Wenig später wurde der Sinn dieser vermeintlichen Überreaktion klar. Kurz vor dem unteren Elsterwehr fuhr ich an der ersten Pfütze des Abends vorbei und geriet in einen dichten Schwarm heller Partikel. Ich konnte nicht erkennen, ob es Pollen oder Insekten waren. Dieses Zeug lag bis kurz vor der Wendestelle vor der Straßenbrücke in der Luft. Auf der Rückfahrt hielt ich am Geländer des unteren Elsterwehrs kurz an und fand ein winziges Fluginsekt auf der Hose. Es waren also keine Pollen. Trotzdem brannte das linke Auge etwas. Hier hatte es sich als nachteilhaft erwiesen, mit Kontaktlinse anstatt Brille zu fahren. Später sollte sich das noch relativieren.
Die weitere Rückfahrt verlief optimal. Anstrengenstes Element war die Auffahrt auf die Luppebrücke. Als ich auf der Brücke fuhr, zuckelte ein ICE entgegen. ICEs können sehr gut langsam fahren. Man sieht und erlebt das öfters. Später stellte sich heraus, dass der Freund der Nachbarin im Zug gesessen und mich gesehen hatte.



Auf dem Weg von der Gartenanlage Waldluft zur Hans-Driesch-Straße fotografierte ich das zarte Grün zu beiden Seiten des Weges. Der neu hergerichtete Weg ist noch etwas weich, wodurch das fahren geringfügig mehr Kraft kostete, als bisher. Dafür war es nicht nötig, dass ich mich auf das Fahren konzentrierte. Ich saß bequem auf dem Sattel, trat auf die Pedalen um nicht stehen zu bleiben und machte nebenher ein paar Fotos.
Bald erreichte ich die Hanns-Driesch-Straße. Seit ich diese Straße auf der Hinfahrt zu Fuß überquert hatte, war es nicht mehr nötig gewesen, den Sattel zu verlassen. Auf der Straße ist allerdings ständig Blechlemmingterror. ich steig ab und wartete eine Weile, bis die Blechlemminge eine Lücke ließen.


Bevor ich trüben wieder aufstieg, sah ich mir ein paar Knospen an. Diese ist kürzlich aufgeplatzt.


Bei diesen Bärlauchblüten war es dagegen noch nicht so weit. Als ich am Waldrand die Friesenstraße überqueren musste, war kein Auto zu hören. Nun bewährte sich die Kontaktlinse. Ich konnte auch optisch kein Auto ausmachen und konnte die Straße fahrend überqueren. Auch auf der Rietschelstraße war es so ruhig, dass ich nicht absteigen musste.


Zu Haue zeigte sich ein Reiher und nachts blieb es klar. In diesem Monat waren bisher nur selten Sterne zu sehen. Freitag der 13. war auch hierfür ein Glückstag.

4.4.12

Angenehme Nachtfahrt

Die Großwetterlage ist derzeit ungemütlich, doch heute war das Wetter abends ziemlich mild. Deshalb ging ich nach dem Astrovereinsabend in Altenburg nochmal mit dem Einrad raus.
Durch eine Cirruswolkendecke schien der von einem Halo umgebene Mond. Er beleuchtete den Weg an der Rückseite des Blocks Buchenring 38 bis Straßenende, wodurch sich die Helligkeitsunterschiede zur intensiv beleuchteten Vorderseite deutlich verringerten. Dadurch musste ich am Ende der Ostkurve nicht abbremsen. Dort geht es leicht bergauf, weshalb ich die Kurve gerne mit Schwung fahre. Die Runden ließen sich leicht und entspannt fahren. Zeitweilig verursachten Bodenwellen Resonanzen. Weil ich mit hohen und relativ schweren Gummireitstiefeln fuhr, hatte ich dabei keine Probleme, die Füße auf den Pedalen zu halten. Durch das Sattelpolster schlugen keine Erschütterungen durch. So saß ich bequem und  das Rundendrehen wurde eine entspannte und bequeme Angelegenheit.
Ich fuhr die Blockrunden 15 - 20 Minuten.

23.3.12

Bei Sonnenuntergang im Auenwald

Seit der letzten Fahrt blieb das Wetter sonnig und trocken. Bei diesen idealen Bedingungen hatte ich vor, die übliche Leipziger Freitagstour des vorigen Sommers zu fahren, also an der Friesenstraße bis zu Waldluft, weiter bis zur Bahnlinie, dann über Nahle und Luppe zum Radweg am Elsterbecken und auf diesem bis zum Platz vor der Straßenbrücke fahren, dort wenden und zurück.
Es ergab sich eine Möglichkeit zur Variation. Nach den Abholzungen am Nahleufer wurde ein Weg angelegt. Diesen probierte ich heute. Er ließ sich gut fahren. Er verläuft allerdings nicht auf dem Deich, sondern daneben. So verwehrt der Deich den Blick auf das Flüsschen.
Als ich am Elsterbecken entlang fuhr, konnte ich den Sonnenuntergang beobachten. Das Unterholz war so licht, dass die Sonnenscheibe zwischen den Baumstämmen gut sehen konnte. Als die Sonne untergegangen war, befand ich mich schon auf der Rückfahrt. Die Temperatur fiel merklich, was nicht unangenehm war.
Als ich am Ende der Fahrt den Wald verließ, dominierte Venus bereits den Abendhimmel und Jupiter war auch gut zu sehen.

16.3.12

Bei Tageslicht jetzt auch in Altenburg

Die ersten beiden Fahrten bei Tageslicht in diesem Jahr hatte ich in Leipzig gemacht, weil dort nicht eine ca. vierzigminütige Bahnfahrt zum Erreichen des Einrades nötig ist. Durch die rasche Hinauszögerung der  Abenddämmerung im März hat sich das nun geändert. Kurz vor 17:30 kam ich zu Hause an und 18:31 sollte die Sonne untergehen. Am Vorabend war es zudem aufgeklart und direkter Sonnenschein sorgte zusätzlich für Helligkeit. Mit 19°C war es auch plötzlich warm geworden.
Wie am Dienstag in Leipzig waren heute auch in Altenburg die Waldwege fast trocken und angenehm zu fahren. Ich fuhr durch den Wald zur Zwickauer Straße. Anstelle einer Kontaktlinse verwendete ich wieder eine Brille. Beim Fahren im Wald wirkte sich die damit verbundene Blickfeldbegrenzung nicht aus. Nur beim Überqueren von Straßen war besondere Vorsicht nötig. Es war nicht möglich, die Blechlemminge aus extremen Blickwinkeln wahrzunehmen und so überquerte ich manche Straßen ohne Not zu Fuß.
Auf Schlamm traf ich erst zwischen Skatbank Arena und Zwickauer Straße. Es gab einen festgefahrenen Streifen und so kam ich ohne Anstrengung zum Schlagbaum, wo ich eine Pause einlegte.


Danach fuhr ich nach Hause, wobei ich zur Zschechwitzer Straße den Berg am Krankenhaus (s. Karte) herunter fuhr. Wegen Forst- und Bauarbeiten war dieser Weg lange nicht einradtauglich gewesen. Heute war er wieder schön, ich musste nur etwas auf Wurzeln achten.

Die weitere Heimfahrt verlief ohne Besonderheiten. Nach einer Dreiviertelstunde war ich wieder zu Hause. Bis ich nach Einbruch der Dunkelheit mit astronomischen Beobachtungen beginnen konnte, blieb noch Zeit für das Abendessen. Am Ende der nächsten Woche wird auf Sommerzeit umgestellt. Ironischerweise zu einem Zeitpunkt, wo sie gerade überflüssig wird.

14.3.12

Wieder Leipzig

Weil Esperanto ausgefallen war, blieb ich ausnahmsweise an einem Mittwoch in Leipzig und nutzte diese Gelegenheit zu einer Fahrt mit dem Einrad. Seit Freitag Nachmittag steckt die Gegend unter einer dichten Wolkendecke, doch es fiel in diesen Tagen nur wenig Regen. So waren die Wege meist nur oberflächlich feucht und das Rad rollte leicht. Zuerst wollte ich zur Baustelle an der Bahnunterführung vor dem Bahnhof Leutzsch fahren. Bei trübem Wetter wehte ein kühler Wind. Ich bekam kalte Hände und zog während der fahrt Handschuhe an. Zwischen Gartenanlage Waldluft und Bahnlinie war der Weg etwas schlammig. Das fahren kostete nun etwas mehr Kraft, weshalb ich die Handschuhe wieder auszog. Vor der Bahnlinie bog ich rechts ab in Richtung Baustelle. Bis zur Mitte war der Weg mit einem sandigen, roten Belag versehen, in den das Rad etwas einsank. Das Fahren strengte trotzdem nicht sehr an. Danach wurde es holprig und schwieriger. Ich kam sogar etwas ins Schwitzen, erreichte aber den Zaun, ohne absteigen zu müssen.


Die Baustelle wird wohl noch eine Weile existieren. Nach einer kurzen Pause stieg ich wieder auf, um zu den Flüssen zu fahren, wie bei der Standard-Freitagstour des vorigen Sommers. Ich überquerte die Brücken über Nahle und Luppe, bog dnach rechts ab, überquerte das untere Elsterwehr, wendete am Aussichtspunkt kurz dahinter und fuhr wieder nach Hause.

5.3.12

Erste Tageslichtfahrt 2012

Es ist nun nach Feierabend lange genug hell, um nach feierabend in Leipzig mit dem Einrad zu fahren. Heute hatte ich auch mal Zeit dafür und das Wetter war schön. Die Sonne schien noch, als ich gegen 16:30 losfuhr. Die Leipziger Einradausrüstung hatte ich in diesem Jahr noch nie benutzt. In der bewegungsarmen Zeit hatte ich anscheinend nicht zugenommen, denn die engen Stiefelschäfte waren noch weit genug. Auch der Reifen hatte noch genügend Druck und so gab es keine Startverzögerungen.


Die Wegeverhältnisse waren zunächst OK. Alle Wege waren trocken. Ich kam leicht und schnell voran und entschloss mich, zu den Flüssen zu fahren.


Die Frühlingsboten waren unübersehbar. Optisch dominierten Schneeglöckchen den Waldboden.


Auch Bärlauch zeigte sich. Sein würziger Duft ist jetzt schon deutlich zu riechen. Zum Überqueren der Hans-Driesch-Straße brauchte ich heute recht lange. Möglicherweise war der Sprit heute besonders billig und Menschenmassen führten ihre Blechlemminge Gassi.
Drüben ließ es sich es sich auch sehr gut fahren. An der Gartenanlage Waldluft waren die Krater zugeschüttet worden. Geringfügig schwieriger wurde das Überqueren einer Schotterspur. Der Weg zur Brücke über die kleine Luppe wird gerade geschottert.


Absteigen musste ich dann vor der Nahlebrücke. Dort war eine Schotterspur des selben Bauvorhabens zu schwierig.


Von der Brücke aus beobachtete ich kurz die Arbeiten. Geotextilien werden ausgelegt und dann wird Gras gesät. Ich fuhr dann weiter zur Luppebrücke. Die relativ schwierige Auffahrt klappte trotz monatelangem Mangel an Übung.


In der Vorwoche hatte sich ein Bisschen Hochwasser angedeutet. Der Pegel ist inzwischen wieder zurüchgegangen.


Um bis 17:30 Uhr wieder zu hause zu sein, fuhr ich nicht weiter. Ans Brückengeländer gelehnt machte ich eine Pause und blieb dabei auf dem Sattel sitzen. Auf der Rückfahrt nahm ich den direkten Weg von der Waldluft zur Hans-Driesch-Straße. Der war von Baufahrzeugen etwas zerwühlt und es lagen Kies und Schotter herum. Auf diesem Untergrund kam ich an besten klar, wenn ich langsam fuhr.
An der Hans-Driesch-Straße war der Blechlemmingstrom noch heftiger, als bei der Hinfahrt. Man konnte fast den Eindruck bekommen, das kein Peak Oil droht.
Punkt 17:30 war ich nach einer Stunde wieder zu Hause.

1.3.12

Wieder Nachtrunden in Altenburg

An den Wochenenden finde ich keine Zeit zum Einradfahren. In der Wochen komme ich erst nachts dazu. Die Gegend in Leipzig ist dafür nicht gut geeignet, Altenburg Südost dagegen ideal. Deshalb wurde meine zweite Fahrt im Jahr 2012 wieder eine kurze Nachttour in Altenburg.
Die Bedingungen waren im Vergleich zum 21.2. deutlich besser. Zwar nieselte es wieder, aber inzwischen war der lästige Rollsplitt beseitigt worden und bei 9°C reichte eine Joggingjacke. Vor einer Woche hatte ich mich dicker eingemummelt auf das Rad gesetzt.
Zweck der Übung war, festzustellen, ob ich mich trotz Mangel an Training noch auf dem Einrad wohl fühle und keinen Stress empfinde. Das klappte. Ich fuhr ein paar Blockrunden, saß dabei bequem und die Kurven bereiteten keinen Stress.

21.2.12

Erste Fahrt 2012

Im Jahr 2012 hatte ich bisher keine Gelegenheit zum Einradfahren gehabt. U.a. hatte eine Kälteperiode für Eis gesorgt. Heute war in Altenburg Treff des Astronomievereins und danach kam ich auf die Idee, eine Nachtfahrt zu probieren. Mit +2°C war es nicht allzu kalt. Es nieselte etwas, aber eine kurze Fahrt dürfte das nicht beeinträchtigen. Nach der langen Fahrpause machte ich im Haus ein paar Aufstiegs- und Pendelversuche. Die fühlten sich sehr gut an und ich ging mit dem Einrad um 22:40 Uhr raus, um ein paar Blockrunden im  Buchenring zu fahren.
Durch den Frost hat sich der Gehweg etwas verformt. Das wird wohl dazu beigetragen haben, dass ich vier oder fünf Versuche brauchte, um aufzusteigen. Dann stellte sich das gewohnt schöne Fahrgefühl ein. Eine geeignete Jacke und Stiefel hielten die Feuchte fern. Nach der ersten, langsam gefahrenen Runde war ich auf nassen Untergrund und Rollsplit nicht weggerutscht. Deshalb konnte ich die nächsten vier Runden entspannt fahren.

28.12.11

Wieder mal am Tage

Am 16.12. kippte das seit Oktober sonnige Wetter. Danach war es fast durchgängig bewölkt und es regnete oft. Hinzu kam der übliche Weihnachtsstress und ich hatte zwei Wochen keine Gelegenheit, mit dem Einrad zu fahren. Wenn der Zug nach Altenburg wegen Baumaßnahmen über Leipzig Leutzsch umgeleitet wurde, sah ich gelegentlich die Teile meiner Leipziger Einradstrecken, die an der Bahnlinie gelegen sind. Das geht von Möckern, über die Weiße Elster, die Luppe und die Nahle bis zum Bahnhof Lutzsch. Der Anblick war trostlos: Schlamm und Baustellenkrater.
 Heute war es ausnahmsweise sonnig und ich hatte etwas Zeit für das Einrad. Im Keller zeigte sich das zwei Monate nicht mehr benutzte Leipziger Einrad sofort fahrbereit. Der Reifen hatte genügend Druck und am Sattel fehlten keine Schrauben. Der Plattenweg an der Friesenstraße war trocken und frei von Laub. Das Aufsteigen fiel leicht und das Ausweichen vor Holperstellen bereitete keine Probleme. Auch der Weg am Sportplatz war leicht zu fahren. Er war fest und nur mit kleinen Pfützen bedeckt. Auch im Wald waren die Bedingungen unerwartet gut. Der Weg an der Friesenstraße durch die Gottge war schlammfrei. Das Laub war bis auf dünn gesähte kleine Blätter verschwunden. 
Ich fuhr zum Walddreieck zwischen Hans-Driesch-Straße und Gartenanlage Waldluft. 


Zwei Kanten dieses Dreiecks ließen sich sehr gut fahren. Auf dem Bild ist der gute Zustand des Weges zu sehen. Es war auch hell genug, dass ich während der Fahrt mit dem Handy fotografieren konnte. Danach geriet ich bei der Gartenanlage auf Schwerschlamm. Hier erforderte das Fahren deutlich mehr Kraft, als vorher. Auch der unbefestigte Teil der Friesenstraße von der Waldluft zur Hans-Drisch-Straße strengte etwas an, weil der Reifen im feuchten Sandboden etwas einsank.
Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße wieder überquert hatte, fuhr ich noch die beiden anderen Kanten des Walddreiecks in der Gottge. Hier rollte das Rad wieder leicht. Als ich später die Rietschelstraße erreichte, gab es etwas Ungewöhliches: Es war kein Blechlemming zu hören und die Sicht war frei. So musste ich nicht anhalten oder absteigen. Kurz darauf kam ich zuhause an. Dass die erwarteten Schlammprobleme weitgehend ausgeblieben war, konnte man auch an Einrad und Stiefeln sehen, die noch fast sauber waren.

14.12.11

Nachts mit Brille

Das Problem mit dem  Auge verschlimmerte sich an den folgenden Tagen und erwies sich als Bindehautentzündung. Danach fand ich bis heute keine Gelegenheit mehr zum Einradfahren. Heute kam ich zeitig vom Esperanto nach Hause. Das Wetter war zwar stark windig, aber mild. Da bekam ich Lust zu einer Nachtfahrt.
Seit der Bindehautentzündung habe ich keine Kontaktlinse mehr verwendet. So versuchte ich, mit Brille zu fahren. Dabei sind Blickfeldeinschränkung und Bildfeldwölbung von Nachteil. Im Korridor probierte ich einen Aufstieg und fuhr zur Tür. Das ging ohne Probleme und das Sitzen auf dem Einradsattel fühlte sich sofort wundervoll an. Auch das Fußieren (Hantieren käme von Hand) mit hohen Stiefeln auf den Pedalen klappte nach nach anderthalb Monaten Pause sicher.
So ging ich nach 21 Uhr mit dem Einrad raus. Obwohl es zu nieseln angefangen hatte, stieg ich erstmal auf. Das Einrad ließ sich schön fahren. Ich fuhr eine erste Blockrunde, wie ich es von Mai bis September gelegentlich getan hatte. Das war sehr angenehm. Dann nahm der Regen zu. In einer Hausdurchführung wartete ich kurz ab, bis er wieder nachließ. In der übernächsten Kurve stieg ich ab, weil ein Mann mit Hund entgegen kam. Das war gleich ein Test, ob ein sicheres Anhalten an der unübersichtlichsten Stelle der Blockrunde möglich ist.
Bei anhaltendem Nieselregen fuhr ich noch ein paar Runden. Während die oben genannten Nachteile der Brille das Fahrvergnügen nicht beeinträchtigt hatten, störten bald Tropfen auf der Linse und brach das Fahren nach einigen Runden ab.

31.10.11

Drei Waldrunden

Der Reformationstag ist in Sachsen arbeitsfrei und bot Gelegenheit für eine Fahrt am Morgen. Weil ich im Moment ein Problem mit dem Auge habe und es noch Einiges zu tun gibt, wollte ich mich mit dem Einrad nicht allzu weit von der Wohnung entfernen.

Bereits 9:45 Uhr fuhr ich los. Es war noch etwas neblig und der Boden war feucht. Besonders das nasse Laub machte die Wege etwas glatt. Trotzdem kam ich ohne Probleme zur Hans-Driesch-Straße. Nachdem ich diese zu Fuß überquert hatte, stieg ich wieder auf, um das Dreieck zwischen Hans-Driesch-Straße und Gartenanlage Waldluft zu fahren. Wie üblich fuhr ich das Dreieck rechts herum, also zunächst an der Hans-Driesch-Straße stadtauswärts. Dieser Weg war trotz Laubschicht angenehm zu fahren. An der Kurve überholte ich zwei Joggerinnen, von denen eine "Oh schön" sagte. Der Weg zur Gartenanlage fühlte sich dann recht holprig an. Dazu trugen unter Laub versteckte Steine, Kastanien und Eicheln bei. Hin und wieder rutschte ich auf einem Stein seitlich weg, konnte aber immer auf dem Sattel sitzen bleiben. Bei der Waldluft bog ich auf das unbefestigte Stück der Friesenstraße ab. Als ich den Spielplatz passierte, riefen Leute: "Ein Einradfahrer". Es waren unerwartet viele Leute an diesem Morgen im Wald unterwegs und sie waren oft einradfreundlich. Auf halbem Weg zur Hans-Driesch-Straße zurück spendete eine größere Gruppe Beifall.

Ich fuhr noch zwei Runden auf dem Dreieck. Bei der letzten stellte ein Mann Fragen zur Schwierigkeit des Einradfahrens. Nach der dritten Runde machte ich mich auf den Heimweg. Am Waldrand stiegen zwei Leute aus einem Auto und klatschten. Ein Mann fragte, ob Einradfahren auf dem Laub nicht gefährlich sei. Ich bestätigte, dass es heute glatt ist.

30.10.11

Elsterbecken und Clarapark/Palmengarten

Die Nacht war bewölkt und durch die Umstellung Sommerzeit auf MEZ gewann ich eine Stunde Schlaf und konnte ausgeruht 10 Uhr losfahren.
Monty Zuma lobte in einem Kommentar zum letzten Post die Robustheit des Reifens Schwalbe Marathon, mit dem ich seit Freitag in Leipzig fahre. Damit konnte ich die Platten-Tour vom 22.10. nochmal angehen. Auf dem mit großen, glatten Platten belegten Fußweg an der Friesenstraße liegt jetzt viel Laub. Zum Aufsteigen machte ich eine Stelle mit den Füßen frei und kam so gut los. Nach wenigen Metern rutschte ich weg, als ich einer Kante auswich und musste gleich wieder absteigen. Dann lief alles ohne Probleme. Das Linksdriftproblem von Vorgestern trat nur noch selten auf. Auf den völlig trockenen Wegen kam ich gut zur Luppebrücke. Die Abfahrt von der Brücke in Richtung Elsterwehre nahm ich in einem weiten Bogen. Zur Zeit habe ich mit dem neuen Reifen einen größeren Wendekreis, als zuvor. Das bestätigte vor der Straße Am Sportforum, wo ich zum Test einen Kreis rechts herum fuhr.

Nachdem ich die Straße zu Fuß überquert hatte, fuhr das Einrad mit dem neuen Reifen auf dem Asphaltweg wesentlich angenehmer, als bei der letzten Fahrt.


Bald sah ich die Zeppelinbrücke, mit der die Jahnallee das Elsterbecken überquert. Ein Tunnel macht das Absteigen überflüssig.


Kurz vor der Einfahrt machte ich noch ein Foto mit dem Handy. Weil das Linksdriftproblem sich nicht mehr auswirkt, kann ich wieder während der Fahrt fotografieren.


Auf der anderen Seite angekommen, hatte ich nicht vor, die Strecke wieder zurück zu fahren. Würde es klappen, auf die andere Seite der Elster in den Palmengarten zu kommen, wäre ich im Nu an der Erich-Köhn-Straße, auf der ich am 22.10. das Einrad heimwärts tragen musste. Das im Bild zu sehende Wehr bietet eine Möglichkeit, den Fluss zu überqueren. Der Weg über das Wehr ist ziemlich holprig, weil er gepflastert ist. Das erwies sich als unbequem, aber nicht als allzu schwierig.


Im Palmengarten wollte ich zur Kreuzung Jahnallee/Lützner Str./Erich-Köhn-Str. fahren, erreichte den Parkrand aber ein Stück weiter westlich an der Lützner Straße. Auf dem Bild ist der Weg zu sehen, auf dem ich herkam. Ich stieg wieder auf und fuhr ein kleines Stück nach Osten, bis ich die Kreuzung erreichte.

Drüben fuhr ich auf der Erich-Köhn-Straße weiter. An einer Kurve fuhr ich einmal in Kreis herum, um noch einmal das Lenkverhalten zu prüfen. Auf Asphalt scheint der Marathon-Reifen seitlichen Drehbewegungen mehr Widerstand entgegenzusetzen, als der alte Reifen. Dieser gefühlte Nachteil gleicht die Vorteile des neuen Reifens nicht aus. Die Erich-Köhn-Straße hat einen Nachteil: Ab Angerstraße gibt es dort Autoverkehr und der Fußweg sieht aus, wie frisch bombardiert. Teilweise ist der Fußweg auch zugeparkt. Also muss ich das Einrad ein Stück schieben. Wollte ich das vermeiden, gäbe es eine Kompromissvariante. Ich müsste ab Jahnallee den Cottaweg nehmen. Dieser Weg ist deutlich länger, ich könnte ihn aber im Sitzen zurücklegen.



Nach ca. 75 Minuten kam ich zuhause an. Weil die Stiefel im Knöchelbereich schon etwas abgeschabt und aufgerauht waren, hatte ich sie vor Fahrtantritt an diesen Stellen eingerieben. In Altenburg habe ich für diesen Zweck eine Flasche Glyzerin. Hier tat es eine Creme, wo Glyzerin drin ist. Nach Fahrtende sahen die Stiefel noch fast nau aus.

28.10.11

Doppelter Reifenwechsel

Nach dem Platten vom Sonnabend hatte ich mir einen neuen Reifen und einen neuen Schlauch schicken lassen. Bei den Originalreifen des QU-AX Luxus/Professional habe ich ein Problem damit, dass der maximale Innendruck mit 45 PSI angegeben ist. Dafür bin ich zu schwer. Der Reifen wird plattgedrückt und das Fahren mit walkendem Reifen erfordert Kraft. Deshalb pumpe ich immer etwas mehr auf. Bisher gab es damit keine Probleme. Gestern Abend zog ich den neuen Reifen auf. Kurz nach dem Aufpumpen gab es einen Knall.


Der Schlauch war zerplatzt und der gelbe Reifen beschädigt. Auf dem Bild ist zu sehen, dass der Draht freigelegt ist. Darunter ist der alte, schwarze Reifen zu sehen. Bei ihm ist der Gummi noch dran. Den schwarzen Reifen hätte ich notfalls noch verwenden können, aber ich hatte keinen Schlauch mehr da. Ich wollte aber heute bei dem schönen Wetter fahren und hatte auch einen Tag dafür freigenommen. So zog ich los, um einen neuen Schlauch zu kaufen. Dabei wollte ich auch danach sehen, ob ich einen passenden Reifen finde, der mehr Druck verträgt. Ich fand im Web eine Karte mit zwei Läden in der Nähe. Diese Läden existieren nicht. Deshalb fuhr ich mit der Straßenbahn ins Zentrum von Leipzig zu Little John Bikes. Dort sagte mir der Schwalbe Marathon zu. Dieser Reifen verträgt 70 PSI.

Schnell nach Hause, Reifen draufgmacht und aufgepumpt - passt, Einrad zusammengeschraubt und probeweise draufgesetzt. Zu sehen ist, dass der Reifen nur wenig eingedrückt wird, wenn ich mich auf das Einrad setze.
Im Keller machte ich ein paar Pendelübungen. Mit dem harten Reifen fühlte sich das Einrad etwas unruhig an. Dafür war es sehr leicht zu bewegen. Kurz vor 12:30 Uhr ging ich dann raus.
Draußen bestätigte sich der Eindruck vom Pendeln. Das Aufsteigen kostete weniger Kraft, als sonst. Das Rad rollte auch leicht über holprige Gehwegplatten. Allerdings hatte es einen gewissen Drang zu Richtungsänderungen.
Im Wald wollte ich keine neuen Strecken probieren, sondern eine Test- und Gewöhnungsfahrt mit dem neuen Reifen machen. Die Wege waren trocken und ich kam leicht vorwärts. Streckenweise hatte ich den Eindruck, dass das Rad nach links wegzieht. Bei dem harten Reifen machen sich wegen der kleinen Auflagefläche Asymmetrien in den Bewegungsabläufen bemerkbar. In Zukunft könnte ich mit etwas weniger Luft fahren oder die Asymmetrien beseitigen. Ich werde letzteres versuchen. Ich kam zügig durch den Wald zur Nahlebrücke. Das Auffahren auf die Brücke klappte und ich fuhr weiter zur Luppebrücke. Die holprige Auffahrt gelang auch.


Am Geländer machte ich eine kurze Pause. Das Reifenprofil ist zwar nicht munimäßig, aber besser, als beim Originalreifen. Mal sehen, wie es sich bei der ersten Schlammfahrt bewähren wird...
Ich fuhr weiter zur Parthe, umrundete dort zweimal den Teich und machte mich auf den Heimweg. Das Auffahren auf die Luppebrücke schaffte ich auch von Osten her. Weil unfreiwillige Abstiege ausgeblieben waren, saß ich nun schon recht lange auf dem Sattel und es ging ungestört weiter. Erst an der Gartenanlage Waldluft rutschte ich seitlich weg und musste absteigen. Die weitere Fahrt verlief ohne Probleme. Die Linksdrift ließ dabei nach.

22.10.11

Platten am letzten Tag

In der Nacht hatte ich bis 2:30 Uhr am Fenrohr gestanden und davon schwere Beine. Das wirkte sich auch auf dem Einrad noch aus. Deshalb suchte ich eine Strecke, die leicht zu fahren ist und trotzdem Neues bringt. Schließlich war heute der letzte nutzbare Tag vom Urlaub.

Ich fuhr zunächst die Freitagsstrecke vom Sommer, Friesenstraße, Hans-Driesch-Straße stadtauswärts, Waldluft, Brücken über Nahle und Luppe, weiter am Elsterbecken nach Süden bis zu Straße Am Sportforum. Heute hatte ich vor, die Straße zu überqueren und weiter am Stadion vorbei zum Palmengarten/Clarapark zu fahren. Die Straße ließ sich gut abgesessen überqueren. In der Mitte hat sie Rettungsinseln und ich muss nur eine Verkehrsrichtung beachten. Das Aufsteigen auf der anderen Seite ging auch gut und so saß ich nach einer nur kurzen Unterbrechung wieder auf dem Sattel und fuhr weiter.


Ich fuhr an der Red Bull Arena, dem früheren Zentralstadion vorbei. Die Bedigungen zum Fotografieren waren schlecht. Ich hatte Gegenlicht und das Stadion steckte zwischen Bäumen. Mehr als diesen nicht mehr genutzten Zugang habe ich nicht fotografiert. Ich wollte das auf der Rückfahrt nachholen. Um über die Jahnallee zu kommen, brauchte ich nicht abzusteigen, weil der Radweg unter der Brücke hindurch führt. Im Park fuhr ich bis nahe ans Wehr und stieg beim Wenden ab. Ich wollte nun zurück fahren, doch dazu kam es nicht mehr. Es machte pffffff. Platten.


Hier war ich und musste nun das Einrad heimwärts tragen. Dabei hatte ich noch Glück im Unglück. Ich war eine Hufeisenstrecke gefahren. Das Areal ist auf dieser Karte zu sehen. Um heimzukommen, brauchte ich nur über die im Bild zu sehende Brücke der Jahnallee zu gehen, weiter am Kleinmessegelände vorbei und schon war ich an der Köhnstraße, die ich gelegentlich benutze, um auf kurzem Wege zum Park zu gelangen, s. Post vom 29. Januar.


Auf der Brücke war die Sicht zum Stadion besser. Hinter den Uferbäumen liegt der Weg, auf dem ich hinwärts gefahren war. Trotz der Abkürzung musste ich mehr als 20 Minuten gehen.

21.10.11

11. Tag in Folge

Heute schlief ich länger und kam erst kurz vor 11:30 Uhr mit dem Einrad raus. Deshalb blieb keine Zeit für eine Fahrt in die Ferne. Ich fuhr zunächst zur Baustelle am Heuwegtunnel beim Bahnhof Leutzsch. Dort gab es nicht viel zu sehen. Ich stieg deshalb 11:52 Uhr wieder auf und fuhr zurück in den Wald. Dort wollte ich etwas Ausdauerfahren machen. Nach einer halben Stunde ununterbrochenem Fahren musste ich aus einem ungewöhnlichem Grund absteigen: Ein Müllauto war bei der Gartenanlage Waldluft rückwärts auf meinen Weg gefahren, um zu wenden. Danach fuhr ich nach Hause und beendete die Fahrt nach insgesamt ca. 75 Minuten.

Es war der elfte Tag in Folge, an dem ich Einrad gefahren bin. Morgen ist nochmal eine Gelegenheit.

20.10.11

Auf dem Rosentalhügel

Heute fuhr ich wieder in Leipzig. Wegen Zeitknappheit wollte ich spätestens 10 Uhr draußen sein. Anfangs schien das Wetter dieses Unterfangen zu unterstützen. Um 9 Uhr schien die Sonne. Doch dann trübte es sich ein und als ich kurz vor 10 Uhr mit dem Einrad draußen stand, begann es zu nieseln. Ich ignorierte das Nieseln in der Hoffnung, dass es bald aufhören wird. Das klappte auch. Als es 10 Uhr war, saß ich schon auf dem Sattel und näherte mich dem Wald. Dort waren die Wege sehr gut zu befahren. Durch den Regen vom Dienstag waren sie nicht mehr staubig, aber es gab kaum Schlamm. So kam ich ohne Anstrengung auf die Nahlebrücke und fuhr weiter zur Brücke über die Luppe. Am Montag war mir aufgefallen, dass keine Blüten des drüsigen Springkrauts mehr zu sehen waren. Heute sah ich genauer hin. Die Blüten sind tatsächlich verschwunden. Monatelang waren sie zu sehen und plötzlich waren sie alle weg.

Mein heutiges Ziel war der Weg unten um den Nahleberg herum. Diesem Weg hatte ich am Montag den bergaufführenden Weg vorgezogen. Zunächst ließ es sich passabel fahren, doch nach nicht einmal 100 m endete der Weg plötzlich. Darauf hin fuhr ich in die entegegengesetzte Richtung. Der Heuweg führt dann an der Nordseite der Bahnlinie in Richtung Osten. Er ist zwar geteert, aber nicht bequem. Durch viele Flicken ist er holprig. Das fühlt sich nicht nur unangenehm an, es kostet auch Schwung. Zudem ist der Weg über lange Abschnitte schief.


Der Heuweg endet an der Kirschbergstraße in Möckern. Das ist mal ausnahmsweise nicht Gohlis, es macht aber auch hier keinen Sinn, weiterzufahren. So kehrte ich um. Ich musste nicht bis zur Luppe zurück fahren. Unterwegs gibt es eine Brücke über die Weiße Elster. Dort bog ich ab, unterquerte eine Eisenbahnbrücke, die ich am 11.10.11 in entgegengesetzter Richtung unterquert hatte. Wenig später hatte ich den idyllischen Teich an der Parthe erreicht. Ich fuhr einmal herum. Das ging heute wieder ganz leicht. Ich fuhr eine zweite Runde, um die Streckenlänge zu messen. Weil das Einrad keinen Freilauf hat, brauche ich dazu nur die Umdrehungen der Kurbeln zu zählen und den Umfang des Rades mit der Anzahl der Umdrehungen zu multiplizieren. Ich zählte 234 Umdrehungen. Ein 26"-Rad hat einen Umfang von 2,07 m. Multipliziert ergibt das 484 m.

Dann fuhr ich weiter zum Rosentalhügel. Den wollte ich zunächst zu Fuß besteigen, um die Aussicht zu testen. Ich fand jedoch einen spiralförmigen Weg nach oben, auf dem ich mit dem Einrad fahren konnte. Es war anstrengend. Einmal hätte ich an einer Holperstelle fast absteigen müssen, kam danach aber doch wieder in Fahrt. Erst wenige Meter vor dem Ziel wurde der Weg zu steil.

Das letzte Stück ging ich zu Fuß und erreichte den Aussichtsturm. Er wurde 1975 errichtet und ist 20 m hoch.
Ich stieg den Turm hoch und bekam eine schöne Aussicht. Oben war auch der Wind deutlich zu spüren. Durch den Wind wankte der Turm deutlich spürbar.
Mit dem Handy machte ich ein paar Fotos. Die Qualität ist nicht berauschend. Ich war auch etwas zu früh da, denn wenig später kam die Sonne heraus.

Das Zentrum. V.l.n.r: Gondwanaland, Hotel Westin, Hochhaus Wintergartenstraße, Uniriese, Rathausturm.


Weiter im Westen das Stadion.


Im Osten Möckern.


Im Westen Lindenau. Von dort kam ich her. Details sind dem Digitalzoom zum Opfer gefallen.

Wieder vom Turm abgestiegen fuhr ich mit dem Einrad eine Runde um das Bauwerk und machte mich dann auf dem Heimweg. Dass der Ritt heute wieder etwas anstrengend war, merkte ich bei der Auffahrt auf die Luppebrücke. Ich kam geradeso hoch, bis das Rad auf der Brücke wieder leicht rollte.


Den Stiefeln konnte man heute nichts vom Gelände ansehen. Sie glänzten sauber, als wäre ich in einer Halle herumgefahren. In diesem Zustand sollten sie bis nach Hause bleiben. Es passierte nichts Erwähnenswertes mehr.

19.10.11

Waldfahrt in Altenburg

Heute habe ich den Tag in Altenburg verbracht. Der Regen war über Nacht durchgezogen und das Wetter war wieder schön. So bot es sich an, einmal in den Altenburger Stadtwald zu fahren. Zuletzt hatte ich das vor acht Monaten gemacht. Auf der OpenCycleMap ist die Gegend auf dieser Karte zu sehen.
Auf der Fahrt vom Buchenring zum Wald musste ich nie wegen Blechlemmingen oder Hunden absteigen. Im Wald ging die Fahrt entspannt weiter. Bei den letzten Fahrten waren manche Wetter beim Ernten von Bäumen von Harvestern zerwühlt worden. Inzwischen sind diese Störungen wieder eingeebnet. Ich saß sehr bequem und kam leicht voran. Umgewöhnungsprobleme gab es nicht, weil die Ausrüstung der in Leipzig sehr ähnlich ist. Reifen, Pedalen, Kurbeln und Sattel sind gleich. Die Sättel beider Einräder sind gleich hoch eingestellt. Auch die Stiefel sind gleich hoch.

Ich fuhr bis zur Zwickauer Straße. Auch der Graben an der Zschechwitzer Straße ist inzwischen verschwunden und so konnte ich die ganze Strecke durchfahren.


Auf dem Schlagbaum sitzend machte ich eine Pause und fotografierte den Weg, auf dem ich hergekommen war.


Die Schlagbaumpausen sind recht bequem. Ich kann die Füße auf den Pedalen stehen lassen.


Und weil der Balken quer zum Sattel liegt, werden die Körperteile entlastet, die während der Fahrt auf dem Sattel liegen. Sehr bequem ist auch das Wiederanfahren. Ich setze mich einfach wieder auf den Sattel und trete in die Pedalen.

Weil ich mich auf dem Einrad sehr wohl fühlte, wollte ich nicht auf dem kürzesten Weg nach Hause fahren. Deshalb bog ich bei der Rückfahrt auf die Paditzer Straße ab, überquerte die Brücke über die Umgehungsstraße und fuhr auf der Wegegabelung unter der Brücke einige Kreise. Dann machte ich mich auf den Heimweg. Zum Überqueren der Kotteritzer Straße musste ich heute zum ersten und einzigen mal die Füße von den Pedalen nehmen, um Autos durchzulassen. Danach hatte ich Probleme beim Aufsteigen. Ich war heute nicht sehr fit.

18.10.11

Nochmal kurz schönes Wetter genutzt

Eigentlich hatte ich heute nicht vor gehabt, mit dem Einrad zu fahren. Weil das Wetter vor einem heranziehenden Tief noch sehr schön war, setzte ich mich doch noch einmal auf den Sattel, nun am achten Tag in Folge. Ich fuhr allerdings nur drei Runden auf dem Dreieck in der Gottge. Nach etwa einer Dreiviertelstunde kam ich wieder zuhause an.