14.12.11

Nachts mit Brille

Das Problem mit dem  Auge verschlimmerte sich an den folgenden Tagen und erwies sich als Bindehautentzündung. Danach fand ich bis heute keine Gelegenheit mehr zum Einradfahren. Heute kam ich zeitig vom Esperanto nach Hause. Das Wetter war zwar stark windig, aber mild. Da bekam ich Lust zu einer Nachtfahrt.
Seit der Bindehautentzündung habe ich keine Kontaktlinse mehr verwendet. So versuchte ich, mit Brille zu fahren. Dabei sind Blickfeldeinschränkung und Bildfeldwölbung von Nachteil. Im Korridor probierte ich einen Aufstieg und fuhr zur Tür. Das ging ohne Probleme und das Sitzen auf dem Einradsattel fühlte sich sofort wundervoll an. Auch das Fußieren (Hantieren käme von Hand) mit hohen Stiefeln auf den Pedalen klappte nach nach anderthalb Monaten Pause sicher.
So ging ich nach 21 Uhr mit dem Einrad raus. Obwohl es zu nieseln angefangen hatte, stieg ich erstmal auf. Das Einrad ließ sich schön fahren. Ich fuhr eine erste Blockrunde, wie ich es von Mai bis September gelegentlich getan hatte. Das war sehr angenehm. Dann nahm der Regen zu. In einer Hausdurchführung wartete ich kurz ab, bis er wieder nachließ. In der übernächsten Kurve stieg ich ab, weil ein Mann mit Hund entgegen kam. Das war gleich ein Test, ob ein sicheres Anhalten an der unübersichtlichsten Stelle der Blockrunde möglich ist.
Bei anhaltendem Nieselregen fuhr ich noch ein paar Runden. Während die oben genannten Nachteile der Brille das Fahrvergnügen nicht beeinträchtigt hatten, störten bald Tropfen auf der Linse und brach das Fahren nach einigen Runden ab.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mal ganz generell zur Nachtfahrt.
Ist die Strecke einigermaßen gut beleuchtet? Mich haut es bei unerwartet hochstehenden Steinen und dergleichen ganz fix aus dem Sattel, sofern ich die nicht vorher sehe und mich drauf einstellen kann.
Liegt das an meiner noch mangelhaften Übung und Beherrschung auf dem Einrad?

Frank hat gesagt…

Auf der Gebäuderückseite ist der Weg nicht beleuchtet. Es gibt dort aber keine Hindernisse. Um die Wegränder und Menschen zu sehen, reicht das Licht aus Fenstern und was von den Wolken reflektiert wird.
Das Problem mit unerwarteten Steinen kommt im Wald häufiger vor und führt dort gelegentlich zu unfreiwilligen Abstiegen. Wenn ich mit hohen Stiefeln fahre passiert das weniger häufig, als beim Fahren mit Turnschuhen.