24.12.22

Heiligabend nochmal am Spatzennest

Heute gab es nochmal mildes Wetter. 12:14 fuhr ich am Spatzennest los.

Ich hatte den Gedanken, das Fahren von Achten mit etwas Zoom zu filmen. Dadurch sollten die Größenunterschiede zwischen nahen und fernen Vorbeifahrten an der Handykamera verringert werden. Mit Zweifach-Zoom funktionierte das auch im Vergleich zu früheren Videos.

Zur Gewinnung von Einzelbildern eignet sich das Video nicht so richtig. Immerhin sorgte die tief stehende Wintersonne für interessante Lichteffekte. Hier wirft das Einrad mit mir drauf einen langen Schatten nach links und die Felge spiegelt einen hellen Fleck auf den nassen Boden. Zudem hatte ich die verhältnismäßig glänzenden Black Forrest Stiefel an. Die sind eher für das robustere Fahren im Wald geeignet, mir war heute aber irgendwie so und ich hatte sie für das leichte Fahren angezogen.

Am Hang wurde der Schatten kurz. Dieser Effekt hatte schon Bedeutung bei der Widerlegung von Verschwörungsmythen über die Mondlandungen.

Hier ein schöner Reflex an der Felge mit davor liegendem Reflex auf dem nassen Boden.

Danach machte ich Kurzvideos in Hochkant, um daruas Einzelbilder zu gewinnen.

Beim ersten Versuch hatte ich eine ungünstige Einstellung, bei der nur etwa ein Drittel des Bildformats nutzbar waren.

Trotz des wenigen Lichts kurz nach der Wintersonnenwende gingen die Ergebnisse so halbwegs für Webseiten.


Später kam die Sonne raus. Mit nicht verbesserter Kameraeinstallung kam dieses Bild heraus.
Nach 25 Minuten machte ich eine der Pausen auf der Mauer. Dabei kam die Sonne wieder raus und ich machte nochmal eine Aufnahme.
Hier ist das Format etwas besser ausnutzbar.
Der Ausschnitt dazu
Zwischenzeitlich versteckte die Sonne sich hinter einer Wolke. Die war jedoch klein und ich wartete sie fahrend ab.
Eine nahe Vorbeifahrt während der Wolke
Dann kam die Sonne wieder hervor.

Beim Fahren auf die Kamera zu gab es Fokussierungsprobleme.
Die folgende nahe Vorbeifahrt
Vor dem Abstieg: Ich sitze noch fest auf dem Sattel und habe die Füße auf den Pedalen.
Die Hand geht zum Sattel und ich nehme den linken Fuß von der Pedale.
Ich lasse mich nach vorn vom Einrad kippen.
Gleich ist der Boden erreicht.
Bodenkontakt
Danach zog eine dunkle Wolke auf. Sie brachte zwar keinen Regen, aber kalten Wind. Ich fuhr noch ein paar Minuten herum und beendete das Fahren nach einer Dreiviertelstunde.

23.12.22

Nach langer Schlechtwetterpause endlich wieder eine Einradfahrt, nun mit Konzentration auf Chakren

In diesem Dezember hatte ich bis heute keine Gelegenheit gehabt, mit dem Einrad zu fahren. Hauptursache war das Wetter. Es war die schlimmste Dauerbewölkung seit Oktober 2016. Bis kurz nach Monatsmitte war es zudem frostig, was wegen Glätte Einrad fahren gefährlich erscheinen ließ. Danach regnete es oft.

In der Astronomie gibt es einen verbreiteten Aberglauben, dass die Anschaffung eines neuen Instruments mit mindestens zwei Wochen Strafwetter bewehrt ist. Heute kam von Pearl ein zusammenklappbares Handystativ. Im September hatte ich mal ein vergleichbares Ding getestet, das sich als zu schwach erwies.

Das von Pearl zeigte sich in der Lage, ein Smartphone zu halten, sogar in Schräglage.

Das Strafwettergericht schien das Ding für ein astronomisches Gerät zu halten, denn der nächste Regen sollte erst am Abend kommen. Dagegen ergab sich für das Einrad fahren eine glückliche Gelegeneheit. Beim Bier holen bemerkte ich, dass der Parkplatz am Spatzennest frei von Blechlemmingen war und ansonsten eine große Ruhe herrschte. Das Wetter war trübe, aber bei 12°C sehr mild. 

13:41 Uhr war ich mit dem Einrad draußen. Trotz mehr als drei Wochen Abstinenz fiel das Fahren sofort leicht. Alle Engstellen bereiteten keine Probleme. Obwohl der Platz nass war, ließ sich das Einrad sicher fahren. Draußen gab es bei der ungewöhnlichen Ruhe nicht viel zu beobachten und es waren nur wenige Hindernisse zu beachten. Das ermöglichte ein Yoga-ähnliches Fahren. Da soll man immer mal die Chakren durchgehen und wenn man auf dem Einrad sitzt, liegt das Wurzelchakra auf dem Sattel. Das fühlt sich wunderbar an. Ich war also ein paar Minuten mit bloßem Wohlfühlen beschäftigt. Es ist eine praktische Angelegeneheit, wenn die Lust am Wohlfühlen zu Bewegung an der frischen Luft führt.

Das neue Handystativ wollte ich aber auch mal testen und nahm den kleinen Slalom zwischen den beiden Parkplätzen auf. Die Bildqualität war nicht hoch, wofür das Staiv bei den Lichtverhältnissen nichts kann. Vielleicht kommt das schöne Fahrgefühl trotzdem etwas rüber.


 Das Video dazu

Als nächstes nahm ich mir den kurvigen Südzugang am Spatzennest vor. Mit dem neuen Handystativ ließ sich die Kamera besser positionieren, als bei den früheren Versuchen in diesem Jahr.

Die verhältnismäßig enge Kurve ist leicht zu fahren und fühlt sich an der o.g. Wurzel gut an. 

 

Videoschnipsel davon

Es folgt der gerade Zugang zum Spatzennest. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich vierzig Minuten. Ich saß bequem, hatte bequeme Stiefel an und fühlte mich weiterhin wohl.


Videoschnipsel


Die Abfahrt von der Rückseite der Buchenring-Blocks zum Spatzennest. Sie sieht etwas holprig aus, ist es aber nicht. Eine bequeme Abfahrt.


Hochwärts fahren ist mit einem Einrad auch nicht schwierig.


Das nächste Kurzvideo ist von einer Kurzpause an der Mauer. Hier habe ich gerade angelegt und eine Pedale nach oben gedreht.
Mit Zurücktreten habe ich das Rad an der Mauer blockiert und kann nun mit dem Einrad als Leiter aufsteigen.

Dann sitze ich da.

Die Mauer eignet sich auch als Stütze, wenn ich mich nicht auf sie setzten möchte.
Später machte ich noch eine Aufnahme von dem kleinen Slalom, schräg von oben.


 


Ich fahre das gerne, nicht weil es eine Herausforderung wäre, sondern weil es sich im Bauch schön anfühlt. Wenn wir zum Thema der Chakren zurückkommen, wird dabei vielleicht das Darüberliegende angesprochen. Wobei ich die Angelegenheit mit den Chakren nicht für völligen Humbug halte. Im Westen haben wir ähnliche Beschreibungen, die aber nicht so systematisiert sind. Wir haben Bauchgefühl, einen Brustton der Überzeugung, bekommen einen Hals oder bieten die Stirn.
 
Nach der langen Schlechtwetterpause machte das Herumfahren auf dem Parkplatz so viel Spaß, dass ich es 75 Minuten lang tat.

29.11.22

Feine Wassertröpfchen und eine Licht-Schatten-Grenze

Heute war ein trüber Tag mit nasser Luft. Nach Einbruch der Dunkelheit war das Grau nicht mehr zu sehen und Luft fühlte sich bei 6-7°C gleich wärmer an. 17:38 fuhr ich los, um beim Spatzennest etwas mit dem Einrad herumzufahren.

Der Ausbau der Festbeleuchtung geht zögerlich voran. Vielleicht ist es noch zeitig, evtl. lenkt die Fußball-WM ab oder stört die Inflation. Vielleicht spielt auch gewachsenes Bewusstsein über Lichtverschmutzung eine Rolle.

In der feuchten Luft schwebten kleine Tröpchen nach unten. Als Nebel konnte man es nicht betrachten, denn die Sicht war gut. Für eine Einstufung als Nieseln reichte es auch nicht. Das Gesicht blieb trocken, die Brille sogar auch. An den kühleren Außenwänden der Stiefel setzten sich die Tröpfchen dagegen ab und blieben.

Auch der Boden war feucht. Sorgen bereitete das nicht. Das Rad zeigte keine Neigung zum seitlichen Wegrutschen.

Was Vorsicht verlangte, war eine scharfe Schattengrenze, ausgerechnet an der Schikane, an der sich ein kurzer Slalom fahren lässt. Die Zypresse sorgt für eine kontrastreiche Schattengrenze genau am mittleren Teil. Der Slalom wird in Richtung Licht fast zur Blindfahrt.

Mit dem bloßen Auge war das mittlere Teil an der rechten Straßenseite schlechter zu sehen, als auf dem Bild. Weil ich wusste, wo das Ding ist, war das kein großes Problem. In der Gegenrichtung mit Blick in die Dunkelheit war die beiden im Dunkeln liegenden Teile der Schikane hervorragend zu sehen. Wir haben hier einen Fall, wo Beleuchtung die Sicht verschlechtert.

Bei Diskussionen um Abschaltungen wegen der Energiesparverordnung und des Bundesnaturschutzgesetz wird oft als Gegenargument gebracht, dass mehr Licht gefühlt mehr Sicherheit bringen würde. Das Auge kann sich sehr gut an unterschiedliche Grundhelligkeiten anpassen. Ein Wintervollmond, der 0,3 Lux auf den Boden bringt, sorgt für viel Helligkeit. An einem Sommertag hält das Auge über 100.000 Lux aus. Die Anpassung dauert allerdings lange. 

Blendungen und starke Kontraste stören die Orientierung viel mehr, als vermeintlich zu weniges Licht.

Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren. Die kleinen Wassertröpchen fand auf danach wieder nur an den Stiefeln.
 

24.11.22

Mittags 12 Minuten bei Nässe und eine halbe Stunde zur Nacht

Nach einem frostigen Wochenende wurde es wieder wärmer. Heute Mittag schien bei 10°C die Sonne. Eigentlich schönes Einradwetter. Leider war der Untergrund nass. In der zweiten Nachthälfte hatte es geregnet. Trotzdem wollte ich probeweise in den Wald fahren. 

Also setzte ich mich 12:58 auf das Einrad mit dem dickeren Little Big Ben Reifen. Zunächst fuhr ich ein paar Warteschleifen auf dem Parkplatz am Spatzennest, bis vorn die Straße frei war. Das ist mit dem dicken Reifen nicht so leicht, wie mit dem anderen Einrad. Schließlich kam ich nach drei Minuten weg in Richtung Wald. 

Dort waren die Wegeverhältnisse ungemütlich, ein nasses Gemisch aus Laub und Schlamm. So kehrte ich um und fuhr zum Spatzennest zurück. Dort fuhr ich noch ein paar Runden auf dem nassen Asphalt. Der hart aufgepumpte Reifen zeigte dort ein entwas ungewohntes Verhalten. Er rutschte nicht seitlich weg, aber die Fahrtrichtung ließ sich durch Hüftdrehungen leichter ändern als sonst. Das brachte etwas mehr Wendigkeit, fühlte sich aber glatt an.

Nach 12 Minuten beendete ich die Fahrt. Nicht viel, aber ich hatte mal wieder auf einem Einrad gesessen.

Nachmittags besuchte ich den Weihnachtsmarkt von Altenburg. War kulinarisch ziemlich okay. Dabei trat das Glühweinparadoxon ein. Eigentlich hätte ich betrunken sein müssen aber als ich zuhause ankam, fühlte ich mich nüchtern und munter hatte nochmal Lust auf das Einrad. Dafür gab es zwei plausible Erklärungen:

- Selbstüberschätzung wegen Alkoholisierung

- Die Glühweine hatten beim Köcheln an Geist verloren

Bei der Selbstüberschätzung sollte der Gleichgewichtssinn gestört sein. Freie Aufstiege zum Test klappten im Flur. 

19:42 fuhr ich draußen los. Weil eine Fahrt in den Wald nun ausgeschlossen war, benutze ich das Einrad mit dem schmalen Reifen. Dazu hatte ich die Dafna-Stiefel an. 0,4 Lux Licht am Boden reichten aus, um sicher und entspannt fahren zu können. 

Alle Manöver mit engen Kurven ließen sich problemlos fahren. Zwischendurch hatte ich eine Unterhaltung mit einer Nachbarin auf dem Heimweg. 

Ich fuhr dann vergnügt weiter. Alle engen Wendestellen ließen sich problemlos fahren. 



Ein paar Sekunden Pause an der südöstlichen Rampe des Spatzennest. Ich fuhr eine halbe Stunde und hatte so doch noch ein entspanntes Fahrerlebnis.


13.11.22

Sonntag Mittag in Südost

Der Sonntag brachte wieder sonniges Wetter, was notwendig zu einer Einradfahrt führte, da es sonst keine Termine gab, die nicht aufschiebbar waren. Eine Holpertour durch den Wald wollte ich heute nicht nochmal machen, dafür etwas länger in Südost herumcruisen.

Um dabei etwas Abwechslung zu haben, zog ich mal Lederstiefel an. Das hatte ich zuletzt im März 2019 getan. Sonst ist meine Einradfahrerei eine vegane Angelegenheit. Mit Lederstiefeln fahren ist schwieriger, als mit Gummireitstiefeln und sollte so eine kleine Herausforderung sein. 12:00 fuhr ich los. Die brettharten Sohlen bieten nur wenig Gefühl für die Pedalen. Dafür rasten die verhältnismäßig hohen Absätze gut an den Pedalen ein und die Stiefel haben sicheren Halt. Nach ein paar Achten ohne Probleme vetraute ich den Stiefeln und fühlte mich wohl. Erstaunlich, dass es so schnell ging.

Ich nahm dann gleich ein Video auf. Die Lichtverhältnisse mit Seitenlicht waren nicht optimal. Im November geht es aber hier nicht besser. Ein paar Einzelbilder:

Zuerst komme ich in einer Rechtskurve rein.
Sieht nicht anders aus, als sonst mit Gummistiefeln. Nur sind die Stiefel faltig.
Jetzt links herum
Es fühlt sich gut an und macht Spaß.
Ein Stück der Sonne entgegen
Beim Abstieg waren die hohen Absätze nicht beim Verlassen der Pedalen hinderlich.
Der schräge Abstieg ist normal, weil ich aus einer Kurve kam.
Gelandet.

Meine Pausenmauer liegt in dieser Jahreszeit dauerhaft im Schatten. 

Die Stiefel haben schön hohe Schäfte, stützen die Fußgelenke aber nur wenig. Weil ich heute keine Holperstrecke hatte, war das nicht sonderlich störend. Ich konnte ohne Schwierigkeiten alle engen Wendestellen fahren und fand das Fahren nicht viel weniger entspannend, als mit Gummisteifeln.

Die gebogene Rampe am Spatzennest ist z.B. eine schöne Stelle.

Vor der ersten Auffahrt erst mal zur nächsten Wendemöglichkeit.
Hier komme ich zurück und fahre mit Schwung auf die Rampe zu.
Mit dem wendigen Einrad ist das schön zu fahren.

Ich komme zurück.
Nochmal zur Wende
Und nochmal
Dann stieg ich ab.
Ich fuhr dann noch eine Weile herum und machte zwischendurch mal ein paar Sekunden Pause. Neben der schattigen Mauer gab es diese sonnige Stelle am Buchenring.
Die gebogene Rampe fuhr ich auch noch einige Male. Auch hier schien die Sonne hin.

Was die Nutzbarkeit der Lederstiefel für das Einrad einschränkt, sind die dünnen Schäfte. Bei robusten Fahrten dürften sie schnell durchgewetzt sein. Beim leichten Cruisen in Südost lässt sich das vermeiden.

Nach einer Dreiviertelstunde beendete ich das Fahren.