15.10.11

Direkt zum Park im Rosental

Das sonnige Wetter dauerte an. Heute hatte ich vor, zu testen, wie lange ich bei gemütlicher Fahrt bis zum Rosental brauche, wenn ich einige Umwege weglasse. 10:45 Uhr verließ ich das Haus. Die wunderbar frische Luft war etwas kalt. Deshalb fuhr ich bis zur Gartenanlage Waldluft mit Händen in den Jackentaschen. Wenn die Strecke einfach ist, lässt es sich auch so entspannt fahren. Die Jackentaschen sollten nur nicht zu eng sein, falls man die Hände plötzlich doch braucht. Ich fuhr an der Friesenstraße entlang geradeaus bis zur Gartenanlage Waldluft führt. Dort traf ich nach 15 Minuten Fahrt den Gastwirt, der an einem Aufsteller hantierte. Ich fuhr weiter und erreichte wenig später die Nahlebrücke. Dort fuhr gerade ein Radfahrer auf die Stelle zu, wo die Stufe an niedrigsten ist. Deshalb konnte ich diese Stelle nicht direkt ansteuern und musste einen Schlenker machen. Der Schwung reichte gerade so, um über die Kante zu kommen. Danach wich ich einer Joggerin aus, die auch unbedingt an dieser Stelle die Brücke verlassen wollte. Sonnabends Morgen ist auf den Waldwegen mehr los, als unter der Woche. Auf der holprigen Anfahrt zur Luppebrücke kam Joggergruppe entgegen. Sie hielt sich am Rand und es ging auch hier noch ohne Absteigen.

Nachdem ich Teich und Rosentalhügel passiert hatte, bog ich auf einen Weg ab, der am schnellsten zu dem Übergang über die Waldstraße führt, den ich gestern benutzt hatte. Der Weg war befestigt. Das Rad rollte gut, aber der Weg hatte die Tücken befestigter Waldwege. Plötzlich kam eine Bruchstelle, an der ich hängen blieb.


Auf einer Bank machte ich eine kurze Pause. Auf dem Bild ist der Weg zu sehen. Es sind Wechsel von Licht und Schatten zu sehen, die das Erkennen von Hindernissen erschwerten. An manchen Stellen entstanden regelrechte Muster und die Schlaglöcher waren nur noch zu spüren.


Die Schlammverhältnisse hatten sich dagegen weiter verbessert. Ein Indiz dafür sind die sauberen Stiefel. Wenig später erreichte ich die Waldstraße. Auf deren anderen Seite fuhr ich die gleiche Route wie gestern zum Park. Ein kleines Stück dieses Weges ist befestigt und sehr holprig. Gestern hatte ich es wegen der Kürze nicht erwähnt. Heute blieb ich an einer Bruchstelle hängen und musste wieder absteigen.

11:30 Uhr kam ich im Park an. Ich hatte also eine Dreiviertelstunde gebraucht. Ich begann, eine große Runde im Uhrzeigersinn um den Park zu fahren, um herauszufinden, wie lange das dauert. Zu Beginn erschwerten Querstreifen aus eingelegten Steinen das Fahren. Dann gab es bei einer Kurve ein Gewusel aus Joggern und Segwayfahrern. Weil genügend Platz war entstanden dabei keine Probleme. Einige Kinder zeigten sich am Einrad interessiert. Eins lief vor dem Rad herum und ich wich auf einen Nebenweg aus. Die Mutter sagte so etwas wie: "Der kann sogar um die Ecke fahren."


Die große Runde klappte nicht ganz, weil der Park zur Emil-Fuchs-Straße offen ist. Ich bog auf einen schmalen Pfad ab, der sehr holprig ist. Ich stieg ab und fotografierte den Teich.


Das Gras war trotz Sonneneinstrahlung noch klitschnass vom Tau. Ein Zeichen für die Herbstkühle. Der Fußmarsch war nicht allzu lang. Bald konnte ich wieder aufsteigen und hatte nach einer Viertelstunde den Park umrundet. Den Übergang der Waldstraße verfehlte ich heimwärts und fuhr nach Norden weiter. An einer Wurzel musste ich absteigen. Das ständige Wieder-Aufsteigen-Müssen störte heute weniger, als zu an den vergangenen Tagen. Wahrscheinlich ein Trainingseffekt. Ich fuhr weiter bis zum Endpunkt der Fahrt von Vorgestern. Dort konnte ich die Straße an einer Ampel überqueren.

Drüben fuhr ich heimwärts. Bei den Sportstätten wurde ich von einer Gruppe Radfahrer überholt, darunter ein Kollege, der das extrem betreibt und Alpentouren fährt. Auf der weiteren Fahrt gab es zunächst keine Besonderheiten. Beim Mühlgraben fuhr ich auf einen parallelen Weg, den ich zuvor noch nicht benutzt hatte. Wenige Meter vor den Ende musste ich absteigen. Ein Baumstamm lag im Weg. Er wurde von der Sonne beschienen und bot sich für eine Pause zum Draufsetzen an. Dann ging es auf gewohnten Wegen ohne Probleme heimwärts. Bei der Abfahrt von der Luppebrücke kam zwar ein Mann mit Kinderwagen entgegen, aber er sah mich von weitem und ließ viel Platz. 12:45 kam ich zuhause an, war also zwei Stunden unterwegs.

14.10.11

Zoo und Südende des Rosentals

Den Teil des Rosentals, der westlich der Waldstraße liegt, hatte ich inzwischen ausführlich mit dem Einrad erkundet und fast alle Wege befahren. Deshalb wollte ich östlich der Waldstraße weiterfahren. Dort gibt es einen großen Park, der an den Zoo grenzt.

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Zur Orientierung druckte ich eine Karte von OpenCycleMap auf A4 aus. OpenCycleMap ist eine Variante von OpenStreetMap, die auf die Bedürfnisse von Radfahrern zugeschnitten ist. Damit ließ sich auch eine günstige Überquerung der Waldstraße finden. Klickt man die Karte an, erscheint sie stark vergrößert. Dieses Bild lässt sich dann mit der rechten Maustaste (bei LinkshänderInnen wird das oft die linke Taste sein) in einem neuen Tab öffnen und als Orientierungshilfe nutzen.

Der Morgen war wieder sonnig. Wegen der Herstellung der Karte setzte ich mich heute erst gegen 11:20 Uhr auf den Sattel. Die Wege waren deutlich trockener, als gestern. Das Rad rollte wieder leicht und fast immer konnte ich entspannt und ohne Anstrengung fahren. Unfreiwillig absteigen musste ich vor der Brücke über die Luppe. Ein Radfahrer hatte es sehr eilig und bimmelte. Um ihn vorbeizulassen, stieg ich ab. Die weitere Fahrt zur Parthe und zum Mühlgraben verlief ohne Besonderheiten. Ich fuhr noch zwei nicht getestete Wege ab und näherte mich dann der Waldstraße. Dabei lief ein Fuchs über den Weg. 


Hier hatte ich die Waldstraße überquert. Auf der Karte sind dort die beiden Striche auf der Straße.


Hinter dieser Schlammstelle stieg ich auf. Danach hatte ich die Möglichkeit, nach Norden oder Süden weiterzufahren. Nach einem Blick auf die Karte hatte ich mich dafür entschieden, nach Norden zu fahren, um bei der nächsten Gelegenheit nach Osten abzubiegen.


Nach kurzer Fahrt lichtete sich der Wald. Ich hatte den Park erreicht.


Im Hintergrund ist der Uniriese zu sehen. Im Park lässt es sich sehr schön fahren. Allerdings bedrängte mich bald ein Hund und ich musste absteigen. Danach war der Hund ganz lieb und ließ sich streicheln. Der Anblick eines Einrads mit Menschen drauf war ihm ungewohnt. Als Mensch auf dem Boden war ich wieder ein gewohntes Objekt. Diese Sichtweise hatte auch der Halter. Nach einem kurzen Schwatz fuhr ich weiter.


Weil der Park an den Zoo grenzt, kann man einige Tiere besichtigen, z.B. Giraffen. An dieser Stelle hatte ich ein Gespräch mit einer Frau, die sich nur schwer vorstellen konnte, dass man mit einem Einrad fahren kann.


Ich fuhr dann bis zur Emil-Fuchs-Straße am Rand des Parks. Hier ist man schon in der Innenstadt. 


Von dort sieht der Park zu aus. Der dunkle Querstreifen ist ein Teich. Ich fuhr dann zurück zum anderen Parkende.


An manchen Stellen war über den Baumkronen die gigantische Kuppel von Gondwanaland zu sehen.


Ich machte noch ein Selbstbildnis und fuhr schnurstracks nach Hause. Das ging leicht und schnell. Nur vor der Brücke über die Luppe musste ich wieder unfreiwillig absteigen. Ein Blechlemming hatte den brauchbaren Wegstreifen zugeparkt. Ich versuchte, durch eine tiefe Pfütze auszuweichen. Dort hielt mich eine Stufe zwischen zwei Betonplatten auf. Ich musste in die Pfütze absteigen. Dank meiner hohen Stiefel blieben die Füße trocken. Gegen 13:30 war ich zuhause.

13.10.11

An der Waldstraße

Nach Mitternacht klarte es auf und ich nutzte den sonnigen Morgen für eine Fahrt mit dem Einrad. Die Pfützen an der Friesenstraße waren wieder kleiner geworden. Während der Fahrt durch die Gottge traf ich Leute, die ich an den vergangenen Tagen schon angetroffen hatte, eine Kindergruppe und die beiden Frauen mit Kinderwagen. Wahrscheinlich sind die Tagesabläufe geregelt.

Die Wegeverhältnisse im Wald hatten sich insgesamt wieder etwas verbessert. Insbesondere die sandigen Böden ließen sich besser fahren, als gestern. Es gab aber auch Strecken, wo der Boden das Oberflächenwasser aufgenommen hatte und der Schlamm etwas schwieriger zu befahren war. Ich fuhr wie an den vergangenen beiden Tagen zur Parthe und versuchte dann weiter ins Rosental vorzudringen. An der Parthe rollte das Rad gut. Je näher ich dem Mühlgraben kam, desto schlammiger wurde es jedoch. Ich fuhr etwas zu vorsichtig und blieb einmal stecken. Dann fuhr ich etwas beherzter und bekam Sicherheit auf dem glatten Untergrund. An einer Verzweigung nahm ich den Weg, der am weitesten vom Bekannten wegzuführen schien. Dieser Weg war sehr schön, asphaltiert, aber nicht langweilig. Er war schmal, wodurch die Fahrt nicht langsam erschien und hatte einige Biegungen. Lange gerade Wege erwecken den Eindruck, dass ich nicht vorankomme.


Der Weg endet an der Kreuzung Leutzscher Allee / Waldstraße. Hier machte ich eine kurze Pause.


Als ich das Gefährt an einen Baum lehnte, bemerkte ich eine Heuschrecke, die langsam den Baum hochkletterte.


Auch Waldwege kreuzen sich hier. Geradeaus ist der Weg, auf dem ich herkam. Nach rechts fuhr ich weiter. Mal sehen, wo der Weg hinführt...


Am Ende sah ich Poller. Dort querte glücklicherweise keine viel befahrene Straße, sondern nur der Marienweg. Diesen konnte ich ungefährdet überfahren. Ich erreichte das südliche Ufer der Parthe und fuhr am Fluss entlang an Sportanlagen vorbei, bis die Fahrt an einer Straßenkreuzung in Gohlis endete.


Dort gibt es eine Brücke über die Parthe. Weil sich an beiden Seiten Treppen befinden, konnte ich nicht drüberfahren. Der Grund der Parthe ist hier mit Pflanzen bewachsen und das Wasser ist klar.


Auf der anderen Seite der Parthe liegt ein Park. Ich hatte geplant, um 12 Uhr umzukehren. Jetzt war es 11:54 Uhr und es ging nicht mehr weiter. Heimwärts wollte ich die selben Wege fahren, auf denen ich hergekommen war. Irgendwo verpasste ich einen Abzweig und fand mich auf einem Schlammweg wieder, den ich hinwärts nicht befahren hatte. Die Richtung stimmte aber ungefähr. Zwischendurch fragte mich ein Mann, wann ich im Zirkus auftreten würde. Wenig später traf ich auf Schlamm, der mir bekannt vorkam. Ich war am Mühlgraben. Der "falsche" Weg hatte sich als enorme Abkürzung erwiesen. Wenig später war ich am idyllischen Teich, überquerte die Weiße Elster und näherte mich der Brücke über die Luppe. Ich probierte, direkt vom Holperweg aus auf die Brücke zu fahren. Das ist schwieriger, als mit Kurve vom Elsterbecken her, weil man sich ein holpriges Stück bergan quälen muss, wo es viele Stellen gibt, an denen man hängen bleiben kann. Die Auffahrt gelang. Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.

12.10.11

Herbstschlamm

Nachts hatte es viel geregnet. Auch um 10 Uhr nieselte es. Doch als es auf 11 Uhr zu ging, hörte der Regen auf. Es bildeten sich sogar Wolkenlücken, in denen gelegentlich die Sonne zu sehen war. Mit 12°C war es merklich kühler als gestern. Das ist trotzdem noch eine angenehme Temperatur zum Einradfahren. Eine dünne Jacke genügt noch. Gegen 11 Uhr fuhr ich los zum Auenwald. Die Pfützen auf dem Weg an der Friesenstraße hatten an Größe zugenommen. Mehrere hatten sich zu Riesenpfützen vereinigt. Auf dem Einrad war auch zu spüren, dass der etwas sandige Weg heute feucht war. Das Rad rollte nicht mehr ganz so leicht, wie gestern.

Im Wald ließ es sich zunächst gut fahren. Zwar war es auf dem nassen Laub glatt, aber der Boden war einigermaßen fest. Das Fahren kostete nur wenig mehr Kraft, als bei Trockenheit. Das erste Problem bekam ich bei der Gartenanlage Waldluft. Dort standen zwei Frauen mit Kinderwagen. Beim Versuch, an ihnen vorbeizufahren, geriet ich unerwartet in tiefen Schlamm und das Rad drehte durch. In solchen Situationen ist es nicht ganz einfach, ohne Sturz das Einrad zu verlassen. Bleibe ich an einem Hindernis hängen, ist die Pedale, auf die ich trete, gerade vorn und ich kann mich von ihr abstoßen. Egal, ob ich dann von Einrad herunterlaufe oder bei höherer Geschwindigkeit einen weiten Absprung mache, kann ich mindestens einen Fuß zum Abfangen nach vorn bringen. Bei durchdrehendem Rad hilft bei höherer Geschwindigkeit nur rennen. Das klappte heute. Eine der beiden Frauen gab einen Laut des Erstaunens von sich.

Ich fuhr dann weiter zum idyllischen Teich bei der Parthe (s. gestern) und umrundete diesen. Heute war das nicht so schön, wie gestern. Zwei Problemuntergründe wechselten einander ab: sandiger Boden und nasses Laub. Im sandigen Boden sinkt das Rad ein und es kostet Kraft, vorwärts zu kommen. Das nasse Laub war nicht wie bei Altlindenau festgefahren, sondern bildete eine dicke, lockere Schicht. Die Rutschgefahr ist hoch und Hindernisse sind nicht zu sehen. Nach einer Runde fuhr ich deshalb wieder zurück.

Vor der Brücke über die Luppe bog ich links ab auf den Radweg am Elsterbecken, die übliche Freitagsstrecke. Das sollte mich später auch auf eine günstigere Anfahrtsposition für die etwas heikle Auffahrt zur Brücke bringen. Der sandige Radweg erschwerte das Fahren. Ich behalf mir mit sehr langsamen Fahren. Damit muss ich zwar auf die Strecke gerechnet die gleiche Arbeit verrichten, wie bei schnellerer Fahrt, doch ich brauche weniger Leistung dafür. Als ich an das untere Elsterwehr heranfuhr, klingelte das Handy. Ich überlegte, ob ich erst an das Geländer heranfahren sollte, um dort das Gespräch anzunehmen. Das hätte wahrscheinlich zu lange gedauert. Deshalb nahm ich das Gespräch noch während der Fahrt an. Das Telefonieren während des Einradfahrens sehr gut geht, hatte ich schon früher festgestellt. Am Aussichtspunkt stieg ich ab. Die Bänke dort waren erstaunlich trocken und ich machte eine kurze Pause.


Die Stiefel hatten heute das für Herbstfahrten typische Aussehen bekommen. Schlamm bis an die Schaftränder. 12 Uhr stieg ich wieder auf. Die Heimfahrt verlief zunächst wie gewohnt. Nachdem ich die Nahlebrücke hinter mir gelassen hatte und auf die Gartenanlage Waldluft zu fuhr, traf ich wieder auf die beien Frauen mit Kinderwagen. Sie ließen nun genügend Platz und ich blieb nicht im Schlamm stecken. Das passierte, nachdem ich bei der Gartenanlage die Poller zur Friesenstraße passiert hatte. In Erwartung eines solchen Ereignisses war ich sehr langsam gefahren und brauchte nicht zu rennen, um mich auf den Beinen zu halten.


Auf der Rückfahrt hatte ich eine bessere Position zum Fotografieren der Pfützen. Allerdings war es zu hell für das Display und ich traf nicht richtig.


In den heute tieferen Pfützen wirbelte das Rad mehr Wasser auf, als gestern.


Vom Reifen und in geringem Maße von den Stiefeln wurde Schlamm abgespült. Bei Fahrten Altenburg hatte ich oft große Pfützen auf den Gehwegen des Buchenring für solche Reinigungszwecke genutzt.

Nachdem ich abgestiegen war, stellte ein Mann im reiferen Alter ein paar Fragen zum Einradfahren. Er hätte so etwas auch gerne gemacht, ist aber nach einem Sportunfall am Bein versehrt.

11.10.11

An der Parthe entlang


In der vorigen Woche konnte ich wegen einer Dienstreise nicht mit dem Einrad fahren. Inzwischen ist es auch wettermäßig Herbst geworden. Jetzt habe ich ein paar Tage frei und kann der zeitig beginnenden Abenddämmerung durch frühes Losfahren ausweichen. Gestern vereitelte das ausdauernder Regen. Heute sah es besser aus. Aus war stark bewölkt, aber trocken und mit 17°C sogar warm. Der kräftige Wind war auch ziemlich warm und daher nicht unangenehm.
10 Uhr stieg ich auf. Der Weg an der Friesenstraße zum Wald war unerwartet trocken. ich musste nur einige große Pfützen durchfahren.


Der Herbst ist nun auch am Laub zu erkennen, das auf den Wegen liegt. Auch hier gab es erstaunlich wenig Schlamm. Das Rad rollte leicht. Das glich aus, dass 10 Uhr zum Einradfahren etwas zeitig ist. Ich fühlte mich irgenwie müde. Doch es standen noch keine schwierigen Stellen an. Das Fotografieren mit dem Handy war dagegen etwas problematischer. Die Bilder wurden blaustichig und unterbelichtet. Sie bedurften Nachbearbeitung.
Auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße war es stellenweise etwas feuchter, aber noch nicht in anstrengendem Maße. So ging die Müdigkeit nicht gleich weg. Schließlich erreichte ich die Brücke über die Nahle. Hier gibt es eine erste, noch geringe Anstrengung. Man muss mit etwas Schwung auf die Brücke auffahren. Das gelang ohne Probleme. Auf der Brücke machte ich eine kurze Pause am Geländer. An Rad und Stiefeln hatte sich nur wenig Schlamm abgesetzt. Die Stiefel waren trotzdem nützlich, denn ich hatte vor, mehr als zwei Stunden zu fahren. Bei ähnlichen herbstlichen Touren in Altenburg, z.B. zum Poschwitzer Schloss, habe ich immer Gummireitstiefel verwendet. Nicht nur, weil sie wasserdicht sind, auch weil sie sehr bequem sind und langes Fahren keine Probleme an Füßen und Waden verursacht.
Während der Fahrt zur Brücke über die Luppe war immer noch blühendes drüsiges Springkraut zu sehen. Die schwierigere Auffahrt auf die Luppebrücke klappte auch problemlos. Inzwischen war die Müdigkeit verflogen.
Zur Orientierung für die folgende Strecke ist es evtl. sinnvoll, diese Karte in einem separaten Fenster oder Tab geöffnet zu haben.
Auf der Brücke machte ich eine Geländerpause, um eine Abweichung von der Freitagsroute zu dokumentieren.


Dieser geradeaus von der Brücke wegführende Weg ist wenig einladend. Er besteht aus Betonplatten mit Stoßkanten. Ich hatte ihn deshalb bisher gemieden. Auf einer Karte hatte ich jedoch gesehen, dass man dort entlang schnell zur Parthe kommt. Dieser Fluss fehlt mir noch in der Sammlung. Deshalb quälte ich mich da lang. War ja auch nicht so weit. Ansonsten ist dieses Bild kein Aquarell. Ich hatte nur mit dem Handy gezoomt, um einen halbwegs günstigen Bildausschnitt zu bekommen. Vielleicht werden solche Digitalzoom-"Aquarelle" ein neuer Modetrend in der Kunstszene. ;-)


Wenig später erreichte ich eine Brücke. Der Fluss konnte aber noch nicht die Parthe sein. Eine Prüfung mit dem Geotag des Fotos wies den Fluss als Weiße Elster aus. Die Straße heißt Marienweg.


Beim Blick nach Süden zeigte sich die Kläranlage.


Ich fuhr weiter und erreichte einen idyllischen Teich. In dieser Gegend gibt es massenhaft wunderschöne Einradwege.


Bald erreichte ich die Parthe. Um mit dem Einrad über diese Hängebrücke zu fahren, reicht mein Ehrgeiz nicht aus.


Ich machte eine kurze Pause und fuhr an der Parthe entlang flussaufwärts nach Süden.


Schließlich erreichte ich eine befahrbare Brücke und überquerte den Fluss.


Drüben bietet sich nicht viel für das Einrad. Am Rande der Gartenanlage liegt Gohlis und in der Stadt herumfahren ist nicht so schön. Ich fuhr weiter in Richtung Süden, um einen Anschluss an frühere Strecken zu finden. Die Wegeverhältnisse wurden dabei zunehmend schlammig. Ich erreichte die Staxbrücke, dich ich am 16. September überquert hatte. Damit war der Anschluss hergestellt. Bei der nächsten Gelegenheit wendete ich mich wieder nach Norden. Dabei probierte ich, ob man den idyllischen Teich (s.o.) umfahren kann. Diese Runde erwies sich als sehr schön und stressfrei. Dann fuhr ich weiter an der Parthe entlang.


Dabei erreichte ich die Einmündung der Parte (r.) in die Weiße Elster (l.). Unter der Brücke hindurch fließt die Weiße Elster weiter nach Norden.

Mit dem Selbstauslöser des Handys machte ich an dieser Stelle ein Selbstbild, weil ich diese Stelle als Endpunkt ansah und allmählich heimfahren wollte.
Nach dem Foto setzte ich mich gleich wieder auf's Rad und fuhr die Weiße Elster entlang nach Süden. Bald erreichte ich die weiter oben abgebildete Brücke. Dort wollte ich auf einen Weg am Westufer weiterfahren. Die Kurve war allerdings zu eckig. Deshalb stieg ich nach einer kurzen Pause an einer anderen Stelle auf, von der aus ich mit Schwung auf den Uferweg abbiegen konnte. 
Der Uferweg führt nach Norden zur Eisenbahnlinie. Die Brücke ist sehr niedrig und ich musste in gebückter Haltung fahren. Erschwerend war, dass der Weg an der Brücke nach Westen abknickt. So musste ich die Kurve gebückt anfahren. Das klappte und ich befand mich auf dem Heuweg. Weil der Tunnel vor dem Leutzscher Bahnhof immer noch gesperrt ist, versuchte ich, bei der nächsten Gelegenheit wieder auf die Südseite der Bahnlinie zu kommen. Dazu boten sich die vertrauten Brücken über die Luppe an. Hier musste ich an einer Superholperstelle absteigen. Dann ging es auf der gewohnten Strecke weiter. Das passte, denn ich war nun knapp anderthalb Stunden unterwegs und wollte Ab- und Aufstiege vermeiden. Fahren ist nicht anstrengend, aber 82 kg Mensch auf den Sattel wuchten schon.


Zum Fotografieren stieg ich deshalb nicht mehr ab. Ein vorbeifahrender ICE war leichte Beute. Ich wollte aber auch drüsige Springkraut aufnehmen.


Für einen Beleg taugt das Bild wohl noch. Es ist nicht einfach, vom Einrad aus mit einem Handyobjektiv bei schlechten Lichtverhältnissen solche Motive zu fotografieren. Absteigen kam nicht in Frage. Dabei kam mir in den Sinn, dass ich die Parthetour schneller betrieben hatte, als geplant. Ich hatte noch eine Stunde Reserve. Eine Tour zum Heuwegtunnel machte keinen Sinn, weil auf dem Weg ein Bagger stand. So lange das Einrad fuhr, fühlte ich mich wohl darauf und legte fest, bis 12 Uhr auf dem Sattel sitzen zu bleiben. Im Areal zwischen Gartenanlage Waldluft und Hans-Driesch-Straße kenne ich keine Geländer und fuhr die halbe Stunde durch. Dazu gehörten zwei Runden auf dem Dreieck, wo ich vor einem Jahr einen 67-minütigen Dauerfahrtest gemacht hatte. Der Beginn der zweiten Runde wurde etwas schwierig, weil ein Blechlemming die Wegegabelung zugeparkt hatte. Innen vorbeifahren ging nicht, weil dort nur ein Schlammloch blieb. Außen herum war anstrengend, aber es ging.
Kurz nach 12 Uhr hatte ich die Hans-Driesch-Straße zu Fuß überquert und fuhr das Dreieck in der Gottge auf der Umwegvariante über die Südwestecke. Dabei begegnete ich einer Gruppe Kinder, die Beifall spendeten.


Nachdem ich den Wald verlassen hatte, lagen noch die harmlosen Pfützen an der Friesenstraße vor mir.


Sieht man vom Einrad aus nach unten, hat man einen solchen Anblick beim Durchfahren einer Pfütze. Mit den hohen Stiefeln macht es sogar ein Bisschen Spass, durch solche Pfützen zu fahren. 12:17 Uhr verließ ich den Sattel für heute.

30.9.11

Herbsthitze

Nach dem Ende des Stiefelsommers stieg die Temperatur zu Herbstbeginn an. Das passte sehr gut, denn am vorigen Wochenende waren wir beim HTT (Herzberger Teleskoptreffen). Bei klarem Himmel waren die Galaxie M101, zu der die jetzige Supernova SN2011fe gehört, Komet Garradd und andere Objekte schön zu sehen. Dem HTT fiel dafür die Freitagsfahrt mit dem Einrad zum Opfer. In dieser Woche hatte ich wegen klaren mondlosen Nächten auf kurze Nachtrunden in Altenburg verzichtet. So fuhr ich erst am heutigen Freitag wieder.
Bei 24°C verzichtete ich auf Stiefel. Im Sommer war das nur selten vorgekommen. Das es inzwischen Herbst geworden ist, war nur am tiefen Stand der Sonne zu bemerken. Laub liegt nur wenig auf den Wegen. Weil ich vor Fahrtantritt eine Schraube am Sattel mit der Klebepistole sichern musste, hatte auch etwas Zeit verloren. So entschloss ich mich, nicht zu den Flüssen zu fahren, sondern ein paar Runden auf dem Walddreieck im Revierort Gottge zu drehen. Die nordwestliche Kante war in der Vergangenheit für das Fahren ohne dämpfende Stiefel oft unangenehm holprig gewesen. Heute waren die Verhältnisse auf dem gesamten Dreieck angenehm. Ich fuhr drei Runden, wofür ich etwas mehr als 20 min brauchte.

21.9.11

Mal wieder 'ne Nachtrunde

Ich hatte sieben Wochen nicht mehr nächtliche Blockrunden in Altenburg gedreht. Wahrscheinlich hatten die länger werdenden Nächte das Schlafbedürfnis verstärkt. Heute reichte die Lust einmal wieder aus. Zunächst war Astroverein, dann hatte ich den klaren Himmel für eine Beobachtung genutzt. Danach fuhr ich noch drei Blockrunden mit dem Einrad. Dass ich das lange nicht mehr gemacht hatte, fiel nicht auf.
Danach hatte sich der Große Wagen ein Stück am Himmel weiterbewegt und die Supernova in der Galaxie M101 war aus dem toten Winkel hinter dem Haus herausgewandert und sichtbar geworden.

16.9.11

Im Rosental

Heute gab es ideales Einradwetter, 18°C und Sonnenschein. Wie in letzter Zeit üblich, fuhr ich an diesem Freitag um 17:45 Uhr los. Weil ich mit einer Allergie zu tun hatte und der Arbeitstag verhältnismäßig stressig gewesen war, hatte ich anfangs ein Konzentrationsproblem und brauchte drei Versuche, um aufzusteigen. Als ich dann auf dem Rad saß, war es wieder OK.
Ich fuhr zunächst wieder die übliche Tour der letzten Freitage. Im Wald waren die Wege sehr trocken und ich kam auf die Idee, den schmalen Waldweg im Niederholz nochmal zu testen, insbesondere, ob das Schlammloch immer noch unüberwindlich ist. Die Fahrt zum Revierort Niederholz nahe beim Sportforum verlief ohne Besonderheiten. Nachdem ich das untere Elsterwehr überquert hatte, wehte ein gewöhnungsbedürftiger Duft vom Klärwerk herüber. So intensiv hatte ich das noch nicht erlebt. Als ich den Startpunkt des schmalen Waldweges erreicht hatte, war das schon vergessen.

Der Weg sah angenehm trocken aus.

Die Bedingungen für das Aufsteigen sahen auch gut aus. Boden trocken, Reifen und Stiefel frei von Schlamm. Der kommende Herbst ist an heruntergefallenen Blättern schon erkennbar.
So fuhr ich ohne Probleme los. Vor einer anstrengenden Biegung war ich vom letzten mal gewarnt und fuhr mit Schwung durch. Dann näherte ich mich dem Schlammloch. Es hatte heute die Form einer Acht mit Rand an der linken Seite. Dort fuhr ich entlang, bekam Probleme mit Gestrüpp und musste absteigen. Das verlief kontrolliert. Ich behielt den Sattel in der Hand und setzte mit den Füßen auf einer trockenen Stelle auf.
Hinter dem Schlammloch steig ich wieder auf und erreichte einen weiteren Weg.

Blick vom Betonweg auf den schmalen Waldweg im Niederholz
Die Böschung war zu steil, um hochzufahren. Auf dem Betonweg machte ich eine kurze Pause, um mich zu orientieren.

Der Weg führt zur Kläranlage. Hier stank es nicht. Der Geruch vorher hatte wohl mit der Windrichtung zu tun. Ich bog vorn rechts ab und gelangte ins dichte Wegenetz des Rosentals, nachdem ich die Staxbrücke über den Elstermühlgraben überquert hatte. Ich fuhr einem Weg am Elstermühlgraben entlang bis zur Leutzscher Allee und kehrte dann bei der Gaststätte am Wasserfall in den Auenwald zurück. Dabei gelangte ich wieder auf den abgebildeten Betonweg. Nach einem Abstecher in eine Sackgasse fuhr ich die Böschung auf den bekannten schmalen Weg herunter, ohne zu stürzen. Das Schlammloch hatte ich dann schon umfahren, als ich am letzten Huckel doch noch absteigen musste. Es wird noch interessant sein, das Rosenthal  mit dem Einrad zu erkunden. Man kann bis zur Parthe fahren. Allerdings wird es nun abends immer zeitiger dunkel, weshalb sich weniger Zeit für solche langen Touren finden lassen wird.
Dann begann die Heimfahrt auf gewohnten Wegen. Die schwierige Ostauffahrt auf die Luppebrücke klappte und dann war alles einfach. Mit den neuen Wegen dürfte ich ca. 15 km zurückgelegt haben.

9.9.11

Drüsiges Springkraut* blüht immer noch

Nach einer kalten Woche wurde es am Freitag wieder wärmer. Als ich um 17:45 Uhr startete, zeigte das Thermometer 21°C, warm genug, dass ich  keine Jacke brauchte. Für Stiefel war es dagegen nicht zu warm, was wegen großer Pfützen auf dem Weg zum Wald gut war. Erstaunlich trocken zeigten sich dann zunächst die Wege im Wald. Meist war es nur oberflächlich feucht. Der Staub war gebunden, aber das Rad rollte ähnlich leicht, wie auf einem völlig trockenem Weg. So kam ich bequem und ohne sonderlichen Kraftaufwand durch die Gottge zur Gartenanlage Waldluft, weiter über die Brücken über Nahle und Luppe zum Unteren Elsterwehr zur Wendestelle der üblichen Freitagstour beim Sportforum.
Dort hatte ich bei den letzten beiden Fahrten einen kleinen Nebenweg probiert. Beim ersten mal konnte ich im Schlamm nicht aufsteigen und beim zweiten mal war es für das Fahren ohne Stiefel etwas zu holprig.
Heute hatte ich die Stiefel an und probierte, ob ich trotz der Nässe aufsteigen kann, ohne dass das Rad durchdreht. Ich fand eine ausreichend trockene Stelle und fuhr los. Das ging zunächst ganz gut. Dann kam ich zur links abgebildeten Biegung. Die sieht schön idyllisch  aus, wird aber dann holprig. Ich brauchte am Ende viel Kraft und kam fast zum Stehen. Dann rollte das Rad doch weiter.

Der folgende Abschnitt war leicht zu fahren und ich spürte schnell Erholung.Irgendwie fühlte es sich so an, als würde der jeweils vorn liegende Stiefel das Bein herunterziehen und das Rad vorantreiben. So kam ich noch ein gutes Stück voran, wobei ich sehr bequem saß, weil Schlamm das Holpern dämpfte. Dann kam ein Schlammloch (s. Bild links) in Blick. Es erschien mir aussichtsslos, da durchzufahren und so probierte ich es gar nicht erst und stieg ab.
Auf dem Rückweg war es wegen Schlamm nicht möglich, aufzusteigen. Es wurde ein kleiner Fußmarsch nötig.
Als Lehre aus einem Fehlstart vom 19.8. entschlammte ich den Reifen, bevor ich auf dem befestigten Weg wieder aufstieg.















Als ich auf der Brücke über die Luppe angelangt war, hatte der Schlamm aus dem Niederholz nur noch wenige Spuren hinterlassen.


Wenn man das Bild anklickt, erscheint es in 1024x581 Pixel.
Auch in dieser Version ist das Handyfoto stark komprimiert.

Zwischen den Brücken über Luppe und Nahle blühen seit Wochen magentafarbene Pflanzen. Sylvia meint, dass es Wicken sind. Das wird wohl stimmen. Auf der Rückfahrt habe ich mich heute dazu überwunden, vom zu diesem Zeitpunkt sehr bequemen Sattel abzusteigen, um Blüten aus der Nähe zu fotografieren.
Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.

*) Titel geändert von: "Wickenblüte". Nach zwischenzeitlichen Spekulationen über Walddziest oder Sumpfziest (s. Kommentare) hat sich nun herausgestellt, dass es sich um das drüsige Springkraut handelt, s. auch Post vom 24.7.11.

2.9.11

Zweiter Test im Niederholz


In der Vorwoche hatte Hitze von über 30°C das Einradfahren unterbunden. Zu Beginn dieser Woche war es kühl und trocken. Doch dieses ideale Wetter konnte ich nicht nutzen, weil ich mit einer Bindehautentzündung zu kämpfen hatte. Dann wurde eine Supernova in der Galaxie M101 im Großen Wagen wichtiger. Gestern Abend habe ich sie erstmals gesehen. Mit 10m,5 ist sie erstaunlich hell. Die Galaxie M101 ist ca. 24 Mio Lichtjahre von uns entfernt.

Die Hitze kehrt nun zurück. Die 25°C heute waren allerdings noch nicht zu heiß für das Einrad. Ich verzichtete nur auf die Stiefel. Wegen Mückenterror riskierte ich es dabei nicht, mit kurzen Hosen zu fahren. Ich fuhr wieder in die Gegend zwischen Unterem Elsterwehr und Sportforum. Das oben zu sehende Schild zeigt an, dass dieser Revierort "Das Niederholz" heißt. Ich hatte mir vorgenommen, 18:30 Uhr umzukehren. Zufällig erreichte ich zu dieser Zeit die Wendestelle. Dort fiel mir der schmale. kurvenreiche Weg ein, den ich beim letzten mal nicht fahren konnte, weil das Rad beim Aufsteigen im Schlamm durchdrehte. Heute war der Weg trocken. Das Aufsteigen klappte und ich konnte den Weg nun fahren. Er war schön, aber ohne Stiefel etwas holprig. Wegen Zeitmangel brach ich das Unterfangen noch ein paar ...zig Metern ab und fuhr nach Hause. Ansonsten klappte das Fahren ohne Stiefel heute recht gut. Ich musste kein einziges mal absteigen, ohne von Blechlemmingen dazu genötigt worden zu sein.

19.8.11

Etwas Schlamm


Eine beginnende Hitzewelle wurde heute Mittag durch Regenfälle unterbrochen. Danach gab es wunderbares Einradwetter, sonnig und kühl. Ich fuhr wieder die gewöhliche Freitagstour zum Unteren Elsterwehr. Der Weg zum Auenwald war mit großen Pfützen bedeckt. Einige davon bedeckten den Weg in ganzer Breite. Im Wald gab es dann nur noch wenige Pfützen. Die Wege waren oberflächlich nass, wodurch der Rollwiderstand etwas höher war, als auf trockenem Boden. An kräftezehrende Wühlereien, wie sie in kälteren Jahreszeiten vorkommen, reichte das noch nicht heran. Wenn man das Blog nach "Schlamm" durchsucht, findet man ein paar solche Quälereien.
Ich kam gegen 18:20 Uhr an der Wendestelle beim Sportforum an. Das war ziemlich zeitig. Deshalb wollte ich dort einen schmalen Waldweg probieren, der mich schon lange reizt. Er ist kurvenreich. Direkt auf diesen Weg fahren kann ich nicht, weil die Böschung zu steil für mich ist. So stieg ich ab und versuchte unten wieder aufzusteigen. Das ging leider nicht. Auf dem Schlamm drehte das Rad durch. Es hat halt keinen Munireifen. So ging ich den Weg ein kleines Stück zu Fuß, um den Weg anzuschauen und nahm mir danach vor, ihn nochmal zu fahren, wenn er trocken ist. Wieder oben auf dem asphaltierten Weg schlug der erste Aufstiegsversuch ebenfalls fehl. Es klebte noch Schlamm am Reifen. Beim nächsten Versuch klappte es wieder. Ich fuhr dann ohne erwähnenswerte Vorommnisse nach Hause.

12.8.11

Freie Hände

Am Freitagabend ging es wieder auf Tour. Der Tag war etwas regnerisch gewesen und zum Start gegen 18 Uhr war es mit 21°C für diesen Sommer relativ warm. Ich fuhr die übliche Strecke zum Unteren Elsterwehr. Der Auenwald hatte den regen gut aufgesaugt und es gab im Unterschied zur versiegelten Stadt kaum Pfützen. Auch mit Schlamm bekam ich wenig zu tun und so fiel das Fahren unerwartet leicht.
Kurz nachdem ich auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße wieder aufgestiegen war, klingelte das Handy. Die Strecke war an dieser Stelle sehr übersichtlich und ich nahm das Gespräch an. Telefonieren geht auf dem Einrad sehr gut. Die Hände sind frei, man fährt langsam und falls man doch plötzlich absteigen muss, ist das für Mensch und Handy ungefährlich. Weil ich mit mehr Schlamm gerechnet hatte, trug ich Stiefel, die zusätzlich die Fahrstabilität verbessern. Damit verlief das Gespräch wohl in einer Weise, dass am anderen Ende nicht aufgefallen sein dürfte, dass ich auf einem Einrad gesessen hatte. Nach der Kurve, die mich in Richtung Gartenanlage Waldluft führte, kam noch ein Gespräch rein. Das bereitete wieder keine Probleme. Vorgestern hatte ich auf diesem Abschnitt eine SMS geschrieben. Das war etwas schwieriger, weil ich dazu auf das Display schauen musste. Dass man auf dem Einrad die Hände frei hat und aufrecht sitzt, verleitet manchmal zu irgendwelchen Aktivitäten. Wenn die Lichtverhältnisse kurze Belichtungszeiten zulassen, kann man fotografieren. Essen geht auch gut.
Als ich mich der Brücke über die Nahle näherte, fing es an, zu nieseln. Ohne Pause fuhr ich weiter zur Luppebrücke, weil es dort die am letzten Freitag genutzte Unterstellmöglichkeit der Eisenbahnbrücke gibt. Als ich die Luppebrücke erreichte, hatte der Regen nicht zugenommen. So bog ich zunächst stadteinwärts ab in Richtung Unteres Elsterwehr. Unterwegs wurde der Regen dann doch stärker. Am Wehr des Elsterbeckens ist der Weg etwas breiter. Dort kriegte ich es hin, ohne Absteigen oder Pendeln zu wenden. Dadurch kam ich schnell und mit trockenem Sattel zur Eisenbahnbrücke.


Unter der Brücke musste ich nur ein paar Minuten pausieren und setzte dann die Fahrt fort. Die weitere Tour verlief ohne Besonderheiten.

10.8.11

Mittwochs in Leipzig

Mittwochs habe ich normalerweise Esperanto in Altenburg. Einradfahrten sind dann allenfalls nur als nächtliche Blockrunden möglich, wie z.B. am 20.7. oder am 6.7. Heute fiel Esperanto aus und ich blieb in Leipzig. Das bot Gelegenheit für eine außerplanmäßige Tour im Auenwald.
Das Wetter war ideal, heiter und kühl. Gegen 16:15 Uhr stieg ich auf und fuhr die Standardroute über Nahle, Luppe und Weiße Elster (Unteres Elsterwehr). Weil es an den letzten Tagen nur wenig geregnet hatte, waren die Wege gut abgetrocknet. Die Fahrt verlief problemlos. Im Unterschied zum Freitag hatte ich wieder Stiefel an. Damit blieben unfreiwillige Abstiege aus. Auch bei der holprigen Auffahrt auf die Luppebrücke hatte ich keine großen Probleme. Bei der weiteren Fahrt gab es keine Besonderheiten. Auf der Rückfahrt gelang die Auffahrt auf diese Brücke ebenfalls. So musste ich den Sattel heute nur verlassen, wenn Straßen zu überqueren waren. Dabei entstanden teilweise lange Pausen, weil die Blechlemminge sehr aktiv waren. Das dürfte daran gelegen haben, dass ich recht zeitig unterwegs war. Möglicherweise hat auch ein enormer Preissturz bei Benzin dazu beigetragen.

5.8.11

Kommentare / Ohne Stiefel im Regenschauer

Auf die aktuellen Posts hier erhalte ich nur selten Kommentare. Erstaunlich ist, dass hin und wieder sehr alte Beiträge kommentiert und so mit wichtigen Hinweisen versehen werden. Vorgestern wurde ein Post vom 23.6.2007 kommentiert. Seitdem ist sicher, dass ein vermeintlicher Blutegel die Larve einer Waffenfliege war.

Heute war wieder die Freitagabend-Tour in Leipzig dran. Nach Regen am Morgen war der Nachmittag sonnig und schwülwarm. Es war zu heiß für lange Hosen und Stiefel. Wie zuletzt am 8.7. fuhr ich deshalb mit kurzen Hosen und Turnschuhen. Damit es nicht zwischen den Beinen zu sehr reibt, suchte ich eine Unterhose mit günstig gelegenen Nähten aus. So saß ich sehr bequem. Der Regen hatte nur wenig Schlamm und Pfützen hinterlassen und so ließ die Fahrt gut an. Diesmal fuhr ich nicht das Walddreieck in der Gottge, weil sich am 8. Juli eine Seite als unangenehm holprig beim Fahren ohne Stiefel erwiesen hatte. Statt dessen wollte ich die Tour zum Unteren Elsterwehr fahren. Die Strecke war anfangs gut zu fahren. Zwar musste ich noch vor der Gartenanlage Waldluft einmal an einem Stein unfreiwillig absteigen, das Überqueren der Brücke über die Nahle klappte hingegen problemlos. Bei der holprigen Anfahrt zur Brücke über die Luppe scheiterte ich ohne Stiefel gleich zu Beginn. Dann ging die Fahrt ohne Schwierigkeiten weiter. Als spätesten Umkehrzeitpunkt hatte ich 18:30 Uhr festgelegt. Die Wendeschleife vor dem Sportforum erreichte ich 18:28 Uhr. Am Aussichtspunkt machte ich zwei Minuten Pause und fuhr weiter heimwärts. Hundert Meter vor der Luppebrücke kam Wind auf und es wurde angenehm kühl. Dann setzte ein heftiger Schauer ein. Ein Baum, an dem ich mich untergestellt hatte, hielt nicht lange stand. Ich suchte deshalb Schutz unter der Brücke. Diese Idee hatten noch einige andere Leute. Unter der Brücke blieb es trocken.
Nach dem Regen fuhr ich weiter. Es gab eine besonderen Vorkommnisse. Allerdings hatte ich jetzt mit Schlamm und Pfützen zu tun.

2.8.11

Montagshimmel

Mit dem Montag verbinden die meisten Menschen in Europa Unannehmlichkeiten. Nach dem freien Sonntag kommt es am ersten Arbeitstag zu Montagslaune, Montagsautos u.a. Anders ist es mit dem Montagshimmel. Der ist nachts sogar in Städten einigermaßen dunkel, weil viele Lichtverschmutzungsanlagen abgeschaltet bleiben. Im Laufe der Woche werden sie nach und nach wieder zugeschaltet, bis am Wochenende die Nacht auch optisch zum Tag gemacht wird.
Heute war der Montagshimmel über Altenburg doppelt gut, weil es nach einem verregneten Wochenende abends aufklarte. Der Mond störte nicht und es entwickelte sich ein prachtvoller Sternhimmel mit für Stadtverhältnisse beeindruckender Milchstraße. Für astronomische Beobachtungen blieb jedoch nur eine Stunde, dann wurde es neblig. So zog ich die grauen Stiefel an und setzte mich auf das Einrad, um herauszufinden, ob es Spaß machen würde, ein paar Blockrunden zu fahren. Das fühlte sich gut an und ich ging noch mal mit dem Einrad raus. Bei jeder Runde kam ich an jungen Leuten vorbei, die bei einem Auto saßen und jedes mal eine Frage stellten, ähnlich wie bei der Fahrt am 18. Mai.

29.7.11

Gemütliche Fahrt zur Weißen Elster

Freitags ist die Fahrt zur Weißen Elster momentan eine Standardtour. Heute startete ich 18:20 Uhr. Das war deutlich früher, als am Montag und so ließ ich es gemütlicher angehen. Nach etwas Regen am Vormittag war des Wetter abends wieder trocken, obwohl Bewölkung für Düsternis sorgte. Es war warm genug, dass ich keine Jacke benötigte.
Vor der Kreuzung Friesenstraße/Rietschelstraße bekam ich ein Problem beim Stehen des Abstiegs. Ich blieb in einer Regenrinne hängen und kam mit den Füßen sehr zeitig auf den Boden. Es war anstrengend, loszurennen, um mich wieder aufzurichten. Ich musste mich nicht mit den Händen ab Boden abstützen. Somit gilt dieser gestrauchelte Abstieg noch als gestanden.
Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten. Der Regen hatte keine Spuren hinterlassen. Die Waldwege waren trocken. An der Kreuzung Hans-Driesch-Straße/Friesenstraße zeigte weiterhin ein Schild an, dass die Bahnunterführung Heuweg nahe Bahnhof Leutzsch gesperrt ist. So fuhr ich direkt zu den Flüssen. An Brückengeländern machte ich kurze Pausen. Bei der Abfahrt von der Brücke über die Luppe musste ich unfreiwillig absteigen. Nachdem ich wieder aufgestiegn war, folgte mir ein Jogger. Die 11 km/h, die ich im Schnitt fahre, waren ihm wohl eine gute Vorgabe. Erst an der Wendeschleife vor der Brücke am Sportforum trennten sich unsere Wege.


Kurz nach dem Wenden machte ich am Aussichtspunkte am Elsterbecken ein Pausenfoto mit dem Handy. Das war bei den Lichtverhältnissen schon etwas überfordert.
Heimwärts klappte die schwierige Auffahrt auf die Luppebrücke von Osten her. Einer von zwei Jugendlichen, die zu Fuß entgegen kamen sagte: "Das geht ja schon ganz gut." Auf der weiteren Heimfahrt geschah nichts Erwähnenswertes.

25.7.11

Abendliche Eilfahrt zur Weißen Elster

Auch heute war das Wetter trübe, kühl und trocken. Ich kam erst kurz vor 20 Uhr raus und fuhr zum Auenwald. Diesmal stieg ich nicht erst an der Kreuzung Rietschelstraße/Friesenstraße auf, sondern schon ein vorher an der Ostseite der Friesenstraße. Der Fußweg dort ist sehr breit und mit großen Platten ausgelegt. Oft sind solche Wege unangenehm zu fahren, weil Übergänge zwischen den Platten uneben sind. Hier ließ es sich soweit fahren, dass es schöner war, als das Rad zu schieben. Ich brauchte dann nur an der Rietschelstraße abzusteigen und konnte drüben gleich weiterfahren.
Als ich den Wald erreichte, war gerade kein Verkehr auf der Friesenstraße und ich konnte rüberfahren. Die Fahrt durch die Gottge bis zur Hans-Driesch-Straße war ohne Besonderheiten. Ich fuhr weiter auf der üblichen Strecke in Richtung Weiße Elster, wie am 15.7. und 1.7. Nachdem ich am Waldrand vom Weg an der Hans-Driesch-Straße abgebogen war und nordwärts in Richtung Gartenanlage Waldluft fuhr, war es 20:00 Uhr. Ich legte ich fest, dass ich bis 20:30 weiter die Strecke zum Unteren Elsterwehr fahren werde und dann umkehre. Diese Vorgabe weckte die Lust auf etwas sportlicheres Fahren. Die Bedingungen dazu waren bestens. Der Boden war trocken, damit der Rollwiderstand gering. Ich trug hohe Stiefel, mit denen sich holprige Abschnitte gut fahren lassen und für das lange Sitzen auf einem Sattel hatte ich in der letzten Zeit verhältnismäßig viel Training gehabt, u.a. durch eine gestern beiläufig erwähnte Radtour mit KollegInnen.
Auf den Brücken über die Nahle und die Luppe verzichtete ich auf Pausen am Geländer und fuhr durch. In dieser Richtung sind die Brücken vergleichsweise leicht zu fahren, weil die steileren Ostauffahrten abwärts gefahren werden. Nachdem ich von der Luppebrücke heruntergefahren war und mich am Elsterbecken entlang südlich bewegte, war es noch nicht einmal 20:15 Uhr. Auf diesem Radweg waren noch recht viele Leute unterwegs. Am Gesäß und in den Stiefeln fühlte es sich noch gut an und ich fuhr weiter über das Untere Elsterwehr und zur Wendeschleife beim Sportforum, die ich 20:17 Uhr erreichte. Dort hätte ich beinahe notabsteigen müssen, weil ich auf einen Weg fahren wollte, der von dort nicht erreichbar ist. Mit einer engen Kurve kam ich zurück. Die sonst gemachte Pause am Aussichtspunkt ließ ich auch aus und fuhr weiter zur Brücke über die Luppe. Heute schaffte ich es erstmals, von der Ostseite auf diese Brücke zu fahren. Ohne Geländerpause ging es weiter zur Nahlebrücke. Dort musste ich zum Geländer greifen, um mich hochzuziehen. Das bedeutete keine Unterbrechung der Fahrt. Es war immer noch nicht 20:30 Uhr und ich war auf dem Weg zur Gartenanlage Waldluft. 20:30 erreichte ich die Holperzone an der Gartenanlage, den Bereich, wo die Blechlemminge wühlen. Hier ist langsames Fahren nötig. 20:31 fuhr ich am Eingang der Waldluft vorbei. Die dortige Gaststätte ist übrigens sehr zu empfehlen.
Von dort aus ist es nur noch ein kleines Stück auf direktem Weg zur Hans-Driesch-Straße. Ich saß nun von dort bis zur Waldlust über drei Flüsse zum Sportforum und zurück ununterbrochen auf dem Einrad und war ohne Halt durchgefahren.Vom Gesäß her regte sich nun doch der Wunsch nach mal kurz absteigen. An den Beinen war es eher umgekehrt. Wenn ich genügend hohe Stiefel an habe, kann ich sehr lange fahren, ohne Ermüdung zu spüren. Der Effekt kommt dann erst am Boden, wenn ich mit den Stiefeln wieder aufsteigen muss. Dann kommt es häufiger zu Fehlversuchen. Heute blieb ich von dem Problem verschont. Der Aufstieg klappte beim ersten Versuch glatt und mit beiden Stiefeln auf den Pedalen ging es frisch weiter durch die Gottge auf dem Umweg über die Südwestecke. Mit Stiefeln am Boden bekam ich dann fast nichts mehr zu tun. Die Friesenstraße war so ruhig, dass ich sie auch von der unübersichtlicheren Waldseite her überfahren konnte. An der Rietschelstraße wartete ich an eine Mauer gelehnt ab, bis die Straße frei war und fuhr den eingangs erwähnten Weg mit den großen Platten bis vor. Dort bekam ich doch noch zwei Hiebe an Kanten ab, die ohne Wirkung blieben. So bekam ich die Tour mit vier Aufstiegen hin und musste nur wenig laufen.