13.10.11

An der Waldstraße

Nach Mitternacht klarte es auf und ich nutzte den sonnigen Morgen für eine Fahrt mit dem Einrad. Die Pfützen an der Friesenstraße waren wieder kleiner geworden. Während der Fahrt durch die Gottge traf ich Leute, die ich an den vergangenen Tagen schon angetroffen hatte, eine Kindergruppe und die beiden Frauen mit Kinderwagen. Wahrscheinlich sind die Tagesabläufe geregelt.

Die Wegeverhältnisse im Wald hatten sich insgesamt wieder etwas verbessert. Insbesondere die sandigen Böden ließen sich besser fahren, als gestern. Es gab aber auch Strecken, wo der Boden das Oberflächenwasser aufgenommen hatte und der Schlamm etwas schwieriger zu befahren war. Ich fuhr wie an den vergangenen beiden Tagen zur Parthe und versuchte dann weiter ins Rosental vorzudringen. An der Parthe rollte das Rad gut. Je näher ich dem Mühlgraben kam, desto schlammiger wurde es jedoch. Ich fuhr etwas zu vorsichtig und blieb einmal stecken. Dann fuhr ich etwas beherzter und bekam Sicherheit auf dem glatten Untergrund. An einer Verzweigung nahm ich den Weg, der am weitesten vom Bekannten wegzuführen schien. Dieser Weg war sehr schön, asphaltiert, aber nicht langweilig. Er war schmal, wodurch die Fahrt nicht langsam erschien und hatte einige Biegungen. Lange gerade Wege erwecken den Eindruck, dass ich nicht vorankomme.


Der Weg endet an der Kreuzung Leutzscher Allee / Waldstraße. Hier machte ich eine kurze Pause.


Als ich das Gefährt an einen Baum lehnte, bemerkte ich eine Heuschrecke, die langsam den Baum hochkletterte.


Auch Waldwege kreuzen sich hier. Geradeaus ist der Weg, auf dem ich herkam. Nach rechts fuhr ich weiter. Mal sehen, wo der Weg hinführt...


Am Ende sah ich Poller. Dort querte glücklicherweise keine viel befahrene Straße, sondern nur der Marienweg. Diesen konnte ich ungefährdet überfahren. Ich erreichte das südliche Ufer der Parthe und fuhr am Fluss entlang an Sportanlagen vorbei, bis die Fahrt an einer Straßenkreuzung in Gohlis endete.


Dort gibt es eine Brücke über die Parthe. Weil sich an beiden Seiten Treppen befinden, konnte ich nicht drüberfahren. Der Grund der Parthe ist hier mit Pflanzen bewachsen und das Wasser ist klar.


Auf der anderen Seite der Parthe liegt ein Park. Ich hatte geplant, um 12 Uhr umzukehren. Jetzt war es 11:54 Uhr und es ging nicht mehr weiter. Heimwärts wollte ich die selben Wege fahren, auf denen ich hergekommen war. Irgendwo verpasste ich einen Abzweig und fand mich auf einem Schlammweg wieder, den ich hinwärts nicht befahren hatte. Die Richtung stimmte aber ungefähr. Zwischendurch fragte mich ein Mann, wann ich im Zirkus auftreten würde. Wenig später traf ich auf Schlamm, der mir bekannt vorkam. Ich war am Mühlgraben. Der "falsche" Weg hatte sich als enorme Abkürzung erwiesen. Wenig später war ich am idyllischen Teich, überquerte die Weiße Elster und näherte mich der Brücke über die Luppe. Ich probierte, direkt vom Holperweg aus auf die Brücke zu fahren. Das ist schwieriger, als mit Kurve vom Elsterbecken her, weil man sich ein holpriges Stück bergan quälen muss, wo es viele Stellen gibt, an denen man hängen bleiben kann. Die Auffahrt gelang. Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Fährst Du eigentlich einen Straßenreifen oder einen Crossreifen. Bei den vielen ungeteerten Wegen müsste ein Crossreifen doch vorteilhaft sein, oder?

Frank hat gesagt…

Ich fahre einen normalen Straßenreifen. Im Schlamm wäre etwas mit mehr Profil manchmal besser. Meistens komme ich aber zurecht.