4.6.20

Nach dem Abendbrot zum Heuweg

Heute hatte ich vorgehabt, in der Mittagspause beim Homeoffice eine Einradtour zu machen. Daraus wurde nichts, weil ein unmittelbar bevorstehender Regen angesagt war. Der Regen kam dann nicht, die Zeit war aber trotzdem weg. So fuhr ich nach dem Abendessen, kurz nach 19:00 los. Im Juni geht das. Es wird erst gegen 23 Uhr einigermaßen dunkel.



Ich fuhr die Strecke an der Kleinen Luppe entlang zum Heuweg. Die Lichtverhältnisse waren ungünstig. Dadurch sind während der Fahrt aufgenommene Fotos verschwommen. Die Wege waren oberflächlich feucht und das Einrad fuhr leise, ohne Knirschen.



Am Heuweg probierte ich trotz der schlechten Lichtverhältnisse, Aufnahmen von der Fahrt in die Unterführung zu machen. Hier gehe ich zum ersten Versuch los. Das funktionierte noch nicht, weil ich bei der Fahrt nicht in den Bildausschnitt passte. Ein zweiter Versuch klappte besser.



Ein paar Einzelbilder:



Bei der Unterführung muss man eng um die Kurve fahren und dann gleich die richtige Haltung zur abschüssigen Strecke finden. Zum ersten mal hatte ich das vor 13 Monaten probiert.
Auf dem Bild komme ich gerade langsam um die Ecke. Es ist Vorsicht nötig, weil die Unterführung häufig von Radfaherer*innen und Reiter*innen genutzt wird.




Also erstmal gucken.



Dann beschleunigen. Die Satelstütze ist wieder aufgerichtet.



Jetzt habe ich eine bequeme Sitzposition eingenommen.



So geht es unangestrengt weiter.









Im Tunnel ziehe ich immer den Kopf ein. Bei einer der nächsten Gelegenheiten muss ich mal prüfen, ob das wirklich notwendig ist.



Die Unteführung von der Aufstiegsposition aus gesehen.





Vom Aufstieg hielten mich zunächst Blumen mit rosa Blüten auf. Zuerst vermutete ich asiatisches Springkraut. Die Blüten sahen allerdings anders aus.

Mit PlantNet ließ die Pflanze sich als Rote Lichtnelke bestimmen. Ich entfernte mich dann schnell vom Ort, weil der Mückenterror zunahm und fuhr nach Hause.

31.5.20

Hundsrose, Storchschnabel, Brombeere und andere Pflanzen

Gestern hatten wir uns Kultur gegönnt und Ausstellungen in der Kirche Ragewitz (Britta Schulze) und im Schloss Batzberg (Bettina Zimmermann) besichtigt. Heute war mal wieder das Einrad dran. Bei bewölkten Wetter und ca. 18°C waren die Bedingungen OK. Ich fuhr zunächst an der Friesenstraße zum Auwald und bog rechts ab. Dabei interessierte mich, was aus den Knoblauchsrauken geworden ist, nachdem der Kälberkropf optisch dominant geworden ist. Vom Einrad aus waren die Pflanzen noch zu sehen, aber fast ohne Blüten. Bei der Brücke 51.345504, 12.336171 über die Kleine Luppe stieg ich ab. Nur eine mickrige Pflanze stand noch voll in der Blüte.
Die Großen hatten unten noch ihre Blätter und darüber fast keine Blüten mehr, dafür Schoten.


Nebenan befand sich ein Klettwurz mit sehr großen Bättern, wie der Vergleich mit Schuhgröße 46 zeigt.

Auch Nelkenwurz war zu sehen.

Ich fuhr dann über die Brücke und bog danach links auf einen Weg neben dem Damm ab, den ich am 1. März probiert hatte. Heute war kein Schlamm und so bestand keine Sturzgefahrt und trotz Holpern kam ich gut voran. Zwischendurch sah ich interessante kleine lila Blüten, stieg aber ab, weil ich nicht wusste, ob es schwierig ist, auf dem schmalen Pfad wieder aufzusteigen.


Bald erreichte ich die Hans-Driesch-Straße. Eine Sitzpause auf dem Geländer mit anschließendem Start war heute nicht drin, weil die Stelle nun zugewachsen ist.

In unmittelbarer Nähe blühte Holunder.
Sehr hohe, blütenlose Knoblauchsrauken waren ebenfalls zu sehen.
Wenige Meter weiter blühten Hundsrosen.
Der ganze Rosenbusch




Hier stieg ich dann zur Rückfahrt auf. Das klappte ziemlich gut.



So stieg ich dann bei den lila Blüten wieder ab. Ein Vergleich mit meinen Beinen zeigt, dass die Pflanzen mit den kleinen Blüten und Blättern recht hoch sind. Sie sind so das Gegenteil vom Klettwurz, das mit sehr großen Blättern nierdrig ist.



Aus der Nähe ließ sich mit PlantNet ermitteln, dass es sich um Storchschnabel handelt.
Hier Blätter.






Ich fuhr dann zum Wegedreieck im Waldstück Gottge. Dort fielen Pflanzen mit weißen Blüten auf.



Ich stieg ab und es stellte sich heraus, dass es Brombeerpflanzen sind.

Das Fahren an der Kleinen Luppe war eine staubige Angelegenheit gewesen, wie am Stiefel zu sehen ist. Auf dem Wegedreieck in der Gottge war der Untergrund noch leicht feucht, ideal zum Fahren.

Ich fuhr dann ohne weitere Unterbrechungen das Dreieck zu Ende.

28.5.20

Palmengarten und Kälberkropf

Heute wollte ich im Homeoffice zeitig Feierabend machen und nach mehr als vier Jahren einmal wieder in den Palmengarten zu fahren. Ich fuhr dann 15:17 los, etwas später als gedacht und wollte deshalb lieber in die Burgaue. Auf der Friesenstraße gab es dann einen nicht endenden Blechlemmingstrom. Deshalb entschied ich mich dann für eine Strecke, auf der möglichst wenig Straßen zu überqueren waren. Das ist die am Stadion vorbei in den Palemgarten.

Ich fuhr zunächst zur Hans-Drieschstraße und überquerte die Elsterbeckenbrücke ostwärts und bog nach der Brücke rechts ab.



Der Weg am Stadion vorbei ist nicht schön zu fahren. Der Asphaltbelag ist ein Flickenteppich. Die Gerade zieht sich auch.



Hier unterquere ich die Jahnalle.



Auf der anderen Seite ist der Weg unbefestigt, aber angenehmer zu fahren. Das Palmengartenwehr ist zu sehen. Wenn man es überquert, gelangt man in den Palmengarten. Geradeaus gelangt man in den Clarapark.



Der Palmengarten hat ein dichtes Wegenetz. Wie in einem englischen Garten sind die Wege geschwungen und die Kreuzungen nicht rechtwinklig. Bei den schmaleren Wegen als diesem hier gibt es auch einige schöne, enge Kurven.



Ich fuhr zunächst auf eine Brücke und


machte am Geländer ein kleines Päuschen.




Danach kurvte ich eine Weile auf den Wegen herum.



Dabei waren schöne Blüten zu bewundern.

Erst, als ich den Park wieder verlassen waollte, machte ich nochmal eine Pause auf einer Brücke.



Die Brücke bot nach beiden Seiten einen schönen Ausblick.





Trotz frischer Luft trug die Figur eine Maske.




Nachdem ich beim ersten Versuch die Ausfahrt zum Wehr verpasst hatte, war ich wenige Minuten später wieder auf dem Rückweg in Richtung Jahnallee. Ich war nun eine Stunde unterwegs. Der Sattel drückte nun etwas, weil ich während der zweiten Pause darauf sitzen geblieben war.



Die Brücke überquerte ich dann zu Fuß. Dabei sah ich, dass der Parkplatz, den ich früher zum Üben von Kurven genutzt hatte, zu einem Anlegeplatz umgebaut worden ist.


Ich fuhr dann nordwärts weiter am Elsterbecken zum Nahlewehr. Das Gesäß hatte sich beim Gang über die Brücke wieder so erholt, dass ich wieder schön bequem saß.

Ich hatte vor, noch bis zur Gustav-Esche-Straße zu fahren. Auf der Brücke 51.3568, 12.3288 über die Kleine Luppe fielen mir gelbe Pflanzen auf. Es waren Supf-Schwertlilien.
Wenig später erreichte ich die Gustav-Esche-Straße. Der Japanische Flügelknöterich am Nahleufer sah an trockenen Tagen halb verdorrt aus. Durch die häufigen Niederschläge der letzten Tage hat er sich wieder erholt. Auf manchen Waldwegen lag heute auch Schlamm.
Bei der Pause gab es die Gelegenheit, quer zum Sattel zu sitzen. Wichtig für bequemes Sitzen auf der weiteren Fahrt.

Die weitere Fahrt bis zum Verlassen des Waldes verlief ohne Besonderheiten.

Am Waldrand fiel dann auch, dass an der Stelle, wo ich zuvor Knoblauchsrauken geerntet hatte, andere weißblühende Pflanzen standen. PlantNet bot zur Bestimmung den Betäubenden Kälberkropf an. Laut einem Monitoring von 2016 gibt es im Auwald den Knolligen Kälberkropf. Eine ähnliche Pflanze ist der Kerbel.

Mit zweieinhalb Stunden war die Fahrt heute ziemlich lang. Durch das häufige Training der Lockdown-Wochen ist es kein Problem mehr, länger als zwei Stunden zu fahren.

23.5.20

Kurz vor dem Regen

Heute war ich schon vormittags mit der Steuererklärung fertig geworden. So wäre viel Zeit für eine Einradfahrt nach dem Mittagessen. Doch je nach App wurde angezeigt, dass es sofort regnen würde oder kurz nach 13 Uhr. Dadurch konnte ich keine weite Strecke mehr fahren, als ich mich 12:30 auf den Sattel setzte.

In der vergangenen Nacht hatte es bereits einen Starkregen gegeben. Auf dem Weg zum Waldrand an der Friesenstraße war von den Wirkungen nicht viel zu sehen. Es gab nur wenige Pfützen. Ich fuhr dann Runden auf dem Wegedreieck im Waldstück Gottge. Die Wege waren nass, aber nicht verschlammt. Ingesamt gute Bedingungen.



Die einzigen Pfützen auf dem Dreieck befanden sich auf den südlichen Weg.



Der Bärlauch ist nun weitgehend verschwunden. Wegen der Bewölkung war es im Wald stellenweise so dunkel, dass keine guten Fotos während der Fahrt zu machen waren.

Ich fuhr drei Runden auf dem Dreieck, überquerte dann die Friesenstraße und fuhr bis zur Brücke 51.345504, 12.336171 über die Kleine Luppe. Auf der Lichtung wollte ich mir die Wetterlage ansehen. Trotz der Wetterlage machten einige Leute Picknicks auf Decken. Zum Zeitpunkt der Aufnmahme war es 13:03. Der Regen sollte allmählich beginnen. Sekunden später war der erste Tropfen auf einer Stiefelspitze zu sehen. Unverzüglich startete ich heimwärts.





An der Sportanlage Manfred von Brauchitsch (SV West 03) waren in der Kurve einige Pfützen zu passieren. Die Löcher sind ziemlich tief, weshalb es nicht sinnvoll ist hineinzufahren. Wenn kein Gegenverkehr kommt, ist diese Kurve mit einem Einrad trotzdem sehr leicht zu fahren, weil es in der Mitte einen Pfad gibt, der eben ist.

Das Tröpfeln wurde allmählich spürbarer.



Als ich an der Kreuzung Firesenstraße/William-Zipperer-Straße abstieg, waren nur kleine Tröpfchen auf den Stiefeln zu sehen. Doch dann wurde der Regen stärker. Ich kam gerade noch so ins Haus, ohne sonderlich nass zu werden.
Die kurze Tour hat 40 Minuten gedauert.