21.2.15

Rosental (Leipzig)

Heute war die Temperatur mild und es wehte ein kräftiger Wind. Dieser Wind fühlte sich zunächst nicht kalt an, störte aber etwas beim Aufsteigen. So klappte es nicht beim ersten Versuch. Als ich nach dem Überqueren der Rietschelstraße mich wieder zum Aufsteigen anschickte, wollte eine junge Frau unbedingt zugucken. Dieser Aufstieg klappte beim ersten Versuch und die Frau sagte: "Sie sind cool!".
Seit der letzten Fahrt hatte es nicht mehr geregnet und der Weg zum Wald war weitgehend abgetrocknet, nur noch etwas feucht. Am Waldrand fotografierte ich abgesessen Pflanzen.

Erstmals fielen mir heute Krokusse auf. Es gab viele davon und die Blüten waren geöffnet.

Die Blüten der Schneeglöckchen hatten sich nun auch geöffnet. Sie bildeten teilweise große Teppiche.


Beim Bärlauch fiel auf, dass nun eine deutlich größere Anzahl Pflanzen durch das alte Laub ans Licht gekommen war, als ich am letzten Sonntag gesehen hatte.
Ich hatte vor, ins Rosental zu fahren. Dort war ich lange nicht mehr und ich wollte dort den Wetterpilz besichtigen. Ein Leser hatte in einem Post von 2012 einen Wetterpilz gefunden und über seine Website wetterpilze.de informiert. Dort ist auch so ein Ding im Rosental verzeichnet.

Die Wegeverhältnisse im Wald waren für die Jahreszeit wunderbar. Schlamm gab es nur selten und das Rad rollte leicht. Nur der Wind störte etwas. Am Heuweg bog ich rechts ab, um die Brücken über Nahle und Luppe zu überqueren. Die Brückenanfahrten sind alle sehr unterschiedlich und haben unterschiedliche Tücken.


Die Anfahrt zur Luppebrücke von Westen fotografierte ich während der Fahrt. Zunächst ist die Brücke nicht zu sehen. Nur die Steigung deutet sie an.


An der Kurve wird es holprig. Man muss aufpassen, nicht in ein Loch zu fahren. Besonders bei Ausweichmanövern kann es kritisch werden. Heute war keines nötig.


Schließlich wurde die Brücke sichtbar. In die Längsrinnen sollte man nicht längs hineinfahren, ähnlich wie bei Straßenbahnschienen.


Schließlich wird die Brücke erreicht. Letzte Hürde ist eine 45° geneigte Kante an der Brücke. Bei ausreichendem Schwung ist sie kein Problem.


Schließlich befand ich mich über der Luppe. Dieses Bild nahm ich allerdings nicht während des Fahrens auf, sondern ...

... ans Brückengeländer gelehnt. Wenige Meter weiter wartete in in gleicher Sitzposition ab, bis eine größere Anzahl Radfahrer am anderen Ende der Brücke vorbeigefahren war und fuhr ins Rosental.

Das Rosental liegt tief zwischen mehreren Gewässern und ist daher anfällig für Schlamm. Heute waren die Bedingungen sehr akzeptabel. Es waren viele Leute mit Kindern unterwegs. Der häufigste Kommentar war "cool". Jemand kommentierte auf italienisch, etwas mit "artistico". Hinweise auf ein "fehlendes" zweites Rad, Lenker und andere "fehlende" überflüssige Ausstattung hörte ich nicht. An der Feuerstelle saßen zwei junge Frauen, von denen eine "Weiter so!" rief.

Ich überquerte eine Straße und fuhr weiter, bis ich auf einer Bank eine Pause machte. Dort stellte sich das Unterfangen mit dem Wetterpilz als wenig erfolgversprechend dar. Ich hatte keine brauchbare Karte und GPS funktioniert im Wald nicht gut. Bei meinen ersten Fahrten ins Rosental im Jahr 2011 hatte ich noch eine Karte aus Papier dabei.

Von der Bank aus sah ich ein besonderes Kleinod und wollte es aus der Nähe betrachten. Die geringe Entfernung lag in einem Bereich, wo die Entscheidung nicht leicht fiel, ob ich zu Fuß hingehen soll oder das Einrad nehmen. Ich nahm das Einrad.
Aus der Nähe sah der alte Strommast so aus.
Die verrottete Schalttafel.


Das Kleinod befindet sich am Mühlgraben, nahe dem SC DHfK. Ich fuhr noch einige Zeit ohne besonderes Ziel im Rosental herum, gelangte zum Hundezentrum und machte mich dann auf den Rückweg.


Dabei umrundete ich den Teich.


Dort gibt es einen einsturtzgefährdeten Baum, den man nur auf eigene Gefahr betreten darf.


Auf dem Rückweg überquerte ich wieder die Luppe. Was LINA bedeutet, weiß ich noch nicht. Der Schriftzug ist seit kurzem häufig in Lindenau zu sehen.


Das auf Kontrast gequälte Bild zeigt Regenschauer. Deshalb zögerte ich die Rückfahrt nicht unnötig hinaus. Kurz vor der Nahlebrücke begegnete ich einer Frau, die wie andere Leute zuvor sagte: "Das ist cool!". Nach dem Überqueren der Hans-Driesch-Straße hatte ich Probleme beim Aufsteigen, weil mir etwas schwindlig war. Das gab sich wieder, weil das Fahren auf dem folgenden Weg entspannend war. Bei der Rietschelstraße wollte mir wieder jemand beim Aufsteigen zugucken und dort klappte es sofort.

Als ich das Einrad im Keller abstellte, fand ich an den Stiefeln einzelne Wassertröpfchen.


Oben sah es dann so aus. Gerade so rechtzeitig reingekommen. Der Einradausflug hatte etwas weniger als zwei Stunden gedauert.

15.2.15

Am Auensee

Seit Donnerstag war es tagsüber sonnig und fast frühlingshaft warm. Heute wurde dieses Superwetter durch den Aufzug von Wolken und eines kühlen Windes etwas abgeschwächt. Trotzdem verzichtete ich heute darauf, eine zweite Hose drüberzuziehen. Als ich 13:45 Uhr losfuhr, fühlte es sich auch etwas kalt an. So versuchte ich wieder, schnell den Wald zu erreichen. Was wie vor einer Woche dadurch begünstigt wurde, dass an der Rietschelstraße kein Verkehr war und ich an dieser Stelle nicht absteigen musste. Es sollte wieder eine Fahrt mit wenigen Abstiegen werden.

Am Waldrand musste ich zum Überqueren der Friesenstraße doch einmal verkehrsbedingt absteigen. Bevor ich weiterfuhr, sah ich mir die Vegetation an.


Die Schneeglöckchen sind deutlich vorangekommen, ...


... während der später dominante Bärlauch es etwas ruhiger angehen lässt. Diesmal hatte ich zum fotografieren eine kleine Canon IXUS 80 dabei. Die hatte ich früher manchmal für bewegungsmeldeausgelöste Aufnahmen benutzt. Heute war von Vorteil, dass die kleine Kamera sich gut in einer Gürteltasche verstauen ließ und dass sie sich im Unterschied zum Smartphone mit gewöhnlichen Handschuhen bedienen lässt.

Ich setzte die Fahrt fort. Auf der Hans-Driesch-Straße bemerkte ich einen extrem seltenen Zustand: Beim Blick nach links war kein Auto zu sehen. So fuhr ich weiter auf die Fluchtinsel auf der Straßenmitte. Dort sah ich, dass das von rechts kommende Auto links abbiegen wollte und fuhr weiter, bog links ab auf den stadtauswärts führenden Waldweg. Die Schlammsituation hatte sich seit der letzten Fahrt etwas verändert. Die gut zu befahrenden Abschnitte mit oberflächlichem Eis waren verschwunden. Dafür war die Schlammschicht nicht mehr so dick. Die Verhältnisse waren ziemlich gleichmäßig. Das ermöglichte ein entspanntes Fahren, wenn ich so langsam fuhr, dass die Anstrengung gering blieb, aber immer noch schnell genug, dass das Einrad nicht zu wackeln anfing.

Im Bereich der Gartenanlage Waldluft wurde es etwas unangenehm. Morast und Löcher erforderten Konzentration. Dafür ging es dann zum Heuweg sehr bequem voran. An der Bahnlinie bog ich links ab. Ein Warnschild zeigte an, dass der Heuwegtunnel gesperrt wäre. Ich zweifelte daran und fuhr weiter. Tatsächlich war der Tunnel nicht gesperrt und ich fuhr weiter. Seit dem Aufstieg am Waldrand an der Friesenstraße fuhr ich nun ohne Pause. Einen Grund zum Pausemachen gab es auch noch nicht und ich hätte in den Schlamm absteigen müssen. Wenig später fuhr ich auf dem Radweg an der Hans-Driesch-Straße in Richtung Auensee. Ich wollte an der Nahle sehen, ob die Baustelle am Flutwehr noch besteht und ggf. einmal wieder wetswärts an den Flüssen fahren. Die Absperrung wurde noch angezeigt. Diesmal zweifelte ich nicht und machte auf der Brückenmauer eine Pause.

Trotz klebrigem Schlamm war das Einradfahren heute keine Schlammschlacht. Nur ein kleiner Spritzer hatte sich bisher an einen Stiefelschaft verirrt.

Den häufig genutzten Rückweg an der Nahle waldeinwärts nutzte ich heute trotzdem nicht, weil die Schlammverhältnisse in diesem Bereich meistens am schlimmsten sind. Ich fuhr weiter in Richtung Auensee. Das Störende an dieser Route ist der lange asphaltierte Weg an der Luppe. Trotz wunderschöner Landschaft ist dieser Weg auf dem langsam fahrenden Einrad etwas langweilig.

Am Auensee fuhr ich deshalb zum See runter, um dort auf einem unbefestigten Weg zu fahren.



Dort waren die Verhältnisse passabel. Einige Menschen spzierten dort und das Haus am Auensee hatte geöffnet. Inzwischen war das Wetter angenehmer geworden. Die Bewölkung war dünner und die Luft fühlte sich wärmer an.


Als ich den See passiert hatte, musste ich wieder auf den Damm hochfahren. Die verbleibende Strecke führte am Nahleberg vorbei.


Hinter einer Flussbiegung verdeckte der Berg noch die nächste Brücke.


Weinge Minuten später näherte ich mich der Brücke.


Dort wird eine neue Uferbefestigung gebaut. Ich konnte noch an die Brücke heranfahren, musste dann aber absteigen. Zum ersten mal seit ich zu Beginn die Pflanzen am Waldrand fotografiert hatte, berührten meine Stiefel wieder den Boden.

Auf der Brücke fuhr ich dann wieder in Richtung Lindenau. Das verlief zunächst entspannt. Erst der Schmadder an der Waldluft machte es wieder schwierig. In Richtung Hans-Driesch-Straße nahm ich den direkten Weg. Dort waren viele Menschen mit Kindern unterwegs. Einige fanden das Einrad "cool". Eine Frau und zwei Kinder stiegen von den Fahrrädern ab, um besser beoabchten zu können. Die sonst oft böse verschlammte Straße war heute relativ angenehm. Zwar lag klebriger Schlamm, aber die Schicht war sehr gleichmäßig und eben. Manchmal driftete das Einrad zwar leicht, aber eine ernste Rutschgefahr bestand nicht.
 

Nach dem Überqueren der Hans-Driesch-Straße schickte ich mich zum letzten Aufstieg im Wald an. Der kleine Schlammfleck am rechten Stiefel war solo geblieben.



Im Hof sah ich nach dem Fahrtende um 15 Uhr noch Schneereste.

8.2.15

Der Bärlauch kommt raus

Sonntags zeigte sich das Wetter wieder heiter. Doch der Anblick aus dem Fenster täuschte. Es wehte ein starker, kalter Wind. Beim Start hatte ich Gegenwind. Das fühlte sich nicht nur unangenehm kalt an, sondern forderte auch Kraft beim Fahren. Deshalb wollte ich schnell in den Wald. Dem kam der zu dieser Zeit sehr schwache Autoverkehr entgegen. Ich brauchte zum Überqueren der Ritschelstraße und der Friesenstraße nicht abzusteigen. Brauchbaren Windschutz bot der Wald allerdings erst ab der Hans-Driesch-Straße.
Wegen des kalten Windes hatte ich bei der heutigen Fahrt nicht wieder auf Mütze und Handschuhe verzichtet. Auch gegen das Auskühlen der Oberschenkel hatte ich etwas unternommen.


Als Windschutz hatte ich eine knielange Sommerhose drübergezogen. Früher hatte ich unter solchen Bedingungen häufig eine zweite lange Hose verwendet. Es war dann mühselig, zwei Hosen auf einmal in die engen Stiefel zu stopfen. Das zweite Hose beeinträchtigte das Fahren nicht. Das zur  Steuerung wichtige Gefühl für den Sattel blieb erhalten.

Im Sitzen deckte die Überhose die Stiefelränder vorn nicht ab. Diese kleine Kältelücke war nicht zu spüren. Die Hose war trotzdem sehr effektiv. Wenn ich während der Fahrt ein Hosenbein hochzog, fühlte sich der Oberschenkel schnell kalt an.


Die Waldwege waren in einem ähnlichen Zustand, wie vor einer Woche. Zäher Schlamm und überfrorener Schlamm wechselten einander ab. So beschloss ich, hinter der Gartenanlage Waldluft umzukehren. Ich fuhr ein kleines Stück in Richtung Heuweg und bog zur Brücke über die Nahle ab. In diesem Bereich lag eine dünne Schneedecke, auf der es sich passable fahren ließ.



Von der Brücke aus nach vorn war wieder Schnee zu sehen. Das versprach wieder erträgliche Fahrbedingungen. Ich fuhr weiter und bog rechts ab. Der Schnee reichte bis der asphaltierte Abschnitt des Weges begann. Hier konnte kein Schlamm mehr stören und ich hatte nun Rückenwind. So ließ es sich entspannt fahren, bis ich absteigen musste, um die Hans-Driesch-Straße zu überqueren.

Schon bei der letzten Fahrt hatte ich Ausschau gehalten, ob schon Bärlauch zu sehen ist, hatte aber keinen gefunden. Heute hatte ich während der Fahrt von der Nahle zur Hans-Driesch-Straße bereits Pflänzchen gesehen, wollte aber nicht absteigen, weil ich schön bequem saß und gut vorankam. Wenn ich später keinen Bärlauch zum Fotografieren mehr gefunde  hätte, wäre es auch möglich gewesen, zu diesen Pflanzen zurückzufahren.

Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße zu Fuß überquert hatte, fand ich sofort einige Pflanzen, die sich durch das Laub ans Licht gekämpft hatten. In wenigen Wochen wird knoblauchartige Duft des Bärlauchs wieder den Wald erfüllen und die Vegetation zum Frühling erwachen.
Hier noch ein Bild von den Kniehosen. Hier ist auch kein Schlamm zu sehen. Auf diesem laubbedeckten Untergrund ließ sich das Einrad sehr angenehm fahren. Erst nachdem ich den Schießstand passiert hatte, geriet ich wieder auf Schlamm. Das war ein relativ dünnflüssiger Schlamm, der spritzfreudig und etwas glatt war, aber nicht klebrig.
Wenig später hatte ich den Waldrand erreicht. Der Blechlemmingverkehr hatte immer noch nicht zugenommen. So konnte ich die Rietschelstraße auch auf dem Rückweg ungestört auf dem Sattel überqueren. So brauchte ich während der gesamten Tour den Sattel nur zweimal zum Überqueren der Hans-Driesch-Straße zu verlassen.

1.2.15

Dünnes Eis und Schneeglöckchen

Der Februar begann mit einem sonnigen Sonntag, der nachmittags Gelegenheit zum Einradfahren im Leipziger Auwald bot. Der Start auf dem Fußweg an der Friesenstraße verlief ohne Besonderheiten. Hinter der Kreuzung Rietschelstraße sah ist, dass die Pfützen mit Eis bedeckt waren. Ich fuhr auf die erste. Das dünne Eis brach sofort unter dem Reifen und auf dem Grund der Pfütze rutschte ich nicht weg. So konnte ich trotz Eis gewohnt sicher durch die anderen Pfützen fahren. Die Kälte machte sich auch an den Händen bemerkbar, weil ich ohne Handschuhe losgefahren war. So steckte ich die Hände in die Jackentaschen und fuhr fast die gesamte Strecke mit Händen in den Taschen.

Im Wald bog ich rechts ab, um an den Sportplätzen vorbei zum Elsterbecken an der Hans-Driesch-Straße zu gelangen. Teilweise war der Schlamm oberflächlich gefroren. Diese Stellen ließen sich an einer dünnen Eisschicht erkennen und waren relativ leicht zu fahren. Die aufgetauten Stellen waren mit einem schweren, zähen Schlamm bedeckt, auf dem das Fahren anstrengend war. Die klebrige Masse haftete am Boden und es spritzte nur wenig davon an die Stiefel. So kam ich nur langsam vorwärts. Kurz vor der Hans-Driesch-Straße muss man einen kleinen Huckel hochfahren. Normalerweise nehme ich dort unten Anlauf und fahre ohne sonderliche Anstrengung hoch. Heute war kein Anlauf möglich. So kam ich nur sehr langsam hoch und blieb dabei fast stehen. 

Auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße wollte ich zunächst eine Pause machen, dann sah der Weg aber danach so aus, als könnte ich mich beim Fahren ausruhen und fuhr wieder los. Das klappte weitgehend. So fuhr ich weiter zum Zusammenfluss von Nahle und Kleiner Luppe und an dieser zurück in den Wald. Ohne besondere Vorkommnisse erreichte ich später auf der Rückfahrt den Waldrand an der Friesenstraße.


Dort beginnen die Schneeglöckchen zu blühen. Als ich die Pfützen erreichte, waren sie wieder zugefroren. Sie waren trotzdem wieder problemlos durchfahrbar. Nachdem ich alle Pfützen durchquert oder umfahren hatte, machte ich einen unfreiwilligen Abstieg. Warum, ließ sich nicht nachvollziehen. Es war weder glatt, noch holprig. Wenig später wurde es nochmal schwierig: Ich hatte Schlamm an den Sohlen und rutschte auf einer Pedale weg. Der Stiefel blieb mit dem Absatz an der Pedale hängen und so konnte ich weiterfahren.

14.1.15

Nach Feierabend im Schlamm

Der Sonnenuntergang findet nun schon eine halbe Stunde später statt, als zur frühesten Zeit Mitte Dezember. Wenn es klappt, zeitig Feierabend zu machen, sind wochentags schon wieder Fahrten am Nachmittag möglich.
Heute startete ich wenige Minuten nach 16 Uhr in den Leipziger Auwald. Mit 8°C war es für die Jahreszeit angenehm warm. Bis zum Waldrand hatte ich viele große Pfützen zu durchqueren. Im Wald war der Weg an der Friesenstraße auch etwas nass, was Schlamm jenseits der Hans-Driesch-Straße erwarten ließ.


Drüben war es dann auch sehr nass. Ich fuhr zunächst stadtauswärts auf dem Weg parallel zur Straße. Die schmierige Schlammschicht war dünn, weshalb das Rad noch leicht rollte. Auf dem Sattel war zu spüren, dass das Rad leicht driftete. So zu sitzen fühlte sich durchaus schön an. Nach der Kurve waldeinwärts hörte das Driften auf. Das Bäumchen, das am 23.12. auf dem Weg gelegen hatte, ist inzwischen zersägt worden. So konnte ich die Fahrt ungehindert fortsetzen.
Die Sonne war inzwischen untergegangen. Für eine Fahrt zur Bahnlinie und weiter reichte der Zeitvorrat noch nicht. Deshalb bog bei der Gartenanlage Waldluft ich mit etwas Mühe durch den Schlamm auf den unbefestigten Abschnitt der Friesenstraße ab. Hier wurde das Fahren auf schwerem, klebrigem Schlamm Arbeit. Dieser Abschnitt ist allerdings nur 660 m lang. An der Hans-Driesch-Straße sah ich nach, welche Spuren der Schlamm auf der Bekleidung hinterlassen hat.

Es war nicht viel zu sehen. Die Stiefel hatten sich als ausreichend hoch erwiesen. Trotz der Feuchtigkeit waren einige Joggerinnen im Wald zu sehen. Mit hohen Stiefeln Einradfahren ist dazu eine weniger schmuddelige Alternative.

16:50 Uhr beendete ich die Fahrt. Unmittelbar darauf setzte ein Regenschauer ein. So hatte ich mit dem Wetter gerade so Glück gehabt.

23.12.14

Fahrt bei starkem Wind

Meine letzte Einradfahrt war mehr als sieben Wochen her. Meistens hatte ich keine Zeit, manchmal war das Wetter zu schlecht. Heute bot sich mal wieder eine Gelegenheit. Für Leipzig gab es eine Sturmwarnung, der Wind wehte auch stark, aber es war warm und trocken.
Beim Start an der Friesenstraße hatte ich Rückenwind. Das Aufsteigen klappte sofort. Nach der langen Pause war es ein schönes Gefühl, wieder auf dem Sattel zu sitzen. Dieses Sitzgefühl ist mit keinem anderem vergleichbar. Auf dem Weg zum Wald durchquerte ich einige große Pfützen. Pfützen bereiten dort nie Probleme und so fuhr ich auch heute entspannt durch. Im Wald war der Weg an der Friesenstraße in gutem Zustand. Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße zu Fuß überquert hatte, fuhr ich an dieser Straße stadtauswärts bis zum Waldrand. Auch dieser Abschnitt war schön zu fahren. Leichte Schlammstellen störten nicht weiter. Ich bog ab in Richtung Gartenanlage Waldluft. Lange war der Weg angenehm zu fahren. Dann lag ein Bäumchen quer über den Weg, das der Sturm umgelegt hatte.


Weil ich nicht mit dem Einrad springen kann, musste ich hier absteigen. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, blieb ich beim Anfahren hängen und musste nochmal aufsteigen. Dann ging es ohne Probleme weiter zum Heuweg. Auf diesem fuhr ich westwärts weiter. Ein Schild zeigte eine Sperrung vor der letzten Unterführung an. Als dort ein Radfahrer entgegenkam, fuhr ich auch weiter. Die Unterführung war befahrbar und der folgende Weg zur Gustav-Esche-Straße war bequem, wie noch nie. An dieser Straße bog ich rechts auf den Radweg ab.
Auf diesem ebenen, asphaltieren Weg geht das besondere Sitzgefühl auf dem Einrad verloren. Die leichten Schaukelbewegungen nach vorn und hinten fallen weg und es fühlt sich an, wie normales Fahrradfahren. Mit Beckenbewegungen kann man das Schaukeln wieder herstellen, aber das ist zusätzliche Arbeit. 
Auf der Mauer der Nahlebrücke machte ich eine kurze Pause und fuhr am Flüsschen entlang in den Wald zurück. Am Waldeingang musste ich an einem Schlammloch absteigen. Dann brauchte ich drei Versuche, bis ich wieder aufsteigen konnte, ohne dass das Rad durchdrehte. Die Fahrt bis zum Heuweg war wegen Schlamm etwas anstrengend. Zwischendurch gab es trockene Stellen, auf denen ich mich ausruhen konnte. Insgesamt war der Schlamm nicht so anstrengend, dass ich nicht ohne große Anstrengung aus der Unterführung auf den Heuweg fahren konnte.
Auf Schlamm stieß ich wieder auf der Friesenstraße zwischen Waldluft und Hans-Driesch-Straße. Diesen Weg hatte ich gewählt, um nicht wieder am umgelegten Baum absteigen zu müssen.
Nachdem ich den Wald verlassen hatte, bekam ich Böen starkem Gegenwindes. Das strengte etwas an, führte aber nicht zu Fahrtunterbrechungen.


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31.10.14

Beide Seiten des Elsterbecken

Der Feiertag Reformationstag bot eine Gelegenheit zum Einradfahren. Kurz nach 13:30 fuhr ich los. Das Wetter war ideal, 16°C und einigermaßen sonnig.
Zunächst machte ich die gleiche Tour, wie am Sonntag. Ich fuhr zu dem schönen schmalen Weg, den ich 30. März erstmals probiert hatte. Auf dem Post von damals ist ein schräger Weg zu sehen, auf dem ich damals nicht gefahren bin. Heute guckte ich ihn mir wieder an. Zum Fahren war er nicht geeignet. Schon beim Schieben ohne Last zeigte das Einrad einen Drang, nach unten wegzurutschen. Ich ging weiter, um zu sehen, was nach dem schrägen Abschnitt kommt.


So kam ich ans Ufer des Elsterbeckens. Der Weg dort sah auf den ersten Blick recht hübsch aus. Hinten ist aber schon ein Baum zu sehen, der quer über dem Weg liegt. So kehrte ich um und fuhr wie am Sonntag weiter zum Heuweg. Dort bog ich heute rechts ab, um die Brücken zu überqueren. Nachdem ich von der Nahlebrücke herunter gefahren war, hatte ich viel Schwung und wollte das Einrad abbremsen. Es reagierte nicht darauf. Schließlich musste ich nach hinten absteigen. Als Ursache des seltsamen Verhaltens des Einrads stellte sich eine dünne Schlammschicht heraus. Darauf war das Einrad trotz verlangsamter Drehung mit gleichbleibender Geschwindigkeit weitergerutscht. 

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, direkt ins Rosental zu fahren. Von der Luppebrücke aus sah ich aber, dass der Weg dicht bevölkert war und bog rechts auf den Uferweg ab. Der unbefestigte Abschnitt war heute in sehr gutem Zustand.


Am Aussichtspunkt fuhr ich vorbei auf den asphaltierten Weg. Am Ende befindet sich an der Brücke ein Platzer sich zum Üben von Kreisen und Achten eignet. Das machte ich ein Bisschen. Dieser "Elementeplatz" ist nicht so gut, wie der in Altenburg Südost vor dem Netto. Es gibt zahlreiche Unebenheiten, die wegn Bremswirkung die Kurvenlage einschränken.


Auf der Rückfahrt machte ich am Aussichtspunkt wenige Minuten Pause und genoss auf einer Bank das schöne Wetter. Dann ging es weiter. Vor dem Wehr kamen ein Mann und ein Kind auf fahrrädern entgegen. Das Kind hatte anscheinend noch kein Einrad gesehen und fragte den Mann, was das ist. 
Einer der schwierigsten Abschnitte ist die Auffahrt auf die Luppebrücke. Die klappt meistens. Heute war ich auch schon oben auf den Planken, war dort aber zum Stehen gekommen. Dabei hatte ich eine so ungünstige Pedalstellung, dass ich das Einrad nicht mehr angefahren bekam, aber auch keinen geordneten Abstieg mehr hinbekam. So kam es zu einem leichten Sturz, bei dem ich mich mit den Händen abstützen musste. Auf dem Holz war das nicht schmerzhaft und ich konnte gleich weiterfahren. Es war der erste Sturz seit mehr als zwei Jahren. Den letzten gab es im Juli 2012.
Die weitere Fahrt verlief ohne Störungen. Bei der Waldluft blieb ein älteres Paar stehen und die Frau meinte, dass ich gut fahren könne. Nach ca. 90 min beendete ich die Fahrt.

26.10.14

Sonntagnachmittag im Leipziger Auwald

An den letzten Tagen vor der Umstellung auf Winterzeit hatte ich keine Gelegenheit zum Einradfahren mehr gefunden. Das Fahren nach Feierabend ist nun für einige Monate kaum noch möglich und so müssen Sonn- und Feiertage herhalten. Der Sonntag der Zeitumstellung bot gleich eine Gelegenheit. Nach feucht-kalten Tagen zur Wochenmitte hat sich das Wetter wieder gefangen. Es war während der Fahrt zwar trübe, aber trocken und mit ca. 15°C angenehm warm.

Gegen 14:30 Uhr fuhr ich los. Auf dem Weg zum Wald durchquerte ich einige Pfützen, doch im Wald machten die Wege einen guten Eindruck. Ich fuhr wie am 30. März dieses Jahres an den Sportplätzen vorbei zur Hans-Driesch-Straße bei der Brücke über das Elsterbecken und steig dort ab, um auf einem wunderschönen schmalen Weg zurückzufahren.


Dieser Weg war mit Laub bedeckt. Das bringt immer das problem mit sich, dass unter dem Laub Steine, Wurzeln, Löcher oder andere Hinternisse stecken, die urplötzlich zum Absteigen zwingen. Auf der Hinfahrt passierte das nicht und ich konnte den schönen Weg genießen.


Die schönste Stelle ist diese Kurve. Sie ist Teil einer S-Kurve. Etwa zwischen dem Tor aus zwei Bäumen geht es kurz bergab und dann gleich in die Kurve. Auf dem Sattel fühlt sich das gut an. Rückwärts ist die Kurve nicht so schön, weil man den Huckel hochwärts fahren muss. Auf der Rückfahrt, kurz vor der Hans-Driesch-Straße fuhr ich gegen ein im Laub verstecktes Hindernis und musste absteigen.

Ich fuhr dann weiter an Elsterbecken und Nahle entlang bis zur Brücke über die Kleine Luppe. Von dort aus wollte ich weiter bis zur Gustav-Esche-Straße fahren, um nachzushen, ob die Absperrung am Flutwehr der Nahle noch besteht.

Das bedeutet relativ langes ununterbrochenes Fahren ohne viele Kurven. Das ist fast, als würde das Einrad automatisch fahren. Ich sitze auf dem Sattel und trete in die Pedalen, ansonten ist nichts zu tun. Bei dieser Fahrweise gibt es am schnellsten Druckstellen zwischen den Beinen.Vorbeugend lehnte ich mich deshalb auf den Pedalen stehend an das Geländer, um das zwischen den Beinen zu belüften. Das machte ich einige Sekunden und fuhr weiter. Die Fahrt zur Gustav-Esche-Straße war dann großenteils gleichförmig, wie erwartet. Nur vor der Heuweg-Unterführung gab es ein paar Ausweichmanöver. Trotzdem war es auf dem Sattel wunderbat bequem, bis ich die Brücke über die Nahle machte, wo ich die nächste Pause auf der Brückenmauer verbrachte (s. zweites Bild im Post vom 14. Oktober)
Nach zwei Minuten Pause fuhr ich wieder heimwärts. Ich nahm den Weg an der Nahle, wobei ich Moraststellen zu durchqueren hatte. Das Einrad driftete ein paarmal seitlich, aber nicht so sehr, dass ich hätte absteigen müssen. Einen unfreiwilligen Abstieg hatte ich nur später an der Waldluft.

Im bebauten Bereich der Friesenstraße kam Sylvia entegen, die gerade einen Spaziergang begonnen hatte. Ich ging nochmal mit und fuhr dabei nur wenig. Einradschieben ist eine unangenehme Sache. Nicht nur, dass man dabei nicht sitzt. Es ist ziemlich unangenehm für das Handgelenk.




15.10.14

Bahnstreik und dadurch mögliche Fahrt im Altenburger Stadtwald

Weil für 14 Uhr ein flächendeckender Lokführerstreik angekündigt war, fuhr ich schon mittags nach Altenburg und bekam dadurch eine unerwartete Gelegenheit, mal wieder im Altenburger Stadtwald mit dem Einrad zu fahren. Solche streikbedingten Einradfahrten hatte ich 2007/8 schon öfters gehabt.
16:30 Uhr startete ich. In den Wald kam ich, ohne verkehrsbedingt absteigen zu müssen. Im Wald waren die Wege durch herausragende Steine ziemlich holprig und nach nächtlichem Regen nass. Mit Stiefeln lässt sich so etwas gut beherrschen, aber das Fahren ist etwas anstrengend und das Geholper ist nicht sehr bequem. Ohne Schwierigkeiten, aber nicht allzu bequem kam ich bis kurz vor die Zschechwitzer Straße. An einer Baustelle lag ein Schlauch über die Straße und ich musste erstmals absteigen. Ich fuhr dann bergauf weiter bis zum Stadion und zur Zwickauer Straße, wo ich auf dem Schlagbaum eine Pause machte.

Hier probierte ich auch mal die bequeme Sitzhaltung mit über den Sattel gelegtem Bein. Weil der Balken niedriger ist, als die Brückenmauer gestern in Leipzig (s. Bild im gestrigen Post), war es schwieriger, das hinzubekommen, ich saß dann aber doch wieder recht angenehm.

Als ich wieder losfahren wollte, steckte das Rad im Schlamm. So musste ich vom Balken herunter und auf dem Weg wieder aufsteigen, um heimzufahren.



Hier war der Weg noch gut annehmbar. Ich fuhr dann aber bei der nächsten Gelegenheit aus dem Wald heraus, um auf dem Radweg an der B7n zu fahren. Dieser hat den Nachteil eines quälend langweiligen Geradeausabschnitts, war jedoch heute bequemer.


Nachdem ich auf die Paditzer Straße in Richtung Wald eingebogen war, zeigten sich interessante Wolkenformationen. Der Himmel war noch so hell, dass ich ihn gut während der Fahrt fotografieren konnte.


Auf diesem Weg begegnete ich zwei fotografierenden Frauen, die das Einradfahren "cool" fanden.

Im Wald rutschte ich mit einem lauten Geräusch seitlich von einem Stein weg und dabei schnippte der Stein ein Stück weit nach rechts. Es passiert nicht selten, dass Steine wegschnippen, wenn ich mit dem Einrad darüberfahre. Vielleicht könnte man daraus Sportarten entwickeln: Ziel- und Weitschnippen.

In Südost musste ich wieder nicht verkehrsbedingt absteigen und kam nach etwas mehr, als einer Stunde Fahrt zu Hause an.

14.10.14

21°C Mitte Oktober

In weniger als zwei Wochen wird auf Winterzeit umgestellt. Dann wird es nicht mehr möglich sein, nach Feierabend im Hellen zu fahren. Deshalb hatte ich heute eine der letzten Gelegenheiten genutzt. Das Wetter passt nicht so ganz zu dieser Jahreszeit. Mit 21°C war es kurz nach 16 Uhr noch ziemlich warm. So brauchte ich keine Jacke anzuziehen. Einziger Mangel dieses Wetters ist, dass noch stechende Insekten unterwegs sind. Wegen einem Wespenstich war der linke Unterschenkel etwas angeschwollen, wodurch ich Probleme hatte, ihn in den langen Stiefelschaft zu stecken.


Von Herbst war noch nicht viel zu spüren. Es lag nur wenig Laub auf den Wegen und die Bäume waren noch weitgehend grün. Ich fuhr an der Friesenstraße entlang in den Leipziger Auwald, dort an der Gartenanlage Waldluft vorbei zum Heuweg, durch die letzte Bahnunterführung, weiter zur Gustav-Esche-Straße und dort auf dem Radweg zu Nahlebrücke.
Die Bedingungen waren wunderbar. Das Rad lief leicht und nach zwei Wochen Unterbrechung war es sehr angenehm, wieder auf dem Sattel zu sitzen. An der Brücke machte ich auf der Mauer wie schon oft eine Pause.

Bei früheren Fahrten hatte ich die dafür bequemste Sitzhaltung herausgefunden: Das rechte Bein über den Sattel legen, den rechten Fuß auf den Reifen stellen und den linken auf die nach hinten gedrehte Pedale.
So blieb ich vier Minuten gemütlich sitzen, um danach ebenso gemütlich weiterzufahren. Für die Rückfahrt wählte ich den Weg an der Nahle. Dort geriet ich auf einen Morastabschnitt. In Erwartung weiterer solcher Abschnitte erwog ich die Umkehr. Weil es in den kommenden Monaten nicht mehr ohne Morast gehen wird, fuhr ich weiter. Nachdem ich wieder festen Boden unter dem Reifen hatte, wurden die Verhätnisse wieder gut und ich konnte wieder gemütlich und entspannt fahren.
Nach einer Stunde beendete ich die Tour.

29.9.14

Sonniger Früherbstmorgen

Die Herbstsonnenwende ist vorbei. Das Zeitfenster für Fahrten nach Feierabend neigt sich dem Ende. So müssen nun freie Tage morgens oder am frühen Nachmittag für die Einradfahrten herhalten. Ich habe jetzt ein paar Tage Urlaub und den Montag für eine kurze Fahrt in den Leipziger Auwald genutzt. Für den Nachmittag sind 26°C angesagt. Deshalb fuhr ich in der Morgenfrische kurz vor 11 Uhr los und nahm die Tour Friesenstraße - Westufer Elsterbecken/Nahle - Waldluft - Friesenstraße.


Auf dem Dammweg am Elsterbecken hatte ich die Morgensonne von hinten rechts. Das gab ein intensives Licht, das kurze Belichtungszeiten für Selfies mit dem Handy ermöglichte.




Durch die kurzen Belichtungszeiten fehlen Bewegungsunschärfen und es sieht fast aus, als würde ich stehen. Die kontrastreichen Schatten und hellen Glanzlichter lassen die Internsität des Sonnenlichts erahnen. Später machte ich im Wald noch ein Selfie unter anderen Lichtverhältnissen:

 
Hier sind die Bewegungsunschärfen sehr stark und es sieht aus, als würde ich mit hoher Geschwindigkeit fahren. Das Tempo war aber das gleiche, wie bei den anderen Bildern.

Später, am Waldrand nahe der Friesenstraße begegnete ich einer großen Kindergruppe. Die Kinder zeigten sich sehr interessiert und einige wiederholten mehrfach das Wort "Einrad". Nach etwas mehr als einer halben Stunde beendete ich die Fahrt.

16.9.14

Kurze Spätsommerabendfahrt

Abend Abend des letzten Donnerstag wurde es dunkel und blieb dann mehrere Tage so. Weltuntergang. Gestern wurde das Wetter wieder sommerlich. Heute kam ich von einer Reise zu einer Versamnmlung zurück und startete spontan kurz nach 18 Uhr noch eine kleine Einradtour in den Leipziger Auwald. Ich fuhr um Westufer von Elsterbecken und Nahle entlang, bog an der kleinen Luppe ab, überquerte das Flüsschen an der nächsten Brücke und fuhr an der Waldluft vorbei wieder zurück. Nachdem ich um 19 Uhr an der Friesenstraße dem Wald verlassen hatte, stand die Sonne schon sehr tief in Horizontnähe. Die Fahrt auf der unkomplizierten Strecke war bequem. Weil es während des Weltuntergangs trotz den Himmel verfinsternder Wolken nur wenig geregnet hatte, gab es nur wenig Schlamm.

10.9.14

Elsterbecken und Rosental

Heute hatte ich vor, mit dem Einrad ins Rosental zu fahren. Als ich bei der Fahrt durch den Leipziger Auwald bei der Hans-Driesch-Straße ankam, bemerkte ich Regentropfen. Auf der weiteren Fahrt entwickelte sich ein  Nieselregen. Deshalb änderte ich meinen Plan und bog am Heuweg links ab, um eine möglichst große Runde zwischen Heuweg und Waldluft zu drehen. Das schloss einen Reitweg ein, den ich nur ein oder zweimal gefahren war. Wie der Reitweg von gestern war auch dieser mit etwas Schlamm bedeckt und dadurch angenehm weich. Zunächst war er sehr einfach und bequem. Dann nahm die Schwierigkeit etwas zu. Nur am Rand war noch ein schmaler Streifen befahrbar. Ohne hohe Stiefel hätte ich hier wegen Brennnesseln aufgegeben. Mit den Stiefeln kam ich aber ohne große Probleme am Reiterhof an. Das Nieseln schien aufgehört zu haben.

 
Um das Wetter zu prüfen, fuhr ich wieder zum Heuweg, bog nun rechts ab und schaute auf der Brücke den Himmel an. Das Nieseln hatte aufgehört und die Bewölkung sah nicht mehr kritisch aus. Nur an den Stiefeln waren noch Tropfen als Relikte des Regens zu sehen. Ich konnte die Fahrt fortsetzen.

Vor der Brücke hielt eine Knochenzwinge. In diesem Jahr musste ich noch nie eine benutzen. Zuvor hatte ich sie viele Jahre wegen Beulen und blauer Flecken oft verflucht. 
Ich fuhr weiter  zum Elsterbecken. Von dort aus wollte ich über schmale Wege zum Rosental gelangen.


Diesen Weg hatte ich schon mehrmals benutzt. Er ist anfangs wunderschön, wird dann aber immer holpriger. Heute kam ich bis zur Auffahrt  nächsten Straße durch, ohne absteigen zu müssen. Erst die Auffahrt war dann zu steil. Ich machte eine kurze Pause und fuhr dann auf einem weiteren schmalen Weg ins Rosental. Dort kurvte ich ein Bisschen herum und fuhr dann zurück.

9.9.14

Nochmal Nahle

Wie am 19.8. wollte ich heute zum Zusammenfluss von Nahle und Luppe fahren. Nach dem Ende des damaligen Berichts hatte ich versucht, auf einem Reitweg an den Baustellen vorbeizukommen, hatte das aber abgebrochen. Der Weg war zu holprig. Heute probierte ich es wieder.


Der Weg war oberflächlich mit Schlamm bedeckt und dadurch nicht mehr so holprig. Die Schlammlöcher in der Mitte ließen sich umfahren und für oft nötige Spurwechsel reichten leichte Gesäßbewegungen. Bei solchen Verhältnissen fühlt sich das Sitzen auf dem Einrad bequemer an, als wenn es auf Asphalt geradeaus geht. Weil ich aber trotzdem hin und wieder absteigen musste, überquerte ich den Fluß nach einer Pause an der nächsten Brücke, um heimwärts auf dem rechtsluppischen Asphaltweg an der Baustelle vorbeizufahren. An der Gustav-Esche-Straße überquerte ich Luppe und Nahle wieder, um im Wald weiterzufahren. Das Gebiet zwischen Nahle und Heuweg schien von einem begrenzten Unwetter heimgesucht worden zu sein. Es lagen Äste herum und die Wege waren schlechter als sonst. Das Fahren strengte etwas mehr an, als üblich, war aber nicht schwierig.