5.5.20

Beinwell, angenehme Kälte und kaum Schauer

Heute hatte ich wieder Home Office gemacht, aber die Einradfahrt nicht in eine Pause gelegt, sondern auf den Feierabend. Das Wetter war sonnig, mit 10°C kühl und es wehte ein etwas kalter Nordwind. Kurz nach 17:15 fuhr ich los. Auf der Wetterkarte waren WetterOnline waren zwei Regenwolken zu sehen, die nacheinander von Norden heraneilten. RainToday kündigte an, dass es in einer Dreiviertelstunde regnen würde. So hatte ich vor, in die Heuweggegend zu fahren, weil man dort in Unterführungen oder unter Brücken schnell Deckung findet.



Auf dem Weg in den Auwald hatte ich den Nordwind ungefähr von vorn. Durch die häufigen Fahrten der letzten Zeit sind die Beine anscheinend etwas kräftiger geworden. Der Wind hielt jedenfalls nicht sonderlich auf. Am Bereich nahe Altlindenau waren viele Menschen unterwegs, meist joggend. Was seltsam ist, dass diese Sportart fast nur von Frauen betrieben wird. Männer begleiten gelegentlich auf dem Fahrrad. Ich fuhr an den Sportplätzen und dem Schießplatz vorbei zur Hans-Driesch-Straße. Die Blechlemminge waren dort sehr aktiv, dass ein Überqueren ohne Rettungsinsel nicht möglich war.



Ich nahm die Insel bei der Brücke und fuhr an Elsterbecken und Nahle weiter den Wolken entgegen.


Hier ist es harmloser Cumulus.


Vor dem Nahlewehr, das übrigens bei Tierfotograf*innen beliebt ist, bekam ich eine größere Wolke  zu sehen.


Am Wehr waren heute kaum Menschen zu sehen.


Hinter dem Wehr war mehr von der Wolke zu sehen. Die könnte einen kleinen Schauer geben, zog aber vorbei. Ich bog dann waldeinwärts ab, um die Brücke über die Kleine Luppe zu erreichen.

Zwischendurch stieg ich bei imposanten Pflanzen mit blauen Blüten ab. Sie waren mir in der letzten Zeit mehrfach aufgefallen.
Die größten dieser Gewächse sind mehr als kniehoch, also ungefär 60cm.
Die App PlantNet schlug Beinwell vor. Evtl. sind die blauen Pflanzen, die ich vorgestern am Heuweg beiläufig (oder besser beifährig) beobachtet hatte, kein Lungenkraut, sondern auch Beinwell.



Wenig später war ich um 18 Uhr dann an der Gustav-Esche-Straße. Um diese Zeit hätte es in Altlindenau regnen sollen. Hier schien die Sonne.


Der Parkplatz war leer, wie wochentags vor Corona. 

Eine Kompass-App zeigt die Koordinaten. Die Koordinaten stimmen mit den 51.367389, 12.314027 aus der OpenStreetMap geschätzt (Umrechnung Dezimalbruchteile in ' und ") halbwegs überein. Nur das Satellitenbild ist völlig falsch. Es zeigt Altenburg. Ursache ist ein Funkloch. Wahrscheinlich hatte die App sich das letzte Satellitenbild gemerkt. Es stammt wahrscheinlich von der Auskundung für den Beobachtungsplatz für den Merkurtransit vom 11.11.2019. Wir hatten diesen dort beobachtet. Die Auskundung war nötig gewesen, weil der Transit bei Sonnenuntergang noch nicht zu Ende war und freie Sicht zu der Stelle nötig war, wo die Sonne untergeht.

Das Unterlegen von Satellitenbildern ist sonst praktisch zur Dokumentation, wo man gewesen ist und in welche Richtung man orientiert war.
Man kann auch ein Beweisfoto unterlegen, dass man da war. Ist zwar nicht fälschungssicher, aber wenigstens plausibel. Einradfahren ist schön bequem und es dauert nicht lange, um diesen Ort zu erreichen.
Ein Blick auf das Wetterradar von WetterOnline zeigte, dass die erste Schauerwolke knapp nordöstlich vorbeizog. Die nächste sollte in 50 Minuten da sein. Das gab noch Platz für eine kurze Fahrt in die Burgaue und den Heimweg.

Ich fuhr den Nebeweg zum Kilometerweg mit der Brücke 51.3633, 12.3016, kehrte an der nächsten Kreuzung um und fuhr auf dem Kilometerweg zurück zu Nahle.
Dort machte ich nochmal eine Pause. Die Sonne schien.



Sollte das die Regenwolke sein?

Gestern hatte es fast den ganzen Tag leicht geregnet. Dadurch waren die Stiefel nicht verstaubt und es spiegelten sich daran der zenitnahe blaue Himmel und an den Biegungen die weiß leuchtenden Teile der Wolke. Weitere Wetterinfos gab es nun  nicht, weil beide Apps nun im Funkloch versagten. So machte ich mich zügig auf den Heimweg.



Einen Stopp musste ich zum Überqueren der Hans-Driesch-Straße machen. Die vorgestern beobachtete Andeutung zum Niedergang des Bärlauchs setzt sich fort.


An der Friesenstraße sah ich noch eine Wolke, die wahrscheinlich westlich von Altlindenau etwas abgeregnet hatte.Nach anderthalb Stunden war die Fahrt zu Ende.

3.5.20

Wetterumschwung

Eine häufig vorkommende Wetterentwicklung ist, dass es in der in der zweiten Aprilhälfte bei Ostwind lange wolkenlos und trocken ist (Tschernobyl-Wetter). Um den 1.Mai herum ändert sich die Wetterlage schnell und es wird bei Westwind feucht und kühl. So war es auch 2020. Am 28.April gab es einen ersten, schwachen Schauer. Am 1. und 2. Mai regnete es mehr. Am heutigen Sonntag, dem 3.Mai regnete es in der Mittagszeit. So verließ ich erst 13:45 das Haus mit dem Einrad. Die sonst zuverlässige App Rain Today hatte keinen Regen in absehbarer Zeit angezeigt. Doch kaum sah ich auf dem Sattel, begann es zu tröpfeln. Es störte zunächst noch nicht weiter.

Die nun feuchten Wege fühlten sich nicht mehr so sandig an. Das Fahrgeräusch war nicht mehr so knirschend und das Einrad ließ sich sehr gut fahren.



Ich fuhr den Weg an den Sportplätzen vorbei über die Kleine Luppe zur Hans-Driesch-Straße. Kurz vor dieser wurde der Regen stärker und ich stieg ab und wartete unter einem Baum. Der Bärlauch-"Schnee" hat jetzt seine internsivste Phase.


Bald wird es damit vorbei sein. Es sind schon gelbe Blätter zu sehen. Die verschwinden dann ziemlich schnell und machen Brennnesseln Platz.

Nach Ende des Schauers stieg ich wieder auf. Auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße überquerte ich wieder die Kleine Luppe, fuhr zum Heuweg, am Güterring weiter zur Nahle und zur Gustav-Esche-Straße. Dort ließ ich die übliche Pause auf der Brücke weg und fuhr auf dem Radweg zum Heuweg.

Auch der Heuweg war heute nicht mehr so holprig und angenehm zu fahren.

In den letzten Tagen ist mir eine Pflanze mit blauen oder lila Blüten aufgefallen. Ein Foto während der Fahrt habe ich nicht so richtig hinbekommen. Es könnte sich um Lungenkraut handeln.

Anmerkung vom 7.5.20: Bei den nächsten beiden Fahrten zeigte sich, dass es sich wahrscheinlich um Beinwell handelt.



Wenig später bog ich auf den Weg zur Gartenanlage Waldluft ab. Das Laub ist nun sehr dicht geworden. In künftigen Tagen mit Sonnenschein wird es Schatten spenden.


Die Wege sind nicht gleichmäßig befeuchtet, was an diesem Fleckenmuster erkennbar ist. Von hier bis zum Parkplatz vor der Waldluft ist es nicht mehr weit. Dieser Parkplatz war in der Trockenzeit eine der schlimmsten Wühlstellen. Heute ließ es sich dort passabel fahren.


Auf dem unbefestigten Stück der Friesenstraße zur Hans-Driesch-Straße waren wieder Regentropfen zu spüren. Der nächste Schauer zog auf.



Nach dem Überqueren der Hans-Driesch-Straße versuchte ich, den Schauer unter einem Baum abzuwarten. Die App zeigte an, wie lange es noch regnen sollte. Am Ende dieser Zeit ließ der Regen nach und ich stieg wieder auf. Doch manche Wolken regnen an der Kante nochmal kräftig los. So war es auch bei dieser Wolke. Obwohl es schon hell wurde, drehte der Regen nochmal auf. Doch nun war der Weg nicht mehr weit. Gegen 15 Uhr beendete ich die Fahrt.

27.4.20

Montag Mittag in die Burgaue

In dieser Woche habe ich Urlaub. Wir wollten nach Hiddensee, doch wegen Corona ist nichts daraus geworden. Immerhin ist so mehr Zeit für mittägliche Touren mit dem Einrad, als bei Home Office. Als ich 12:45 losfuhr, zeigte das Thermometer 18°C. Am fast wolkenlosen Himmel glühte die Sonne. Deshalb wählte ich eine schattige Tour bis zum Nahleparkplatz: Gottge - Waldluft - Heuweg - Nahleufer. Am Nahleufer schwirrten viele kleine, schwarze Libellen herum. Einige stießen mit mir zusammen. Diese Tiere hatte ich schon gestern beobachtet. Auch voriges Jahr waren sie da, die Blauflügel-Prachtlibellen.



Hinwärts ließ ich die übliche Pause auf der Brückenmauer beim Nahleparkplatz aus und fuhr gleich auf dem Kilometerweg in die Parkaue hinein und dann auf den schönen Nebenweg mit der Brücke 51.3633, 12.3016. Dort holte ich die Pause nach.
Wegen der Sonneneinstrahlung hatte ich heute mal wieder die luftigen USG-Stiefel an. So wurde es nicht unangenehm warm an Waden und Füßen. Allerdings ist auf den immer mehr versandenden Wegen das Fahren für die Fußgelenke anstrengender. Positiv kann man das als Training für die Fußgelenke sehen.
Ich fuhr dann weiter bis zu einer großen Gabelung, auf der es sich leicht wenden lässt und fuhr zurück zum Nahleparkplatz.

Einradfahren ist in diesen Tagen eine staubige Angelegenheit. Ich fuhr dann ohne besondere Vorkommnisse weiter heimwärts.
An der Hans-Driesch-Straße war zu sehen, dass der Ahorn blüht. Als Kinder hatten wir mit diesen Blüten die Nasen verlängert. Von einem erhöhten Punkt aus fallengelassen sinken sie wie Hubschrauber langsam zu Boden.

Wenig später, 14:08, beendete ich die Fahrt.

26.4.20

Der Wald als impressionistischer Maler

Für den Sonntagnachmittag waren bewölkter Himmel und 16°C angesagt, sehr gutes Einradwetter. Als ich kurz vor 13 Uhr mit dem Einrad losfuhr, war es geringfügig anders, 5/8 Cumulusbewölkung und 18°C. Immer noch schönes Tourenwetter. Ich hatte vor, erstmal zum Nahleparkplatz zu fahren und dann weiter zu sehen. Zum Heuweg hin nahm ich die Route mit den zwei Brücken über die Kleine Luppe, an den Sportplätzen vorbei.


Der schmale Weg vom Schießstand zur Hans-Driesch-Straße sah aus, wie von einem impressionistischen Maler gemalt. Für diesen Eindruck sorgten die Bärlauchblüten und die Schattenflecken auf dem Weg. Gestern hatte ich geschrieben, dass diese Schattenflecken das Erkennen von Hindernissen beeinträchtigen. Dieser Weg ist aber zur Zeit frei von irgendwelchen Stolperfallen.


Blick zur Seite auf das Blütenmeer


Gleich endet der Weg an der Hans-Driesch-Straße. Die weitere Fahrt zum Nahleparkplatz verlief ohne Besonderheiten. Als ich nach ca. einer halben Stunde Fahrt dort ankam, war die Bewölkung noch etwas zurückgegangen. So zog ich es vor, in die schattige Burgaue zu fahren.Eingangs fuhr ich den ersten, kurzen Reitweg der Tour vom Ostermontag. Das ging diesmal lockerer. Damals hatte ich keine anderen Stiefel an. Evtl. ist durch die häufigen Fahrten die Fitness etwas besser beworden.

Auf der Brücke 51.3633, 12.3016 machte ich eine kurze Pause und fuhr weiter zu den (nicht dem!) Lachen an der Waldspitze. Unterwegs sah ich eine Forscherin, die in einer der Lachen mit einem Kescher irgend etwas fing. So eine Beschäftigung erfordert wohl eine große Härte beim Aushalten von Mückenstichen.



An der letzten Lache stieg ich ab und kehrte danach um.


Auf dem Rückweg wolltre ich einen der abzweigenden schmalen Wege probieren. Der den ich nahm, hatte eine Schanze eingebaut. Gebirgsradler nutzen solche Schanzen für Sprünge. Ich ließ das lieber. Bevor ich wieder aufstieg, machte ich zwei Fotos vom Bärlauch-Impressionismus. Hier mit Bruchholz im Vordergrund.


Die oberen weißen Blüten sind von einer Schlehe.


Wenige Minuten später hatte ich die Burgaue verlassen und machte eine Pause auf der Brückenmauer. Wegen der prallen Sonne machte ich die Pause nur kurz und fuhr weiter zum Heuweg. Dort kamen große Mengen an Radfahrer*innen entgegen, meistens Familien. Wahrscheinlich wollten sie alle zur Luppe.

Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten. An der Hans-Driesch-Straße war Ahorn mit Bärlauchblüten zu sehen. Der Ahorn verdrängt allmählich die Stileiche.

Die heutige Fahrt dauerte 140 Minuten.

25.4.20

Schlosspark Lützschena und die Herkunft des Sterni

Heute früh kam über das Gesichtsbuch die bisher lustigste Verschwörungstheorie zu Corona rein. Corona hatte in den letzten Wochen großen Einfluss auf meine Einradfahrerei. Einerseits hatte ich deutlich mehr Fahrten als üblich gemacht, andererseits waren manche Wege nicht sinnvoll zu befahren, weil viele Menschen unterwegs waren. Heute spekulierte ich darauf, dass die umstrittene Aufweichung des Lockdown Leute in die Einzelhandelsgeschäfte < 800m2 locken würde und nahm mir eine längere Tour vor.

Auch hatte sich das Wetter in der Nacht zum Freitag geändert. Wir bekamen Westwind und mit der prallen Sonne war es vorbei. Bei bewölktem Himmel und 12°C war bestes Einradwetter, als ich um 13 Uhr losfuhr. Auf dem Weg zum Wald begegneten mir tatsächlich nur wenige Leute. Gegenwind störte geringfügig. Mehr störte der feinkörnige Untergrund, auf dem das Rad schlecht rollte.




Im Wald fuhr es sich angenehmer. Die Bewölkung bewirkte eine bessere Sicht. Bei hochstehender Sonne war in den vergangenen Tagen immer ein Licht-Schatten-Muster entstanden, das die Wahrnehmung von Hindernissen in Form von Schlaglöchern, Steinen oder Wurzeln erschwerte. Heute waren die Hindernisse leicht von weitem zu erkennen. Hier bin ich noch auf dem unbefestigten letzten Stück der Friesenstraße.



Das Bärlauchblütenmeer ist noch dichter geworden. Auf große Entfernung erschien es wie Schnee. Außer wenigen Joggerinnen - joggende Männer sind vergleichsweise selten - und Menschen die Hunde ausführten, war kaum jemand im Wald. Nach dem Abbiegen auf den Heuweg traf ich auf eine größere Familie, die sich sehr für das Einrad interessierte. Dann waren nur noch wenige Menschen zu sehen. Die Spekulation mit dem Einzelhandel ging auf. Ich fuhr durch die die erste Bahnunterführung und weiter zur Nahle. Es war wie an einem Tag ohne Corona und ich kam schnell voran. Auf dem Nahleparkplatz sah es auch ruhig aus. So waren die Bedingungen gut für eine eine Fahrt auf dem Deichweg am Nordufer der Luppe.



Heute fuhr ich an der Gustav-Esche-Straße über die Luppe an dann auf dem Deich westwärts. Auf dem Bild sind im Vordergrund die Luppe und dahinter das Nahleauslassbauwerk zu sehen. Meistens fahre ich von dort an die Luppe heran. Am rechten Bildrand fließen Luppe und Nahle zusammen.



Blick voraus. Ich hatte jetzt zwei Varianten zur Auswahl, weit in Richtung Schkeuditz zu fahren oder in den Schlosspark Lützschena abzubiegen. Wegen Gegenwind entschied ich mich für den Schlosspark.




Bald waren die Bäume des Parks und die Einfahrt zu sehen. Die Einfahrt in den Park ist sehr schön. Links- und Rechtskurven wechseln sich ab. Die wechselnde Gewichtsverlagerung von einer Seite auf die andere fühlt sich auf dem Sattel angenehm an. Dabei sind die Kurven geschwungen. Nie muss man um die Ecke fahren. Wie auf vielen Auwaldwegen war es allerdings heute etwas holprig. Mit dem Black Forrest Stiefeln waren sie trotzdem gut zu fahren.


Der Zugang zum Parkinnern ist mit einem Zwinger aus zwei Geländern geschützt, an dem ich absteigen musste. Vor dem Losfahren auf der Brücke 51.375121, 12.286041 machte ich Fotos.




Blick nach Osten, Richtung Leipzig



Richtung Westen



Der nächste Graben war mit Entengrütze bedeckt.


Die Brücke 51.375279, 12.284721 führt darüber.
An diesem interessanten Baum vorbei fuhr ich zum Teich mit dem Pavillon.
Ich drehte eine Runde um den Pavillon und fuhr dann wieder zurück.

Der Park enthält viele interessante Bau- und Kunstwerke. Manche hatte ich auf früheren Fahrten fotografiert, z.B. im Juli und August 2016.



Die vorangegangene Aufnahme hatte ich abgesessen gemacht. Das bot Gelegenheit, eine Bärlauchblüte aus der Nähe zu fotografieren.

Inzwischen war auch die Sonne wieder rausgekommen, doch Überhitzung drohte nicht. Der Himmel blieb zu Hälfte bewölkt.


Es lohnte sich nicht, wieder aufzusteigen, weil der Geländerzwinger am Parkeingang nicht mehr weit weg war. Auf einem Baumstamm machte ich eine kurze Pause.




Bei der Brücke befindet sich diese Infotafel mit Karte. Der Park wurde von Maximilian Speck von Sternburg in die heutige englische Form umgestaltet. Daher hat Sternburg Bier seinen Namen. Es wurde früher in Lützschena gebraut. Das Sterni ist heute besonders bei Punks und anderen anarchistischen Kulturen beliebt. Die adlige Herkunft des Namens spielt dabei keine Rolle.


Im Bereich der Brücke zeigt sich ein Pflanzengemisch. Links oben blüht eine Miere, rechts oben Bärlauch und unten blühen Goldnesseln. Dazwischen steht ein kleiner Ahorn.

Auf dem Rückweg fuhr ich dann durch die Burgaue und näherte mich auf diesem Weg dem Nahleparkplatz. Meinen üblichen Pausenplatz hatten vier ältere Wandererinnen belegt. Ich setzte mich im Corona-Sicherheitsabstand daneben. Eine der Frauen sagte, dass sie hier warten würden um mich fahren zu sehen. So machte ich die Pause kurz und fuhr weiter. Bei der Waldluft zeigte sich ein Kind fasziniert vom Einrad und rief mehrmals: "Der fährt auf einem Rad!"

Die weitere Heimfahrt verlief ohne Besonderheiten. Nach insgesamt zwei Stunden beendete ich die Tour.


23.4.20

Staubiger Auwald und Knoblauchsraukenernte

Das trockene, wolkenlose Wetter hielt an den letzten Tagen an. Heute nutzte ich wieder eine Pause im Home Office für eine kurze Einradfahrt. 13 Uhr ging es los.
Der Auwald ist eigentlich ein Feuchtgebiet, doch die Waldwege sind staubtrocken. Das macht sich an knirschenden Fahrgeräuschen bemerkbar und daran, dass sich das Rad beim Aufsteigen leicht verdreht oder es in Kurven zum seitlichen Wegrutschen kommt. Ich hatte das schonmal als Trockenschlamm beschrieben.

Ich fuhr zur Brücke über die Kleine Luppe bei 51.345504, 12.336171 und machte dort eine kurze Pause. Zur Sommerzeit ist 13 Uhr Mittag. Die Tagundnachtgleiche ist nun schon einen Monat her und die hochstehende Sonne wirft kurze aber kontrastreiche Schatten.

Ich fuhr dann noch weiter zum Schießstand und kehrte dort um.



An den Wegesrändern ist die Vegetation trotz der Trockenheit üppig.



Der Bärlauch dominiert den Waldboden. Die weißen Blüten erinnern etwas an Schnee.



Dieses Bild ist weder eine Nahaufnahme, noch ein Ausschnitt. Hier habe ich mit Zoom vom fahrenden Einrad herunter fotografiert. Die Qualität ist deshalb nicht berauschend, aber die Struktur der Blüten ist gut zu erkennen.


Einradfahren ist für mich fast immer ein Selbstzweck. Von A nach B habe ich damit selten etwas transportiert. In einem Fall war es mal ein Brief. Heute hatte ich die Aufgabe, Knoblauchsrauke für einen Salat mitzubringen. Also pflückte ich ein paar Pflanzen und nahm sie mit.

Am Waldrand könnte man schon fast mit dem Mähdrescher ernten. ;-)

Wenig später beendete ich die ca. halbstündige Tour.