Heute machte ich wieder Home Office und nutzte die durch entstandene Gelegenheit zum Einradfahren in einer Pause. Gestern waren nachmittags die Temperaturen über 20°C gestiegen. Als ich vormittags 10:25 Uhr losfuhr, war es noch angenehm kühl und Einradfahren mit Stiefeln war angenehm. Und ich hatte vor, das Pausenprogramm vom 3.4. mit den neuen Stiefeln zu wiederholen.Wie am letzten Freitag waren noch wenige Leute im Wald unterwegs. Hauptsächlich waren es welche mit Hunden oder Kinderwagen.
Ich fuhr ohne erwähnenswerte Vorkommnisse auf das Wegedreieck im Waldstück Gottge und bog dort zum Huckel ab. Im letzten Post hatte ich geschrieben, dass die neuen Stiefel etwas für Fahrten zum Entspannen und Wohlfühlen sind. Der Huckel selbst ist noch etwas zum Wohlfühlen, nur das Stück vom Wegedreieck dorthin zur Zeit nicht. Es ist sehr holprig. Selbst mit den steiferen Black Forrest Stiefeln war es zuletzt beschwerlich. Mit etwas Anstrengung kam ich bis zum Huckel durch.
Der Huckel liegt bei 51.3475, 12.3282. Hier ist die Rückseite zu sehen. Hier ist er flacher und bei Trockenheit problemlos zu fahren. Man muss nur ein wenig lenken. Bergauf eine leichte Linkskurve und auf der Kuppe geht es nach rechts. Einen ersten Test machte ich ohne Kamera. Die Fahrt über den Huckel fühlte sich auch mit weichen Stiefeln gut an.
Dann stellte ich das Handy an der selben Stelle auf, wie am Freitag, allerding mehr nach rechts gedreht und ging zum Einrad.
Wenig später kam ich auf diesem sitzend zurück.
Hier beginne ich schon den Abstieg.
Dann versuchte ich, eine Abfahrt von vorn aufzunehmen, zunächst mit Normalbrennweite. Die Brennweite erwies sich als zu lang.
Ich gehe mit dem Einrad über den Huckel zur Startposition.
Nun nähere ich mich der Kuppe.
Auf der Kuppe muss ich die Rechtskurve einleiten.
Hier muss ich an den Steinen vorbei auf den holperfreien Randstreifen kommen.
Mit einem Einrad ist das ziemlich unproblematisch. Das Lenken geht aus dem Bauch heraus und mit mit guten Stiefeln ist die Pedalführung leicht.
Nun ist die Brennweite zu lang und es ist nur noch ein Teil von mir zu sehen.
Mit dem Weitwinkel klappte es dann besser.
Also zum vierten mal über den Huckel gehen ...
... und nochmal drüberfahren.
Leicht zurückgelehnt geht es wieder auf dem ebenen Randstreifen abwärts.
Nachdem ich mit den Aufnahmen fertig war, fuhr ich noch ein fünftes mal über den Huckel um Anlauf für das Geholper zu nehmen. Mit weichen Stiefeln fahre ich langsamer, als mit steiferen. Eine ähnliche Beobachtung hatte ich 2011 schon in Altenburg gemacht. Das stört nicht, nur bei sehr holprigen Strecken sind die Reserven geringer. Ich kam aber wieder durch. Die Stiefel sind für die Waldwege nicht zu weich.
Weil das Angebot an Gummireitstiefeln Gr. 46 in den letzten Jahren stark abgenommen hat, kaufte ich im Jahr 2018 ein Paar USG Happy Boot. Wegen der kurzen, engen Schäfte habe ich sie nicht oft benutzt und als Reservestiefel betrachtet. Vor kurzem fand ich heraus, dass es auch eine Weitschaftversion gibt. Die habe ich nun da. Auf dem Bild ist der Größenunterschied zu sehen. Schön ist, dass die Schäfte auch etwas höher sind. Das Design ist auch etwas verändert. Anstatt mattgrau ist die Oberfläche nun fast schwarz und glänzt mehr. Auch die Form des Fußteils ist etwas geändert. So sehen die Stiefel nach meinem Geschmack sehr gut aus.
Sie sind sehr bequem und man kann gut damit gehen. Sohlen und Schäfte sind sehr flexibel. Auf dem Einrad sind dagegen steifere Schäfte von Vorteil, wenn es holprig wird.
Um Corona-bedingte Menschenstaus auf Waldwegen zu meiden, fuhr ich gegen 10 Uhr los. Das Aufsteigen mit den neuen Stiefeln war nicht ganz so einfach, weil das Profil das Zurechtrücken des linken Stiefels erschwerte. Als das Einrad dann vorwärts fuhr, saß ich sofort entspannt und fühlte mich mit den Beinen in den Stiefeln wohl. Das Bisschen mehr Schaft als bei den Reservestiefeln macht etwas aus.
Wie erhofft, waren zunächst noch keine Menschenmassen anzutreffen. So kam ich leicht und bequem zur Hans-Driesch-Straße, machte an der Absperrung eine Pause und war mit den Stiefeln sehr zufrieden.
Die Fahrt zur Waldluft verlief entspannt. Ich konnte die Arme locker herunterhängen lassen und trieb das Einrad mit leichtem Tritt langsam voran. Zwischen Waldluft und Heuweg wurde es holpriger. Auf dem Heuweg näherte ich mich der riskantesten Stelle, der Heuwegunterführung. Weil ich mit den Stiefeln sehr gut zurechtkam, fuhr ich damit gleich am ersten Tag runter, ohne vorher irgendwie dafür zu üben. Es klappte auch wunderbar.
Auf der anderen Seite der Bahnlinie nahm die Menschendichte deutlich zu, bereitete aber noch keine Probleme. So kam ich ohne Schwierigkeiten an der Gustav-Esche-Straße an und machte eine Pause auf der Brückenmauer.
Bei sehr mildem Wetter war die Pause gemütlich. Gegenüber war der Parkplatz schon gefüllt und es herrschte Gewusel. Das Haupteinfallstor in den Auwald war jetzt die Gustav-Esche-Straße. Von der Friesenstraße her war zuvor kaum jemand gekommen.
Wenig später saß ich wieder auf und überquerte die Straße. Weit kam ich dann nicht. Am engen Durchlass neben der Absperrung begegneten sich Reiter und Radfahrer. Ich wollte über den Schotter vorbeifahren. Mit steiferen Stiefelschäften hatte das vielleicht geklappt.
Das Gewimmel zog vorwiegend in den Kilometerweg. Der weitere Weg an der Nahle entlang war wieder weniger frequentiert. Das ermöglichte, einen Aufstieg mit den neuen Stiefeln am Nahleauslasswerk aufzunehmen.
Das Aufsteigen wird hier dadurch erschwert, dass der Weg zum Wald hin ein Gefälle hat. Für das Bauwerk hat das auch Sinn, damit alles Wasser in den Wald ablaufen kann. Beim Aufsteigen auf das Einrad gibt das Problem, dass das Einrad nach unten will, besonders, wenn ich wegen Sohlenprofil etwas pendeln muss. Dieser Aufstieg ging ohne viel Pendelei ab. Dazu ein paar Details:
Gleich geht es los.
Der linke Fuß hebt ab.
Der Stiefel ist über der Pedale. Bis hierher ist alles in Ordnung.
Dann treffe ich die Pedale auf der Kante.
Folglich setze ich mit der Stiefelspitze auf.
Im Pendeln ist das kein Problem, allerdings stört das Gefälle.
Zur Mitte des ersten Zurückpendelns steht der Stiefel noch ungünstig auf der Pedale.
Hier ist es noch nicht besser und das Rad ist auch noch verdreht.
Beim zweiten Vorpendeln kommt das Einrad wieder in die richtige Richtung.
Das Rückpendeln bringt mich in eine gute Anfahrlage. Auch wenn der linke Fuß noch nicht richtig steht, fahre ich los.
Nun ist der Fuß auch in einer Position, mit der sich fahren lässt.
Diese Aufnahme wäre beinahe schiefgegangen, weil Sekundenbruchteile nach dem Stehen ein Kind mit einem Elektromotorrad durchs Bild fuhr.
Anbremsen
Die maximale Bremswirkung, wenn ich mich am weitesten zurücklehne. Hier ist das nur wenig. Ich war nicht schnell gefahren.
Der linke Fuß entfernt sich von der Pedale. Die Biegsamkeit der Sohle zeigt sich hier schon.
Das geht noch weiter. Hier wird die Gehfalte gebogen, während der Schaft darüber nicht geknautscht wird.
Schließlich berühre ich mit den Zehen den Boden.
Ich hatte noch etwas Zeit und deshalb vor, westlich vom Bauwerk in die Burgaue zu fahren. Dazu musste ich wieder aufsteigen. Nun verlief das seitliche Gefälle entgegensetzt und ich brauchte vier Versuche, um wegzukommen.
Belohnt wurde ich in der Burgaue mit wunderschön zufahrenden Waldwegen. Hier bin ich an der Brücke über den Bauerngraben (51.3661,12.2965).
Wenig später erreichte ich auf einem Nebenweg des Kilometerweges die Brücke 51.3633, 12.3016.
Die große Öffnung wird diese Stiefel für Winterfahrten prädestinieren, weil sich eine drübergezogene Hose wahrscheinlich gut reinstecken lässt.
Ich fuhr dann langsam auf diesem Weg weiter. Das Einrad fuhr so ruhig, dass ich Bilder ohne Verwackelungsunschärfen machen konnte. Wenig später überholte ich Nordic Walkerinnen. Eine sagte, dass ihr Sohn auch ein Einrad hat.
Bald näherte ich mich wieder dem gut gefüllten Parkplatz Nahlebrücke. Die weitere Heimfahrt verlief ohne Besonderheiten.
Nach etwas weniger als zwei Stunden erreichte ich den Waldrand an der Friesenstraße und musste nicht mehr verkehrsbedingt absteigen.
Das letzte Bild zeigt nochmal die Flexibilität der Sohlen. Diese Stiefel sind für Fahrten interessant, wo es um Entspannung und Wohlfühlen geht. Die Black Forrest sind wegen der steiferen Schäfte besser, wenn ich vorwiegend holprige Strecken fahren will.
Wie gestern angedacht, machte ich heute beim Homeoffice eine längere Mittagspause und nutzte sie zu einer Einradfahrt. Die Erwartung, dass sich weniger Menschenmassen im Wald befinden, als nachmittags, bestätigte sich. Zwar gab es am Stadtrand ein mitteldeutsches Blechlemmingtreffen, aber im Wald hielten sich nur wenige Menschen auf. So entfielen extreme Langsamfahrten, Ausweichmanöver und Notabstiege.
Das Wegedreieck in der Gottge hat einen Abzweig, der zu einem kleinen Huckel führt. Fotos aus Videosequenzen hatten dort mit den bisherigen Handys keine guten Ergebnisse gebracht. Die Lichtverhältnisse sind nicht die besten. Heute wollte ich mal ein Samsung S20 Ultra dort testen. Das ist ähnlich wie das Huawei P30, fast so gut, wie eine richtige Kamera.
Der Weg zum Huckel war beschwerlich. Durch Rillen war er sehr holprig, ähnlich die holprigen Reitwege, von denen ich zuletzt berichtet hatte. Ich nehme an, dass der Übergang vom SchleWaZ (Regenzeit Februar bis Anfang März) zum trocken-kalten Wetter danach zu abrupt verlief. So sind Hufabdrücke und Reifenspuren ausgehärtet. Die extreme Leichtigkeit des Fahrens, von der ich am 27.3. berichtet hatte, bezog sich auf die Burgaue.
Kurz vor dem Huckel lief ein kleiner brauner Hund über den Weg. Ihm folgte später eine Frau. Die Frau war sehr neugierig wegen des Versuchs, die Abfahrt vom Huckel mit dem Handy aufzunehmen. Frau und Hund hielten aber die Strecke frei und störten den weiteren Ablauf nicht.
Nach dem Aufstellen des Handys gehe ich zum ersten Versuch los.
Dann nehme ich das Rad mit auf den Huckel.
Nun komme ich auf dem Sattel sitzend zurück. Auf der Kuppe des Huckels muss man eine Kurve fahren. Deshalb habe ich die Arme abgespreizt.
Nun geht es runter. Dei Bilder sind wohl doch die bisher besten von dieser Stelle.
Die Sattelstütze ist leicht nach hinten geneigt. Sonderliches Bremsen durch Gegentreten ist jedoch nicht nötig. Schwieriger ist dagegen die Heuwegunterführung.
Das S20 Ultra hat drei Kameras. Ich hatte zunächst den Weitwinkel benutzt. Das Einrad mit mir drauf ist nur auf einem kleinen Bildausschnitt zu sehen. Zu sehen ist auch die neugierige Frau. Sie war hilfreich beim Ausrichten der Bilder. Auf Bäume kann man sich nicht unbedingt verlassen. Die Neigung beträgt 10°. Die weißen Ecken an manchen Bildern entstanden beim Zurechtdrehen.
Das Durchfahren des Bildefeldes dauert eine Dreivierteldrehung des Rades.
Einen zweiten Versuch machte ich mit der Funktion Single Take, die Videos und Fotos gleichzeitig macht. Das Ergebnis waren ein paar bewegte und unbewegte Bilder von Kräutern am Waldboden.
Dann nahm ich noch ein Video mit der mittleren Brennweite auf. Das Bildfeld ist nun deutlich besser ausgenutzt.
Hier komme ich fahrend ins Bildfeld.
Die Bilder sind jetzt von besserer Qualität.
Der Stiefel ist hier ohne Bewegungsunschärfen abgebildet. Das hatte ich bisher an diesem Huckel noch nicht.
Um nicht wieder ins kräftezehrende Geholper zu müssen, fuhr ich weiter zur Hans-Driesch-Straße. Die Strecke fuhr sich ziemlich angenehm. Die weitere Heimfahrt verlief ohne Besonderheiten. An Homeoffice-Tagen werde ich diese Mittagsvariante wohl noch wiederholen.
Wie gestern begann ich um 16:30 Uhr eine Fahrt mit dem Einrad in den Leipziger Auwald. Wetterbedingungen und Bodenverhältnisse waren wie gestern. Lediglich das Corona-bedingte Gewimmel hatte deutlich zugenommen.
Im Walddreieck Gottge bog ich von der Friesenstraße auf einen Querweg ab, um das Gelände im Zickzack zu fahren. Bald kam eine Radfahrerin mit einer Rikscha entgegen, in der zwei Kinder nebeneinander saßen. Das Gefährt beanspruchte die volle Wegbreite und ich musste absteigen. Nachdem ich wieder aufgestiegen war, wurde der Weg holprig.
Wenig später kam ich an der Hans-Driesch-Straße an. Drüben stieg ich wieder auf und nach wenigen Metern bestätigte sich die These, dass Kinder sich oft nach Murphys Gesetzen bewegen. Das heißt, sich zum ungünstigst möglichen Zeitpunkt in die ungünstigst mögliche Richtung bewegen. Ich näherte mich von der einen Seite der Schranke und zwei Kinder auf Fahrrädern von der anderen. Es passte eigentlich so, dass ich zuerst neben der Schranke durchfahren konnte und genügend Zeit zum Ausweichen bleiben sollte, bis die Kinder durchfahren würden. Eines der Kinder schlug aber einen Murphy-Kurs ein und fuhr auf die Schranke zu. So musste ich seitlich absteigen.
Später wollte ich vom Heuweg wieder in die Unterführung abbiegen und dann am Güterring weiterfahren. Die Unterführung wurde aber stark frequentiert und so fuhr ich weiter und bog später links auf einen Reitweg ab. Der war durch die Hufabdrücke holprig und dadurch anstrengend zu fahren. Allerdings gab es keine Hindernisse, die ein Absteigen erzwangen.
Das Gewusel hat den Vorteil, dass ich zunehmend entspannt langsam fahren kann. Die meisten Leute waren auch gut drauf und einige machten schmeichelnde Bemerkungen.
Auf dem Rückweg musste ich nochmal einem Kind ausweichen, das eine astreine murphysche Bewegung vollführte. Zwischen dem Kind und einem Hund blieb allerdings noch genügend Platz für sicheres Ausweichen.
Außerhalb des Waldes hatte es dann keinen Sinn mehr, zu fahren. Die Menschendichte war zu groß. Zwar bewegten sich die Paare und Familienverbände in einer Richtung kohärent mit Sicherheitsabstand, aber es gab die Gegenströmung und so bildeten sich oft Klumpen.
Das Home Office lässt es zu, vormittags oder mittags eine längere Pause einzulegen, wenn das nicht mit einer Telefonkonferenz kollidiert. Vielleicht werde ich das in der nächsten Zeit ausnutzen. Ansonsten begünstigt Corona das Einradfahren. Die letzten vier Fahrten inklusive dieser wären wegen Veranstaltungen nicht möglich gewesen.
Heute machte ich Home Office. Dadurch entfiel der Rückweg vom Büro und es ergab sich Zeit für eine Einradfahrt vor dem Abendessen. Kurz nach 16:30 fuhr ich los. Der Himmel war wolkenlos. Die 7°C fühlten sich nicht kalt an, weil kaum Wind wehte. Ich fuhr wieder in Richtung Nahlebrücke der Gustav-Esche-Straße. Auf den Wegen war wieder viel Bevölkerung unterwegs. Auch sonst waren die Bedingungen mit den letzten beiden Fahrten vergleichbar.
Zum Heuweg nahm ich zur Abkürzung einen schmalen Reitweg. Der ließ sich zunächst schön fahren, bis ich vor Bruchholz absteigen musste. Bis zur Brücke des Güterringes verlief die Fahrt ohne Besonderheiten. Dann bog ich auf einen Reitweg ab. Der war wegen der Kurven zunächst schön, wurde dann aber holprig, bis ich wieder vor Bruchholz absteigen musste. Ich fuhr dann auf dem breiten Weg weiter.
An der Nahlebrücke begegnete ich einer Familie von drei Leuten. Eine junge Frau fragte, ob sie das Einrad mal ausprobieren könne. Sie habe früher selbst eins gehabt. Sie fuhr dann auch ein kurzes Stück.
Die weitere Rückfahrt verlief ohne viel Erwähnenswertes. Auf dem Parkplatz vor der Gartenanlage Waldluft stand Polizei. Sie waren offensichtlich dazu da, Klumpen aufzulösen.