18.11.21

Blütenpracht im November

Heute habe ich einen freien Tag und es bot sich schönes Einradwetter, sonnig und 10°C. 11:53 fuhr ich los und erreichte in zwei, drei Minuten den Wald. Das Laub ist inzwischen so festgefahren, dass die Schottersteine wieder zu sehen sind. Deshalb traute ich mich, im Wald während der Fahrt zu fotografieren.


Holprigen war der Untergrund trotzdem.


Deswegen verließ ich auf der Paditzer Straße wieder den Wald, um entspannt und ohne Anstrengung fahren zu können.


Während der letzten Fahrt war mir aufgefallen, dass immer noch einige Pflanzen blühen. Um sie näher anzusehen, stieg ich kurz vor der Brücke ab.

Die erste Blüte wurde von der App PlantNet als Kleinköpfiger Pippau erkannt. Bei gelben Blüten hat die Handykamera oft Probleme mit der Fokussierung.

Der Storchschnabel blüht lila. Die Blüte ließ sich besser fotografieren.
Gleich in der Nähe blühten auch Taubnesseln.
Ich stieg dann wieder auf, fuhr über die Brücke und nahm unterhalb der Brücke noch ein paar Pflanzen auf. 

Raps

Diese Rapspflanzen sind ziemlich klein, nur etwa kniehoch.
Hellerkraut. Die Schötchen unter den Blüten sehen wie kleine Münzen aus.
Buntnessel
Gänsedistel
Spätblühender Löwenzahn hat Flugsamen entwickelt.
Flugsamen waren auch an Gänsedisteln zu sehen.
Kamille

Diese Blütenvielfalt war in diesem kleinen Areal zu sehen.


Auf der anderen Seite des Weges stehen Büsche mit Hagebutten.

Ich machte mich dann auf die Rückfahrt. Zunächst wollte ich noch ein Bisschen auf der Paditzer Straße herumfahren. Es gibt dort mehrere Wendemöglichkeiten und so kann man unbegrenzt lange fahren das Sitzen auf dem Einrad ist bequem und gemütlich. Doch der Wind frischte auf. Deshalb hielt ich mich nicht sehr lange auf und fuhr nach Hause. 

Heute hatte ich eine Dreiviertelstunde mit dem Einrad zugebracht.
 

14.11.21

5000 Lux und keine Schatten

Der November begeisterte in diesem Jahr hier bisher mit schönem Wetter. Oft schien die Sonne und es gab klare Nächte. Ich hatte allerdings erst heute wieder einmal Zeit, mit dem Einrad zu fahren. Mit 10°C war die Temperatur für die Jahreszeit okay. Die Sonne schien nicht, aber es war trocken.

Während der letzten Fahrt hatte ich bemerkt, dass das Rad mit Knackgeräuschen wackelt. Auf der rechten Seite war die Lagerschale locker. Das führte dazu, dass die Gabel hin und wieder ein Stück von der Achse abhob. Vor Fahrtantritt schraubte ich die Lagerschalte wieder fest. Das Klappern hört auf.

Kurz vor 12:30 fuhr ich los. Im Wald lag nasses Laub gepresst auf den Wegen. Darauf ließ es sich einigermaßen fahren. Ich hatte auch das Glück, nicht an einem Stein hängenzubleiben. Einmal gab es einen Hieb, als ich ein kleines Loch durchquerte. Absteigen musste ich deswegen nicht.

Auf der Pauritzer Straße konnte ich es mir dann wieder gemütlich machen. Das Rad rollte leicht und der Sattel ist bequem. Unter der hochnebelartigen Bewölkung war es einigermaßen hell. Nach der Fahrt maß ich 5000 Lux. Der niedrigste Tageslichtwert, den ich mal um die Mittagszeit gemessen hatte, war 3400 Lux. Nichts warf Schatten.

Bei diesen Lichtverhältnissen probierte ich Aufnahmen unterhalb der Brücke über die Umgehungsstraße. Das hatte ich zuletzt am 17.10. mit geringem Erfolg probiert, weil die Gabelung bei der tief stehenden Sonne im Schatten lag.

Bei ruhenden Bildern war die Qualität einigermaßen brauchbar. Bei fließenden Helligkeitsübergängen, z.B. an den Stiefeln, ist das Rauschen zu sehen.

Der Aufstieg beginnt. Fuß auf die Pedale setzen, ...
... Schwung holen ...
 

... und auf geht's.

Hier sind die Bewegungsunschärfen an Speichen und linkem Stiefel deutlich zu erkennen.




Nun ist der Stiefel fast in Ruhe. Das Rad darunter ist noch in Bewegung.
Beim Aufsetzen des linken Fußes auf die Pedale ist das Rad fast in Ruhe ...
... und läuft noch ein Bisschen unter mir durch und kommt am Umkehrpunkt der Pendelbewegung kurz zum Stillstand.
Ich pendele zurück ...
... und fahre dann los.
Bei der Vorbeifahrt vor der Handykamera fallen die Bewegungsunschärfen auf.
Schräg von vorn haut es wieder hin. Die Winkelgeschwindigkeit ist geringer, als beim vorigen Bild.

Der Weg war nass und teilweise mit etwas Laub bedeckt. Deshalb fuhr ich zunächst vorsichtig. Ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich schon einmal seitlich so weit abrutschte, dass ich abspringen musste. Das könnte leicht zu einem Sturz führen, weil man mit dem kurvenäußeren Bein über das Rad stolpert.

Der Reifen zeigte dann guten Grip und ich konnte die Vorsicht sein lassen.


Eine fast seitliche Vorbeifahrt mit Bewegungsunschärfen
Hier habe ich mich aus der Kurvenlage fast aufgerichtet und fahre langsam auf die Kamera zu. Keine Bewegungsunschärfen.
Hier wieder mit ein Bisschen Kurvenlage
Ich grüße zwei Menschen, die von der Brücke herunter schauen.
Weiter geht's.
Ich fuhr für diese Bilderserie zweieinhalb Minuten im Kreis herum und kam dabei auf 18,5 Runden.

Danach machte ich mich auf den Heimweg und kam 13:10 zu Hause an.

30.10.21

Alte Videos zufällig gefunden

Ich habe heute auf der Suche nach Fotos aus dem Jahre 2004 alte Backups auf der NAS durchwühlt (und später auch gefunden). Dabei fand ich ein paar alte Videoschnipsel, die ich 2002 mit einer D8-Kamera aufgenommen hatte. Damals hatte ich noch mein erstes Einrad, ein sehr leichtes 24". Damit hatte ich erste Versuche in der Wohnung gemacht, bevor ich mich nach draußen getraut hatte.

Youtube hat die alten Videos gefressen, wodurch das Angucken weniger umständlich ist als auf meiner alten Sammlung.

Ich fuhr damals zwischen Küche und Stube hin und her, wobei im Korridor eine kleine S-Kurve zu fahren war. Die Bildqualität ist nicht mit der heutiger Handys vergleichbar.

Mit dem kleinen Einrad fiel dieses Fahren ziemlich leicht. Hier fahre ich von der Stube in die Küche.

Und hier in entgegengesetzter Richtung. 

Weil die Strecke mit knapp zehn Metern ziemlich kurz ist, probierte ich auch, draußen auf dem Gehweg hinter dem Haus zu fahren. Dafür war dieses Einrad nicht stabil genug. Der dünne Reifen war nicht für Unebenheiten geeignet und schließlich bekam die Gabel einen Riss.

Danach benutze ich dann parallel ein 26er mit schmalen Reifen und ein 20"-Muni, ab Ende Oktober 2007 nur noch das bequemere 26er. Beide eigneten sich nicht für solche Wohnungsfahrten. Mit dem dicken, schweren Reifen war das Muni vergleichsweise schwerfällig und das 26er ist wegen seiner größe behäbiger. Auserdem sitze ich auf diesem Rad höher und müsste unter den Türrahmen den Kopf einziehen. Interessant, was damals mit dem leichten 24er ging. Das Fahren sieht sogar ziemlich entspannt aus, mit meist fast anliegenden Armen. Ein Bisschen vorsichtig war ich doch, weil ich auf den Videos mit Stiefeln fahre. Vielleicht gaben sie mir Zuversicht bei der S-Kurve im Flur.

29.10.21

Feierabendfahrt im goldenen Herbst

 Das Superwetter hielt an. Die Nacht war klar und bot bei trockener Luft eine sehr gute Durchsicht.

Am Morgen gab es dann einen schönen Sonnenaufgang. Die Sonne schien den ganzen Tag weiter und ich setzte mich nach Feierabend nochmal aufs Einrad. Ca. 15:45 fuhr ich los. Am Wochenende endet die Sommerzeit. Danach wird es kaum noch Gelegenheit geben, in diesem Jahr nach Feierabend zu fahren. 

Mit 15°C war es ziemlich warm draußen. Nach der gestrigen Erfahrung ließ ich die Jacke gleich weg.

Im Wald folgte das übliche Geholper. In der Zeit vor 2010 waren die Wege viel besser. Immerhin war die Laubschicht heute teilweise so dünn, dass zeitweilig vorausschauendes Fahren möglich war. Deshalb traute ich mir auch mal ein Foto zu.

Wenig später verließ ich auf der Paditzer Straße den Wald.

An der Landwirtschaftsausfahrt vor der Brücke probierte ich eine Videoaufnahme, wie gestern, nur unter anderen Lichtverhältnissen. Anderer Winkel und tief stehende Sonne.

Die Qualität ist wieder okay. Zusätzlich erzeugte die horizontnahe Sonne interessante Reflexe auf der Sonne.

Hier bereite ich den Aufstieg vor. Die rechte Kurbel muss bei mir grob 45° nach unten zeigen.

Fuß auf die Pedale setzen
Schwung holen
 

auf geht's
doch noch nicht, nochmal nachjustieren
Schwung holen
abstoßen
Jetzt wird's. Der linke Fuß befindet sich über der Pedale.
Pedale getroffen
Mit Schwung rollt das Rad unter mir durch. Was vielleicht wie ein drohender Fall auf den Allerwertesten aussieht, ist harmloses Pendeln.
Einmal zurück
Nochmal vor, sieht fast so aus, wie beim ersten mal.
Jetzt passt es zum Anfahren.

Das Einrad fährt.


Hier ein Video vom Aufstieg

Nach dem Aufstieg fuhr ich wieder ein paar Kreise und bemühte mich gleich am Anfang, von vorn auf die Kamera zu zu fahren.
Eine nahe Passage
Bei der nächsten Runde passte der Ausschnitt wieder. Hier ist nichts herausgeschnitten.
Hier ist wieder ein wenig weggeschnitten.
Ein Bild von der Seite

Danach beschäftigte ich mich mit der Pflanze mit den silbernen Blättern. Sie erwies sich als Silberpappel.
s
Das Einrad abstellen hat gegenüber ablegen den Vorteil, dass man sich nicht bücken muss, um es später wieder aufzuheben. Problem ist, dass es dabei leicht umfällt, was zu Lasten des Sattels geht. Am Brückengeländer kann man es sicher am Sattel hinhängen.

Blick von der Brücke in Richtung Ehrenberg

Ich fuhr danach nach Hause. Das wurde anstrengender als gestern, weil ich heute die weichen Dafna-Stiefel an hatte. Ich kam aber trotzdem durch und beendete 16:22 die Fahrt.