11.4.21

Zur Brücke nach Lützschena

Das Wetter macht in diesen Tagen Jojo. Nachdem am Freitag schönes Einradwetter gewesen war, regnete es gestern und unter grauem Himmel erreichte die Temperatur nur 9°C. Heute schien mittags prall die Sonne und als ich 12:31 losfuhr zeigte das Thermometer 18°C an.

Ich hatte eine Tour in die Burgaue vor. Der Weg durch die Gottge an der Friesenstraße war vom gestrigen Regen feucht, aber noch sher gut befahrbar.

Schwieriger war das letzte Stück Friesenstraße zur Gartenanlage Waldluft. Es ist generell schlammanfällig. Auf dem Bild sind Pfützen zu sehen. Sandiger Schlamm machte das Fahren anstrengend, zumal ich heute nur die weichen Sommerstiefel an hatte.

Um Kraft zu sparen unterquerte ich die Bahnlinie erst mit der Unterführung vor dem S-Bahnhof Leutzsch. Mit etwas verschlammten Stiefeln kam ich auf der Nahlebrücke an.

Die Nahle im Sonnenschein

Nach der Pause auf der Brücke fuhr ich weiter in Richtung Nahleauslassbauwerk.

Vor dem Wetterpilz bog ich rechts ab, ...

... fuhr am Nahleauslassbauwerk vorbei und ...

... und bog links in die Burgaue ab.

Der Weg war dann zwar feucht, aber gut zu fahren.

Vor der Lichtung war der Weg dann sogar trocken.

Die Lichtung ist leicht abgesenkt. Ein Überflutungsgebiet.

An der nächsten Kreuzung bog ich rechts ab zur Brücke über die Luppe.

Die Luppe

Am anderen Ufer fuhr ich weiter westwärts.

Die Brücke nach Lützschena kommt in Sicht.

In der Bildmitte ist eine weiße Skulptur am Eingang des Schlossparks zu sehen. Bei einer ähnlichen Tour im Dezember war sie noch von einem Holzgehäuse geschützt.

Blick von der Brücke in Richtung Leipzig

Pause

Heimwärts wollte ich dem Schlamm ausweichen und auf dem Deich bis zum Heuweg zurückfahren. Wegen Kantenwind gab ich das auf und fuhr bei der nächsten Brücke wieder in die Burgaue.

Bald war ich wieder an der Nahlebrücke. Dort waren noch weitere Knöterich-Triebe zu sehen, die das Mauerwerk der Brücke unterwinden.

Für die weitere Rückfahrt nutzte ich eine schlammärmere Route und beendete nach 1:45 h die Fahrt.

9.4.21

Lachen an der Waldspitze

In dieser Woche hatte es einen Wintereinbruch mit Graupel, Schnee und kaltem Wind gegeben. Erst heute hatte sich das Wetter wieder erholt. Mit 13°C war die Temperatur angenehm und der Wind war milder geworden. 15:29 fuhr ich los.

Ursprünglich wollte ich an der Friesenstraße entlang zur Waldluft fahren und auf kürzestem Wege zur Nahlebrücke zu gelangen und von dort aus in die Burgaue fahren. Das Überqueren der Friesenstraße am Waldrand hätte viel Zeit gekostet, weil sich ein ungewöhnlicher Blechlemming-Strom über die Straße ergoss. So fuhr ich an den Sportplätzen entlang. Die Wege waren nicht von den zahlreichen Niederschlägen der letzen Tage verschlammt, sondern nur oberflächlich feucht. Darauf ließ es sich sehr angenehm fahren. Wenn die Wege trockener sind, werden sie holpriger und versanden schnell.

Wenig später war ich dann auf dem Deich am Elsterbecken. Bäume und Büsche zeigen allmählich zartes Grün.

Blick schräg zurück auf den neuen Bootsanleger und die Landauerbrücke

Mit dem kleinen Umweg erreichte ich die Nahlebrücke nach einer halben Stunde. Ich machte eine kurze Pause und fuhr dann in die Burgaue. Heute bot es sich an, zu den Lachen an der Waldspitze zu fahren. Das ist eine der schönsten Gegenden des Auwaldes. Dafür gibt es nur ein relativ kleines Zeitfenster, wann das richtig Spaß macht. Im Winter ist zuviel Schlamm, wenn der Boden nicht gefroren ist. Später kommen die Mücken. Der April ist der optimale Monat.

Zunächst fuhr ich zur Brücke 51.3661,12.2965 über den Bauerngraben.

Dort machte ich eine kurze Pause.

Ein Weg zu den Lachen (nicht zum Lachen ;-) ) ist der rechts abbiegende. Diesen nahm hin hinwärts.

Diese Weg sieht sehr einfach aus, hat aber Tücken. Große Steine ragen aus dem Boden. Weil ich früher schon manchmal an einem der Steine hängengeblieben war, kannte ich das Problem. Die Steine sind sichtbar. Man muss nur aufpassen. 

Weiter vorn muss man erst links, dann rechts abbiegen und gelangt auf den Weg an den Lachen. Dieser Weg ist frei von Steinen und man könnte völlig sorglos fahren, wäre nicht Krötenwanderung angezeigt. 

Ein paar Impressionen:





Hier scheinen die Lachen vorbei zu sein, aber die größte kommt noch.

Der Weg wird dort zu seinen Wurzelpfad. Ich stieg hier ab, um mich etwas umzusehen.

Die von hohen Wolken getrübte Sonne spiegelte sich im Wasser.

 Entengrütze in der Entstehung

Nach diesen Aufnahmen machte ich mich auf den Heimweg. Ich nahm dazu nicht mehr den mit den Steinen, sondern einn, der parallel etwas südlicher verläuft. Hier gab es sogar etwas Schlamm.

Der Weg mündet direkt in den Kilomterweg ein. Ich nahm dann den schmaleren südlichen Nebenweg. Auf der Brücke hatte ich bei der letzten Fahrt Blasen auf dem Wasser gesehen, die vielleicht Froschlaich seien könnten. Heut sah das Zeug so aus.

Mit dem Tele: Es sind wohl doch eher Blasen von Faulgasen.

Wenig später war ich wieder an der Nahlebrücke (Gustav-Esche-Straße). Zwei Mauerpflanzen, die mir dort schon mehrfach aufgefallen waren, sah ich mir näher an.

 Anscheinend hat es der Japanische Flügeknöterich geschafft, die Mauer zu unterwinden.

Die Heimfahrt verließ weiter entspannt und ungestört. Auf dem Heuweg kam ein Mann auf einem Elektroeinrad entgegen, das im Stehen gefahren wird. Er meinte: "Deins sieht komplizierter aus."

17:18 war die Fahrt zu Ende.


2.4.21

Schlehenblüten und Kühle am Karfreitag

Pünktlich in der Nacht zum Karfreitag brachte Nordwestwind Wolken und Kühle heran. Für den Mittag war eine Abschwächung des Windes angesagt. Bevor ich 13:00 losfuhr, hatte das Thermometer 9°C angezeigt. Auf der Fahrt in den Wald wehte ein kalter Gegenwind aus nördlicher Richtung. Der fühlte sich etwas unangenehm an, beeinträchtigte aber nicht die Fahrstabilität.

Schon am Waldrand war mir ein Busch mit weißen Blüten aufgefallen. Ich fuhr dann weiter bis zur Landauerbrücke, wo ich zum Überqueren der Straße absteigen musste. Auch hier waren weißblühende Büsche zu sehen.
Es handelte sich um Schlehen.
 

Beim Blick vom Westende der Landauerbrücke waren drei blühende Schlehenbüsche zu sehen. Die Brücke ist nach Gustav Landauer benannt. Dieser Schriftsteller war an der Münchner Räterepublik von 1919 beteiligt und wurde nach deren Niederschlagung von Freikorps-Soldaten ermordet.

Ich fuhr dann auf dem Deichweg weiter ans Nahlewehr gegen den kalten Wind an. Kurz vor dem Wehr wurde der Wind kräftiger und ich musste eine Ausgleichsbewegung machen. Dazu genügte es, den rechten Arm etwas vom Körper weg zu halten. 

Auf der Wendeschleife fuhr ich waldeinwärts, um dann mit einer Rechtskurve an die Kleine Luppe zu fahren. Am Montag hatte das auch mit leichten Stiefeln gut geklappt. Heute hatte ich wieder die schwereren Stiefel an und wollte testen, ob damit das Rad ruhig genug läuft, um ein Video vom Einrad aus aufzunehmen. Ich fuhr erstmal ohne aufzunehmen. Dabei musste ich nicht viele Armbewegungen machen, konnte es also probieren.


Ich fuhr an der Kleinen Luppe nordwärts, bog dann zum Nahleufer ab und fuhr nun von der anderen Seite auf das Nahlewehr zu. Die Wendeschleife ist zu sehen. Dort werde ich rechts abbiegen und die Videoaufnahme versuchen.

Am Anfang ist der verwitterte Fußweg an der rechten Seite zu sehen, bis ich an einer flachen Stelle auffahre. Von der Rechtskurve ist leider nur verwackelter Erdboden zu sehen. Die sehr leicht zu fahrende Linkskurve zur Brücke ist dagegen gut geworden.

Um nicht wieder an Absperrungen hängenzubleiben, fuhr ich dann von der Brücke aus zur Waldluft und dann auf dem nächsten Querweg zum Heuweg.

Wenig später erreichte ich die Nahlebrücke. Während einer Pause dort kam kurz die Sonne heraus.

Während der Fahrt durch die Burgaue riss die Wolkendecke weiter auf.

Auf dem Nebenweg des Kilometerweges musste ich ungefähr an der selben Stelle wie am Dienstag plötzlich abspringen. Wieder war nichts Offensichtliches zu sehen, was die Ursache gewesen sein könnte. Möglicherweise kam das Rad auf der kleinen Längswurzel ins Rutschen un die Erde, die an dieser Stelle noch feucht war, gab dann auch nach.

Die Sonne hatte sich nun durchgesetzt und ich fuhr bis zur Brücke weiter. Der Wind war im Wald nicht so stark zu spüren. Das Einradwetter war jetzt okay.

Auf der Brücke machte ich eine Pause und beobachtete die Tierwelt im Graben. An der Nordseite schwamm eine Ente.

Mein Beobachtungsplatz

Hinter mir schwammen große Mengen an Blasen auf dem Wasser.

Ob es sich um Froschlaich oder Blasen von Sumpfgasen handelte, ließ sich auch mit dem Teleobjektiv des Handys feststellen. Von der Zeit her würde Froschlaich passen. Ich habe z.B. ein paar bessere Aufnahmen von Anfang April 2008 am Altenburger Märchenbrunnen. In cirka zwei Wochen dürften Kaulquappen zu erwarten sein, wenn das da unten wirklich Laich sein sollte.

Ich machte mich dann auf den Heimweg. Auf dem Heuweg hatte ich wieder Wind von vorn, also diesmal Westwind. Es deutete sich an, dass das Gegenwindgesetz (s. Mo, 29.3.) wieder zutreffen würde.

Friesenstraße: Zartes Grün zeigt sich an den Bäumen.

Am Waldrand fotgrafierte ich die Schlehe, die mir kurz nach Fahrtantritt aufgefallen war. Auf dem restlichen Weg hatte ich wieder Gegenwind. Der Wind hatte nun also 180° gedreht. Nun war er allerdings mild und störte nicht mehr.

Nach etwas mehr als 100 Minuten war die Fahrt zu Ende.