3.5.13

Bei unerwartetem Superwetter nach Westen

Gestern war das Wetter vernieselt. Heute begann der Tag trübe mit Sinnloswolken. Das sind Wolken, aus denen es nicht regnet und die so sinnnlos den Himmel verkleistern. Unerwartet riss die Bewölkung am Nachmittag auf. Es wurde warm und viele Menschen sonnten sich. Im Gegensatz zu vorgestern wurde das Licht heute zum Thema der Einradfahrt. Deshalb fuhr ich westwärts an der Luppe.

Um 18:30 Uhr fuhr ich los und gab mir ein Zeitbudget bis 19:30 für das Vordringen nach Westen. Ich fuhr zunächst die Verbindung zum Elsterbecken an, die ich am 28.4. verpasst hatte. Zuerst empfand ich das als Fehler, denn es wüteten die Blechlemminge und ich brauchte gefühlte zwei Minuten, um über die Straße zu kommen. Wegen der selbstgewählten Zeitvorgabe hatte ich es ausnahmsweise ein wenig eilig. Dann hatte ich bis zum nächsten Abstieg eine längere Strecke vor mir. Im Wald, kurz vor der Bahnlinie, fragte mich ein Radfahrer, was man tun muss, um Einradfahren zu lernen. Außer dem Hinweis, dass es nicht so schwer ist und Üben fiel mir nichts ein.

Am Tunnel stieg ich für kurze Zeit ab.


Im Blick zurück sah es so aus. Und vor mir hatte ich das:


Alles ideal, unproblematisch und schön anzusehen.


Gegen 19:20 MESZ erreichte ich einen Weg, den ich am 14.4. verschmäht hatte. Heute reichte die Zeit knapp zum Weiterfahren. Solche Betonpflasterwege kenne ich von der Umgehungsstraße bei Altenburg. Deshalb fuhr ich trotz der knappen Zeit weiter.


Kurz vor 19:30 kam ich an einer Brücke bei Stahmeln an. Dieses Gelände ist durchaus einradtauglich, doch bis zur nächsten Brücke ist es noch weit.


Zur Positionsbestimmung machte ich ein Foto mit Geotag.
51,3761772° N
12,2782304° O
163,1m ü.NN


19:30 ging es heimwärts. Der noch unbefestigte Dammweg.

Das schöne Wetter verursachte einen neuen Drang zum schnellen Fahren und zum Verkürzen von Pausen. Es roch nach einer Gelegenheit zu astronomischen Beobachtungen. Bei der nächsten Brücke wechselte ich die Flussseite. Um nicht an einer Absperrung absteigen zu müssen, fuhr ich in die Burgaue rein, anstatt am Ufer weiter zu fahren. Dabei geriet ich auf einem Weg, an dem Bäume gefällt worden waren. Der Weg war dadurch holprig geworden. Das Problem kenne ich von Altenburg. Ich war froh, Stiefel angezogen zu haben. So kam ich ohne Abstieg durch.


An der Gustav-Esche-Straße machte ich noch eine kurze Pause und beobachtete Lichtspiele, die bei der tiefstehenden Sonne auf meinen Stiefeln entstanden. Die Pause währte vielleicht zwei Minuten. Dann ging es weiter heimwärts. Wenig später begegnete ich zwei Reiterinnen. Eine wies die andere darauf hin, dass ich auch Stiefel trage.

Kurz vor dem Waldrand traf ein Insekt mein Auge.


Hinterher sah das so aus. Kontaktlinse raus, Auegentropfen rein und das Problem war schnell behoben. Das Problem ist, dass dieses mein einziges funktionierendes Auge ist. Das darurch fehlende räumliche Sehen hat bei mir wohl den Drang zum Einradfaren befördernt. Bei langen Geräten, selbst Fahrrädern, habe ich manchmal Probleme, unbewusst Kurven vorauszuberechnen. Die Kurven fahre ich dann verwackelt. Mit dem kurzen Einrad ist es fast wie zu Fuß gehen oder noch besser. Machmal lief ich enge Strecken ab und dachte darüber nach, ob sie für das Einrad tauglich wären. Von Einrad aus sahen die Strecken einfacher aus, weil ich auf den Sattel erhöht saß und einen besseren Überblick hatte.


Radroute 2099312 - powered by Bikemap 

1.5.13

Am 1.Mai im Rosental

Es ist erstaunlich, was sich alles machen lässt, wenn man nicht zur Arbeit muss.Vormittags war ich in Leipzig bei einer Kundgebung, habe dann einen Krankenbesuch gemacht, danach versucht, einen angeschlagenen Bonsai durch Umtopfen zu retten und mich hinterher auf's Einrad gesetzt.
Beim Start sah ich auf die Uhr. Es war 17:33 (man addiere die Quersumme der Minuten zur Zahl der Stunden...). Ursprünglich hatte ich vor gehabt, in Richtung Schkeuditz zu fahren. Wegen unangenehmen Wind sah ich davon ab und suchte irgend etwas im Schutz der Bäume. Am westlichen Ende des Auwaldes war ich in der letzten Zeit häufig. Das Rosental hatte ich dagegen vernachlässigt, weil ich voriges Jahr mit dem damaligen Reifen Probleme in den Kurven hatte. Wahrscheinlich war ich im Oktober 2011 zuletzt dort. Seit das Kurvenproblem verschwunden ist, hatte ich hin und wieder an das Rosental gedacht und fuhr nun dort hin. Wegen viel Fahrrad- und Jogverkehr wurde es manchmal eng, aber die Rücksichtnahme klappte soweit, dass ich nur zweimal zum Überqueren von Straßen absteigen musste. So kam ich bequem und schnell ins Rosental.

Das Rosental hat eine Vielfalt an Wegen. Planlos fuhr ich irgendwie herum (s. Karte unten). Beim Rosentalhügel sah ich eine größere Menschengruppe feiern. Manche tanzten. Bei dem Auflauf musste ich an Frankreich denken. Ich fuhr in einigem Abstand vorbei und bog vor einer Straße ab.Ich hätte noch sehr lange ununterbrochen in der Gegend herumfahren können, doch an einer Kreuzung blieb ich an einem Stein hängen. Ursache war Unkonzentriertheit (Epilog: Es ist 21:49; schönes Tor). Dieser Stein war der einzige weit und breit.


Nach anderthalb Jahren kannte ich mich in der Gegend nicht mehr aus. Am Wegweiser fehlte die vierte Richtung. Über die Straße musste es zum Zoo gehen. Ein Blick auf Google Maps bestätigte das.
 


Zusätzliche Hilfe gab eine Kompass-App. Praktisch ist, dass man mit der Kamera quasi durch das Smartphone hindurch gucken kann. Zudem lässt sich das fotografieren.

Drüben kam ich schnell zum Park und umrundete diesen. Gegenüber 2011 hat sich dort nicht viel verändert. Die Fotos von damals, u.a. vom 14.10., sind also noch gültig.

Auf der Suche nach dem Rückweg hatte ich mich kurz verfahren und musste einmal absteigen. Ansonsten blieb ich stets lange auf dem Einrad sitzen und wegen der Kurverei wurde es nicht unbequem. Dauerndes Geradeausfahren ist im Vergleich dazu eine Belastung. Schließlich überquerte ich wieder die Straße und fuhr in der Gegend des Rosentalhügels noch etwas herum. Die vorhin erwähnte Menschenmenge noch da. Sie klatschten Beifall. Nach einer längeren Schleife kam ich wieder zu diesen Leuten. Bei der Party waren auch einige Kinder dabei. Solche freundlichen Ansammlungen sind hierzulande nicht oft anzutreffen. Vielleicht waren es Ausländer oder Anarchisten.

Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten. Weil es auf dem Sattel nicht unbequem wurde, fuhr ich zwei Umwege. Die ganze Zeit über sah ich aufgegangene Bärlauchblüten. Vom Sattel herunter konnte ich sie mit dem Handy nicht fotografieren.


Zum Überqueren der Friesenstraße musste ich dann doch absteigen und nutzte die Gelegenheit.



Gegen 19:20 Uhr war ich zuhause. Die Wege waren so trocken gewesen, dass die Stiefel nach 14,5 km Fahrt völig sauber geblieben waren.

Im Hof wuselte eine zutrauliche Katze herum. Sie ist an den Fischen im Teich interessiert.

Radroute 2094266 - powered by Bikemap 

30.4.13

Nachtfahrt in Altenburg

In Altenburg war ich mehr als ein halbes Jahr nicht mehr gefahren. Zuvor waren Fahrten in Altenburg zuletzt meist nächtliche Blockrunden auf menschenleeren Gehwegen. In den engen Kurven ließ es sich bequem sitzen, wenn ich eine Mindestgeschwindigkeit einhielt, die eine stabile Kurvenlage zuließ. Bevor ich in Leipzig den letzten Reifenwechsel gemacht hatte, hatte ich einen Respekt vor engen Kurven. Danach gab sich das wieder. Nach dem Esperanto hatte ich deswegen Lust, heute wieder so eine Nachtfahrt zu probieren.
Nebenbei stand ein Hosentest an. Im vorigen Jahr hatte ich die zuvor in Leipzig verwendete Radlerhose  mit der in Altenburg ausgetauscht. Gründe waren, dass ich in Leipzig längere Strecken fahre und das Sitzpolster der Hose aus Altenburg bequemer war. Die aus Leipzig getauschte Hose hat zudem einen Reißverschluss, der in den engschäftigen Stiefeln drückt, mit denen ich in Leipzig fahre. In den weichen Dafna-Stiefeln von Altenburg waren die Reißverschlüsse heute nicht zu spüren.
Draußen fuhr ich die Blockrunde erstmal links herum. Das ist übersichtlicher, aber nicht maximal genussvoll, weil die Kurven bergauf gefahren werden. Das ging problemlos. Deshalb wendete ich und begann eine Runde im Uhrzeigersinn. An der Bushaltestelle musste ich absteigen, weil ein Fußgänger entgegen kam. Der fand das "cool". Danach fuhr ich ein paar Runden ohne Probleme.

28.4.13

Nach Kälteeinbruch auf dem Nahledamm

Die Woche über war das Wetter teilweise sommerlich. Freitag Abend wurde es kühl und es fing an zu regnen. Es regnete den Sonnabend bei 8°C durch. Am heutigen Sonntag regnete es nicht mehr, war aber mit 11°C noch etwas kühl. Ich rechnete mit verheerenden Wegeverhältnissen im Leipziger Auwald, fuhr aber trotzdem kurz nach 18 Uhr los. Wegen der Bewölkung war nicht viel Licht für von der Fahrt aus aufgenommene Fotos da. Deshalb sind auf den folgenden Bildern Unschärfen zu sehen.



Bevor ich den Wald erreichte, hatte ich einige Pfützen zu durchqueren. Das war wie immer unproblematisch.


So sieht es aus, wenn man beim Fahren durch eine Pfütze nach unten schaut.


Im Wald waren die Wegeverhältnisse überraschend gut. Das Grün hat seit der letzten Fahrt deutlich zugenommen. Der Bärlauch setzt zur Blüte an. Um das zu fotografieren, hätte ich absteigen müssen. Deshalb kommt ein Bild davon später.


Ohne Probleme fuhr ich zum Elsterbecken. Am Luppewehr bildete sich viel Schaum und es roch etwas.


Ich fuhr bis auf den Platz vor der Straßenbrücke, wendete dort, machte am Aussichtspunkt beim unteren Elsterwehr eine kurze Pause und machte auf der Rückfahrt von der Luppebrücke aus dieses Bild vom Schaum. Das Bild ist nicht verwackelt, weil ich mich mit dem Einrad ans Geländer gelehnt hatte.


Auf der Rückfahrt probierte ich einen Weg auf dem Nahledamm, den ich am 7.4. wegen Schnee nicht fahren konnte. Der Weg war etwas holprig, aber nicht schwierig. Hinter dem Wehr wurde er beseer.


Auf dem sandigen Boden sank der Reifen etwas ein, was den Fahrwiderstand erhöhte. Allerdings fuhr das Einrad so ruhig, dass die Fotos besser wurden. Links im Hintergrund ist die Gabelung zu sehen, an der sich die Nahle von der Luppe und der Weißen Elster trennt.


Schließlich fuhr ich am anderen Ufer des Elsterbeckens.


Schließlich näherte ich mich der Straße, vor der ich einige Minuten zuvor am anderen Ufer gewendet hatte.


Ich nahm an, dass es sich um die Hans-Driesch-Straße handelt, war mir aber nicht sicher und kehrte um. Das Umkehren war kein Problem, weil der Zeitverlust nicht groß war und das Sitzen auf dem Einrad angenehm ist. Ich hatte beim Überholen einen kurzen Wortwechsel mit einer Fußgängerin darüber, ob Einradfahren schwierig ist. Auf der weiteren Fahrt suchte ich eine Gelegenheit nach links abzubiegen und fand sie beim Wehr. Dann ging es auf gewohnten Wegen ohne Besonderheiten weiter.


Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße überquert hatte, sah ich in weniger als 100 m Entfernung die Brücke, bei der ich zuvor umgekehrt war.


Nun hatte ich auch Gelegenheit, abgesessen die kommenden Bärlauchblüten abzulichten. Kurz vor 19.30 Uhr kam ich wieder zuhause an.


 Die unerwartet guten Wegeverhältnisse waren hinterher den Stiefeln anzusehen. Fast sauber.




Radroute 2086915 - powered by Bikemap 

19.4.13

Verliebte Enten und wunderbare Wegeverhältnisse

Heute wehte ein straffer, kühler Wind. Deshalb schien es mir sinnvoll. im Wald herumzufahren. Dafür gab es einen weiteren Grund: Die Woche über hatten sommerliche Temperaturen geherrscht und gestern kam ein warmer Wind hinzu. Damit war die Hoffnung auf weniger Schlamm, als am letzten Wochenende, berechtigt.
Der Weg an der Friesenstraße zum Waldrand war trocken. Ich fuhr weiter zur Hans-Driesch-Straße, dort westwärts und dann zur Gartenanlage Waldluft. Die Wege waren trocken und leicht zu fahren.


Wenig später sah ich eine bunte Ente und stieg ab, um sie zu beobachten. Zum Fotografieren hatte ich nur das Handy dabei. Es hat keinen optischen Zoom. Deshalb taugen die Fotos nicht viel.


Der Grund für die Farbenfreude erschloss sich schnell. Es ging um die Liebe.


Sie lieben sich und verschwenden keinen Gedanken darüber, den Euro abzuschaffen. ;-)


Ich fuhr danach das Viereck, auf dem ich im letzten November meinen Rekord im Dauerfahren gemacht hatte. Vor dem Reiterhof, wo die Blechlemminge ackern, sah der Weg aus, wie frisch bombardiert. Das Herumkurven auf den Kraterrändern ist seit dem letzten Reifenwechsel kein Problem mehr. Für Dauerfahrrekorde dürfte das Viereck aber nicht mehr geeignet sein, denn irgendwann lässt die Konzentration nach und man fährt in ein  Loch.

Ich unterquerte die Bahnlinie und drüben gab es auch keinen Schlamm. Ich begegnete zahlreichen Menschen. Seltsam erschien mir eine besondere Regel: JoggerInnen liefen auf der linken Seite und SpaziergängerInnen rechts. Die LinksjoggerInnen waren mir schon oft aufgefallen. Heute erwähne ich das Phänomen erstmals. Ansonsten bin ich zu faul, die Ursache nachträglich zu erforschen. Vielleicht hat jemand einen Tipp. Auf dem Einrad hatte ich eine bessere Übersicht, als die JoggerInnen weiter unten und übernahm das Ausweichen. Ich fuhr weiter zur Nahle. Dort war es bei der letzten Fahrt so verschlammt, dass ich den Weg für die Rückfahrt abgelehnt hatte. Heute war der Weg trocken. Unerwartet schnell und entspannt kam ich zur Gustav-Esche-Straße. Ich kam auf die Idee, in das feuchte Gebiet bei den Lachen an der Waldspitze (s. auch Fahrt vom 14.7.2012) zu fahren. Das wurde ein unerwartet schönes Erlebnis. Ich hatte darauf spekuliert, dass die Mückenpopulation noch keine große Stechkraft entwickelt hat und fuhr in den Wald. Der breite Weg zum Spielplatz war etwas holprig, aber nicht schwierig. Danach führte ein schmalerer Weg zu den Lachen, auf dem ich mich wohl fühlte. Auch dort gab es keine Probleme mit Schlamm. So fuhr ich bequem sitzend und ohne Stress bis zu der Stelle, an der ich am 14.7.2012 die Fahrt wegen Baumwurzeln abgebrochen hatte. Es war eh Zeit, umzukehren.


An der Umkehrstelle machte ich ein paar Fotos. Die matte Sonne spiegelte sich im Wasser. Bärlauch dominierte das Ufer. Drüben wird gebaut.


Die Stiefel blieben sauber. Die Muster sind Spuren von Pedaltreffern. Die Stiefel halten jetzt 4 Jahre. Bequem, billig, zweckmäßig und haltbar.
Dann machte ich mich auf den Rückweg. Ohne Mückenstiche kam ich aus dem Gebiet raus. An der Bahnlinie fuhr ich noch einmal wetswärts durch die Bahnunterführung bei Leutzsch. Dort bekam ich es doch noch mit Nässe zu tun. Der Wasserstand im Tunnel war deutlich höher, als im Post vom Oktober 2010 zu sehen ist. Glücklicherweise lagen keine Glasscherben am Boden und ich kam ohne Reifenplatzer durch und fuhr weiter zur Gustav-Esche-Straße. Dort kehrte ich um und fuhr ohne Umwege heimwärts. Zwischen Bahnlinie und Waldluft gibt es eine kleine Brücke. Auf dem Geländer saßen die verliebten Enten. Sie ließen sich nicht von mir stören.
Ich war fast zwei Stunden unterwegs. Zuhause probierte ich, die Bilder über WLAN auf die neue NAS zu laden, um den USB-Kram zu vermeiden. Die App SharesFinder eignete sich dazu.


14.4.13

Nach Westen

Heute fuhr ich westwärts an Nahle und Luppe entlang, um nach den Baustellen am Radweg zu sehen. Hinwärts fuhr ich durch den Wald wie ich es im vorigen Jahr oft getan hatte. Zwischen Bahnlinie und Gustav-Esche-Straße war die Strecke lästig verschlammt, so dass ich beschloss, auf dem Rückweg den asphaltierten Weg am Auensee vorbei zu nehmen.


Weil auf dem Radweg an der Luppe zahlreiche RadfahrerInnen entgegenkamen, erwartete ich eine Verbesserung. Dann näherte ich mich einer Sperre.

Der gesperrte Weg sah nicht schlecht aus, weil ich den Zeitvorrat fast aufgebraucht hatte, kehrte ich jedoch um.
Nun stand eine langwierige Geradeausfahrt bevor. Mir begegneten zahlreiche gutgelaunte Menschen, die das schöne Wetter mit seinem Licht und seiner Wärme genossen.

Die Landschaft an der Luppe sah idyllisch aus. Nach 25 Minuten erreichte ich die Brücke in Richtung Altlindenau. Nach 1,75 h war ich wieder zuhause. 

13.4.13

Auf schneefreien Wegen bei Sonnenuntergang

Weil die Bahn in Leipzig seit Dezember wegen Arbeiten zur Einbindung des Citytunnels nach Altenburg die Westroute über Leutzsch und Plagwitz nimmt, kann ich bei Bahnfahrten häufig den Zustand der Wege im Auwald prüfen. Zur Wochenmitte verschwand der Schnee. Wegen diversen Veranstaltungen hatte ich bis heute keine Gelegenheit zum Einradfahren gefunden. Am heutigen Sonnabend gab es am abends ein Zeitfenster. Nachmittags sah das Wetter noch nicht gut aus. Es wehte ein kräftiger Wind, der auch kräftige Regenschauer heranführte. Deshalb wendete ich mich einem anderen Problem zu. Bei Sylvia hängen ein PC, mehrere Notebooks, Smartphones und eBooks von mehreren Leuten am (W)LAN und es gibt keine ständig verfügbare zentrale Datenablage. Deshalb mal schnell eine 4 TB große NAS geholt, die bis ans Ende der Tage reichen könnte und einen Switch, damit sie neben den PC an den Router gehängt werden kann. Dazu noch ein paar Bier als Installationsgetränk gekauft.
Dann wurde das Wetter schön. Hardware noch zusammengesteckt, Rechner hochgefahren. Rechner zeigte ein Riesenupgrade an. OK, laufen lassen und Einrad fahren.

Am 6.4. waren die Gehwegplatten auf dem Fußweg an der Friesenstraße noch zu glatt zum Aufsteigen gewesen. Heute hatte der Reifen immer noch etwas Schlupf, aber die Reibung reichte, dass ich mich hochwuchten konnte. An der Kreuzung Rietschelstraße traf ich meinen Bruder. Nach einem kurzen Schwatz machte ich mich drüben wieder ans Aufsteigen.


Große Pfützen waren zu sehen. Bis zum Wald würden wohl Zahlreiche davon zu durchqueren sein. Das war bisher nie ein Problem und war auch heute keins.


Um Schlammzonen im Bereich der Gartenanlage Waldluft zu umgehen, fuhr ich an den Sportplätzen entlang über die Brücke über die Kleine Luppe und am Schießplatz vorbei. Der Bärlauch ist förmlich explodiert und endlich duftet es danach. Als ich auf diesen Wegen fuhr, waren sie oberflächlich verschlammt. Das Einrad driftete an Unebenheiten, sank aber nicht tief ein. So kam leicht voran und wollte nicht absteigen. Deshalb ist das Foto von minderer Qualität.


Auf der Brücke sah noch alles weitgehend sauber aus. Der Leichtschlamm klebte nicht. Ich fuhr dann weiter zur Bahnlinie, um von dort aus über Nahle und Luppe zum Elsterbecken vorzudringen. Vom Zug aus hatte ich hohen Wasserstand gesehen und wollte mir das vom Einrad aus genauer ansehen. Die Brücke über die Nahle überquerte ich ohne Probleme.


Dann fuhr ich bei schon tiefstehender Sonne auf die Luppebrücke zu. 


Die Luppe hatte einen hohen Wasserstand, der aber nicht mit dem von Anfang 2011 vergleichbar ist.


Das Wehr gezoomt.



Stadtauswärts sah die Luppe so aus. Ich fuhr dann weiter. Die Rechtskurve von der Brücke herunter war mit dem neuen Reifen eine leichte Übung. Auf dem Weg zum Wehr war danach die klebrige Sandschicht nicht mehr zu spüren. Sie wurde über den Winter abgetragen oder in den Boden eingepresst. Ich kam leicht voran. Ich fuhr dann über das untere Elsterwehr und am Aussichtspunkt vorbei. Auf dem geteerten Platz vor der nächsten Brücke übte ich das Fahren von Kreisen und Achten. Das klappte recht gut. Der Platz ist bei weitem nicht so eben, wie der Parkplatz vor dem Netto in Altenburg Südost. Deshalb hielt ich mich mit der Kurvenlage etwas zurück. Trotzdem gehen jetzt enge Kurven wieder ohne Stress.


Bei der Kurverei bekam ich auch noch einen letzten Schneehaufen zu sehen. 


Das passende Graffito war schon vorher da.


Weil ich auf dem Einrad noch sehr bequem saß, verzichtete ich auf eine Pause am Aussichtspunkt und fuhr weiter heimwärts.


Der bevorstehende Sonnenuntergang bot eine schöne Optik.

 
Am Wehr.


Weiter ging es zur Brücke über die Luppe. Der Weg war merklich einradfreundlicher, als er hier aussieht. Es ließ sich entspannt fahren.


Die Brückenüberquerungen klappten ohne Besonderheiten. Die Dämmerung lief an. Ein Flugzeug bekam noch Sonne von unten ab. 


Nachdem ich später die Brücke über die Kleine Luppe überquert hatte, probierte ich auf der lange geradeausführenden Asphaltstrecke wieder ein paar Eigenfotos, diesmal mit Blitz.


Wenig später erreichte ich die Pfützen an der Friesenstraße und war kurz darauf zuhause. Die Fahrt dauerte von  19:00 bis 19:45.