In den letzten Tagen wurde das Wetter wieder frühlingshaft und die Tageshöchsttemperaturen überstiegen 15°C. Heute wollte ich am Nachmittag zu einer Veranstaltung des Lindenaumuseums über expressionistische Druckgrafiken und deshalb musste ich zeitig mit dem Einrad raus und fuhr 10:29 Uhr los.
Ich hatte vor, mit der Pivo nachgeführte Videos vom Fahren im Kreis aufzunehmen. Das klappte nicht, weil die Verfolgung an den Schattengrenzen abbrach. Deshalb nahm ich dann 4K-Videos mit feststehender Kamera zur Gewinnung von Einzelbildern auf. Das funktionierte und es waren außer dem Zuschneiden keine Bearbeitungen nötig.
Mit 9°C war die Temperatur angenehm mild. Das eigentümlich eingetrübte Licht wurde durch Saharastaub verursacht.
Es hatte seit mehreren Tagen nicht mehr geregnet und der Boden war sehr trocken und dadurch im Vergleich zum letzten Post hell.
Die Aigle-Stiefel hatte ich bisher noch nicht mit der dünnen Radlerhose kombiniert. Heute machte ich das und es fühlte sich gut an.
Bewegungsunschärfen: An den unteren Speichen sind sie schwächer, weil sich diese Speichen reltiv zur Nabe entgegengesetzt zur Fahrtrichtung bewegen.
Vorbereitung zum Abstieg
Der linke Fuß ist schon weit von der Pedale entfernt.
Das Einrad kippt nach vorn.
Gleich ist der Boden erreicht.
Kontakt
Im Vergleich zu früheren Aufnahmen hatte das Einrad wenig Restschwung und landete am Ende vor mir.
Eine zweite Serie mit anderem Winkel zur Sonne. Das Video sah hier wie eine Gegenlichtaufnahme aus. Zur Bearbeitung begnügte ich mich damit, in der Windows-Fotoanzeige die Schatten aufzuhellen. Das brachte Glanz auf die Stiefel und helle Stellen sahen danach nicht ausgefressen aus.
Das mehr an Licht erlaubte, die Kreise schneller zu fahren, was auch mehr Kurvenlage mit sich brachte.
Mit den Stiefeln fühlt sich das sehr sicher an und macht Spaß.
Die nächste Runde
und nochmal
Ich nahm noch eine dritte Serie auf.
Der Abstieg
Wegen der knappen Zeit machte ich nur wenige Pausen, hier mal eine an einem Geänder. Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren.
Heute war ein überwiegend trüber Tag. Das Wetter entwickelte sich aber besser, als gestern angekündigt und vormittags regnete es nicht mehr. 12:16 Uhr war ich dann mit dem Einrad draußen. Dabei hatte ich erstmals ein neues Samsung S25 Ultra. Gleich zu Beginn nahm ich damit ein Video vom im Kreis fahren auf, das mit der Pivo nachgeführt wurde. Das geriet bei dem finsteren Wetter zu dunkel.
Außer der Trübnis gab es 3°C und fast Windstille. An hellen Stellen ließen sich Einzelbilder gewinnen. Mit den Aigle hatte ich mal wieder kniefreie Stiefel angezogen.
Eine nahe Vorbeifahrt vor dem Handy.
Bei einer zweiten Kreisfahrt waren die Lichtverhältnisse etwas besser.
Gleich danach nahm ich einen Slalom auf.
Im Anschluss nahm ich noch ein Video mit feststehender Kamera zur Gewinnung von Einzelbildern auf.
Bei dem trüben Wetter gerieten die Farben blass. Ich wollte hier von einer Aufhellung abgesehen nichts nachfälschen.
Abbremsen mit leichter Rücklage
Eine Abfolge von zwei Bildern
Die Spiegelung des Reifens zeigt die Nässe des Bodens.
Dem Urvertrauen darin, nicht seitlich wegzurutschen, tat das keinen Abbruch. Dazu hatten die Stiefel guten Halt auf den großflächigen Pedalen.
Auf nassem Boden hat das Einrad einen umgekehrten Kreiseleffekt. Beim Kreiseleffekt werden Schwenkungen der Achse erschwert, seitliche Verschiebungen sind aber leicht möglich. Wenn ich mit dem Einrad auf nassem Asphalt fahre, rutscht es nicht seitlich weg, lässt sich aber sehr leicht axial verdrehen. Die Glätte ist so mit dem Gesäß deutlich zu spüren, fühlt sich aber wunderschön an, solange das Urvertrauen hält.
Kurze Pausen verbrachte ich zunächst immer irgendwo angelehnt. Die Mauer am Spatzennest, auf die ich mich oft setze, war zu nass.
Bei solchen Selfies hat das S25 Ultra bei der Einzelpersoneneinstellung ein größeres Gesichtsfeld als das S22+.
Ich machte danach Experimente beim Slalom. Der variable Zoom funktionierte ein Bisschen, wenn ich auf zweifach voreingestellt hatte. Am entfernten Ende klappte das Einfangen nach der Wende nicht richtig. Wenn ich die Wende enger fahre, könnte es klappen.
Dann machte ich einen Versuch, mit dem 5-fach Zoom die Entfernung zu stauchen. Das brachte wohl das bisher beste Video dieser Art. Vielleicht zeigt es auch ein Bisschen die Lebensfeude, die so ein einfaches Sportgerät vermitteln kann.
Ein Video mit dem von S22+ gewohnten Dreifach-Zoom
Der bequemste Pausenplatz war heute das Gitter am Zugang zum Keller Buchenring 38. Dort konnte ich mich mit dem Oberkörper anlehnen.
Ein Zufallsfoto
Die o.g. Lebensfreude wird durch bequeme und geeignete Stiefel begünstigt.
Die Wolkendecke wurde dann vorübergehende um 14:15 dünn.
Den Slalom hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon abgebaut. Ich nahm noch eine Kreisfahrt auf und fuhr dann 20 Minuten lang ununterbrochen zwischen den Parkplätzen am Spatzennest hin und her.
Bei nun 4°C war inzwischen die Mauerkrone am Spatzennest abgetrocknet und bot Gelegenheit für kurze Pausen.
Wenig später, nach zwei Stunden und einer Viertelstunde machte ich Feierabend.
Ansonsten sind die Märzenbecher ungefähr pünktlich, während es für die Krokusse im Vergleich zum Vorjahr etwas dunkel war.
Heute sollte die Sonne 17:47 Uhr untergehen. Das ist eine Stunde und 44 Minuten später als Mitte Dezember. Der Tag war etwas verregnet, grau und mit ca. 4°C war es nicht mehr so mild wie bei den letzten Fahrten. 16:50 Uhr fuhr ich los. Um das Spatzennest herum standen für diese Zeit ungewöhnlich viele Autos, so dass nicht alles fahrbar war, was sonst geht. Trotzdem machte es Spaß.
Anfangs nieselte es. Eher aus einer Laune heraus als aus Wetterkenntnis hatte ich Overkneestiefel (Acquo Lissabon+) an. Die erwiesen sich als praktisch. Nach 10 Minuten kam die Sonne raus. Der Abend wurde so immer heller, statt dunkler.
Nach einer halben Stunde beendete ich das Fahren. Wegen Handywechsel gibt es heute keine Fotos.
Meine Uhr meint, dass ich nach 6.000 Schritten eines von drei Fitnesszielen erreicht habe. Die Woche über kommen die ohne irgendwelchen Sport bei irgendwelchen Wegen zusammen. An Wochenenden ist das weniger häufig. Manchmal komme ich erst mittags raus und das mit dem Einrad. Die Uhr erkennt das irgendwie als Radfahren an und zählt die Schritte weiter. Bequem auf dem Einrad sitzend bekomme ich so schnell Schritte zusammen und nach anderthalb Stunden sind die 6.000 Schritte angenehm verbracht.
Heute war es ein wenig anders. Vormittags hatte ich an einem Arbeitseinsatz auf der Hellwiese teilgenommen. Diese Sumpfwiese wird für die Ansiedlung von Wasserbüffeln vorbereitet und muss dazu entmüllt werden. Anschließend hatte ich noch Einkäufe zu erledigen und so hatte ich 13.000 Schritte auf der Uhr, bevor ich mich auf das Einrad setzte.
15:05 fuhr ich dann los. Nach zwei Frostwochen war es mit 11°C frühlingshaft warm und die Sonne schimmerte durch Cirrusbewölkung. Diese Lichtverhältnisse machten Lust auf mit der Pivo nachgeführte Aufnahmen. Draußen kam hinzu, dass der Schatten einer Gebäudeecke auf den Parkplatz am Spatzennest reichte. So konnte ich die Pivo in den Schatten stellen. So kam die Sonne nie störend ins Blickfeld und ich fuhr fast Dreiviertel der Zeit im Sonnenschein. Das reizte zu Versuchen, brauchbare Einzelbilder zu gewinnen.
Etwas ungewöhnlich sieht diese Bearbeitung aus. Das Einradfahren ist hier unwichtig. Interessanter ist die ringförmige Struktur am Himmel, ein 22°-Ring mit oberen Berührungsbogen, beides Haloerscheinungen.
Aus dem Video ließen sich diesmal für das Web einigermaßen brauchbare Einzelbilder gewinnen.
Das gelang mit einer vorsichtigen Anwendung der KI. Ein Problem dabei sind Pixel und Rauschen. Wenn ich so ein Bild einfach in Topaz Photo AI einkippe, halluziniert die KI und erfindet irgendwelche Strukturen, besonders an Stiefeln und Händen. Das ist so ähnlich, wie wenn wir Menschen in Wolken Schafe und Katzen wahrnehmen oder im Rauschen des Windes Stimmen oder Sondersignale. Werden die Bilder mit Topaz DeNoise AI vorbehandelt, lassen sich Halluzinationen weitgehend verhindern. Die restliche Bearbeitung mit Topaz Photo AI klappte dann. Das ist so ähnlich, wie das quasianaloge Hin und Her zwischen Unscharfmaskierung und Weichzeichnen.
So sind keine hochwertigen Bilder entstanden, die großformatigen Genuss ermöglichen. Bei Reifen, Speichen und Körperteilen hat die Methode offensichtlich realistische Ergebnisse gebracht. Bei den stark veränderlichen Stiefeln hat es auch funktioniert, wenn man es mit den beiden Pausenfotos weiter unten vergleicht.
Bei dem milden Wetter hatte ich zum ersten Mal in diesem Jahr eine dünne Radlerhose ohne Sitzpolster angezogen und darüber die Overknee-Acquo Lissabon+. Diese Kombination fühlte sich sehr gut an.
Und so fuhr ich einige Runden.
Bei oben stehenden Pedalen sind die Stiefelschäfte in den Kniekehlen eingequetscht. Das ist bei dem weichen Material nicht störend.
Dieses Einquetschen gab es auch bei halbhoher Pedalstellung.
Nur unten ist so ein Overkneestiefel ungeknickt.
Diese Biegeübungen scheinen den Stiefeln nichts auszumachen. Obwohl ich die oberen Schaftenden durch einige Stunden Einrad fahren malträtiert habe, sehen sie immer noch aus, als hätte ich sie nie getragen. Wenn sich das verstetigt, werde ich vielleicht bis ans Lebensende Freude an diesen Stiefeln haben.
Das erinnert etwas an das Schuhpreisparadoxon. Demnach geben arme Menschen mehr Geld für Schuhe aus, als Reiche (wenn man von Luxuslatschen absieht). Der Arme kann sich nur billige Schuhe leisten, die nicht lange halten. Der Reiche kauft für etwas mehr Geld Schuhe, die viel länger halten. Ich erkläre mich damit nicht zum Reichen. Die eigentlich teuren Stiefel gab es in einer Weihnachtsaktion verbilligt. Zum Normalpreis hätte ich sie nicht gekauft. Unabhängig davon kann ich sie empfehlen. Sie sind bequem, für meinen Geschmack wunderschön und sehr gut zum Radfahren geeignet.
Hier hat die KI doch einmal auffällig halluziniert. Der Strich oben am rechten Stiefel ist nicht real. Am linken Stiefel finden sich am oberen Rand ein paar Artefakte.
Die Pivo fing den Abstieg von der Seite gut ein. Ein Abbremsen ist an der Rücklage zu erkennen. Die linke Hand greift nach dem Sattel.
Die rechte Pedale steht unten. Nun kann ich mich nach vor abkippen lassen.
Der linke Fuß ist schon weit vorn, aber die Sattelstütze hat sich noch wenig aufgerichtet.
Das Abkippen läuft dann wie gewohnt.
Die Sattelstütze ist jetzt 45° geneigt.
Beide Füße auf dem Boden
Ein Abstieg wie immer. Hohe Stiefel sind dabei nicht lästig, machen die Angelegenheit eher bequemer.
Gleich danach nahm ich einen Slalom auf. Der erste Durchlauf sieht ein wenig ungelenk aus, weil wegen sinkender Sonne Zeitdruck fühlte und Strecke deshalb nicht vorher probiert hatte.
Danach waren die Halos noch zu sehen. Zusätzlich zeigte sich eine linke Nebensonne.
15:32 legte ich mal eine kleine Pause ein. Da war ich noch nicht ganz eine halbe Stunde mit dem Einrad unterwegs. Bei den optimalen Wetterbedingungen verlängerte ich.
Das Foto ist nicht bearbeitet und kann mit den vorsichtigen KI-Bearbeitungen oben verglichen werden.
Noch ein kurzer Halt sechs Minuten später. Da kam ich auf die Idee, den Komfort des Einradfahrens dazu auszunutzen, 20.000 Schritte vollzumachen. Das würde noch ungefähr eine Stunde fahren bedeuten. Mit den bequemen Stiefeln konnte ich noch eine Weile durchhalten und das Gesäß war heute noch nicht sonderlich belastet worden.
15:55 nahm ich noch ein Video mit feststehender Kamera zur Gewinnung von Einzelbildern auf.
Das Licht ließ zu diesem Zeitpunkt schon nach. Sonnenuntergang sollte es zwar noch bis 17:39 MEZ dauern, aber der Südwesthimmel war einmal wieder zugeschmiert. Homomutatuswolken aus starker Flugbewegung versaut hier öfters die Sicht zum Südwesthorizont. Das hat schon etliche Kometenbeobachtungen verhindert.
Ich saß nun 50 Minuten auf dem Einrad.
Hier steuerte ich auf die Kamera zu ...
und wich dann knapp aus.
Der Abstieg, nun von vorn
Ich stehe mit beiden Füßen auf dem Boden, aber das Einrad hat noch etwas Schwung.
Sattel und Stiefel blieben in der Folgezeit bequem und ich musste mich nur wenig bewegen,
um Hindernissen auszuweichen. Ein Auto hatte zwischenzeitlich den
Slalom zugeparkt. So fuhr ich fuhr ich hin und her und schätze, dass ich
die 20.000 Schritte vor 17 Uhr erreichen würde, wenn ich nicht viele
Pausen machen würde.
Mit guten Stiefeln kann ich mich beim Fahren ausruhen. Ich sitze dabei entspannt auf dem Sattel und trete nur ein Bisschen in die Pedalen, um nicht umzufallen. Lediglich an den Wendestellen brauche ich mehr Kraft. So kostete es nicht viel Anstregung, die Schrittzahl zu erreichen.
16:37, nach anterthalb Stunden Fahren, zeigte die Uhr 20.000 Schritte an.