13.4.13

Auf schneefreien Wegen bei Sonnenuntergang

Weil die Bahn in Leipzig seit Dezember wegen Arbeiten zur Einbindung des Citytunnels nach Altenburg die Westroute über Leutzsch und Plagwitz nimmt, kann ich bei Bahnfahrten häufig den Zustand der Wege im Auwald prüfen. Zur Wochenmitte verschwand der Schnee. Wegen diversen Veranstaltungen hatte ich bis heute keine Gelegenheit zum Einradfahren gefunden. Am heutigen Sonnabend gab es am abends ein Zeitfenster. Nachmittags sah das Wetter noch nicht gut aus. Es wehte ein kräftiger Wind, der auch kräftige Regenschauer heranführte. Deshalb wendete ich mich einem anderen Problem zu. Bei Sylvia hängen ein PC, mehrere Notebooks, Smartphones und eBooks von mehreren Leuten am (W)LAN und es gibt keine ständig verfügbare zentrale Datenablage. Deshalb mal schnell eine 4 TB große NAS geholt, die bis ans Ende der Tage reichen könnte und einen Switch, damit sie neben den PC an den Router gehängt werden kann. Dazu noch ein paar Bier als Installationsgetränk gekauft.
Dann wurde das Wetter schön. Hardware noch zusammengesteckt, Rechner hochgefahren. Rechner zeigte ein Riesenupgrade an. OK, laufen lassen und Einrad fahren.

Am 6.4. waren die Gehwegplatten auf dem Fußweg an der Friesenstraße noch zu glatt zum Aufsteigen gewesen. Heute hatte der Reifen immer noch etwas Schlupf, aber die Reibung reichte, dass ich mich hochwuchten konnte. An der Kreuzung Rietschelstraße traf ich meinen Bruder. Nach einem kurzen Schwatz machte ich mich drüben wieder ans Aufsteigen.


Große Pfützen waren zu sehen. Bis zum Wald würden wohl Zahlreiche davon zu durchqueren sein. Das war bisher nie ein Problem und war auch heute keins.


Um Schlammzonen im Bereich der Gartenanlage Waldluft zu umgehen, fuhr ich an den Sportplätzen entlang über die Brücke über die Kleine Luppe und am Schießplatz vorbei. Der Bärlauch ist förmlich explodiert und endlich duftet es danach. Als ich auf diesen Wegen fuhr, waren sie oberflächlich verschlammt. Das Einrad driftete an Unebenheiten, sank aber nicht tief ein. So kam leicht voran und wollte nicht absteigen. Deshalb ist das Foto von minderer Qualität.


Auf der Brücke sah noch alles weitgehend sauber aus. Der Leichtschlamm klebte nicht. Ich fuhr dann weiter zur Bahnlinie, um von dort aus über Nahle und Luppe zum Elsterbecken vorzudringen. Vom Zug aus hatte ich hohen Wasserstand gesehen und wollte mir das vom Einrad aus genauer ansehen. Die Brücke über die Nahle überquerte ich ohne Probleme.


Dann fuhr ich bei schon tiefstehender Sonne auf die Luppebrücke zu. 


Die Luppe hatte einen hohen Wasserstand, der aber nicht mit dem von Anfang 2011 vergleichbar ist.


Das Wehr gezoomt.



Stadtauswärts sah die Luppe so aus. Ich fuhr dann weiter. Die Rechtskurve von der Brücke herunter war mit dem neuen Reifen eine leichte Übung. Auf dem Weg zum Wehr war danach die klebrige Sandschicht nicht mehr zu spüren. Sie wurde über den Winter abgetragen oder in den Boden eingepresst. Ich kam leicht voran. Ich fuhr dann über das untere Elsterwehr und am Aussichtspunkt vorbei. Auf dem geteerten Platz vor der nächsten Brücke übte ich das Fahren von Kreisen und Achten. Das klappte recht gut. Der Platz ist bei weitem nicht so eben, wie der Parkplatz vor dem Netto in Altenburg Südost. Deshalb hielt ich mich mit der Kurvenlage etwas zurück. Trotzdem gehen jetzt enge Kurven wieder ohne Stress.


Bei der Kurverei bekam ich auch noch einen letzten Schneehaufen zu sehen. 


Das passende Graffito war schon vorher da.


Weil ich auf dem Einrad noch sehr bequem saß, verzichtete ich auf eine Pause am Aussichtspunkt und fuhr weiter heimwärts.


Der bevorstehende Sonnenuntergang bot eine schöne Optik.

 
Am Wehr.


Weiter ging es zur Brücke über die Luppe. Der Weg war merklich einradfreundlicher, als er hier aussieht. Es ließ sich entspannt fahren.


Die Brückenüberquerungen klappten ohne Besonderheiten. Die Dämmerung lief an. Ein Flugzeug bekam noch Sonne von unten ab. 


Nachdem ich später die Brücke über die Kleine Luppe überquert hatte, probierte ich auf der lange geradeausführenden Asphaltstrecke wieder ein paar Eigenfotos, diesmal mit Blitz.


Wenig später erreichte ich die Pfützen an der Friesenstraße und war kurz darauf zuhause. Die Fahrt dauerte von  19:00 bis 19:45.

7.4.13

Schnee, Schlamm und trockene Stellen

Die Wettervorhersage hatte gestimmt und morgens schien die Sonne. Um Zeit zu gewinnen, fuhr ich vormittags. Ich stieg wieder an der Kreuzung Friesenstraße/Rietschelstraße auf und fuhr zum Wald. Heute wollte ich probieren, wie gut der Radweg an der Friesenstraße befahrbar ist. Weil wenig Verkehr war, brauchte ich am Waldrand zum Überqueren der Friesenstraße nicht abzusteigen und fuhr auf den Radweg.


Anfangs war der Weg wunderschön zu fahren. Kein Schnee, kein Schlamm und nicht holprig. Erst gegen Ende kamen Schneeinseln auf. Die erste hatte eine Fahrrinne in der Mitte. An der zweiten fuhr ich am äußersten Wegrand vorbei. Dieses Manöver machte der neue Reifen mit, ohne dass ich die bequeme Sitzhaltung aufgeben musste. Die dritte Schneeinsel wollte ich auch umfahren, blieb aber irgendwo hängen und musste absteigen. Das Grüne an den Rändern sind Bärlauchpflanzen. Den Zwangsabstieg nutzte ich, um die Pflanzen näher zu betrachten.


Ihre Entwicklung hat sich durch den Dauerwinter um Wochen verspätet. Auf den Bildern im Post vom 20.März 2011 sehen die Pflanzen entwickelter aus.


Diese Pflanzen profitieren von der Arbeit eines Maulwurfs.


Die Schneeinsel. Ich stieg dann wieder auf und erreichte nach wenigen Sekunden die Hans-Driesch-Straße. Drüben sah die unbefestigte Verlängerung der Friesenstraße zur Waldluft wenig einladend aus und ich fuhr auf dem Weg an der Hans-Driesch-Straße stadtauswärts. Dort ließ es sich schön fahren. Um die Kurve am Ende kam ich ohne verdrehten Rücken und dann ging es in Richtung Waldluft. Die Verhältnisse wurden schlechter. Der Weg war großenteils mit wässrigem Schlamm (s. Leichtschlamm) bedeckt. Das Fahren strengte etwas mehr an. Weil das Rad nun nicht mehr nach links zieht, saß ich weiterhin sehr bequem. Die hohen Gummistiefel ließen keine Sorgen wegen Nässe oder Schmutz aufkommen. Über die Schneeinseln kam ich hinweg. Erst an der Auffahrt zur Friesenstraße wurde der Morast zu heftig. Es kam auch ein Blechlemming und ich stieg ohne große Gegenwehr ab.


So sah die Friesenstraße bei der Waldluft aus. Auf diesem Morast wollte ich nicht zur Hans-Driesch-Straße zurückfahren.


Der Weg zur Bahnlinie (geradeaus) war erst recht nicht zu gebrauchen. Deshalb lief ich mit dem Einrad auf dem rechts abbiegenden Weg zu einer nahen Brücke über die Kleine Luppe.


Am anderen Ufer fand ich einen guten Weg vor, den ich noch nie benutzt hatte.


Ich kam bis zu der Stelle, wo Kleine Luppe (links) und Nahle zusammenfließen.


Hier erschien es nicht erfolgversprechend, auf den Weg am Ufer der Nahle weiter zu fahren. Also kehrte ich um und versuchte, am Ostufer der Kleinen Luppe zur Hans-Driesch-Straße zu kommen.


Das war ein glücklicher Entschluss. An der Brücke musste ich absteigen, um ein Stück über Schnee zu laufen. Dann sah der Weg so aus.
Bei guten Bedingungen ist so etwas langweilig. Heute war Bequemlichkeit die wichtigste Empfindung. Die Zeit, in der es außer Treten nichts zu tun gab, nutzte ich, um die Fotos anzugucken und schlechte Aufnahmen zu löschen.

Für Selbstfotos während der Fahrt war die Belichtungszeit noch zu lang und es entstanden Bewegungsunschärfen. Verwackelt ist die Aufnahme nicht, was an der Gabel zu sehen ist.
Wie gestern angedeutet sind nun die Konturen von Stiefeln und Reifen besser zu unterscheiden. Damit dürften in Zukunft auf Videos Bewegungsabläufe besser zu sehen sein. In Altenburg habe ich manchmal die umgekehrte Variante, helle Stiefel und schwarzer Reifen.
Der schräge Strich am oberen Rand des rechten Stiefels ist ein Kratzer von einem Pedaltreffer aus dem Vorjahr. Einer der Gründe, weshalb ich die Stiefel auch bei trockenem Wetter gerne zum Einradfahren anziehe. Die Spur, die oberhalb des Reifens am linken Stiefel zu sehen ist, besteht dagegen aus Schlamm.
Wenig später erreichte ich die Hans-Driesch-Straße.


Der Weg, der von der anderen Straßenseite zur Schießanlage führt, war trocken. Nachdem ich die Anlage passiert hatte, fuhr ich auf dem selben Weg wie gestern. Es gab Schneeinseln und Schlamm.


Ich erreichte die Brücke über die Kleine Luppe. Dahinter ist zu sehen, dass auf dem nach rechts abbiegenden Weg noch Schnee liegt. Inzwischen war eine Fahrrinne in der Mitte entstanden. Diese genügte, dass ich nicht absteigen brauchte. Dann ging es nach Hause, wo ich nach etwa einer Dreiviertelstunde ankam.







6.4.13

Hoch auf dem gelben Reifen

Das schöne Wetter währte nicht lange und der März zeigte sich ungewöhnlich schneereich und kalt. So blieb es bei der einen Fahrt in diesem Monat.
Für den morgigen 7. April ist sonniges Wetter angesagt. In dessen Erwartung wechselte ich den Reifen. Grund war nicht ein Schaden oder Verschleiß, sondern ein kleines Problem mit der Steuerung. Der Schwalbe Marathon war zwar unverwüstlich und rollte leicht, doch konnte ich damit merklich schlechter Kurven fahren, als mit dem Qu-Ax-Originalreifen. Auf manchen Untergründen zog das Rad auch etwas nach links, was wohl damit zusammenhängt, dass das rechte Bein etwas stärker ist. Das auszugleichen beeinträchtigte etwas den Fahrspaß, besonders wenn dann eine enge Rechtskurve zu fahren war. Deshalb hatte über einen Versand einen neuen Qu-Ax-Reifen bestellt. Für das 26er gibt es den nur noch in gelb. Für sich sah der Reifen in dieser Farbe etwas hässlich aus. Vorteil ist, dass es keinen schwarzen Abrieb gibt.
Der Reifenwechsel ging schnell und ohne erwähnenswerte Vorkommnisse vonstatten. In der Wettervorhersage waren Schnee und Regen angekündigt. Von einem leichten Niesel abgesehen waren die Niederschläge ausgeblieben. Deshalb erwog ich eine Probefahrt. Zuvor setzte ich mich in der Wohnung auf das Einrad, um kurz zu prüfen, ob es OK ist. In Kombination mit den schwarzen Stiefeln ist das gelb gar nicht so schlecht. Es sind die Farben von Altenburg und Reifen und Stiefel heben sich nun besser voneinander ab.

15 Uhr war ich dann draußen. Als ich versuchte, auf den großen Gehwegplatten an der Friesenstraße aufzusteigen, drehte das Rad durch. Die Platten waren etwas glatt und das Rad drehte durch. So lief ich ein Stück weiter und stieg hinter der Kreuzung Rietschelstraße auf. Der erhoffte Effekt stellte sich ein. Beim Geradeausfahren saß ich bequem und entspannt. Ausweichmanöver ließen sich leicht fahren.

Ich fuhr in Richtung Brücke über die Kleine Luppe. Bald bot sich ein ähnlicher Anblick, wie am 2. März. Die Bärlauchpflanzen sind in der Zwischenzeit merklich größer geworden, aber sie sind deutlich kleiner, als im vorigen Jahr um diese Zeit.


Auf dem Matsch musste ich absteigen. Danach ging die Fahrt weiter. Die Bauarbeiten an der Brücke sind abgeschlossen und ich konnte wieder rüberfahren. Drüben fuhr ich noch über zwei solche Matschzonen, jedoch ohne absteigen zu müssen.


Bei der Zufahrt zur Schießanlage machte ich am Zaun eine kurze Pause und kehrte dann um.

Nach ca. 20 min kam ich wieder zuhause an.

2.3.13

Endlich Sonne!

Am Tag nach der letzten Fahrt zog es zu und die Wolkendecke blieb fast drei Wochen geschlossen. Es gab häufig Niederschlag und ans Einradfahren war nicht zu denken. Gestern Abend riss die penetrante Wolkendecke endlich auf und heute schien die Sonne.
Bei den schönen Wetter bot sich eine Fahrt zum Auwald an. Bis zum Wald ließ es sich gut fahren, kaum noch Rollsplit auf dem Gehweg und der anschließende unbestigte Weg war nur mäßig verschlammt.

Im Wald sah es dann anders aus. Auf dem Weg an der Friesenstraße lag noch viel Schnee und so bog ich rechts ab.


Mühselig näherte ich mich der Brücke über die Kleine Luppe. Vor mir machte eine Frau mit Fahrrad kehrt.


Der Grund wurde rasch klar. Die Bohlen wurden entfernt und die Brücke ist nicht passierbar. Auch am anderen Ufer sah ich Radfahrer, die wenden mussten.


Ich fuhr zurück zur Friesenstraße, um eine Runde auf dem Walddreieck zu probieren. Durchgängig war das nicht möglich. Einmal musste ich absteigen und einige Meter zu Fuß zurücklegen. 
Als ich wieder an der Friesenstraße ankam, machte ich eine Pause, um die erwachende Natur zu besichtigen.


Schneeglöckchen bilden Teppiche.


Im Vordergrund wächst etwas größeres heran.


Auch Bärlauch zeigt sich ...


... und schließlich ein Himmelmietzchen.

Weil das Wühlen im Schlamm anstrengend war, fuhr ich heute nur eine halbe Stunde.

10.2.13

Schnee im Auwald

In den letzten Wochen war das Wetter trübe und reich an Niederschlag, der je nach Temperatur und Wetterlage als Regen, Schnee oder Graupel fiel. Heute war ein sonniger Tag mit Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt. In der Hoffnung, dass sich ein brauchbarer Weg finden wird, ging ich mit dem Einrad raus.

Auf den Gehwegplatten an der Friesenstraße war es zu glatt und so stieg ich erst hinter der Kreuzung Rietschelstraße auf. Dort fuhr ich zunächst durch Schneematsch. Danach folgte bis zum Waldrand ein klebriger Schlamm, auf dem das Fahren Kraft kostete. Hier machte sich sich bemerkbar, dass mein linkes Bein etwas schwächer ist. Das Einrad zog ein Bisschen nach links, bis ich darauf achtete, kräftiger mit links zu treten. Im Wald bog ich rechts ab in Richtung Kleine Luppe. Am Sportplatz war der Weg abwechselnd mit Schlamm und Schneematsch bedeckt. Dann kam eine feste Schneedecke. Darauf ließ sich überrasschend gut fahren. Das Rad rollte wesentlich leichter, als zuvor auf dem Schlamm. Auch Kurven ließen sich fahren.


Auf der Brücke über die Kleine Luppe machte ich eine Pause und fotografierte nach hinten. Das Wiederanfahren gestaltete sich schwierig, weil das Rad durchdrehte, obwohl ich keinen freien Aufstieg machte, sondern vom Geländer startete. Irgendwann kam ich dann doch weg und fuhr noch ein Stück, bis ich auf einer schneefreien Stelle eine weitere Pause machte, das Rad drehte und wieder nach Hause fuhr.

Die Tour war ziemlich kurz, aber es war schön, einmal wieder auf dem Einrad zu sitzen.

1.1.13

Kurze Neujahrsrunde

Im Dezember hatte ich keine Gelegenheiten für eine Einradfahrt gefunden. Inzwischen gab es einen Weltuntergang, Weihnachten und einen Jahreswechsel. Am Neujahrstag des Jahres 2013 bot sich endlich wieder eine Gelegenheit. Das Wetter war mit +10°C angenehm warm. Seit Weihnachten hatte es keine stärkeren Niederschläge gegeben. So bestand Aussicht, dass eine Einradfahrt im Leipziger Auwald nicht in einer Schlammschlacht enden würde.
Beim Start gab es nach der fünfwöchigen Pause keine Probleme. Die Wege waren trocken und es ließ sich gut fahren.
Ich fuhr an den Sportplätzen von Altlindenau vorbei, überquerte die kleine Luppe und fuhr weiter zur Nahlebrücke bei der Waldluft.

Der asphaltierte Weg entlang zur Nahle
Nach unangestrengter Fahrt erreichte ich die Brücke.


Rad und Stiefel sahen aus, wie an einem trockenen Sommertag. Gewöhnlich sind Fahrten im Winter Schlammschlachten, wenn der Boden nicht gefroren ist. So kam ich bei schönen Bedingungen bequem weiter voran. Das änderte sich, als ich die Gartenanlage Waldluft passierte. Die Friesenstraße war auf dem Abschnitt bis zur Hans-Driesch-Straße mit einem klebrigen Schlamm bedeckt, der nicht herumspritzte, aber das Fahren erschwerte. Es kostete nun deutlich mehr Kraft, voranzukommen und das Einrad versuchte oft, eigene Wege zu fahren. Meist zog es nach links.
Nachdem ich die Hans-Driesch-Straße überquert hatte, waren die Wege wieder gut. Leichte Unnanehmlichkeiten bereitete jetzt der Gegenwind, in den sich nun leichter Niesel mischte.
Nach etwa einer Dreiviertelstunde kam ich wieder zuhause an.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gesundes neues Jahr.

25.11.12

Entspanntes Herumfahren, von unterwegs gebloggt

Heute ist es mit 13°C ungewöhnlich warm draußen. Es genügt eine dünne Jacke und ich fahre entspannt und ziellos mit  dem Einrad im Auwald herum.
Den Post schreibe ich von unterwegs mit einer App. Dabei sitze ich auf einer Bank (s. Bild unten).
Gleich werde ich zur Nahle weiterfahren.
Jetzt bin ich am unteren Elsterwehr. Hier weht ein starker Wind. Ich werde mich nach einer kurzen Pause auf den Heimweg begeben.

18.11.12

79 Minuten Dauerfahren

Kurz nachdem ich im September eine bequemere Radlerhose aus Altenburg nach Leipzig mitgebracht hatte, kam mir der Gedanke, meinen zwei Jahre alten persönlichen Rekord im Dauereinradfahren zu überbieten. Das bedeutet, mehr als 67 Minuten dauernd zu treten und mit den Händen nichts zu berühren, was sich nicht auf dem Einrad befindet. Am Freitag war ein erster, unverbindlicher Versuch auf dem Dreieck von damals misslungen, weil die Wegeverhältnisse ungünstig waren.
Heute war das Wetter ähnlich, wie am Freitag, nur etwas wärmer. Kurz vor 15 Uhr fuhr ich ohne Plan los. Unterwegs entschloss ich mich, ans Elsterbecken zu fahren. So fuhr ich an der Gartenanlage Waldluft vorbei auf die Brücke über die Nahle. Auf der Brücke sah ich viele Menschen auf dem schmalen Weg zwischen Nahle und Luppe wandern. In dieses Gewusel wollte ich nicht hineinfahren und wendete in die entgegengesetzte Richtung und fuhr an der Bahnlinie entlang.


Kurz danach bog ich nach Süden ab auf einen Weg, den ich bisher nur einmal vor langer Zeit benutzt hatte. Er ließ sich problemlos fahren und für den Fall, dass sich daraus eine Runde für Dauerfahren ergeben sollte, schaute ich auf die Uhr. Sie zeigte 15:17. Am Ende des Weges gelangte ich zum Reiterhof. Auf dem Parkplatz davor ackerten Blechlemminge und der Boden war etwas klebrig, jedoch sicher befahrbar. Schließlich bog ich wieder auf den Weg parallel zur Kleinen Luppe ab und näherte mich der Nahlebrücke. Ich nahm dann die Zeit von der Brückenanfahrt bis zu der Stelle, wo ich 15:17 auf die Uhr gesehen hatte. Damit rechnete ich den Start auf 15:15 zurück und stellte fest, dass ich für das einen Kilometer lange Viereck sechs Minuten gebraucht hatte. Somit fuhr ich 10 km/h.
Das die Runde so kurz war, hatte zur Folge, dass ich manchen Menschen, Hunden und Pferden mehrfach begegnete. Die Ausweichmanöver blieben lange unkompliziert. Nach ungefähr einer halben Stunde tauchte der pudelähnliche Hundesaurier auf, wegen dem ich am 15.10. hatte absteigen müssen. Heute hatte ich Glück. Alle anderen Hunde machten keine Probleme. Nach einer Dreiviertelstunde geriet ich an einer Holperstelle mit dem linken Absatz auf die Kurbel und stand danach mit dem Absatz auf der Pedale. Das ließ sich wieder zurechtrücken. Nach 62 Minuten kam die wohl schwierigste Situation. Auf dem Parkplatz machte eine Gruppe nur zögerlich Platz und durch die Lücke kam eine Radfahrerin entgegen. Die Lücke wurde noch rechtzeitig groß genug. Dann fuhr ich noch eine Runde. Damit waren die 67 Minuten überschritten. Dann fuhr ich noch auf dem Heimweg das Stück bis zur Kreuzung Hans-Driesch-Straße - Friesenstraße durch und verlängerte so die Dauerfahrzeit auf 79 Minuten. Bei 10 km/h entspricht das 13 km. Auf die Dauer war das Sitzen nicht mehr bequem gewesen. Die Hose hatte allerdings nicht gerieben und so genügte das kurze Absitzen zum Überqueren der Hans-Driesch-Straße, dass ich mich danach wieder wohl auf dem Sattel fühlte.

16.11.12

Kleine Auwald-Fahrt

Heute hatte ich einen Tag Urlaub genommen und somit etwas Zeit für das Einrad. Kurz vor 15 Uhr fuhr ich los. Das Wetter war trübe und feucht, sowie mit 5°C nicht gerade warm. Weil kaum Wind wehte, war es nicht ganz so schlimm. Ich zog mich etwas dicker an, als sonst. Eine dickere und längere Jacke deckte auch den Schrittbereich ab und weil die Waden wie fast immer in hohen Stiefeln steckten, rechte die dünne Radlerhose aus. Zusätzlich benutzte ich zum ersten mal in dieser Saison Handschuhe.

Eine lange Tour hatte ich heute nicht vor. Ich wollte zunächst ein paar Runden auf dem Dreieck zwischen Hans-Driesch-Straße und Gartenanlage Waldluft fahren und eventuell meinen alten Rekord im ununterbrochenen Fahren von 67 Minuten brechen. Das klappte nicht, denn die Wegeverhältnisse waren nicht sonderlich gut. Zweimal musste ich nach ca. 20 Minuten unfreiwillig absteigen. Danach stand nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung und ich fuhr noch etwas in der Gegend herum. Das Bild entstand auf der Brücke über die Nahle. Auf der Brücke stellte ich den Sattel etwas höher. Es ist dann zwar schwieriger, durch die Schlaglöcher zu kommen, aber auf ebenen Strecken ist das Fahren entspannter. Auf der Brücke kehrte ich um und fuhr weiter zum Heuwegtunnel. Eine Familie mit Kind scherzte, dass sie beobachten würde, bis ich hinfalle. Das passierte nicht. Ich fuhr durch den Heuwegtunnel und machte eine kurze Pause.
Dann ging es heimwärts. Ich kam wieder an der Familie vorbei, die wieder beobachtete, ob ich "hinfalle". Der nächste Notabstieg kam aber erst viel später in einem Schlagloch in einer Kurve. Dann gab es keine Besonderheiten mehr. An der Friesenstraße staunten zwei kleine Mädchen. Eines erzählte, dass Pauline auch Einrad fahren kann und sie fragten den Vater, ob der auch Einrad fahren kann.

2.11.12

Erste Fahrt länger als 20 km

Von der Fahrt vom 15.10. war die Idee geblieben, von der Brücke vor dem Wendepunkt dieser Fahrt am Nordufer der Luppe weiter in Richtung Schkeuditz vorzudringen. Heute hatte ich einen Tag Urlaub, das Wetter war nicht schlecht und ich fuhr gegen 13:15 Uhr los. Zuvor kontrollierte ich nach dem letzten Umbau noch die Verschraubungen der Kurbeln. Eine Schraube ließ sich noch eine Vierteldrehung anziehen.

Das Einrad lief problemlos. Für den Fall, dass sich eine Kurbel lockert, hatte ich als Kompaktwerkzeug eine 14er Nuss mit einem Gelenk zusammengesteckt. In den letzten Tagen hatte es hin und wieder Schnee und Regen gegeben. Die Waldwege waren trotzdem gut befahrbar. Meist lag festgefahrenes Laub. Darauf fahren kostete mehr Kraft, als auf trockenem Noden, dafür war es sehr bequem. Erschütterungen durch Unebenheiten wurden gedämpft.
Auf dem Hinweg hatte ich darauf spekuliert, dass um 13:30 nicht sehr viele Blechlemminge auf der Hans-Driesch-Straße sein würden und war von der Friesenstraße am Waldrand rechts abgebogen, um den Weg über die Kleine Luppe zu nehmen. Dieser Weg war besonders angnehm zu fahren, doch dann wimmelte es auf der Hans-Driesch-Straßevor Blechlemmingen. An der Überquerung gibt es an dieser Stelle keine Rettungsinsel in der Mitte. Ich musste ein paar Minuten auf eine Chance warten und nahm mir vor, heimwärts die Überquerung an der Friesenstraße zu nehmen, wo es so eine Rettungsinsel gibt.
Die weitere Fahrt verlief zunächst ohne Besonderheiten. Als ich mich dann nach Durchquerung der Bahntunnel der Nahle näherte, kam ein Blechlemming auf dem Waldweg entgegen. Ausweichen war möglich, doch wenig blieb ich an einem vom Laub verstecken Stein hängen und musste absteigen. Der Weg an der Nahle war dann der einzige verschlammte Streckenabschnitt des Tages.

Nachdem ich nach dem Überqueren der Gustav-Esche-Straße wieder aufgestiegen war, brauchte ich nicht mehr abzusteigen, bis ich die Brücke erreichte, die am 15.10. den Rückkehrpunkt markierte. Zu Fuß überquerte ich die Brücke. Die Brücke hat keinen Radweg, nicht einmal einen Fußweg.


Von der Brücke aus lässt sich das Baugeschehen gut überschauen.


An der Nordseite sieht es so aus.


Der Weg nach Schkeuditz sah dagegen gut befahrbar aus.


Doch auch hier wurde eine Sackgasse angezeigt. Es waren soweit das Auge reichte keine Hindernisse erkennbar und so fuhr ich weiter nach Westen. Zunächst war der Weg asphaltiert. Später unbefestigt und mit Split bestreut. Das war noch OK, doch ein heftiger Gegenwind störte. Große Hoffnung, den Gegenwind heimwärts nutzen zu können, hatte ich nicht. Es gilt es sehr zuverlässiges Murphysches Gesetz: Wenn Du auf einer Radtour bei der Hinfahrt mit Gegenwind zu kämpfen hast und darauf hoffst, heimwärts Rückenwind zu haben, wird der Wind exakt zum Zeitpunkt des Antritts der Rückfahrt drehen und Du wirst auch heimwärts Gegenwind haben.
Zwischenzeitlich zweigte ein Weg unterhalb des Dammes ab. Dem misstraute ich - wie sich nachträglich herausstellte unbegündet - und fuhr auf dem Damm weiter. Die Absperrung am Ende der Sackgasse war geöffnet und so kam ich bis zur nächsten Brücke weiter. Dort ergaben sich mehrere Möglichkeiten, nur nicht geradeaus weiterfahren.


Ich stieg ab, um ein paar Bilder zu machen. Hier ein Blick zurück.

Waldeinwärts wäre ich in 3,3 km in Schkeuditz gewesen. Der Weg am anderen Ufer sah aber bequemer aus. Vielleicht wäre es möglich, dort noch bis zur nächsten Brücke zu fahren.

Ein weiterer Wegweiser zeigte nahegelegene Gaststätten an. Die Domholzschänke ist zu empfehlen. Doch einmal hatten wir einen Betriebsausflug mit Fahrrädern dorthin gemacht. Wir konnten nicht so schnell trinken, wie die Mücken uns aussaugten.

Das "Beweisfoto"



Am Südufer ließ die Qualität des Weges allmählich nach. Irgendwann stieg ich ab. Rückblickend sieht der Weg nicht schlecht aus.



Doch unter mir war Schotter.
Zu Beginn der Rückfahrt war kaum Wind zu spüren. Auf dem schwierigsten Streckenabschnitt, auf den Holperwegen am Südufer der Lupper, bekam ich starken Wind schräg von vorn. Später gab es eine Verbesserung zu bemerken. Ein Baum, der auf dem Weg zwischen der Gustav-Esche-Straße und der nächsten Brücke westlich lag, ist entfernt worden. Man kann also hier wieder durchfahren.

Nach fast drei Stunden Fahrt kam ich wieder zuhause an. Im Vergleich zu den sonstigen ein- bis zweistündigen Touren war es heute etwas anstrengend.



Radroute 1895496 - powered by Bikemap