27.7.26

Slaloms in schwarzen Acquo am Montag

Nach einem sonnigen Wochenende zogen in der letzten Nacht und tagsüber Regenschauer durch. Abends zeigte das Thermometer 23°C und Sonne und Wolkenschatten wechselten sich ab. Das schien mir eine gute Gelegenheit zu sein, die 60 cm hohen schwarzen Acquo Greta anzuziehen. Mit diesen bequemen Stiefeln lässt sich das Einrad sehr gut fahren. Sie sind auch wunderschön, nur heizen sich die großen schwarzen Oberflächen bei Dauerbesonnung schnell auf. Deshalb hatte ich sie ein Vierteljahr nicht mehr auf dem Einrad an gehabt.

17:43 fuhr ich los. Es waren wieder die richtigen Bedingungen für Lebensfreude. Ich saß bequem auf dem Einrad und die Stiefel fühlten sich beim Wechsel von Sonne und Schatten sehr gut an.

Acquo eignen sich gut für Slaloms und enge Kurven. Ich legte dann auch glich Steine für einen Slalom auf dem abschüssigen Weg zwischen Buchenring und dem Parkplatz am Spatzennest aus, verlängerte diesen aber auf dem Parkplatz und oben auf den holprigen Rasenplatten.

Von einem Treff im Senior*innenclub kamen eine Gruppe Frauen, die sich über die Steine wunderten. Eine sah das Einrad und fand die richtige Schlussfolgerung über den Zweck. Ich bot ihnen eine Vorführung an. Sie sahen sich das an und es klappte.  

Wegen der Verlängerung auf dem Parkplatz hatte ich wenig Schwung bergauf. Die Kraft reichte trotzdem, um sicher hochzufahren und oben auf den Rasenplatten den zusätzlichen Stein zu umfahren. Runter ist es dann sehr leicht, etwas zum Wohlfühlen.

Bei diesem Ausbau des Slaloms verlängerte sich die Zeit für einmal hoch oder runter von 9 s auf 11 s. Es bedurfte an den Steigungsänderungen mehr Kraft als sonst.

Ab und zu gönnte ich mir für ein paar Sekunden eine Pause, wie hier 18:11. Das Umsetzen auf die Mauer war prophylaktisch, damit der Sattel nicht irgendwann mal drückt. Nach mehr als einer halben Stunde Dauersitzen drückt der Sattel irgenwann einmal. 

Weil ich schöne Slalomstiefel an hatte, bekam ich Lust, auf einen seitlich gespreizten Slalom in der Ebene. Den hatte ich auch seit Monaten nicht mehr gefahren. 

Ich legte die Steine nach der alten Regel aus, zunächst von Stein zu Stein mit einem weiten Schritt Abstand und dann jeden zweiten Stein zwei Fuß breit nach links verlegt.


 

Das klappte auch problemlos. Bei äquidistanten Slaloms (gleicher Abstand zwischen den Steinen) kann man die Bewegungen synchronisieren. Eine Kurve leitet man mit einem Tritt nach vorn und dem Legen in die Kurve ein. Man muss das mit der Strecke in Einklang bringen. Weit ausladende Kurfen bringen mehr Länge und Geschwindigkeit. Reicht die Strecke nur knapp, muss man eng an den Steinen vorbeifahren.

Hier fahre ich teilweise sehr weit an den Steinen vorbei. Diese Verschwendung brachte eine Resonanz, bei der ich mich sehr wohl fühlte. 

Mit diesen Stiefeln hätte ich noch ein paar Stunden fahren können, musste aber noch etwas erledigen und beendete das Fahren nach einer Stunde.
 

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