21.2.21

Wetter wie im Frühling, aber unten Matsch

Das Hoch brachte weiteren Temperaturanstieg. Kurz bevor ich 12:55 losfuhr, hatte das Thermometer 13°C angezeigt. Dass der Matsch vom Freitag vollständig verschwunden war, erwartete ich nicht, hoffte aber, etwas weiter zu kommen.

Tatsächlich kam ich nahe an die Brücke über die Kleine Luppe heran. Aber hier war kein Weiterkommen. Auch ein Radfahrer musste hier absteigen. Mit zwei Rädern war es anscheinend nicht einfacher, als mit einem. 

Ich sah, dass der Weg hinter der Brücke nicht mit Schneematsch bedeckt war und ging deshalb die wenigen Meter zu Fuß, um auf der Brücke wieder anzufahren.


 

Die Kleine Luppe

Während der Aufnahme lehnte ich startbereit am Brückengeländer.
Der Weg vor mir sah vertrauenerweckend aus. Die Oberfläche stellte sich dann als klebriger Schlamm heraus, der das Beschleunigen merklich hemmte. Fuhr ich langsam und gleichmäßig, war es jedoch okay.
Das letzte Stück vor der Hans-Driesch-Straße war dann so trocken, dass ich die Arme zum Stabilisieren nicht mehr brauchte und während der Fahrt fotografieren konnte.
Auf der anderen Seite der Hans-Driesch-Straße fuhr ich auf dem asphaltierten Weg östlich der Kleinen Luppe. Hier fuhr das Einrad fast wie von selbst. So konnte ich die Wegesränder nach blühenden Frühlingsboten absuchen, fand aber nur eine Stelle mit Schneeglöckchen.

Was auffiel, war der kurze Schattenwurf. Die Tagundnachtgleiche ist nur noch einen Monat hin und die Sonne steht mittags schon recht hoch.
 

Schließlich erreichte ich die zweite Brücke über die Kleine Luppe mit Blick zur Baustelle der DB.

Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung war es so warm geworden, dass ich die Jacke öffnen musste. Die Einrad-arme Winterzeit hat darunter ein Bäuchlein hinterlassen. Einradfahren gehört zu den schönsten Methoden, dass wieder wegzubekommen und die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren.

Vorn sah es wieder matschig aus. Deshalb verzichtete ich darauf, an die Bahnlinie zu fahren und bog dann links in Richtung Friesenstraße ab.

Dort musste ich nach längerer Fahrt wieder auf glattem Untergrund absteigen. Weiter hinten kam Schlamm, auf dem ich hätte fahren können. Allerdings war es für den freien Aufstieg zu glatt. So ging ich zu Fuß bis zur Hans-Driesch-Straße.


Nach dem Überqueren der Hans-Driesch-Straßeversuchte ich im Matsch an der Stange eines Schildes aufzusteigen und anzufahren. Das klappte nicht, hätte wohl auch nicht viel gebracht. Mir kamen Menschen mit Fahrrädern entgegen, die hin und her rutschten oder aufgaben. Später gelang ein freier Aufstieg an einer matschfreien Stelle.

In der nächsten Matschzone musste ich dann wieder absteigen. Ein Blick von der Abstiegsstelle zurück.


 

Auf der eingezäunten Wiederaufforstung lag sogar noch eine Schneedecke. Das ist inzwischen selten geworden.

Bis zum Waldrand waren es nur noch wenige Meter. ich stellte das Einrad ab und schaute nach den Pflanzen am Boden.


Von der Sonne durchleucheter Bärlauch; überall kommen neue Blätter hervor.

Schneeglöckchen

Außerhalb des Waldes ließ es sich dann wieder gut fahren.

 

Nach einer Stunde kam ich wieder an der Haustür an. Die Blüten der Winterlinge hatten sich inzwischen vollständig geöffnet.

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