5.5.13

Vormittags zum Auensee, abends nochmal am Heuweg und diverse Täuschungen

Bei den Posts vom 1.5. und 3.5. fehlten die Karten. Die habe ich jetzt noch angehängt.

An diesem Sonntag Morgen schien die Sonne kräftig. Um noch etwas Frische abzubekommen, fuhr ich 11:15 Uhr los. Da betrug die Temperatur ca. 18°C. Das genügte, um zum ersten mal in diesem Jahr ohne Jacke zu fahren. Ich fuhr wieder in den Auwald. Ich hatte vor, an der Bahnlinie nach Leutzsch den letzten Tunnel am Heuweg zu nehmen, an der Gustav-Esche-Straße beim Sportpark auf den Radweg abzubiegen und an der Nahle wieder zurückzufahren. Das hätte bedeutet, von der Hans-Driesch-Straße aus eine größere Runde zu fahren, auf der ich zur Hans-Driesch-Straße zurückkehren würde, ohne absteigen zu müssen.
Bis zum Tunnel kam ich ohne Probleme. Drinnen ist es verhältnismäßig eng. Ich hatte hin und wieder darüber nachgedacht, was passiert, wenn Fahrräder entgegen kommen. Heute war es soweit. Zwei Radfahrerinnen näherten sich. Zudem stand der Tunnel immer noch unter Wasser, wie zuletzt am 19.4. berichtet. Die Passage klappte, ohne das jemand absteigen musste. Der Weg zur Gustav-Esche-Straße war heute weit schlechter, als beim letzten mal. Es gab Längsfurchen, die das Rad etwas einschienten. Glücklicherweise musste ich hier keine Ausweichmanöver machen und war dann froh, auf den Radweg abbiegen zu können. Bald erreichte ich die Brücke über die Nahle und setzte mich wieder auf die Mauer, wo ich vorgestern Lichtreflexe auf meinen Stiefeln beobachtet hatte. Diese Pause erwies sich als Fehler. Zwei Fahrradausflüglergruppen trafen sich und diskutierten eifrig über die weitere Tour. Die einen wollten zur Waldluft, die anderen zum Auensee. Die Diskussion zog sich lange hin und der Weg an der Nahle war mit Rädern zugeparkt. Um daran vorbeizukommen, hätte ich absteigen müssen, um auf der Böschung vorbeizugehen. Ich hatte aber vor, die Stiefel noch eine Weile vom Erdboden fernzuhalten. So fuhr ich in Richtung Auensee. Damit es nicht langweilig wird, fuhr ich am anderen Nahleufer in den Wald, wie am 20.7.2012. Später wurde die Auffahrt auf die Brücke über die Luppe zum Problem. Ich nahm das Brückengeländer zu Hilfe. Die Stiefel blieben auf den Pedalen.
Das nächste Problem entstand beim Abbiegen auf den Luppedamm beim Auensee. Gerade, als ich das tun wollte, fächerte sich ein Gewusel aus Radfahrern und Joggern auf, die anscheinend nur nach vorn guckten. Auf dem Randstreifen kam ich gerade so vorbei. Danach gab es auf dem Damm Gewusel der drei Geschwindigkeiten: Gehen, Joggen, Radfahren. Mein Tempo mit dem Einrad passte etwa zum Joggen. Die etwas erhöhte Warte auf dem Einrad und die aufrechte Haltung gewährten jedoch einen besseren Überblick. Zwei zusätzlich erwartete Probleme traten nicht ein. Die schwarzen Stiefel heitzten sich in den prallen Sonne nicht auf, weil ein frischer Wind wehte. Manchmal ist das Fahren auf dem Luppedamm unangenehm für das Gemächt. Der sehr ebene Weg begünstigt eine passive Sitzhaltung und es wird auf dem Sattel schneller unbequem, als auf Waldwegen. Heute gab es solche Probleme nicht. Möglicherweise halfen die häufigen Ausweichmanöver, vielleicht auch, dass ich in der letzten Zeit abgenommen habe.
Vor der Heuwegbrücke konnte ich es nicht mehr vermeiden: Ich musste absteigen und die Stiefel berührten den Erdboden. Das hatte ich ca. 5,5 km verhindern können. Die weitere Fahrt verlief ohne Probleme. Während der Fahrt auf dem asphaltierten Weg zwischen Nahlebrücke und Hans-Driesch-Straße machte ich ein paar Fotos vom Fahren. Heute gab es soviel Licht, dass ich weder LED-Blitz, noch Sportmodus brauchte, um mit dem kleinen Objektiv vom Handy ausreichend Licht einzufangen.


Bei 1/1060 s sieht es aus, als würde ich stehen. Reifenprofil und Speichen sind scharf abgebildet.


Schattige Verhältnisse führten zu einer längeren Belichtungszeit von 1/271 s. An Reifen und Boden sind Bewegungsunschärfen zu erkennen.


Ähnlich ist es von der Seite. 1/787 lässt Stillstand erscheinen.


Dynamischer sieht es bei 1/100 s aus. Lediglich die Sattelstütze ist unverzerrt.


Ein Zwischending haben wir bei 1/209 s. Hier hat die kamera wohl bei praller Sonne auf die schwarze Hose gemessen.

Abends war die Luft angenehm lau und ich bekam nochmal Lust auf eine Fahrt. 19:03 Uhr stieg ich nochmal auf das Einrad. Wie am Freitag gab ich mir ein Zeitbudget bis 19:30 zur Umkehr. Ich fuhr nochmal zum Heuwegtunnel vor Leutzsch. 19:27 Uhr hatte ich den Tunnel durchquert. Weiterfahren hatte keinen Sinn und ich steig ab, um das Wasser zu fotografieren.


Die große Wasserfläche erweckte den Eindruck, dass es auch tief sein müsse.


Beim tatsächlichen Wasserstand hätte ich auch ohne Stiefel trockene Füße behalten. Es waren weniger als zwei Zentimeter. Der Tunnelboden ist erstaunlich eben und sehr gut ausnivelliert. Sonst wären bei dem niedrigen Wasserstand nicht solche großen Flächen bedeckt.
 

Das Licht am anderen Ende des Tunnels. Die Heimfahrt verlief ohne irgendwelche erwähnenswerte Vorkommnisse. Nach 48 Minuten beendete ich die Fahrt.

Keine Kommentare: