Das Dauerfäkalwetter hatte in dieser Woche ein Ende gefunden. Die Sonne kam raus und die Tageshöchsttemperaturen überstiegen 15°C. Den vollen Genuss beeiträchtigte sofort ankommender Saharastaub, an dem Luftfeuchte kondensierte und den Himmel zuschmierte. Heute war es nicht mehr so warm, aber trotzdem schön hell. Als ich 12 Uhr losfuhr, wurden 8°C angezeigt. Für das Einrad eine angenehme Temperatur.
Gestern hatte ich mir bei einem Jazzkonzert Vinyl zugelegt (Eingang Quintett, Into a New Light). Auf dem Einrad hatte ich Vinyl an den Beinen. Stiefel aus PVC hatte ich zuletzt im vergangenen November an gehabt. Ich hatte sie nicht aufgrund des Schallplattenkaufs angezogen, sondern weil ich nach ein paar Tagen Trockenheit prüfen wollte, ob ich wieder im Wald fahren kann. Die PVC-Stiefel - hier die Dafna - ziehe ich gerne für Waldfahrten an, weil sie steifere Schäfte haben, als die zuletzt bevorzugten Overkneestiefel aus Kautschuk oder Mikrofaserleder.
Nach ca. zehn Minuten Fahren am Spatzennest machte ich mich auf den Weg in den Wald. Die Wege waren nicht verschlammt. Sie waren auch nicht mehr ganz so holprig, wie im Herbst. Man hatte sie geebnet, teilweise mit feinem Kies, der dem Einrad keine Probleme bereitet.
Mangels Laub war der Wald noch sonnendurchflutet.
An der Paditzer Straße fuhr ich aus dem Wald heraus und wendete später unter der Brücke. Am Himmel sind die Wolken gut zu sehen, die am Saharastaub entstanden waren.
Wenig später fuhr ich zum Wald zurück. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich knapp 20 Minuten ununterbrochen. Das ist keine sonderlich lange Zeit und ich saß wunderbar bequem.
Der Himmel sieht in dieser Richtung klarer aus. Der Wind verdrängte den Saharastaub allmählich von Westen her.
Beim Verlassen des Waldes blieb ich bei der Pappelstraße 1 am Bordstein hängen und musste absteigen. Das bot Gelegenheit, ein Stück der wunderschönen Krokuswiese zu fotografieren.
12:36 kam ich wieder am Buchenring an. Das Sonnenlicht war noch etwas fahl, die Schatten noch kontrastarm und unscharf. Aber das Wetter war trotzdem wunderschön zum Einrad fahren. Die Temperatur näherte sich 10°C. Das ist der Mitte im Bereich der Wohlfühltemperatur für die Dafna-Stiefel. Weder kalte Füße, noch Schweiß.
Der Weg am Spatzennest war am Rand von der Sonne beschienen. Das machte Lust auf ein Slalom-Video. Weil der sonnige Streifen schmal war, konnte ich den Slalom nicht seitlich gespreizt auslegen. Sonst wäre ich in den Schatten geraten oder gegen die Bordsteinkante gefahren.
Die Slalomstecke, links von Einrad aus gesehen, rechts vom Boden aus. So blieb genügend Platz, um das Fahren in den Schatten oder gegen die Bordsteinkante zu vermeiden.
Zur Pause 13:02 hatte sich die Sonne weiter durchgesetzt. Die Schatten waren nun kontrastreicher und schärfer. Den matten Stiefeln brachte sie etwas Glanz.Der Himmel wurde immer klarer.
Das Foto machte ich von der Mauer am Spatzennest, die noch im Schatten lag. Ein paar Minuten später beendete ich das Fahren und war dann 75 Minuten auf dem Einrad unterwegs gewesen.










