16.10.07

Umwege, Straßensperrungen und Sackgassen

Heute und morgen habe ich Urlaub. Zur Mittagszeit zeigte das Thermometer bei heiteren Wetter 18°C an. Ich erwog, mit kurzer Hose Muni zu fahren, entschied mich dann doch für 26er, Stiefeln und langer Hose zu fahren, weil ich von der Vogelsiedlung aus weiter nach Norden wollte. Für solche Exkursionen ist das 26er schneller und bequemer.
Von Südost aus nahm ich nicht den Umweg über den Wald und Kotteritz, sondern fuhr gleich zur alten Münsaer Straße. Dieser Weg ist holprig, aber dafür waren die Leute nett. Eine Frau mit Handwagen sagte: "Super", nachdem ich sie überholt hatte. Ein entgegenkommender Mann fragte, wie lange man braucht, um Einradfahren zu lernen. Auf dem direkten Weg war ich schon nach elf Minuten in Münsa und nahm von dort aus zunächst den gleichen Weg, wie am Sonnabend.


Dann probierte ich etwas Neues. Ich bog nicht zum Tunnel ab (auf dem Bild zweiter Abzweig nach links), sondern fuhr geradeaus weiter in Richtung Brücke.


Den Weg im Tunnel ließ ich im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Das sollte einen Zeitverlust mit sich bringen.


Der Weg wurde immer holpriger und hörte hinter der Brücke ganz auf. So fuhr ich wieder zurück und durch den Tunnel in Richtung Vogelsiedlung. Dort sagte eine Frau zu mir, dass sie auch einmal Einrad fahren wolle. Ich hatte ich vor, die Mühlenstraße herunter bis zur Brunnenstraße zu fahren, dort nach rechts abzubiegen und einen Weg nach Poschwitz zu finden, der nicht über den Richard-Wagner-Platz führt.


Die Mühlenstraße war gesperrt. Deshalb fuhr ich weiter und immer näher an die Agneskirche heran. Weil ich mir nicht sicher war, ob der links zu sehende Eselsweg an der Baustelle in der Mühlenstraße vorbeiführt, bog ich nach rechts auf den Hausweg ab. Die Pflasterstraße war sehr holprig, das Einrad ließ sich aber noch kontrolliert fahren. Am unteren Ende schoben zwei Mädchen Fahrräder hoch. Eines sagte: "Klasse." Dann war ich dort, wo ich nicht hin wollte: Auf dem Richard-Wagner-Platz. Ich hätte nun direkt in Richtung Poschwitz weiterfahren können. Dieser Weg ist jedoch sehr steil. Deshalb setzte ich den ursprünglichen Plan fort und fuhr zur Brunnenstraße


Auf der Brunnenstraße ging es auch bergauf, aber die Steigung verteilt sich auf eine längere Strecke. Es macht zwar Arbeit, da hinaufzufahren, aber es ist nicht schwierig.


Am Ortsausgang ist auch die Bergkuppe. Bei den Pollern geht links ein unbefestigter, holpriger Weg weiter.


Dieser Weg führt ins Gewerbegebiet am Weißen Berg. Dort endet er, fairerweise mit einem improvisierten Wendekreis. So musste ich zum Wenden nicht absteigen.


Ich fuhr ein Stück zurück und bog auf einen parallelen Waldweg ab. Für diesen Weg erwies sich das 26er mit seinem schmalen Reifen als nicht gut geeignet. Das Fahren kostete viel Kraft. Deshalb brach ich ab. Vielleicht hatte Valko diesen Weg benutzt, als er am 13.März eine Abkürzung vom Gewerbegebiet zur Brunnenstraße gesucht und gefunden hatte. Ich sollte den Weg einmal mit dem Muni probieren.
Erstaunlicherweise fuhr auf diesem gottverlassenen Weg auch ein Blechlemming. Es war einer von der Gasversorgung, der zu Wartungsarbeiten an einer Anlage im Wald unterwegs war.


Eine Bank bot nun Gelegenheit für eine Pause. Hin und wieder werde ich gefragt, ob ich in den hohen Stiefeln nicht sehr schwitze. Derartige Probleme gab es auch heute bei dem warmen Wetter und der bislang relativ anstrengenden Tour nicht. Das Futter saugt Schweiß auf und die Füße bleiben trocken. Die Stiefel wurden in Israel hergestellt. Dort ist es wärmer, als bei uns und man kann sie wahrscheinlich auch dort benutzen.


Nach der Pause fuhr ich die Brunnenstraße stadtauswärts hinunter und bog auf die L1355 ab. Kurz vor Münsa stieg ich ab, weil der Verkehr sich verdichtete. Weit gehen musste ich nicht. Ich fuhr dann die alte Münsaer Straße bis zur Mitte hoch und bog links ab, um an der Umgehungsstraße bis an die Zwickauer Straße zu fahren. Diese Strecke fahre ich normalerweise andersherum.


Die zur Umgehungsstraße parallele Strecke endet mit einem Abhang, der zu einem Tunnel unter der Straße führt. Dort hinunter führt die einzige Abfahrt, die ich bisher nur mit dem 20er geschafft hatte. Mit dem 26er hatte ich sie nur einmal, am 31.Juli, probiert. Damals kam ich nicht weit und bin abgestiegen. Heute ging das ganz leicht.
Kurz vor der Waldeinfahrt musste ich absteigen, um einen LKW vorbeizulassen. Dann fuhr ich durch bis nach Hause, wo ich nach etwas mehr als zwei Stunden ankam.

1 Kommentar:

Valkos Blog hat gesagt…

Genau diesen Weg bin ich bei meiner Tour gefahren. Auf der einen Seite ist Wald und auf der anderen ist deer neue Schlachthof. Auch ich habe auf dieser Bank eine (Raucher)pause gemacht.