30.3.08

20°C

Gestern ging ich zu Fuß durch den Wald. Eine entgegenkommende Frau fragte mich, wieso ich ohne Einrad unterwegs bin. Ich wollte zum Fußball und dort auch Bier trinken.


Als ich wieder zuhause war, gab es einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Sonnenuntergänge kann ich von der Wohnung aus nur selten verfolgen, weil die Sonne in einen Spalt zwischen zwei Häusern passen muss. Allerdings verdecken Bäume den Blick.
Einen Krankenbesuch bei einem Mitglied unseres Astronomievereins hatten wir auf den Vormittag gelegt und so blieb am Nachmittag Zeit für das Einrad. Die Temperatur war auf 20°C gestiegen. Innerhalb einer Woche ist die Tageshöchsttemperatur um mehr als 15°C gestiegen. Dadurch ließen sich temperaturabhängige Änderungen der Materialeigenschaften gut bemerken. So war der Sattel heute sehr weich und ich saß wunderbar bequem. Sehr weich waren auch die Stiefel. Sie waren kaum noch zu spüren. Das gibt einen guten Übergang für Tage, an denen es zu heiß ist, um mit Stiefeln zu fahren. Für diese Tage muss ich mir noch etwas zum Schutz der Knöchel überlegen. Mit dem 26er bin ich noch nie ohne Stiefel gefahren. Mit dem Muni war das kein Problem, weil die Kurbeln nach außen gebogen sind und einen ovalen Querschnitt haben.
Mein Ziel war der Märchenbrunnen. Die Fahrt verlief angenehm. Die Waldwege waren trocken und das Rad rollte leicht. Vom Großen Teich zum Märchenbrunnen nahm ich den Weg am Südbad. Der war stark frequentiert. Ein kleiner Junge identifizierte: "Ein Einrad", versicherte sich aber bei seinen Eltern, ob das Ding wirklich so heißt. Am Märchenbrunnen war es dann erstaunlich menschenleer. Alle Bänke waren frei und nur selten kamen Leute vorbei.


Im Gewässer waren noch keine Tiere zu sehen. Statt dessen fand ich auf der Blüte einer Sumpfdotterblume ein Insekt (Anklicken vergrößert das Bild).


Als ich wegging, sah ich von der Brücke aus einen Wasserläufer auf der Blauen Flut. Auf die Entfernung kam kein gutes Bild zustande. Immerhin ist er darauf nachgewiesen.
Auf dem Rückweg nahm ich zu Fuß die nun abgetrocknete Abkürzung über das Feld in den Wald. Im Wald stieg ich wieder auf. Wegen zunehmender Fußgängerdichte fuhr ich zeitweise langsam. Stress entstand dadurch nicht. Auf dem heute besonders bequemen Sattel war es gemütlich. Als ich zuhause die Stiefel auszog, waren die Socken trocken. Es bleibt wohl noch etwas Zeit für die Lösung des Knöchelschutzproblems.

28.3.08

Frühlingswetter


Heute gab es richtiges Frühlingswetter. Der Sonnenaufgang war nicht so spektakulär wie gestern,...


... aber eine schöne Lichtsäule gab es auch zu sehen.
Nachmittags zeigte das Thermometer 13°C an und der Wind war nicht unangenehm. Deshalb fuhr ich die windanfällige Strecke an der
Umgehungsstraße von der Paditzer Straße bis zur alten Münsaer Straße. Während ich durch den Wald zur Paditzer Straße fuhr, machten Eltern ihre beiden Kinder auf mich aufmerksam und ein Junge rief laut: "Ooooouuuuu, wie kann man mit einem Einrad lenken?"


Unterhalb der Brücke der Paditzer Straße über die B93N fuhr ich ein paar Kreise und machte dabei Intervallaufnahmen.

Bei dieser Aufnahme fuhr ich gerade auf die Kamera zu. Man kann gut die am 11.3. beschriebene elastische Fußgelenkunterstützung durch Stiefel sehen. Das linke Fußgelenk ist durch das Treten im Moment belastet. Der Stiefel hat sich gebogen und etwas Energie aufgenommen. Der rechte Fuß ist hinten auf dem Weg nach oben und nicht belastet. Der Stiefel ist auch entspannt.




Auf dem Weg nach Kotteritz ging es für mich dann bergab, weil ich die Brücke unterqueren musste, um auf die andere Seite der Umgehungsstraße zu gelangen. Der dortige bergauf führende Weg ist auch auf dem Bild zu sehen. Während ich bergab fuhr, qäulte sich ein Radfahrer entgegen und fragte mich, wie "man mit einem Einrad den Berg 'rein fahren kann".


Oben auf der Kuppe laden nun zwei Bänke zu einer Pause ein. Danach musste ich ein Stück zu Fuß gehen, weil der Abhang zu steil war. Danach war es kein Problem, die alte Münsaer Straße hochzufahren. Ein paar Minuten später war ich dann wieder zuhause.

27.3.08

Sonnenaufgang mit Lichtsäule

Das gute Wetter brachte noch eine klare Nacht, an deren Ende es zuzog. Ein noch nicht bewölkter Spalt bot einen wundervollen Blick auf den Sonnenaufgang.


Der kündigte sich 6:54 Uhr mit einer beeindruckenden Lichtsäule an.


Vier Minuten später war die Sonne schon vollständig zu sehen. Die Lichtsäule beeindruckte immer noch.


Hier sehen wir die Sonne abgeplattet. Horizontnahe Lichtstrahlen werden von der Erdatmoshäre stärker gebrochen und dabei angehoben, als von weiter oben einfallende. Dadurch wird das Sonnenbild gestaucht.


So sah die Sonne 7 Uhr aus.


Zehn Minuten danach war sie in den Wolken verschwunden. Doch das Wetter blieb schön. Der Nachmittag vor dem Esperanto war dafür vorgesehen, Artikel für den BAV-Rundbrief (s. 25.3.) fertigzustellen und abzuschicken. Als ich damit fertig war, blieb noch etwas Zeit für eine kurze Fahrt.

Ohne Unterbrechung fuhr ich in den Wald zur Paditzer Straße, bog dort ab, fuhr über die Brücke, wendete an der Umgehungsstraße und fuhr wieder nach Hause. Das dauerte ca. 20 Minuten. Auf den Wegen gab es nur noch wenig Schlamm und die Gummistiefel blieben völlig sauber. Aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen bevorzuge ich auf dem Einrad auch bei schönem Wetter Stiefel, solange es noch nicht zu warm dafür ist.

26.3.08

Nach Wetterbesserung zum Märchenbrunnen

Heute war das Wetter trocken und heiter. Es war auch etwas wärmer als gestern und der Wind war nicht mehr so schlimm. Unter diesen hatte ich List, im Wald über die Zwickauer Straße hinaus und - wenn es nicht zu verschlammt ist - vielleicht bis zum Märchenbrunnen zu fahren. Die Fahrt zur Zwickauer Straße verlief angenehm. Selbst die Schwerschlammzone vor der Zwickauer Straße ließ sich entspannt fahren und als ich an der Zwickauer Straße ankam, waren sogar die Stiefel noch sauber. So stand einer Fahrt zum Märchenbrunnen nichts im Wege.
Zum Märchenbrunnen fuhr ich hinwärts den waldseitigen Weg an der Hellwiese entlang. Der ließ sich leichter fahren, als es aussah. Ein Genuss war es nicht, darauf zu fahren und ich war froh, ohne unfreiwillige Abstiege zum Märchenbrunnen zu kommen. Zurück wollte ich diesen Weg nicht mehr nehmen. Der Feldweg zum Wald sah sehr morastig aus. Das wollte ich mir auch mit Stiefeln nicht zumuten und so blieb für die Heimfahrt der bequemere Umweg am Südbad vorbei.


Doch zunächst machte ich am Märchenbrunnen ein paar Beobachtungen. Ich suchte nach Tieren. Im vorigen Jahr hatte ich im April Wasserläufer und Frösche gesehen. Heute waren auch verdächtige Blasen auf dem Wasser zu sehen. Doch beim genaueren Hinsehen stiegen sie von den Pflanzen auf.


Auch ins Wasser hineinlaufen brachte nichts. Ich kam bei dem Wasserstand nicht weit. Hier ist ein Bild in Richtung Ufer.


Zur Mitte war es noch ein weiter Weg.


Der Rückweg an der Südbadseite der Hellwiese war unerwartet angenehm. Man hat zahlreiche Löcher verfüllt. Am Teich sind die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Emma noch im Gange.


Der früher dichte Baumbewuchs ist arg gelichtet.


Immer noch sind Fahrzeuge unterwegs, um zersägtes Bruchholz abzutransportieren.


Auch an der Waldeinfahrt ist viel Holz gelagert. Nachdem ich einige Meter weiter oben wieder aufgestiegen war, fuhr ich den kürzeren, aber steileren Weg zur Zwickauer Straße (im Blog oft als "Quälberg" bezeichnet) hoch. Durch die Fotopause hatte ich mich etwas ausgeruht und der Weg war in gutem Zustand. So bereitete das Fahren weniger Mühe, als sonst.
Oben angekommen hatte ich immer noch saubere Stiefel. Das sollte sich ändern, weil ich dann auf die Idee kam, den Hang am Krankenhaus herunterzufahren, obwohl ich wusste, dass dort auf der Kuppe sich die hartnäckigste Schlammstelle der Waldwege befindet. Für diese Stelle war dann der schmale, profilarme Reifen ungeeignet. Der Weg ist leicht nach links geneigt und in diese Richtung rutschte das Rad allmählich weg. Auf Gegenlenken reagierte es nur wenig und mit Verzögerung. Irgendwie reichte es aber und ich war froh, die richtigen Stiefel anzuhaben, die dann so aussahen, wie im Bild zu sehen ist.
Als die Strecke abschüssig wurde, war sie fast trocken und leicht zu fahren, wie der weitere Weg nach Hause.

25.3.08

Mit Gummistiefeln über "Schwerschlamm"

Heute war das Wetter ziemlich unangenehm, kalt und stürmisch, ab und zu fiel etwas Schnee. Am Nachmittag hatte ich zunächst nicht vor, zu fahren, sondern damit angefangen, eine Lichtkurve des Sterns S UMa über den Zeitraum von 40 Jahren zu erstellen. Dann schien jedoch die Sonne und es sah so aus, als würde das mindestens eine Viertelstunde andauern. Um keine Zeit zu verlieren, zog ich die grauen Gummistiefel über die Hose, die ich gerade an hatte, nahm das Einrad und ging raus. Bis ich den Wald erreicht hatte, war die Wind unangenehm. Dann war es OK. Bis zur Zschechwitzer Straße und den folgenden Berg hoch gab es nur wenig Schlamm und ich brauchte mir wegen der niedrigen Stiefelschäfte keine Sorgen zu machen. Dann kam die Schwerschlammzone von der Kurve bis zur Zwickauer Straße. Schwerschlamm spritzt nicht sehr hoch. Interessanter war, ob ich mit den etwas klobigen Gummistiefeln ausreichend Pedalgefühl habe, um auf dem glatten Schlamm sicher zu fahren. Das klappte ohne Probleme.
Der Sonnenschein hielt, bis ich nach einer halben Stunde wieder zuhause ankam.

24.3.08

Noch 'ne Osterspazierfahrt

Freitag Abend begann die österliche Völlerei. Deswegen gab es am Sonnabend und Sonntag keine Gelegenheit zum Fahren. Bei dem Schneematschwetter wäre es auch nicht so angenehm gewesen. Heute war die Völlerei zu Ende und das Wetter besserte sich.


Früh am Morgen war die Landschaft noch verschneit. In wenigen Tagen Frühling ist hier mehr Schnee gefallen, als im gesamten Winter. Der Tag wurde sonnig und der Schnee taute schnell.


Gegen 15 Uhr sah es dann so aus. Trotz der intensiven Sonneneinstrahlung war es noch kühl geblieben. Auch ein kalter Wind wehte.


Um nicht gegen den Wind fahren zu müssen, fuhr ich zunächst in den Wald. Fast die gesamte Waldstrecke waren die Wege weniger verschlammt, als am Freitag. Dick kam es dann auf dem Abschnitt von der Gartenanlage zur Zwickauer Straße. Der Absperrbalken war geöffnet. Deshalb war dort keine Pause drin und ich fuhr aus dem Wald heraus, um mit Rückenwind an der Umgehungsstraße bis zur Paditzer Straße zu fahren. Am Anfang dieser Strecke muss ich eine Brücke unterqueren. Dort sah ich etwas verdächtig dunkles und steig vorsichtshalber ab.


Diese Vorsicht war nötig, denn es handelte sich auf Eis. Es ist übel, auf einer abschüssigen Strecke auf Eis zu geraten. Der Allerwerteste kann dabei leicht Bodenkontakt bekommen. Solche Eisprobleme hatte ich im schneereichen Winter Anfang 2006, z.B. am 5.März.
Die weitere Fahrt verlief ohne Besonderheiten.

21.3.08

Osterspazierfahrt


Der angekündigte Todessturm hatte um 16 Uhr nicht die Intensität, um Einradfahren merklich zu behindern. Es schien sogar die Sonne. ;-) Deshalb setzte ich mich nachmittags kurz auf's Rad und fuhr durch den Wald zur Zwickauer Straße. Auf der Rückfahrt begegneten mir zwei Frauen. Eine beklagte sich über Schlamm an der Hose. Die andere gab ihr den Tipp, beim nächsten mal "auch so ein Rad" zu nehmen. Ohne Stiefel hätte das auch nichts genützt.
Der Karfreitag war kein Carfreitag. Die Blechlemminge standen nur herum. Ganz selten war in der Ferne ein fahrendes Exemplar zu sehen. So brauchte ich nirgends abzusteigen.

20.3.08

Leichtschlamm - Schwerschlamm - Schnee

Das Schmuddelwetter dauert an. Heute war es von den Temperaturen her vergleichsweise mild. Donnerstags fahre ich nur selten Einrad, weil ich abends zum Esperanto gehe. Heute machte ich eine Ausnahme, weil für morgen wieder ein Sturm vorhergesagt wird. Wegen der Milde des Wetters erwog ich, auf Handschuhe und Mütze zu verzichten, machte das aber nicht, weil die Schauerneigung hoch war. Die hohen Gummireitstiefel waren dagegen bei der Nässe zweifelsfrei unverzichtbar.
Ich hatte eine kurze Fahrt durch den Wald zur Zwickauer Straße und zurück vor. Auf dem Waldstück zwischen Südost und der Zschechwitzer Straße war der Waldweg mit Leichtschlamm bedeckt. Damit bezeichne ich ab jetzt einen dünnen, wässrigen Schlamm. Auf diesem lässt es sich gut fahren. Das Rad findet auf dem Boden darunter Grip. Der Fahrwiderstand ist nicht sehr viel höher, als auf trockenem Boden. Beim Lenken bricht das Rad nicht aus. Ich kann also ganz normal fahren und wenn ich die Reitstiefel trage, brauche ich keine Rücksicht darauf zu nehmen, dass der Schlamm spritzt. Ich muss lediglich darauf achten, dass ich keine Leute vollspritze, an denen ich vorbeifahre.
Zwischen der Zschechwitzer Straße und der Zwickauer Straße ändern sich die Bodenverhältnisse. Der Schlamm wird schwerer. Auf diesem Schlamm neigt das Rad mehr zum Wegrutschen und der Fahrwiderstand ist merklich größer, als beim Leichtschlamm. Eine Analogie zu Schwerschaum und Mittelschaum bei der Feuerwehr bietet sich an. Wenn ich langsam fahre, bereitet der Schwerschlamm keine Probleme.


Als ich an der Zwickauer Straße ankam, waren die Stiefel noch einigermaßen sauber. Einzelne Spritzer hatten sich aber schon an die Schaftränder hochgearbeitet. Während der Pause setzte ein Schneeschauer ein.


Auf der Fahrt zur Zschechwitzer Straße sah es dann so aus. Als ich dort ankam, schien wieder die Sonne. Nun fuhr ich auch wieder auf dem kaum störenden Leichtschlamm. So waren die Bedingungen den Umständen entsprechend angenehm.


Unterdessen wurden die Stiefel von Schlammfontänen getroffen und sahen in Südost so aus. Sie haben 99% der Spritzer abgehalten. Reitstiefel sind wegen ihrer Schafthöhe sehr gut für Räder ohne Schutzblech geeignet. Einen kleinen Nachteil im Design haben sie trotzdem. Von hinten gesehen sind sie außen am höchsten und werden nach innen niedriger. Die höchsten Spritzer treffen hinten innen auf, also in einem Bereich, wo der Schaft relativ niedrig ist. Vielleicht wird es einmal einen "Radlerstiefel" geben, der auch nach innen höher wird, ähnlich einem Cowboystiefel.

18.3.08

Wetterkapriolen


Kurz nach der gestrigen Fahrt graupelte es. Morgens klarte es vorübergehend auf und die beiden Novae waren wieder zu sehen. In der späten Morgendämmerung gab es noch einen leichten Graupelschauer.


Die abziehenden Wolken boten diesen beeindruckenden Anblick am Osthimmel.


Blechlemminge und Wiesen waren noch vom Abend mit Graupel bedeckt.


Während der Arbeitszeit ging der bislang heftigste Schneefall dieses Winters nieder. Eine ähnliche letzte Rache um den Frühlingsanfang herum hatte es im Vorjahr gegeben. Danach schien wieder die Sonne. Auf dem Heimweg zeigten sich Erscheinungen vorosterlicher Ruhe. Obwohl die Knochenzwinge mit nur zwei Wagen fuhr, war sie nicht überfüllt. Als ich in Altenburg ankam, schien noch die Sonne. Zuhause war der Himmel dann schon mit Wolken bedeckt, aus denen Graupel grieselte. Um schneller mit dem Einrad rauszukommen, zog ich mich nicht groß um und fuhr wieder ohne Radlerhose und mit den grauen Gummistiefeln los. Kurz bevor ich den Wald erreichte, wurde der Graupelschauer heftig und es wehte ein starker Wind entgegen.
Im Wald waren die Wege mit großen Pfützen und Schlamm bedeckt. Dafür waren die Gummistiefel nicht hoch genug. Um mich mit den nicht zu sehr einzusauen, fuhr ich vorsichtig und kehrte beim Parkplatz des Krankenhauses um. In Südost nutzte ich einige große Pfützen, um das Einrad sauberzufahren.
Als ich zuhause ankam, schien kurz die Sonne, dann graupelte, schneite und gewitterte es.


Welches Sternfeld zeigt diese Aufnahme? Keines. Es sind Schneeflocken mit Blitz fotografiert.


Kurz nach 18 Uhr sah es dann so aus.

17.3.08

Abendliche Blockrunden

Kurz nach 20 Uhr kam ich von der Feuerwehr nach Hause und hatte noch Lust auf eine kurze Fahrt. So zog ich nochmal schnell die grauen Gummistiefel und - weil es wieder kalt geworden ist - Mütze und Handschuhe an und fuhr eine halbe Stunde lang in der Nähe der Wohnung herum. Hauptsächlich drehte ich dabei Runden um den letzten Block des Buchenrings, wie am 1.12.05.
An der Rückseite des Blocks ist der Fußweg neu und sehr eben. Hier lässt sich das Einrad schnell fahren, ohne dass es unruhig wird. Dann kommt die Kurve an der Bushaltestelle. Obwohl es ein Bisschen eng ist, lässt sie sich leicht fahren. Mit einem normalen Fahrrad wäre es wohl schwieriger, denn das braucht mehr Platz. Dann kommt der leicht abschüssige Fußweg an der Vorderseite des Blocks. Dieser Weg stammt noch aus DDR-Zeiten und ist entsprechend abgenutzt. Die Bodenwellen sind deutlich im Sattel zu spüren. Der Weg ist auch seitlich wellig. Dadurch werden leichte Ausgleichbewegungen nötig, um das Einrad auf Kurs zu halten. Im Unterschied zur damaligen Fahrt mit dem 20-Zöller besteht aber keine Gefahr, an schadhaften Wegstellen hängenzubleiben. Die Gummistiefel stehen sicher auf den Pedalen. So lässt sich auch ein welliger Fußweg entspannt fahren. In der Ostkurve ist der Weg dann wieder in Ordnung.
Praktisch ist, dass man vom Einrad aus eine gute Sicht hat. Dadurch lassen sich Fußgänger über die Hecken hinweg gut von Weitem erkennen. Deswegen musste ich nie zwischendurch absteigen.

15.3.08

Bei wenig Wind zur Vogelsiedlung

Die Nacht war klar und ließ morgens die Beobachtung der Novae in Schwan und Schütze zu. Am sonnigen Folgetag stieg die Temperatur auf 14°C. Der Wind wehte nur noch schwach. Windarme Tage muss man für windanfällige Strecken nutzen. So fuhr ich zur Vogelsiedlung.

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Zuvor nahm ich mit der kleinen Aiptek-Videokamera eine Fahrt über den ehemaligen Angsthuckel beim Spatzennest (Kita der Volkssolidarität) auf. Diese Aufnahme ruckelt weniger, als die vom 9.März, allerdings ist die Bildqualität etwas schlechter.
Danach fuhr ich weiter zur alten Münsaer Straße. Auf dem Fußweg an der Pappelstraße fuhr ich an zwei Jugendlichen vorbei, von denen einer "cool" sagte und mich mit dem Handy filmte.
Im Unterschied zur letzten Fahrt dort war die alte Münsaer Straße menschenleer. Unten kam eine junge Frau mit Fahrrad entgegen und sagte: "Franky mit 'nem Einrad. Ich glaub's kaum." Nachdem ich vor der Eisenbahnbrücke die Münsaer Straße überquert hatte, fuhr ich an zwei Leuten vorbei. Eine Frau muss mich früher schon mal näher an Südost gesehen haben, den sie sagte: "Heute hat er aber schon eine weite Strecke zurückgelegt." Wenig später stellte ein Mann die häufige Frage nach dem zweiten Rad. Befürchtungen, dass sich die schwarzen Stiefel in intensiver Sonnenstrahlung störend aufwärmen, bestätigten sich nicht. Cirrusbewölkung verschleierte zunehmend die Sonne.

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Am Rand der Vogelsiedlung kehrte ich um und nahm mit der Videokamera noch zwei Filmchen vom Herumfahren auf dem Wendekreis auf.

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Unterdessen hatte sich sich auf der Münsaer Straße ein Verkehrsunfall ereignet. Als ich mich der dieser Straße auf der Rückfahrt nährte, fuhren zwei Rettungswagen mit Blaulicht weg. Die Polizei und einige Bürger waren noch dort. An der Eisenbahnbrücke stand ein verbeulter Blechlemming. Die weitere Rückfahrt über die alte Münsaer Straße und durch Südost verlief ohne Besonderheiten. Seltsam war die Trockenheit der Wege nach dem gestrigen Regentag. Mit verstaubten Stiefeln kam ich zuhause an.

14.3.08

Winder und Frühlingsnacht

Man sollte diese Jahreszeit in Winder umbenennen. "Richtiges" Winterwetter mit Schnee und Kälte gibt es kaum, dafür umso mehr Wind. Am Mittwoch hatte ich wegen zu starkem Wind auf eine Nachtfahrt verzichtet. Heute ist die Frühlingsnacht. Das ist eine Veranstaltung, bei der die Geschäfte der Innenstadt nachts geöffnet haben. An diesem Tag ist das Wetter sehr zuverlässig. Seit 2002 hat es immer geregnet. Im vorigen Jahr wurde die Einradfahrt deswegen zur Schlammschlacht. Auch heute hielt das Wetter sich gewissenhaft an diese Regel. Schon, als ich früh zur Arbeit ging, regnete es. Pünktlich zum Feierabend gab es einen Regenschauer mit Graupel. Dann wurde das Wetter deutlich besser. Während der Fahrt mit der Knochenzwinge schien die Sonne. Der Mond war auch zu sehen.
Die Sonne schien auch noch, als ich kurz nach 16:30 Uhr auf das Einrad stieg. Ohne den Wind wäre das Wetter ganz angenehm gewesen. Ich fuhr zunächst in den Wald. Die Fußwege in Südost waren mit Pfützen bedeckt. Im Wald waren die Wege dagegen weitgehend trocken. Nur der Berg am Krankenhaus war im oberen Bereich glatt vor Schlamm.
Bei der Gartenanlage fuhr ich aus dem Wald heraus, um mit Rückenwind an der Umgehungsstraße zu fahren.
Weil ich noch ausprobieren wollte, wie die Tabellenkalkulation gnumeric mit der Exceltabelle von Gary Poyner zur Eingabe von Beobachtungen Veränderlicher Sterne im neuen AAVSO-Format zurechtkommt. Das geht übrigens ganz gut. Weil ich Excel nur für den Mac habe, ist gnumeric in diesem Fall eine gute Alternative in für den PC.

11.3.08

Kurze Waldfahrt

Heute waren nachmittags noch ein paar Wege zu erledigen und deshalb hatte ich ursprünglich nur eine kurze Nachfahrt nach 20 Uhr vor. Als ich zuhause ankam, war die Sonne noch nicht untergegangen und so fuhr ich nochmal kurz entschlossen los. Um Zeit zu gewinnen wechselte ich nicht die Hosen und zog die grauen Gummistiefel drüber, wie ich es in der letzten Zeit bei Nachtfahrten gemacht hatte. Mit den steifen Stiefeln war es nicht ganz einfach, die Treppen schnell hinunterzulaufen. Das Aufsteigen auf das Einrad klappte dagegen problemlos. Beim Anfahren hatte Steifigkeit sogar einen Vorteil. Wenn man kurz nach dem oberen Totpunkt auf eine Pedale tritt, ist der wirksame Hebel sehr kurz. Das Fußgelenk gibt nach und der schräg stehende Fuß drückt mit Hilfe seiner Muskeln die Pedale nach vorn. Weiter unten steht der Fuß dann wieder gerade. Elastische Stiefel nehmen den Fußgelenken etwas Arbeit ab. Kurz nach dem oberen Totpunkt wird der Fußteil gegen den Schaft verbogen. Weiter unten federt der Fußteil zurück. Bei den grauen Stiefeln ist das gut spürbar. Kurz nach dem oberen Totpunkt ist der Schaft spürbar vorn am Unterschenkel angepresst, unten liegt er nur locker an. An den höheren und weicheren Schäften der schwarzen Stiefeln fällt das weniger auf.
Das Anfahren ging also ganz leicht und am nächsten Hauseingang meinte ein Mädchen, dass ich gut fahren könne. Das Wetter war sonnig und warm, doch es wehte ein straffer Wind. Ich fuhr durch den Wald zur Paditzer Straße. Auf den Waldwegen kam ich mit den Gummistiefeln gut klar. Auch, wenn es mal holprig wurde, standen sie beruhigend sicher auf den Pedalen.
Auf der Paditzer Straße fuhr ich aus dem Wald heraus. Den starken Seitenwind musste ich mit Gewichtsverlagerungen ausregeln.


Bei der Brücke fuhr ich einige Kreise. Anfangs gab es ein kleines Problem. Beim Aufsteigen war ich mit dem linken Fuß mit der profilierten Stiefelspitze auf der Pedale gelandet und brauchte ein paar Runden, bis ich den Stiefel in die richtige Position gebracht hatte.


Es klappte auch noch ein Bild von der Seite, allerdings mit Bewegungsunschärfen. Auf diesem Bild sehen die Stiefel etwas klobig aus.


Es ist erstaunlich, dass man damit wunderbar Einrad fahren kann. Sie eignen sich dafür wesentlich besser, als zum gehen. Auf der Rückfahrt in den Wald machte sich das Fahren ohne Radlerhose noch nicht unangenehm bemerkbar. So bog ich in Richtung Krankenhaus ab und fuhr zur Zwickauer Straße.


Dort machte ich die übliche Pause auf dem Absperrbalken. Inzwischen setzte die Dämmerung ein. Nahe der Tagundnachtgleiche verläuft die Dämmerung ziemlich rasch. Deshalb machte ich die Pause kurz und fuhr auf dem kürzesten Weg nach Hause. Nach einer Dreiviertelstunde war ich wieder zuhause. Das war die bisher längste Fahrt mit den grauen Stiefeln und ohne Radlerhose. Am Ende war es nicht ganz so bequem, hat trotzdem Spaß gemacht. Irgendwelche Striemen durch reibende Nähte oder Schaftenden sind auch nicht entstanden. Wenn die Zeit knapp ist, kann man so also auch mal schnell durch den Wald fahren.

10.3.08

Himmelmietzchen und Bruchholz

Über Nacht war das Wetter schön geblieben und erlaubte am Morgen die Beobachtung einer Nova, die am Freitag im Schwan entdeckt worden ist. Wieder sichtbar wurde eine Nova vom Vorjahr im Schützen, der sich am Morgenhimmel allmählich wieder über den Horizont erhöht. Tagsüber blieb es sonnig und als ich nach Hause kam, zeigte das Thermometer 16°C an.
Mein Ziel war heute der Märchenbrunnen. Zur Zwickauer Straße war der kürzeste Weg ohne Absperrungen innerhalb des Waldes.


Auf dem Absperrbalken an der Zwickauerstraße hielt sich dieses Himmelmietzchen auf.


Vielleicht handelt es sich um einen asiatischen Marienkäfer. Zumindest passt die Beschreibung in Wikipedia. Diese Sorte ist erst nach der Jahrtausendwende freilebend in Europa gefunden worden und breitet sich allmählich aus. Im Mauritianum läuft gerade die Ausstellung:

"Invasion der asiatischen Marienkäfer
Tiere und Pflanzen aus fernen Ländern – wie sie ins Osterland kamen und warum sie bleiben".

Nach diesen Aufnahmen fuhr ich weiter und musste an der Waldausfahrt wegen einer Absperrung absteigen.
Der waldseitige Weg an der Hellwiese zum Märchenbrunnen war in einem erstaunlich guten Zustand. Er ließ sich zum größten Teil entspannt fahren und die Holperstellen waren unkritisch.


Im Bereich des Märchenbrunnen waren die Sturmschäden gering. Abgebrochene Äste hatten sich in Astgabeln verfangen, wie dieser...


... und dieser.


Ein Ast lag im Wasser.


An den Frosttagen im Dezember hatte ich von einer seltsamen eisfreien Stelle geschrieben. Heute war die Ursache zu sehen: Ein Zufluss.


Weil die Waldeinfahrt gesperrt war, nahm ich die Abkürzung über den Feldweg. Heute probierte ich, ihn zu fahren. Ein Drittel schaffte ich. Dann wurde es zu anstrengend. Obwohl die Sonne noch nicht untergegangen war, konnte man die schmale Mondsichel schon gut sehen.


Am Waldrand sah ich einen Baum, den Emma schräg zerissen hatte. Die drei Bilder sind aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen. Wenig später stieg ich wieder auf und fuhr ohne besondere Vorkommnisse nach Hause.